[A-RP] Alteracs Blutadler


#1

IC-Teil

Der leblose Körper eines Orcs wird auf den Haufen geworfen. Der Ausrüstung beraubt, kann man nicht einmal mehr erkennen, welchem Clan dieser wohl angehörig war. Der Leichenberg häuft sich. Auf dem blutigen Schlachtfeld liegen die Leichen unzähliger Soldaten. Orcs, Elfen, Untote. Doch auch Menschen, teilweise in der Rüstung der Allianz. Die überlebenden Soldaten wandern durch die Reihen und nehmen den gefallenen alles ab, was sie am Leibe trugen. Mit Ausnahme der Allianzsoldaten. Sie werden auf einen Karren getragen. Die eigenen Soldaten separat auf einen weiteren Karren. Die Leichen des verhassten Feindes sind allerdings kaum etwas wert. Ihre Ausrüstung hingegen sehr. Auch diese werden separat auf einen Karren getragen. Jeder Soldat steckt sich hier und dort etwas ein. So ist es nun mal der Lauf der Dinge. Solange sie sich am Feind bedienen, wird dies großzügiger Weise übersehen.

„Es sind 23 Leichen, Herr.“

Der Blick richtet sich auf den Rüstmeister, welcher die Leichen zählte. Der Berg voller Leichen wird erst jetzt auf einen Karren getragen. Die Soldaten strengen sich an, doch mit weniger Güte als bei den Allianzsoldaten.

„Hervorragend. Bringt die Untoten in den Wald zur Fermentierung. Trennt den anderen Völkern vorher den Schädel ab und begrabt ihn. Gebt ihnen ein letztes Gebet ehe sie zu den Ahnen einkehren.“

Ein Schauplatz vieler blutiger Schlachten. Seit vielen, vielen Jahren herrscht ein anarchisches Chaos im vergessenen Reich Alteracs. Unzählige Fraktionen die sich um jeden kleinen Meter Land blutige Schlachten liefern. Orcs wie Menschen. Sogar Oger und Untote lassen sich hier finden. Wir befinden uns mittendrin in diesem Chaos. Die ursprünglichen Bewohner dieses alten Reiches, die gebürtigen Alteraci. Unser Stolz währt Ewig.

Kurzinformationen


Gildentyp : Adelshaus
Zugehörigkeit : Alterac / Allianz
Klassen : Keine IC Todesritter oder Dämonenjäger.
Themenschwerpunkte : Adel, Plots, Alterac-Rollenspiel, Militär.
Ansprechpartner : Sebasten, Meav

Wer seid Ihr?


Der Name der Gilde, Alteracs Blutadler, steht für eine Grafschaft mit dem Namen Winterberg im Alterac. Der Kopf des Ganzen ist die Familie derer von Blutwalden, die ursprünglich aus dem untergegangenen Alterac stammt. Das Haus Blutwalden des Königreichs Alterac ist eine Kraft unter den Überlebenden von Alterac, mit dem Ziel, die Unabhängigen Lehen und die Herren Alteracs unter dem eigenen Banner zu vereinen. Mit dem bleibenden Erbe des Verrats, der das Gebiet des verstorbenen Königreichs Alterac plagt, setzt das Haus alles daran, das vergessene Reich wieder zu einer starken und Unverzichtbaren Nation in den Reihen der Allianz zu formen. Von den robusten Alteraci in den Tagen von Ignaeus dem Trollbann bis zum Erbe von General Hath, der das Schicksal der Menschheit vor ein einzelnes Königreich stellte; Das Haus Blutwalden versucht, diese Legenden der Vergangenheit ans Licht zu bringen und ihr Erbe als Beispiel für große Beharrlichkeit und menschlichen Geistes zu nutzen, um eine furchterregende Kraft von Alteracischen Streitern zu schmieden, um dort zu agieren, wo die Robusten Nordmänner ihre natürliche Stärke zum äußersten nutzen können.

