Die Sonne brennt heiß auf dem Nacken des großen Trolls, der versucht auf einer Leiter sein Gleichgewicht zu halten und gleichzeitig ein übergroßes Schild über der Tür anzubringen. Die Leiter lässt an Stabilität zu wünschen übrig, da sie unter seinem Gewicht immer weiter im Sand einsinkt und dass um ihn herum Kinder toben, hilft seiner Konzentration auch nicht besonders.
„Höher, Junge! Da hast du schon so große Ohren und schaffst es trotzdem nich’ auf mich zu hören!“, ruft eine trockene Stimme von einer Bank her, die im Schatten einer Palme steht. Dort sitzt eine alternde Trollfrau, die vielen langen Zöpfe, ehemals von dunkelblauer Farbe, sind mittlerweile ergraut und ihre Hand stützt sich herrschaftlich auf einen Gehstock. Ihre Miene drückt deutliches Missfallen aus bei dem, was der Troll auf der Leiter tut.
„Mutter!“, knurrt er erbost und schüttelt das türkisfarbene Haar um die schweißnassen Strähnen aus den Augen zu kriegen ohne das Schild los zu lassen.
„Nicht in diesem Ton! Es is’ 1 Jahrzehnt her, dass der Voodootopf Gäste hatte, es muss alles perfekt sein. Du wills’ mein Lebenswerk doch nich’ in den Sand setzen, oder?“, keift die alte Frau mit schneidender Stimme zurück.
„Paaa! Mi’Gari, Ki’Zi un’ Zi’Ni klettern auf dem Dach rum!“, meldet sich plötzlich vom Fusse der Leiter eine Jungenstimme, die sich hier und da überschlägt, weil er mitten im Stimmbruch ist. Der große Halb-Amani schwankt bedrohlich mit dem Schild und seiner klapprigen Leiter, als er nach unten späht und 2 halbwüchsige Trollkinder entdeckt, seinen Sohn und dessen bester Freund. Mit einem Aufkreischen rennen die beiden Jungs ein Stück weit weg und beobachten argwöhnisch, ob der Mann die Situation meistern kann.
Knurrend hievt er das Schild ein Stück höher und stemmt es gegen das Gebäude, lehnt sich selbst nach vorne um nicht mit der Leiter umzukippen.
„Mi’Gari! Kommt sofort da runter oder ihr kassiert noch vor Sonnenuntergang eine Tracht Prügel!“, brüllt er entnervt in Richtung Dach, so laut dass es wahrscheinlich die gesamte Klingenschluchtküste hören kann. Als Antwort bekommt er nur ein vielstimmiges Kichern und das kurze Aufblitzen ein paar bunter Zöpfe hinter einem Giebel.
„Aaaaaye, Mama Jin’Jan, so schön wie eh un’ je!“, eine schmeichlerische Stimme nähert sich von hinten der Bank und es beugt sich ein Blondschopf über die Schulter der alten Troll und drückt ihr einen freundlichen Kuss auf die Wange.
„Daji, mein lieber Junge, geh un’ hilf Zann da oben. Er kriegt das einfach nich’ hin.“, da ist sie auf einmal ganz milde gestimmt und nimmt dem blonden Dunkelspeer routiniert das Trollbaby ab, das er in einer Trage vor der Brust getragen hatte.
Rasch steht eine 2. Leiter neben der von Zann an dem großen Gebäude und Daji ist bald auf gleicher Höhe um seinem Freund mit dem wuchtigen Schild zu helfen.
„Wie machs’ du das nur immer mit meiner Mutter…“, murrt der Größere genervt, aber mit einem Lächeln.
„Die Übung macht es…“, brummt Daji belustigt und mit vereinter Kraft bringen sie das Schild endlich in Position.
Ein paar Minuten später stehen sie alle wieder auf festem Boden, sogar die 3 Mädchen die eben noch auf dem Dach waren. Gemeinsam blicken sie zu dem großen Schild auf, das über dem Eingang des Gebäudes prangt. Ein großer wuchtiger Kessel über stilisierten gelben und roten Flammen. Aus dem Kessel steigen grüne und violette kringelnde Rauchschwaden und Blasen auf. Ein großer archaischer Schriftzug über dem Kessel: VOODOOTOPF.
Die alte Trollfrau steht auf ihrem Stock gestützt neben den beiden Männern und blickt voller Stolz zu dem Gebäude auf, das Baby auf die Hüfte gestützt. Wer genau hinschaut, erkennt dass sie Tränen in den Augen hat.
„Jetz’ wirds ernst, Bro.“, Daji klopft seinem Freund kameradschaftlich den Rücken und Zann nickt langsam. Er schluckt einmal schwer. Das Erbe seines Bruders konnte… wollte er nicht antreten. Ob er dem Erbe seiner Mutter wohl gewachsen ist?
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Überall in Orgrimmar, Durotar und auf den Echoinseln rennen eine Horde Trollkinder verschiedenster Altersklassen herum, die Flyer verteilen und überall dran kleben oder festnageln, wo sie gerade so dran kommen. Der eine oder andere Grunzer ist schon völlig entnervt von diesen vorwitzigen Querulanten.
Lange ist es her, doch die guten Zeiten aus Ratschet sind nicht vergessen und so erstrahlt der Voodootopf ab sofort im neuen Glanz aber mit altem Charme!
Ob groß, ob klein, ob untot, quicklebendig, mit Fell, spitzen oder fehlenden Ohren – ihr seid herzlich im Gasthaus VOODOOTOPF willkommen!
Doch seid gewarnt! Der Voodootopf steht unter dem Schutz der Knochenbrecherkohorte. Wer Ärger sucht, wird sich rasch wünschen zu Hause geblieben zu sein.
Wir suchen kurzfristig noch hilfsbereite Personen, die sich als Kellner oder Entertainer verdingen wollen. Meldet euch!
Wann: Sonntag, 10.05.26, ab 20.30 Uhr
Wo: Nachbarschaft Klingenschluchtküste, Haus Nr. 19 Haus von Tikaji
(Wie komme ich dahin? Fügt mich als B-Net-Freund hinzu Jinjan#2517 , rechtsklickt auf meinen Namen in der Freundesliste, Häuser anzeigen, 19 Klingenschluchtküste auswählen und Haus besuchen anklicken. Oder flüstert jemand von der Knochenbrecherkohorte am Eventabend an um in eine Gruppe geladen zu werden. )