[Bronzebart - RP] Khaz Mogoth

Der Zwerg lag auf dem Feldbett des Lazaretts, er hörte die Schreie der Unglücklichen, er roch den Gestank von verfaultem Fleisch, er sah die blutigen Bandagen, welche die Heiler an seinem Bett vorbei trugen.

Er hatte kaum geschlafen, der Krieger neben Ihm hatte die Nacht zuvor im Fieberwahn mit seiner Mutter gesprochen, bevor am frühen Morgen die Stimme des Menschen für immer verstummt war.

Borabur selbst hatte es besser erwischt, eine Hälfte seines Gesichts wurde bedeckt von einer Ledermaske, darunter lag die Schicht einer Salbe, welche Heilung der schweren Verätzungen versprach, die er im Kampf davon getragen hatte.

Sie waren dort gewesen, dort in Lordaeron, fern der Heimat waren er und eine Gruppe seiner Leute dem Ruf des Bronzebartklans gefolgt und hatten für die Allianz gekämpft.

Die Schlacht war brutal, aber nichts in seinem Leben hatte den Zwerg darauf vorbereitet, zu sehen, wie die Seuche der Verlassenen die Kameraden vor seinen Augen dahinraffte.

Er selbst war knapp mit dem Leben davon gekommen.

Als der grüne Nebel an die Stellung seiner Einheit herangerückt war, spürte er einen unnatürlichen Schmerz, als die Seuche begann die Haut von seinen Knochen zu lösen.

Er war gerannt und war so dem Tod entkommen.

Seine Rüstung war schwer beschädigt, sein Bart versenkt, aber schlimmer als all dies, sein Stolz war gebrochen.

Er spürte den Hass im inneren seines Herzens aufsteigen, dieser Hass den er zuletzt im 2. Krieg gespürt hatte.

Sobald er aus dem Lazarett entlassen wurde, würde er wieder in den Krieg ziehen, er würde die Horde ausrotten, selbst wenn Ihm das sein Leben kosten sollte.

Das war er seinen Kameraden schuldig.


OCC:

Die Gemeinde Khaz Mogoth meldet sich aus der Rp-Pause zurück.
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Wie lange starrte sie jetzt die Zeltplane vor sich an?
Stunden? Tage? ... Es kam ihr vor, als wäre sie gerade erst hier auf die Trage gesetzt worden, aber es musste Zeit vergangen sein, denn es war dunkel um sie geworden. Nur der Fackelschein irgendwo hinter hier warf ihren Schatten verzerrt und zuckend vor sie auf die Plane.

An ihr klebte Blut.
Es war nicht ihr eigenes, zumindest zum größten Teil nicht. In ihren Ohren der Nachhall von splitternden Knochen, reißendem Fleisch und dem Schmerzschreien der Sterbenden.

In ihrer linken Hand hielt sie die Knochen. Hauer der Gegner, die sie erschlagen hatte.
Wieviele waren es gewesen? Sie hatte nicht mitgezählt... sie war nicht stolz darauf.

Die rechte Hand war fest bandagiert, Gebrochen? Wer weiß... noch spürte sie keinen Schmerz, noch kam er nicht.

Der Schatten flackerte weiter, wenigstens er konnte sich bewegen. Es kam ihr vor, als würde sie nie wieder auch nur einen Schritt machen. Keine Kraft... keinen Sinn.

Hatten sie gewonnen? Es fühlte sich nicht so an...

Eine Träne lief ihr einsam übers Gesicht.
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Er spuckte Blut aus und eine Flüssigkeit die er zum Ausspülen benutzt hatte. Sein von Narben gezeichnetes Gesicht schmerzte und der Krater der vor so vielen Jahren aufgerissen wurde, füllte sich erneut mit brennendem Hass.

"Man sagt, die Zeit schließt jede Wunde... Doch manche Narben schließen sich nie...", sagte der Priester, welcher langsam zu dem Feldbett ging, auf dem der Zwerg lag. In seinen Händen trug er mehrere Verbände und Salben.

"Ich hatte gehofft, diese Zeit wäre nun endlich abgeschlossen, all der Schmerz...", der Zwerge zog scharf die Luft ein, als der Priester seinen Oberkörper verband, an dem sich mehrere tiefe Wunden angesammelt hatten. Der Mann blickte ruhig in das eine Auge des Jägers. Blut hatte sich um die Lederklappe in seinem Gesicht gebildet. "Auch alte Narben brechen auf, wenn sie nie geschlossen wurden...". Sanft tupfte der Sanitäter über die Wunde, die sich quer über die rechte Seite des Gesichts zog, und ihm vor vielen Jahren das halbe Augenlicht nahm. Der Zwerg blickte sich um. Noch immer dröhnten die Schreie in seinem Kopf. Die alten und neuen Erinnerungen. Der Hass.

Der Zwerg nahm seinen Anhänger und legte ihn sich um den Hals. Ein Ring mit einer unleserlichen Gravierung. Ein stilles Versprechen. Dann fiel sein Blick zu seiner Seite, zu Gar'Lorn. Die Waffe, die schon zu lange an seiner Seite ruhte.
Ein entschlossener Ausdruck war im Gesicht des Jägers zu erkennen.


