[A-RP] Die Düstergratsippe des Dunkeleisenclans


#1

Hallo liebe Aldor-Community,

Ich möchte heute unser Gildenprojekt „Düstergratsippe“ vorstellen.

Dabei handelt es sich um eine kleine Sippe des Dunkeleisenclans, die in einem Gebiet zwischen Ödland und Sengender Schlucht beheimatet ist. Der Düstergrat wird durch die Lichtspiele der Aschenwolken über dem Pass, auf dem Grat der umgebenden Berge so genannt.

Die Sippe besteht aus dem Thanen und seinen Blutsverwandten, aber auch andere dunkeleisenzwergische Bewohner dieses Gebietes können sich zum weiten Kreis der Sippenangehörigen rechnen.

Wo wir spielen…

Neben den für die Dunkeleisenzwerge zugänglichen Teile der Schwarzfelstiefen wollen wir auch kleinere interne Plots soweit möglich im gesamten Schwarzfels samt seinen Instanzen anbieten, wenn auch dort mitunter die Teilnehmerzahl entsprechend begrenzt sein wird und entsprechende Levelbereiche erforderlich sind – das, was eben machbar ist!

Außerdem bieten sich einige Örtlichkeiten im Areal der Sengenden Schlucht, der Brennenden Steppe und des Ödlandes an. Die bedeutende Mine der Sippe wird so zum Beispiel in der Schlackengrube in der Sengenden Schlucht bespielt, der Thanestollen als „Hauptstollen“ wird jedoch in Bael’gun, der Festung im “tatsächlichen Rotland”, Bael’modan, Südliches Brachland, ausgespielt. Dort haben wir im Gegensatz zum Rest der genannten Lokalitäten immerhin unsere Ruhe - die Festung Bael’gun ist nämlich voll von freundlichen Bronzebart-Gebirgsjägern. Darüber kann man hinwegsehen, es ist besser als alle 5 Minuten von bis Level 60 skalierenden NPCs überrannt zu werden!

Aufgrund der Kontaktsuche zur Allianz sind auch Reisen zu anderen Fraktionen und besonders nach Eisenschmiede oder auch Sturmwind inklusive längerer Aufenthalte denkbar.
In Eisenschmiede beteiligen wir uns am Projekt des “Rats von Eisenschmiede” und bespielen unser Stadtdomizil im Einvernehmen mit den anderen Fraktionen Eisenschmiedes im Besucherzentrum. Das Ziel der bis dahin in relativer Isolation lebenden Düstergratsippe ist dabei nicht unbedingt nur auf herzlichem Miteinander ausgerichtet sondern eher an der Natur der Dunkeleisenzwerge orientiert. Das bringt wohl mehr Leben ins Ratsgeschehen als eine integere Gruppierung.

Was wir spielen…

Die Sippe soll einen Querschnitt der Dunkeleisengesellschaft, wie wir sie uns vorstellen, umfassen. So gibt es neben den Gardisten und Pyromanten auch reichlich Platz für Bürgerliche und Handwerker, die auch selbst, wenn sie zu den Meistern zählen, eine gewichte Position einnehmen können.

Da der Düstergrat relativ reich an Bodenschätzen lebt die Sippe vor allem von der Montanindustrie, also Erzabbau, Verhüttung und einem breiten Band verschiedener Schmiedehandwerke. Nebenbei finden sich auch Edelsteine, die von fähigen Händen veredelt und geschliffen werden können.
Wir fokussieren das Handwerks-RP neben Militär und Arkanem und möchten so auch dauerhaft ausgespielte Handwerker in unseren Reihen mit Aufträgen und RP versorgen.

Die Sippe sucht stets nach Abnehmer für die Produkte aller Art und ist stets einem gewinnbringenden Handel zugeneigt.

Hintergrund der Sippe

Die Düstergradsippe hat ihre Wurzeln im Ödland, das von ihnen auch „Bael‘lorn“, „Rotland“, genannt wurde und ihnen einst den Namen gab. Mord‘rel Düstergrat, der Vater des Thanen, war Vorarbeiter einer Mine, die später zum Thanestollen wurde. Nach dem Fund des Dunkeleisens schloss man sich mit dem späteren Zaubererthan Thaurissan zusammen und bildete mit vielen weiteren Familien den Dunkeleisenclan.