Das Haus Blutwalden widmet sich dem Schutz und Unterhalt einer neuen Generation von Alteraci im Norden der Allianz im Namen der Allianz, indem er mit dem Sturmlanzenklan im Alteractal zusammenarbeitet und Territorien im alten und zerstörten Königreich Alterac sichert, um einen neuen Horizont zu bieten und Gelegenheit für diejenigen, die einen neuen Weg außerhalb der vom Süden vorgegebenen Norm suchen.

Und wo spielt ihr?


Derzeit ist geplant das die Gilde Alteracs Blutadler in der Feste Wintergarde (Drachenöde) gespielt wird, welches als die Stadt „Eisweiler“ ausgespielt wird.
Hier befindet sich unter anderem der Eroberte Sitz der Familie und die meisten Truppen von Blutwalden werdet ihr hier konzentriert antreffen können.

Warum ausgerechnet Alterac?


Nebst der dazu passenden Geschichte des Hauses, war es uns als Spieler sehr wichtig, gerade in Alterac zu spielen, da dieses Gebiet sehr viele Möglichkeiten für schönes RP bietet. Die Vergangenheit des Hauses geht mit einer Feindschaft gegenüber den Orcs einher. Da die Horde sich dort vermehrt befindet und auch die Verlassenen und Oger dort als mögliche Feinde ansässig sind, bietet dies viele Möglichkeiten für Konflikt-Rollenspiel.

Was wird gesucht?


Um es kurz zu fassen: Alles . Da die Gilde erst jüngst in Erscheinung trat, sind neben Adeligen auch einfache Bewohner, Arbeiter oder Bauern gesucht. Wichtig anzumerken ist an dieser Stelle, dass der Glaube, nach dem wir Leben (und spielen) in der Grafschaft „Winterberg“ – nicht – der Lichtglaube, sondern der Ahnenglaube der ersten Menschen ist.
Hierbei orientieren wir uns an die mittelalterliche Gesellschaft:

Der Nährstand

Das gemeine Volk. Hier können die Konzepte gern variieren. Ob nun Bedienstete am Hofe wie der Kämmerer, oder der Truchsess oder aber ein Handwerker, ein Bauer oder gar ein Mitglied der Hausgarde: Fast alles ist möglich.

Der Lehrstand

Vor allem Magier. Da das Haus in der Vergangenheit jedoch negative Erfahrungen mit Paladinen und Priestern gemacht hat, sind diese zwar erlaubt, aber nicht gerne gesehen. Vielleicht ändert sich jedoch diese Anschauung. Wir suchen derzeit neben einem Hofmagier auch einen Druiden und/oder Schamanen, der gerne auch als Berater fungieren kann. Priester und Paladine sollten ob der oben genannten Punkte jedoch ein dickes Fell besitzen.

Der Wehrstand

Der Adel. Ob es nun Mitglieder des Alten Alteracer Adels sind, Ritter, deren Knappen oder Vasallen.

Falls Ihr eine ungefähre Idee davon habt, welche Rolle ihr verkörpern möchtet, könnt ihr euch, sofern ihr euch noch unsicher seid, natürlich auch bei uns melden. Fragen kostet schließlich nichts und wir helfen gerne weiter.


(Voigt) #2

Finstere Grüße.

Zunächst wünsche ich gutes Gelingen mit diesem Konzept.
Doch komme ich nicht umher, mir ein paar Fragen zu stellen bezüglich der Lokation der Stadt Eisweiler IC, also nicht wo sie ausgespielt wird, sondern wo sie sich in der Welt befinden soll.

Das Königreich Alterac ist noch immer zerstört. Es ist aktuell die Horde und die Verlassenen, die aktiv versuchen, in den Ruinen Verteidigungsanlagen zu errichten und die Allianz späht die Bemühungen aus.

Nachzulesen hier: 
https://de.wowhead.com/mission=1933/wiederaufbau-von-alterac#criteria-of 
https://de.wowhead.com/mission=1889/erkundung-von-alterac

Daher bin ich leider etwas skeptisch, wo im Alterac eine Stadt (kein Dorf) existieren kann, umringt von Feinden und inmitten lebensfeindlicher Berge.
Die Versorgung von Zivilisten und Soldaten kann ich mir zwar per Portal vorstellen, doch auch nur per Portal und mit Gönnern auf der anderen Seite, die Ressourcen langfristig bereitstellen für das Halten eines Gebiets mit allenfalls sentimentalem Wert.

