[A-RP] Gerüchte in Sturmwind

Irmgard: Sacht mal Mädels. Seit wann hat die Wache denn so eine große Frau in ihren Reihen? Die kenne ich gar nicht.
Heideltraut: Da sagst du was. Kann eine von euch das Abzeichen sehen? Vielleicht steht da ihr Name drauf.
Trudi: Auf dem Abzeichen steht doch nicht der Name drauf du Nuss.

Irmgard: Ich sehe es. Da steht „Fünfte Wachkompanie“. Und oh schaut mal. Da hat sich ein Zwerg dazugesellt. So wie es aussieht ist der wohl der Chef.
Heideltraut: Den kenne ich sogar. Das ist dieser Schwarzbart. Aber hieß es nicht das der irgendwie nur noch Dinge für die Burg tut?
Trudi: Das scheint sich geändert zu haben. Aber will man sich da beschweren? Mehr Wachen bedeutet mehr Sicherheit für die Stadt. Ich bin froh das wir all diese Wachen von all den Einheiten haben.

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Der Herold von Greifenwalde (durch eine interessante Fügung des Schicksals mit dem Vornamen Harold bedacht) ist in den letzten und nächsten Wochen ein vielbeschäftigter Mann. Nicht nur macht er bei den meisten höheren Adeligen des Königreichs Sturmwind seine persönliche Aufwartung, nein, er koordiniert auch eine Vielzahl an Boten und Kurieren, die in die entlegendsten Winkel der Welt reiten, um die Blaublütigen und Edlen mit einer Einladung zum 1. Ball der Noblen zu beehren. Manche sprechen gar von magischer Korrespondenz. Diese Adeligen schrecken auch vor gar nichts zurück, um Gold und Ressourcen zu verschwenden.*

Bald schon hört die gesamte Adelswelt ein Flüstern im Wind: Manche sprechen von dem kläglichen Versuch eines irrelevanten Adelshauses, sich einen Namen zu machen. Andere freuen sich auf die Gelegenheit, die gute Abendgarderobe zu flanieren und den neuesten Tratsch der noblen Welt zu vernehmen. Für wieder andere könnte es die lange ersehnte Gelegenheit sein, endlich den nervigen Vetter zu verheiraten. Eines steht fest: Ende des Monats ist es an der Zeit, die Korsette zu verschnüren, die Haare zu striegeln und das Tanzbein zu schwingen!

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Auf den Straßen des Königreichs gab es in den vergangenen Wochen vermehrte Sichtungen von Warentransporten. Verschiedenste Wappen und Personen konnten dabei beobachtet werden, wie sie den Weg nach Westen antraten, um irgendjemandem dort ihre Aufwartung zu machen. Bald schon dringt durch plaudernde Händler und Gardisten, die in der Höhle des Löwen oder dem pfeifenden Schwein ein Bierchen zu viel hatten hervor, dass ein großer Ball für die Reichen und Schönen geplant sei. Man spricht von Beweihräucherung, von dekadenten Fressalienorgien und von dem Verprassen von Steuergeldern. Ist es nicht furchtbar schlechter Geschmack so kurz nach den Kriegen und Geißelangriffen den Exzessen zu fröhnen?!

Innerhalb gewisser Kreise wird ein anderer Ton angeschlagen. Es heißt, dass heute Abend ein unbedeutendes Adelshaus versucht, durch eine große Festivität in das Auge der Öffentlichkeit zu rücken – die perfekte Gelegenheit, das edle Geschmeide aus dem Schrank zu holen und sich auf die Bühne der Adelsgemeinschaft zu werfen. Oft ist es nicht das Schwert, welches einem in dieser Welt den Weg ebnet, sondern das richtig geschnürte Kleid, das aufgesetzte Lächeln und der kalkulierte Händedruck. Für die einen ist es eine willkommene Abwechslung aus dem Verdruss des Alltags, für andere eine lästige Pflicht. Wieder andere mögen wissen, dass das Leben als Adeliger oft dem Schwimmen in einem Haifischbecken gleicht und ein falscher (Tanz)schritt fatal sein kann.

Und es gibt frisches Blut im Wasser.