Nach dem Tod des Hochkönigs Ambossar und dem Erbfolgekrieg um den Thron von Eisenschmiede wurden die Dunkeleisenzwerge verbannt und begründeten die Stadt Thaurissan, eine entfernte Kolonie bildete der Düstergrat, der auch zugleich eine Grenzsicherung hin zum Ödland wurde.

Im Krieg der Drei Hämmer, der in Folge der Rachsucht der Dunkeleisenzwerg entbrannte, zog der Than mit Thaurissan gen Eisenschmiede, doch nachdem vor Grim‘batol dessen Weib Modgud fiel, die die Stadt verflucht hatte, wendete sich das Schlachtenglück. Auch Eisenschmiede bot trotzig die Stirn und siegte über die Belagerer, weswegen sich Thaurissan in der seinen Namen tragenden Stadt bald selbst belagert sah.

In blinder Verzweiflung rief er mit den sieben hohen Beschwörern Ragnaros an, dessen Manifestation den nördlichen Rotkamm zwischen Sturmwind und Eisenschmiede in die heutige Aschenlandschaft verwandelte und der die Dunkeleisenzwerge bis zu seiner Verbannung vor wenigen Jahren in seinen Bann schlug. Als vor etwa fünfzig Jahren der erste Thane der Sippe verstarb, übernahm dieses Amt sein Sohn Modghar Düstergrat.

Seit dem Ende von Ragnaros als Herrscher des Schwarzfels führte die Sippe vor allem Krieg gegen die Spitzenoger, den Schwarzfelsclan, den Schattenhammer und die mannigfaltigen, anderen Gefahren, die die Heimat der Dunkeleisenzwerge so bereithalten.

Seit der vollen Zukehr des Clans an die Allianz ist auch die Sippe an Kontakten und Handelsbeziehungen zur Allianz interessiert.

Die Gesellschaftsordnung der Sippe:

Der Thane, die Meister und der Thing

Der Thane, Modghar Düstergrat, zweiter Träger dieses Amtes seit bestehen der Sippe, bildet das Oberhaupt der Sippe. Er ist verantwortlich für Wirtschaft, Militär, Gesellschaft und Gericht.

Ihm stehen die „Meister“ oder „Aufseher“ zur Seite – als bedeutendste Vertreter der Meister der Minen und der Meister der Waffen, der sich um die Gardisten kümmert.

Auch sehr verdiente Handwerker können zu Meistern berufen werden. Die Gesamtheit der Meister bildet unter Vorsitz des Thanen den Thing, der Entscheidungen für die ganze Sippe fällt.

Gardisten und Zivilisten

Angehörige der Sippe, ob dem Thanen blutsverwandt oder nicht, bilden das Rückgrat der Sippe. Ihre Arbeit ist für das Fortschreiten der Sippe unerlässlich – und nicht minder von Bedeutung wie der Dienst der Gardisten, die das Aufgebot des Thanen in Friedens- und Kriegszeiten stellen.

Sippenmitglieder können alle Arten von Handwerk ausüben, Gardist werden oder sich der Magie zuwenden – wie es ihnen beliebt. Entscheidet man sich nicht, sieht man sich irgendwann mit dem zweifelhaften Vergnügen konfrontiert, in die Minen geschickt zu werden…

„Buddler“

Buddler wird man auf unterschiedlichem Wege. Entweder hat man etwas ausgefressen und wird in die Minen geschickt oder man hat kein anderes Handwerk gelernt und muss nun bei magerem Lohn und harter Arbeit sehen wo man bleibt. Beide Wege sind für Dunkeleisenzwerge geeignet, wobei auch andere Völker ihren Dienst für bescheidenen Lohn und Brot verrichten können.

