Kurzgeschichte - The Void Between

Blizzard hat eine neue Kurzgeschichte “The Void Between” veröffentlicht um Umbrics Hintergrundgeschichte und seine Beziehung zu Rommath beleuchtet.

An sich hat mir die Geschichte gefallen und wie sie Umbrics Gedanken und seinen Grund, warum er sich überhaupt mit der Leere einlässt, beleuchtet.
Auch dieses Gefühl von persönlichen Betrug, das Rommath erst mit Dar’Khan Drathir und dann später seiner Meinung nach auch von Umbric erfährt, erklärt auch mal, warum sich immer so speziell verhält. Etwas lächerlich finde ich, dass sich die Blutelfen, nach allem, was sie getan haben, so wegen dunkler Magie aufführen. Die haben da keinen wirklich guten Ausgangspunkt um sich zu beschweren, bei allem was sie getan haben.

Das führt mich aber zu meinem nächsten Punkt: Alles was Rommath sagt zu Leere, Umbrich und ca, hat keinen Wert mehr. Es kommt wegen seiner persönlichen Nähe zur Sache nicht mehr von einem rationalen Standpunkt, was das Ganze halt irgendwo lächerlich macht.
Und das auch ganz ohne diesen “and they were roommates” vibe, den casual Umbric ist Bi drop und den Taschentücher, die Rommath verteilt, als wäre er eine mittelalterliche Maid, die ihre Gunst verteilt.

Wie fandet ihr die Geschichte?

Komm’ momentan nicht so wirklich zum entspannten Lesen. Hab daher nur den Anfang erst gelesen. Insofern nur ein kurzer Gedanke zum Anfang:

Rommath ist der Student, der brav auf die Professoren hört und die meiste Zeit ‘nen Stock im A*** hat. Die anderen beiden haben da eine größere Neugier.

Ich musste unwillkürlich an mein Lieblingshörspiel “Ghostsitter” denken: “Bedenke den Spaß!”

Ich muss sagen, ich fand sie echt gut - leider kam sie 8 Jahre zu spät.
Ich mag Umbric, auch, wenn ich die Introduction der Ren’dorei grauenhaft fand, ein Haufer inkompetenter Blutelfen, die mehr abbissen, als sie kauen konnten :sweat_smile:

Insbesondere Rommath ist mir durch die Geschichte sympathischer geworden und ich finde ihn stimmig geschrieben.

Na ja, aber genau darum geht es doch im Grunde. Die Hochgeborenen und der Brunnen der Ewigkeit, Dar’Khan, der die Leere nutzte, Kael’thas, der auf Felmagie zurückgriff… die Elfen haben wieder und wieder sorglos und unbedacht gehandelt und damit Azeroth in Gefahr gebracht. Da ist es doch nachvollziehbar, dass Rommath in dieser Hinsicht eine 0-Toleranz-Politik fährt - er war auch schon bei der Purge of Dalaran der einzig rationale, praktisch agierende Blutelf. Wenn man ihm etwas vorwerfen kann, dann eigentlich nur, dass er aus der Vergangenheit gelernt hat und lieber kein Risiko eingeht.

Das macht das Ende der Kurzgeschichte ja so bedeutsam. Bis dorthin dachte man, Umbric sei für Rommath nur irgend ein Dulli unter den Magistern gewesen, nun wissen wir, dass die beiden Kollegen und sogar befreundet waren.

Ich fand es für eine Shortstory absolut in Ordnung. Pures Character Building, um die Charaktere für Midnight besser zu beleuchten - aber optional und nicht essenziell, um die kommende Story zu verstehen.

Wie gesagt, so übertrieben würde ich es nicht formulieren, man darf nicht vergessen: Rommaths Haltung hat ihn zum Großmagister von Silbermond gemacht - Umbric hingegen wäre mit seinen Followern als Lamm auf der Schlachtbank der Astralen geendet, hätte es Alleria nicht gegeben.

