Hallo ihr Lieben!
Schon seit einer Weile spukt mir da ein Konzept im Kopf herum: Eine “cozy low level” Abenteurergilde mit moralisch guter Gesinnung. Das klingt jetzt erstmal unspektakulär, aber: Hear me out! Ich bin schon ein Weilchen auf Aldor; Plots werden immer größer skaliert, man nimmt mit seinen Charakteren direkt am Geschehen der Main-Questline teil und wird immer mächtiger. Die meisten spielen Veteranen von vielen Schlachten, die schon so ziemlich alles gesehen haben und nicht mehr beeindruckt werden können durch die Erlebnisse.
Was ist aber, wenn man kleinere Brötchen backt? Von vorne anfängt – mit neuen Charakteren, die sich gerade mal so ein neues Rüstteil leisten konnten? Gerade mal so einen geraden Hieb mit dem Schwert ausführen können, ohne Technik? Gerade mal so den ersten Feuerball hinbekommen, ohne sich zu verbrennen? Charaktere, die noch nicht so viel von der Welt gesehen haben – Novizen, Knappen, Rekruten – gleichzusetzen mit der Erfahrung, die man in einem Startgebiet von Elwynn hätte sammeln können.
Mir geht es auch gar nicht so konkret darum, dass diese Charaktere “Level grinden” und sich irgendwann in vorderster Reihe beim nächsten Großplot sehen. Es geht darum, klein zu bleiben - als Gemeinschaft zusammenzuwachsen, neue Fähigkeiten zu lernen, Leuten zu helfen. Man ist also nur einer von vielen Anfängern, die sich eher um die lokalen Side Quests kümmern, als sich ins große Getümmel zu stürzen.
Auch denkbar: Die Aussicht darauf, sogar mal einen Auftrag anzunehmen, der viel zu “groß” für die Gruppe ist, die sich daraufhin auch mal auf einen Rückzug, eine Flucht oder Ähnliches einigen muss.
Da könnt ihr auch an die ganze einfachen Dinge als Quests denken: Murlocschuppen sammeln für Rüstungen, Gnolle aus einem nahen Dorf vertreiben, eine alte Großmutter beim Besuch ihrer Enkel durch gefährliche Wälder begleiten, einen verloren geglaubten Schatz finden inklusiver wilder Buddelei – das kann alles sein.
Das Konzept spielt also eher mit den offensichtlichen Schwächen, soll sich dafür aber auch vor allem mit den Charakteren und ihrer Entwicklung auseinandersetzen. Ich stelle mir das Ganze vor wie “Fairy Tail”, falls jemand den Anime kennt: Man wächst als tatsächliche Gilde zusammen, hat eine eigene Unterkunft mit Aushängetafel für offene Aufträge, aber auch einen Ort, um die Krüge nach einem abgeschlossenen Auftrag zu heben, oder auch um sich in den Arm zu nehmen und über Verluste zu philosophieren.
Ein kleines, handliches Würfelsystem für Kämpfe habe ich auch dafür vorliegen – aber das ist in meinen Augen kein ‘Muss’. Das könnte aber eigentlich auch ganz gut die unterschiedlichen Level von Charakteren und Gegnern abbilden. (Keine Angst: Kein ausgeklügeltes Warhammer-System mit Fähigkeiten und verschiedenen Würfen.)
Warum ich das noch nicht aufgezogen habe? – Wir kennen das ja alle: Die Zeit, die gute Zeit. Das Konzept für “Sturm & Wind” liegt schon eine Weile als einsames Dokument herum. Was es dafür braucht sind vor allem eines: Spielleiter. Nicht nur Konsumenten, die einloggen und auf Bespaßung hoffen – sondern sich auch trauen, Aufträge zu leiten. Voraussetzung wäre wohl auch, dass es eben nicht nur irgendein x-beliebiger Twink ist, den man nur für Aufträge auspackt, sondern auch mal so im Open-RP unterwegs ist. Ich weiß, ich weiß: Das ist der Wunsch eines jeden Gildenleiters und das ist auch nicht immer so ganz realistisch.
Also, was sagt ihr? – Wäre dafür ein ‘Markt’ da?