Das “fruchtbare” Vorgebirge wimmelt von Verlassenen, es ist der letzte Rückzugsort der Verlassenen auf den Östlichen Königreichen. Einen guerilla-Krieg gegen jene kann ich mir vorstellen, ausgeführt von einem kleinen Dorf in den Ruinen aus, dass bei Luftpatrouillen durch Fledermausreiter oder den oben erwähnten Pionieren nicht auffällt.

Einen offenen Konflikt zu führen, nicht zuletzt ohne Paladine, gegen eine Macht die großflächig biologische Waffen einsetzt, halte ich für ein Himmelsfahrtkommando.

Wie plant ihr das auszuspielen?

Ich möchte euch eure Idee wirklich nicht mies reden, doch würden mich die Logik und die Gedankengänge hinter eurem Konzept wirklich interessieren, besonders weil wir recht oft im tatsächlichen Alteracgebirge spielen.

Schatten mit euch,

Voigt


#3

Und nicht zu vergessen die anwesenheit des Frostwolfclans die sich bestimmt nicht gerade wohl fühlen wird, da sie sich ohnehin schon im Konflikt mit ihren Nachbarn den Sturmlanzen befinden.


#4

Da wohl einige Fragen aufkamen, werde ich diese einmal beantworten.

Als erstes muss ich einen wichtigen Punkt nennen, der meiner Meinung nach eigentlich selbstverständlich sein soll. Die Welt ist größer als dargestellt. Ein Argument das ich in meinen Jahren auf diesem Server bereits viel zu oft lesen musste. Hierbei muss man sich bewusst sein, dass dies eine Videospielwelt ist. Das erschaffen von Land in Videospielformat ist etwas Anderes als beispielsweise die eines Buches oder eines echten Landes in unserer realen Welt. Kurzum: Es gibt Limitierungen. Man kann nicht jede kleine Stadt darstellen und geschichtlich ist es auch nicht möglich das Schicksal eines jeden Mannes/Frau aus aller Welt darzustellen. Wenn es heißt „Alterac ist zerstört.“ Muss man das aus der Taktischen Perspektive sehen. Es heißt letztendlich das alle „Wichtig erachteten“ Punkte erobert/Zerstört sind. Beispielsweise die Hauptstadt Alterac´s.

Welche wie in Lordaeron einfach nur „Hauptstadt“ heißt. Das aber nur am Rande.

Was wir ausspielen ist ein kleiner Teil der Bevölkerung die sich immer noch Wehrt und das eigene Land wieder so haben will, wie es einmal war. Solche Aufstände gab es in unserer Geschichte ja immer wieder. Es reden nur nicht immer alle darüber. Unsere Grafschaft „Winterberg“ und auch unsere Eroberte Stadt „Eisweiler“ befinden sich an den Grenzen Alterac´s Richtung Arathihochland in und an den Bergen. Alterac ist die Bergnation, also kann man davon ausgehen, dass alles was die Alteraci bauen, jagen und Essen darauf angepasst ist. Andere Völker, wie beispielsweise unsere Orcs, können ja auch in Unwirtlichen Gegenden überlebenden. Beispielsweise Karg Land und Wüsten. Nein, an dieser Stelle will ich die Menschen und Orcs nicht auf die gleiche Stufe stellen, sondern ein Beispiel nennen, das es nicht unmöglich ist.

Was die Größe angeht: Eisweiler ist keine Großstadt. Ich würde es eher als eine Kleinstadt bezeichnen, um moderne Werte zu nehmen. Größer als ein kleines Dörfchen aber eben keine Industrie oder sonst etwas in dieser Richtung dort. Es war, in unserer Vorstellung, vor dem Fall eine Handelsstadt die einfach auf dem Weg zwischen einigen anderen, Resourcenstärkeren, Gebieten entstanden ist. Wie Städte sich entwickeln und Wachsen lege ich hier einmal nicht dar. Es würde vermutlich den Rahmen sprengen.

