[A-RP] Königsgarde "Wächter des Löwen" - Gildenvorstellung und Rekrutierung

Beharrlich schreitet die Frau in Rüstung aufrecht durch die Straßen von Sturmwind. Ihres Zeichens Leutnant der Königsgarde und Adjutant des Großmarshalls. Der Blick wandert immer wieder aufmerksam in die Umgebung und es schieben sich Erinnerungen in ihre Gedanken.

Schon als Kind, wenn sie in solchen Momenten wie heute, an der Hand ihres Vater durch die Stadt ging, stand schnell für sie fest, sie wolle genauso werden wie er. In der Vergangenheit wurden sie oft mit neugierigen Blicken bedacht und angesprochen, wenn sie ihren Vater begleitete, der stolz in Rüstung und mit Schwert, aufrecht und entschlossen, die Straßen durchquerte.

Sie erinnert sich daran, wie junge Männer, fast noch Kinder, darum wetteiferten, in den Dienst der Allianz einzutreten.
Ihr Wunsch war es, ihr Königreich, ihre Heimat zu schützen und zu stärken, Unheil fernzuhalten. Diese Burschen fühlten sich stolz, einen Beitrag zu leisten. Und auch die Einwohner selbst waren voller Stolz, Teil dieses Ortes zu sein.

Doch der Glanz dieser Stadt, einst auf jedermanns Lippen, ist verblasst. Heutzutage begegnen ihr oft seltsame Gestalten, denen es an Respekt und Anstand fehlt. Manche behaupten, alles für die Stadt zu tun, doch am Ende verfolgen sie häufig nur ihre eigenen Interessen.

Viele von denen, die wirklich etwas erreichen könnten, sind verschwunden. Sie zogen sich zurück in ihre Ländereien, weit weg von der Stadt und ihrem König. Nahmen ihre Gefolgsleute und die, die es werden wollten mit. Dort etablierten sie ihre eigenen Gesetze und brachen die einstigen Schwüre. Jene, die die Geschicke eigentlich klug und mit kühlem Kopf führen sollten.

Nur wenige sind standhaft geblieben und haben ihre Hingabe an die Stadt und das Königreich bewahrt. Egal ob Stadtwache oder Königsgarde. Genau diese Menschen möchte sie unterstützen.

Sie selbst hat ihren Stolz für Stadt und Königreich nie verloren. Ein Eid, den sie einst geschworen hat, verbindet sie mit ihrer Familie, die dem Dienst der Allianz verschrieben ist. Niemand von ihnen wird diese Linie durchbrechen.
Relana hat bereits in Schlachten gekämpft, Niederlagen ebenso erlebt wie Siege. Sie hat stets mit Leidenschaft gehandelt, ungeachtet der Herausforderungen. Diese Entschlossenheit begleitet sie bis heute. Ihr Weg hierher war nicht leicht, besonders als Frau, doch sie hat es gemeistert. Diese Mission ist ihr Lebensinhalt, für den sie lebt. Sie gibt niemals auf.

Und so wird sie ihren Weg Tag für Tag erneut gehen. Ihre Runden ziehen und sich selbst und ihrem Eid treu bleiben.

Die Suche nach Gleichgesinnten, nach Weggefährten, die ihr Leben diesen Zielen widmen wollen, setzt sie unermüdlich fort. Mit jedem Mann und jeder Frau, die sie für die Ziele des Königs und der Allianz gewinnen kann, gewinnt sie einen ehrbaren Soldaten hinzu. Wer weiß, ob nicht eines Tages die Zeit kommt, in der der alte Glanz erneut erstrahlt.

