Die perfekte Karte

Ja die eine Karte ist stark, dafuer schwaecht man aber den Rest seines Decks, weil man nichts doppelt nehmen darf. Du hast diese Schwaeche nicht ausnutzen koennen und verlierst dann, wenn das Deck seine staerkste Karte spielt.

So ist das halt. Es reicht nicht den Status Quo gegen ein Deck zu halten, das von Hause aus etwas schwaecher ist als es sein koennte, weil es darauf verzichtet die besten Karten doppelt zu nutzen. Gegen ein solches Deck musst du im Vorteil sein, damit die eine Karte, die die Schwächung des Restdecks rechtfertigt nicht allein das Spiel entscheiden kann.

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Naja doch, schon. Fair bedeutet ja im Grunde gleiche Chancen für alle Parteien, und die sind durch das Gamedesign nicht gegeben.

Bei Legends von Bethesda, um mal einen Vergleich zu ziehen, gibt es Prophezeihungskarten und ein Runensystem. Alle 5 Leben die man dem Gegner nimmt wird eine Rune zerstört, wodurch er eine Karte zieht. Hat sie Prophezeihung, kann er sie kostenlos während deines Zuges ausspielen. Dadurch muss man taktisch überlegen wann man wie sehr angreift. Gilt natürlich auch umgekehrt.

Das hat zur Folge, dass Comebacks möglich sind, oder Momente aufgefangen werden wo der Gegner seine besten Sachen topdeckt und du deine schlechtesten. Hinzu kommen andere Feinheiten wie ein auf zwei Seiten gesplittetes Spielfeld wovon die rechte Seite im ersten Zug Verstohlenheit verleiht (Minions sind trotzdem mit Aktionen anvisierbar).

Insgesamt hat man spielerisch so viel Freiheit und Flexiblität, dass man durch gute Plays wirklich viel wettmachen kann und so praktisch (fast) jedes Deck gegen jedes andere Deck bestehen kann weil es immer Möglichkeiten gibt, gut und taktisch dagegen zu spielen. Gute plays werden belohnt und RNG ist so gering, dass niemand unfairerweise ohne Eigenleistung dadurch einen Sieg erhält.

Ob das System endgültig zu 100% fair ist lässt sich bestimmt debattieren, aber es ist auf jeden Fall um Welten näher dran, als Hearthstone.

Das ändert aber auch dort nichts am Schere-Stein-Papier System. Die Prophezeiungen kann man eher als ein System betrachten um Aggro/Rush-Decks etwas entgegen zu setzen.

Ein “immer gleiche Chancen” kann man in einem so variantenreichen Spiel wie Hearthstone nicht bieten. Soetwas gibt es nur in Spielen wie Schach, in dem die Umgebung wirklich immer gleich ist.

Mit einem gewissen Vorteil/Nachteil in ein Match zu gehen ist also zwangsläufig normal.


Zurück zum Thema: Ich mag das Design der Karte und betrachte es nicht nerviger/stärker als so manch andere Karte. Sich etwas “zu wünschen”, gibt dem aktiven Spieler doch tatsächlich einige taktische Optionen.
Ich würde es eher als ein flexiblen Hardcounter/Removal betrachten.

Genau das versucht das Runensystem ja zu gewährleisten. Wie gesagt, es ist deshalb nicht zu 100% ausgeglichen, aber weitaus näher an Fair dran, als HS. die Runen sorgen immer für eine Art ausgleich auch bei nicht-rush Decks, schließlich zieht man ja auch unabhängig von Prophezeihung eine Karte, und eine Karte mehr oder weniger kann viel ausmachen.

Zieht dein Gegner z.B. besser als du aus seinem Deck (was ja nichts mit Können zu tun hat) und dominiert dann etwas, greift aber schnell an und zerstört deine Runen, so gibt das Spiel die Chance diese Imbalance wiederherzustellen. Das ist die Idee dahinter, und ich finde sie funktioniert gut. Ist für mich bisher das beste Kartenspiel was diesen Aspekt anbelangt. Man hat fast immer das Gefühl, im Spiel mitwirken zu können, Situationen in HS wo man nur zugucken und auf guten Draw hoffen kann sind selten.