"Vor vielen Jahren hat meine Jagd begonnen, damals nahm mir das Scheusal die Familie. Nun steht die letzte Jagd vor unseren Toren... und ich werde nicht eher ruhen, bis sie alle gerächt sind!"
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Irgendetwas hatte die blonde Zwergin nachts aus dem Schlaf geholt. Was genau konnte sie nicht sagen. Vielleicht war es die Hitze der grossen Schmiede, die die ganze Stadt für sie viel zu warm machte. Möglicherweise lag es auch an dem zusätzlichen Heizkörper neben dem sie lag - sehr bärtig, leicht schnarchend und in Form eines Zwerges daherkommend.
Lächelnd schälte sie sich, vorsichtig um ihn nicht zu wecken, aus seinen Armen hervor, zog sich schnell etwas über und verliess die Botschaft, um etwas frische Luft zu schnappen.

Der Weg führte sie durch die nächtliche Eisenschmiede, vorbei am Herzstück der Stadt. In der Stille der Nacht war das stete Rauschen des flüssigen Metalls und das Hämmern der Schmiede, die auch nachts noch am Werk waren, beinahe ohrenbetäubend.
Die Schritte führten sie weiter zu den Toren der Stadt und durch diese hindurch. Ein befreiter Seufzer kam über Moirwens Lippen. Frische, kalte Luft, die herzhaft eingesogen wurde.
Ihr schwirrte der Kopf ein wenig, als sie sich auf eine kleine Mauer gesetzt hatte und sich ihre Situation durch den Kopf gehen liess.
Bis vor kurzem war sie eine umherstreunende, heimatlose Zwergin gewesen, die sich mehr schlecht als recht mit gelegentlichem Anbieten ihrer Heilkünste durchschlug.
Und jetzt? Sie hatte eine Heimat gefunden, inklusive Freunde und nun wohl sogar eine Familie? Bei diesem Gedanken lächelte sie breit, woraufhin eine der Stadtwachen, die vor den Toren patroullierten sie misstrauisch beäugte.

Sie hüpfte von dem Mäuerchen. Genug frische Luft! Zudem fing ihr Hintern an einzufrieren auf dem kalten Stein.. Auf dem Rückweg in die Stadt grüsste sie die Wache von eben freundlich. Sie machte diesmal einen Schwenker über die Halle,in der der grosse Rat jeden Monat abgehalten wurde, sie verzog das Gesicht.
Der Gedanke dass sie dort nun die Gemeinde vertreten sollte machte sie ein wenig nervös. Sie streckte den Rücken durch und schnaubte kurz aus. Das würde sie schon hin bekommen. Ja...Ja sie freute sich sogar irgendwie darauf!
Beschwingten Schrittes machte sie sich wieder dorthin auf, wo sie her gekommen war - dem Gebäude der Botschaft der Khaz Mogoth.
Sie schlüpfte wieder hinein, schlich sich leise zu dem Zimmer aus dem sie vorher entwischt war und robbte sich wieder an das schnarchende Bündel namens Borabur an.


ooc: Wir freuen uns weiterhin über Besucher und eventuellen Zuwachs für unsern Haufen in Thelsamar!
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Die sechs Menschen blieben vor den Toren der großen Stadt stehen und starrten ehrfürchtig auf das, was sie dort begrüßte - eine massive Statue, fast 100 Meter hoch.

Der dort abgebildete Zwerg trug eine komplizierte Kettenrüstung und hielt zwei große Hämmer in die Höhe. Sein Mund war offen in einem lautlosen Schlachtruf.

"Besucher, oder?", Ertönte eine Stimme in ihrer Nähe. Alle sechs drehten sich um und sahen einen Zwerg mittleren Alters, sein gewaltiger Bart war zu drei Zöpfen geflochten worden. "Ja, natürlich seit Ihr das!. Willkommen in Eisenschmiede! "

Einer der Menschen, ein großer Mann mit schütterem Haar, trat vor und lächelte. "Ich bin Camon Tieron" dabei streckte er seine offene Hand dem Zwerg entgegen.

"Ah ja, der Händedruck." Der Zwerg lächelte und nahm die Hand in die seine, dann schüttelte er diese heftig. "Ich bin Grondor Glitzerscreen. Was bringt euch in unsere schöne Stadt unter dem Berg? "

"Nun", sagte Camon, "Wir haben etwas zu verkaufen. Kannst du uns auf den Markt bringen?"

"Sicher", antwortete Grondor und drehte sich zu der Statue um.
Zu beiden Seiten führten Korridore tiefer nach Eisenschmiede.

"Was ihr sucht, ist hier die linke Passage. Geht vier Kreuzungen hinunter, nehmt die Treppe zur sechsten Tiefe, Biegt links ab, dann rechts, geht vier oder fünfhundert Meter geradeaus, nehmt die nächste Straße rechts, geht die Treppe hinunter und folge der Straße bis zu einer Ansammlung von Ständen und Verkäufern. Ihr könnt es gar nicht verpassen. "

"Ähm, richtig", murmelte Camon. "Ich denke, ich habe verstanden. Gibt es Unterkünfte in der Nähe? "

"Sicher. Geht einfach weiter bis zur achten Tiefe, dann rechts, dann wieder rechts, links, durch drei Türen und bis zum Hotelviertel. "

"Äh, ja, ich verstehe", antwortete der Mensch. Sein Mund bewegte sich weiter und wiederholte wortlos die Anweisungen in einem vergeblichen Versuch, sich an diese zu erinnern. "Danke für Deine Hilfe..... schätze ich."

