Bettler im RP

Du kannst dich am Wochenende als Bettler auf den Kathedralenplatz oder in den Park setzen und nach drei Stunden ein Haus in der Altstadt kaufen, wenn du „Glück“ hast. Ich versuche daher, wenn ich mal auf einen treffe, ihn nicht zu entmündigen. Mein Paladin lädt sie dann auf eine warme Mahlzeit in die Kathedrale ein oder ähnliches. Wenn ich ein Konzept hätte, was das hergäbe, würde ich sie auch beiseite treten oder ihnen mit der Stadtwache drohen, wenn sie nicht aufhören, rumzulungern. Dann könnten sie mir etwas von ihrem Gold geben, damit ich sie in Ruhe lasse. :wink:

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Das Problem ist da eher, dass bisher die meisten ausgespielten Stadtwachen selbst dieses Gutmenschen Denken hatten und eher dich dafür ins Verlies werfen. Außerdem hat grundsätzlich die Stadtwache was gegen Adlige. Ich will hier nicht sagen, dass alle so sind (bevor ich gleich von Ulume eins auf den Deckel krieg) Aber bisher der Großteil leider schon. Aber … konsequent wäre es allemal. Wenn bei zu viel Bettlerei oder rumlungern die Stadtwache auch eingreifen würde.

Das mit dem Erpressen … klingt verdammt gut. Muss ich mal überlegen ob ich das nicht vielleicht irgendwie mal in ein Konzept bauen kann. :thinking:

Und sowas finde ich voll okay. Ein Paladin der mal eine warme Mahlzeit spendiert unterstützt ja das Bettler Konzept. Finde ich gut!

Und zur Vorposterin. Da stimme ich zu. Ich finde auch, dass eine Armenspeisung eher Eintopf, Suppe oder sowas ist. Wirklich was einfaches. Schnelles und massenhaft kochbares!

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Es rührt auch davon, dass die meißten Spieler eher die bespielte Welt, als die „Hintergrund“-Welt wahrnehmen.

Sprich, wenn nur ein ausgespielter Bettler als solcher wahrgenommen wird und man die „Hintergrund“-Welt weglässt, ist - aus der Sicht der meißten Spieler - nichts groß dabei, dem großzügig unter die Arme zu greifen. Und das wiederholt sich dann natürlich, weil wir ein Ungleichgewicht an Konzepten haben. Hätten wir 20 (ausgespielte) Bettler, die auf einen wohlhabenderen Charakter kommen, sähe die Geschichte vielleicht ein wenig anders aus. Es ist aber eben das Gegenteil der Fall und so kommt auf einen Bettler eine Masse an Charakteren mit Vermögen.

Das einzige, was man also tun kann, ist sich immer wieder klarzumachen, dass dieser eine ausgespielte Bettler eben nicht „der eine Bettler von Sturmwind“ ist, sondern einer von vielen und das man, wenn man die alle gleich unterstützen würde, direkt selbst arm wäre. Ist aber nicht immer ganz einfach, gerade dann nicht, wenn man auf die eine Weise mit der Welt interagieren will, drei andere aber eine völlig andere Sichtweise von dieser haben. Sprich: Wenn mir drei Leute sagen ’ Da steht eine Kiste’ und in meiner Welt steht da eben keine Kiste…ist das schon wieder ein Problem. Oder im konkreten Beispiel: Wenn ich im RP von der vielen Armut in Sturmwind reden würde, kann ich davon ausgehen, dass mir drei andere sagen werden ‚Welche Armut denn‘?

Dieses „Problem“ taucht immer mal wieder auf und in allen Bereichen. (Anwesenheit von Wachen, auch wenn gerade keine Wachspieler da sind, Masse/Anzahl von ausgespielten Magiern und Lichtwirkern im Vergleich zur ausgepielten normaler Bevölkerung, usw.)

Ist einfach so, muss jeder für sich selbst lösen und wenn kein Konsens gefunden werden kann, ist es auch kein Thema, getrennte Wege zu gehen, bzw. eine Aktion irgendwie zu negieren…z.B. wie oben mal erwähnt, den gespendeten Goldsack zu verlieren.