Dies ist ein Immersionspost für heute Abend ab 19 Uhr: 1. Ball der Noblen

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Am frühen Morgen ist wohl ein junger Kerl durch die Straßen der Stadt gelaufen. Wieso auch nicht? Beste Zeit um nicht gegen das Stdttreiben anrufen zu müssen. Wer da bereits wach war und auf den Beinen konnte vielleicht folgendes hören (und ggf. sehen)

"Hafenstand, oh Hafenstand,
der du bist am Hafenrand!

da buht bereits jemand: „schlecht!“

Heute wirst du wieder zum Leben erweckt,
blitz sauber und wie geleckt!

Da flog schon die erste Tomate: „Sei leise!“

Früher wurdest du schon von den Schwarzfischen geführt,
nun bist du wieder da, hach, da bin ich ganz gerührt!

ein Fenster flog auf: „Es gibt Leute die wollen schlafen!“

Für Speis und Trank wirst du sorgen,
hoffentlich fühlt man sich bei dir geborgen!

Und da flog auch schon ein Schuh

Deine Auwahl wird sein groß,
es gibt sogar was besonderes, nein wie famos!

Ein Baby fängt an zu weinen

Heute zur sechsten Abendstund hast du offen,
dann wird gegessen und gesoffen!

Ein Hund fängt an zu jaulen

Zu finden bist du an der Hafen-Promenade,
leicht zu finden, selbst wenn man nicht läuft gerade!"

und da flog ein Fisch, natürlich frisch, traf und der Kerl war endlich still! Naja, bis er im nächsten Viertel angekommen war…

Gerücht oder Tatsache? Vielleicht aber auch nur ein schlechter Traum? Man munkelt ob dies wirklich passiert ist, denn es wäre einfach zu grottig, dass es doch der Wahrheit entspricht. Aber gibt es nicht auch wirklich so schlechte Dichter? Tja, dass wird man wohl erst heute Abend an der Hafenpromenade erfahren

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Beim Gang durch die Straßen der Stadt hört man erneut, wie die Monate zuvor auch schon zu dieser Zeit Passanten über den Abend der Poesie und Geschichten hinter der Kathedrale plaudern. Über vergangene Bühnenstücke, Lieder, Märchen, Erzählungen als auch Gedichte, die man dort vernommen haben soll. Und wie der Zufall es so möchte, scheint an just diesen Abend zur achten Abendstunde Priesterin Elisabetha Le Faye erneut herzlichst zu einer Fortführung einzuladen, mag man sehen können, wie es bereits die Ersten wieder an den Pavillon zu ziehen scheint.

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Sir Kivan soll sich nach dem letzten Monatsmarkt eine schwere Männergrippe zugezogen haben.

Bedauert werden kann er:

  • am Freitag, innerhalb von 7 und 8 Uhr am Abend
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Was war da denn gestern in der Burg in Sturmwind los?
Eine wilde Orgie mit Essensschlacht und halbnackten zwergischen Tänzerinnen?
Und wieso taucht der Name „Preston“ immer wieder in Verbindung damit auf?

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Gerüchte gehen um… das eine Junge Druidin sich als Bote für Brief, Pakete und Sprachnachricht-Überbringer anbietet. Wohl auch außerhalb Sturmwinds, wenn der Preis stimmt!
Zu erkennen, ist sie an ihrer Botentasche.

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Es gibt viel Gebrummel und Getose in der Kunst- und Sammlerszene. Zumindest einigen Gerüchten nach zu urteilen, falls wer sich in jenen erlauchten Kreisen bewegt.

Es gab einige verschollene Gemälde aus Lordaeron zu ersteigern - so weit, so normal und zur Freude einiger wohlhabender Sammler. Alles verlief wunderbar bei der Auktion vom Hause „Videl“ und natürlich wurde mehrfach nachgewiesen, dass das sich um Originale handeln sollte. Es gab also nichts zu befürchten, dachten sich die spendierfreudigen Sammler!

Sieben Gemälde wurden somit verkauft und nach einigen Wochen gab es erste, recht harsche Beschwerden. Warum? Die Gemälde waren von einem Tag auf den Nächsten nur noch eine weiße Fläche! Zwar schön und prunkvoll gerahmt, aber Sammler für „weiße Flächen mit Prunkrahmen“ sind ja doch eher selten geworden.

Dieses unerklärliche Ereignis trieb das Auktionshaus nahezu in den Ruin und noch ist nicht klar, was genau die Ursache war. Auch weil sich die Betroffenen natürlich mit dieser „Peinlichkeit“ lieber im Hintergrund halten! Der einzige Gewinner aus dieser für die Kunst- und Sammlerszene erschütternden Sache ist wohl der unbekannte Verkäufer dieser Gemälde.

