[H-Orc-RP] Der Gronnfluchklan


#1

Gronnfluchklan

Nach Jahren des Zusammenlebens der Sippen im Klan der Blutschinder, ist es Zeit für die letzte überlebende Sippe einen neuen und alleinigen Weg zu wählen. Der Blutschinderklan musste schwierige Zeiten durchstehen. Verrat durch Hexer, die Ermordung des alten Häuptlings, die Zerstörung ihres Dorfs. Aus der Asche des Blutschinderklans erhebt sich die letzte Sippe und formt sich zum Klan des Gronnfluchs.

Der Klan
Bei dem Gronnfluchklan handelt es sich um einen orcischen Klan der Horde, der streng nach den alten Traditionen und Werten lebt. Die Orcs des Klans streben nach Stärke und Kriegskunst, verehren jedoch in gleichem Maße die Ahnen und Elemente. Die Wurzeln der Sippe und des Klans reichen zurück bis auf die alte, zerstörte Heimat Draenor.

Vorgeschichte

„Die Traditionen sind das was uns ausmachen, junger Häuptling.“, sagt Dramoshar ernst, während er sich mit einem Ächzen und wackeligen Beinen ans große Feuer des Häuptlingszelts setzt. Der alte Schamane war der letzte einer aussterbenden Generation des Klans. Einer der letzten, die durch das dunkle Portal schritten, um ihre alte Heimat hinter sich zu lassen. Doch in den Jahren auf der neuen Welt war er stets bemüht, die Traditionen und Sitten des Klans an die nächsten Generationen weiterzutragen. Genau so war es seine Aufgabe dafür zu sorgen, dass alte Sagen und Legenden nicht vergessen werden.
„Es sind andere Zeiten, Alterchen. Die Klans sind nicht mehr das, was sie einst waren. Nicht einmal die Horde ist das, was sie einst einmal war. Es sind Zeiten in jene man nicht weiß, wer Feind oder wer Freund ist.“, erwidert Gorlash, der ebenfalls am Feuer sitzt. Erst vor einigen Monaten hat man dem Gronnfluchsproß die Häuptlingsfedern aufgesetzt. Zwar hatte er bereits beweisen können, dass ihm nur wenige etwas vormachen konnten, wenn es um die Kriegskunst ging, doch tat er sich schwer so überraschend die Führung des Klans zu übernehmen.
„Pah!“, schoss es aus dem alten Schamanen heraus, ehe er fast brüllend weiter spricht: „Der Klan hat schon schwierigere Zeiten erlebt und überstanden. Diese Zeiten werden wir auch überstehen.“ Gorlash runzelt verwirrt die Stirn und wendet seinen strengen Blick in Richtung Dramoshar.
„So? Welche Zeiten waren denn schwieriger als die jetzigen?!“, fragt Gorlash und würde Dramoshar besser sehen können, könnte er im Gesicht des jungen Häuptlings bereits sehen, dass er eine Geschichte des Ältesten erwartet.
„Plonk“ macht es, als der Älteste seinen Gehstock gegen die Stirn des Häuptlings schmettert. Gorlash knurrt für nur einen kurzen Moment auf, ehe er sich jedoch schnell wieder beruhigt. Er kannte jene „Strafe“ bereits. Es war seine Art und Weise die Welpen auf ihre Dummheit aufmerksam zu machen. Seit er ein Häuptling war, hatte Dramoshar es jedoch nicht mehr gewagt, Gorlash mit dem Stock zu schlagen.
„Wie kannst du nur die Geschichte des Gronns und der drei Helden vergessen?!“, brüllt der Älteste aufgebracht.
Gorlash reibt sich mit einem kurzen Grinsen die Stirn, wendet seinen Blick dabei wieder zum großen Feuer. Er hatte die Geschichte niemals vergessen. Es war die Geschichte über die Gründung des Klans der Blutschinder.
Vor vielen Jahren begannen die Orcs sich aus dem Untergrund zu wagen und sich gegen Ihre Sklavenmeister zu stellen. So begann das Zeitalter der Orcklans. Verschiedene Klans mit noch verschiedeneren Riten und Kulturen siedelten sich in ganz Draenor an. So auch in Gorgrond. Unter Ihnen befanden sich mehrere Sippen, an deren Namen man sich heute nicht mehr erinnert. Doch ihre Geschichten wurden sich von Generation zu Generation weitererzählt. Diese Geschichte hier, handelt von der Gründung des Blutschinderklans. Als die Orcs begannen, ihre Dörfer und Siedlungen zu errichten, waren