OOC

Name der Gilde: Wächter des Löwen

Aktualität: 11/2025 (seit 2016 aktiv im Rollenspiel)

Fraktion: Allianz

Völker: Aufgrund des bespielten RP-Inhalts Menschen

Gesucht werden: Rekruten, Soldaten, Ausbilder
Im Einzelnen können dies sein: Nah- und Fernkämpfer, Späher, ausgebildete Magier, Lichtwirker, Heiler, Feldsanitäter

Ansprechpartner:

Johnâthan Aewynn (Ingame: Johnâthan)
Relana von Mendenhall (Ingame: Relanâ)
Tarras Sertan (Ingame: Sertan)

Discord: auf Anfrage

Bespielter Ort: Burg Sturmwind / Gebiete des aktuellen Addons, aber auch andere Örtlichkeiten für Einsätze etc.

Schwerpunkte der Gilde: Militär-RP und Ausbildungs-RP

Informationen zur Gilde: Auch unsere Reihen wurden durch die letzten Ereignisse stark geschmälert und vielleicht wecken wir hiermit Euer Interesse, der Garde beizutreten.

Welche Kriterien solltet Ihr mitbringen:

• Ihr seid ein Mensch mit Loyalität dem Königshaus und Loyalität gegenüber der Allianz.
• Ihr seid bereit, Euer Leben dem König und der Stadt und dem Königreich Sturmwind zu widmen.
• Ihr zeigt korrektes Auftreten innerhalb und außerhalb des Dienstes.
• Ihr seid bereit, Befehle zu befolgen und eine Dienstrüstung zu tragen
• Ihr gehört keiner fanatischen Organisation an oder pflegt Umgang mit zwielichtigen Personen.

Vereinbart einen Termin für ein persönlichen Gespräch mit uns und ihr könnt noch mehr über den Dienst eines Wächter erfahren.

Wir bieten Euch die Möglichkeit, uns unverbindlich kennenzulernen, uns Eure Fähigkeiten und Eurer Interesse zu demonstrieren und Euch mit der Struktur der Garde zu befassen.
Danach entscheiden beide Seiten, ob der Weg des Wächters weiter gegangen werden kann.