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Ich hatte ein mal einen Obdachlosen-Charakter gespielt und werd es nicht mehr wagen dies zu machen. Es macht absolut spass aber wenn man innerhalb von NUR 2 Tagen insgesammt 5000 Gold und sogar edle Kleidung GESCHENKT bekommt, von so vielen Leuten, dann macht es keinen Spass… Ich habe die meisten Spenden nicht an genommen und trotzdem, wäre rein Theoretisch ordentlich was zusammen gekommen. Habs dann so aus gespielt dass mein Charakter jedoch von Korupten Wachen oder dergleichen auf den Straßen fast Täglich „ausgeraubt“ worden ist oder zusammengeschlagen wurde wegen der Unmenge an Geld die sie zum Teil bei sich hatte. (was naja… meistens wie ich es für mich aus gespielt hab eh „nur“ ein paar Silberlinge waren). Doch dann wurde ich von Leuten ooc angefeindet, warum ich meinen Charakter so schlecht behandel. Viele „pen-er“ spieler, haben oder hatten das selbe Problem. Ich selbst finde das Konzept der Speisungen ansich sehr gut. Nur sollte es Bodenständig gehalten werden. So macht es auch den „Armen“-Spielern mehr freude als wenn man gleich in kurzer Zeit das ganze Konzept überdenken müsste weil die Spieler in Sturmwind und umgebung, keine Relation haben zum Gold. ^^ Mir zum Beispiel, hatte es den Spass sehr verdorben leider… =/ Da ich Pen-er (absichtlich falsch geschrieben) echt gern mag und die Konzepte die bis Heute unterwegs sind, echt toll finde! Aber, den ooc Gegenwind, mag ich nicht.

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Schönen guten Hallo!
Eigentlich bin ich nicht so der Forumsschreiber mit diesem hier, aber da das Thema ein bisschen auch mein Spiel betrifft, mag ich meine Mayo zu den Pommes geben.

Mit Arno hatte ich tatsächlich bisher das Glück, nie wirklich überhäuft zu werden - weder mit Münzen, Gold, noch mit Arbeit, oder Sonstigem.
Der Herr verkauft sich aber auch einfach, inklusive Tagelöhnerarbeiten, und „bettelt“ nicht klassisch. Grob gesagt. Da hatte ich schon Werte von fünf Silber bis zu einem Kupfer und 'ne Butterstulle dazwischen.

Er wurde schon aufgenommen, gebadet und alles - aber immer gegen eine Gegenleistung. Das hat mein Spiel tatsächlich eher bereichert - hoffentlich das meiner Mitspieler auch!
Aber ich hatte nie das Gefühl, jemand würde ihn aus seiner Rolle zerren wollen. Ließe er sich auch nicht, er ist tatsächlich ziemlich zufrieden mit seiner Situation.

Das aber nur die Seite eines mittelalten männlichen Charakters.
Ich hab’ auch andere Seiten erlebt, wo die Hilfe regelrecht aufgezwungen wurde. Ist unschön. Vor allem ist es manchmal eine doofe Situation, um darauf zu reagieren - wenn der Charakter zumindest nicht misstrauisch ist, oder nicht verzweifelt genug, um alles anzunehmen, was man ihm an Angeboten vor die Füße wirft. Rein logisch gedacht.

Zuuuuu der Sache mit „Der Adel behandelt Bettler wie Dreck“. Jaein.
Je nachdem, wie „middelaldalich“ man seinen Adeligen spielen möchte, war es sogar die „Pflicht“ eines guten Gläubigen, den Mittellosen zu helfen. Christliche Nächstenliebe. Ich hab jetzt leider nicht allzu große Quellengrundlage, aber ich meine, dass das gerade „Aufgabe“ der adeligen Frauen war - und man halt seinen eigenen Untertanen half.

Tante Edit(h) meint - Hupsala, entschuldige Kiralia, ich wollte nicht auf dich antworten. Das war auf den Thread allgemein bezogen!

Wenn ich meine Bettlerin spiele dann, hört sich vielleicht seltsam an, möchte ich das sie abfällig behandelt, misshandelt etc. wird.
Nicht von Gutmensch XY angeboten bekommen das er ihr doch Burg Sturmwind kaufen könnte oder so.
Und ja, als Wache siehst du da kurz hin und normal gehst du weiter. Bettler und Obdachlose sind im Grunde nicht mehr als Dreck.

Aber da spielt oft leider auch das „Denken“ aus der RL-Zeit mit.

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Das ist mir damals leider auch untergekommen, als mein Charakter noch obdachlos war. Da habe ich auch hintenrum mitbekommen dann, dass jemand meinte, dass das Konzept das reinste Drama wäre und es sinnlos wäre, mit dem Charakter zu spielen, weil er sowieso lieber obdachlos bleibt anstatt sich helfen zu lassen. Ich verstehe überhaupt nicht, weshalb die Leute OOC so mett sind, wenn man ihre Millionen oder ihr Haus nicht annehmen möchte. So als hätten manche von ihnen ein Helfersyndrom und fühlen sich zujtiefst beleidigt und angegriffen, wenn man einfach kein Interesse daran hat, sich random mit Diamanten und Gold überschütten zu lassen.