Naja, das ist ein rein subjektiver Eindruck. Man könnte auch so argumentieren: “Hearthstone hat ein solches System nicht nötig, weil es insgesamt besser gebalanct ist.”
Aus Sicht der Winrate - nach dem manchmal zumindest ein bischen Balancing betrieben wird - stimmt das ja dann auch.
Dabei sollte man eben beachten, dass HS gar nicht den Anspruch hegt ein super durchdachtes Spiel wie Schach zu sein. Die Spieler sollen in kurzen Spielen mit schönen Oho-Effekt unterhalten werden. Die Frage des Balancings ist zwar wichtig (damit nicht 95% der Spieler nur noch Priester spielen und mit ihren Lieblingsklasse nur noch verlieren würden und deswegen unzufrieden sind), aber es steht nicht an erster Stelle der Prioritäten.

Jegliche Diskussion (und von denen gibt es ja unzählige hier im Forum) bzgl. Balancing sind daher seltenst wirklich sinnvoll. So auch in diesem Thread bzgl. des perfekten Wunsches.

Damit es wirklich ein Balancing-Thema wäre, müsste die Karte eben den o.g. Effekt haben, dass niemand mehr etwas anderes spielt, weil er sonst nur noch verliert. Entspricht aber nicht der Realität - da gab es weit schlimmeres in den letzten HS-Jahren.

Das wollte ich auch gar nicht zum Ausdruck bringen, ich hab mich nur auf die Aussage bezogen, dass Hearthstone nicht fair sei und darauf hingewiesen, dass Hearthstone generell eher mit Stein-Schere-Papier, RNG und wie du es treffend genannt hast, “Oho!”-Effekten arbeitet und die Karte da gut reinpasst.

Klar sind Balancing-Diskussionen tiefgründiger, und hier geht’s ja auch nicht um Legends. Ich wollte nur ein plastisches Beispiel dafür machen, wie ein in meinen Augen >faireres< System aussieht.

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Ich meinte jetzt nicht dass HS fair ist. Aber Stein-Schere-Papier ist fair. Dass Hearthstone Stein-Schere-Papier ist, habt ihr in diesem Fall gesagt. A schlägt B, B schlägt C und C schlägt A ist der Inbegriff von Balancing.

Also was jetzt, sind die Decks Schere Stein Papier oder die Karten?

Zu der Karte deren Name nicht genannt werden darf (Geil :D): Ich mag diese Karte und das Highlander Prinzip (siehe Nachtspion). Und meiner bisherigen Erfahrung nach sowie nach dem Eindruck den ich durch seriös geschriebene Beiträge hier im Forum gewonnen habe, kommt es bei der Karte sehr darauf an, wann und wie man sie einsetzt: Generiere ich Tempo oder hebe ich sie mir für spätere Swing Turns auf? Wieviel Mana lasse ich mir offen? Dafür muss man das Match-Up und seinen aktuellen Stand in dem Spiel einschätzen können… etc. Also eine Karte, die durchaus Skill fordert und davon abhängig sehr stark ist. Ziemlich perfektes Design mMn.

Der Inbegriff von Balancing wäre,
A kann B und C schlagen
B kann A und C schlagen
C kann A und B schlagen

Somit hat jeder die Chance seinen Gegner zu besiegen, das ist Balancing (Ausgeglichenheit). Alle starten mit den gleichen Bedingungen.

Wenn du jemanden auf einem Fahrrad gegen einen Rennwagen für ein Rennen antreten lässt ist das nicht ausgeglichen, auch nicht wenn der Fahrradfahrer dafür den Jogger im Rennen besiegen kann.

und der Jogger besiegt dann den Rennwagen? :smiley:

Also du meinst jeweils mit genau einer 50 % Chance? Dann ist aus Balancing Sicht C vollkommen obsolet. Genau gleiche Bedingungen sind auch für ein Spiel wie HS unrealistisch, für die meisten Spiele denke ich. Dann kannst du Schach spielen (siehe oben).