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Es ist früher Morgen in der Burg. Die junge Leutnant sitzt in ihrem Arbeitszimmer, umgeben von den alten Bannern und der leisen Stille des beginnenden Tages. Mit einem Anflug eines Lächelns blickt sie auf die Liste vor sich. Es ist die Liste der letzten Bewerber, jener wenigen, die es geschafft haben, Teil der königlichen Garde zu werden. Ihre schlanken Finger gleiten sanft über die sorgfältig geschriebenen Namen, fast so, als wolle sie die Hoffnung, die darin steckt, spüren. Es sind mehr als sie erwartet hat, aber noch lange nicht genug.
Mit einem Seufzen lehnt sie sich zurück und betrachtet die eingerahmten Schriftrollen an der Wand. Alte Dokumente, die für den Stolz der Garde stehen. Heute jedoch hat sich vieles verändert. Die Garde, das Rückgrat des Königs ist in den Augen vieler verblasst. Kaum jemand sieht noch den Stolz und die Bedeutung, die die Garde besitzt. Echte Hingabe ist selten geworden bei den jungen Leuten. Es gibt weniger Bewerber, und die, die sich melden, sind oft nicht das, was gesucht wird.
Doch die Namen auf der Liste sind ein Anfang. Es ist ein kleiner Funken, der das Feuer zurückbringen könnte. Wenn sie es schaffen, ihn zu nähren.
Relanas Blick schweift durch das hohe Fenster, das den Blick auf den Burghof freigibt. In den frühen Morgenstunden war dieser Ort einst voller Leben. Junge Rekruten und alteingesessene Gardisten trainierten hier Seite an Seite, ihre Rufe und das Klirren von Schwertern hallten von den Mauern wider. Jetzt ist der Hof leer. Die meisten Gardisten befinden sich in Dornogal, dem aktuellen Einsatzgebiet, weit entfernt von der Hauptstadt. Diese Stille verstärkt das Gefühl der Leere in ihrer Brust, doch sie zwingt sich, die Hoffnung nicht zu verlieren.
Sie schließt die Augen und erinnert sich an die Worte ihres Ausbilders, eines Mannes, der mit unerschütterlicher Überzeugung gesprochen hatte: „Es geht nicht nur um den Kampf, Relana. Es geht darum, ein Symbol zu sein. Ein Zeichen von Schutz, Ehre und Stärke für diejenigen, die auf uns zählen.“ Diese Worte hallen in ihr wider und bestärken sie. Ihre Aufgabe ist klar, auch wenn der Weg dorthin ungewiss bleibt.
Mit festem Willen erhebt sie sich und geht zum Fenster. Die Sonne bricht gerade über den Horizont, ihr Licht taucht die Dächer der Stadt in ein sanftes Gold. Es ist ein Anblick, der sie jedes Mal aufs Neue inspiriert. „Wir müssen mehr tun,“ murmelt sie leise, während sie die Liste erneut betrachtet. „Mehr, um die Menschen zu überzeugen. Mehr, um ihnen zu zeigen, dass die Garde immer noch gebraucht wird. Das hier…“ Ihre Finger tippen auf das Pergament. „… das ist nur der Anfang.“
Relana richtet sich auf, legt die Liste sorgfältig beiseite und verlässt mit entschlossenen Schritten ihr Zimmer. Die alten Steintreppen hallen unter ihren Stiefeln wider, als sie die Burg verlässt. Die kühle Morgenluft schlägt ihr entgegen, aber die Wärme der aufgehenden Sonne auf ihrem Gesicht erinnert sie daran, warum sie kämpft. Als sie durch das große Tor tritt, öffnet sich der Blick auf die Stadt, die sich gerade erst zu regen beginnt. Händler bereiten ihre Stände vor, Frauen eilen mit Körben in den Armen über den Marktplatz, und aus der Ferne dringt der Klang eines Schmiedehammers an ihr Ohr.
Auf dem belebten Marktplatz bleibt Relana einen Moment stehen. Der Geruch von frisch gebackenem Brot und gerösteten Nüssen vermischt sich mit den Stimmen der Händler, die lautstark ihre Waren anpreisen. Ihr Blick gleitet über die Gesichter der Menschen. Viele sehen müde aus, manche gehetzt, doch dazwischen findet sie, wonach sie sucht. Jene wenigen, die noch Hoffnung und Stolz in ihren Augen tragen. Es ist genau dieses Funkeln, das sie erkennen möchte, wenn sie neue Rekruten sucht.
