[A-RP] Sanktum der Dämmerung

Das Sanktum der Dämmerung


Einführung

Die Augen der Bewohner Dalarans folgten der kleinen Gruppe. Dieses Symbol das sie auf ihren Wappenröcken trugen bekam man seit ein paar Tagen oft zu sehen, es war das Zeichen einer Gemeinschaft die wohl als 'Sanktum der Dämmerung' bezeichnet wurde. Eine Gemeinschaft aus Quel'dorei und Ren'dorei, doch was genau der Zweck ihrer Anwesenheit in Dalaran war konnte sich niemand so recht erklären. Quel'dorei waren in dieser Stadt kein seltener Anblick, doch was sich neben den Quel'dorei bewegte hinterließ skeptische Mienen. Ren'dorei, Wesen der Leere, korrumpiert und aller Wahrscheinlichkeit nach höchst gefährlich. Derlei Gerede war jedoch alltäglich, und inzwischen überhörten die meisten Ren'dorei es gänzlich, ebenso wie sie sich nicht länger an den misstrauischen Blicken störten die ihnen folgten.

Nachdem diese kleine Gruppe aus Hoch- und Leerenelfen in das prachtvolle Gebäude inmitten der magischen Stadt Dalaran eingebogen war, trat einer nach dem anderen durch das Portal das in die große, weitläufige Galerie führte. Diesen Ort hatte man ihnen angeboten, damit sie hier die Möglichkeit hatten ihren mannigfaltigen, selbstgewählten Aufgaben nachzugehen. Zudem konnte sich auch Dalaran in all seinen Facetten auf diese Weise an die ominösen Leerenelfen gewöhnen.

Nachteile mochte es geben, beispielsweise dass die Kirin Tor ihnen das Wirken von Leerenmagie innerhalb der Stadt untersagt hatten, aber niemand konnte bestreiten dass Dalaran gleichsam viele Vorteile bot. Im Gegensatz zu Sturmwind war es neutraler Boden, sodass zu gegebener Zeit die Kontaktaufnahme mit den übrigen Elfen aus Quel’Thalas deutlich vereinfacht wurde.

Jeder Elf und jede Elfe des Sanktums der Dämmerung hatte das Ziel klar vor Augen:
Ein neues Quel’Thalas. Ein erstarktes Quel’Thalas. Eine Gemeinschaft aller thalassischen Elfen.

Es war ein Ziel das noch in der Ferne lag. Um es zu realisieren würde das Sanktum einige Hürden überwinden müssen, und jeder von ihnen hatte gewiss seine ganz eigenen Beweggründe und Ideale - aber die feste Entschlossenheit die Heimat wieder in ihrem alten Glanz zu sehen bestärkte sie alle.

(verfasst von Neada)

Wer wir sind

Wir sind eine Gemeinschaft aus Leeren- und Hochelfen-Rollenspielern, die sich dem Ziel verschrieben haben, die einzelnen Gruppen der thalassischen Elfen zusammen zu führen, thalassische Traditionen zu erhalten und sich als vereintes Volk weiterzuentwickeln. Die Einflüsse durch die Verschiedenen Bündnisse haben in unseren Augen zu starken Veränderungen im Wesen vieler Elfen geführt. Wir wollen eine Anlaufstation für all jene sein, die sich auf die grundlegenden Wesenszüge der Elfen berufen und sich für die Zukunft der Elfenvölker von Quel’Thalas interessieren. Das Sanktum der Dämmerung verschreibt sich dem Ziel Quel’Thalas wieder zu Glanz und Blüte zu führen.

Unser Leitbild

Unabhängigkeit

Nur wer unabhängig denkt, kann auch unabhängig handeln. Nur ein unabhängiger Geist hat die Freiheit, etwas so zu tun, wie er es für richtig hält.

Freiheit bedeutet aber auch, innerhalb von Grenzen zu handeln, mit einem Ziel und klaren Spielregeln.

Einigkeit

Nur ein geeintes thalassisches Volk aus allen thalassischen Elfen kann seinen rechtmäßigen Platz in der Welt einfordern. Eine geeinte Gemeinschaft hat die Stärke und den Willen über sich hinaus zu wachsen und Maßstäbe zu setzen.

Als Elfen stehen wir zusammen und gestalten gemeinsam unsere Kultur, Tradition und Zukunft.

Loyalität

Nur wer loyal gegenüber der Gemeinschaft ist, wird sich über das Vertrauen hinaus Respekt und Anerkennung verdienen. Loyalität zur Gemeinschaft und zum Volk als ganzes betrachten wir als unerlässlich.

Wir betrachten Loyalität als das Bindemittel, dass uns zusammenschweißt und als Leitgedanke, der unser Handeln treibt.

Verlässlichkeit

Verlässlichkeit ist ein Markenzeichen der Elfen aus Quel’Thalas. Als solche stehen wir zu den Bündnissen, die eingegangen wurden und treten für diese ein.

Unsere Verlässlichkeit gilt aber stets zu allererst den gleichgesinnten thalassischen Völkern und Quel’Thalas.

Das Sanktum

Das Sanktum der Dämmerung wird von Arkanthir Dämmerbringer geführt, welcher von Kynara als Stellvertreterin und ausgewählten Offizieren unterstützt wird. Alle vollwertigen Angehörigen des Sanktums werden darüber hinaus als „Akolyten“ bezeichnet. Neue Mitglieder des Sanktums hingegen werden als „Initianden“ geführt, bis diese sich eingelebt haben und Zeit hatten sich mit dem Sanktum vertraut zu machen.

Innerhalb des Sanktums selbst kann auf den verschiedensten Themengebieten geforscht werden. Es soll aber auch eine Gemeinschaft sein, die ihr Wissen vermittelt und eine bestimmte Weltanschauung repräsentiert. Egal ob es nun um die Arkanen Künste geht, die Leere, die Natur, Alchemie, Heilkunde, Archäologie, Geschichte, Kunst oder Kultur. All jenes kann und soll im Sanktum einen Platz finden, aber auch all die Themenfelder in denen Quel’Thalas immer Vorreiter war, wie die Kunstfertigkeiten mit dem Bogen, der bewaffnete Kampf oder die Ingenieurskünste.

Dabei stellen wir für militärische Konzepte, insbesondere Waldläufer, Umbralläufer, Geisterklingen und Soldaten aller Art, eine Möglichkeit zur Verfügung sich im paramilitärischen Sinne auch diesen Aufgaben zu widmen dem Sanktum dienlich zu sein.

Welches Profil sollte jemand mitbringen, wenn er Interesse hat?

  • Ein erwachsenes und respektvolles Verhalten im Umgang mit anderen.
  • Ein loreorientiertes Rollenspielkonzept
  • Aktive Teilnahme am Geschehen innerhalb der Gilde
  • Eigeninitiative
  • Du bist ein Leeren- oder Hochelf
  • Dein Fokus sollte auf Rollenspiel, statt PvE und PvP liegen
  • Du bist kein Drache, Dämon, kommst nicht aus dem „Herr der Ringe“-Universum und bist auch kein verwirrtes Zwischenwesen aus einer Manga-/Anime-Dimension

Was wir dir bieten

  • Ein Stimmungsvolles Alltags-RP
  • Die Möglichkeit an Lehrveranstaltungen oder Unterrichten teilzunehmen
  • Exkursionen und Reisen im Rahmen von Unterrichtsthemen
  • Möglichkeiten deinen Charakter weiterzuentwickeln
  • Hilfe für Anfänger
  • Spieler die OOC und IC trennen können

Wie kommt man mit uns in Kontakt?

  • Flüstere einfach Arkanthir oder Kynara an
  • Sprich Arkanthir oder Kynara im Rollenspiel an
  • Trete unserem Discord bei und hinterlasse dort im entsprechenden Bereich eine Bewerbung
    Discord: https://discord.gg/MvpZDSv
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Es sollte nicht lange dauern, bis man auf den Straßen Sturmwinds von den ‘Machenschaften’ der Elfen in Elwynn’s Wäldern zu sprechen begann. Priester auf dem Vorplatz der Kathedrale, einfache Händler oder auch nur einfache Waschweiber - so etwas neu war, war das Interesse stets emenz, lenkte es doch vom tristen Alltag ab. Und auch noch … von… Leerenelfen, den ungeliebten Verwandten der feindlich gesinnten Blutelfen. Schlimmer gar noch, einst waren sie Sin’dorei gewesen!

Die Meinung ging auseinander, das Thema schien die Leute regelrecht zu polarisieren. Die einen führten das Argument auf, dass man Verrätern nicht trauen konnte! Wieder andere Zungen riefen die gemeinsamen Schlachten in Lorderon ins Gedächtnis, und alle die darauf folgten. Und ganz andere erklärten, dass Ren’dorei Neugeborene zu Neumond verspeisen würden. Alles in allem normal-hitzige Werktagsgespräche des Volks.

In all dem bunten Treiben saß eine schlanke Gestalt inmitten des Magierviertels zu Tische und verköstigte einen überaus edlen Wein mit herrlichem Jahrgang. Es schien, als hätte sie wenig für das Geschwätz übrig, und doch zuckten hin und wieder die Spitzen ihrer klingenförmigen Ohren. Sie lächelte sanft, als habe der Wein gerade einen überaus vollmundigen Nachhall auf ihrer Zunge entfacht.

Doch dann ließ sie unvermittelt ihr Glas stehen…

…und folgte den Stimmen.

Fürwahr, Neuigkeiten verbreiteten sich schnell in der großen Stadt der Menschen.


ooc.
Ein schöner Auftakt, ich freue mich auf seriöses RP mit euch und der Community. Kopf knapp verneig

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Der Turm des Sanktum der Dämmerung. In dem obersten Stockwerk befinden sich wahrlich viele Schätze an Schriften, Kräuter Verzauberungsutensilien. Man könnte meinen, man wäre in einer Schule für Magie. Ein vertrauter Ort, auch wenn nicht ganz so sehr, wie Wälder, Bäche, Flüsse und Berge. Da sitzt sie nun. Mit gerader Rückenhaltung und fast perfekt angewinkelten, parallel verlaufenden Beinen auf einem Stuhl, wie es ihr Vater in jungen Jahren streng beigebracht hatte. Ihr Kopf schrägt sich etwas, sie engt nachdenklich ihren Blick. Ihr Fokus ist offenbar eine Buchseite. Die erste Buchseite, um genau zu sein. Sie spielt mit einer magischen Feder in ihrer rechten Hand, indem sie sie etwas durch die Finger gleitend rotieren lässt.

Irgendwie ist es seltsam, denkt sie sich. Die Waldläuferin, die seit nun fast einhundert Jahre damit verbrachte, die Lehren der Waldläufer und Weltenwanderer zu lernen und ihr Können im laufe der Jahre immer weiter zu verfeinern, ihre Fähigkeiten zu verbessern und Reflexe zu steigern, aber auch abseits dieses Weges neues Wissen anzueignen in Tierkunde, Pflanzenkunde, Anatomien von verschiedenen Körpern, Spurenlesen, spähen, schleichen, kämpfen, … Das Waldläuferdasein ist weit gefächert und doch gibt es immer wieder etwas Neues zu lernen.

Um zu lernen, ist sie bereit, doch lieber ist es ihr eindeutig, nützlich zu sein. Ihr körperliches Training in Kraft und Reflexen, Zielsicherheit. Dies darf nicht vernachlässigt werden. Hinzu kommt das Training und die Pflege ihrer Ziehkinder. Die Drachenfalken. Dennoch. Sie findet dennoch Zeit, um sich für das Sanktum als nützlich zu erweisen.

Die Feder stoppt abruppt. Nessadrielle neigt ihren Kopf nun auf die andere Seite und setzt die Feder auf das Papier des Buches. Schwungvoll wird sie nun elegant in etwas größeren Buchstaben eine Überschrift in die erste Seite zaubern.

Die artgerechte Haltung von Drachenfalken
von Nessadrielle Silbersang”

Sie setzt die Feder ab, blickt auf das Papier und wirkt unsicher, betrübt. Sie seufzt etwas langgezogen und lässt den Kopf hängen.

“Nun. Es ist schwieriger als ich dachte.”

Raunt sie die Worte sich selbst entgegen und wischt mit ihrer rechten Hand über das Geschriebene, ehe es langsam verblasst, bis es gar nicht mehr zu sehen ist. Als hätte sie nie etwas darauf geschrieben. Erneut setzt sie das Schreibutensiel an und schwingt elegant die Spitze über die leicht raue Oberfläche. Sie kommt nicht umhin, der Konzentration geschuldet, ihre Zunge seitlich herauszustrecken.

Die faszinierende Welt der Drachenfalken
von Nessadrielle Silbersang”

Als sie das letzte Zeichen beendet hebt sie ihr Haupt an und blickt prüfend auf das Geschriebene, die Feder wird beiseite genommen. Sie schnalzt einmal mit ihrer Zunge und beginnt zu lächeln. Nickt einmal und führt die Feder wieder auf das Papier.

“Na es geht doch. Dies ist schon viel besser.”

Dies ist der Beginn eines atemberaubenden Abenteuers, mit einer Menge Spaß, in einem Sanktum. Naja. Vielleicht nicht ganz so viel Abenteuer, aber Spaß wird sie haben.