sie keinesfalls sicher. Gefahren gab es von allen Seiten, doch war es ihnen möglich, sie zu bezwingen. Oger, Botani, ja sogar die Wildnis selbst. Doch eines Tages trieb es einen Gronn in das Kernland von Gorgrond. Ein Ort, an dem mehrere Dörfer in den fruchtbaren Jagdgründen des Landes gesiedelt hatten. Die Orcs dieser Sippen waren furchtlose Krieger, keine Frage, doch waren sie dem Zorn des riesenhaften Monsters nicht gewachsen. So forderte der Widerstand seinen Tribut und man glaubte, seine Zerstörungswut könne kein Ende nehmen. Die Oberhäupter von drei der Sippen trafen sich, um zu besprechen, wie sie damit umgehen sollten. Sie vereinten das Beste ihrer Sippen miteinander: Der Erste war ein zügelloser Krieger der Wildnis. Geschützt nur von Leder und Knochen und kaum bewaffnet, war er doch wegen seiner Schnelligkeit ein gefährlicher Kämpfer. Der Zweite war ein Krieger, dessen Zorn und Wut stets ungebändigt waren. Viele Feinde hatte er bereits im Namen seiner Sippe bezwungen und sich mit Ihren Knochen geschmückt. Doch auch er alleine war dem Gronn nicht gewachsen. Der Dritte von Ihnen war ein Schamane, der in stetiger Zwiesprache mit den Geistern stand und dessen Demut gegenüber den Elementen unerschütterlich war. Nach einigen Tagen voller hitziger Diskussionen, schlossen die Drei einen Pakt. Sie wollten gemeinsam ausziehen, um den Gronn zu erschlagen, auf das ihre Sippen zu ihrem früheren Leben zurückkehren konnten, ohne Angst und Furcht. Der besagte Tag kam, die Sonne stand hoch am Himmel und prallte gnadenlos auf ihre braunen Leiber hinab. Ein Plan war bereits geschmiedet. Der Krieger der Wildnis würde den Gronn mit schnellem Fuße in ein Tal locken, während die anderen beiden dort die Falle zuschnappen lassen würden. Ein hitziger Kampf entbrannte und nach einer Nacht war der Kampf entschieden. Sie hatten gesiegt. Ihre Körper schmerzten und jeder einzelne Muskel brannte, doch hatten sie ihren Feind getötet. Während dem Kampf wurde den drei Sippen eines klar: Sie alle waren Meister auf ihrem Gebiet, dem Anderen überlegen. Doch nur gemeinsam waren sie unbesiegbar. Und darauf einigten sich diese Drei - der Blutschinderklan war geboren. Tagelang wurde gefeiert. Es gelang ihnen aus den Überresten des Gronns drei Gegenstände zu schmieden, auf dass man sich in Zukunft noch an ihren gemeinsamen Kampf erinnern würde. Aus den Klauen des Gronns entstand die erste Waffe, für den Krieger, der sein Leben in Gefahr gebracht hat, um das Monster in das Tal zu locken – eine Kriegsaxt. Gronnfluch wurde der Name der Kriegsaxt, da jener Sippenführer den „Fluch“ über den Gronn gebracht hat, als er ihn lockte. Die zweite Waffe sollte ebenfalls eine Kriegsaxt werden, die Zwillingsaxt zur ersten Axt – Blutfang. Der Krieger dessen Wut und Zorn ungebändigt waren, vergoss das erste Blut beim Kampf gegen den Gronn. Die letzte Waffe, ein Dolch, ging an den Schamanen, dem es gelang mit Hilfe der Elemente den Kampf zu entscheiden. Der Dolch sollte den Namen Geisterkralle tragen. Gerüstet mit diesen sagenumwobenen Waffen und verbunden in einem Pakt, der in Blut geschmiedet wurde, bestritten sie gemeinsam unzählige Schlachten. Viele Namen wurden im Laufe der Zeit vergessen, doch die Geschichte von den drei Kriegern und dem Gronn wird noch bis zu dem heutigen Tage weitererzählt.

„Die Zeiten dieser Krieger mögen vorbei sein, doch sollten wir niemals vergessen, dass sie der Grund waren, weshalb unsere Vorfahren überlebten. Schon immer ging es bei unserem Klan um das Überleben. Und so ist es heute auch.“, spricht Dramoshar, nachdem er einige Zeit damit verbrachte sich zu beruhigen.
Gorlash wendet abermals seinen strengen Blick in Richtung des alten Schamanen, ehe er ihm zunickt. „Die Traditionen sind das was uns ausmachen.“, wiederholte er.