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Kein Problem Reniard xD Dennoch hier meine eigener Zusatz einmal:

Seht euch die Quest zu Classic an oder Westfall, selbst zu Cata. Und zu BFA wurde auch von Hungersnot erzählt, Allianz wie Horde. (Horde wird das glaube aber noch mehr Aufgegriffen als Allianz)

SW Adel juckt sich nicht für die Armen. Oder glaubt hier irgendwer die Defiants würden heute SW so sehr hassen, wenn das nicht der Fall wäre?
Die Lore zeigt genug Beispiele, das es viel mehr Armee als Reiche gibt. Und die reichen die Armen großteils nicht Unterstützen.

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Das ist auch ein Punkt der in einigen anderen Feldern nervig ist.

Was ist mit Warcraft - Rassismus? (Bestes Beispiel Garithos der alle Nicht-Menschen verachtete) Natürlich in RL absoluter Käse, aber kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich die Fraktionen untereinander „alle umarmen“.

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Dit stümmt tatsächlich!
Wobei man da, glaube ich, noch etwas weiter ausrudern kann bezüglich der Geschichte der Defias. Meine mich zu erinnern, dass da einmal Onyxia ein bisschen gepfuscht hat, und dass die Adelshäuser eine Art Finanzkrise erlitten und die Arbeiter gar nicht bezahlen konnte. Also weniger böser Adel, sondern klassische Selbstüberschätzung.

Das tolle war ja auch, damals gab es auch noch die ein oder andere Wache, die dann sehr sehr sauer wurde, weil ich NPC Wachen, als Korupt „bespielt“ habe welche meinen Charakter dann ausrauben, zusammenschlagen und das Geld klauen. Sie meinten, sowas gibt es nicht ich solle logisch spielen usw… räuspert sich kleinlaut. Ende vom Lied, wie gesagt, der Gegenwind OOC macht einem das ganze Madig. Genau wegen den Leuten die dann meinen es ist scheis-se wen man sich nicht helfen lässt oder wie ich es wagen kann, dass man meinen Charakter wegen Münzen zusammenschlägt oder oder oder… Ich find es ja nicht schlecht, wenn man Helfen will. Nur die Art und Weise wie, ist hier bei den Leuten die ein Armen Konzept spielen sehr speziell. Weil, wie du sagst, die Leute sind sauer, wenn man nicht ihre Spenden an nimmt. Weil jeder doch als gutmensch darstehen will. :wink:

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Ey! Wenn du wüsstest, was ich für Träume habe! Sind nicht von der netten Sorte. :laughing:

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Wie wärs wenn man einen Trickbetrüger spielt der einen Bettler miemt um die ganzen Typen aus zu nehmen und sie mittellos da stehen zu lssen?

Mal schaun wie weit da die Konsequenten noch konsequent sind.

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Hrhr wenn ich nun frage, würd das wohl ganz falsch verstanden werden! Also lächel und nicke ich einfach mal zwinkert

Was den Trickbetrüger an geht, kenn ich auch einige. Doch selbes spiel wie beim Bettler. Es juckt die Leute mit Kohle gar nicht. Sie Schnippen und entweder ist nichts geschehen und sie wurden nie herein gelegt oder sie haben auf magische Hello Kitty Art, wieder x tausend Gold in den Taschen… Trickbetrüger sind Toll aber, werden leider auch nicht wirklich wahrgenommen als solche weil es meistens „Egal“ ist. Da die Leute welche bestohlen werden doch so oder so genug von allem haben… Leider =( (wobei natürlich gibts hier auch wieder ausnahmen die toll spielen! Ich will nicht alle in einen Korb werfen, oder ins Hundekörbchen) <3

Ändert halt über das Egoistische Denken des Adels nicht. Die Quest vermitteln das halt, auch wenn ich das nicht 1 zu 1 wiedergeben kann.
Und klar hat Onyxia da ihre Finger im Werk. Aber das was halt viele, ja leider wirklich viele, in meinen Augen „falsch“ machen ist, das sie vergessen wofür Adel oft mals steht.

Adel geht nicht irgendwo in einer Spelunke sich zusaufen. Die haben ihre „Teekränzchen“ und ihre Feste, Bälle, usw. Die wollen großteils gar nicht Dicke mit der normalen Bürgerschaft sein, sondern wenn möglich diese Kontrollieren, in dem man sich was halt erkauft. Mit Spenden, oder mit Informationen für Erpressung, usw. Die wollen sich eigentlich alle gegenseitig ausspielen, manche Häuser arbeiten zusammen, klar, aber in wahrheit kämpfen die meisten Häuser doch nur um den wichtigsten Platz der Anerkennung.