Die Chance zu gewinnen durch RNG und besseres Spiel hat man auch jetzt, 100% Match-Ups gibt es nicht. Dass in jedem Match die Chancen 50 50 stehen ist wie gesagt unrealistisch und wäre auch langweilig.

Man kann immer darüber diskutieren, ob einzelne Decks oder Karten zu stark sind und wieviel Einfluss der tatsächliche Skill hat, das wird ja auch hier im Forum fleißig getan. Unter den jüngsten Threads gibt es einen, in dem Murloc Pala als zu stark angesehen wird (LOL)…

HS ist bestimmt nicht perfekt, aber auch nicht so schlecht. Und Zephrys finde ich ziemlich gelungen und eigentlich müsste er laut deiner Beschreibung dieses anderen Spiels dir auch ganz gut gefallen, weil er gute Comeback-Chancen gibt. Und jeder kann ihn ja benutzen, dann kommt es darauf an wessen Deck besser ist und wer ihn besser spielt (natürlich auch wer ihn (wann) zieht, aber das kriegt man bei Kartenspielen auch nicht raus).

Edit: Ergänzung: Ich finde Deckbau und Metagame die eigentlich interessanten Komponenten eines TCGs. Wenn zu Beginn jedes Spiels das wegfallen sollte und die Chancen in etwa gleich stehen sollten, würde ich jetzt mal die steile These raushauen, dass HS bzw. TCGS (oder CCGs :P) tatsächlich das falsche Spiel sind.

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Genau. Als vielleicht nachvollziehbareres Beispiel kannst du Boxen nehmen: Da treten Leute in der Regel nur in der gleichen Gewichtsklasse an, um gleiche Chancen für beide Seiten zu gewährleisten. Ein 2,00m 95KG Boxer gegen einen 1,65m Boxer mit 70KG wäre halt nicht ausgeglichen.

A B und C wären verschiedene Decktypen, aber die Spielmechanik wäre so aufgebaut, dass alle gute Chancen haben, das Spiel durch ihr Können für sich zu entscheiden.

Legends ist da wie gesagt ja schon ein paar ganze Schritte weiter. Duelyst und Faeria auch, durch ihre Hexfeld-Spielbretter haben die Spieler mehr Kontrolle über die Situation, beidseitig.

Das ist ja genau der Punkt! Wenn die Spielmechanik etwas anders wäre und mehr Flexiblität bieten würde, müsste man sich gar nicht jede neue Expansion darüber aufregen, dass wieder irgendwas mehr dominiert als alles andere, oder man Deck X nur mit Y besiegen kann.

Es ist frustrierend für Spieler ständig solchen Decktypen ausgesetzt zu sein. Vom damals Frostmage der dich erst 20 Minuten lang einfriert und jede Zündschnurr abbrennen lässt bis er dich mit seiner Zeitspule in zwei Zügen erledigt, während du nur zugucken darfst bis zum Shudderwock-Shaman mit unendlich Boardclear und Lifesteal.

Oder als die Championship Live von Blizzard ausgestrahlt wurde und selbst die Profis nix dagegen tun konnten, vom Priest damals 50 Face Damage aus der Hand nur in einem Zug zu kassieren, während sie nur zugucken können und nichtmal interagieren dürfen. Das war eine richtige Blamage, die Kommentarsektion auf Twitch & co war voller Spott über das Balancing.

Ich bin in Legends auf Rang 5, und es gibt kaum immerwiederkehrende Decks. Es gibt nur die pralle Vielfalt, und egal welches meiner guten Decks ich nehme, die können alle potentiell bestehen, es gibt keine “Hassdecktypen” wo ich mir am anfang schon denke, das wird nix weil ich nichts dagegen tun darf. Durch das Doppelseitige Spielfeld und das Runensystem kann man immer was tun, zumal Karten flexibler gestaltet sind, mehr Kombos möglich sind, und einem dafür weniger vorgekaut wird. (Trotzdem gehen die wundervollen Kombinationen und sogar richtig coole Theme-Decks sind möglich, egal ob du auf Orks, Untote, Dämonen, Kaiserliche Ritter, Waldelfen, Dunkelelfen, Monster, Trolle oder andere Sachen stehst).