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War er nicht Großmagister weil er Keal’Thas Vetreter war und praktisch die Felkristalle nach Silbermond brachte? Oder wurde das retconed?

Und dennoch wird Umbrics Wissen um die Leere gerade benötigt.
Hinzu kommt eben noch dass Umbric eben so weit gegangen ist wie er ist weil er und seine Gefolgsleute bereits verbannt waren.

Ich meine ernsthaft, was hat Rommath gedacht? Das Umbric sich denkt er hört besser auf, nachdem er verbannt wird?

Wären Rommath und Lor’Themar nicht ständig so Verbannungsfreudig hätten sie zumindest Kontrolle gehabt wie weit Umbric mit seinen Forschungen gehen kann.

Statt dessen schmeißt man sie raus und chauffiert sich dann später drüber dass sie weiter geforscht haben und sich der Fraktion anschlossen die deren Forschung unterstützt und ihnen mehr bei bringt.

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Ja, allerdings hat er stets überlegt gehandelt und auch nicht rausposaunt, dass Kael’thas damals mit Illidan zusammenarbeitete.

Die Magister von Silbermond waren quasi mit der verzweifelten Aufgabe betraut, Abhilfe für die Magiesucht zu finden, ohne faule Kompromisse ging es da vermutlich gar nicht. Wer weiß, vllt. ist er da jetzt auch Hardliner, weil er selbst diesen Weg ein Stück weit mit gegangen ist.

Und das ist es, was die Magister von Silbermond verbindet - sie gehen ihre eigenen Wege, aber alle mit dem Bestreben, die Heimat retten zu wollen. Rommath geht auf Nummer sicher, Umbric will die Leere nutzen und Astalor Blutschwur sucht über die “Pein” einen Weg, vom Sonnenbrunnen loszukommen.

Rommath hat sich gedacht: “Wenn du den Mist schon machst, dann nicht in der Nähe unseres Brunnens” - daher das Exil, er war es ja, der Lor’themar davon abgehalten hat, Umbric hinrichten zu lassen.

Auch, dass er letztlich die Anwesenheit der Leerenelfen toleriert, sagt ja schon einiges aus.

Wie ich hier ja schon öfter sagte, bin ich auch kein Fan von der Introduction der Ren’dorei - aber angesichts der Bedrohung (und seiner Verbundenheit zu Umbric) finde ich Rommaths Handeln schlüssig.

Wäre Alleria nicht gekommen, hätte der Vorfall im Telogrusrift auch mit einem Portal nach Silbermond schief gehen können - vielleicht sogar erst Recht. Macht letztlich keinen großen Unterschied.

Aber das Storytelling in BfA war ja auch ziemlich chaotisch; ich denke, wir können in dem Punkt übereinstimmen, dass die Geschichte sinniger hätte erzählt werden können.

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Das könnte man durchaus argumentieren… wenn er nicht genaz so streng gewesen wäre, während er gerade Illidaddys tolle Techniken nach Quel’thalas brachte.

Ich bleibe dabei. So nett die Story auch war, seine persönliche Verbindung zum Umbric schwächt seine Argumentation, da es jetzt nicht mehr so aussieht, als käme das irgendwie von einem objektiven Standpunkt, sondern einem emotionalen.

Auch wenn ich bisher nur den Anfang der Geschichte, bis zum Leerenexperiment, gelesen habe, würde ich auf jeden Fall eine persönliche Note zwischen Umbric und Rommath mit einbeziehen.

Mit Dar’khan war es auch etwas persönliches. Der wurde mit Lorthe und Liadrin von Trollen gefangen genommen und gefoltert. Danach drehte er ab. Glaub Rommath nahm ihn unter seine Fittiche und zeigte ihm erst die Verteidigung Silbermonds.

Ist neben der Sicherheit Silbermonds für mich nicht abwegig, wenn er zum wiederholten Mal einen Verrat eines Freundes befürchtet und entsprechend hart reagiert.

Das er seine Meinung ändert, nun es hängt eben von der Unterstützung ab, die man mitbringt.