FedEx - Vorlageprovision

Hallo liebe Leute,

ich habe mich dazu entschieden, einige Sachen im Blizzard-Shop zu bestellen. Sie kamen auch schnell und ich bin mit der Ware sehr zufrieden.

Nun eine Woche später erreicht mich eine Rechnung von FedEx. Ich soll Steuern (12,73 €) und Vorlageprosivion (12,50 €) zahlen.
Einer kurzer Blick im BLizzard-Store zeigt mir, dass die Steuern tatsächlich nicht im Kaufpreis enthalten sind. Daher habe ich den Betrag in Höhe von 12,73 € soeben angewiesen.

Wieso ich jetzt aber die Vorlageprovision zahlen soll, erschließt sich mir nicht. Ich habe der Forderung widersprochen.
Schlussendlich ist man natürlich am Ende immer der Doofe, der sich selbst hätte vorher informieren MÜSSEN. Aber in einem Land, in dem Verbraucherschutz groß geschrieben wird, sollte es ein Unding sein, dass man Gebühren an unseriöse Unternehmen abdrücken muss, die fast 100% des „verauslagten“ Betrages entsprechen.

Ich werde die Forderung jedenfalls nicht bezahlen und ich bezweifele, dass eine Klage (FedEx müsste 105,00 € Gerichtskosten verauslagen) wirklich wirtschaftlich für das Unternehmen wäre. Doch wie sind eure Erfahrungen zu diesem Thema?

Sollte Blizzard nicht deutlicher darauf hinweisen? Ich mein klar heißt es dort:

"11 IMPORT DUTY

If you order Products from Blizzard’s Gear Store for delivery outside the United States they may be subject to import duties and taxes which are levied when the delivery reaches the specified destination. You will be responsible for payment of any such import duties and taxes. Please note that we have no control over these charges and cannot predict their amount. Please contact your local customs office for further information before placing your order."

Aber es könnte ja zumindest einen Hinweis geben bzw. nach der Bestellung nach Deutschland eine automatische Mail kommen, in dem steht „Hallo, wir arbeiten übrigens mit FedEx zusammen. Die sind eine Abzockerfirma. Meldet eure Ware schonmal beim Zoll an und bezahlt sofort. So erspart ihr euch einen Betrugsversuch auf eure Kosten“.

Ich mein „Please note that we have no control over these charges and cannot predict their amount.“ Ist ja wohl schlecht gelogen. Es ist ja ein leichtes herauszufinden, wie hoch die Gebühren durch FedEx berechnet werden. Hinterher ist man eben immer schlauer. :slight_smile:

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Das Geld zieht FedEx ein, es sind aber Zollgebühren. D.h. diese “Abzockerfirma” erhebt diese Kosten nicht. Ansonsten müsstest du selber an die Grenze fahren und die Ware einlösen :wink:

(Überspitzt ausgedrückt)

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Die “Zollgebühren” sind die Steuer, die Umsatzstuer und die geht an den Zoll. Die “Vorlageprovision” erhebt sehr wohl FedEx. Da sie ja so nett waren, die Steuern gegenüber dem Zoll zu verauslagen.

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Siehe es als Servicebeitrag.
Ich importiere mir öfter auch mal Konsumgüter über 100 EUR und eine Sache beim Zoll abzuholen ist eine sehr langwierige und nervenzermürbende Sache…
Ich finde es gut das fedex sowas anbietet - auch wenn man vorher gerne gefragt werden möchte bevor die das von sich aus verfügen

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Wo ist jetzt das Problem?

Auf https://us.battle.net/support/en/article/000131888 heisst es ausdrücklich:

All orders are shipped via UPS or FedEx except for physical authenticators within the continental US — these are shipped for free via USPS. There may be additional import duties and taxes when shipping internationally. Check with UPS and FedEx for a list of locations they ship to and additional fees that may apply. Blizzard Entertainment has no control over these fees.

Also wieder mal: wer lesen kann hat Vorteile… Die Forderung besteht deshalb wohl zu Recht.
Ich glaube auch, daß FedEx sich kaum groß mit Dir wg. der 12,50€ herumärgern wird. Die werden die Forderung ganz einfach an ein örtliches / europäisches Inkassounternehmen veräussern… …und DIE melden sich dann bei Dir.

Dann kommen noch die Inkassogebühren, ggf. Mahnbescheid + Mahngerichtsgebühren und Gerichtsvollzieher hinzu ( bei besonders hartnäckigen Fällen) - dann kannst Du locker 300% bis 400% draufschlagen. Selbst so erlebt.

Viel Spaß beim Aussitzen…

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Danke für den Lacher.

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Hier gilt übrigens Speditionsrecht. Solange nix bezahlt ist, kann das Transportunternehmen deine Ware zurückhalten. Falls Sie schon ausgeliefert haben, musst du trotzdem zahlen. Und dazu noch die weiteren Kosten wie zB Mahnkosten, Zinsen etc.