Push

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Mit einem tiefen Zug sog Neada den vom Wasser gekühlten Rauch in ihre Lungen. Der feine Geschmack nach einer süßen Frucht umspielte ihre Zunge und breitete sich nach und nach in ihrem Mund aus. Zwar hatte der Händler ihr beim Kauf der Mischung den Namen der Frucht genannt, aber sie konnte sich einfach nicht mehr erinnern. Unwichtige Nebensächlichkeiten. Den Mund ein wenig öffnend, ließ Neada den Rauch in einem langgezogenen Atemstoß aus Kehle und Lungen weichen. Dicht und in fantastischen Formen wirbelnd breitete er sich über der auf einer flachen Couch liegenden Elfe aus, bevor er sich in der Luft verflüchtigte. Rasche Schritte waren plötzlich zu hören, die Neada aus ihren Gedanken rissen. Sie wusste genau was geschehen würde, und richtete ihren Blick daher auf das tiefrote Tuch das den Durchgang zwischen dem Raum in dem sie saß und dem Nebenraum trennte. Es war nur aus dünnem Stoff gewebt und erlaubte daher dass man halb hindurch schauen konnte. Trotzdem erfüllte es seinen Zweck, selbst das letzte bisschen Rauch daran zu hindern in andere Räume hinaus zu ziehen. Und es ermöglichte der hier sitzenden Person zudem ein gewisses Maß an Abgeschiedenheit. Eben diese Abgeschiedenheit wurde jedoch in diesem Moment von einem kleinen Mädchen gestört, das das Tuch mit den Armen beiseite schob und sich der Couch näherte auf der Neada sich bereits aufgesetzt hatte.
“Min’da, darf ich mit den anderen vor die Tore gehen? Sie wollen zuschauen wenn die jungen Falkenschreiter gefüttert werden.” Das aufgeregte Funkeln in den Augen des Mädchens war nicht zu übersehen. Sie hatte die blonden Haare ihrer Mutter geerbt, und auch viele andere Feinheiten die den Freunden und Bekannten der Familie viele Gelegenheiten boten immer wieder eine Bemerkung dazu fallen zu lassen.
“Min’da!” rief das Kind noch einmal etwas energischer, als die Antwort der erwachsenen Elfe nicht sofort erfolgte. Neada blinzelte und kehrte rasch aus ihrer Träumerei zurück. “Hast du deinen Vater gefragt?” erkundigte sie sich, woraufhin das Mädchen eifrig nickte. “Er sagt wenn du es nicht verbietest, dann darf ich gehen.”
“Dann lauf.” sagte Neada mit einem sanften Lächeln. “Aber du bleibst in der Nähe der Zucht, Cara. Keine abenteuerlichen Abstecher in die Tiefen des Waldes.” fügte sie etwas strenger hinzu, denn sie kannte den Spieltrieb, die Aufgewecktheit und Abenteuerlust ihrer Tochter. Das Mädchen nickte noch einmal eifrig, und drehte sich mit einem freudigen Jauchzen um. Ein erneutes Wehen des Tuches, dann war die Kleine verschwunden und hinterließ nichts als dem Geräusch leiser werdender Schritte, und einem Blatt auf dem Boden das wohl an ihrem Schuh geklebt haben musste.
Neada beugte sich vor und hob das Blatt auf. Während sie es zwischen den Fingern hielt und nachdenklich betrachtete stellte sie sich bereits vor was sie von Cara an diesem Abend als Ausrede hören würde. Sie würde selbstverständlich nach der Zeit heim kommen, die sie von ihren Eltern auferlegt bekommen hatte. Natürlich würde sie auch schwören dem Wald nicht zu nahe gekommen zu sein, doch Neada würde spätestens am kommenden Morgen, wenn sie wieder ihren Dienst antrat, von einer der anderen Wachen hören dass Cara zusammen mit den anderen Kindern auf den Hügeln gespielt hatte, die in Richtung Wald lagen.
Sie hatte längst aufgegeben ihre Tochter zu ruhigeren Aktivitäten überreden zu wollen. Und war es nicht im Grunde gut so wenn sie Spaß hatte? Zu viele Sorgen Neadas würden dem Kind eher schaden als gut tun. Ihrem kleinen Sonnenschein. Ihrem Ein und Alles.
Die freie Hand der Elfe tastete nach dem Mundstück der Wasserpfeife, fand es, und führte es direkt an die Lippen. Ein tiefer Atemzug, wieder der süße Geschmack, doch etwas war anders. Das Kratzen in ihrer Kehle fühlte sich merkwürdig an, und es wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Beinahe lautlos fiel das Mundstück aus Neadas Hand auf den weichen Teppich hinab, und auch das Blatt rieselte kläglich zurück in die Tiefe. Ein gar friedvoller Anblick, der stark davon gestört wurde dass Neada sich mit beiden Händen an die Kehle fuhr und ächzend nach Luft rang. Doch das Atmen fiel ihr nur umso schwerer, je vehementer sie es versuchte. Irgendetwas musste mit der Mischung nicht in Ordnung gewesen sein. Oder handelte es sich um Gift? Sie konnte nicht mehr atmen, und ihr wurde schwarz vor Augen. Sie wollte schreien, aber es kam kein Laut über ihre Lippen. Auch hören konnte sie nichts, weder ihre eigene Stimme noch irgendein anderes Geräusch das darauf hätte schließen lassen dass jemand in der Nähe war der sie hätte hören können. Neada kippte von der Couch auf den Boden…

…und schreckte plötzlich auf. Sie saß halb, lag halb im Bett. Ihre Arme zitterten, und die dünne Schlafkleidung klebte durch kalten Schweiß an ihrem Körper. Es dauerte ein paar Momente bis ihr Kopf dazu in der Lage war die Situation zu erfassen. Und jeder einzelne Gedanke legte den Schluss nahe, dass sie geträumt haben musste, denn sie war weder in jenem gemütlichen Raum in Silbermond, noch entsprachen Haut- oder Haarfarbe denen die sie im Traum gehabt hatte. Ihrem früheren Selbst. Neada kniff die Augen zusammen. Mit aller Macht hatte sie versucht die Gedanken an den Teil des Traumes von sich zu weisen, der das kleine Elfenkind gezeigt hatte. Aber es gelang ihr nicht länger. Mit steinerner Miene stieg sie aus dem Bett und ging auf baren Füßen in das Arbeitszimmer herüber. Durch die beiden großen Fensterfronten schien das Mondlicht trügerisch friedlich hinein. Fast höhnisch. Neada trat direkt bis an eines der beiden großen Fenster heran, neigte den Kopf vor und ließ ihre Stirn auf dem kalten Glas aufsetzen. Es vermochte den Schmerz den sie seit dem Erwachen im Kopf spürte ein klein wenig zu lindern, aber das Bild des Mädchens wollte nicht weichen. Neadas Atmung beschleunigte sich, was einen beschlagenen Fleck auf dem Fensterglas zur Folge hatte.
All das was sie im Traum gesehen hatte waren Reaktionen auf das was sie am heutigen Tag erlebt hatte. Vielleicht sogar noch in den letzten paar Tagen. Sie hasste diese Träume. Im Traum war sie ausgeliefert, konnte sich nicht wehren und war gezwungen sich anzusehen was ihr Unterbewusstsein ihr vorführte. Temarion würde ihr womöglich helfen können, diese Träume seltener werden zu lassen. Aber wollte sie das überhaupt? Waren diese Momente in denen sie Cara wieder bei sich hatte, so sehr es auch schmerzte wenn sie erwachte, nicht doch so wertvoll? Schließlich bot es ihr die Möglichkeit sie noch einmal lächeln zu sehen. Ihre Stimme zu hören. Sie zu umarmen und an sich zu drücken.
“Schluss damit…” hauchte sie leise aus, doch in ihrer Stimme lag eine gewisse Entschlossenheit. In Gedanken setzte sie den Satz fort: ‘Besser, du konzentrierst dich auf deine Forschung. Für das Sanktum…’.

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Nr1: Federkissen

Millionen und Milliarden, nein gar viele, viele mehr, von hellen Punkten auf einer dunkelblauen, beinahe gänzlich schwarzen Decke, die Azeroth bedeckt.
Nacht für Nacht erhellen sie, zusammen mit dem Planeten, den die Kaldorei Elune und die Shu’halo Mu’sha nennen, jene Pfade durch die Städte und Wälder. Wie eine Landkarte fungieren die Sterne selbst, Wegweiser aus verlorenen, verirrten Weiten.
Oft hat er sie angesehen, denn sie trugen ihn immer hinauf, weiter und weiter gar, als er fliegen konnte. Manchmal probierte er sie zu fassen, doch es war schlicht unmöglich.

Doch da, wo die Träume wohnten, holte auch oft die Realität einen ein, denn dunkle Wolken schoben sich heimlich, gar schleichend wie eine Seuche über das Firmament und machten es einem unmöglich, jegliche Höhenflüge zu genießen.
Dunkler, gar schwarz verfärben sie sich, ehe sie sich zusammenraufen und das Nass aus sich heraus quetschen. Blitze zucken durch die Luft. Hämisch lachende Gesichter sind es, die sich in den Wolken zeigen, dröhnend ist ihr Gebrüll, als sie mit den Fingern auf einen deuten und vor schmerzhafter Freude sich nicht mehr zurückhalten können. Gierige, lüsterne Blicke. Ein Starren! Ein unendliches Starren, von dem man umzingelt ist. Quälend langsam läd sich die Luft auf, eine Gänsehaut entsteht, als Finger am Leib herunter rutschen. Sie greifen, es schmerzt! Rennen! Da will man nur rennen und alles hinter sich lassen. Gitterstäbe verhindern es… Wie, nur wie kommt man hier heraus?
Ein Hilfeschrei, verzweifelt und kläglich, ehe…

Federn?
So weich… Tief im Wald, man kann es riechen und das Wasser plätschern hören. Eine Hand streicht über Stoff, erneut so weich. Das eine Ohr fühlt sich so wohlig warm an und der Kopf dreht sich. Was für ein herrliches Gefühl, auf so einem gepolsterten Bauche zu liegen. Ist sehr bequem und es durftet… es durftet nach Törtchen…?
Der Kopf dreht sich wieder und sachtes Licht berührt die noch geschlossenen Augen. Es muss schon Morgen geworden sein… So schnell?
Wieder fährt eine Hand durch Federn. Aber vorhin war es doch Stoff?
Verwirrt öffnet Milon die Augen.
Ein Schnabel öffnet sich und “KRÄCHZZ!”.
Fast sofort stand Milon aufrecht auf dem Waldboden und starrte seinen Hippogryphen Ris’taques an. “Belore, Ris! Weck mich doch mal sanfter auf!” Der Hippo blinzelte nur und schrägt den Kopf. Was war denn sanft? Also Verca schonmal nicht!
Der Kerl mit dem silberblondenem Haar musste eingeschlafen sein. Widererwartens lag sein Hippogryph bei ihm. Sicher hatte dieser wieder einfach die Stalltüre geöffnet und ist hinaus geflattert. Diese Wesen sind ja furchtbar schlau. Manchmal war das unpraktisch.
Der Quel’dorei seufzt, geht aber zum großen Wesen hin und krault es was hinter dem Geweih. “Schon gut. Danke, dass du mich warm gehalten hast, mein Freund. Ich muss eingedöst sein… Hmm… Ich habe schlecht geträumt.” Er reibt sich was durchs Gesicht.
Milon träumte oft schlecht. Aber anders, als die Berichte von den Ren’dorei, waren es gewiss nicht die Stimmen, die ihm Alpträume beschafften. Der Grund lag in der Vergangenheit. So erging es sicher vielen. Die Elfen waren ein altes Volk, sie haben alle schon so unglaublich viel erlebt. Viel Grauen, was ihnen den Schlaf raubte.
Ein Gähnen ist zu hören und Milon streckt sich was. Ris steht derweil auf und klappert mit dem Schnabel. Hunger!
Der Elf sieht ihn doof an. “Du bist doch ein Raubtier… Fauler Vogel…” Ein Schnauben aus dem Schnabel des Tieres, doch Milon nickt und geht an seine Seite, steigt auf.
“Gut, dass ich dich habe… Fisch oder Marder?”
Erneut ein klappern mit dem Schnabel, ein auf- und abheben mit dem Kopf, ehe der Hippogryph zwei Sätze macht und sich in die Luft bringt.

Milondras Gedanken jedoch hingen noch etwas am Boden fest. Irgendetwas hatte sich geändert, oder nicht? Die Bisse des Vergangenen wurden durch Freunde immer mehr geheilt, auch wenn er wusste, das immer Narben bleiben würden.

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Nach unserem Umzug nach Dalaran haben wir die „Einführung“ des Forenthreads aktualisiert. Vielen Dank dabei an Neada für die Mühe die neue Einführung zu schreiben.