Wenn ich mir den letzten Meta-Snapshot von TESL mal anschaue, kommen mir da so gewisse Zweifel. Genau 1 Tier-1-Deck, das folgendermaßen beschrieben wird:

Blockzitat Nix-Ox has no weak matchups, although aggressive decks are the best way to counter Nix-Ox. It has both board based control tools and spells to deal with threats, so even cards such as Cutlist has problems countering the deck. Against control decks, it has a 90-10 matchup, as the only real way to stop the counter is hoping your opponent lacks the APM to pull it off or somehow screws up the math. Even then, the raw value of the Uprising Combo should overpower most control decks.

Link bitte, also zu dem exakten Deck auf das sich das bezieht, gibt ja diverse Varianten.

has no weak matchups” ist unvorstellbar um ehrlich zu sein. Du kannst bei TESL inzwischen drei(!) Fraktionen kombinieren, inklusive neutraler Karten. Bei so einer enormen Kombinationsmöglichkeit sollte es nicht möglich sein ein Deck zu bauen, was alle anderen allein durch seinen Aufbau dominiert.

Das Zitat stammt von:

TESL Meta-Snapshot

Und sorry, es sind zwei Tier 1 Decks. Die Formatierung ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Hab mir das jetzt mal angeschaut, das Deck lebt davon so lange zu überleben, bis man durch Neubeschwörung von Genius Pathmage praktisch für 13 Mana 2x den Pathmage und 1x Odahviing beschwört, welcher 10/10 hat und dann insgesamt 4 Damage an allen gegnerischen Minions macht, also recht gut für Boardclear.

Aber: Ich habe zum Beispiel ein Custom Orkdeck, mit 3 Bannern die meinen Orks insgesamt +6 leben geben. Dazu kommt eine Waffenschmiede die jede erste ausgespielte Kreatur von mir mit einem zufälligen Gegenstand ausrüstet. Das heißt selbst wenn er mit dem Drachen + AoE in einem anderen Turn Schaden über meine ganze Seite machen, würden viele meiner Orks danach noch stehen. Natürlich würde er auch versuchen die vorher mit seinen ganzen AoE-Karten zu schwächen und Wellenweise wegzufegen, aber da ich für meine Orks auch noch Rüstungen und andere besondere Krieger habe, die das Leben noch weiter erhöhen, dürfte das recht ausgeglichen laufen. (Bin diesem Deck bisher nicht begegnet).

Ansonsten gibt es viele Möglichkeiten. Ich hab ein Deck was auf Bogenschützen und Gift setzt, ich kann zum Beispiel eine giftige Kreatur ausspielen, sie mit einer Armbrust ausrüsten und dann damit 1 (tödlichen) Schaden auf ein beliebiges Ziel machen. Mit einer anderen Karte kann ich dann diese Kreatur bewegen und wieder 1 Schaden machen lassen: So kann ich mit einem giftigen Bogenschützen beide Drachen für <6 Mana erledigen. Wenn man weiß, dass der Gegner sowas spielt, dann behält man so eine Kombo für den Moment auf der Hand.

Dann gibt’s z.B. eine Karte wo du einen Manawert auswählst, und dein Gegner kann keine Karten mehr mit dem Manawert ausspielen, bis er diese Kreatur vernichtet hat. Es gibt auch einen Gegenstand (Laute) mit dem du diese Kreatur immun gegen Silence machen kannst, sie muss also auf dem Schlachtfeld von Kreaturen besiegt werden, oder durch Verwandlung oder eben sowas wie Gift. Das stellt sich aber für das o.g. Deck trotzdem erstmal als problematisch dar, vor allem weil es auf Silence setzt.

