Als jemand, der BfA und SL für den absoluten Tiefpunkt WoWs hält - und ja, ich war bei Cata und WoD dabei - war ich von Sylvanas in der Einleitungsstory von Midnight positiv überrascht. Natürlich haben wir auch dort keine Shakespeare’sche Charakterzeichnung gesehen, aber ihr Handeln machte Sinn. Sie vermittelte glaubwürdig den Eindruck, verstanden zu haben, dass sie in bester Absicht an Rädern gedreht hat, die deutlich zu groß für sie waren und jetzt versucht, im Rahmen des Möglichen die Sache auszubügeln.
Vor dem Hintergrund des narrativen Super-GAUs, aus dem die ganze Sache entstanden ist, war das solide Erzählkunst. Gerne mehr davon!
Aber musste ja klar sein das es mit Sylvanas weiter geht
Btw. blaue Augen steh’n ihr nicht
Mal gespannt wann man sie zu Midnight zu sehen bekommt, erst einmal scheinen die Blutelfen und die Armee des Lichts im Vordergrund zu stehen, so wie die Leerenelfen
Ob die wirklich wiederkommt? Ich hatte eher das Gefühl, dass es sich um die Übergabe des Staffelstabs auf die nächste Generation bei den Windläufern gehandelt hat. Sylvanas hat ja ihrem Neffen direkt gesagt, dass er jetzt als ein Windläufer mit der Verteidigung Silbermonds dran ist.
Naja, eigentlich sollte eine Seelenvereinigung keine körperlichen Veränderungen bewirken. Aber es sind Amis, bei denen muss so eine Veränderung auch äußerlich sichtbar werden, damit es auch jeder mitkriegt: die ist jetzt eine ganz andere, weil sie blaue Augen hat.
Da waren sie auf jeden Fall die bösen, weil beeinflusst von der Legion und von Dämonenblut. Damals kam man damit noch aus, da musste es kein kosmisch einmalig übermächtiger Bösewicht sein. Nein, da waren es normale Orcs, bißchen verstärkt mit Dämonenblut, bißchen manipuliert von einem der ihren, das reichte für ein Spiel plus Fortsetzung, erst im dritten Teil dann kam die Legion selber.
Finde ich gut, dass sie da hin zurück wollen. MoP war wegen dem Setting ja nicht allseits beliebt, aber ein megagut erzähltes Addon, welches ganz ohne kosmisch bedeutsame Bösewichter auskam. Im Grunde war der Endgegner nur die Überreste eines toten Alten Gottes. Zuerst die Shas, und dann das Herz. Wie viel man doch machen kann aus einem toten Alten Gott.
Hm.. nicht ganz, soweit ich mich erinnere. Noch in WC3 hieß es, dass Orcs durch das konsumierte Dämonenblut selbst im grünhäutigen Zustand noch an einer Art Adrenalinsucht litten, die regelmäßiges Kämpfen notwendig machte um nicht in einer totalen Lethargie zu verfallen. Dieser „Fluch“ wurde erst mit dem Opfer Groms und des Todes von Mannoroth gebrochen, sodass betroffene Orcs ab da nicht mehr zum kämpfen und prügeln gezwungen waren und theoretisch auch ein Leben als einfache Viehzüchter hätten führen können.
Aber wie man weiß lassen sich alte Gewohnheiten nur schwer ablegen, selbst wenn es keinen objektiven Grund mehr gibt um ihnen auch weiterhin nachzugehen.