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Wie jeden Morgen bahnten sich auch an diesem, sanfte Sonnenstrahlen an den schweren Vorhängen vorbei ihren Weg ins Innere, der kleinen Wohnung. Feine Staubpartikel zeichneten sich malerisch in der trockenen Luft ab, tänzelnden von einem Luftzug aufgewirbelt umher, während die Knospe einer spärlichen Zimmerpflanze, sich langsam öffnete und das wärmende Licht, mit weißen Blütenblättern empfing.
Es war noch früh, als er die Lider aufschlug und geradewegs an die Holzdecken des Zimmers blickte. Wie jeden Tag, war er auch heute wieder etwas träge und wollte sich am liebsten gar nicht aus diesem kleinen gemütlichen Bett und der Decke schälen. Aber irgendwann musste er das so oder so. Ein leises Seufzen entwich daher seiner Kehle, die blauen Irdenen wurden noch einmal geschlossen, ehe er die weiche Wolldecke zur Seite schob und sich aufsetzte. Er blinzelte, rieb sich mit der Hand gähnend übers Gesicht und schob mit den Fingerspitzen ein paar blaue Strähnen aus seinem Blickfeld. Nichts hatte sich seit dem gestrigen Tag geändert. Warum sollte es auch? Er schüttelte den Kopf und stand auf, die Dielen knarzten leise unter seinem Gewicht. Routiniert führten ihn seine Füße zum Fenster, er griff den rauen Saum des Stoffs und zog ihn noch ein Stück weiter auseinander, um mehr Licht hinein zu lassen. Seinen Träumen hinterher schwelgend senkte er den Kopf und betrachtete die kleine zerbrechliche Blüte. Weiß wie der Schnee, dachte er. Ein schmunzeln, dann wand er sich um. Sein Weg führte ihn an den alten Holzregalen vorbei, die seine ohnehin schon kleine Wohnung, nur noch enger machten. Sein Blick glitt dabei über die zahlreiche Sammlung an Büchern und Pergamenten. Alte Schriften, modrige Rollen, hier und da ein paar magische Artefakte. Kleine schimmernde Kristalle, Schmuckstücke und manchmal auch einfach nur Plunder, den er irgendwie faszinierend oder schön fand. Diese kleine Schnitzerei eines Falken zum Beispiel. Er stoppte.

Seine Brauen zogen sich zusammen und erneut hob sich eine Hand. Kühles Metall berührte seine Haut, als er über das runde Objekt strich, welches an einer feinen Kette hinab hing. Die filigranen Muster und Symbole fesselten ihn. Wie oft hatte er es sich schon angesehen? Wie oft hatte er die tiefe Verbundenheit damit gespürt und dennoch nicht gewusst, weshalb? Schmerz durchzog seine Brust, als er die leere Stelle in der Mitte berührte.Warum nur? Er spannte sich an, wand den Blick ab und zog die Hand zurück. Irgendwann würde es ihm schon wieder einfallen. Die Suche nach einer Antwort, hatte er bereits aufgegeben und auch an diesem Tag, wollte er seine Gedanken nicht lange darum schweifen lassen.
Er setzte seinen Weg fort ins Badezimmer, vorbei an weiteren vollgestopften Bücherregalen, deren Staubschicht bald ein Eigenleben Entwickeln würde. Was soll. Dann war er wenigstens nicht mehr so alleine in diesen Räumen.
Vor dem Spiegel blieb er stehen, blickte sich selbst einige Sekunden an, bevor er den Kopf senkte, kaltes Wasser aus einer Schale schöpfte und sich ins Gesicht spritzte. Die Mähne bändigte er mit einer einfachen Bürste, band die Haare zusammen und inspizierte das Werk kurz. Passt. Zwei Schritte zurück. Wieder betrachtet man sein Ebenbild, sieht an sich herab. Herrje, er sollte wirklich mit dem Naschen aufhören. Mit Zeigefinger und Daumen wird die Speckschicht am Bauch abgemessen. Definitiv. Morgen…
Zurück im eigentlichen Wohnraum begann er sich anzukleiden. Fein säuberlich war die Kleidung über die Stuhlehen am Schreibstich gestapelt, konnte in der richtigen Reihenfolge herunter genommen und angezogen werden. Nur der Umhang hatte seinen eigenen Platz an einem Haken, direkt neben dem schimmerden Stab, der neben dem Fenster die einzige weitere aktive Lichtquelle war. Kurz führte seine Hand noch einen Griff in eine kleine Schachtel aus, holte ein Keks in Form eines Tannenbäumchens heraus und steckte ihn sich in den Mund. Frühstück.

Inbegriff die Wohnung zu verlassen, stoppte er doch noch einmal. Er zögerte.
Die Augenbrauen wurden gehoben und er blickte zurück zu seinem kleinen Schreibtisch, in der Nische. Ein in Olivgrün eingepacktes und mit rotem Band verschnürtes Päckchen, stand unberührt auf einer Ansammlung von Büchern, Zetteln und anderem Krimskrams.
An diesem Tag wurde das Winterhauchfest gefeiert. Eigentlich nicht von ihm. Er hatte den Sinn dahinter noch nicht ganz verstanden, auch wenn er die Stimmung durchaus genoss. Vor ein paar Tagen überkam ihn jedoch plötzlich das Bedürfnis, diesen Brauch nachzugehen. Einige Minuten verstrichen, bis der Magier sich dann schließlich doch abwandte, die Tür öffnete und die Wohnung verließ. Ob das Geschenk jemals seinen Besitzer erreichen würde, oder auch für immer ein Sammelobjekt bleiben würde, war noch ungewiss.

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Nr.2: Hinter Nebelschleiern

Augen öffnen sich. Dunkel, alles dunkel… Warten, man muss noch ein paar Stunden warten, dann wird es gewiss besser. Viel besser. Alles wird sich ändern.
Gedanken versetzen sich zurück in rauschende Wälder, singende Vögel, Wiesen, deren Gräser sich im Winde biegen und sich in ein grünes Meer wandeln. Ein Herzschlag. Wie gerne wäre man wieder in diesen Wäldern, der Duft der Blumen und Wildfrüchte schleicht sich in die Nase und die Augen schließen sich wieder.

Warten, man muss noch warten…

Der junge Quel’dorei stand am Fenster. Es wurde sich gestreckt und er gähnte. Was für ein herrlicher Tag! Draußen war es um diese Jahreszeit frisch, natürlich, aber die Sonne schien.
Endlich, keine Wolken mehr, die einen auslachten…
Unbeschwert grinste der Elf hinaus und zog sich eilig um. Die Rüstung sollte es sein. Doch nicht jene der “Luce ar Macil”, die blieb im Schrank. Es war jene, die er in Nordend anhatte, sie hielt schön warm. Damit fror er damals auf Burg Königswinter fast nie! Er brauchte nichts, was ihn wärmte, außer jener dickeren, mit Fell ausgepolsterten Rüstung…
Heute war es soweit und er freute sich immens! Endlich nach hause. Der Bogen wurde genommen und der Rucksack, den man am vorherigen Abend…
Der vorherige Abend. Der…
Es wird geblinzelt. Ja der Rucksack war gepackt, aber was…
Was war dann?
“Ach, bin sicher direkt eingeschlafen.”, meinte er zu sich und lachte leise. Ja, das klang nach ihm. Einfach wo einschlafen. Wie oft hatte er im Wald geschlafen, unter dem Sternenzelt.

Sterne…
Er hatte eine Kugel in seinem Zimmer gefunden, die das Firmament zeigte. Er konnte sich stundenlang darin verirren, wenn er es zulassen würde. Sie lag auf seinem Nachttisch, einfach so, ganz dicht bei ihm. Nur… Es war nicht seine. Irgendwer hatte sie hier sicher vergessen! Er würde sie zurück lassen, wäre ja doof, wenn der Besitzer nach ihr suchen und sie nicht finden würde, da der Herr sie einfach mitgenommen hätte!
Auf die Idee käme er nicht.
Es wurde zur Türe gegangen, in dessen Schloss würde er den Schlüssel dieses Mal stecken lassen. Offen ließ er sie zudem auch. Noch einmal drehte er sich um, schaut in das kleine Zimmer, noch im Turm im Elwyn, denn den Umzug hatte er nicht ganz vollzogen, ihm war der Wald hier einfach viel lieber als eine schwebende, magische Stadt.
Ein lächeln zierte seine Lippen, dann ging er hinab und hinaus.
“Nach hause geht es, Ris!”, meinte er, als er den Stall betrat. “Das wird so toll! So viele Gesichter, die ich schon lange nichtmehr gesehen habe. Der letzte Besuch ist zwar nicht so lange her, aber das war ja nur kurz… Mein Bruder wird Augen machen!”
Er lachte was auf, bei der Erinnerung an Larantess, der ja in Quel’Danil geblieben war.
Der Hippogryph betrachtete seinen Herren etwas merkwürdig, schrägte den Kopf. Milondras war so fröhlich und unbeschwert, wie lange nicht mehr!
Er ließ Ris’taques aus der Box, ging an der von Atebis, dem Eulenkätzchen, einfach vorbei und auch an den Falkeneiern, auf die er so sehnsüchtig wartete, das sie schlüpfen. Eigentlich waren es noch ein paar Tage bis dahin, aber… Er ging vorbei. Er marschierte in die Sattelkammer, um Zaumzeug und Sattel zu holen. Ris folgt brav, ehe die Beiden an einer weiteren Box vorbei kamen. Ein kleines Schildchen war dort, wie bei der von Ris. Er blieb stehen und stutzte, drehte sich zu der kleinen Plakette und las den Namen.

“Verca… Hm… Was für ein Pferd das wohl war? Oh, oder ein Drachenfalke von Nessa? Hm… Ich weiß bis heute nicht, wie alle heißen… Schade eigentlich.”
Milon ging weiter, hinaus. Nur Ris schaute ihm verwirrt hinterher, wusste er wohl in etwa, was der kleine Elf geredet hatte. Der Blick des Tieres ging in Vercas Box und ein leises, kläglich-traurig klingendes Krächzen war zu hören. Mit gesenktem Kopf folgte er Milon. Vor dem Turm angekommen sattelte Vaneth Ris und brachte Bogen wie Rucksack an. Zum Glück hatte Milon nie wirklich viel Gepäck dabei!
Gerade wollte er aufsitzen, da stutzte er. “Ach ja, fast vergessen!”
Er zog eine Pergamentrolle aus einem Nebenfach des Rucksacks, ehe er zum Briefkasten des Turmes lief und diese hinein legte. “So!”
Eilig und freudig lief er zu Ris’taques zurück und sattelte auf. Er tätschelte ihm den Hals. “War ganz nett hier, aber ich muss zurück. Tess wird Augen machen!” Er lachte fast schon bubenhaft auf, ehe Ris zwei Sprünge machte, die Flügel ausbreitete und sich in die Luft begab. Alsbald verschwand die Silhouette der Beiden am Horizont, im schon aufgestiegenen Nebel.
Nur eine große Feder des Tieres blieb zurück und erinnerte an vergessene Tage.

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Eiskrone. Ein finsterer und eisiger Ort. Bedeckt durch Schnee und Eis, ragen felsige Berge in die Höhe. Gewaltige mit Stacheln versehene Mauern aus schwärzlichem Material, welches Stahl nicht unähnlich ist, verbindet die Berge miteinander und trennt die einzelnen Talbereiche voneinander. Der eisige Boden ist von Fäulnis verseucht. Skelette und Überreste vergangener Zeiten ruhen und rasten hier, als sei die Zeit selbst mit Ihnen gefroren. Weit im Westen, das Ende des weiten Tals, birgt die finstere Festung des Todes selbst. Die Eiskronenzitadelle. Heimat des Lichkönigs. Auch sie wird von mehreren gewaltigen Mauern von der Welt außerhalb getrennt. An einer der letzten Mauern etwas weiter im Norden erhebt sich ein schwarzes Gewölbe aus dem eisigen Boden. Auf einem massiven Sockel sitzend, kann man zu Fuß wohl nur durch den Aufstieg einer langen und großen Treppe Zugang erlangen.

Einige Ghule, Skelette, Monstrositäten und bandagierte Neruber liefern sich einen Kampf mit berittenen Elfen der Quel’- und Ren’dorei, welche auf Hippogryphen und Drachenfalken reitend, die Bewahrer der Anlage aus der Luft attackieren. Ein Drachenfalke wird schwer durch ein finsteres magisches Projektil getroffen und beginnt aus der Höhe zu fallen. Ein entsetzliches Kreischen der geflügelten Schlange durchschneidet die Luft und untermalt dabei die anderen Kampfgeräusche. Das Tier kann sich vor dem eisigen Boden wieder fangen, schlägt wild mit den Flügeln und versucht den unausweichlichen Aufprall abzufangen. Eine Ren’dorei Bogenschützin wird bei dem Aufschlag vom Rücken des Tieres geworfen. Sie rollt sich am Boden ab, ihren Bogen noch immer fest umschlossen, zieht sie einen Pfeil, positioniert ihn rasend schnell am Bogen und spannt die Sehne.

„TAIRON!“

Entkommt es ihr in einem besorgten Rufen. Sie läuft geschwind an ihrem Flugtier vorbei, bäumt sich direkt vor ihm auf und lässt den Pfeil seinen Weg in den Oberkörper eines dieser Spinnenwesen versenken. Erneut zieht sie einen Pfeil und schießt ihn auf das gleiche Ziel, hatte es wohl den Tod noch nicht als entgültig erachtet. Ein Hippogryph setzt zu einem Sturzflug an und reißt dabei zwei Ghule mit sich. Der Aufprall mit einem weiteren Neruber zwingt auch dieses Tier zu Boden. Das Bild verschwimmt und färbt sich gänzlich schwarz. Eine raue Stimme ertönt und lässt das Bild wieder klarer werden. Der Eingang des Gewölbes wird sichtbar, doch war etwas seltsam. Die Verteidiger waren tot. Die Gruppe Elfen mit ihren Reittieren versammelt. Was ist passiert?