"Jederzeit!" Sagte Grondor. "Genießt euren Aufenthalt!"

Die Gruppe der Menschen zog davon und trug ihre Waren in das düstere Innere des Berges, dabei murmelten sie vor sich hin und versuchte sich zu erinnern, wohin sie gehen sollten.

Grondor sah ihnen nach. Ein Grinsen wuchs auf seinen Lippen. Als er sich sicher war, dass sie nicht mehr in Hörweite waren, erlaubte er sich zu lachen.

"Touristen!"

(Quelle: World of Wacraft: The Roleplaying Game Alliance Players Guide, Seite 141)

OOC:

Berg zum Gruße liebe Mitrollenspieler,

unsere kleine Gemeinde existiert nun schon eine gute Weile unter den Bergen von Khaz Modan und mit der Zeit merkt man, wo etwas verbessert werden kann und wo Teile des Konzeptes überdacht werden müssen, wenn Zeit und Personal fehlt.

Diese Änderungen wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

-1. Die Gemeinde, wird ab sofort von einem Magistrat und dessen Stellvertreter geführt. Wir möchten mit diesem Schritt, den Vorgaben von Blizzard im Spiel gerechter werden und noch stärker zur Immersion beitragen.

Magistrat: Borabur Steinaxt
stellv. Magistrat: Moirwen Treufels

Der Titel des Thain, wird von Borabur weiterhin geführt, stellt aber einen Ehrentitel des Steinaxt-Klans dar.

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-2.
Die Gebirgsjäger der Station Algaz sind nicht länger Teil unseres aktiven Rollenspiels.
Wir konzentrieren uns mit dieser Entscheidung auf unser ursprüngliches Gildenkonzept. Dem Ausspielen einer Gemeinde des Bronzebart-Klans.

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-3. Die Metzgerei und die Taverne werden aufgrund von Personal- und Zeitmangel nicht mehr geführt.

Die Brennerei bleibt von diesem Schritt unberührt und wird weiterhin betrieben.

Anfragen nach Fleisch- und Wurstwaren nimmt Borabur weiterhin entgegen und liefert diese bei Bedarf auch.

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-4. Wer ohne Abmeldung über einen Monat nicht auf seinem Charakter in Khaz Mogoth eingeloggt hat, wird aus der Gilde entfernt. Ohne Ausnahme.

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Zum Abschluss sei gesagt, dass wir auch weiterhin jedem Zwerg des Bronzebart-Klans offen stehen.

Wir freuen uns auf euch!

Der Berg behüte euch
Borabur
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Jeder Klan hat seine Geschichte, dies ist die Geschichte des Steinaxt-Klans
Kapitel 1: Ursprung und Untergang

Die Geschichte der Steinäxte beginnt in Eisenschmiede, weit vor den Tagen von König Ambossar in einer friedlichen Zeit der Einigkeit unter den Zwergen.
Diese Tage sind lange vergangen, doch bestanden die Steinäxte schon damals, aus drei Familien.

Die erste Familie waren die Bergwerker der Steinäxte.

Die Bergwerker, setzten sich zusammen aus den Zwergen, welche in den tiefen der Berge nach edlem Materialien schürften, aus den Gemmenschleifern welche den Steinen der Berge ihre wahre Schönheit verliehen und aus den Händlern, die diese Steine und Metalle zu Gold umsetzten, um das Wohl der Familie zu sichern.

Dieser Teil der Familie war der angesehenste unter den Steinäxten.

Die zweite Familie waren die Krieger der Steinäxte.

Die Krieger, setze sich zusammen aus den Zwergen, die im Militär des Reiches dienten, Zwerge, die nur für den Kampf lebten und ein Leben lang im Nahkampf ausgebildet wurden. Unerbittliche Krieger im Dienste Khaz Modans, die den Kampf mehr liebten als andere Zwerge ihre Frauen.

Dieser Teil der Familie war der ehrenhafteste unter den Steinäxten.

Die dritte Familie waren die Bergläufer der Steinäxte.

Die Bergläufer, setzen sich zusammen aus den Zwergen, die im Gebirge jagten oder als Kundschafter im Militär dienten, diese Zwerge waren raue Gesellen die Tagelang im hohen Gebirge überleben konnten und mit scharfen Augen den Kampf aus der Ferne zum Gegner trugen.

Dieser Teil der Familie war der gerissenste unter den Steinäxten.

Trotz der Tatsache, das der Klan zahlreich an Zwergen war, vermochte doch keiner der Thans, den Einfluss der Familie zu erweitern.
Und so lebten die Steinäxte im Schatten der großen Klans.

Als die Zeit verstrich und Zwietracht die großen Klans entzweite, stellten sich die Steinäxte auf die Seite der Bronzebärte und verpflichteten sich und alle nachfolgenden Generationen Ihrer Familie dem Klan von Madoran Bronzebart.

Alle, bis auf einige Bergwerker der Familie.

Diese Zwerge hausten wie viele andere Ihrer Handwerkskunst in den unteren Ebenen der großen Stadt und im Laufe der Zeitalter hatten die Bande zur Familie stark nachgelassen.

