Hallo zusammen!
Mit der Beta zu WoW Forever stelle ich mir immer mehr die Frage, ob und wenn ja wie groß die deutschsprachige Rollenspielcommunity im Spiel sein wird. Seid ihr gehyped? Werdet ihr das ignorieren? Wie anziehend ist das Konzept eines Spiels das im Grunde ewig gleich bleiben wird und einige alte und auch recht beliebte Gebiete wieder zurückbringt (z.B. Theramore).
Ich sehe da durchaus Chancen und bin vorsichtig optimistisch, gerade weil ich merke das Retail so gar nichts mehr für mich ist (jaja ich bin Alt).
Forever wird sicherlich sehr viel für Rollenspieler bieten.
Gerade im Hinblick auf Housing (was wohl geplant ist für Forever) bieten sich schon viele Möglichkeiten, auch das überarbeitete Transmog-System ist ein Plus für Rollenspieler.
Ich muss sagen dass es mich auch schon catched… und ich es in der Retrospektive einfach auch schwer finde im Retail mit dem „Powerniveau“ der Herausforderungen mit der die Welt so zu kämpfen hat mitzuhalten (Ich bin halt lieber LotR denn D&D Spieler).
Eine Art Gemeinschaft zu gründen die sich Idealen verpflichtet und regional begrenzt wirkt macht viel mehr Sinn und passt besser als in Retail, wo halt auf der „Context is for Kings“ - Ebene gearbeitet wird. Natürlich gibts auch dort die „Every Day Guys“ denen ich ihre Berechtigung nicht absprechen will.
Meine Hoffnungen gehen jedoch mehr hin zu Forever.
Ich habe gemischte Gefühle ehrlicherweise, aber nicht einmal wegen Forever selbst. Forever scheint ja schon Maßnahmen zu ergreifen, dass gutes Open-RP entstehen kann etc. und auch die bisher angekündigten Dinge sind für das RP sicherlich toll.
Wenn Forever es gut hinbekommt, deutschsprachige RP’ler miteiander zu verknüpfen und auch dafür sorgt, dass man sich regelmäßig im Open-RP treffen kann, könnten zwei Dinge passieren: 1. Forever ist ganz gut und die ohnehin schon kleine Community wird noch weiter außeinander gerissen oder 2. Forever macht sich so gut, dass „ganze Gruppen“ (also ganze Gilden bspw.) rüber wechseln. Sollte dem so sein, wäre zweiteres wünschenswerter, dass die Community als Ganzes sich nicht zusätzlich noch zweiteilt.
Aber nur ein Gedanke ohne Anspruch auf objektive Richtigkeit!
Ich würde mich eigentlich sogar freuen, wenn Forever die Finger vom Housing lassen würde. Man sieht leider anhand von Sturmwind in Retail, was das anrichten kann.
Ja, eine weitere „Zerfaserung“ der RP Community sollte nicht sein. Andererseits werden sich auch nicht alle „unter einem Banner“ vereinen lassen. Ich merke dass Forever als Spiel wirklich nicht jeden reizt. Und das wird es wohlauch im Rollenspiel tun, was ich schade finde. Das Spiel hat in meinen Augen potential zu einem tollen Hafen für Rollenspielende im allgemeinen zu werden.
Bisher sehe ich keinerlei organisierte Versuche deutsches Forever-RP in Gang zu bringen, nur vereinzelte Posts von Nostalgiegilden. Das kann sich natürlich noch ändern, aber jetzt ist genau die Phase, wo ich eigentlich den größten Hype erwarten würde und im englischsprachigen Raum auch deutlich eher sehe. Falls der Empfang so lauwarm bleibt, wird das garnichts und die Aldor bleibt so gut wie unberührt. Ich denke wer da planlos reinschnuppert und nicht viel Organisation vorfindet, wird es nach der ersten Phase zu aufwändig finden und es eher früher als später bleiben lassen.
Grundlegend sind die Zielgruppen aber auch nicht identisch. Wer zufrieden mit dem RP ist, dass er in der modernen Welt und mit der modernen Lore von WoW haben kann und hinreichend eingebunden ist, hat vermutlich wenig davon in die vergleichsweise primitive Welt von Classic für mehr als Sightseeing zu gehen. Forever zieht dagegen mehr Leute an, die WoW-RP früher mal toll fanden, aber beim Anblick von Dingen wie Man’ari, Leerenelfen, unbeschränkter Fraktionskooperation, oder Plots die den kosmischen Ereignissen der Hauptstory folgen sofort jede Lust verlieren. Also Leute, die entweder schon gegangen sind, oder die schon länger mit einem Fuß draussen sind.
Nur falls Forever-RP wirklich ein größerer Erfolg wäre, das deutlich lebhafteres RP, speziell auch mehr offenes RP, als die Aldor liefern kann, würde ich erwarten, dass nach und nach mehr Leute dahin abwandern würden und die Aldor als der RP-Standard ersetzt würde. Aber das seh ich so nicht kommen.
Ich selber werde es definitiv in Forever versuchen, aber erwarte da die Sprache wechseln zu müssen, um etwas davon zu haben.
Ich persönlich werde mich auch zu gegebener Zeit mit dem Rollenspiel beschäftigen und kann mr sehr gut vorstellen, Aldor auch für das Rp gänzich zu verlassen in richtig Old School einen Paladin oder etwas in der Art zu starten. Die Frage wird halt sein, wie zuverlässig die Trennung nach Sprachen und Rp funktioniert.