Eine der Ren’dorei, bewaffnet mit einem Speer, beginnt mit einer Hand Zeichen zu formen. Nessadrielle versteht was die Umbralwaldläuferin Thaenara Melo’ra von ihr möchte. Kerondil Belore’dal ein Quel’dorei Paladin bewaffnet mit Schwert und Schild sichert weiterhin den Eingang und meldet sich schemenhaft zu Wort. Es ist ein Rauschen. Kaum hörbar welche Worte er dabei nutzt. Dennoch nickt Nessadrielle ihm zu und blickt noch einmal zu Melo’rah, die sich ebenso bereit hält, weitere anrückende Untote zu zermetzeln. Die Flugtiere wirkten ebenso, als wären sie bereit für einen Kampf. So liefen Astaroth Dagnir gefolgt von Milondras Vaneth und Nessadrielle gefolgt von Arkanist Dreyamor ins Innere. Erneut verschwimmt das Bild. Nessadrielle kneift ihre Augen zu, versucht sie langsam wieder zu öffnen, ehe schwaches Kerzenlicht in einer gewaltigen dunklen Halle nur wenig Licht zu spenden vermag. Ein Sockel auf dem eine große rötlich schimmernde Kugel durch fremde Magie vor sich hin wabte, befand sich am Ende des Gewölbesaals. Nessadrielle war sich sicher. Sie sind noch dort. Sie sind gerade dabei einen Lich an einem Ritual zu hindern. Der Quel’dorei Zauberbrecher ist dabei ein magisches Duell auszufechten mit dem Lich. Er wirkt Magienegierende Effekte auf den Lich und seine magische Barrieren. Schreckhaft blickt die Umbralwaldläuferin Nessadrielle zur rechten Seite neben dem Sockel mit der Kugel darauf und erblickt einen Elfen mit weißem zerzaustem langem Haar in einer violetten Robe der Kirin’tor gekleidet. Er wirkt wie in Trance. Nein…schlimmer noch. Er wirkt vom Tot berührt. Sein Äußeres war verfault, entstellt von aufgerissenen Haut- und Fleischteilen. Ein Teil des Gesichtes war gänzlich Fleischlos und lässt kaum noch erahnen, dass dies ein Elf war. Nur eines seiner Ohren deutete seinen Ursprung an und doch erkannte Nessadrielle diesen Elfen. Die Robe, die Ringe an seinen Händen, das Haar, die wenigen noch verbliebenen Merkmale an Konturen seines Gesichtes. Es war ihr Bruder. Andrenas Silbersang. Nessadrielle sinkt in die Knie. Ihre Gedanken rasen. Der Lich wirkt eine magisch verfaulte Druckwelle. Dagnir kann mit seinem Schild standhalten, auch Milondras kann dem entgehen, nur Nessadrielle wird von ihr fortgerissen. Sie tut sich schwer daran, sich wieder zu erheben. Der untote Elf hat ihre volle Aufmerksamkeit, doch kann sie sich kaum rühren.

Die Umgebung verschwimmt. Die massiven Säulen mit den Fackeln zerbersten langsam. Der Lich, Dagnir, Milondras Vaneth, auch Dreyamor, der von rechts mit Magieangriffen agiert, lösen sich auf. Die rote Kugel verblasst. Es wirkt als würden sie alle zu Staub zerfallen und durch eine leichte Brise davongeweht werden. Nur Nessadrielle und ihr Bruder sind noch dort. Die Finsternis vermag alles um sie herum zu verschlingen. Der verweste Elf war noch dem Sockel zugewandt, der auch verschwand und wendet seinen Blick zu Nessadrielle. Sie selbst wirkt in Trauer um den Umstand des Elfen. Sie erhebt sich vom Boden, behält den Untoten im Blick. Ihren Wangen rinnen Tränen hinab. Sie wirkt zittrig, nach Halt suchend, ein Funken Hoffnung ersehnend, dass dieses Bild nicht der Wahrheit entspricht. Doch ändert sich nichts. Der Elf erhebt sich vom Boden und gleitet durch einen dunklen Nebel, der seinen Unterleib umschlingt zu Nessadrielle, seiner Schwester, hinüber. Der Blick neutral, doch wirkt es nicht gerade ermunternd das entstellte Gesicht zu erblicken.

“Hmmmmm. Deine Freunde haben sich von dir abgewandt …. Schwester. Und sei dir gewahr, es ist deine Schuld.”

Säuselt die brummige Stimme des nebelschleierbehafteten Elfen leise. Nessadrielle weitet ihre Augen, öffnet in einer geschockten Starre verfallend ihren Mund und starrt ihren vermeindlichen Bruder ungläubig an

“Sieh mich an. … Ich zerfalle, weil du unfähig bist, die Familie zusammen zu halten. Es ist deine Schuld. Sieh dich um! Dies ist die Finsternis, die dich erwartet, weil du Vater nicht von der Leere fernhalten konntest. Deine Freunde werden es schon bald selbst erfahren. Du bist gescheitert und wirst es weiterhin. Du hast Letharis im Stich gelassen! Du hast Vater im Stich gelassen! Wo sind sie?”

Dieser geisterhafte Schemen, dessen Körper fleischig entstellt ist, öffnet präsentierend die Arme. Um sie herum herrscht die Finsternis. Schwärze nimmt den Raum ein und lediglich die schimmernde Gestalt ihres Bruders und ihre blau leuchtenden Augen spenden Licht für die kurze Distanz zwischen Ihnen. Nessadrielle wirkt nach wie vor wie erstarrt.

“SIEH MICH AN! Ich bin das Ergebnis dessen, was du hinterlassen hast. Dies … ist das Schicksal der Silbersang und es ist …. DEINE SCHULD!”

Eine grausige kraftvolle Stimme hallt durch die Schwärze. Nicht lang und knöchrige Finger schießen aus den langen Armen der Gestalt ihres Bruders und rammen sich in den Oberkörper Nessadrielles. Das verfallene Gesicht des Elfen verzieht sich zu einem hasserfüllten Schrei vorbereitend. Nessadrielle schreit schreckhaft auf.

“NEEEEEEEEEEEEEEEIN!”

Die junge Elfe sitzt nun aufrecht in einem Bett. Die Decke dabei mitgerissen, die sie wohl zuvor sicher warm gehalten hatte. Sie atmet hektisch und sieht sich verängstigt um. Neben ihr brummt ein schlafender Elfenkerl mit dem Rücken zu ihr gewandt, der langsam, aber kraftvoll die Decke zu sich zieht.

“Das ist mein Bogen. Deiner ist da. Guck doch hin.”

Stammelt der Kerl in Trance seines Schlafes hervor. Ihr wird bewusst, dass sie nicht allein ist. Nathrael hatte es mit diesen Worten geschafft ihr in diesem Moment wahrlich Ruhe zu schenken. Erleichtert sinkt sie wieder zurück auf ihren Rücken. Die Decke war nun ganz von dem Burschen zu seiner Seite gezogen, was sie offenbar nicht weiter störte. Sie atmet einmal tief durch, die Gedanken eine ganze Weile neu ordnend, wird sie mit offenen Augen da liegen. Tränen rinnen langsam ihre Wangen entlang, die sie mit dem rechten Arm wegzuwischen versucht. Anschließend kuschelt sie sich an ihren Liebsten, um sich allein durch seine Anwesenheit beruhigen zu lassen, ehe sie nach einer Weile wieder den wohlverdienten erholsamen Schlaf finden wird.

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„Sir Girion Athencord, sechster Graf von Cordberg, Ritter der Silbernen Hand, Feldkommandant der Allianz a.D.“

Wieder und wieder zitierte Neada diese Worte vor sich her, während sie im Badezimmer stand und sich für die bevorstehende Aufgabe vorbereitete. Es war essentiell dass sie einen guten Eindruck machte. Nein, gut war nicht gut genug. Den besten. Von diesem Treffen, verbunden mit dem Gespräch mit dem Grafen persönlich, hing womöglich eine Menge ab.

Die Hände der Elfe formten eine Schale, fingen das Wasser auf und als sich genug angesammelt hatte warf sie es sich bedacht ins Gesicht. Dann richtete sie sich auf, und blickte in den Spiegel. Über ihre Haut rannen die feinen Wasserperlen hinab, sammelten sich am Kinn und fielen dann in die Tiefe. Fest sah sie in die Augen ihres eigenes Spiegelbilds, ohne jedoch zu starren. Sie musste Selbstsicherheit ausstrahlen, Überzeugung für die Angelegenheit zeigen und dem Grafen bedeuten dass sie Respekt empfand, und sich ihm in keinster Form überlegen fühlte.

Was Arkanthir am Abend zuvor gesagt hatte, nämlich dass der Adel durchaus umschmeichelt werden mochte, war Neada oft durch den Kopf gegangen. Sie musste den richtigen Ton finden. Schmeicheln, auf eine Weise die keinen Zweifel zuließ dass die Ren’dorei ihre Worte wirklich so meinte. Allerdings musste sie aufpassen es nicht zu übertreiben, denn sie wollte keineswegs buckeln.

Ohne ihr Spiegelbild aus den Augen zu lassen griff sie blind zur Seite, bekam nach einem Fehlgriff auch das Handtuch zu fassen das sie gesucht hatte, und trocknete sich damit das Gesicht und den Hals. Es ließ sich nicht bestreiten dass sie angesichts dieser Aufgabe ein wenig nervös war. Viel stand auf dem Spiel – sie konnte eine Menge erreichen und bewirken wenn sie es geschickt anstellte, doch auch eine nicht minder große Menge zunichte machen wenn sie Fehler beging. „Fehler wird es nicht geben.“ sprach sie ihrem Spiegelbild zu. „Keinen einzigen Fehler.“ In ihrer Stimme lag eine Entschlossenheit, die jeden Zweifel in ihr ausradieren sollte. Selbst wenn sie mit nichts weiter zurückkehrte als Antworten auf die Fragen die sie zu stellen wünschte, würde die Reise nicht umsonst gewesen sein. Doch noch war es zu früh um sich über Ergebnisse den Kopf zu zerbrechen.

Wieder streckte sie eine Hand aus, diesmal schlossen sich ihre Finger um den Griff einer Haarbürste. Selten bekam die dunkle Mähne Neadas ein solches Utensil zu spüren, dieser Besuch erforderte allerdings gewisse Ausnahmen. Bedächtig zog sie mit der Bürste Bahnen durch die dunkelvioletten Haare, von der Stirn an bis nach hinten in den Nacken hinweg. Dabei berührte sie zwangsweise das Leerententakel, den Beweis ihrer Mutation. Es wand sich auf diese unwillkommene Störung hin, doch Neada ignorierte es. Sie hatte sich an die Anwesenheit dieses Tentakels gewöhnt, es war ein Teil von ihr der womöglich nie wieder verschwinden würde, doch da sie es zumeist unter den Haaren verbergen konnte umging sie dennoch mehr als gern die angewiderten Blicke derer die eine solche physische Manifestation der Leere nicht gern sahen.

Das letzte Richten der Haare übernahm Neada schließlich mit den Fingern, und verließ das Bad dann um aus dem Kleiderschrank neben ihrem Bett die für die Reise passenden Kleidungsstücke heraus zu suchen. Der Brief, den ihr Girion Athencord geschrieben hatte, lag in einem der Fächer und fing sogleich Neadas Aufmerksamkeit. Für den Moment verwarf sie ihren eigentlichen Plan, nahm den Brief zur Hand und las ihn noch einmal durch. Ihre hellen Augen wanderten die Zeilen entlang, deren Sinn und Bedeutung von Neada mit einem Nicken quittiert wurde. Erst der letzte Abschnitt ließ sie innehalten:

„Es wird darauf hingewiesen, dass es sich um eine belagerte Kriegsfront handelt und nicht für Eure Sicherheit garantiert werden kann!“ las sie mit leiser, monotoner Stimme für den leeren Raum vor. Warum man diese Worte wohl geschrieben hatte? Entweder um die Besucherin über die Situation aufzuklären, was schlichtweg pflichtbewusst wäre. Vielleicht war dies aber auch ein gut versteckter Versuch die Ren’dorei dazu zu bewegen ihren Plan zu verwerfen, und sich nicht in Gefahr zu begeben. Doch dann würde die ganze Schlacht erst recht nichts für sie sein. Aber war es denn überhaupt etwas für sie?
Langsam faltete Neada den Brief wieder und legte ihn zurück in den Schrank.

Sie verabscheute den Kampf. Sie hasste den Gedanken, töten zu müssen. Aber sie musste es sich selbst eingestehen, dass diese Schlacht zu viele Gelegenheiten bot die ihr dienlich sein konnten. Und bei diesem Gedanken spürte sie wie das Leerententakel sich regte, und ihre Mundwinkel sich zu einem kleinen, freudlosen Lächeln formten. Zu einem hungrigen Lächeln.