Ein paar junge Männer stehen am Brunnen. Sie lauschen einem älteren Soldaten, der mit lebhaften Gesten eine Geschichte erzählt, vermutlich von vergangenen Schlachten. Relana beobachtet sie aus der Ferne, ein schwaches Lächeln umspielt ihre Lippen. Diese Momente sind es, die sie an die wahre Stärke von Sturmwind erinnern. Es ist nicht die Größe der Mauern oder der Reichtum der Händler, der die Stadt ausmacht. Es ist der Wille der Menschen, ihre Heimat zu bewahren.
Relana strich eine lose Haarsträhne aus ihrem Gesicht und trat näher an den Brunnen heran, wo der alte Soldat gerade in eine seiner Erzählungen vertieft war. Seine Stimme, rau und dennoch fesselnd, malte Bilder von heroischen Schlachten und schwierigen Entscheidungen, die einst getroffen werden mussten. Die jungen Männer um ihn herum lauschten mit offenen Mündern, ihre Körper angespannt, als könnten sie die Dramatik der Ereignisse selbst spüren.
„Und als der Seeriese auf uns zuschoss, da wusste ich, dass nur einer von uns ihm gegenübertreten konnte!“ Der Soldat machte eine dramatische Pause, was ein kollektives Einatmen der Zuhörer hervorrief. Relana musste unwillkürlich lächeln. Es war nicht immer die ganze Wahrheit, was diese Männer erzählten, aber es war die Wirkung, die zählte. Geschichten wie diese ließen den Geist der Garde und ihrer Ideale weiterleben.
Sie ließ ihren Blick erneut über die Gesichter der jungen Männer schweifen. Da war Neugierde, ja, vielleicht auch ein Hauch von Bewunderung. Aber sie wusste, dass es nicht ausreichte, um sie wirklich zu überzeugen. Geschichten inspirierten, doch es brauchte mehr, um die Leidenschaft zu entfachen, die man dringend brauchte.
Sie trat schließlich näher und wartete geduldig, bis der alte Soldat seine Erzählung beendet hatte. Die Gruppe brach in Lachen aus, als er den Abschluss mit einem augenzwinkernden Kommentar versah, der wohl mehr als nur ein wenig ausgeschmückt war. „Entschuldigt, darf ich euch einen Moment stören?“, begann Relana höflich, aber mit festem Ton. Der Soldat wandte sich ihr zu und grüßte knapp. Die jungen Männer richteten sich instinktiv auf, als sie ihre Uniform bemerkten.
„Was ihr da erzählt habt, ist beeindruckend,“ sagte sie an den alten Soldaten gewandt. „Und doch glaube ich, dass ihr etwas viel Wichtigeres zu sagen habt.“ Sie wandte sich an die jungen Männer. „Es ist leicht, sich von Heldengeschichten mitreißen zu lassen. Aber die wahre Stärke liegt nicht nur in spektakulären Kämpfen oder ruhmreichen Momenten. Sie liegt in der Disziplin, in der Kameradschaft und vor allem im Schutz derer, die sich selbst nicht schützen können.“
Ihre Stimme war ruhig, aber voller Überzeugung. „Soldat zu sein ist nicht nur ein Beruf. Es ist eine Berufung. Man trägt die Verantwortung für das Leben und die Freiheit dieser Stadt, des Königreiches und der Menschen. Und ja, das bedeutet Opfer. Das bedeutet, früh aufzustehen, hart zu trainieren und manchmal auch Angst zu haben. Aber es bedeutet auch, Teil von etwas Größerem zu sein. Wie zum Beispiel der Königsgarde. Etwas, das die Mauern dieser Stadt überdauert.“
Die jungen Männer schauten sie nachdenklich an, während Relana einen Schritt zurücktrat, um sie nicht zu bedrängen. Einer von ihnen, ein schlaksiger Bursche mit zerzaustem braunen Haar, trat schließlich vor. „Und wie… wie wird man Teil davon?“, fragte er zögernd.
Die junge Leutnant nickt ihm zu, ihre Haltung aufrecht, ihre Stimme ruhig und doch voller Hoffnung. „Komm zur Burg. Sprich mit dem Rekrutierungsbüro. Wenn du Mut und den Willen hast, dich zu beweisen, dann bekommst du eine Möglichkeit.“
Mit diesen Worten verabschiedete sie sich und ließ die Gruppe zurück, deren Stimmen sie noch eine Weile leise hinter sich hörte. Sie wusste, dass nicht alle von ihnen kommen würden. Vielleicht nur einer oder zwei. Aber das ist ein weiters Stück vom Anfang.
Als sie weiterging, vorbei an den geschäftigen Ständen und den bunten Auslagen der Händler, spürte sie einen Funken von Hoffnung in sich wachsen. Vielleicht war es naiv, aber sie glaubte daran, dass die Garde wieder zu dem werden konnte, was sie einst war. Ein Symbol für Schutz, für Stärke und für den Stolz des Königreichs.