Die Traditionen des Klans

Die Hauer
Die Hauer sind wohl das markanteste Markenzeichen des Gronnfluchklans. Je nach Rang werden die Hauer eines jeden Orcs mit Schwärze gekennzeichnet. Je schwärzer die Hauer sind, desto höher ist auch der Rang, den man im Klan innehat. Ziehen die Orcs des Klans in den Kampf, werden die Hauer mit dem eigenen Blut rot gefärbt.

Kar’Hath - Das Totem
Jedes Mitglied des Klans trägt das traditionelle Totem, das Kar‘Hath. Das Totem symbolisiert die Geschichte des Orcs und gibt das Recht im Klan leben zu dürfen. Neben dem Om’riggor hat der Gronnfluch auch die Aufgabe sein eigenes Totem zu beschaffen. Aus dem selbst gewählten Knochen einer würdigen Tierbeute wird das traditionelle Totem geschnitzt und mit Symbolen wie Runen beschriftet. Jede Heldentat oder Geschichte wird mit weiteren Symbolen auf dem Totem aufgetragen.
Jene die das Totem verlieren, es bricht oder es ihnen gestohlen wird, werden im Klan als „Geächtete“ bezeichnet. Eine Schande die über eine gewisse Zeit ertragen werden muss, bevor man den Segen der Schamanen des Klans erhält, ein neues Totem zu fertigen.

Bhork’Riggor - Das Blutritual
Dieses spezielle Ritual ist wohl das wichtigste Merkmal der Klan-Tradition. Zu Beginn jedes Monats sammeln sich die Orcs des Klans, um mit Hilfe des Blutrituals ihre Ahnen und Elemente zu ehren. In der Hoffnung einen Segen zu erhalten, wird ein schwer zu jagendes Tier als Opfer dargebracht. Je nach Notwendigkeit des Klans, erwarten die Orcs, dass sie Eigenschaften des Opfers aufnehmen und dadurch eine Reaktion ihrer Ahnen hervorrufen. – Zumindest glauben sie das.

Aber nicht nur ein Segen ist erwünscht, sondern auch die Weissagung über die Zukunft ihres Stammes. Dazu gehören Warnungen, Ratschläge oder Weisungen.

Durch mehrere Herausforderungen im Laufe des Monats wählt der Klan seine Vertreter, die am Blutritual teilnehmen dürfen. Die Vertreter werden hierbei vor eine Art Hürdenlauf gestellt, indem es darum geht, das zu deutende Blut durch eine Reihe von Prüfungen zu befördern. Der Fokus liegt hierbei darauf, möglichst wenig Blut zu verschütten. Die Hürden orientieren sich während des Laufes sinnbildlich an den vier Elementen. Derjenige der am meisten Blut verschüttet, scheidet aus und darf nicht am rituellen Zweikampf teilnehmen. Im Zweikampf sind Waffen erlaubt - Rüstungen jedoch nicht. Hier trägt man nur traditionelle Bekleidung. Das heißt, Harnische, Lendenschurze und Schmuck. Aus dem Kampf geht ein Sieger hervor, dieser wird zum Champion gekürt. Das Blut, das er den Berg hinaufgebracht hat, wird nun gedeutet. Der Scharfseher des Klans nutzt das Blut als Sprachrohr zu den Ahnen und Geistern. Das restliche Blut der anderen Teilnehmer wird für die Segnung genutzt. So werden verschiedene Symbole und Runen auf die Anwesenden gemalt. Zuerst allerdings auf den Champion. Zur Ehrung des Champions wird das erlegte Tier weiterverarbeitet, um Felle, Pelze und Schmuck herzustellen.
Zwischen den monatlichen Ritualen werden die Vorbereitungen dafür getroffen.

Das bedeutet:

  • Die Kriegerhelden werden durch Kampftraining und Duelle gewählt.
  • Es werden Kräuter und rituelle Hilfsmittel gesucht und gesammelt.
  • Das passende Tieropfer für das nächste Blutritual wird auserwählt.
  • Das alltägliche Leben wird sich um diese Vorbereitungen drehen.

Jagd und Kampf

Die Orcs des Gronnfluchklans sind der festen Überzeugung, dass sie mit dem Blut ihrer erlegten Beute oder ihrem besiegten Feind die Stärken der jeweiligen Kreaturen in sich aufnehmen. Sie tränken ihre Fratzen oder Gliedmaßen mit dem frischen Blut. Sie jagen schnelle Gazellen der Geschwindigkeit wegen oder kämpfen gegen Oger, um an ihre Stärke zu gelangen. Jedoch ist es ihre Pflicht die Natur bzw. den Wildgeist zu ehren, weshalb das Tier bis zum letzten Rest verwendet und verarbeitet werden muss.