Als Thaurissan mehr und mehr Macht erlangte, brachen einige Bergwerker der Steinäxte mit der Familie, legten Ihren Namen ab und schlossen sich Thaurissan an.

Diese missgünstigen Zwerge sollten fortan unter dem Namen Schwarzstein bekannt sein.

Schlussendlich, im Krieg der drei Hämmer, focht Steinaxt gegen Schwarzstein und Hass brannte sich in die Herzen beider Familien.

Am Ende siegten die Bronzebärte unter Madoran über Ihre Gegner und Frieden kehrte in dem geschundenen Land ein.

Obwohl auf der Seite der Sieger hatte der Krieg von den Steinäxten einen hohen Zoll gefordert.
Als die Zwerge nach Eisenschmiede zurückkehrten, war Ihre Zahl stark geschrumpft und der Krieg hatte den bescheidenen Reichtum der Familien aufgezehrt.

Überdies, schwebte die Schande des Verrats der Schwarzsteine über dem Klan.

Gebrochen an dieser Schande, stürzte sich der herrschende Than Thorwald der Ältere in die Fluten aus flüssigem Metall im Herzen der großen Stadt.
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Jeder Klan hat seine Geschichte, dies ist die Geschichte des Steinaxt-Klans

Kapitel 2: Aufbruch und Neuanfang

Nach dem Tod von Thorwald, verfielen die übrigen Steinäxte in Lethargie.

Es war Halgor, ein Sohn aus der Linie der Bergläufer, der erkannte das sollten die Steinäxte in Eisenschmiede bleiben, der Klan früher oder später, durch Heirat oder Treueschwur in einem der anderen Klans aufgehen würde.

Doch Halgor konnte dies nicht akzeptieren.

Er fällte eine schwere Entscheidung und führte die restlichen Steinäxte fort aus Eisenschmiede, fort von Ihrer Vergangenheit und in eine neue Zukunft.

Auf einem seiner vielen Streifzüge durch das Hochgebirge hatte Halgor einen kleinen Bergkessel endeckt.
Als er dort lagerte, stellte er fest, dass an der Seite des größten Berges, eine Goldader aus der Tiefe an die Oberfläche trat.

Genau an diese Stelle im unwirklichen Hochgebirge von Khaz Modan, führte Halgor nun das, was von seinem Klan übriggeblieben war.
Er glaubte fest daran, dass diese ursprüngliche Gegend, heilsam für die geschundenen Seelen der Zwerge sein würde.

Im Kessel angekommen, begannen die Steinäxte damit Schächte tief in das Herz des Berges zu treiben und das Gold aus seinem Inneren an die Oberfläche zu tragen.

Die Mine bescherte den Steinäxten einen gewissen Wohlstand, welcher auch andere Zwerge anlockte und der Klan begann langsam wieder auf ein gesundes Maß anzuwachsen.

Die Mine gedieh und Halgor machte sich Sorgen um die Sicherheit Ihrer neuen Heimat.

Unter seiner Aufsicht bauten die Zwerge Wachtürme am Eingang des Kessels und befestigten die Mine mit Türmen und einem großen Tor.
Die Bereiche der Mine, welche nicht mehr zum Abbau benötigt wurden, baute man um zu einer Goldschmiede und Wohnanlagen für die Zwerge des Steinaxt-Klans.

Nun glich die Anlage mehr einer kleinen Festung als einer Mine und die Zwerge beschlossen dieser Anlage den Namen Dun Khaz Dum, die Festung des goldenen Berges, zu geben.

Die Steinäxte hatten eine neue Heimat gefunden.

Halgor wusste, dass seine Aufgabe getan war und ernannte den Sohn von Thorwald, Thorbart, zum Than der Steinäxte.

Dieser herrscht noch heute über den kleinen Klan, welcher noch immer aus 3 Familien besteht.
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*pusht den Thread mit dem Sturmhammer mal nach oben*
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Gemächlich blickte der Jäger hinaus, auf den einst so prachtvollen See. Die letzten Bären streiften umher, auf der Suche nach Nahrung, bevor sie sich zu dem langen Schlaf in ihre Höhlen zurückzogen. Das neue Kürschnermesser, welches er von seinem Vetter geschenkt bekam, lag eingeklappt auf dem Tisch. Zwar hatte er schon ein paar Bären erlegt, die Felle zu Pelzen verarbeitet und das Fleisch an den Gasthof weitergegeben, doch war er sich im klaren, dass dieser Winter kälter zu werden schien, als die vorherigen. Er brummte als er den Steg ansah, welcher sich über das weite Ufer erstreckte. Kantras blickte umher. Es war still geworden. Bewusst lebte er außerhalb des Berges, bewusst lebte er außerhalb von Thelsamar. Vielleicht war das alte Fischerhaus anfangs nicht wirklich ein Ort in dem er sich wohlfühlte, besonders, da der Weg bis zum Gasthof stets ein langer war. Doch welcher Ort hätte schöner sein können…

Seine Aufgabe war deutlich. Zwar war er ein erfahrener Bergläufer, der nichts mehr geliebt hatte, als auf den Pfaden im Gebirge zu weilen und Tod über seine Feinde zu sähen, doch der Schmerz aus dem zweiten Krieg saß weiterhin tief. Er hatte sich an der Seite seines Vetters niedergelassen. Hatte Gar’Lorn für die Jagd benutzt, und versorgte sein Heim mit Fellen, Pelzen, Fleisch und Holz. Selbst nun, wo die Zeit erneut zum Krieg rief. Doch der Thain war ein weiteres Mal hinaus gezogen. Um sich seinen Aufgaben zu stellen.