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Ehre dem König, Freundin! :saluting_face:

salutiert Ehre dem König. Womit kann ich euch behilflich sein?

~ Rückblick ~ Vor einigen Wochen ~

Die junge Leutnant ging schnellen, aber bedachten Schrittes über den langen Flur. Ihr Herz schlug so spürbar, dass sie kaum bemerkte, wie ihre Schritte über den Flur hallten. Ohne anzuklopfen, ohne zu zögern stieß sie die Tür zu Oberleutnant Grevens Büro und trat ein. Ein heller Glanz lag in ihren Augen, als hätte sie die lange erhoffte Nachricht schon tausendfach geprobt. „Sie kommen zurück!“ Spricht sie fest, mit unüberhörbarer Freude. In ihren Augen lag ein Licht, das nicht nur von Hoffnung, sondern von tiefer Freude sprach. „Noch heute. Die Wächter … kommen zurück. Sie alle.“
Einen Atemzug lang schien die Zeit stillzustehen. Im goldenen Schein des Fensters glitzerten aufgewirbelte Teilchen in der Luft, als hätten selbst sie angehalten, um den Worten Raum zu geben. Relana sog die Stille in sich auf, unfähig, ihre Freude zurückzuhalten. Alles Warten, alles Bangen hat ein Ende gefunden.
Noch ehe der Oberleutnant ein Wort erwidern konnte, war Relana schon wieder zur Tür heraus verschwunden, voller ungeduldiger Tatkraft. Auf den Gängen der Burg klang ihr Schritt leicht und federnd, als trüge sie die Nachricht selbst wie ein Banner vor sich her.
Sie wies die Wachen an, alle Bereiche gründlich zu prüfen und alles notwendige zu veranlassen. In der großen Halle ließ sie die lange Tafel eindecken.
Auch die Küche erhielt ihre Anweisungen. Krüge wurden mit frischem Wasser gefüllt, Brotlaibe aus den Öfen geholt und der Braten in den Ofen geschoben.
In den Stallungen überprüfte sie die frischen Einstreuungen, ließ Fackeln anbringen, wo sie am Abend bald entzündet werden würden, und ordnete schließlich an, dass ein Feuer im großen Kamin, in der großen Halle entfacht werde. Der Bereich der Wächter, der so lange nur gewartet hatte, begann zu leben.
Obwohl sie unablässig Anweisungen gab und jeder Raum der Wächter von ihrer Geschäftigkeit erfüllt war, konnte Relana die Freude nicht verbergen, dass mit ihnen die hohen Räume wieder voller Leben sein würde.
Und zwischen all den Schritten legte Relana die Hand an den kühlen Stein der Mauern und schloss für einen Moment die Augen. ‚Kommt.‘ Dachte sie. 'Die Burg wartet. Wir alle warten. Ein stilles, freudiges Gebet, das sie in sich trug.
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~ Heute ~

Die letzte Akte des Tages raschelt leise, als Relana sie schließt und sorgfältig zur Seite legt. Einen Moment lang bleibt ihre Hand auf dem Papier liegen, als wolle sie den Abschluss dieses Tages bewusst spüren. Dann lehnt sie sich zurück, atmet langsam aus und lässt den Blick durch den Raum gleiten. In ihren Augen liegt keine ungeduldige Erwartung mehr, sondern eine stille, tiefe Zufriedenheit.

Die Wächter sind zurückgekehrt. Mit ihnen ist die Seele der Burg heimgekehrt.

Wo die Hallen einst leer und hallend waren, pulsiert nun wieder Leben. Stimmen erfüllten die Korridore, festes Stiefelklopfen hallte über die Steine, das metallische Klingen der Schwerter im Übungshof, die aneinander gerieten, vermischte sich mit dem dumpfen Schlag von Übungshämmern. Dort, wo lange Zeit Staub und Schweigen lagen, glänzen nun Ausrüstungen in ordentlichen Reihen. Rüstungen spiegeln das Licht der Fackeln, sorgfältig polierte Schwerter ruhen in den Gestellen.
Das Lachen der Kameraden füllt die Luft und erschafft eine Wärme, die keine Fackel zu spenden vermag.
Selbst in den Stallungen ist das Leben zurück: Pferde wiehern, stampfen ungeduldig in der Einstreu. Stroh raschelt, wenn die Knechte es mit geübten Handgriffen verteilen, während ihre Rufe und leisen Scherze den Abend erfüllen. Der Duft von Leder, Stroh und Pferd liegt in der Luft, kräftig und lebendig.
Ein sanftes Lächeln huschte über Relanas Gesicht. All die Mühen, all das Warten hatten sich gelohnt.