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In der weitläufigen Halle klang jeder Schritt der Elfe gefühlt doppelt so laut nach wie es eigentlich hätte der Fall sein sollen. Die Zeit schien still zu stehen. Ihr Herzschlag schien einen jeden Schritt begleiten zu wollen, als habe sich ihr Herz nun ganz dem Rhythmus ihres Wegs verschrieben, und nicht länger dem was ihr Körper benötigte. Ihrer Einschätzung nach war sie ganz allein im Sanktum, denn durch die Abwesenheit der meisten anderen waren auch die wenigen die nicht nach Cordberg aufgebrochen waren nur sehr selten hier. Zudem musste es so früh am Morgen sein dass es Neada gewundert hätte hier jemanden anzutreffen. Als sie das Haus im Zwergenviertel verlassen hatte war es noch dunkel gewesen, kein Anzeichen der sich bald erhebenden Sonne hatte die Elfe am Himmel ausmachen können. Vielleicht würde die Sonne nicht einmal aufgehen? Dieser Gedanke kam ihr so plötzlich, dass sie stehen blieb. Das Fehlen der Stiefelsohlen die auf den nackten Steinboden trafen ließ die Stille im Sanktum nur noch vollkommener erscheinen - gar ein wenig bedrohlich.

’Deine Sonne geht nie wieder auf…'

Die Stimme in ihren Gedanken, tief und doch so ruhig, so verheißungsvoll dass am Wahrheitsgehalt der Worte kaum zu zweifeln war, ließ Neada zusammenzucken. Sie wirbelte herum, blickte sich um, doch sie konnte niemanden erkennen. Die Kerzen an den Wänden flackerten sanft, warfen kleine Schatten in ihre nahe Umgebung, schafften es aber nicht die ansonsten zu dieser Stunde hier herrschende Dunkelheit gänzlich zu vertreiben. Auch der große magische Leuchter hoch oben inmitten des Rundgangs, dessen Kristallgefäße tagsüber mit blauem Feuer gefüllt waren und die Haupthalle des Sanktums mit Licht erfüllten, schenkte der Galerie nun gerade das Maß an Licht das nötig war um sich orientieren zu können.

’Die Dunkelheit umgibt dich, Kind der Schatten. Ich habe dein Herz gesehen und ich kenne den Wunsch der darin brennt. Er kann in Erfüllung gehen.'

Neada schloss die Augen, ballte die Hände zu Fäusten und schob ihre Füße ein klein wenig auseinander als erwarte sie einen körperlichen Angriff - doch dieser Angriff war, das wusste sie, rein mental. Das Geräusch ihres Stiefels der flach über den Steinboden kratzte ließ es ihr eiskalt den Rücken herunter laufen.

’Die Ringe haben es verheißen, Kind der Schatten. Ein Jeder wird mir dienen, in ewiger Folgschaft in Ketten gelegt, wie ich auch ewig in Ketten lag. Willens, oder nicht. Lang war mein Schlaf, nun träumen wir alle gemeinsam von den schwarzen Türmen meines Reiches.'

Zittrig atmete Neada aus. Die Stimme klang auf eine morbide Weise süßlich, ja sogar anstößig in ihren Ohren nach, als würde sie ihr eine zutiefst verwerfliche Sünde schmackhaft machen wollen. Langsam, denn vielleicht war jede Bewegung der Beginn vom Ende, hob Neada die Hände und führte ihre eiskalten Fingerspitzen an ihre Schläfen. Mit einem sanften Druck massierte sie ihren arg strapazierten Kopf. Zwei Nächte ohne Schlaf zehrten an ihr, ebenso wie die Stimme an ihr zehren wollte. Doch war es nur die Stimme, oder eher die Essenz der Stimme?

’Du bist des Suchens müde, Kind der Schatten. Deine Augen können nicht verraten was dein Herz begehrt, und niemand außer dir und mir kann sehen was dieses Begehren ist. Welch Sehnsucht in dir brennt und dich verschlingt, wann immer du glaubst allein zu sein und dich den Wünschen hingibst, die aus deiner Schuld geboren wurden. Ob sie dir jemals verzeihen werden?'

Neada wandte sich ruckhaft um, in einem kläglichen Versuch die Stimme zum Schweigen zu bringen. Doch es war nicht das übliche Flüstern der Leere, das ihr nur sehr selten so arg zu schaffen machte. Sie wusste dass die Worte, die sie gerade in ihrem Kopf hörte, von etwas viel bösartigerem, von etwas viel älterem stammten. Von etwas das sie vielleicht beobachtet hatte seit sie selbst geboren worden war. Vor Neadas Augen erschienen Bilder der Erinnerung, verschwommen zwar, aber gerade noch nah genug an den Grenzen der Klarheit dass sie erkennen konnte was sie sah: Ein Mädchen, mit weißblonden Haaren, das lachend eine Straße im gleißenden Sonnenschein entlang lief. Dieser Anblick ihres einstigen Selbst ließ Neada abermals zittrig ausatmen - und die Lungen blieben leer als sich dieses Bild plötzlich veränderte, und überall um das Mädchen herum, an Hausfassaden, Bäumen und den hohen Türmen von Quel’Thalas rot glühende Augen erschienen. Das Mädchen lief lachend weiter, sie sah nichts von alldem - aber sie wurde gesehen. Immer war sie gesehen worden. Er hatte gewusst was aus ihr werden würde. In jungen Jahren ein Kind der Sonne, dazu verdammt in Schatten getaucht zu sein.
Als Neada die Augen öffnete, obwohl sie sich nicht erinnern konnte sie geschlossen zu haben, erschrak sie abermals. Am Eingang des Sanktums stand jemand, zweifellos. Wer es war konnte sie auf die Distanz und ob der sehr dürften Lichtverhältnisse nicht erkennen, aber in der Dunkelheit zeichneten sich gerade deutlich genug die Umrisse ab. Die Gestalt bewegte sich nicht. Vielleicht hatte der Besucher, wer immer es auch war, durch das schwache Licht noch nicht bemerkt dass jemand in der Halle war. Neada ließ die Hände sinken und ging langsam los. Sie wusste dass das Erscheinen dieser Person ihr gerade eine Menge Leid erspart hatte, denn die Stimme war nun verklungen da die Elfe ein Ziel hatte auf dass sie ihre Aufmerksamkeit fokussieren konnte. Schritt für Schritt näherte sie sich dem Eingang und damit dem Besucher, denn den Umrissen nach die nun immer deutlicher wurden, handelte es sich um einen Mann.
Und als sie endlich nah genug war, kippte die Welt. Nichts war mehr wie es sein sollte. Neada fixierte die Gestalt die dort stand, den Quel’dorei mit schulterlangen, dunklen Haaren. Die falkenartigen Augen, wachsam und auf diese markante Weise leicht verengt die seinem Antlitz etwas anmutiges, und zugleich dezent arrogantes verliehen. Sie hatte diesen Blick geliebt. Ihr Herz quoll vor Emotionen über als sie den Elfen einfach nur anstarrte. Er war zurück. Nach Jahren, Jahrzehnten des endlosen Wartens war er zurückgekehrt zu ihr. Alles was sie seit damals nicht mehr hatte fühlen wollen prasselte nun auf sie ein, wie ein Wasserfall aus den höchsten Bergen. Es ertränkte sie. Minutenlang stand sie einfach da, und starrte den Quel’dorei an. Er hatte sie inzwischen bemerkt, und erwiderte ihren Blick. Worte hatte er bislang nicht an sie gerichtet, einzig das Augenpaar mit dem er sie fixierte zeugte davon dass er ihre Anwesenheit vernahm.
Neada wollte etwas sagen, aber die Worte blieben ihr im Hals stecken. Er erkannte sie nicht. Zweifellos weil so viele Jahre vergangen waren seit sie sich zuletzt gesehen hatten. Er war noch immer ein Quel’dorei, doch sie, seine Frau, war im Laufe der Zeit durch verschiedenste Stadien gegangen. Zunächst wie der Großteil ihres Volkes als Sin’dorei, dann gemeinsam mit einer kleinen Minderheit als Ren’dorei. Es war nichts mehr übrig von ihrem damaligen Selbst, das er so gut gekannt hatte wie sonst niemand. Aber es war egal, denn er war hier und sobald Neada ihre Stimme wiederfand, würde sie ihm erklären was sie ihm nun allein mit Blicken mitteilen konnte.
Langsam bewegte sie sich auf den Elfen auf, und wieder hallte jeder Schritt in ihren Ohren nach. Ihr Herz raste nun buchstäblich, schickte Wogen aus Hitze durch ihren Leib und entfachte dadurch ein Feuer das so lange nicht gelodert hatte, aber nun nie wieder gelöscht werden konnte. Sie war nur noch wenige Schritte von ihm entfernt, als Neada die Arme hob. Indem sie ihn fest umarmte konnte sie ihm mehr sagen als Worte es jemals vermochten. Der Quel’dorei schrägte kaum merklich den Kopf, wich aber nicht zurück. Womöglich hatte er nun doch eine grobe Ahnung, wer diese Elfe war die mit erhobenen Armen auf ihn zukam und damit sehr deutlich ankündigte was sie zu tun gedachte sobald sie in Reichweite war. Und auch wenn ihr Anblick ihn irritieren mochte, so musste er diese Verbundenheit zu ihr zweifellos fühlen. Nun ho auch er die Arme. Für Fragen würde später Zeit sein. Zuerst galt als die Jahre aufzuholen die sie versäumt hatten.
Neada nahm den letzten Schritt, der sie endlich direkt vor den Elfen brachte, und schloss ihn in die Arme. Und es war als hätte sie sie aufgehört fühlen zu wollen. Bis ihr bewusst wurde dass ihre Arme nicht den Leib des Quel’dorei berührten, sondern nichts als die kühle Luft vor ihr. Panisch sah sie sich um - und als an den Wänden des Sanktums die selben rotglühenden Augen aufglommen die sie kurz zuvor in der Erinnerung ihrer eigenen Kindheit gesehen hatte, erkannte sie die Lüge der sie zum Opfer gefallen war. Vor Wut und Schmerz raufte sie sich die Haare, kniff die Augen zusammen und versuchte das leise, finstere Lachen in ihrem Kopf zu unterdrücken. Ebenso wie sie versuchte das Bild dessen was sie eben vor sich gesehen hatte zu unterdrücken. Daran zu denken und sich dem Gefühl hinzugeben dass sie ihn beinahe zurückgewonnen hätte, war noch qualvoller als der eigentliche Verlust. Er war fort. Fort, für immer und ewig, und es gab nichts was es ändern konnte.
Mit zittrigen Beinen sank Neada auf die nächste Sitzbank die an der Wand der Halle stand, unweit vom Eingang entfernt. Eine benommene Leere hatte von ihr Besitz ergriffen, und erfüllte sie mit Taubheit. Es fühlte sich gut an. Nichts zu fühlen, fühlte sich gut an. Das Feuer das in ihr aufgeflackert war, war vom Besitzer der Stimme wieder gelöscht worden.

„Miss?“

Eine zaghafte, aber doch feste Stimme erklang zu Neadas rechter Seite. Ruckartig hob sie den Kopf und suchte nach der Quelle der Stimme - ein paar Schritte entfernt stand ein Mann. Ein Mensch. Es war Neada sogleich klar dass die Stimme sie vorerst aus ihrem Klammergriff entlassen hatte, denn die Augen waren verschwunden und dieser Mensch war ganz eindeutig keine Ausgeburt oder Manifestation ihrer tiefsten Träume und Wünsche. Er hielt ihr einen versiegelten Brief entgegen. „Diese Nachricht ist an das Sanktum der Dämmerung gerichtet. Nehmt Ihr es entgegen?“ Offenbar bereitete der noch immer etwas benommene Zustand der Elfe ihm leichtes Unbehagen, Neada konnte es in seiner Stimme hören. Sie erhob sich langsam, und war dankbar dafür dass ihre Beine sie trugen. Der Mensch übergab ihr den Brief, verabschiedete sich und verließ die Hallen des Sanktums während Neada den Brief öffnete. Das Wachssiegel trug das Zeichen der Wacheinheit X.
Leise raschelnd entfaltete sie das Schreiben, trat näher an die nächste Kerze an der Wand heran, und las die Zeilen die man an das Sanktum gerichtet hatte.
Arbeit.

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Kleine Geschichten aus der Gruft… ehm… dem Sanktum.
Im Auftrag von Theldrian, Nessadrielle, Mediva und Elerios.
Im Zeitraum vom 16.1. - 31.1. (Cordberg)

Der neue Tag bricht an, doch Theldrian scheint nirgends zu sehen zu sein, außer in den Ecken, wo die Leute schlafen. Und genau das tut er auch!
Ob er faulenzt? Wohl eher nicht!
Leute, die an dem Kerl vorbeilaufen sehen, dass sein Allgemeinzustand nicht wirklich glücklich aussieht. Nicht traurig, aber sehr… matt.
Ob sich da eine Erkrankung anbahnt? Wer weiß? Jedenfalls nimmt er ziemlichen Abstand zu nahezu allen Personen, wenn man ihn dann doch aufsucht, wirkt er eher schlecht gelaunt.
Vielleicht will sich der Herr ja auch nichts anmerken lassen, weshalb er in den Hintergrund rückt.
Am schwarzen Brett scheint er sich sogar angemeldet zu haben, doch ist er nicht aufgerufen worden, vielleicht sogar zu seinem Gunsten.
Ab und zu kommt er vielleicht mal, um eine Kleinigkeit zu essen, verschwindet dann aber wieder sofort.