Aber SW Adel? Jo, das sind eigentlich normale Leute, die sich den Po vergolden.
Deshalb mag ich Adels-RP auf Aldor nicht. Weil es großteils nicht das, für mich beinhaltet was ich persönlich bei Adel spannend finden würde. Aber das ist halt Geschmackssache.

Ich denke es würde das RP bereichern wenn mehr Konflikt und offenes „Pah, ich bin was besseres als du“ herrschen würde. Anstatt das die Adels Spieler alle einfach total „Knorke“ sind.

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Meine Kimberlie ist auch eine streunerin/Bettlerin gewesen aber sie mied die großen Städte. Hab es immer so ausgespielt das sie öfters mal, wenn auch im ooc, das sie von anderen Bettlern ausgeraubt worden ist weil sie Hunger hatten. Selbst verprügelt von Anwohner kleiner Dörfer weil sie ein Apfel klaute. Jetzt geht es ihr deutlich besser weil sie aufgenommen wurde. Aber die Vergangenheit ist immer noch präsent, immer hungrig, versteckt ihr weniges gut was sie so bisher bekommen hat und viele andere Dinge. Die Zeit auf der Straße hat sie geprägt und das wird immer ein starker Teil von ihr sein, das sorgt bisher für sehr interessantes rp

Nur wer faul ist bleibt arm.

Aber für das Rp finde ich es schwierig.
Ich glaube viele haben Spaß am Bettler Spiel.
Aber wenn der funkelnde, adlige, Paladin daherkommt und dir einen Job für 100G die Std anbietet, ohne was dafür zu tun… oder dir ein paar Goldstücke in den Hut wirft…
Sowas ruiniert Charakterkonzepte

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Oder man spielt einen älteren Bettler mit Demenz.

Bettler Gustav: „Hast du etwas Geld für mich?“

Paladin Schneeflocke reflektiert die Sonne von seinem Plattenhandschuh aus in die Augen des ärmlichen Klappstuhls, als er mehrere Goldmünzen in seine olle Hutkrempe rieseln lässt

Bettler Gustav blickt anschließend wieder zu ihm hinauf und fragt: „Hast du etwas Geld für mich?“

Oder einer mit alkoholbedingter Demenz… Man sieht ja sowas nicht am äußersten Leib. Könnte auch lustig werden. :smiley:

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Zugegeben, wenn ich meinen Bettler schon lange gespielt hätte kann es auch sehr zur eigenen Charakterentwiklung gehören, wenn wie zb Kimberlie schreibt, dass es eben auch „aufwerts“ gehen kann. Also das man irgendwann von der Strasse weg kommt und das man irgendwo aufgenommen wird.
Es ist immer die Sache vom WIE etwas passiert.

Zb wenn ich länger mit wem gespielt hätte und derjenige meinte irgendwann mal, dass man nen Job für meinen Charr hat und so weiter, hätte ich das sicher bespielt und auch gerne dankend an genommen. Irgendwo will man ja auch ne Art von Lernkurve haben.

Aber viele Leute, sieht man ein mal und zack wollen die einen Adoptieren, 1000Gold in den Hintern geben, Zimmer geben zum Leben oder oder oder… Hab schon so vieles mit erlebt und auch von anderen Bettlercharakteren mit erlebt. Das zerstört die Charakterkonzepte von einem selbst ziemlich. Denn meistens sind es dann genau diese „eintagsfliegen“ Welche sich enorm Brüskieren wenn man ihre ach so gut gemeinte Hilfe nicht annehmen will. Leider =( Anstatt das man öfters zusammen spielt und die Charakter auch kennen lernt und eine gewisse Tiefe entwickelt im Rp und dann, die Hilfe an bietet. Aber, naja alles muss eben per Fingerschnipsen sofort greifbar sein für die Meisten…

ps: Penn-er mit Demenz, hab ich auch schon gesehen. Der war echt genial… Wurd aber auch zusammengefaltet OOC weil er Ic den „helfer“ Vergessen hatte. XD

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Ich finde es eigentlich vollkommen normal wenn gewisse Personenkreise Bettler, Obdachlose und dergleichen wie Dreck behandeln. Auch ich habe ein Charakterkonzept welches das durchaus machen würden.

Gleichermaßen gibt es aber auch Personen und Kreise die helfen wollen, vor allem aus dem klerikalen Bereich.

Am Ende ist nur wichtig das man nichts aufzwingt, es nicht ooc-motiviert macht und vor allem das man sich nicht OOC darüber zerreißt. Hier wurden diesbezüglich schon einige gute Punkte angeführt und am Ende gibt es eben beide Seiten die rein IC vollkommen legit sind.

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