Der „dritte Weg“ ist das unangenehme Schicksal von Kriegsgefangenen, humanoiden Kreaturen wie Gnollen oder auch Leuten, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren und irgendwie in den Minen verschwanden – der Minenmeister sieht sich gerne als ihr „verdammter Vater“. Man spricht nicht über diese Leute, gleich welcher Völker… Sie findet man auch in den abgelegensten Winkeln der Minen, dort wo erst noch Stützpfeiler errichtet werden müssen. Oder man generell aus Kostengründen darauf verzichtet. Ähem.

Was ist möglich?

Da die Sippe in meinem Kopf zwar schon seit vielen Jahren besteht, aber jetzt erst mit dem Verbündeten Volk der Dunkeleisenzwerge langsam Gestalt angenommen hat, ist es noch möglich, einen „gebürtigen Düstergrater“ auszuspielen. Es ist alles möglich, sofern das „Machtlevel“ passabel ist: Schmied, Schmelzer, Juwelenschleifer, Gardisten (schwere oder leichte Rüstung), Magier und besonders Pyromanten, selbst Golemingenieur und vieles mehr sind die Wege, die mir so spontan einfallen.

Was wir uns erhoffen:

  • Aktivität
    Reallife geht vor, wir sind mitunter auch selbst beschäftigte Leute. Aber ein bisschen Geduld und vor allem Aktivität auch einzelner, selbstständiger Rpler braucht jedes Konzept, gerade in seiner Anfangsphase.

  • Loretreue
    Lorefehler macht jeder mal, aber dazu ist auch die Gilde da, um Fehler zu berichtigen. Ein wenig Einsicht und der Wille, nach der WoW-Lore zu spielen wird vorausgesetzt.

  • Discord-Bereitschaft
    Wie vieles im RP läuft auch unsere Gildnkommunikation über Discord. Wer sich dort nicht anmeldet ist eben etwas „außen vor“.

  • Rassenbeschränkungen
    Als Dunkeleisensippe haben wir uns gegründet und Dunkeleisengemeinschaft wollen wir sein. Das schließt von vornherein sämtliche anderen Rassen ausnahmslos von Rängen oberhalb des „Buddlers“ aus.
    Schneeflocken die auf den Schwarzfels fallen schmelzen…
    Möchte jemand einen Buddler, also eine mehr oder minder freiwillige Arbeitskraft in der Düstergrat-Mine ausspielen, so steht dafür das RP-Umfeld durch den ausgespielten Minenmeister bereit. Hierfür sind alle im Bergbau „brauchbaren“ Rassen geeignet. Eine Ehrenmitgliedschaft in der Sippe bringt einem das aber dennoch nicht ein.

Wie erreicht ihr uns?

Das einfachste ist, sich hier im Forum zu melden oder via Ingame-Post oder Wisper an die Chars Modghar oder Modrak heranzutreten.

Im Discord erreicht ihr mich unter Afarus#4454 für weitere Fragen und eine Einladung auf unseren Gilden-Discordserver.

Ansonsten bin ich auch offen für Fragen zum Projekt, Anfragen anderer Projekte zum Zusammenspiel oder auch Kritik aller Art.

Beste Grüße,

Modghar / Mordrak


[A-RP / Khaz Modan-RP] - :mountain_snow: Sammelthread zum Zwergen- und Gnomen-RP
(Mjorna) #2

Ich freue mich immer sehr über weitere aktive Dunkeleisenkonzepte! \o/ Vieeeeeeeeel Erfolg & gutes Gelingen.

Hoffentlich sehen wir uns mal im RP! :fire:

<verpufft und übrig bleibt ein Sulfuronwasserkuchen mit lieben Grüßen>


(Ulume) #3

Mehr Zwerge braucht Azeroth! Auch von mir vieeeeeeeeel Erfolg & gutes Gelingen.
Wie steht ihr zur Allianz und anderen Zwergenvölkern? Würdet ihr Beispielsweise Erze an Ulume verkaufen?


#4

hebt ein Zwerge-Schild mit Herzen hoch


#5

@Mjorna:
Das würde mich sehr freuen! Wir suchen Kontakt besonders auch in die Zwergengemeinschaft - wenn es schon auch andere Dunkeleisenzwerge gibt. Einer Kooperation zwischen Flammenhort und Düstergrat steht ooc nichts im Wege! :slight_smile:

@Ulume:
Wir stehen relativ positiv zur Allianz, da wir ja eben das haben wollen: Handel und einen wirtschaftlichen Aufschwung im Düstergrat. Daher würde man für bare Münze und eine Geschäftsbeziehung auch alten Hass… zur Seite schieben! :wink:


(Luzula) #6

Feuer und Flamme, Modghar!