Die Bestattung

Auch für den Tod hat der Klan eine eigene Herangehensweise. Natürlich wird auch ein Gronnfluch dem Feuer übergeben, sobald der Fall des Todes eintritt. Die Mitglieder des Klans glauben jedoch daran, dass nur Blut die Geister zu ihren Ahnen bringen kann. Jeder der Orcs hat dem Toten Ehre zu erweisen und opfert sein eigenes Blut bei der Bestattung. Das Blut bildet eine Art Wegzoll, damit der Geist zu den Ahnen gelangt.

Kontakt und Beitritt

Geborene Gronnfluch-Orcs
Da uns Authentizität sehr wichtig ist, haben wir uns dazu entschieden vorzugsweise geborene Orcs des Gronnfluchklans aufzunehmen. Ein Klan ist kein Klan, wenn es keinen Ursprung gibt. Dennoch bedeutet das nicht, dass ihr eure Charaktere nicht selbst verwirklichen könnt. Das Konzept für euren eigenen Gronnfluch sprechen wir gerne vorher mit euch ab!

Klanlose Orcs
Für Orcs die keinem Klan angehören ist es möglich, ein Teil des Gronnfluchklans zu werden. Waisen oder Orcs deren Vergangenheit unklar ist, bietet der Klan Zuflucht und eine neue Heimat. Ist eine gewisse Zeit vergangen, hat der Orc das Recht ein volles Mitglied des Klans zu werden, sowie einen Namen zu bekommen. Orcs wählen ihre Namen beispielsweise durch Taten. Mit den Taten die man im Klan während jener Zeit vollbracht hat, wird der Orc mit der endgültigen Aufnahme einen neuen Namen erhalten.

Orcs eines anderen Klans
Selten werden wir Orcs aufnehmen, deren Ursprung ein anderer Klan ist. Da es sich zwangsweise um Ausgestoßene oder Verräter handelt, werden diese Orcs bei uns auch entsprechend behandelt. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass ein Orc eines anderen Klans, ein Teil des Gronnfluchklans werden möchte, wird er vorerst wie ein „Geächteter“ gesehen. Ehrenlose Orcs, die zunächst nur für niedere Arbeiten gebraucht werden. Sollte man diese Zeit durchhalten, wird dem Orc Gelegenheit geboten, sich zu beweisen. Werden jene Orcs in den Klan aufgenommen, haben sie ihren alten Namen und Geschichte abzutreten. Auch sie werden anschließend einen neuen Namen erhalten.

Allgemein ist zu sagen, dass wir viel Wert darauf legen, dass sich die Spieler die sich uns anschließen wollen, sich mit der Warcraft-Lore (Vor allem Orcs) beschäftigen sollen. Natürlich leisten wir hier auch Hilfestellung. Wir wünschen uns Mitspieler, die eine Bereicherung für den Klan sind. Das bedeutet, dass sie sich aktiv am Geschehen mit Anwesenheit und eigenen Ideen beteiligen sollen. Wir bieten jedem Spieler die Möglichkeit sich mit eigenen Vorschlägen, Ideen, Events einzubringen. Es sollte klar sein, dass es einer RP-Gilde nicht weiterhilft, wenn man sich nur bespaßen lässt.
Des Weiteren sollte noch gesagt sein, dass wir unsere Charakter-Konzepte möglichst schlicht halten und wir das auch von unseren Mitspielern erwarten. Jedem Interessenten sollte bewusst sein, dass eine rauere, grobschlächtigere Art im Rollenspiel an den Tag gelegt wird und dies bei zartbesaiteten Menschen bitter aufstoßen könnte. Außerhalb des Rollenspiels sind wir nette Menschen.

Innerhalb von World of Warcraft könnt ihr bei Fragen zum Klan natürlich jederzeit die IC & OoC Leitung des Klans anschreiben. Darunter zählen:

Agnash
Gorlash
Dairosh
/join Gronnfluch


(Gragu) #2

Mok´ra!

Wir kennen uns ja bereits. Wie schon beim Blutschinderclan, liest sich das schön und stimmig. Gefällt mir gut!
Wie können denn Außenstehende damit IC jetzt umgehen bzw was kann man wissen? Es liest sich wie eine beinahige Auslöschung, die in einem Neustart mündet. Ist ja schon eine drastische Sache, deswegen die Frage.


#3

Vielen Dank, Gragu!

