Die Idee von Skill

Hi. Ich würd gern mal das Konzept von Skill debattieren.

Ich spiele schon lange kompetetive Multiplayer games und auch Single Player Spiele, die ich wenn ich sie mochte, immer auf dem höchsten Schwierigkeits Grad spielte oder sie über Addons noch schwerer gemacht habe.

Im Moment beschäftige ich mit mit Arena hier in WoW und bin bei einem rating von 1970. Ich hab festgestellt das ich nicht wirklich viel anders mache als zu Beginn und das mein Rating kontinuierlich steigt. Im PvE war mein Progress eigentlich auch immer so.

Da Spieler viel über Skill und eigene Fähigkeiten reden, dachte ich es wäre was dran. Mittlerweile glaub ich es ist einfach eine Frage wie viel Zeit man investiert. Klar, man will stolz sein auf den eigenen Erfolg. Aber die Leute die erfolgreich in etwas sind, sind normalerweise die jenigen die es kontinuierlich versuchen. Im Endeffekt nutzen alle die selben fähigkeiten und haben mehr oder weniger die selben Voraussetzungen.

Wer mehr Zeit mit den immer gleichen Abläufen verbringt, spult sie am Ende einfach nur mechanisch ab. Es ist kein mystisches Talent, sondern reines Auswendiglernen von Systemen, die für jeden exakt gleich programmiert sind. In einer Welt, in der die Regeln starr vorgegeben sind, gibt es im Grunde keinen echten Freiraum für „besonderes“ Können – nur für Effizienz.

Meinungen?

1 Like

Was soll denn Skill sonst sein als Übung?

Alles andere wäre ja ein naturgegebenes Talent.

Unter mag es vielleicht noch Reaktionsfähigkeit oder sehr gute Augen geben.

Und vielleicht noch Stressresistenz, aber sonst fällt mir nichts ein, was einem an Vorteilen mitgeben könnte, dass man nicht durch Übung erreichen kann.

Für mich also überwiegend Skill ist ein anderes Wort für Übung und Zeit, die man auf eine Sache verwendet.

8 Likes

Aber es gibt halt Unterschiede wieviel Zeit und Übungen verschiedene Menschen brauchen um ein gewisses Level zu erreichen.

3 Likes

Gut ich würde noch mit anfügen dass es durchaus Unterschiede bei der Auffassungsgabe gibt. Du weißt wie ich spiele- das ist nicht nur Übung oder Talent. Ich habe Skills (rasche Auffassungsgabe), die es mir erleichtern ein gewisses Level zu erreichen. Der Rest ist Zeit xD

LG

Flauschkugel

1 Like

Nennt sich Übung ..? Je öfter und länger man etwas macht, desto geübter wird man darin. Der Faktor des Zuwachses an Übung hängt dann noch von der Intensität und Qualität ab.
Gehst du ins Fitnessstudio hängt die körperliche Veränderung ja auch davon ab wie oft du hingehst, was für Training du machst, mit welcher Intensität und ob du die Übungen auch richtig ausführst…oder so wie ich den Beitrag zahlst und nicht hingehst. :sweat_smile:

„Skill“ ist dann die Kombination aus theoretischem Wissen, Übung und evtl. noch „angeborenem Talent“ - wobei ich das bei Videospielen immer schwierig finde, da hier (in der Regel) nicht wie beim Sport angeborene körperliche Eigenschaften eine Rolle spielen.

4 Likes

Aber dafür halt verschiedene geistige “Skills".

1 Like

Bei vielen Dingen im Leben sind es meiner Meinung nach 10% Talent und 90% Übung bzw. Fleiß (also auch sich Infos holen).

Gut, bei WoW kann man evtl. noch Erfahrung in’s Spiel bringen. In M+ kann man als erfahrener Spieler viele neue Dungeons schneller und einfacher richtig einschätzen als ein Neuling. Wobei man da Erfahrung auch schon wieder mit Fleiß / Übung gleichsetzen könnte.

Ich persönlich bin ein Anhänger des Herrn Pareto mit seiner 80:20 Regel. Falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte ..^^

Heißt:

Die ersten 80% kann man relativ einfach hinbekommen. Wogegen der Aufwand, um die restlichen 20% bis zu 100% zu schaffen, relativ betrachtet, wesentlich höher ist. Das gilt es eben abzuwägen, ob es das einem wert ist. In Sachen WoW reichen mir die 80% locker.

Es gibt leider auch gesundheitlich Einschränkungen, aufgrund derer jemand nicht in der Lage ist WoW zu spielen oder nicht in der Lage ist bestimmte Inhalte zu spielen. Aber bis zu einem gewissen Level können dann gesündere Spieler da mal aushelfen, was oft genug stattfindet, damit derjenige auch Teil davon sein kann.