Das Horde und verlassen im Land sind, habe ich ja selber bereits beschrieben. Allerdings, um auf deine Links einzugehen, werden diese sich eher auf die Hauptstadt konzentrieren, welche für uns in der anderen Ecke des Alterac´s liegt.

Thema Nahrung: Es gibt Jäger. Es gibt Fleisch. Trockenfleisch und die Möglichkeit Nutzvieh für sich selber zu Züchten. Wir selber gehen dabei nicht so ganz an die Moderne ein, in der man riesige gebiete hat die voller Zucht Ställe sind, sondern sehen es eher wie gaaaaanz früher als man noch mit seinen Nutztieren im eigenen Haus lebte. Demnach ist dies alles möglich. Wir spielen keine riesige Nation aus die jetzt einfach mal „Allianzmäßig“ durch das Land marschiert und den ganzen Erdboden dabei umgräbt. (Lordaeron-Szenario)

Was deine Seuche angeht: Es gibt wichtigere Punkte die es zu verteidigen/Anzugreifen gilt. Unsere lieben Freunde im Arathi zum Beispiel. (Hay Aes \o) Das dies wichtiger ist für den Einsatz solcher verheerenden Waffen, sollte Strategisch Sinn machen. Vor allem da ein Großteil der Seuche sicherlich in Lordaeron selbst draufgegangen ist. Ob und wieviel davon vorhanden –kann- man sich drüber streiten, wäre aber wohl eher etwas für eine Diskussionsrunde mit Bier und Popcorn. (Wer will, ich wäre dabei.)

Was unsere lieben Frostwölfe angeht: Sie sind Da. Lange und Kämpfen ebenso lange. Wir wären in dem Punkt einfach nur weitere Feinde. Warum sollte man sich zurückhalten nur, weil da einige Orcs sitzen? (Sicht unserer Charaktere)

Diese Bedenken sind schön und gut, hindern aber kein Spiel, vor allem nicht im Konflikt. Ich hoffe ich konnte Aushelfen. Ansonsten bin ich außerhalb dieses Forums gerne für Diskussionen bereit. Nur hätte ich gerne keine langwierige Diskussion darüber „Was-wie-wo-warum“ möglich wäre.

Mit freundlichen Grüßen, Sebasten


(Keydiam) #5

Psst…hau noch ein paar Leerzeichen rein.

Ansonsten unterstütze ich alles was mit Alterac zutun hat. Die Nation übt einfach eine gewisse Faszination aus.


#6

Langsam erhebt sich der Mond am Himmelszelt und auch die Sterne bringen sich in Position und funkeln in voller Pracht. Das Land ist bedeckt, von reinem, weißen Schnee. wie Pulver legt dieser sich nieder während noch einzelne Schneeflocken im Winde tanzend zu Boden gehen.

“Der Wind tobt draußen. Es ist äußerst kalt und wir müssen uns beeilen wenn wir die Herde und uns sicher zurück bringen wollen. Ich will nicht länger draußen sein als nötig. Packt genügend Seile ein, und vergisst die Netze nicht. Aber seht zu das ihr noch gut unterwegs seid…”

Der Jägersmann macht sich bereit. Auch er packt die notwendigen Güter für die anstehende Mission ein. Seinen Bogen stehts dabei und angebracht, erkundigt er sich danach nach den anderen. In seinem Gesicht ist klar die Anspannung zu sehen, die Mission scheint von äußerster wichtigkeit zu sein.

Langsamen schrittes bewegt sich die Gruppe nach vorne, gegen den Wind und dem vielen Schnee. Einen Karren hinter sich her ziehend, auf der Suche nach der Widder Herde, um diese behutsam und gesund in die Stadt zu bringen.