Mit der Karte “Das Rote Jahr” (10 Mana) fügt man allen Kreaturen 10 Schaden zu, damit wäre es praktisch möglich seinen Drachen und Pathmages direkt nach seinem Mega-Turn zu vernichten.

Dann gibt es z.B. Vivec, eine Kreatur vom Typ “Gott”, solange man eine verehrte Kreatur im Spiel hat, kann man das Spiel nicht verlieren. Der hat genug Leben um die Flammenwellen der Drachen zu überleben und um diesen Megaturn zu kontern. Solange er auf dem Feld ist kannst du nicht sterben.

Es gibt das mechanische Herz, eine Unterstützungskarte die wenn du auf 0 fällst 10 Leben und eine Rune wiederherstellt.

Ehrenmann Jim Stacy zwingt deinen Gegner eine Hand aus seiner Karte an dich zu geben. Wenn er wenig Karten übrig hat, was bei seinem Deck gut möglich ist da er permanent Boardclear machen muss um so lange zu überleben, ist die Chance gut dass du eine der essentiellen Karten bekommst.

Uuuund so weiter :smiley: Ich kenne auch nicht alle Möglichkeiten, es gibt sicher noch mehr, aber nach meinem Wissensstand klingt das nicht nach einem uncounterbaren Deck, da es bis zum Late wo es die Kombo ausspielt eigentlich selber nicht viel auf’s Feld bringt und somit erst gewinnen kann, wenn es nach dem Mega-Turn dominiert.

Will hier jetzt aber auch keinen mit Legends-Kram langweilen, der das Spiel nicht kennt. Aber vielleicht Mal interessant zu hören, was es da so für Mechaniken gibt.

Kann aber gern berichten wenn ich dem Deck Mal öfter begegnet sein sollte, wie es läuft :smiley:

Das Deck hört sich traurigerweise nach typisch Hearthstone an, solche Lamen Techniken, den Gegner durch unendlich Control so lange warten zu lassen um dann eine krasse one-turn-kombo auszuspielen passiert in Legends eigentlich so gut wie nie.

Das Beispiel passt leider gar nicht. Da gewinnt halt der bessere Boxer, da herrscht auch selten Gleichgewicht der Kräfte. Und es gibt für mich persönlich auf dieser Welt kaum etwas langweiligeres als Boxen und kaum einen Sport mit schlechter durchdachten Regeln.

Durch das Ranking System sollten bei HS aber auch Leute mit etwa gleicher Skillstärke gegeneinander antreten.

Wenn es nur von Skill abhängig wäre (Zum großen Teil ist es auch von Skill abhängig), würden sich alle, die nicht einsehen wollen, dass sie nicht ohne Niederlagen auf Legend marschieren können, beschweren, dass HS nur p2w und RNG ist (Beweis: Forum).

Du beschreibst andere Spiele, die deiner Meinung nach besser sind. Letztendlich würde ich mal sagen, dass es bei Spielen größtenteils Geschmackssache ist, wobei es selbstverständlich legitim ist, einen höheren Skill-Anteil, komplexere Abläufe, bessere Interaktionen etc. in anderen Spielen zu erkennen und auch objektive Vorteile zu beschreiben.

In all den Aspekten die du nennst können aber gleichzeitig Punkte liegen, die anderen vielleicht nicht so gut gefallen und bei aller Kritik speziell an Blizzard and Hearthstone (die ich ja teilweise auch formuliere) sollte man in dem Sinne fair bleiben, dass man guckt, was will HS sein und was kann HS sein. Und ein TCG wird niemals Schach oder Boxen sein, um es mal blöd zu formulieren.

Genau so soll es auch sein, der bessere Spieler gewinnt, und nicht der, der Aufgrund seines Aufbaus von vorneherein bevorzugt ist, so dass sein Gegenüber sehr schlechte Chancen hat.