• Theldrian

Im Lager des Sanktums hat sich wohl einiges zugetragen. Am späten Abend hört man wie ein Elf dauernd die Treppen hoch und hinunter läuft, ebenfalls verschwinden die Decken einiger Elfen des Sanktums! Ein Notfall? Jedenfalls kann man diese Situation sicher nicht so einfach nachkommenden Elfen erklären. An der rechten Wand des Eingangs liegen zwei Elerios, Awaleria und Theldrian! Zwei von Ihnen scheinen friedlich zu schlafen und belagern Theldrian.
Elerios umarmt den werten Elfen, Awaleria hingegen hat ihren Kopf auf seinen Schoß gelegt.
Alle drei sind zugedeckt, wobei Theldrian mit aller Mühe versucht wachzubleiben, was da wohl passiert ist? Irgendwann gibt er jedenfalls nach und schläft selber ein, woraufhin dann dieses etwas merkwürdige Bild der drei Elfen entsteht.
In einer anderen Ecke des Raumes ist ein Besen, welcher mit eingekehrten Scherben von einer Tasse da steht.
Neben Elerios steht ein Putzeimer.
Die Decken sind größtenteils notbedürftig von den anderen Mitgliedern gemopst worden.

• Theldrian

Tairon kroch mit seinem massigen Schlangenkörper teils mit seinen Flügeln am Boden einhakend und sich voran ziehend, hinter Nessadrielle her. In der Muskulatur des Schulterbereichs, zum rechten Flügel hin, steckte ein Pfeil, ein Weiterer in der Armflughaut der gleichen Seite, wo er einen länglichen Schnitt hinterlässt. Der Pfeil hing lose in der Haut. Nessadrielle selbst hatte ein notdürftiges Verband an ihrer rechten Schulter, welches ihren rechten Arm mit stützte. Auch sie hatte einen Pfeil in ihrer Schulter stecken, dessen Stiel sie noch vor Ort abbrach, um sich besser bewegen zu können. Sie wirkte ausgelaugt und ihre Rüstung und Gesicht waren von Dreckflecken geprägt. Eine Heilerin bot an, ihr und den anderen Verletzten ihrer Mission, ins Lazarett zu kommen und ihre Heilkunst zur Verfügung zu stellen. Ein freundliches junges Ding. Keine Vorurteile. In ihr war der Fleiß in ihrem Tun und die Sorge um unser Wohlergehen deutlich zu erkennen. Einer der Soldaten unter Jacardas Kommando erkundigte sich sogleich, ob man den Drachenfalken mitnehmen könne und ebenso versorgen könnte. Ein guter Mann. Aufrichtig und verständnisvoll. Erpicht darauf, seinen Kameraden zu helfen, auch wenn ihnen eine Macht inne wohnte, die er selbst wohl nie verstehen würde. Sie fühlte sich wohl. Schwach, gekränkt in ihrem Stolz, aber erfreut darüber, nicht allein zu sein. Als sie das Lazarett betraten fauchte eine Blonde Frau die Gruppe an. Sie war erbost über den Anblick des Drachenfalken, der ins Innere der Halle gekrochen war und mit seinem Blut den Boden verunreinigte. Ein grässliches Wesen war sie. Dennoch hatte sie vielleicht gute Gründe für Ihr Handeln und ihre Erbostheit. Tairon war kein Mensch, auch kein Zwerg oder Elf. Er ist ein Tier. Ein Tier, dass verletzt ist. Selbst Nessadrielle könnte ihn nicht bändigen, würde der Schmerz der Wunden ihn übermannen. Er wäre zu gefährlich für die Hilfesuchenden. So entschied die Umbralwaldläuferin der Aufforderung Folge zu leisten und führte Tairon hinaus. Vielleicht war ein Heiler des Sanktums im Lager, dachte sie. Doch kam vorerst alles anders als gedacht. Tairons Wunden wurden noch am Treppenaufgang zum Lazarett von der gleichen Heilerin behandelt, die zuvor anbot Tairon mit hinein zu nehmen. Vielleicht hatte sie ein schlechtes Gewissen, da sie es zuvor selbst erlaubte, Tairon mitzunehmen. Ungewiss welche Gründe sie hatte, Nessadrielle war nur wichtig, dass Tairon vor ihr selbst behandelt werden würde. Dieser Drachenfalke hatte sich in diesem Kampf selbst geopfert, um seine Mutter und gleichzeitig beste Freundin zu retten. Nessadrielle spürte den Schmerz in Tairon, um die Besorgnis über den Pfeil in ihrer Schulter, den er nicht abfangen konnte, so wie die anderen Zwei. Diese Verbundheit stärkte sie und ließ den Schmerz vergessen. Erleichterung als die junge Menschenfrau verkündete, dass es dem Drachenfalken bald besser gehen sollte, er aber weiter behandelt werden müsste, indem man Verbände wechselt und eine Salbe auf die Wunden aufträgt. Gerade als sie sich um Nessadrielles Schultertreffer kümmern wollte, sind weitere deutlich schwerer verletztere Cordbergstruppen zurückgekehrt, derer sie sich annehmen musste. Sie entschuldigte sich bei der Leerenelfe Nessadrielle. Befehl ist Befehl und Nessadrielle sah die Notwendigkeit in ihrem Tun und würde es ihr nicht zur Last legen, einer Elfe mit fraglichen Mächten nicht geholfen zu haben. Zufrieden über die Versorgung Tairons setzt sie ihren Weg zum Lager des Sanktums fort. Diese elendigen Brücken innerhalb der Stadt. Nessadrielle fürchtete sich vor solchen Gemäuern. Nicht weil sie ihr etwas tun könnten, sie zu hoch wären, um hinunter zu blicken, denn Höhenangst kannte sie nicht, sondern weil es in ihr ein Trauma hervorruft. Sie fror vor Kälte und Erschöpfung. Die Ängste, über die Brücke zu gehen, konnten sie derzeit nicht hindern ihren Weg fortzusetzen. Im Lager angekommen, legte sich Tairon nahe des Eingangs nieder, um sich zu erholen. Dies hatte er sich verdient. Als sie ins Innere des Gebäudes tritt, erblickt sie Theldrian am Boden, der von Elerios versorgt wurde. Ein kurzer besorgter Blick wird Ihnen zuteil, doch war sie nicht im Stande zu fragen, was geschehen sei. Sie lief an ihnen vorbei bis zum Ende des Raumes. An der Wand angekommen, wendet sie sich um und ließ sich mit dem Rücken an der Wand entlang gleitend zu Boden sinken. Die Kraft ließ nach. Sie spürte, wie die Müdigkeit sie überkommt. Es dauerte nicht lang,…oder vielleicht doch? Ungewiss. Elerios war bei ihr und erkundigte sich um ihren Zustand und was geschehen war. Die Worte des Elfen rissen sie aus ihrer Trance. Sie erklärte ihm, was geschah und ließ sich von ihm versorgen. Ein ehrenvoller Elf und Gentleman. Bedauerlich. Sie verstand seine Frage nicht. „Warum sollte es ihr unangenehm sein, wenn er ihre Wunde am Oberkörper behandeln würde?“ Fragte sie sich. Sie zog sich teils selbst die Rüstungsteile aus. Bei ihrem Brustpanzer hörte es dann auf. Zu schwach, zu müde, der Schmerz hindert sie daran, die Schlaufen an der Seite zu lösen. Elerios übernahm es für sie und zog auch ihr Oberteil aus. So saß sie nun da. Oberkörper frei, auf dem Boden. Etwas unterhalb der rechten Schulter steckte der Rest des Pfeils, den sie zuvor abbrach, um sich ungehindert bewegen zu können. Blut, teils getrocknet, teils noch aus der Wunde suppend, zeichneten ihre rechte Körperhälfte. Elerios gab ihr ein Blatt, welches sie in den Mund nehmen sollte. Das tat sie und nicht lange dauerte es, eh sie kaum etwas spürte. Das Ziehen des Pfeils war dennoch unangenehm. Das Nähen der Wunde verlief reibungslos. Ihr wurde ein Verband angelegt und so durfte sie das Blatt in ihrem Mund wieder an Elerios überreichen. Ein kurzes Gespräch mit Mediva, die den Raum betrat und ihm und Nessadrielle begann zu frösteln. Elerios erwies sich auch hier als Retter in der Not und besorgte ein paar Decken. Die wärmste und dickste unter Ihnen hatte er Nessadrielle gegeben und sie damit zugedeckt. Mit dieser Fürsorge dauerte es nicht lang und sie schlief an Ort und Stelle ein.

• Nessadrielle

Die Missionen sind vorüber und die Nacht ist bereits herein gebrochen, als in dem Quartier des Sanktum doch noch einiges an Regung entsteht. Der werte Herr namens Elerios, der ohne kleinsten Kratzer zurückgekehrt ist und dennoch verschwitzt und erschöpft wirkt, kümmert sich noch um zwei verletzte Elfen. Da hätte man einmal Theldrian, dem ein Bolzen aus dem linken Schenkel entfernt wurde, sowie Nessadrielle, der man einen Pfeil aus der Schulter geholt hat. Beide Patienten wurde wohl gut von ihm versorgt, verbunden und getränkt, sowie für die Nacht mit dicken Decken ausgestattet. Da alle wohl recht erschöpft waren und auch ein Theldrian schon nach dem Verschluss der Wunde eingeschlafen ist, nächtigen die Elfen diese Nacht wohl im Eingangsbereich des Häuschens. Nessadrielle in der Ecke neben der Feuerstelle, Theldrian vor dem Tisch auf den Boden und Elerios direkt dahinter an der Wand. Auch Mediva wird neben der Treppe wohl eingeschlafen sein. Die war schließlich auch noch da. Also bitte leise sein beim hereinspazieren!

• Elerios

Bevor Mediva aber eingeschlafen ist, schien die Elfe jedoch sehr nachdenklich über die letzten Tage. Ob es wohl mit der Sin’dorei zutun, die Sie vorher rettete und dann jedoch abgeben musste im Kerker? Das konnte man von außen nicht sagen. Was man aber in Erfahrung bringen konnte, war, dass sie sich herzlich und liebevoll um die thalassische Schwester kümmerte bis diese im Kerker landete. Und jeder der mit Mediva diskutiert hatte wusste: Egal ob Horde, Allianz oder Loyalisten. Sie war es, die offen, ehrlich und herzlich zu jedem Volk war.

• Mediva

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Umhang-Geschichten
29.1. + 30.1.

Wer heute schon früher unterwegs war, hat einen Priester auf der Bank im Foyer schlafen sehen können. Das eigene Notizbuch lag auf dem Boden, samt Stift. War ihm gewiss beim Arbeiten aus der Hand geflogen, als die Augenlider zu schwer waren. Der Elf muss durch die letzten zwei Wochen recht ausgelaugt worden sein, denn auch jetzt noch hat er immer dunkler werdende Augenringe. Er war auch mit Kynara wohl einer der Einzigen, die sich stetig um noch verletzte Mitglieder des Sanktums kümmerten. Dazu der ganze Papierkrahm, der auf ihn und Andere wartete. Nicht nur vom Sanktum aus, Feranodis hatte immerhin auch ein ganzes Adelshaus zu verwalten, was sein Reichtum den Handel zu verdanken hatte. Es war stets bekannt gewesen für die edlen Glaswerke der Familie, egal ob Häuserfenster oder kleine Schwanfigürchen. Der Priester wendete sich hin und wieder in seiner - mal wieder - was zerrissenen Robe und unter einem fremden Umhang. Als er aufwachte war es genau dieser Umhang, der ihn zum Grübeln brachte. Wer mochte es wohl gewesen sein? Ihm war er zu groß. Zunächst dachte er an Vanessa, Ares oder Dagnir. So nahm und verstaute er das Notizbuch samt Stift, ehe er eine Runde durch das Sanktum machte, doch… keinem wollte dieser Umhang gehören. Auch später am Tag, als er Vany fragte, fand der Umhang nicht den Besitzer. Statt den Umhang aber verstauben zu lassen, nutzt ihn der Priester dann selbst, auch wenn er am Boden schleift… Irgendwann würde sich der Besitzer schon melden!

Nach einem ereignisvollen Tag war der Herr Priester wohl tatsächlich nicht im eigenem Zimmer gewesen, diese Nacht! Und nein, er war nicht da, wo es die Meisten denken… Wohl sah man ihn alleine aus einer Taverne im Zwergendistrikt kommen. Die Nacht hatte er auch alleine verbracht, laut Wirt. Zwei Ren’dorei brachten ihn, denn der Quel’dorei war irgendwie was… angeschlagen. Er konnte nicht recht alleine stehen und wenn er ging, viel er nach ein paar Schritten wohl eher um. Morgens waren die Augenringe tiefer als zuvor und das Haar verwuschelt, was bis Abends hielt. Wer aufmerksam war hörte ihn was über Knochen reden. Ob er seine Eigenen meinte? Vielleicht war er einfach unglücklich gefallen… Den Umhang, den er bekommen hatte, besaß er nicht mehr. Sicher war der Besitzer zu ihm heran getreten und hat sich diesen wieder geben lassen. Im Sanktum angekommen legte er sich tatsächlich bis Abends wieder in sein Bett und probierte den Schlaf nachzuholen.