Sein Blick wanderte durch die kalte Nacht. Fern über den See und fern über die Gebirge…

"Wo treibst du dich nur rum…", hauchte er.

Erneut nahm er das Messer in die Hand und arbeitete weiter…

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Die Zwergenfestung Dun Khaz Dum im Hochgebirge von Khaz Modan, in der Halle der Ahnen, früher Morgen.

Grimmig schaute das in Stein gehauene Antlitz des ersten Kriegers hinunter auf den jüngsten Sohn der Ahnenreihe. In den Händen der Statue die Waffen, welche Borabur so sehr begehrte.

Die Äxte der Steinaxt-Zwerge…

Ursprünglich waren dies einfache Äxte gewesen, geschmiedet für den Begründer der Krieger und genutzt für den Krieg.

Wie es unter den Zwergen üblich ist, wurden diese Waffen von Ahn zu Erbe weitergeben und im Laufe der Zeit, hatte jeder Besitzer seine Spuren an den Waffen hinterlassen.

Ein Besitzer hatte in der Art der Zwerge Runen in die Axtblätter geschlagen die von der Größe der Zwerge und dem Ruhm der Steinäxte kündeten.

Ein anderer hatte in fernen Landen eine Schimäre erschlagen und mit ihren Schädeln die Köpfe der Äxte triumphal verziert.

Ein weiterer drückte seine Handschrift auf die Waffe in dem er die Griffe mit dem Leder eines gewaltigen Wendigos umwickelte, welches er aus der Welt fegte.

Der Letzte fügte den leeren Augenhöhlen der Schimäre gelbe Diamanten hinzu, welche er einem Dunkeleisen entriss, als er jenen auf dem Schlachtfeld erschlug.

Mit der Zeit wurden so aus den einfachen Äxten, kunstvolle Waffen und wertvolle Erbstücke der Steinaxt-Krieger. Jeder Erbe der Linie, musste sich würdig erweisen und seinen Teil zu den Waffen beitragen, wenn er diese für sich beanspruchen wollte.

Und nun war es an Borabur, seinen Anspruch gelten zu machen und sich der Waffen als würdig zu erweisen.

Auch wenn es bedeuten würde, die Gemeinde zu verlassen und den Pfad des Kriegers erneut zu beschreiten.

Ein kleiner Zwerg schritt durch die hohe Tür der Halle und riss den Krieger aus seinen Gedanken,

„Er erwartet euch.“

Borabur nickte…

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Borabur folgte dem Zwerg durch die verwinkelten Straßen der Stadt.

Anders als Eisenschmiede, war Dun Khaz Dum nicht im Kreis angelegt, die Straßen folgten dem natürlichen Verlauf der Goldadern.

Für Fremde war es schier unmöglich sich im gewirr der Straßen nicht zu verirren, ein Zwerg jedoch, der hier geboren war, fand sich selbst Blind zurecht.

Es ging vorbei an der Goldschmiede und den Kasernen. Borabur fiel auf, wie ruhig die Stadt geworden war, sicher es war nie so viel gewesen wie in der großen Eisenschmiede, dennoch die Stadt wirkte wie ausgestorben.

Dann traten sie durch einen Torbogen und standen im Saal des Rats.
Hier tagten die Familien der Steinaxtzwerge berieten sich und hörten das Urteil ihres Thans.

Jener uralte Zwerg, welcher nun auf dem Thron am Kopfende der Halle platz genommen hatte.

Thorbart war trotz seines alters ein ehrfurchtgebietender Zwerg, dessen Bart mittlerweile bis an die Spitze seiner Füße reichte.

Obwohl blind, sah er Borabur genau in die Augen, bedeutete dem Boten, das er gehen könne und als dieser die Halle verlassen hatte, winkte Thorbart seinen Enkel zu sich.

“Du bist also gekommen, um dein Erbe zu beanspruchen?”

Kein Wort der Herzlichkeit, keine Wärme in der Stimme des alten Thans, der liebevoll Opa Steinaxt genannt wurde.

“Das bin ich.”

“Welche Prüfung möchtest du anbieten?”

“Ich werde einen der Ettins erledigen die unsere Bären jagen und die Pässe unsicher machen, ich werde ein Exempel an ihm vornehmen, so das für eine Weile Ruhe einkehrt in die Pässe unsere Heimat.”

Thorbart starrte Borabur an

“Nun, ich werde dir deine Bitte gewähren und dir deine Prüfung gestatten. Erschlägst du einen der Ettins, so sollen dir die Äxte gehören”

“Danke, Than”

Borabur atmete hörbar aus.

Thorbart neigte sich vor, sein Mund bewegte sich nur wenige Zentimeter vor dem Ohr seines Enkels.