“Haltet den Karren!”
Die Gruppe kommt samt Karren zum stehen, anscheinend hat der Jägersmann eine Spur der Tiere im Schnee entdeckt…
“Was brachte die Herde dazu…” - “Sie bewegen sich schneller, sie scheinen recht nervös und aufgeschreckt zu sein, wir sollten weiter, aber bleibt dicht zusammen! Passt auf und haltet eure Augen auf, wir können uns keine Verluste erlauben, auf gehts!”

Einige Zeit vergeht und der Wind zerrt an den Kräften der Truppe, doch Aufgeben scheint für sie keine Option zu sein, und so ziehen diese weiter auf der Suche nach den Tieren. Es ist gewiss neben der Kälte kein ungefährliches unterfangen. Neben Wildtiere wie Wölfe und Bären sind auch Orcs, Untote und Oger nicht weit. Bei der nächsten Spur macht sich Sorge breit innerhalb der Gruppe.

“Die Herde hat sich schlagartig umentschieden, die kehrten um, nur wieso?”
Kamen ihnen Wildtiere oder gar die sogenannte Horde zuvor?
“Wir sollten umdrehen Herr O´Brian! Die Herde wird nicht ohne Grund umgekehrt sein und eine ganz andere Richtung fluchtartig ausgewählt haben…”
Der Jägersmann der die Verantwortung für die Mission trägt hält kurz inne, eher er der Gruppe den befehl erteilt weiter zu gehen.
“Ihr habt unseren Milord gehört, wir sind auf diese Herde angewiesen, wir werden daher weiter gehen. Die Tiere werden nur auf Nahrungssuche sein, macht euch keine Sorgen, Miss. Wir werden die schon finden und behutsam zurück in die Stadt bringen.”

Die Gruppe zieht ohne Protest weiter, doch ist jedem einzelnen die Sorge und die Ungewissheit anzusehen. Nach einiger Zeit ist dann schlußendlich doch die Herde gefunden.
Ruhig und sehr friedlich ruht sich die Herde unter dem glanze des Mondes aus. Erleichterung macht sich breit, keines der Tiere fehlt. Nun liegt es daran, eine gute Taktik zu wählen um die Herde gefahrenlos zu bewältigen und zu fangen, damit diese sicher und gesund in die Stadt gebracht werden kann.

Nach einem gewagten Plan verteilt sich die Truppe. Einige stellen die Netze auf, und bereiten die Seile vor, während andere sich langsam so weit wie möglich der Herde nähern. Trotz des sehr heiklen und unkonventionellen Plans kann die Herde ohne Verluste sichergestellt werden. Ein Kalb wurde dabei zwar verletzt, jedoch auch versorgt und auf den Karren niedergelegt. Die restlichen Widder werden am Karren gebunden und gemeinsam tritt man die Heimreise zurück in die Stadt an.

“Lasst uns keine Zeit verlieren, das Jungtier wird überleben und der Rest der Herde ist auch gesichert…”

Die Truppe stimmt dem nickend und schweigend zu, schon zu viel Kraft hat man verloren, als das man seine Energie noch für große Gespräche ausgeben mag. Der Wind weht weiterhin gnadenlos der Gruppe um die Ohren, und die Tiere sind obwohl man diese weitest gehend beruhigen konnte immer noch nervös und gestresst. Als man sich langsam mit den Tieren und dem Karren bewegt, ist plötzlich aus der Ferne ein Jaulen zu vernehmen.

“Wölfe…”
Flüstert man leise
“Wir sollten uns einen anderen Weg aussuchen, einem Rudel hungriger Wölfe sind wir mit der Herde im schlepptau nicht gewachsen…”
Kaum wurden die Worte gesprochen, ist jedoch schon in weiterer Entfernung ein Wolf zu sehen. Doch, es ist nur ein Wolf und dieser bewegt sich langsam, gar humpelnd auf die Truppe zu. Schwer hechelnd sackt der Wolf schließlich im Schnee ein. Der weiße, unbefleckte Boden färbt sich rot
“Was passiert hier? Was zum Teufel geschieht hier gerade?”
Ein humpelnder, voller Blut versehter Wolf geht vor der Truppe ein und haucht seine letzte Lebenskraft aus. Was ist geschehen? Was richtete einen Wolf derartig zu? Waren dazu die Untote in der Lage, von denen man schon so einige grausame Geschichten gehört hat? Oder waren gar Oger in der Nähe, die gewiss keine Probleme mit Wölfen hätten dank ihrer Größe und der vorhandenen Kraft? Trotz der offensichtlichen Gefahr entscheidet sich die Gruppe für den schnellsten Weg und so macht sich jeder einzelne Kampf bereit.