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Es geht ein Lied um in den Gassen und geflüstert an den Adelshöfen von Sturmwind und geht vielleicht auf Reisen darüber hinaus.
Ob es eine Lobeshymne oder ein Mahnlied ist - wer weiß das schon, vielleicht kommt es drauf an wer singt es.

Im edlen Haus hoch droben
Dort wo die Noblen wohnen
Da schenkt der Graf nicht selbst sich ein
Ein Mundschenk füllt die Becherlein
Ein Mundschenk füllt dir Gläser

Ein Mundschenk fuhr zur See
Die grüne Flagge weht
Die grüne Flagge sinkt zum Grund
Der Mundschenk, der bleibt kerngesund
Der Schiffsherr zahlt sein Leben

Der Tod geht um im Noblenhaus
Der Mundschenk füllt die Gläser

Ein feines hohes Fräulein
Trug Brautkleid noch und Kindlein
Der Otterdame füllt zur Freud
Der Mundschenk ihr den Becher heut
Und morgen war sie tot

Der Tod geht um im Noblen Haus
Blau blutet und zahlt Leben

Zum Tanz und froher Lieder
Der Greif zeigt sein Gefieder
Den besten Wein der Gästeschar
Der Mundschenk war ganz sicher da
Der Mundschenk war am Werke

Der Tod geht um im Noblen Haus
Der Mundschenk wählt die Gläser

Es mag mehr Strophen geben und es werden von allerlei Volk immer mal wieder neue gedichtet.

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Die „Leichte Brise“ ist am Freitag Abend abgelegt. Sicher sind sie diesen Piraten, die vor kurzem am Steg neben ihnen waren hinterher. Sicher wird das eine Verbrüderung und sie planen gemeinsam die Stadt anzugreifen!

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Bereits Wochen vor den eigentlichen Termin munkelt man dass der diesmalige Abend der Geschichten und Poesie genau in die Zeit der Schlotternächte fallen würde. Welch schaurige Geschichten und Gedichte an jenem Abend wohl zu vernehmen sein werden? Zumindest fällt immer wieder ein bestimmter Tag. Der 25 Tag des zehnten Monats zu Beginn jener Woche. Sicher scheint, dass wie auch den Monat zuvor am Pavillon hinter der Kathedrale Priesterin Elisabetha Le Faye herzlichst zu diesem gemeinsamen Abend einladen wird.

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Am gestrigen Abend soll in der Nähe des Hafens eine Frau Opfer eines gewalttätigen Übergriffes geworden zu sein. Bei dem Täter soll es sich um eine Frau mittleren Alters handeln.
Manch einer verdächtigt, dass das Opfer bei der Besatzung der „Leichten Brise“ in Unwohl gefallen ist, da diese ja meist am Hafen zu finden ist. Wenn ja, dann kann sich das Opfer glücklich schätzen, keinen Abstecher zum Meeresgrund gemacht zu haben.
Andere nennen dies jedoch Quatsch und sprechen von einer unabhängigen Einzeltäterin mit einem Hassmotiv. Ein Raub soll die Gewalttat nämlich nicht gewesen sein.
Wiederum andere reden von einem leichten Hafenmädchen, das die Tat vollbracht haben soll. Immerhin wollte irgendwer irgendwen „knutschen“. So sagt es das Opfer zumindest. Lag der Tat also vielleicht ein viel niederes Motiv bei als Geld?
Einige sehr verwirrte Seelen nennen gar die Königsgarde als Täter! Laut Bericht sind sie an jenem besagten Abend am Hafen zu sehen gewesen.
Egal wer die Tat jedoch vollbracht hat, sie hat kein Interesse an Geld oder Reichtümern. Sie ist gewaltbereit, sadistisch und hinterhältig.

Ein wichtiger Hinweis war jedoch zu erlangen; In dem Handgemenge konnte das Opfer einige aschblonde Haare der Täterin entreißen.

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Am Mittag des 21. Tages des 9. Monates, kann man man gesehen haben, dass der Handelsschoner der Schwarzfische wieder am gewohnten Steg im Sturmwinder Hafen angelegt hat.
Mehrere Tage war das Schiff wohl weg. Haben sie die dunklen Halunken mit der großen Klappe, die neuerdings am Steg neben ihnen sind eingeholt? Haben sie sich mit der Blutigen Freiheit verbündet und bringen den Bürgern Angst und Schrecken?
Oder sind sie wieder vor Patrioten der versprengten „Wahren Allianz“ geflohen?
Fakt ist: Das Schiff liegt seit einigen Stunden wieder im Hafen.