LG

Blàckì

1 Like

Lustig genau das Prinzip habe ich erst heute erwähnt in einem anderen Thread, seit ich das kennen gelernt habe feier ich das total :smiley:

LG

Flauschkugel

2 Likes

Die meisten Menschen kommen mit ihrem Skill meistens garnicht so weit das sie ihre grenze erreichen.

Nimm mal den Kraftsport als Beispiel den ich Jahrzehntelang betrieben habe.

100 KG Bankdrücken sind eigentlich für jeden gesunden Menschen möglich. Die wenigsten Menschen die nicht trainieren schaffen dieses Gewicht, aber wenn sie Trainieren und Zeit investieren, dann wird auch die 60kg Frau diese 100Kg irgendwann schaffen.

Jetzt mach aus den 100kg, aber mal 200Kg, und du wirst feststellen das dort selbst mit viel Training und viel Zeit einige Menschen dieses Gewicht niemals schaffen werden. Weil sie egal was sie tun irgendwann an ihre persönliche Grenze stoßen.

Und dieser “Skill” unterscheidet dann meist den Profi vom nicht Profi.

Nur werden die wenigsten Menschen auf WoW soviel Zeit und Training in WoW stecken das sie hier je ihre wirklichen Grenzen erreichen werden.

2 Likes

Das ist im Endeffekt nur fressen und drücken und das über nen längeren Zeitraum. Dabei hab ich in meiner Prime noch die 155 3x bei 82kg Körpergewicht bewegt

Skill sind da eher dreistellige Zahlen im drücken beugen heben und noch nen HM in unter 1:30h laufen.

Eine Disziplin macht keinen skill aus, genau wie in wow. Es ist das zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren

Es war auch nur als Beispiel gedacht. Wenn du die 155 3x geschafft hast, wird deine damalige persönliche Grenze wahrscheinlich bei um die 165 rum liegen.

Ähnlich wie bei mir damals, und nein ich bin mit fressen und Trainieren nicht weiter gekommen. Was eventuell noch geholfen hätte, wäre eine Umstellung des Trainings, eventuell mit Hilfe usw.

Der aktuelle Weltrekord im Bankdrücken liegt Raw bei 355 KG. Weit über 200 Kg, und trotzdem werden die meisten Menschen niemals auf die 200 KG Bankdrücken kommen, ganz egal wieviel sie fressen oder trainieren.

Und das ist eben der besagte “Skill”. Das Bankdrücken habe ich als Beispiel genommen weil es sich schlicht und einfach leicht “messen” lässt.

Aber es trifft ja auf alles zu, im Sport sowieso, aber auch in Dingen wie Inteligenz als Beispiel.

Es gibt Menschen die mit 12 Jahren mit leichtigkeit Abschlüsse Schaffen wo Leute dran scheitern die mit 20+ sehrviel für lernen. usw.

Also “Skill” gibt es. Und ein gewisses Level von diesem Skill, kann man sich durch training/lernen was auch immer sicherlich Aneignen. Da hat der TE schon vollkommen recht.

Aber jeder Mensch hat irgendwo seine Grenzen. Deswegen werden wir auch nicht alle so einfach Fussballprofi oder ähnliches. Gerade dort gibt es Millionen Kinder Weltweit die jeden Tag sehr sehr hart trainieren um ihren Traum von einem Leben als Fussballprofi zu verwirklichen. Und trotzdem schaffen es nur die wenigsten, weil es eben Menschen gibt die mehr Skill besitzen.

Laurnt Simon als Beispiel: Abitur mit 8. Bachelor in Elektrotechnik mit 11, seinen Master mit 12, und wenn ich das richtig gelesen habe hat er mit 15 mittlerweile seinen Dr. in Quantenphysik.

DAS ist Skill. Das schaffen viele Menschen nicht die ihr ganzes Leben für lernen und Zeit investieren.

Für mich persönlich ist das „natürliche Begabung“. Und „Skill“ ist die Kombination jener Begabung plus Training / Übung.. :thinking:

5 Likes

Da spricht man ja auch das einige Ausnahmespieler eine gewisse Spielintelligenz haben.

Man schaue sich nur mal Messi an, der war auch nicht mit den besten körperlichen Voraussetzungen für Fussball gesegnet hat dafür ein natürliches Verständnis des Spiels.

1 Like

Hmm, stimmt.. hatte ich jetzt gar nicht so bedacht, aber Auffassungsgabe und so was kann evtl wirklich als angeborenes Talent einstufen. Guter Punkt!

2 Likes

Und auch analytisches Denken. Gute Spieler probieren ja auch viele verschiedene Wege aus ein gewisses Ziel zu erreichen und versuchen den effektivsten zu finden.