Bekannt sein könnte, dass das Dorf der Blutschinder von der Allianz angegriffen und zerstört wurde. Die Überlebenden kommen nun in Orgrimmar wieder zu Kräften. Es ist jedoch nicht sonderlich wahrscheinlich, dass Außenstehende darüber Bescheid wissen, wie sich der Klan nun entwickelt hat. Das sollte erst nach und nach bekannt werden.


(Drax) #4

Hurra Hurra! die Blutschinder…moment…Gronnflüche sind wieder da!
Wie schon öfters geschrieben, freut es mich enorm euch wieder im Rp zu sehen. Bin gespannt was sich so ergibt! =)


#5

Ein stürmischer Wind fegte über die Dächer der Kriegerstadt Orgrimmar. Gorlash freute sich immer wenn der Sturm wehte, dem die Einwohner der Stadt den Namen “Messerwinde” gaben. Vor allem in den letzten Monaten hoffte er, dass die Winde öfters wehen würden. Er dachte daran, wie die Winde den Gestank der Toten austrieben, die inzwischen die Stadt mit ihrer Anwesenheit verpesteten. In seiner Vorstellung überbrachten die Winde ihm sogar die Weisheit, die er benötigte, um den Klan zu führen. Deshalb kletterte er immer auf einen der höheren Hügel der Stadt, um den Sturm mit offenen Armen willkommen zu heißen. Jedes Mal hätte er schwören können, dass die Winde seine Umarmung erwiderten. Er liebte das Gefühl, wenn die Winde ihn umzingelten, sein schwarzes Haar umherwirbelten und seinen Knochenschmuck zum rasseln brachten. Diese Momente gaben ihm das Gefühl den Geistern nahe zu sein. Heute war es jedoch anders, der Sturm war anders. Statt den jungen Orc mit seiner kühlen Luft zu umarmen, fegte der Wind ihn fast von seinen Beinen. Auch das laute Heulen des Luftstroms deutete darauf hin, dass die Geister erzürnt waren. Aber warum waren sie erzürnt? Gorlash tat wie es ihm immer und immer wieder beigebracht wurde und stellte sich furchtlos auf, zeigte den Elementen aber dennoch seine Demut, in dem er sein Haupt senkte. Und tatsächlich ließen die Winde sogleich von ihm ab. Stattdessen fegte ein weiterer Luftstrom über einem Hügel, noch höher als jener, auf dem der junge Häuptling stand. Immer näher kommendes Geklapper war zu hören, bis Gorlash auch relativ schnell die Ursache erblickte. Die Knochen eines verendeten Geiers fegten vom Hügel und fielen auf den Orc hinunter. Gorlash hob die Hände schützend nach oben und knurrte überrascht auf, doch kein einziger Knochen hatte den Grünen erwischt. Langsam senkte er die Arme und warf einen Blick auf die Knochen die um ihn herum verteilt waren. Direkt vor seinen Füßen lag der Schädel des Geiers und um das zu verdeutlichen, rollte ein kleiner Luftzug jenen Schädel weiter in die Richtung des Orcs. Der Häuptling zögerte nicht lang und griff nach dem Schädel. Brummend begutachtete er ihn, ehe er das Wort an das Element des Windes richtete: “Noch ein Schädel? Was hat das nur zu bedeuten?” Er erinnerte sich an die Deutungen der letzten Blutrituale, die in seinem Klan üblich waren. Ein Ältester des Klans hatte die Aufgabe aus einer Blutlache die Zukunft oder Warnungen zu deuten. Bei den letzten Malen war es immer ein Totenschädel, der seit dem ersten Mal bereits für Unruhe im Klan sorgte. Das erste Mal konnte der Älteste den Schädel kurz vor dem Tod des alten Häuptlings deuten und alle glaubten, genau das war die Vorhersage. Das zweite Mal deuteten sie den Tod kurz vor dem Angriff der Blasshäute, bei dem viele Krieger des Klans gefallen waren. Und nun vor einigen Tagen beim letzten Bhork’riggor schon wieder: Ein Totenschädel, ein Baum und ein Löwe.
“Ist das das Ende des Klans?! Folgt uns der Tod auf Schritt und Tritt?!”, brüllte Gorlash fragend und wartete eine Weile auf eine Reaktion des Windgeistes. Doch der Wind antwortete nicht und fegte stattdessen weiter über die Dächer Orgrimmars.

Der Klan bespielt derzeit Orgrimmar, bzw das Tal der Ehre und handelt dort mit seinem Leder und Blutbier. Dienstag, Donnerstag und Sonntag Abends sind wir dort meist anzutreffen.