Die Räume der Wächter sind nicht länger ein Ort der Stille. Sie sind wieder das, wofür sie geschaffen wurden. Ein Heim für jene, die wachen und schützen. Sie atmete tief ein, den Klang, den Geruch, das Leben, das zurückgekehrt war. Und in diesem Moment wusste sie, dass die Rückkehr der Wächter nicht nur die Erfüllung eines Versprechens war, sondern auch der Anfang von etwas Neuem. Es war nun wieder das Herz der Gemeinschaft. Und in diesem Herz hatte auch sie ihren Platz gefunden.
Genau hier fühlt sie sich angekommen. Hier wird sie anerkannt. Hier muss sie nicht kämpfen, um gesehen zu werden. Hier wird sie angenommen. Mit dem, was sie konnte, und mit dem, was sie war.

Sie lächelt leise, während ihr Blick über die vertrauten Mauern gleitet. Jeder Stein schien Geschichten zu flüstern. Von alten Zeiten, von Treue und Mut, von Verlust und Neubeginn. All das ist nun Teil von ihr geworden, so wie sie selbst Teil dieses Ortes geworden ist.

Doch noch war nicht alles vollendet. Ihre Aufgabe ist noch lange nicht beendet. Die Spuren der Vergangenheit liegen wie feine Risse im Stein, doch aus diesen Rissen wächst neues Leben. Sie weiß, dass die Wächter wachsen werden, dass neue Stimmen den Ruf hören und ihren Weg hierher finden werden. So wie sie selbst es getan hatte.

Und genau dafür wird sie kämpfen. Sie wird nicht aufgeben, neue Kameraden zu gewinnen.

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Zufrieden legt die junge Leutnant an diesem Morgen die Schreibfeder zurück in die Halterung und verschließt das Fäßchen mit Tinte.
Die Müdigkeit brennt hinter ihren Augen, doch ein warmes Gefühl des Stolzes dringt durch jede Faser ihres Körpers.
Sie hat die ganze Nacht hindurch gearbeitet und endlich ist das neue Informationsblatt der Königsgarde fertig. Sauber beschrieben und gefüllt mit allen wissenswerten Fakten, die ein Rekrut kennen muss.

Relana erhebt sich, streckt den steifen Rücken und tritt ans Fenster, durch das die ersten Strahlen der Morgensonne fallen. Draußen liegt die Burg noch in stiller Morgenruhe. Nur ein paar Wachen patrouillieren über die Mauern, ihre Silhouetten wirken wie scharf geschnittene Figuren vor dem hellenden Himmel. Ein leiser Wind weht den Duft von feuchtem Stein und glimmender Feuerstellen hinein.

Relana nimmt das Pergament vorsichtig auf, betrachtet es zum vielleicht zwanzigsten Mal und nickt zufrieden. Der Titel, in kräftigen Lettern geschrieben, lautet:

„Information für jene, die berufen sind zur Königsgarde“

Darunter folgen sorgfältige Abschnitte: die Anforderungen an Ehre und Pflichtgefühl, kurze Grundregeln der Disziplin. Jeder Satz ist bedacht, jedes Wort gewogen.
Denn es ist mehr als ein Informationsblatt. Es ist ein Versprechen. Ein Ruf an jene, die bereit sind, ihr Leben in den Dienst der Krone zu stellen.

Mit einem leisen Lächeln stellt Relana sich vor, wie junge Männer und Frauen auf den Marktplätzen der Städte und Dörfer dieses Pergament lesen. Wie es in ihren Herzen ein Flackern weckt. Den Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein. Jenen Wunsch, den auch sie einst hatte und der für sie wahr geworden ist.
„Möge es die Richtigen erreichen.“ Murmelt sie und bindet das Pergament mit einem dünnen roten Band zusammen, der Farbe der Königsgarde.

Dann schlägt sie den Umhang um, tritt hinaus in den klaren Morgen und macht sich auf den Weg, um ihr Werk zu übergeben. Ihre Stiefel klingen fest auf den Steinplatten, und in ihrer Brust pocht der Stolz auf eine Nacht voller Mühen, die sich gelohnt hat.