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Flugblätter wurden in der Stadt Sturmwind verteilt, ebenso kann man diese Flugblätter an den Anschlagtafeln wieder finden. Darauf kann man folgendes lesen

Das Sanktum der Dämmerung in Dalaran lädt herzlich zum Unterricht ein. Das heutige Thema, zur 8. Abendstunde wird sein: „Anatomie der Wirbellosen“
Jeder Fachinteressierte ist Willkommen und alle nötigen Materialien werden zur Verfügung gestellt.<<

Hochachtungsvoll

Kuratorin Kynara Dämmerbringer

Anbei hängt eine Karte, die die Räumlichkeiten des Sanktum’s markiert, ebenso eine Wegbeschreibung

[OOC: Die Räumlichkeiten des Sanktum’s befinden sich in Dalaran, zum Addon Legion. In der Mitte der Stadt befindet sich der Portalkreis um alle Gäste runter in die Hallen zu bringen :slight_smile: Wir freuen uns auf jeden Besucher und Zuhörer.]

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Wir möchten uns bei allen Gästen bedanken, die heute zur Vorlesung über die Formen der Magien gekommen sind. Der anschließende Austausch über das Thema hat auch sehr viel Spaß gemacht.

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22 Tage ist der letzte Post her, aber ich kann euch beruhigen: Das Sanktum lebt noch :stuck_out_tongue:
Wir waren in der letzten Zeit sehr mit unserem internen Play beschäftigt, umso mehr freuen wir uns auf ettliche Events, bei denen wir mitmachen werden :slight_smile:

Weiterhin bleiben unsere Tore… äh… oder Teleporter?.. offen für Jedermann!
Gerne gesehen sind natürlich Interessenten am Konzept, aber natürlich auch andere Kontakte! Bei Letzterem ist es egal, ob wegen gemeinsamen Trainingseinheiten, Lehrstunden oder schlichtes Sozial RP.
Wir freuen uns auf euch und auf das RP auf Aldor!

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(Kurz-) Geschichten aus dem Februar
Im Auftrag der hiesigen Spieler und damit Autoren.
Im Zeitraum vom 2. Februar bis Anfang März.

Der Elf Theldrian ist seit gestern spurlos verschwunden. Es würde wohl lediglich eine Krankmeldung vor Ort liegen, für genau eine Woche. Spuren des Elfen sind im Sanktum dennoch vernehmbar, vielleicht auch, dass sein Zimmer bewohnt ist. Ganz weg wird er nicht sein. Vielleicht kommt er auch einfach aus seinem Zimmer nicht mehr heraus. Er schien sich auch für jegliche Aktivitäten in dieser Zeit abgemeldet zu haben.

• Theldrian

Im Sanktum der Dämmerung trugen sich am späten Abend besorgniserregende Ereignisse zu. Ein sonderbarer Quel’dorei mit einem dämonischen Begleiter fanden in die Hallen und sorgten dort für Unruhen. Offenbar war der Elf enorm verwirrt und der Dämon führte ihn zum Sanktum. Ungewiss ihrer genauer Absichten und wer sie waren, nahmen sich Kynara Dämmerbringer und Tlalyth Morgenstern ihrer an. Als wäre dieses Ereignis nicht genug, stürmte wenige Minuten später Vanessa Nebelpfad, mit einer Verletzung an ihrem Arm in die Haupthalle und berichtete entsetzt davon, etwas Falsches getan zu haben. Nachdem die Wunde durch Kryos Sternrufer und Nessadrielle Silbersang behandelt wurde und der Elf mit dem Dämon erneut Kontakt zu der Gruppe in der Haupthalle suchte, entschloss sich die Centurio dazu das Sanktum zu verlassen. Man könnte sie gesehen haben, wie sie durch die Straßen Dalarans pirschte, dort Gasthäuser, Heiler und andere Geschäfte aufsuchte, die zu später Zeit noch offen zu sein schienen. Sie war offenbar auf der Suche. Diese blieb jedoch erfolglos. Wer am frühen Morgen bei den Stallungen der Drachenfalken vorbei gekommen wäre, wird sie dort in Tairons Gehege, dicht an ihn gekuschelt, schlafen gesehen haben können.

• Nessadrielle

Am frühen gestrigen Abend – sofern man nicht zu unaufmerksam, oder überhaupt im Sanktum präsent gewesen sein sollte – hätte man Vanessa im strengen Befehlston, durchaus aus dem Aufenthaltsbereich, hören können, wie sie etwas von Mission faseln würde. Und sollte man sogar in die… „seltene“ Gelegenheit gekommen sein, die große und muskulöse Vertreterin dieser schönen Rasse nicht übersehen zu haben, so könne man durchaus ebenfalls registriert haben, dass sie in die Waffen-und Rüstkammer des Sanktums hinging und mit ihrer, für das Sanktum angefertigte, Ausrüstung wieder herauskam. Sollte man einen Blick in die Kammer werfen, wird man auf ihrem Rüstständer nur noch den Wappenrock des Sanktums finden. Dieser scheint nicht mitgenommen worden zu sein. So wird man – wenn man in die Gelegenheit kommen sollte – auch Heute, einen Tag später, feststellen, dass die Rüstung sich noch immer nicht an ihrem Platz befindet. Sollte die werte Frau Nebelpfad also fortgegangen sein, so scheint sie definitiv noch nicht wieder aufgetaucht zu sein.

• Vanessa/ Malinda

Einige Tage sind vergangen an denen man die Lady Sievers mit Dreyamor Nel’arath zusammen gesehen hat. Man munkelt, dass die beiden zueinander gefunden haben. Einige gute Augen und Ohren haben sie sogar zusammen auf einem Ball gesehen. Doch, wenn man sie allein sah, war sie nachdenklich und still. Eine, für sie, wichtige Mission stand an. Niemand wusste wohin sie gingen oder ob sie wiederkamen. Man sah die Lady am Abend recht verzweifelt auf eine Karte starren. Immer wieder war zuhören ‚das macht alles keinen Sinn‘ doch welchen Sinn? Das sagte sie nicht. Zur 20. Abendstunde brach das Paar auf. Die Hoffnung die Mission schnell und erfolgreich abzuschließen. Doch dazu sollte es nicht kommen. Nein. Die Mission verlief alles andere als rund. Von leichten Verletzungen bis hin zu starken hatte es Mediva komplett erwischt. Hier eine Platzwunde und dort eine Schnittwunde am Hals. Sie konnte von Glück reden, dass Nel’arath dabei war. Allein wäre sie wohl nie zurück gekehrt.
Die Mission? Fehlgeschlagen.
Zu allem Unglück blutete sie auch noch das Saktum und das Sofa voll. Wer die Schuldige sucht, die für das Chaos verantwortlich war, wusste schnell wo er anfangen sollte. Medivas Dolche lagen noch dort. Die Dame war so durch den Wind, dass sie dies liegen gelassen hatte, nachdem Dal’hivre sie geheilt hatte.

• Mediva

Des Abends ereignete sich noch ein weiteres befremdliches Szenario in den Hallen des Sanktums. Vanessa und Kryos kamen ruhigen Schrittes mit einem weiteren Elfen in die große Haupthalle. Ein kurzes Gespräch, ehe Vanessa durch die Halle schrie. Sie ersuchte offenbar Nessadrielle, die unbedingt kommen müsse, da es etwas Dringendes gab. Aus der Bibliothek eielte die Elfe herbei. Besorgt darüber, ob etwas passiert sei. Als Vanessa den Blick auf den unbekannten Elfen frei legte, war Nessadrielle schwindelig geworden und sie fiel in Ohnmacht. Kryos sorgte durch einen Levitationszauber dafür, dass sie nicht hart auf den Boden aufschlägt, als sie zusammensackte. Einen Moment der Besorgnis, erlangte Nessadrielle ihr Bewusstsein wieder. Vanessa und Kryos verließen die Halle und ließen die Beiden allein. Der Elf stützte Nessadrielle und ließ sich so von ihr durch die Halle und die Räume des Sanktums führen, ehe sie in der Bibliothek ankamen und sich dort setzten. Sie redeten dort offenbar die ganze Nacht durch, bis in den frühen Morgen. Nessadrielle hatte viel Zärtlichkeiten und Berührungen für den Elfen übrig. Dass sie ihn umarmte kam in dieser Nacht sehr häufig vor. Und sie hatte Tränen in den Augen. Könnte Nathrael eine ernste Konkurrenz bekommen haben? Wer ist dieser dreiste Kerl? Taucht auf und spielt mit den Gedanken der Elfe, verführt sie dazu ihn mit Liebe zu überhäufen. Vielleicht erfahren wir es bald.

• Nessadrielle

Die Küche… Die großen Hände von Arestheras gruben sich in die Ölige Paste, welche nach exotischen Gewürzen roch und eine leicht orange-rote Färbung hatte. Das Grobe Meersalz darin verlieh dieser etwas körnig-reinigendes, er von nahm eine Handvoll auf er und mit einem leisen schmatzenden Klatscht landete alles auf dem Stück Fleisch, dass vor ihm auf dem dicken eichernen Holztisch lag. Die Grobgliedrigen Finger mit den Spuren von harter körperlicher Arbeit und Kämpfen drückten sich etwas die Oberfäche des Leibes und stich langsam und mit Sorgfalt darüber und verteilte alles darauf. Mit beiden Pranken fest zupackend, hob er es an und drehte es um und drückte es wieder kraftvoll und mit einem dumpf nassen Geräusch aufs Gehölz. Er,verfuhr dort genauso Gewissenhaft und massierte das Öl ein, dabei betrachtete er Aufmerksam wie die Spuren seines Werkes sichtbar wurden. Fast Beiläufig griff die rechte Hand zu einem Stück Küchengarn und zog es zu sich, dabei ruhte die linke Hand auf dem Muskelfleisch und schenkte ihm etwas Ruhe nach der intensiven Behandlung. Das Garn legte er vorsichtig an der richtigen Stelle um und führte mit beiden Händen das Gewebe zusammen. Nun zeigte sich eine gewisse Fingerfertigkeit als er den ersten Führknoten setzte, wo er später das „Paket“ aufhängen würde.
Der geflochtene Stoff glitt ohne den Berührungspunkt zu verlassen nach hinten und brachte den ersten Handschellenknoten an, welcher sich zusammen ziehen würde um eine noch höhere Spannung zu erzeugen, sobald durch die Hitze das Fleisch sich ausdehnen würde. Dieser Knoten wird immer am gegenüberliegenden Punkt an gebracht, sodass eine wunderschön an zusehene Schnürung entstand. Als Abschloss verknotete er beide Enden mit einem Achterknoten und ging einen Schritt zurück um sein Werk zu betrachten. Zufrieden brummte er tief und packte den straff geschnürten Leib und befestigte diesen an einer Stabilen Sicherung. Wieder ein prüfender Blick ehe er den Braten in den Holzofen Schob und darin langsam rösten wird.

• Arestheras

Früh am Morgen als die Sonne die Küche bereits mit den ersten Sonnenstrahlen flutete, glänzte der Raum in warmen Tönen und würde langsam erhellen. Ein hübscher Kontrast zog sich durch jene Küche und eine bläuliche Gestalt war zu erblicken. Das lange zottelige Haar wuselte in allen Richtungen, die Körperhaltung war schlapp. Plötzlich ertönte ein lautes Gähnen „Uaaaagh.“ Es war Maltara die sich müde durch den Raum schleppte. Sie öffnete einen der Küchenschränke, lange, LANGE Zeit durchstöberte sie ihn. Ab und an entfuhr ihr ein Seufzen. Es war noch früh… schlaftrunken hockte sie mittlerweile auf den kalten Fliesen der Küche und suchte wie eine verrückte. „Wo zum Nether…“ grummelte sie leise ehe ein schwarzes Fellknäuel sich an ihren Beinen entlang schlurfte. Es war Xaxas der bereits sein verführerischstes Schnurren aufgesetzt hat, welch ein Chameur. Einige Minuten verstrichen und Maltara erbebte sich grummelnd. „Ist ja gut, ist ja gut…“ sagt sie zu dem sich ihr erwerbenden Kater. „Ich hole uns Frühstück, in diesem verdammten Haus scheint ja nichts mehr zu sein.“ Xaxas sieht mit großen Augen zu ihr auf, würde sich an seinen Platz setzen wo auch seine Milchschale steht und geduldig auf die grummelnde Elfe warten - Man kann sich ja schließlich die Hand die einen füttert nicht aussuchen nicht? Maltara zog sich einen warmen Mantel drüber, schlich sich zur Tür und würde nochmal kurz über ihre Schulter blicken. Die Wohnung war mittlerweile komplett in einer warmen Morgenröte getränkt. Dann lächelte sie doch, hmmmm. Vielleicht war ein Morgendlicher Spaziergang gar nicht so schlecht.

