Hearthstone wird langsam absurd

Moin zusammen,

fast von Beginn an bin ich dabei und liebte das Spiel. Es war noch nicht so komplex wie heute und machte eben Spaß.
Immer häufiger gab es Situationen, die ich einfach nicht verstehen wollte und z.T. bis heute nicht will. Das sind so Dinge wie Freeze Mage, Karten wie Reno Jackson, häufig Karten des Priesters, etc. gewesen. Inzwischen gibt es aber Sachen, die mich richtig aufregen und dazu zähle ich folgendes Beispiel:

Ich habe gerade von meinem Gegner (Druide) mit einem Manakristall folgende Kombo hingelegt bekommen:

  • Gibberling
  • Gewitterblüte
  • Niedliche Verseuchung
  • Marsuuljunges
  • Gewitterblüte
  • Macht der Wildnis > alle +1/+1

Ergebnis: 6x 2/2 Diener, 1x 1/1 Diener und der Gegner hatte als Sahnehaube seine Münze noch auf der Hand. Als Paladin ohne Münze habe ich es nicht mehr bis zur Weihe in Runde vier geschafft. Auch sonst war absolut nichts möglich.

Auch in Runde zwei einen Van Cleef mit 10/10 vorgesetzt zu bekommen, finde ich nicht witzig und ähnlich bescheuert.

Und alle 4 Monate 80 Euro ausgeben (zuzüglich Erweiterungen), um die Decks noch alle spielen zu können? Nein danke…

Mich interessieren eure Meinungen dazu. Bitte gebt ordentliches Feedback und werdet nicht auslassend

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Aggro Druid ist aktuell eine Pest sowohl in Standard als auch Wild, da muss Blizzard etwas gegen machen.
Den Van Cleef kann man jedoch gut kontern und stellt somit kein großes Problem dar, da der Rogue auch viele Ressourcen dafür verballert.

Du musst gar kein Geld für Hearthstone ausgeben, es ist f2p. Ich bin z.B. ein f2p Spieler und habe eine riesen Auswahl an Decks (Dabei hilft es auch, dass ich Wild spiele, weil ich dann nicht jedes Jahr meine halbe Sammlung verliere).

Ich kann zwar nicht jedes Deck spielen aber ich will auch nicht jedes Deck spielen, so bin ich z.B. nicht interessiert an einem Secret Mage, da ich die Spielweise des Decks einfach nicht mag und durch solche Reduzierungen weiß man auch recht gut, welche Karten man gerne hätte oder bräuchte für seine Decks um gezielt die Packs zu kaufen oder die Karten herzustellen.

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Diese Combo direkt zu Beginn in Turn 1 ist halt sehr sehr selten und daher auch, meiner Meinung nach, kein Problem.
Es ist frustrierend sowas in Turn 1 vorgesetzt zu bekommen, allerdings sind das so die Ausnahmen.

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Spiel BG dann weißt du was absurd ist. Der Modus ist noch mehr Brocken als Standart.

BG ist viel zu langweilig auf Dauer. Den ersten Monat war es noch ganz spaßig, seitdem Spiel ich nicht mal mehr die Quest dort bzw starte die Runde und gebe einfach 2x direkt auf um die 60 Gold zu bekommen.

Das Problem ist das es 0 Balance hat.

Vor allem kann sowas auch ein Shimpanse spielen. Das ist wirklich mal ein Deck, bei dem man sich nebenbei bei die Fußnägel schneiden und dabei noch seine Lieblingsserie gucken kann.
Ich keine 100 andere Decks, da macht das Verlieren mehr Spaß, als mit diesem Deck zu gewinnen. Sollten sowas die Zukunft von Heathstone sein, hör ich damit auf.

Bei mir war die Combo des Gegners etwas anderes aber genauso nervig:

  • Zuerst spielt er 2x „Riesenwuchs“ (jeweils +2/+2 für alle Diener im Deck)
  • Dann „Südmeerdeckmatrose“.
  • Der ruft aus dem Deck „Käpt’n Glubschauge“ und aus der Hand „Fallschirmbrigantin“.

Dann noch die Münze und „Zeichen des Lotus“. Kurz gesagt: In Runde 1 legt er auf das Board:

  • Käpt’n Glubschauge 5/5
  • Fallschirmbrigantin 3/3
  • Südmeerdeckmatrose 3/2

Tja, und nach seiner vierten Runde hatte er mich schon besiegt. Natürlich wird er nicht jedesmal so ein Glück beim Kartenziehen haben. Aber alleine, dass solche Combos möglich sind, sollte Blizzard zum Nachdenken bringen.