Die Sonne steigt höher, und mit ihr beginnt ein neuer Tag. Ein Tag, an dem vielleicht schon der erste Rekrut oder der nächste Anwärter das neue Informationsblatt in den Händen halten wird.

Informationsblatt der Wächter des Löwen

Information für jene, die berufen sind zur Königsgarde

Wir, die Garde Seiner Majestät, des Königs von Sturmwind ~ Wächter des Löwen ~ treten vor Euch, um unser Banner zu erheben und unser Anliegen kundzutun.

Seit jeher stehen wir als Schild vor dem Thron und als Schwert in der Hand des Königs. Unser Platz ist an seiner Seite. In den Hallen der Burg zu Sturmwind, auf den Mauern der Hauptstadt und überall dort, wohin uns sein Wille und seine Worte rufen. Wo der König schreitet, dort steht die Garde. Unbeugsam, wachsam und jederzeit bereit.

Doch die Wirren der Zeit, Krieg und Dunkelheit haben auch unsere Reihen gelichtet. Darum suchen wir nun neue Streiter, die würdig und bereit sind, das Wappen des Löwen zu tragen und an unserer Seite zu kämpfen.

Wer mag sich uns anschließen?


Wenn Ihr in Euch den Ruf des Dienstes vernehmt, so wisset:

Ihr seid ein Mensch von Sturmwind oder der Allianz, standhaft im Herzen und klar im Geiste.
Euer Leben soll nicht nur Euch selbst gehören, sondern König und Reich geweiht sein.

Was wir an Euch verlangen, ist mehr als nur ein kräftiger Arm und eine scharfe Klinge:

  • Unerschütterliche Loyalität
  • Euer Herz gehört dem Königshaus von Sturmwind.
  • Euer Eid gilt dem König und der Allianz
  • Ihr steht nicht schwankend zwischen den Fronten, noch dient Ihr einem Herren.


Bereitschaft zum Opfer:

Ihr seid willens, Euer Leben zu geben, wenn es der Schutz des Königs, der Unschuldigen und des Reiches fordert.
Feigheit und Rückzug mögen anderen zustehen, nicht aber einem Wächter des Löwen.


Kenntnis des Militärs und des rechten Verhaltens:

Ihr kennt zumindest die Grundregeln des militärischen Dienstes:

  • Respekt vor Vorgesetzten
  • Disziplin in der Reihe
  • Ordnung im Auftreten

Ob in Uniform auf dem Hofe oder in schlichter Kleidung in den Straßen Sturmwinds: Ihr tragt den Namen der Garde.
Euer Benehmen soll stets Ehre über den König und sein Haus bringen.


Meisterschaft von Waffe und Profession:

Ob Ihr das Schwert führt, die Lanze senkt, den Hammer schwingt oder die heilenden Kräfte des Lichts lenkt, ihr müsst fähig sein, Eure Kunst im Dienst der Garde anzuwenden und sie stetig zu vervollkommnen.
Ein Wächter des Löwen schlägt nicht blind, sondern bewusst, mit Verstand und Verantwortung.


Gehorsam und Dienstbereitschaft:

Befehle der Vorgesetzten werden befolgt, solange sie mit der Ehre der Allianz und des Königs im Einklang stehen.
Wir verlangen keinen blinden Gehorsam, wohl aber Bereitschaft, sich der Ordnung der Garde unterzuordnen.


Tragen der Dienstrüstung:

Ihr seid bereit, die Rüstung der Garde anzulegen und sie mit Stolz zu tragen.
Sie ist nicht nur Schutz für Euer Fleisch, sondern Zeichen Eures Eides, Eurer Zugehörigkeit und Eurer Verantwortung.