Weitere Meter weiter, den toten Wolf hinter sich gelassen traut die Gruppen ihre Augen nicht. Wie angewurzelt bleibt die Truppe angespannt stehen und schaut sich das schier unglaubliche Schauspiel an. Ein groß gewachsener Yeti hatte sich die Wölfe geschnappt und bearbeitet. Keins der Tiere überlebte. Ein Glück schien der Yeti abgelenkt und zufrieden mit seiner Beute zu sein, so das er die Truppe nicht bemerkte. Eilig aber dennoch leise und behutsam machte sich die Gruppe von dannen, um die Herde sicher ins Ziel zu bringen und dann dem Lord von dem Geschehen zu berichten.


#7

Ich muss zugeben, dass mich die Mission erstaunt hatte, auf die uns der Milord schickte. Vier Leute an der Zahl. Alle gut in ihrem Können. Fährtenlesen, Fallen stellen, töten. Nun ja, bis auf mich. Als Bücherwurm und Magierin war mein Platz nicht ganz klar in dieser Aufgabe. „Falls man mit natürlichen Methoden nicht weiter kommen sollte“, hatte der Milord gesagt. Dem letzten, dem man bei so etwas begegnen wollte waren Gegner, die durch normale Waffen nicht zu besiegen waren oder nur schwerlich.

 
Seile, Netze, einen Karren und in dicke Kleidung gepackt ging es schließlich los. Unser Gruppenführer, Theodris O’brian, leitete alles. Ihm war die Verantwortung übertragen worden. Aus den Augen einer Unwissenden hatte er sich gut geschlagen, die Gruppe zusammen gehalten und auf alle aufgepasst. Gut, meine Erfahrungen im Auffinden und Fangen von Tieren ist sehr beschränkt. Eher gar nicht vorhanden.

 

Siggur Eisenbart und Beaar waren ebenfalls dabei. An einigen Stellen traten kleine Komplikationen auf. Tiefer, frischer Schnee kam uns an einem kleinen Engpass in die Quere. Wir hatten Schwierigkeiten voran zu kommen. Bis auf Siggur. Ihm kam seine Ausbildung als Gebirgsjäger hier zugute. Überraschungen lauern an jeder Ecke. Die Herde von Widdern, die wir jagten machten einige Haken. Als wenn sie vor etwas davon gerannt waren.

 

Wollten wir wissen wovor? Nein. Wölfe und andere Raubtiere waren hier draußen mit die geringste Sorge. Sie waren gefährlich, aber nicht so sehr wie ein Überfall, den wir nicht erwartet haben. Glücklicherweise fanden wir nach Stunden des Umherwanderns die Herde. Ruhig und gemütlich etliche Meter vor uns. Gut, wir hatten sie gefunden. Was nun? Pläne wurden vorgeschlagen. Einer erhielt Zuspruch und ein verdutztes Gesicht.

 

Es sollte meine Aufgabe sein, die Widder an Ort und Stelle zu halten. Den Männern habe ich innerlich den Vogel gezeigt. Als Trampeltier sollte ich mich der Herde nähern, sie festfrieren und damit hatte es sich. Wenn es nur immer so einfach wäre. Das Kalb, welches durch die Herde hüpfte als gäbe es kein Morgen, stellte ein Problem dar. Es blieb nie lange genug an Ort und Stelle.