• Maltara

Am gestrigen Abend könne man in der Rüstungskammer registriert haben, dass dort ein gigantischer Leinensack, neben Vanessas Rüstungsstand zu finden ist. Dieser ist auch tatsächlich bis zum Rand hin so sehr gefüllt, dass man Sorge tragen muss, dass die Nähte aufreißen könnte. Wirft man nur einen Blick auf diesen, kann man schon den Inhalt dieses Behältnisses herausragen sehen. Das ungeschulte Auge wird registrieren, dass sich in dem Leinensack eine Art von Gestein mit rostrotem Stich befindet. Was möchte man nur mit so vielen Steinen? Eine gute Frage! – Am späteren Verlaufe des Abends, als schon die Morgenstunden geschlagen haben, scheint die hünenhafte Elfe es sich auf einem der Sofas gemütlich gemacht zu haben. Jedenfalls wird man – wenn man aufwacht – die Elfe auf dem Sofa finden – und das schlafend. Da hat es wohl jemand nicht mehr rechtzeitig in das Bett geschafft.

• Vanessa/ Malinda

Neulich Abends konnten Aufmerksame Mitglieder des Sanktums bemerken, dass Arkanthir mit Illumi in der Bibliothek sprach. Über Inhalt des gesprochenen kann wohl spekuliert werden, aber es muss es wohl ganz schön in sich gehabt haben. Arkanthir kam nach dem Gespräch aus der Bibliothek und dem aufmerksamen Beobachter könnte wohl nicht entgangen sein, dass er Illumi trug und sie wohl ohne Bewusstsein war. Sein Weg führte ihn direkt in die Schlafunterkünfte. Was auch immer er dort mit ihr angestellt hat, kann wohl kein langes Vergnügen gewesen sein, denn schon nach wenigen Minuten kam er grimmig drein blickend und sichtlich unzufrieden wieder aus den Schlafunterkünften heraus und untermalte seinen Weg zurück ins Kuratorium mit leisen thalassischen Flüchen.

• Arkanthir

Wenn man mitten in der Nacht gut hinhört oder noch spät auf war, hat wohl bemerkt, dass jemand in der Küche rumkriecht. Tatsächlich wird sich nach einiger Zeit sogar etwas herausgeklaut. Theldrian der Lümmel! Was genau er mitgenommen hat, kann man auf Anhieb nicht erkennen, so schnell wie er wieder weggeflitzt ist. Es schien aber etwas kleines zu sein, der Elf ist anschließend auch nicht in sein Zimmer, sondern aus dem Sanktum raus. Bestimmt zu sich Nachhause! Jetzt werden hier auch noch Lebensmittel geklaut, unerhört!
(Einen Tag später)
Immer wieder, sobald man Theldrian irgendwo sieht scheint er irgendwie… ausgelaugt zu wirken. Man kann es schlecht beschreiben, jedenfalls scheint er keineswegs krank zu sein. Eher bemerkt man eine Antriebslosigkeit, die sich schleichend breiter macht. Seine Arbeit vollführt er dennoch vorbildlich. Eventuell ist es einfach nur ein kleines Tief, was sich bald wieder legt. Jeder hat mal schlechte Tage!

• Theldrian

Vorbildlich war die Leistung während der Arbeit durch Theldrian gewiss nicht. Nicht einmal ansatzweise. Wie auch, wenn die Konzentration fehlte? Centurio Silbersang fuhr ihn deswegen auch an und forderte Aufmerksamkeit, während der Arbeit. Allgemein scheint sie derzeit sehr gereizt zu reagieren. Sie scheint diverse Makel und Schwächen, seien sie noch so klein, die das Sanktum derzeit aufweist, anzugehen und die Verantwortlichen lautstark auf Unzufriedenheit hinzuweisen und das Verlangen nach Besserung zu äußern. Der Grund für ihre so harsche Art scheint durch etwas aus dem gestrigen Abend ausgelöst worden zu sein. Denn nach dem Unterricht des Archons, am gestrigen Abend, gab es noch eine Unterredung mit Vanessa Nebelpfad oder seit Kurzem als Malinda Sonnenschwur betitelt. Hierbei lauschte Centurio Silbersang vorerst nur dem Gespräch zwischen Jener und dem Archon, wie auch der Kuratorin des Sanktums und ballte kurzer Hand nach Sonnenschwurs Erläuterung zu einem Vorfall ihre Fäuste, mischte sich ungeniert in das Gespräch ein und wurde erstmals laut und sehr streng. Eine solche Strenge ist man von ihr wahrlich nicht gewohnt. Die sonst so ruhige und mehr als geduldige Elfe war wahrlich außer sich. Offenbar hat die junge Waldläuferin nun wahrlich ihre unermüdlich erscheinende Geduldsgrenze erreicht und der Bogen wurde wohl mehr als überspannt. Sonnenschwur verhielt sich derweil durchaus weiterhin enorm respektlos, uneinsichtig und kindlich bockig. In aller Ruhe brachten sich auch der Archon und die Kuratorin in die hitzige Diskussion ein und stellten klar, dass sie Beide des Centurios Haltung unterstützen. Nach langem Austausch und dem Aufstellen von Regeln und Klarstellungen von Warnungen, beruhigte sich die Situation wieder. Dennoch hat dieser Vorfall Auswirkungen auf zukünftige Ereignisse. Davon kann mehr als ausgegangen werden.

• Nessadrielle

Rhaenne scheint die nächste Zeit öfters abwesend zu sein. Der einzige Anschein, dass sie überhaupt noch existiert, ist, dass man jeden morgen frisch gemachten Tee und saubere Tassen bei den Sitzecken finden kann, die mitsamt eines kleinen, in feiner Schreibschrift geschriebenen Zettel auf den Tischchen stehen. ‚Bitte, bedient Euch. Leere Tassen können einfach auf den Tischen zusammengestellt werden. Liebe Grüße, Rhaenne.‘ Zu einer gewissen Zeit am Abend stehen ann alle Tassen mitsamt Kannen sauber in der Küche. Fynn fehlt des öfteren, sowie scheinen hin und wieder zwei Übungsdolche zu fehlen.
Nessadrielle hat wohl auf ihrem Bettchen ein fein geschriebenen Brief finden können
„Hallo, Nessadrielle.
Ich möchte dich informieren, dass ich mich in letzter Zeit etwas zu sehr von meinem Training ablenken lasste. Die versäumten Trainingsstunden möchte ich in nächster Zeit in Form von Intensiv-Training nachholen, damit ich auch in Zukunft ein hilfreicher Teil des Sanktums und der Serraren sein kann. Wir sehen uns, wenn sich Zeit findet. Bis dahin wünsche ich dir eine schöne Zeit mit deinen Freunden und vergiss nicht, dass wenig schlaf nicht gut für den Körper ist.
Liebe Grüße, Rhaenne.“

• Rhaenne

Geringe Aktivität, teilweise halbherzige Arbeiten sind von Theldrian die letzten Tage zu vernehmen. Die Leute, die beim Unterricht vergangenen Tages waren, haben wohl bemerkt, dass Kopfschmerzen den Kerl zurzeit plagen, was sich auch auf seine Laune ansetzt. Am Tage des Unterrichts erschien es besonders schlimm, sodass er sogar zügig den Unterricht wieder verließ. Ob es etwas chronisches ist? Jedenfalls verbirgt er sein Befinden eher, es sei denn es geht wirklich nicht mehr.
Bei den oberen „Tieren“ des Sanktums hatte man sich wohl bereits für sein Verhalten entschuldigt.

• Theldrian

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Wir bedanken wir uns natürlich bei den Mitgliedern des Sanktums, die regelmäßig ihrer Kreativität freien lauf lassen und uns mit ihren Geschichten beglücken. Wir wollen aber auch in Zukunft noch viele Geschichten lesen. Nicht zu letzt deshalb suchen wir auch weiterhin für das Sanktum allerlei Hoch- und Leerenelfen, die sich in die Gildengemeinschaft einbringen wollen.
Egal ob du Magier, Soldat oder Waldläufer bist, jeder kann seinen Teil dazu beitragen stimmungsvolles Rollenspiel unter thalassischen Elfen zu gestalten.
Als Sanktum sind wir bemüht genau das zu tun und im kleinen Rahmen die thalassische Gesellschaft wieder aufleben zu lassen.
Wenn ihr also Interesse oder Fragen habt, meldet euch bei Arkanthir oder Kynara.

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Man sah neue Aushänge in der Stadt. Das Sanktum der Dämmerung läd erneut zu verschiedenen Unterrichten nach Dalaran ein.

Das Sanktum der Dämmerung läd zu folgenden Unterrichten ein, denen jedermann beiwohnen kann:
05.05. Psychologie
10.05. Exkursion-Geschichte
24.05. Magiekunde
31.05. Psychologie

[OOC. Das Sanktum befindet sich im Legiondalaran. Durch den Teleporter in der Mitte der Stadt können die Gäste in die Hallen des Sanktums gelangen. Bei Interesse Ingame melden bei Defnê/Defne oder im Discord unter Coocky#9444]

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Die erste Geschichte unseres Langzeitplotts aus dem Monat März

Die Suche nach Arkilor Silbersang beginnt. Nachdem Nessadrielle und Nathrael in Telogrus das Zelt des ehemaligen Magisters aufsuchten, fanden sie verdächtige Notizen, die offenbar zu der letzten Tätigkeit des Magus gehören dürften. Diese Aufzeichnungen durch Karten und Rätsel erkenntlich, ließ einige Mitglieder des Sanktums dazu ermutigen, sich auf die Suche zu begeben. Ihre erste Mission führte sie in die Scherbenwelt. Dort in Nethersturm befinden sich einige sogenannte Manaschmieden. Heute wohl kaum noch intakt und Benutzung. Doch führte es die Gruppe zu einer Bestimmten. Dort angelangt fanden sie im Innern eine Machtquelle der Leere im Zentrum des Raumes. Leerenflecken verteilten sich überall auf dem Boden und den Wänden. Zwei Leewandler streiften Gedankenverloren durch die große Halle und wurden recht geschwind von den Sanktumsmitgliedern niedergestreckt. Das Rätsel in der Notiz hat die Gruppe viel zum Nachdenken gegeben, doch konnten sie gemeinsam Mithilfe des Archon Dämmerbringer diese Herausforderung erfolgreich abschließen, nur um erneut auf ein Rätsel zu stoßen. Als die magischen Worte in Eredun gesprochen wurden, erlosch eine durch Dämonenblut hervorgerufene magische Barriere, die die Seele eines Dämonen in sich trug. Sie stellte sich dem Archon als Nelrokh vor. Er soll eine Teufelswache sein. Die glühenden Augen und das Schimmern der Seele gaben in Ehrfurcht Preis, dass Arkilor Silbersang bereits dort war und er auf der Suche nach einem Artefarkt ist. Eines welches man Mithilfe von 7 Siegeln sein Eigen nennen können wird. Ein Tor soll mit diesen Siegeln geöffnet werden können. Feranodis erkannte die Lösung des neuen Rätsels, die der Dämon der Gruppe mit gab und ließ einen bestimmten Leerenfleck, der einem Halbmond gleichte mittels Lichtmagie schwinden. Ein Symbol wurde daraufhin freigelegt. Ein Symbol dieser Art schien für jeden unbekannt zu sein. Es ähnelt Runen des Arkanen, aber sind diese Muster keiner bekannten Rune zuzuordnen. Darunter stand in Thalassisch geschrieben das Wort „Luft“. Das Siegel wurde durch Dreyamor zerstört und so wird es Anderen wohl schwer fallen das Siegel nun selbst zu erhalten. Eine Gruppe Dämonen stürmte auf die Manaschmiede hinzu, doch ehe sie eintreffen konnten, ging Magister Arkanthir Dämmerbringer einen Deal mit der Dämonenseele ein. Er würde ihn befreien und in Nether schicken, dafür würde diese Teufelswache ihm einen gefallen schulden. Anschließend zogen sich die Sanktumsmitglieder rechtzeitig zurück.

~Nessadrielle

Weitere Geschichten

Gestern Nacht kam eine kleine Truppe zum Sanktum mit Theldrian im Gepäck. Er hatte eine tiefe Brandwunde auf der Brust und dann erstmal den schönen Tisch bei den Sofas vollgekotzt als sie angekommen sind. Kurz darauf haben sich die meisten Leute aber auch verabschiedet und sind schlafen gegangen. Natürlich wurde der kleine Unfall freundlicherweise von Elerios gereinigt und dann sind auch Elerios und Theldrian verschwunden. Was wohl passiert ist? Jedenfalls hat Elerios wohl die Versorgung von Theldrian in die Hand genommen.

~Theldrian

Nachdem Defne durch die letzte Nebenmission, und der kurzen aber schmerzvollen Trennung ihres Freundes und Wegbegleiter Thas’dorei, ihr Talent und Interesse an der Diplomatie fand, schien sie dies, auch durch den Unterricht über Psychologie, weiter ausbauen zu wollen. Oder aber, weil sie alles wieder gut machen wollte, nachdem ihretwegen die Nebenmission schief lief. Doch konnte man sie Motivierter als sonst sehen. Und nicht nur das. Nein. Sie war mutiger geworden. So bot sie sich nicht nur für eine weitere Rettungsmission an, nein, sie würde auch weitere diplomatische Treffen wahrnehmen. Entweder wurde sie Erwachsener oder aber sie hat aus ihren Fehlern gelernt. So konnte man sie dann gestern Abend sehen, wie sie samt Nessadrielle Silbersang auf ihre kleine Reise aufbrach

~Defne

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