"Die Steinäxte sind schwach geworden mein Enkel, Dwayn ist tot und deine Schwester seit dem Verlust ihres Sohnes nicht mehr dieselbe, Kantras Frau und Kinder sind verschollen, wahrscheinlich tot.
Und unsere Krieger fragen sich, wieso Borabur der von Ihnen zum Thain gewählt wurde, der Sie durch Nordend führte, in den Sie so viel Hoffnung setzten, lieber am warmen Feuer eines Kamins im Dorf an den Überresten eines Sees sitzt, sich um Bauern und Händler kümmert, anstatt Sie im Namen der Steinäxte in den Krieg zu führen? "

Borabur erstarrte und seine Barthaare stellten sich unangenehm auf, als er die Worte seines Thans vernahm, er wollte etwas erwiedern, doch der Alte fuhr ungerührt fort.

“Unsere Kieselsteine kommen nicht mehr von der Front zurück Borabur, die Familien fragen sich, ob die Steinäxte noch fähig sind sie zu führen. Darum knüpfe ich deine Bitte an eine Bedingung.”

Borbaur horchte auf.

“Bestehe deine Prüfung und ich werde dir eine weitere Aufgabe geben mein Enkel.”

Thorbart lehnte sich zurück, dann bedeutete er seinem Enkel das alles gesagt wurde.

Borabur wagte es nicht noch etwas zu sagen, drehte sich um und machte sich auf den Weg…

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Wie lange stand sie schon hier und starrte in den leeren Raum?

Die Botschaft des Klans in Eisenschmiede wirkte so… kalt.
So leer… verlassen…

Der Staub sammelte sich und Mäuse hatten sich in den Matratzen eingenistet. Lange ist hier kein Klanzwerg mehr ein- und ausgegangen.
Die Eisamkeit und die Verlassenheit des Ortes drückte Jormas ohnehin schon schlechte Laune weiter nach unten.

Sie hätte ja gar nicht erwartet, dass sie mitgenommen wird… dass sie eingeweiht wird. Obwohl sie einen anderen Nachnamen trug, fühlte sie sich zugehörig, aber was blieb?
Alle weg. Sie alleine.

Der Than war wieder aufgebrochen. Seine persönliche Queste war noch nicht vollendet und seine Gefährtin auf der Suche nach ihm verschwunden.
Jorma wusste also theoretisch, was jeder einzenle Klanzwerg vorhatte, aber nicht, wo sie waren. Sie könnten auch jederzeit zurückkehren und Jorma würde so lange die Stellung halten.

Es war wichtig, Kontakte zu halten und herzustellen, gesehen zu werden und zu wissen, was politisch im Gange war. Doch mit Jorma konnte keine fälschere (Absicht!) Zwergin dafür zuständig sein.

Die streitlustige und durch und durch vorurteilsbehaftete Zwergin gab sich alle Mühe, doch sie wusste, dass sie nur ein Platzhalter war, damit der Name „Steinaxt“ nicht gänzlich in Vergessenheit geriet… doch konnte sie das?
Zumindest wurde sie wahrgenommen… und die Mitzwerge fragten, obwohl sie keine Antworten hatte. Sie wusste einfach nicht, wo der Rest steckte, nur, dass er jederzeit zurückkehren konnte.

Die Welt da draußen stand Kopf. Der Krieg, Teldrassil, der zerrissene Schleier… alles schreckliche Dinge, die nur schwer zu verarbeiten und zu begreifen waren, vor allem, wenn man damit alleine stand. Selbst der Rat in Eisenschmiede war seit Monaten ausgedünnt und die ganze Stadt schien nurnoch aus den Dunklen zu bestehen.

Wo waren die Wildhämmer? Die anderen Bronzebartzwerge? Wo waren die Steinäxte?

Jorma schüttelte resigniert den Kopf und griff nach dem Besen hinter sich in der Ecke… und griff ins Leere.
Der Blick über die Schulter zeigte, was die Realität war… sogar der Besen war spurlos verschwunden.
Aber gut. Jorma war eh keine gute Putzzwergin, es sei denn, man konnte den Besen wie einen Streitkolben schwingen!

Jorma zuckte mit den Schultern und verließ das Haus Richtung Schmiede. Die nie versiegende Lava würde sie trösten. Auf die Schmiede war Verlass!

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Was hatte sie sich nur dabei gedacht?!

Energisch kippte sie einen weiteren Krug Bier die Kehle runter, aber die erhoffte Wirkung blieb aus.

Was, bei den Titanen, hatte sie sich DABEI gedacht???

Der zornige Blick galt dem Ding direkt vor sich… vor ihr über der Stuhllehne hing eine Braufest-Tracht.

Unterwäsche… wie konnte man nur in Unterwäsche denken, man wäre angezogen? Nicht EIN Plattenteil war irgendwo verarbeitet. NICHT EINS!

Würde das Teil reißen, wenn man die Arme bewegt?
Fiel vorne nicht eventuell etwas raus, was bedeckt bleiben sollte?

Völlig mit der Situation überfordert kippte sie das nächste Bier.
Trolle hatte sie bekämpft und gesiegt! Gegen die Horde im Allgemeinen hatte sie gekämpft und nur wenig selbst einstecken müssen.

Aber das?

Es kam ihr vor, als wäre es ihr persönlicher Endgegner.
Die Wahrheit? Jorma war VÖLLIG überfordert…

Wie zog man sowas überhaupt an?

Der Verkäufer hatte steif und fest behauptet, das war die Pflichtkleidung auf dem Fest und Jorma hatte sich fest vorgenommen, sich anzupassen, dazuzugehören.

Vielleicht konnte man es mit den Plattenschultern kombinieren?