Darauf kann man sich absolut nicht verlassen, gleich aus mehreren Gründen. Es gibt viele Smurfs, starke Spieler müssen sich am Anfang einer neuen Saison wieder hochspielen (und alle 4 Wochen ist das nicht unerheblich), manche Leute halten sich absichtlich niedrig um schwache Spieler abzufarmen und last but not least ist ein Neueinsteiger der viel Geld investiert einem F2P Neueinsteiger erstmal sehr stark überlegen.

Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, warum einseitige Mechaniken eher nicht existieren sollten, weil die dann bei solchen ungleichgewichtigen Situationen zu noch mehr Ungleichgewicht und somit noch mehr Frust führen.

Klar, alles kann man nicht beheben und mit manchen Sachen muss man leben, aber man kann sich dahingegend bemühen und HS gibt sich diesbezüglich einfach wenig Mühe. Das sieht man auch an all den fehlenden Features die schon vor Jahren versprochen wurden, das Spiel läuft auf Sparflamme, auch wenn man sich das als HS-Liebhaber nicht gern eingestehen möchte.

Da hast du meinen Satz aber geschickt vor dem Komma abgebrochen :smiley: Wobei es wirklich etwas schludrig von mir formuliert war: Also der bessere Boxer steht in den allermeisten Fällen vorher schon fest, und er ist der bessere Boxer durch das was er mitbringt an körperlichen Voraussetzungen, Training, etc. Also vor einem Boxkampf ist es für mich klarer, wer den gewinnen wird, als bei einem HS-Matchup, meistens jedenfalls. Klar wird das durch die Gewichtsklassen ein wenig eingeschränkt, aber das tut das Ranking System auch. Smurfs mag es geben, aber dadurch dass man sich eine Kartensammlung aufbauen muss macht das eigentlich wenig Sinn. Und dass Smurfs auch mit neuen Accounts viel gewinnen zeigt doch am allerdeutlichsten, dass Skill immer noch der ausschlaggebendste Aspekt ist.

Also viele Smurfs würde ich einfach mal bezweifeln, weil: Warum? Ich hab keine Zahlen, hast du welche?

Wieder hochspielen? Man verliert 4 Ränge… Ein Legendspieler wird nie etwas mit einem Rang 10 Spieler zu tun haben.

Absichtlich niedrig halten? Warum? Und wie? Wie gesagt… 4 Ränge. Und du kannst nicht unter die Safe-Spots fallen. Wenn du “abfarmst” steigst du ja wieder. Also drückst du jedes zweite Mal auf aufgeben? Oder du lääst dich immer kurz vor einem Spot zuückfallen? Um dann etwas einfach die 10 Gold Pro 3 Spiele zu holen? Statt einer Golden Epic auf 5 z.B.? Hört sich für mich gar nicht sinnvoll an…

Wenn Skill und Zeiteinsatz gleich sind, bringt dir Geld natürlich erstmal einen Kartenvorteil, aber ein T1 Deck kriegt man total schnell, wenn man konsequent entstaubt. Ab da ist es wieder in erster Linie Skill.

Welche einseitigen Mechaniken? Du kannst alles countern, einseitig kann es nur in bestimmten Match-Ups sein, da sind wir wieder beim Schere Stein Papier Prinzip.

In vielen Punkten stimmt das. HS ist eins meiner Hobbys und ich gestehe mir das sehr wohl ein, übe Kritik und wünsche mir Verbesserungen. Aber gerade deshalb ist es mir auch wichtig korrekt zu bleiben. Und es ärgert mich wenn sinnvolle Vorschläge und konstruktive Kritik in diesem ganzen P2W, kein Skill, HS wird manipuliert-Getöse untergehen…

In diesem Thread z.B. ging es ursprünglich um Zephrys. Man kann sicher über die Karte diskutieren. Ich finde sie eher gut, wenn jemand sie eher schlecht findet können wir uns darüber austauschen. Dann kommst du und schreibst “HS ist insgesamt nicht fair”. Das bringt wenig weiter. Und deine Argumente widersprechen sich meiner Meinung nach gegenseitig bzw. sind nicht in Einklang zu bringen mit einem Spiel, dass Karten (also auch das Ziehen, was zwangsläufig mit Glück verbunden ist), Sammeln (also nicht jeder hat alles zur Verfügung von Anfang an), Deckbau (Also man versucht sich schon einen Vorteil zu erarbeiten, bevor das Spiel startet, indem man ein Deck baut und ggf. anpasst) und Metagame (Verschiedene Match-Ups, die unterschiedlich gut/schlecht ausfallen) beinhaltet.