Ich wünsche ebenfalls bestes Gelingen für die Gilde! Es ist schön eine weitere Zwergengilde, insbesondere des Dunkeleisenclans, zu haben - insbesondere in der Gegend, die ihr bespielt. Dafür alle Daumen hoch und vorallem viel Durchhaltevermögen!
Wenn sich unsere Zwerge mal in die Sengende Schlucht oder Schwarzfels begeben, um ihre Lehrlinge in der harten Realität zu quälen, klopfen wir mal an :wink:

Liebe Grüße,
Luzula


#7

Schönes Projekt, viel Erfolg dabei!


#8

Vielen Dank allen! Ich freue mich, dass wir wohl auch am Montag bereits einmal beim Rat von Eisenschmiede vorbeischneien werden, um dem Flammenhort beizustehen gegen Bronzebärte, Wildhämmer und Gnome!


#9

Ragnaros Erwache!

das projekt hört sich sehr gut an, wünsch euch viel Erfolg, man sieht sich Ic.


#10

Gut zwei Wochen ist das Projekt nun “Life” und wir haben einige schöne RP-Abende verbracht. Neben dem Thanen haben wir nun Pyromanten, einen Priester und Paladin und ein paar Gardisten.
Was besonders fehlt sind Zivilisten, gerade Handwerker.
Daher möchte ich unser besonderes Rekrutierungsaugenmerk auf folgende Rollen lenken:

  • Juwelier
  • Schmied (Waffen- oder Grobschmied)
  • Schamane
    Gerade letzterer wäre auch eine Bereicherung, da die sehr vom Feuerelement abhängigen Dunkeleisenzwerge und wir als Sippe gerne auch einen anderen Weg zum Feuer als über den Flammenkult und das Arkane haben würden.

Neben den besagten Rollen sind natürlich auch alle anderen Wege offen, es herrscht kein Rekrutierungsstop! Ich versuche möglichst alle Wege entsprechend mit Arbeit und (Mini-)Plots zu versorgen, so dass Gardisten nicht zum blinden Herumstehen verdammt sind und die Handwerker und Buddler auch ins Geschehen mit aufgenommen werden.


Rollenspielgildenübersicht 2019
#11

Steht blind herrum und sieht sich das Gesuch an
“Einen Gaukler haben sie anscheinend schon…”
Unter dem Helm am nicht vorhandenen Bart kratz


(Svárfa) #12

Ich gebe mal zwei Daumen nach oben und werde sicher mal bei euch vorbeischauen.

Berg zum Gruße


#13

Vielen Dank an die moralische Unterstützung der Vorredner! Nachdem es in den letzten Tagen nach außen hin eher ruhig war, möchte ich den Thread einmal wieder weiter oben anbringen! hust

Man munkelt, dass die Düstergratsippe in einem hübschen Bau in Eisenschmiede ein Domizil einrichten will. Noch ist kein geeignetes Gebäude erworben worden, allerdings scheinen die Verhandlungen hier zu laufen.
Sagt zumindest jemand, der es eigentlich wissen muss!
[OOC angemerkt: Das Gebäude steht schon fest und ist mit dem aktuellen Gebäude-Belegungsstand von Eisenschmiede abgeglichen. Eine dauerhafte, stets besetzte Vertretung ist aber aktuell sowieso nicht geplant.
Sobald der IC-Erwerb mittels kleinem Gilden-Plot durchgeführt wird, erfährt man natürlich mehr als bloße Gerüchteküche!]

Die Düstergratsippe sucht weiterhin Vertreter, gerade auch Handwerker und Gardisten, die gerne auch bereits als Teil der Sippe ins IC-Geschehen aufgenommen werden können. Informationen dazu gibt es von jedem Gildenmitglied und natürlich von mir auf [Modghar] und [Mordrak].
Letzterer wird übrigens von mir momentan auch PvE-mäßig mehr bespielt, daher lohnt es sich eher die Augen nach ihm aufzuhalten, wenn Fragen bestehen. Scheut euch nicht mich anzuschreiben, wenn Interesse und Fragen bestehen!