 

Beaar begleitete mich ein wenig nach vorne, um sich um das Kalb zu kümmern, sollte es wie erwartet davon kommen. Glück schien aber auf unserer Seite zu sein. Der Zauber gelang, auch wenn es einen der Böcke nur an den Hinterbeinen erwischte. Glücklicherweise schafften es die Männer die Tiere zu beruhigen und an den Karren zu binden. Mission geglückt. Ab nach Hause. Auf dem Weg zum Engpass erfüllte Wolfsgeheul die Nacht. Doch es kamen keine.

 

Weiter vorne, gegen Ende, taumelte uns ein verletztes Tier entgegen. Starb vor unseren Augen ohne das wir irgendetwas hätten tun können. Der Leib war zertrümmert. Das Fell von Blut befleckt. Ein grausiger Anblick, der mich noch eine Nächte verfolgen wird. Und kaum weiter gegangen, erblickten wir den Grund dafür. Ein Yeti machte nicht weit entfernt einen Mitternachtssnack. Schien aber mit seinem Mahl so zufrieden gewesen zu sein, dass er vondannen zog. Natürlich nicht ohne noch einen Happen.

 

Die Stadt war nicht mehr weit. Wir konnten schon die Mauern sehen. Dem Licht sei dank. Niemand von uns oder der Herde war getötet worden. Nur ein verletztes Kalb war zu melden. Alles in allem hätte es nicht besser laufen können. Der Milord war auch zufrieden. Zumindest machte es den Anschein. Ich war zu durchgefroren und habe mich auf meine eigenen vier Wände gefreut, um wirklich das Gesagte zu registrieren.


#8

Das verschneite Feld war mit Blut und Eingeweiden übersät. Rot, Grau und Khaki waren die neuen Farben eines ehemals wunderschönen, schneebedeckten Feldes, das jetzt zum Schauplatz eines ausgewachsenen Gefechtes geworden war. Die Luft, die normalerweise voller Naturgeräusche war, war nur noch eine Leinwand für den Gestank des Todes, dem Geruch ihres Blutes, die Hölle war über dieses Gebiet gekommen. Oder doch eher, der Blutadler Das Gefecht war kurz gewesen. Niemand hat die Orcs gewarnt. Warum auch? Sie haben es gewagt sich in den Bergen anzusiedeln. Dies war der Moment in dem sie ihr Schicksal akzeptierten. Sie hatten keine Zeit als die Bomben hochgingen und ihre kruden Mauern niederrissen. Ein Pfeilregen ging auf sie nieder, als der Rauch noch frisch am Himmel stand. Soldaten drangen ein und schlugen auf die Grünhaute ein, die sich in diesem Dorf befanden. Jetzt standen die Hütten in Flammen. Ihre Banner knistern im kalten Wind der Berge. Gefangene gab es nicht. Es war auch nicht vorgesehen, dass irgendjemand in diesem Dorf überlebt.

Eine Hütte Stand nicht in Flammen und sie schienen auch nicht auf diese überzugreifen. Als man die Türe aufbrach fand man im inneren kranke Orcs. Ein Anblick den die meisten Menschen nie zu Gesicht bekommen. Das Bild der Muskelberge, die Muskeln auf ihren Muskeln haben und nichts lieber tun als Menschenblut zu trinken, hat sich fest in den Verstand der meisten Menschen eingebrannt. Hier lagen diese „Muskelberge“ nun. Runtergehungert auf die Rippen. Ihre Haut aufgerissen als könnte man nicht aufhören sich zu kratzen und ein Geruch von Eiter und Blut in der Luft, das jeder noch so eiserne Magen sich umdrehen will. Kranke lagen in dieser Hütte. Vielleicht waren sie der Grund, warum diese Orcs flüchteten? Sentimentale Orcs? Die sich nicht von ihren kranken Familienmitgliedern trennen wollten? Doch dieser Gedanke war unwichtig. Sie waren Orcs. Krank oder nicht, in ihrem Alltag – werden – sie alles tun um Menschen zu töten. Jeder einzige den man am Leben lässt sind tote Menschen auf dem eigenen Gewissen.