Frustriert stieß sie einen Seufzer aus und verließ stapfend die Botschaft.
Auf den Äger musste sie erstmal eine hilflose Übungsattrappe vermöbeln gehen!

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Der wuchtige Streitkolben verschwand fast bis zur Hälfte in der jetzt windschiefen Übungsattrappe.

Jorma stand mit etwas Abstand davor und begutachtete das Bild, das sich ihr bot.
Sie würde den Streitkolben wieder rausbekommen, der hatte schon in Schlimmerem gesteckt.

Totzdem war ihr mit diesem Schlag die ganze Energie aus dem Körper gewichen.
So viele Kämpfe, so viel Blut, splitternde Knochen,…
Das Gefühl des Sieges, des Gewinnens, der Stolz wurde irgendwann immer fader. Bedeutungsloser.

Jorma legte den Kopf schief und musterte den Streitkolben, der mit seinem Stiel zur Höhlendecke zeigte.

Eine Kämpferin, die des Kampfes müde geworden war?
Sie wäre nicht die Erste, der so etwas passiert. Aber sie konnte nur das. Seit sie laufen konnte, schwang sie den Hammer und war noch nicht erwachsen gewesen, als sie die ersten Oger tötete.
Jorma hatte nie verstehen können, was ihre Eltern an der Archäologie gefunden hatten und konnte es bis heute nicht. Ihre Aufgabe war immer der Schutz gewesen. Das war es, was sie konnte.
Schützen, verteidigen,… wenn es sein musste, im Kampf.

Aber der Krieg… lag ihr eindeutig nicht. Jorma hatte sich nie als Tötungsmaschine gesehen, aber genau zu so etwas war sie an der Front verkommen. Ohne nachzudenken, wem welches Blut gehörte, einfach weiter machen, nicht in die Augen schauen, schneller sein, effektiver sein…

Es war etwas anderes, sich selbst oder jemand Schutzbedürftigen zu verteidigen und dabei häßliche Dinge zu tun, als an die Front zu gehen und dort den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als Leben zu nehmen.

Kämpfen gab ihr erstmal nicht mehr die Zuflucht wie früher. Aber Jorma war sich sicher, dass das kein Dauerzustand blieb.

Mit einem Tritt schickte sie die windschiefe Übungsattrappe komplett zu Boden, setzte den Fuß auf und zog mit einem kräftigen Ruck, der von einem Splittern begleitet wurde, ihren Streitkolben aus dem Holz.
Mit lässigem Schwung wuchtete die stämmige Zwergin den Hammer über ihre Schulter und lief ins Militärviertel.

Ob in der Stadtwache eine Stelle frei war? Aber vielleicht war das zu voreilig, die Schulter machte ihr immer noch zu schaffen.

Sie brauchte eine kampflose Beschäftigung, bis ihr Klan zurück war oder wenigstens ihre Schulter gänzlich ausgeheilt war…

Wie häkelte man ein Kettenhemd?

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(Musste anderen Charakter auswählen, nicht wundern → Jorma hier)

Tage wurden zu Wochen und Wochen zu Monaten…

So einsam hatte Jorma sich noch nie gefühlt.
Sie zerknautschte den Brief vor sich und warf ihn ins prasselnde Herdfeuer.

„Sie kommen nicht wieder“… der Klan war zerschlagen.

Was jetzt? Wohin?
Ihr grauste vorm nächsten Rat von Eisenschmiede und ihr grauste sonst nie vor etwas.

Jorma seufte, lehnte sich zurück und tat etwas, dass sie nie tat.
Sie weinte.

Lautlos rannen ihr die Tränen das Gesicht herunter, bis auch sie gingen.
Das Feuer glimmte nurnoch sanft und spendete keine Wärme mehr.

Jorma erhob sich.
Es wurde Zeit!

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Da liest man sich denn Threat durch und denkt cool cool , liest sich schön usw
Und dann ab Ende sowas…
@jorma man Fieber förmlich mit in deinen letzten Posts wie es denn ausgeht

Aber schade dass keiner mehr zurückkommt

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Voller Ehrfurcht durchschritt Jorma das Eingangsportal zur Versammlungshalle in Dun Khaz Dum.

Wie immer lief ihr ein Schauer über den Rücken. In den Portalbogen waren Kampfszenen gemeißelt, die von alten Heldentaten des Klans erzählten.

Es war immer ihr Traum gewesen, einmal selbst dort als Relief für alle kommenden Generationen verewigt zu werden. Ein Traum, dass ihr Name im Berg mit Ehrfurcht geflüstert wird… „Jorma“…

Ob dieser Traum jemals in Erfüllung gehen würde?

„Jorma!“ Die Stimme des ehemaligen Thans ließ sie aus ihren Überlegungen fahren. Der Blick der Kriegerin richtete sich ans Kopfende der Versammlungshalle, wo alt und eingesunken Thorbart saß und auf sie wartete. Er konnte sie nicht sehen, die milchigen Augen wanderten ziellos in ihre Richtung und wieder davon weg.

„Ich bin hier, altehrwürdiger Thorbart!“ Mit lauten Schritten machte sich Jorma auf zum thronähnlichen Sessel, in dem der alte Zwerg fast zu verschwinden schien. Sie machte absichtlich keine Mühen sich leise zu bewegen, damit Thorbart registrieren konnte, wo sie war.