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Man munkelt in der Stadt, dass in der Nacht von Sonntag zu Montag, zur dritten Morgenstunde ungefähr, am Horizont etwas gesichtet wurde. Soldaten waren alarmiert. Weiter hörte man, wie zwei Wachen sich darüber in einer Taverne unterhielten, angeblich soll es ein Schiff mit brennenden Segeln gewesen sein. Auch wird von mehreren Toten und Verletzten geredet.
Auch wurde wohl beobachtet, wie angeblich fünf Schiffe unter Allianzflagge, voran wohl ein kultiranisches Kriegsschiff mit Namen Zuversicht, gen. Westen fuhren. Es wird behauptet, dass hier die Flaggen der Allianz, der Prachtmeeradmiralität und des Flottenverbandes Seewolf geweht habe, doch sicher ist man sich da nicht wirklich.
Hafenarbeiter bemerkten dann später, wie diese Schiffe wieder angelegt haben, angeblich sah man einige Einschlaglöcher, zerrissene Segel, was auf einen Kampf hindeuten könnte.
Vermutlich brachte man Männer und Frauen, in Ketten gelegt, von Bord der Schiffe. so will man es gesehen haben.
Angeblich wurden diese Dinge zu der diensthabenden Stelle weitergetragen.

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Ein älteres Ehepaar mit ebenso alten Hörorganen flaniert des Abends sich laut unterhaltend durch die Gassen Sturmwinds:
Sie: „Mein süßes Enkelchen erzählte mir gestern wieder strahlend von seinen neusten Erlebnissen in dieser Magierschule.“
Er: „Süß? Der Junge ist längst ausgewachsen, Weib.“
Sie ignorierte ihn dabei vollkommen: „Er erzählte auch von einer riesigen Schar Hochelfen, welche heute Mittag nach Sturmwind über dieses magische Portalding gekommen sind. Invasionsgröße, sagte er.“
Er hob eine Augenbraue: "Hochelfen? Was wollen die in Sturmwind? Die gehören doch da hin wo das Elfenland ist und … "
Sie unterbrach ihn: „Nein, nein, das ist schon ein bisschen länger her, alter Mann. Die kommen aus dieser schwebenden Stadt.“
Er schnaubte nur und nickte.
Sie: „Denkst du, sie planen irgendwas?“
Er: „Nunja, die können doch alle so gut Magie und altern nicht. Sollten wir die Stadtwache warnen?“
Sie nuschelt irgendwas von "Die Leerenelfen reichen mir hier schon ".
Er wirkte doch etwas verunsichert: „Mein kampferprobtes Bauchgefühl sagt mir, dass da etwas im Busch ist.“
Sie: „Alfred. Du warst nicht an der Front. Du bist Bäcker.“
Er: „Und mein Enkel hätte es auch werden sollen!“
Daraufhin dreht sich die restliche Konversation über die Wichtigkeit des Bäckers in der Stadt und seinen Beitrag in Zeiten des Krieges.

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Marie: Grüß dich, Anne. Sag mal, hast du gestern Abend auch diesen riesigen Mob gesehen der durchs Zwergenviertel wütete? Die haben doch jemanden geprügelt.

Anne: Ach, Marie. Nein, nein. Vom Fenster aus konnte ich das sehen. Das waren nur fünf Leute, wobei die wirklich aufgebracht waren, sogar richtig wütend. Hab mich aus dem Fenster gelehnt um besser hören zu können. Einen dreckigen Dieb haben die geschnappt. Er soll einer Frau das Erbstück ihres Vaters gestohlen haben. Die Hände wollten sie ihm abhacken. Hätten sie mal tun sollen. Dreckiger Lump. Die arme Frau war total aufgelöst. Aber weißt, da war ein Lord der Königswache dabei, ein prachtvoller Kerl, der hat dafür gesorgt, dass die Leute sich beruhigen und das königliche Gesetz greift. Die Meute hat ihn dann, unter den Augen des Lords, in Richtung Altstadt gezerrt, zu dieser eifrigen Wacheinheit.