„Verbrennt sie.“ Ist der einzige Befehl den man erhielt. Einige Soldaten hielten inne, doch wurden sie schnell von dem Alten Hass übermannt. Sie nahmen die Latrinen der Orcs, speziell die dieser Krankenhütte. Sie warfen diesen Dreck einfach auf die Kranken und zündeten eine Fackel im inneren. Die Schreie der Verbrennenden hallten noch lange in den Bergen wieder.

„Wir haben keine Zeit für Gnade.“


#9

Neue Bewohner für Schloss Drakenstein

Die schnellen kalten Winde des Alterac bliesen den stark fallenden Schnee um das Gemäuer des alten Schlosses. Die leichten Schneefälle des Sommers waren nun seit einigen Tagen den schwereren des nahenden Herbstes gewichen.
Auf dem steinernen Weg hinauf zum Schloss war kein einziger freier Fleck mehr zu sehen, selbst in die kaputten Gläser der Laternen am Rande des Weges drang bereits der Schnee.
Im tiefsten Dunkel der Nacht wandert eine in einen weiten Mantel gehüllte Gestalt den Weg mit einem diesen erhellenden Stab entlang, sie schaute sich immer wieder nach Hinten um, in einer Manier, die schon fast an Verfolgungswahn grenzte.
Die Gestalt schien darin jedoch nicht falsch zu handeln, da es zufällig kam, dass Späher aus Dornbrook am Tag zuvor ausgesandt wurden das Gebiet südwestlich der Stadt rund um das alte verlassene Schloss Drakenstein auszukundschaften, die Gestalt beim Gang zum Schloss beobachteten. Die Schneefälle an den Ausläufern des sie einkreisenden Gebirges wurden immer stärker und schwächten die Sicht der Späher auf die Gestalt.
Plötzlich jedoch war durch den fallenden Schnee ein starker Lichtschein zu erkennen, er war von solch einer Helligkeit, dass es die Späher aus ihrer Deckung dazu brachte sich von der Gestalt und dem Schein für einige Momente abzuwenden. Doch als diese sich wieder erhoben, um die Gestalt am Schlosstor weiter zu beobachten, war sie eines Schlages verschwunden. Nach einiger Zeit, die sie nur aus Vorsicht in ihrer Stellung verblieben und das Gebiet sondierten, machten sie sich auf den Weg zurück nach Dornbrook. Als sie sich gut eine Viertel Wegstunde vom Schloss entfernt hatten erleuchtete ein in breitem grün leuchtender Lichtstrahl den Himmel der umgrenzenden Lande. Vom geißelnden Licht erneut aufgeschreckt wandten sich die Späher herum und sahen, wie vom höchsten Turm des Schlosses besagter grüner Lichtstrahler gen Himmel schoss.
Aufruhr durchfuhr die Gruppe und für einige Momente verweilten sie wie angewurzelt an Ort und Stelle auf den Turm starrend, einer der Späher schwor selbige Gestalt, die sie vorher sahen, durch den Schneefall an der Spitze des Turmes gesehen zu haben, während die anderen meinten Bewegungen rund, um das angrenzende Dorf vernommen zu haben. Schnell fauchte sie ihr Kommandant zusammen die Klappe zu halten und weiter Richtung Dornbrook zu gehen.
Auf ihrem Weg zurück wurde der Schneefall jedoch noch stärker und durch den erstarkenden Wind wurde es für sie schwieriger und schwieriger dem Weg zu folgen. Nach vielen weiteren Stunden der nächtlichen Schneefälle brach endlich der Morgen an, die alten Pfade, die den Weg von Dornbrook nach Drakenstein bildeten, waren von einer dicken Schneeschicht überzogen und es war weit und breit kein Zeichen der Spähergruppe mehr zu sehen. So schickte man nach zwei weiteren Tagen einen weiteren Spähertrupp aus Dornbrook aus, nach dem vorherigen zu suchen, sie fanden aber einzig ein von Kampfspuren übersätes Notlager ohne Hinweise auf die Späher, teils schon vom Schnee zerschlissen.