Refurbished-Modus

Weil hier im Forum wieder einmal eine Diskussion um das Entzaubern von wilden Karten aufgekommen ist und damit der Standard-Clan gegen die Wild-Dynastie meutern wollte, ist mir die Idee für einen neuen Modus gekommen: der Refurbished-Mode.

In diesem Modus neben Standard und Wild sind immer die Sets eines Jahres sowie zwei alte Sets und die Sets Basis und Klassik enthalten. Die Rotation erfolgt mit den Jahren (Jahr des Drachen -> Jahr des Eichhörnchenelchferkels). Dadurch, dass zwei Wilde Sets in der Rotation sind, gibt es auch zu Beginn eines Jahres bereits genug Karten für eine interessante Meta. Es ergeben sich meiner Meinung nach dadurch auch ganz andere Möglichkeiten als im Standard. Jedoch ist der Refurbished-Modus durch seine Beschränkung auf maximal sieben Sets auch nicht so extrem wie Wild (ich blicke auf dich, großer pöser Priester).

Und nun “Feuer frei”! Her mit euren Gedanken! Aber bitte nicht gegenseitig zerpfücken!

Wenn, dann würde ich das ganze noch dynamischer gestalten. Die beiden wilden Sets würde ich mehrmals im Jahr (aus-)wechseln. Evtl. mit jeder Einführung eines neuen Sets oder (um die Meta noch öfters aufzumischen) genau zur Halbzeit zwischen diesen.

Oder halt einfach im 3 Monatswechsel 5 zufällige Sets.

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Also so wie die aktuelle Arena?
Das Ding ist, wenn das ebenfalls rotiert und alle alten Sets drankommen können, dann stehst Du vor demselben Dilemma wie jetzt auch: Du willst nichts zerstauben, weil es irgendwann mal wieder legal wird. Die Leute, die alle Wildkarten zerstauben, tun dies ja, damit sie genug Staub für dem vermeintlich günstigeren Modus Standard haben. Das werden sie auch weiterhin tun, wenn es diesen “Refurbished Mode” gibt, denn dort vorbereitet zu sein gebietet ja weiterhin, nichts zu zerstauben. Also dasselbe wie Wild und as lehnen sie ja ab.

Big Priest ist da auch kein Argument, früher hieß es stattdessen “die ganze Zeit gegen SecretPala, nein danke” oder ganz generisch “kein Bock auch Belcher, Shredder und Dr7”. Wenns jetzt einen Refurbished Mode gibt, wird da auch ein Deck oben sein und dann wird darüber gemeckert. Und zwar egal ob es stimmt oder nicht, egal wie groß die Deckvielfalt tatsächlich ist, sie spielen es ja nicht und können es eigentlich nicht beurteilen.

Die Psychologie dahinter (und das gilt sicher auch für Wildspieler bezüglich Standard) ist wahrscheinlich die: Am teuersten ist es natürlich BEIDE Formate zu spielen, da das den größtmöglichen spielerischen Anspruch an die Sammlung hat. Als Wildspieler brauche ich viele Karten gar nicht, weil sie zu schwach sind für Wild. Wenn ich aber auch Standard spiele brauche ich auf einmal ganz andere Karten und 4 Monate später ist wieder was anderes angesagt.
Naja, und wenn man sich nicht beides leisten kann/will, fängt man halt an, sich das andere Format schlechtzureden, damit man sich besser dabei fühlt, nur für ein Format Kapazitäten zu haben. “Die Trauben hängen mir zu hoch” halt.

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Naja, wenn du es mit der aktuellen Arena vergleichen willst? Ich dachte eher daran, die aktuelle Arena und das aktuelle Standard in den Mixer zu schmeißen, auf den Knopf zu drücken und die rote Suppe, die dabei rauskommt, ist der Refurbished-Mode. Sicher kann jetzt wieder darüber gemeckert werden, dass man ja jetzt wieder seine wilden Karten nicht entstauben kann. Aber bitte nicht falsch verstehen: für diese Leute ist der Refurbished-Mode in meinen Augen nicht gedacht. Sondern für die Leute, die neben Wild auch Bock auf etwas mehr Abwechslung haben. Daher auch eine jährliche Rotation der eingesetzten wilden Sets. Sicher kann man auch darüber nachdenken, zu jeder neuen Expansion zu rotieren. Dann würde man jedoch eher davon sprechen, dass neben Basis und Klassik dann zwei wilde Sets und die aktuelle Expansion in der Rotation enthalten sind.