Reine Bande und klare Zugehörigkeit:

Ihr gehört keiner fanatischen Gemeinschaft oder dunklen Bruderschaft an.
Ihr pflegt keinen Umgang mit zwielichtigen Gestalten, Kultisten oder Feinden der Allianz.
Ihr steht in keinem Bund, Treueeid oder Vasallenverhältnis zu anderen Organisationen, die über Eure Pflicht gegenüber König und Allianz gestellt werden könnten.

Ausbildung in der Garde:

Wer in unsere Reihen tritt, wird nicht lediglich ein weiterer Mann oder eine weitere Frau im Glied sein.

Wir bieten Euch:

  • Die Ausbildung zum Soldaten des Königs. Als Rekrut der Garde durchlauft Ihr eine Zeit der Schulung, in der Eure Disziplin geschärft, Eure Kampfkraft gesteigert und Euer Verständnis für Taktik und Ordnung vertieft wird. Ihr lernt Formationen, Wachdienst, Patrouillenführung, Verhalten im Belagerungsfall sowie den Umgang mit Befehlsketten.

  • Der Weg des Knappen, auf dem Pfad zum Paladin. Zeigt Ihr besondere Frömmigkeit, ein aufrichtiges Herz und Empfänglichkeit für das Heilige Licht, so kann Euch der Weg zum Knappen eröffnet werden. Unter der Anleitung erfahrener Paladine der Garde lernt Ihr die Lehren des Lichts, das rechte Maß von Gnade und Zorn, den Einsatz heiliger Kräfte zum Schutz der Schwachen und zur Vernichtung des Bösen.

Mit der Zeit, Prüfung und Bewährung mag aus einem einfachen Knappen ein Paladin der Garde erwachsen. Ein wahrer Streiter des Lichts, der in Rüstung dem König dient und die Allianz mit Schild und Glauben schützt.
So schulen wir unsere Rekruten, dass sie nicht nur Krieger, sondern auch Vorbilder für die Völker der Allianz werden.

Der Werdegang und Entlohnung in der Garde

Wer meint, sich berufen zu fühlen, der möge nicht glauben, der Weg sei leicht. Wir gewähren Euch eine Probezeit von vier Wochen, in der Ihr uns im Dienst begleitet,
Eure Fähigkeiten im Kampf und im täglichen Dienst zeigt, unsere Ordnung, Strukturen und Gebräuche kennenlernt, sowie wir Euren Charakter, Eure Standhaftigkeit und Eure Eignung prüfen.
Am Ende dieser Zeit entscheiden beide Seiten ob Ihr würdig seid, in unseren Reihen zu bleiben und ob der Weg als Wächter des Löwen der Eure sein soll.


Eure Belohnungen und Versorgung:

Wer sich der Garde anschließt und den Eid leistet, dem wird nicht nur Ehre, sondern auch Fürsorge zuteil. Eine der Stellung angemessene Besoldung, freie Verpflegung in der Burg zu Sturmwind, ein kostenloses Zimmer innerhalb der Mauern, um einen sicheren Ort zu haben, sowie die Kameradschaft und den Rückhalt von Männern und Frauen, die wie Ihr ihr Leben dem König und der Allianz verschrieben haben.

Wie ihr uns erreichen könnt

Wünscht Ihr, mehr zu erfahren, so sucht das persönliche Wort, denn mehr als jedes Schriftstück vermag ein aufrichtiges Gespräch zu offenbaren.
Begebt Euch hierzu in die Burg zu Sturmwind und ersucht um eine Unterredung mit der Garde. Oder sprecht uns auf einem unserer Rundgänge durch die Stadt direkt an.

Habt Ihr den Entschluss gefasst, Euch zu melden, so tretet direkt vor Großmarschall Johnâthan Aewynn von der Garde, Wächter des Löwen.
Er wird es sein, der Euren Namen in die Rollen der Garde schreibt oder Euch rät, einen anderen Weg zu wählen.


Ehre dem König. Ehre der Allianz.
Gegeben und besiegelt in der Burg zu Sturmwind, unter dem Banner des Löwen.

gez.
Lord Johnathan Aewynn
Großmarschall der Garde,
Wächter des Löwen

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