Du musst mal lernen zu unterscheiden zwischen deiner Meinung bzw. deinen persönlichen Vorlieben und objektiven Kriterien/Vergleichen. Und außerdem gibt es auch Graustufen, die Wahrheit ist sogar selten schwarz/weiß. Aber du haust immer deine Meinung raus, verkaufst sie als Fakt und weichst dann keinen Zentimeter davon ab, egal mit welchen Fakten oder Statistiken man dich konfrontiert. Das war schon so vor über einem Jahr, als ich mit dir versucht habe darüber zu diskutieren, ob “Blizzard gierig” ist und das ist jetzt noch so. Selbst wenn ich deiner Meinung bin stört mich deine Art zu diskutieren und ich möchte schon fast die Gegenpartei ergreifen entgegen meiner eigenen Wahrnehmung, statt dir Recht zu geben. Da ich aber fair bleibe und nur das sage, was ich auch denke/beobachte, während du auf Teufel komm raus bei deiner Meinung bleibst, selbst wenn andere dir mit Fakten oder sogar du dir selbst mit Logikfehlern widersprichst, werde ich zu diesem Zeitpunkt bis auf weiteres wieder jegliche Diskussion mit dir einstellen…

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Einseitig insofern, dass es nur ein schlichtes Schlachtfeld und sonst nichts gibt. Keine Aurüstungsgegenstände, keine unterschiedlichen Felder, keine bestimmten Innovationen auf dem Spielfeld, kein Runensystem oder ähnliches. HS ist das schlichteste CCG auf dem Markt; Ich spiele es auch eher zum abschalten als um gefordert zu sein, aber dann muss man das dem Spiel auch eingestehen. Das bedingt dann aber im Umkehrschluss auch wenig Flexiblität, wie an den oben genannten Meta-Katastrophen veranschaulicht. Praktisch kann (fast) jede Expansion auf sowas zurückschauen, und wenn schon im Esport Bereich die Championship zwischen Profis von 50 Facedamage aus der Hand ohne reagieren zu können entschieden wird und die gesamte Playerbase an die Decke geht, dann ist das schon bezeichnend.

P2W und kein Skill sage ich nicht, ich sagte nur dass im Neulinge-Bereich wo die Kartensammlung gen 0 geht die ersten Monate Casher einen Vorteil haben, dass Echtgeld eine Abkürzung ist, darüber sind wir uns ja wohl alle einig.

Und ob ein Spieler der einen Bomben-Warrior gegen ein Aggro spielt skillt hat, kann ich nicht sagen, aber ich kann sagen dass Bomben-Warrior gegen Aggro kein Skill abverlangt, und das ist der ausschlaggebende Punkt. Solche Konstellationen sollte es idealerweise im kompetetiven Bereich nicht geben, wir treten schließlich gegen menschliche Spieler und nicht die KI an, weil wir Interaktion und einen gewissen fordernden Schwierigkeitsgrad erwarten.

Das ist beides aber nicht gegeben wenn ich mit Aggro gelangweilt gegen den Armor-Warrior spiele in der Hoffnung, dass er richtig schlechte Draws hat und ich ihn zufällig erledigen kann, und er sich langweilt und eigentlich nur Rüstung pumpt, abundzu mal das Board cleared und Stärke, Einigkeit… und Zündet die Bohooombeeen hinrotzt bis dann meine Karten leer sind.

Solchen Situationen begegne ich halt außerhalb von HS nicht. Spielsysteme wie in Magic oder Legends lassen solche passiven einseitigen Matches gar nicht erst zu.

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