Momentan sind wir noch daran, die Feinheiten des Konzeptes auszuarbeiten. Wer Spaß an solcherlei Dingen hat kann sich auch gerne als Neueinsteiger einbringen und mitmischen.


#14

Eine kleine Aktualisierung des ersten Beitrags und eine Rückmeldung dieses etwas versunkenen Threads.
Die Düstergratsippe sucht nach wie vor fleißige Hände, die Interesse haben, eine wachsende Dunkeleisengemeinschaft auszuspielen.
Besonders gesucht sind derzeit Gardisten und verschiedene Handwerker.


#15

Sie schloss die Tür zu ihrem Schlafgemach und war endlich mit ihren Gedanken allein. Als würde man einen Schalter umlegen, erkalteten ihre einstudiert freundlichen Gesichtszüge und auch das vermeintlich immerwährende Lächeln der Zwergin erlosch mit einem Mal. Sie griff nach ihrem Haarband und befreite die dicken, glutglimmenden Strähnen aus ihrem strengen Gefängnis. Kopfschmerzen plagten sie – und sie war nicht überrascht, als sich das über viele Stunden streng zurück geflochtene Haar doch nicht als deren Ursprung entpuppte. Ihr zweiter Besuch Eisenschmiedes gab Marlize bisher viel Anlass zur Unzufriedenheit und je länger sie in dieser ihr so fremd erscheinenden Stadt untertage verweilte, umso mehr nagte der innerliche Unmut an ihrer reizenden Fassade, die allen Regeln des Anstands entsprach. Im Grunde war sie gar nicht so sehr wütend, sondern eher enttäuscht. Vom Verlauf des Besuchs und auch davon, dass sie sich allumfassend mehr Fortschritt erhofft hatte. Der Rat von Eisenschmiede hatte das Gesuch ihres Onkels ein weiteres Mal nicht erhört, die Wildhammerzwerge ihnen ein weiteres Mal übel mitgemischt und von den wenigsten der Dunkeleisenvettern, die sich ihnen anschlossen und mit zum Düstergrat aufbrechen wollten, war sie wahrhaft begeistert. Ein paar unter ihnen weckten allerdings ihre Neugier, was auch nicht zwingend Gutes verhieß. Besonders die Golemschmiedin, deren Namen sie schon längst vergessen hatte, deren Respektlosigkeit aber noch immer bitter auf ihrer Zunge lag, würde bei der Heimreise ihre Aufmerksamkeit bekommen. Offenkundig begegnete die Fremde Ihresgleichen mit Misstrauen, das war nichts Außergewöhnliches. Aber sie legte ihre Zweifel so offen und ungeschickt dar, dass Marlize nicht so recht wusste, wie sie jenes zu deuten hatte. Provokation? Oder Leichtsinn?

Ein leises Rascheln aus der dunklen Ecke des Raumes riss Marlize aus ihren Gedanken und zauberte ihr letztlich doch ein sachtes Schmunzeln auf die dunkel bemalten Lippen. Und diesmal ein ehrliches. Sie schritt auf den filigran geschmückten Eisenkäfig zu, der sich als Ursprung der Laute entpuppte. „Na, meine Kleine?“, wisperte sie sanft und ließ einen ihrer schlanken Finger durch die schmalen Gitterstäbe gleiten. Aus dem Schatten des Käfigs trat ein dünnes, flammendoranges Spinnenbein. Dann noch eins. Gemächlich aber zielgerichtet krabbelte die vergleichsweise kleine Lavaspinne auf ihre Besitzerin zu und betastete den ausgestreckten Finger fast schon zärtlich mit ihren Vorderbeinchen. „Bald sind wir wieder zuhause, Portia.“, versicherte Marlize dem Spinnentier und konnte sich ein langgezogenes Seufzen nicht verkneifen.
Was dann folgt, wird die Zeit zeigen.