Achso. Nach Deinem Intro dachte ich Du wolltest beiden Fraktionen etwas bieten, was staubgünstig ist.

I.d.R. verweigere ich mich vor Stillstand, allerdings muss ich bei HS die Pokémon Begründung anführen.
Man kann/sollte nicht versuchen ein Konzept, welches funktioniert, durch Experimente zu verderben, denn das Fangen in Pkmn Go ist ja ganz niedlich, nur für die Hauptreihe absolut nicht geeignet, da die retro Fans es nicht wollen.
Genauso sehe ich es auch bei HS, es funktioniert so wie es ist ja ziemlich gut und wenn wir jetzt bestehende Modi durchwürfeln, dann ist zwar etwas neues da, aber im Endeffekt wird sich dann auch wieder jeder beschweren.
Lange Rede kurzer Sinn, wenn etwas verändern, dann nicht soviel, als das man das Grundkonzept komplett verwerfen müsste.

Was verwirft denn ein separater dritter Modus!? Hättest Du die “Pokemonbegründung” dann nicht auch zur Einführung von Standard anführen müssen?

Früher oder später MUSS ein drittes Format her. Standard wird immer das Zugpferd bleiben (müssen), alleine schon, weil hieran Blizzard verdient. Aber es bedarf Alternativen für alle, die gelangweilt sind und für die, die ihre alten Karten verwenden möchten. Wild aber wird auf lange Sicht unspielbar werden. Blizzard bingt ja weiterhin alberne Karten raus und in Wild sammelt sich alles. Magics Ur-Format, “Type I” bzw. “Vintage”, in dem man alles spielen darf, ist mittlerweile auch unspielbar (als Turnier) und ich sage das als jemand, der sowohl die Karten hat als auch dieses Format immer geliebt hat.

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Bei den Antworten frage ich mich echt, ob du überhaupt Standard spielst. Auch im Standardmodus sind sehr viele Decks, zumindest was den Kern der Karten anbetrifft, sehr lange spielbar. Viele waren das sogar im ganzen Jahr des Raben. Z.B. Odd Control Warrior war seit Boomsday durchgängig spielbar und selbst nach der Rotation sind die Corekarten und das Mechpacket (Dr. Boom, Omega Assembly, Zilliax, Dyn-o-matic) als Controldeck weiterhin spielbar. Rausrotiert ist neben Baku, für die es großzügige Kompensation gab, nur das Fatigue Packet (Elise, Zola, Direhorn Hatchling) und musste durch die Archvistin Elysiana ersetzt werden.

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Richtig, ich spiele kaum Standard. Meine Aussage war: A) man braucht für Wild andere Karten als für Standard und B) Der Release eines neuen Sets hat auf Standard einen höheren Einfluß als auf Wild. Es mag nicht “alles neu” sein, aber Metaverschiebungen finden häufiger statt und sind dramatischer. Genau das ist doch auch für viele der Grund, Standard zu spielen oder nicht? Nur geht das eben auch mit mehr Ansprüche an Deine Sammlung einher. Dafür ist der Kartenpool kleiner. Unabhängig von der Debatte, welches Format nun schwerer ist up to date zu bleiben bzw. welches nun teurer ist: Es sollte ja wohl einleuchtend sein, daß es am schwersten/teuersten ist, BEIDE Formate spielen zu wollen. Und das war meine Aussage. Gefällt Dir die Wortwahl nun besser?

Wenn man sich gezielt für jeden Modus einzeln Karten craftet ist es teurer das stimmt. Ich mach es immer so das ich mir eine “neue” Karte nur dann crafte wenn ich sie später auch in Wild spiele. Wenn es also eine Karte gibt die in meinen Augen nur in Standard Sinn macht und später in Wild dann doof rumliegt, dann crafte ich sie mir auch nicht.

Ich spiele im Prinzip beide Moden. Meistens natürlich Wild aber es gibt auch mal Phasen wo ich Standard spiele. Trotz das ich nichts gezielt auf Standard crafte habe ich absolut keine Probleme beide Moden zu spielen.