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man die Klappe nicht so weit aufreißen. Egal bei welchem Thema :wink:

Da keine Willenserklärung des Empfängers vorliegt, ist die Sache doch etwas komplizierter.
Die Vertragspartner sind weiterhin Der Blizzard Store und das KEP Unternehmen.
FedEx legt die Einfuhr UST und ggf… Zollgebühren aus und das ist eine reine Serviceleistung. Der Empfänger sollte hier in der EU die Wahl haben, ob er es selber vom Zoll abholt oder ob er sich Zeit und Nerven spart und es direkt mit Fedex abwickeln lässt.

Mir persönlich ist meine Zeit zu wertvoll bis zu drei Stunden im Zollbüro zu sitzen, bis ich mein Paket endlich in den Händen halten kann und nutze deswegen sehr gerne den Fedex Service

Edit: Man kann sich beim Zoll ein Konto einrichten und dann wird die Einfuhr UST und die Zollgebühren via SEPA direkt eingezogen ohne Servicepauschale. Fedex bringt es dann natürlich trotzdem bis zu eurer Haustür

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Sehe ich auch so lieber die 12,50 € als erfahrung abhaken.

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Also FedEx hat ungefragt für dich Zoll bezahlt, ja?

Genau das Gleiche ist mir 2015 passiert mit einer Bestellung aus den USA. Hab mich damals ein bisschen darüber schlau gemacht. Sofern sich da nichts grundlegend geändert hat:

Die Provision musst du auf keinen Fall zahlen, denn du hast FedEx nicht beauftragt. Schreib ihnen das, und du wirst eine neue Rechnung bekommen, in der sie nur ihren vorgelegten Zoll-Betrag verlangen. Die kannst du bezahlen, und dann ist die Sache gegessen. Oder wenn du ganz dreist oder neugierig bist, auch nicht. Ich hab das damals ausgetestet: Es kam nach einer Weile eine Email von einer Inkasso-AG. Denen schreibst du nochmal, dass du FedEx nicht beauftragt hast. Und dann ist Ruhe.

Hab nochmal nachgeschaut, ich hab FedEx damals das hier geschrieben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beziehe ich mich auf Ihre Rechnung mit der Rechnungsnummer xxxxxx vom xx.xx.2015, die ich gestern, am xx.xx.2015 erhalten habe.

Hierin verlangen Sie eine Vorlageprovision iHv. 12€ und außerdem EUST iHv. 10,02€. Diese Forderungen sind nicht begründet, da Sie von mir keinerlei Verzollungsvollmacht erhalten haben, um eine Verzollung automatisch durchzuführen. Aus diesem Grund widerspreche ich dieser Rechnung, auch mit Verweis auf die Pressemitteilung 58/2003 der Verbraucherzentrale (link leider nicht mehr aktuell)."

Allerdings finde ich die Pressemitteilung nicht mehr. Falls du genug Energie hast, solltest du dich informieren ob sich da zwischenzeitlich etwas getan hat.

Im Übrigen scheine ich Glück zu haben mit meiner Stadt, wenn ich lese was oben so zum Thema Zoll geschrieben wird. Ich hole ständig Sendungen ab ohne großen Aufhebens, das letzte Mal erst heute Morgen :smiley: Ich gehe hin (10min mit dem Bus), hab meistens 0-5min Wartezeit bis ich drankomme, dann etwa 5min bis die Rechnung mir erstellt wird, dann zahlen und fertig.

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Danke für die Info. Etwas derartiges habe ich auch geschrieben.

Zwar war das meine erste Sendung aus den USA, jedoch habe ich bereits öfter etwas in der Schweiz bestellt. In diesem Fall musste ich auch die Steuern nachzahlen. Diese konnte ich aber tatsächlich in Bar direkt beim Boten begleichen.

Ich überlege tatsächlich auch eine Strafantrag wegen Betruges zu stellen.

Ach, du hast schon geschrieben. Ja dann abwarten.

Wat, warum. Würde ich lassen.

Das ist nicht die Regel, und ob das passiert hängt zB davon ab wie gut der Absender dein Paket beschriftet hat. Wenn es in Dtl ankommt, wird geschaut ob die Informationen die beiliegen ausreichen (bzw. glaubhaft genug sind), dass der Zoll vom Postboten eingesammelt werden kann. Wenn Informationen fehlen, landet es eher beim Zollamt, und du musst anschließend mit der Rechnung dort hingehen um es abzuholen.

Hab nun das selbe Problem, ich hatte Fedex widersprochen, das ich keine Vollmacht über eine Vorlageprovison gegeben hatte. Ich kam nie eine Antwort darauf zurück bis heute. Nun erfahre ich das die 6.39 Zollgebühren offen sind. Hab aber keine Mahnung vorher bekommen oder sonstiges. Nun hat mir die Inkasso geschrieben das ich 84.32 bezahlen solle.