In Wild ist es doch dort ziemlich egal Mech Pala kann dort dich 4 Turn auch töten schon ewig und Odd/ Kingsbane Rogue genauso.

Dann hast du wohl in letzter Zeit kein Wild gespielt ^^

Die Meta ist dort aktuell Midrange lastig + Aggro Druid + Silas Warrior, alles andere sieht kein Land.

Silas Warrior hat mich dort aktuell nicht überzeugt habe dagegen 5 mal gespielt gewonnen immer ohne probleme.
Ansonsten was ich gesehen ist immer noch oft gleiche Mage, Priest, schami, Odd/kingb. Rogue und Odd/Mech pala

Roffle hat gestern über 4 Stunden Silas Warrior gespielt und die Combo 1 oder 2 mal hingekriegt…OP geht anders :rofl::sunglasses:

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Das erlebe ich anders. Priest funktioniert wie immer.
Komme auch sehr gut mit diversen anderen (nicht aggro) Decks voran. Reno Control Hexe, Cube Hexe, Nzoth Mage…

Mit Warrior ist unglaublich schwer auf 30 Armor zu kommen und genau dann auch die combo zu haben.
Gegner wissen oft du die combo spielst und der Mage counter dich einfach oft mit spellbender oder counter spell.
Ansonst meistens games habe gewonnen ohne Silas Otk.
Bei Warlock habe die combo kein einzigen mal geschaft immer ihrgendwas gefehlt oder 1 mana wenig :sob:.

Danke für eure rege Beteiligung. Ich nehme wahr, dass mich sowas nicht als einzigen aufregt. Natürlich gibt es auch noch weitere Combos, die ähnlich anstrengend sind. Auch wenn diese quasi immer eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit fordern, hat das für mich viel mit Balance zu tun. Eine schlechte Hand kann mal zur unausweichlichen Niederlage führen, die perfekte Hand des Gegners sollte dies meiner Meinung nach nicht.

Ich habe schon immer hauptsächlich Standard gespielt, weshalb mich die Geschwindigkeit der neuen Updates so nervt. Ich hatte schon vor, die Sammlung weiter auszubauen und auch Freude an den neuen Karten zu haben. Aber unter den Umständen sind die Zeiten - jedenfalls bei mir - sehr bald vorbei.

Den wilden Modus spiele ich nicht so viel, aber ja, da renen sie alle rum, die Perversionen dieses Spiels. :sweat_smile:

Und die, die noch ein wenig kreativ sind bekommen dann noch in allen Dingen nen rng A-Tritt.

Sturmi auf seinem Kreuzzug gegen den bösen Zufall.

Folge 237: Der A-Tritt ^^

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Spiele Hearthstone ja auch seit Release und seit 2016(?) nur noch sporadisch und das stimmt schon, dass Hearthstone immer „heftiger“ wird. Gerade in Wild hat das Powerlevel stark zugenommen. Embiggen Druide und der „neue“ Discard Lock sind jenseits von gut und Böse. Mit den Pausen dazwischen sieht man den rapiden Anstieg deutlich.

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Niemand hier wird verneinen können, dass HS durch den Powercreep mittlerweile auf einer anderen Ebene stattfindet als früher. Damals war ein Yeti ein guter Diener. Heutzutage haben wir einen Haufen Karten mit seinen Vanillastats und einer Upside. Dann gibt es natürlich noch Ausreißer wie die DKs, Shudderwock oder die Highlanderlegys, die allesamt so ein hohes Powerlevel haben, dass sie zu ihrer Zeit in Standard meta-defining waren.
Letztendlich hat der Powercreep irgendwo doch seine Daseinsberechtigung, denn niemand kauft sich Packungen von solch schwächlichen Sets wie Rastakhans Rambazamba. Es muss allerdings möglich sein, ihn zu kontrollieren. Ein Vorbild für Blizzard könnte hierbei Magic the Gathering sein. Aufgrund der physischen Natur von Magic sind nachträgliche Anpassungen besonders heikel, weshalb die meisten Karten ohnehin schon recht balanced sind, wenn sie dann in den Händen der Spieler landen. Für Blizzard gilt diese Vorsicht nicht und dementsprechend sehen dann auch die Karten aus.