Marie: So ein Lump. Ein Erbstück klauen. Kein Stück Anstand im Leib diese jungen Leute. Die hätten ihm mindestens einen Finger abhacken sollen. So ne Frechheit, sag ich dir, Anne.

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Ein zögerliches Begehren

Nanthia betrachtete den einfallenden Regen sorgvoll. Betrachtete die spiegelnde Nässe, deren Pfützen sich auf dem steinernen Pflaster der Straße in Richtung Burg sammelten. Betrachtete argwöhnisch die kleinen Tropfen, wie sie ihr zu spötteln drohten auf den dickgläsernen, vollen Scheiben der mit fallenden Blättern kunstvoll verzierten, groß einladenden Fenster.

Das Feuer im Kamin warf gewaltige Schatten gen des Abends nun, die nach ihrem Verstand zu greifen schienen, wie trunkene Matrosen. Ihre gläsernen Augen richteten sich angeschlagen auf das prächtige Herrenhaus, auf ihre so hoch geschätzten Nachbarn. Prachtenbergs… wie passend, dachte sie bei sich. Oder summte sie es gar schon? Sie musste einen klaren Geist bewahren, wenn sie morgen schon die Neuigkeiten teilen wollte. Kein Detail durfte von den neuesten Gerüchten ausgelassen werden, die gewiss im Laufe der nächsten Tage zuerst die obere Schicht in Atem halten würden, sich dann hinabwindend in die bürgerliche Klasse, wie nicht greifbare, blanke Schlangen, die zum Schutze des aufkommenden Unwetters ein warmes Erdloch suchten. Sie war sich des Gewichts bewusst, der Schwere der Tat, die mit dem Brechen des Schweigens aufkommen würde. Und doch verachtete sie ihre Nachbarn zu sehr, neidete sie zu sehr, um es nicht zu tun.

Es nicht preiszugeben: Ihre werte Ziehtochter, Eileen, schien seit Wochen bereits nicht auffindbar, und ein Skandal reihte sich an den nächsten. Wie köstlich! Diese Leute hatten es schließlich nicht anders verdient.

„Oh, wie sehr ich doch wünschte, ich wäre von solch makellosem Antlitz, von solch hellem Geiste wie sie…“, knirschte es zischend zwischen ihren dickbemalten Mundseidenkissen hervor. Ja, sie war durch und durch von Neid zerfressen. Trachtete Eileen beinahe schon nach dem Leben, doch dies sollte vorerst keiner erfahren! Morgen würde sie die Neuigkeit kundtun, und dem noblen Chaos seinen Lauf lassen, das die Macht besaß, alles um sie herum zum Besseren zu wenden! Wenn Valanthine nur wüsste… Aber sie wird morgen nur das Nötigste erfahren. Vorerst…

„Mylady? Der Schmied aus Goldhain lässt Euch etwas ausrichten. Er meinte, es sei dringend, sonst hätte ich nich~“

Es schallte widerhellend laut, nachdem Nanthias rechter Handrücken von den dunklen Wangen Abisagas schmetternd davonglitt. Mit Tränen in den Augen verstummte die törichte Köchin und machte Platz für die junge Dame des Hauses, um ihren eigentlichen Lehnsherren zu empfangen, von dem selbst der hünenhafte Lornath nichts wissen durfte… ((Ende, vorerst))

Der Reisende: „…Nee, kann mich nicht erinnern, ist aber auch schon länger her, dass ich da war. Gestern bin ich aber aus Beutebucht gekommen.“
Der besoffene Gastwirt: „Beutebucht, wa? Hicks. Muss ja ziemlich teuer mim Greifen sein…oda?“
Der Reisende: „Nix da Greifen. Zu Fuß bin ich gegangen. Einmal durchs Schlingendorn und über Dunkelhain in’n Elwynn rein.“
Der besoffene Gastwirt: „D-Dunkelhain? Da iss doch nüscht. Haste im Wald jeschlafen?“
Der Reisende: „Nee, im Gasthaus zum Roten Raben. Das’s offen.“
Der besoffene Gastwirt: „Quatsch. Dat iss abjebrannt. Ham alle jesacht!“
Der Reisende: „Wenn ichs doch sag. Ich war vor 4 Tagen noch dort…“
Der besoffene Gastwirt will zu einer Erwiderung ansetzen, kippt dann aber aus den Latschen und füttert die Fische, mitten im Schankraum…Der arme Lehrling, der das wieder aufwischen muss…

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