Wenn ich mich auf Aldor umsehe, erkenne ich eigendlich immer nur die selben Namen, Gilden und „Handschriften“ was mich persönlich mitlerweile derart langweilt, dass ich jetzt seit einem halben Jahr oder länger keinen Fuß mehr in’s Rp gesetzt hab.
Daher erhoffe ich mir frischen Wind was eine Com angeht aber auch neue Geschichten, wie sich die Welt entwickelt.
Problematisch ist halt, dass es kein entsprechendes Forum gibt aber da wird man wohl auf das allgemeine Rollenspielforum ausweichen müssen. Das es da jetzt noch keine große Bewegung gibt, finde ich ehr unkritisch, da halt Rollenspielequipment auch erstmal gefarmt werden muss.
Ich denke es gibt da schon eine Zielgruppe für. Wer kann denn in Retail noch „Für die Horde“ oder „Für Sylvanas“ rufen? Spannende Antagonisten wie die Scharlachroten oder die Defias sind es auch wert noch einmal bespielt zu werden und als richtiger Oldschool Orc hat man es in Forever vielleicht sogar einfacher als in Retail.
Ich glaube aber auch, dass die deutsche Community dafür zu winzig sein wird und es mittelfristig auf englischsprachige Communities hinaus laufen wird. Da ist auf Discord zumindest genug los, um sich doch einen Char im RP Realm zu machen. Falls da jemand doch was deutsches kennt, gern verlinken.
Man muss, selbstredend eigentlich, bei 0 anfangen.
Das Problem, das ich bei Forever sehe, ist, dass es (man möge mich korrigieren, so es anders ist) keine Server per se gibt, sondern ein Layersystem. D.h. man wählt den Rollenspielmodus aus und wird erstmals mit allen EU-Rollenspielern zusammen gewürfelt. Man kann zwar seine eigene Sprache präferieren und du wirst, soweit ich weiß, dann mit Gleichsprachigen bevorzugt gelayert, aber wenn zu wenige da sind, wird man wohl mit den anderen wieder zusammen gehuxt. Ich bin mir uneins, wie sich das genau auswirkt, das wird man wohl erst noch erfahren, wenn dieser „Modus“ freigeschalten ist. Ich befürchte aber, eine Spielerfahrung wie mit Servern auf Retail bzw. Classic (bzw. Vanilla also) wird man nicht erleben. Es wird eher wie in TESO ablaufen, wenn das wem ein nutzbarer Vergleich ist.
Also International organisieren sich die Rollenspieler schon? Wo und wie denn?
Frage ist ob wir das auch wollen oder wir einfach international aufgehen. Ich persönlich habe damit kein Problem damit. ich fürchte nur, wenn man dann wieder zu zögerlich ist und davon ausgeht dass das einen nichts angeht… man da deutliche Chancen verpassen wird.
Über den Discord der da im Forum verlinkt ist, sind auf jeden Fall 4-Stellige Spielerzahlen zumindest angemeldet, mehr als zwei Dutzend Gildenkonzepte und sonstiges da.
discord.gg/everEU
Deutsch wäre netter, aber wie gesagt, wenn es bisher keinen Enthusiasmus dafür gab, erwarte ich auch nicht, dass der plötzlich nachkommt. Interessant ist vielleicht auch, dass da zumindest Niederländer und Polen auch schon spachbasierte Communities von da aus verlinken.
Woher soll der auch kommen nach der deutschen Classic-Katastrophe von Blizzard. Diejenigen die die alte Welt wollten sind wahrscheinlich (mehrheitlich) alle lange schon weg, und die Menge an RPlern allgemein und besonders diejenigen die was auf die Beine Stellen können (und zwar auch länger als ein paar Wochen) ist nicht mehr die wie früher. Wenn es also dumm läuft werden noch mehr aufhören weil hier weniger werden und dort auch nichts passiert.
Sehe ich ähnlich. Das bringt wie das Housing am Ende mehr Zersplinterung, bis keiner mehr übrig ist. Und nur weil wir im Engine-Spielgeschehen die großen Helden neben den Anführern sind müssen wir das ja nicht gleich im RP übernehmen.
Beim Housing übrigens ist es genau wie bei Forever aber auch eine Frage der Konsumenten: Muss ich jedes Angebot annehmen, weil es da ist?
Ich persönlich mag Housing nur deshalb, weil ich mich für schlüpfrigen und persönlichen Kram dorthin zurückziehen kann. Mein eigentliches RP mache ich hauptsächlich in der Open World weil ich weiterhin eine Gelegenheit bieten will, angespielt zu werden und selbst anspielen zu können. Ich wünschte, das würden mehr Leute so halten.
Forever sieht zwar hübsch aus.. Aber bringt es abgesehen von der eventuellen Sprachbarriere nicht auch das Hindernis mit sich, dass wir alle erstmal Lore komplett neu begreifen müssen? Viele Dinge sind doch da dann nie passiert, dafür womöglich ganz andere.
Passen da dann überhaupt noch die Konzepte rein, die wir zumindest teilweise gut finden und seit Jahren spielen?
Ich glaube, das wird schwierig. Und deshalb bleibe ich da, auf der Aldor, im Open World, immer anspielbar so lange ich noch Mitspieler habe