Es wäre eine zu einseitige Sichtweise, alles von der Macht der Karten abhängig zu machen. Das Gamedesign hat sich über die Jahre ebenfalls verändert. In Classic gab es hie und da Zufallseffekte auf einzelnen Karten. Ragnaros, Sylvanas und der Mindcontrol Tech wären die bekanntesten. RNG konnte durchaus manchmal Spiele entscheiden, man wusste aber, welche Karten dafür verantwortlich waren und konnte dementsprechend vorausplanen.

Meiner Meinung nach hat die Entgleisung mit Old Gods begonnen und angesichts der Rückkehr von Yogg-Saron muss ich sagen, dass dieser Thread zum perfekten Zeitpunkt entstanden ist xD. Yogg-Saron ist die Inkarnation des Chaos und alles kann passieren. Manchen gefällt sowas, andere, zu denen auch ich gehöre, bekommen davon das Ko.tzen. Es gibt so viele Möglichkeiten, dass niemand für alle Eventualitäten vorausplanen kann. Manchmal wird das Spiel durch spektakuläre Ereignisse frischgehalten, oft ist es aber auch einfach nur frustrierend, wenn man plötzlich von 30 auf 0 Lebenspunkte runtergeknallt wird.
Blizzard macht im Moment aber keine Anstalten, vom RNG-Trip runterzukommen. Die Neuauflage Yogg-Sarons ist der einzige Beweis, den es dazu braucht. Es gibt sogar einen ganzen Gamemode in Form des BG, in dem noch viel mehr RNG als im normalen Spiel steckt.

Eine dritte Entwicklung, die parallel zum ansteigenden RNG-Faktor stattgefunden hat, ist die zunehmende Verbreitung von Discover und ähnlichen „Created by“-Effekten, die besonders seit dem letzten Jahr mit den Lackeys als leicht verfügbaren Ressourcengeneratoren auffällig geworden ist. Es gibt Decks, die eigentlich nicht mehr mit 30, sondern eher mit 100 Karten spielen. Das endlose Generieren neuer Karten führt wieder zu derselben Problematik wie das Yogg-Saron’sche RNG: Man kennt sich nicht mehr aus. Die erste DQ Alexstrasza kann man noch voraussagen, wenn man das Deck des Gegners kennt, aber spätestens bei der dritten fängt unser Verständnis von Wahrscheinlichkeit an, zu versagen.

Zusammen führt das am Ende dazu, dass die Zufallsmöglichkeiten und Schadenszahlen so groß sind wie noch nie. Das ist weder für den Casual, der nur 1x die Woche für 3 Runden reinschaut, noch für den Profi eine gute Entwicklung. Für Ersteren, weil durch das hohe Powerlevel der Decks nicht optimierte Meme-Listen noch weniger Chancen haben als ohnehin schon, für den anderen, weil das kompetitive Spiel unter dem vielen Created by und RNG leidet.

HS kann und soll als Kartenspiel nicht so berechenbar wie Schach sein, aber hier muss ich Sturmi recht geben, auch wenn wir uns nicht immer einig sind. Ich glaube zwar nicht daran, dass böswillige Blizzardianer uns in Licht- und Schattenaccounts einsortieren und unser Glück davon abhängt, aber ich weiß, dass das Spiel über die letzten Jahre eine besorgniserregende Entwicklung genommen hat. Das Fass ist am Überlaufen.Die Entwickler sollten beim Design von neuen Karten konservativer agieren, dabei aber auch nicht aus den Augen verlieren, was Hearthstone einst groß gemacht hat: Das leichte RNG, das für ein diverseres Spielerlebnis als bei anderen Genrevertretern gesorgt hat und gleichzeitig noch im Rahmen des Erträglichen war.

In der Zwischenzeit hoffe ich, dass sich sämtliche Spieler, die Yogg-Saron ins Deck packen, selbst mit dem Rod of Roasting abfackeln. In diesem Fall wäre ich sehr für eine Manipulierung der Wahrscheinlichkeiten durch Blizzard :smiling_imp:

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Ja, als ich diese Karte gesehen habe, hab ich auch Brechreiz bekommen.
Werde mir die neue Erweiterung auf keinen Fall kaufen, da es sein kann, das langsam der Abschied von diesen Spiel naht. Die Gründe stehen alle im Text von Feuerrabe. Toller Beitrag.

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