Ich spiele zur Zeit beides. Und genauso wenig, wie du Spieler nicht mehr hören kannst, die einem empfehlen alle Wildkarten zu entzaubern kann ich es nicht mehr hören, wenn du schreibst Standard ist endlos teuer und es damit begründest, dass man alle vier Monate einem neuen Trend nachrennen muss.

Wenn du es so stark auf die Topdecks zentrierst, dann ist es in Wild doch genauso. Meine Renocontroldecks (und auch mein BigSpell Mage und Odd CW) sind jetzt gegen BigPriest, der jetzt zwei neue Spielzeuge bekommen hat, gnadenlos unterlegen, und gegen die BigPriest Counterdecks wie Kingsbane Rogue oder Aluneth Mage hängt es maßgeblich davon ab, wie gut die ziehen, d.h. die sind keine Freewins. Nur weil Wilddecks nie rotieren heißt das nicht, dass man nicht auf Metaveränderungen reagieren muss.

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Liest Du mit Absicht vorbei, Irini?
Ich hatte meine Aussage extra für Dich zusammengefaßt:

Unabhängig von der Debatte, welches Format nun schwerer ist up to date zu bleiben bzw. welches nun teurer ist: Es sollte ja wohl einleuchtend sein, daß es am schwersten/teuersten ist, BEIDE Formate spielen zu wollen. Und das war meine Aussage.

Diese schließt die Frage, welches Format teurer ist, explizit aus! Beide Formate zu spielen ist teurer als nur eines, widersprichst Du dem?
Neue Karten haben weniger Impact auf Wild, widersprichst Du dem?
In Standard muß man ergo öfter/stärker/schneller reagieren, wiedersprichst Du dem?
Wenn die Antwort dreimal „nein“ lautet, bist Du nur am Wortklauben, denn das sind meine Kernaussagen, die ich explizit wiederholt hatte.

EDIT

Die Aussage ist so trivial, dass ich gar nicht näher darauf eingegangen war. Aber speziell die Behauptung in deiner Begründung, auf die ich eingegangen bin stört mich und nicht die Aussage an sich.

Du kannst das nun als Wortklauberei abtun und hier Schluss machen, aber ich gehe mal auf die anderen Punkte noch ein.

Das kommt darauf an, welches Sorte Decks man spielt. Bei proaktiven Decks: Nein, die meisten funktionieren auch ohne Veränderungen über lange Zeit. Reaktive Decks muss man in Wild genauso oft ändern wie in Standard auch.

Ja. Die letzten Erweiterungen hatten vergleichbaren Impact. Witchwood hatte Odd und Evendecks, Boomsday hatte Staraligner Druid und Odd CW. Rastakhan brachte Pirate Kingsbane. Außerdem hatte Mechathunlock nach einigen Nerfs an Beliebtheit gewonnen.

Die Rotation brachte immer den größten Einfluss und die betrifft nur Standard.

Alle Aussagen von oben sind nicht für die Ewigkeit, denn einige der stärksten Karten aller Zeiten (DK, Cube, Odd/Even) sind aus Standard raus und neue Karten müssen nicht zwangsweise auch Wild über den Haufen werfen müssen, um Einfluss auf Standard zu haben.

Seufz.
Natürlich ist die Aussage trivial, aber essentiell für das, was ich weiter oben sagte: Wer keine Kapazitäten hat, beides zu spielen, wird auch für dieses neue Format zu wenig haben. DAS wiederum war noch relevant, als ich davon ausging, TigerAge wolle beide Fraktionen zusammenbringen in einem stabgünstigeren Format. Dieser Irrtum wurde bereits im siebten Post festgestellt und damit ist diese Pedanterei zwischen uns komplett sinnbefreit.

Zusammenbringen ist vielleicht zuviel gesagt. Mein Gedanke lag eher darin, einen Anreiz zu schaffen, nicht gleich alle aus Standard rotierenden Karten entzaubern zu wollen. Denn oft ist das Gejammer dann gleich nochmal so groß. Aber vielleicht bin ich als typischer Sammler auch einfach etwas vorbelastet mit meiner Meinung.