Das Zustellen einer schriftlichen Mahnung ist absolut nicht zwingend notwendig. Wenn auf der Rechung z.B. ein konkretes Datum steht zu dem die Forderung beglichen werden muß - dann bist Du automatisch im Verzug, wenn Du diesen Termin X um einen Tag überschreitest.
Der Gläubiger kann dann gleich auch Verzugszinsen lt. §288 BGB anrechnen…
Verzugspauschalen (Mahn-/Verwaltungsgebühren o.ä.) sind -auch wenn viele Firmen/Mahner die erheben- rechtliche Grauzone und müssten von Fall zu Fall geklärt werden (am Besten von einem Anwalt).

Mein Tipp: Anwalt nehmen… optimalerweise einen der sich mit Inkassorecht bzw. Zwangsvollstreckung etc auskennt. Könnte sonst ärgerlich werden. Kommt erst ein Mahnverfahren in Gang (geht bei inkassobüros schnell… sehr schnell) hast Du recht schlechte Karten…
Falls Du eine Rechtsschutzversicherung hast, haben die ab und an auch so eine kostenfreie Hotline… Da könntest Du dies ggf. erstmal unentgeldlich grob abklopfen.
In einigen Städten gibt es auch Verbraucher- und/oder Schuldnerberatungen wo man auch die rechtliche Situation kostenfrei erfragen kann … (WENN man einen Termin bekommt und WENN die nicht schon “eingespart” wurden)

Aber - um Gottes willen- nicht (!!) das Inkassoschreiben ignorieren.

:woman_shrugging: :man_shrugging:

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Das ist das schlimmste was man machen kann, den Kopf in Sand stecken, aber wie du schon sagtest, viele haben Angst vor ein Inkasso Unternehmen (gibt auch viele unseriöse), von daher Zahlen die meisten sofort, aber ich würde mich vorher auch erstmal Beraten lassen.
Wäre das nicht ein Fall für die Verbraucherzentrale ?

Wie heißt es so schön: Recht haben, und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Dinge.

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Aber ganz bestimmt…

Wäre eine Maßnahme… Wie ich schon schrieb:

Aber nicht um sich über den Vorgang zu beschweren (das bringt nämlich nichts, weil die Forderung erstmal im Raum steht und ER die Fristen missachtet hat), sondern um ggf. erstmal eine rechtliche Beratung zu dem vorliegenden Fall zu bekommen. Das hätte m.E. erstmal Priorität…

Rein rechtlich besteht erstmal eine Forderung gegen Ihn, der er unter Umständen damals formell nicht richtig widersprochen hat (= akzeptiert). Der dann von ihm erfolgte Zahlungsverzug hat seine Position eher verschlechtert.
Er hat gerade die schlechteren Karten… :man_shrugging: (Ein bisschen kenne ich mich mit Mahnverfahren / Mahnbescheid aus…)

Kein Grund in Panik zu verfallen - aber eine Rechtsberatung sollte er auf jeden Fall in Anspruch nehmen (egal wo - aber am Besten nicht im Internet und auch nicht bei „Kumpels, die mal was gehört haben“).

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Oh sry überlesen :slight_smile:

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Noch kurz ein Wort dazu: Inkasso erlebt heutzutage einen Boom. Für die Gläubiger ist das ein einfaches Outsourcing. Die meisten Inkassounternehmen sind heute absolut professionell und äusserst gut geschult. Das sind Fachanwälte im Zwangsvollstreckungsrecht… Profis…
Die Mitte 2014 erfolgten Gesetzesreformen im " Gesetz zur Bekämpfung des Zahlungsverzuges im Geschäftsverkehr" haben die Positionen der Gläubiger und Inkassounternehmen nachhaltig gestärkt.
Die Inkassos spulen routinierte Prozeduren ab und man kann sich sicher sein, daß ihnen keine formellen Fehler unterlaufen.

Was denkst Du, was sich FedEx -als globales Unternehmen- für ein Inkassounernehmen nehmen würde?

Den Profi ? …oder tatsächlich den dumpfen „Moskau-Inkasso-Mobster“ aus´m TV?

Wer aus den USA importiert, dem rate ich, die Finger von Fedex zu lassen!

Irgendwie klar, dass Blizzard mit dieser **** Firma zusammen arbeitet.

Fedex ist nicht sauber, das sollte mittlerweile bekannt sein.

Ohne guten Anwalt kommst du aber um diese Kosten nun nicht mehr herum.

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Hallo, dass Problem ist, dass du die Zollgebühren nicht beglichen hast. Natürlich kannst du gegen FedEx’ horrende Forderungen vorgehen. Die Zollgebühren erhebt aber nicht FedEx sondern der Zoll. Diese musst du ohnehin tragen. Wenn du dir die ursprüngliche Rechnung ansiehst, wirst du feststellen, dass die Rechnung aus zu 2. Beträgen besteht. Und vermutlich will das Inkassobüro auch nur die Zollgebühren und nicht die FedEx-Bearbeitungspauschale richtig? Daher hatte ich damals auch geschrieben, dass die Zollgebühren natürlich an FedEx überwiesen haben. Da musst du jetzt leider durch.