Er lächelte sanft, als sie näher kam.

Jorma war sehr bewusst, dass man ihn selten lächeln sehen konnte, aber er hatte Gefallen an Jorma gefunden und förderte sie, seitdem sie… zu den Steinäxten gekommen war.

Ihre Schritte wurden etwas langsamer, der Weg fühlte sich plötzlich so weit an.

Als sie hierhergekommen war, schlug ihr viel Ablehnung entgegen. Ihr dunkles Blut war für viele der Grund für Misstrauen, aber Thorbart hatte sie aufgenommen, sie unterstützt, ihr eine Chance gegeben.

Was wäre, wenn der alte Zwerg mal nicht mehr war? Was würde dann überhaupt aus dem Klan?

Jorma machte die letzten Schritte fast in Zeitlupe. So viele Worte hatte sie sich zurechtgelegt und jetzt waren sie alle weg. Langsam blieb sie stehen und senkte den Blick. Sie ertrug den leeren Blick der milchigen Augen nicht mehr.

„Oh… du hast ihn also gefunden“, sagte die fast zärtlich klingende Stimme des alten Zwerges.

Jorma hob den Blick wieder und schaute in das sorgenvolle Gesicht des ehemaligen Thans.

„Ja, das habe ich… er war vor kurzem im Nistgipfel. Ich konnte also vor der Wollmesse herausfinden, wo er hin ist. Ich bin ihm nach und so konnte ich ihn endlich finden.“

Schweigen.

„Du konntest ihn nicht überzeugen?“ die Frage klang mehr nach einer Antwort.

„Nichts konnte ihn überzeugen. Er wird seine Queste erst beenden müssen… er wird noch viele Monate, wenn nicht Jahre weg sein…“ Jormas Stimme war nur noch ein Flüstern. „Er kommt nicht wieder… vorerst.“, und brach.

Der alte Zwerg schob sich aus dem Sessel und suchte mit seiner Hand Jormas Schulter.

„Meine treue Jorma, du hast sehr lange ohne den Klan ausgehalten und suchst jetzt schon sehr lange nach den versprengten Mitgliedern. Ich bin sehr stolz, eine so treue Zwergin in unseren Reihen zu haben. Möchtest du hierher zurückkehren? Dun Khaz Dum würde dich gerne wieder in seinen Mauern aufnehmen.

Es wird auch Zeit, einen neuen Than zu ernennen…“

„Nein!“ kam es schärfer aus ihr herausgeplatzt als sie es beabsichtigt hatte, also sagte sie etwas sanfter: „Nein, Eisenschmiede ist meine Heimat geworden und jede Andeutung, dass ich unter Umständen der neue… nein… einfach nein… ich eigne mich nicht.“

Fast zärtlich drückte Thorbart noch einmal Jormas Schulter. „Ja, ich weiß doch, dass du so denkst.“

In seiner Geste steckte so wenig Kraft, dass sie sich fragte, wie lange der ehemalige Than wohl überhaupt noch in der Lage wäre, aufzustehen.

Mit einem Ächzen ließ er sich wieder in seinen Sessel fallen, atmete mehrere Minuten langsam ein und aus, die Stirn in nachdenkliche Falten gelegt.

Jorma ließ ihm einige Minuten Zeit, bevor sie sagte: „Ich glaube, es ist an der Zeit nach vorne zu schauen. Ich vermisse sie und sie werden mir immer fehlen.

Trotzdem war die Idee Kontakte nach Eisenschmiede und den dort ansässigen Klans zu suchen nicht falsch. Diese Kontakte haben uns schon viel ermöglicht… ich… ich möchte diese Kontakte nicht aufgeben.“

Der alterwürdige Zwerg grinste. „Oh ja, man erzählte mir von einer Prügelei mit einem stattlichen Zwerg.“

Jetzt entglitten ihr die Gesichtszüge: „Woher…?“

Woher wusste er das? Das war auf der Wollmesse und definitiv kein anderer Klanzwerg anwesend!?

Sein Lachen schallte kraftvoll wie das eines jungen Zwerges durch die Halle.

Zuerst war Jorma völlig perplex, dann konnte sie nicht anders als mitlachen.

Alles wurde so einfach, wenn man mit Thorbart sprach.

Nachdem keine Tränen vor Lachen mehr kamen, räusperte sich Thorbart und erhob seine Stimme.

So musste es geklungen haben, wenn er damals auf lauten Versammlungen der Klanzwerge gesprochen hatte. Mit einer Stimme, die über jeden Lärm der Schmiede und jede andere Unterhaltung in den letzten Winkel des Saales dringt. Sie erinnerte an den kraftvollen Krieger, der er einmal war.

„Meine liebe, treue Jorma.

Die Geschichte unseres Klans ist noch nicht zu Ende erzählt!

Ich schicke dich zurück nach Eisenschmiede. Dort sollst du als Sprecherin unseres Klans dienen und weiter Kontakte knüpfen, auf dass der Name STEINAXT nicht in Vergessenheit gerät!

Wo ein sturer Zwergengeist ist, ist immer noch ein Weg und ich bin sehr stolz auf dich, dass du so lange nicht aufgegeben hast!

Geh… und schreib unsere Geschichte unter den anderen Zwergen weiter!!!

… und erstatte mir wöchentlich Bericht.“

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