1 Like

Ganz genau. Training/Zeit hat unglaublich viel Einfluss auf den Skill. Das steht wohl ausser frage. Aber es ist eben nicht “nur” die Zeit und das Training was entscheidet.

Genau darauf wollte ich hinaus. Natürlich hat Training/Zeit immer einen Einfluss auf den Skill, wahrscheinlich sogar mit den größten. Aber ab einem gewissen Level ist eben Ende und da komme ich dann auch mit Zeit und Training nichtmehr weiter, und andere Faktoren entscheiden.

Aber diese Level werden wahrscheinlich die wenigsten Menschen je erreichen. Bei der Mehrheit dürfte mit dem richtigen Training noch viel mehr drin sein. Ob nun in WoW oder beim Sport, oder der Bildung. ^^

Skill ist halt eine Summe aus verschiedensten Dingen…

Wir hatten zum Beispiel mal einen Raidleiter der, während er 99er Logs gefahren hat, noch für alle Ansagen gemacht hat, also gezielt Spieler angesprochen hat und gesagt hat, was die jetzt gerade machen sollen oder falsch gemacht haben. Der hatte eine unmenschliche Übersicht und konnte viele Dinge parallel machen.

Ein Spieler mit hohem Skill in WoW braucht Klassenverständnis, Reaktionsvermögen, Koordination und eine schnelle Auffassungsgabe.

Nur viel spielen reicht da finde ich nicht… wenn du 500 Stunden auf der Uhr hast, und nur OBR spielst, dann reicht es halt nicht für das Niveau, wo Leute mit hohem Skill spielen…

2 Likes

Stichwort Multitasking. Lässt sich sicher auch “trainieren”, trotzdem gibt es Menschen denen fällt das leichter und denen fällt das schwerer.

Angeblich sollen Frauen ja Evolutionstechnisch generell eher Multitasking Fähig sein wie Männer. Zumindest legen das einige Studien nahe die es zu dem Thema gibt.

Beim Sport wird in der Regel ja auch zwischen Mann und Frau getrennt, weil der Mann durch das höhere Testosteronlevel, die Muskeldichte usw. Biologische Vorteile gegenüber der Frau hat.

Deswegen liegt der Weltrekord im Bankdrücken (Raw) als Beispiel bei den Männern bei 355 KG, bei den Frauen “nur” bei 290 Kg.

Nur muss man sich halt klar machen, das diese Frau mit 290 KG, allein durch Training/Zeit schon mehr geschafft hat wie 99% der Männer.

Deswegen ja, Zeit bzw. besser Training (den man kann auch Zeit reinstecken ohne sich zu verbessern) ist schon nen Entscheidender Faktor, wahrscheinlich für Ottonormal Menschen auch der entscheidenste. Aber wenn man auf die 1% zusteuert, werden einfach andere Dinge immer wichtiger.

Ich denke es ist ein Mix aus Begabung bzw Talent und Übung, viel Übung.

Nehme man zB Fußball. Ein Junge und vielleicht irgendwann Mann, kann sein Leben lang Fußball spielen, wurde auch als Kind gefördert, aber trotz der viel Übung und Förderung wird er nie auf das Niveau kommen, welches zB die Profifußballer haben. Er wird in der Regionalliga oder drunter bleiben.

Dann hast du einen Jungen, der schon in Kleinkindalter gute Ballkontrolle hat, ebenfalls darin geschult und gefördert wird und dann irgendwann eben Profifußballer wird.
Dieser Junge hat dann eben mehr Talent und schafft es dahin.

So wird es auch bei solchen Spielen wie WoW sein. Die einen sind so gut, dass sie bei Profi Gilden spielen oder im 0,1% Bereich oder sehr hoch in Rating vom PvP sind und dann gibt es die, die da trotz viel spielen nicht hinkommen. Und dann gibt’s die, die hoch spielen, das Talent vielleicht haben, aber nicht die nötige Zeit investieren um ganz oben mitzuspielen.

Ich denke alles ein Mischmasch aus Talent und viel Übung.

Und da spielt vieles mit. Auffassungsgabe, Reaktionszeit, Durchhaltevermögen, Hand-/Augenkoordination etc. pp.

In League of Legends kann man das auch gut sehen.
Da gibt es die, die 4k Rankeds spielen und immernoch in Bronze sind und dann gibt es die, die 4k Spiele spielen und ganz oben im Challenger Bereich mitspielen oder eben die dazwischen, die zwar viel spielen, aber ansonsten nicht viel dafür tun.

Ich hab da zB immer nur im Gold Bereich gespielt, hätte ich meine Games analysiert, mich mit Makro Management etc mehr auseinander gesetzt, mehr Zeit in Wissen investiert, wäre ich vielleicht auch höher gekommen.
Nicht Challenger, aber vielleicht Dia.

1 Like

Bei meinem Freund merkt man eindeutig, dass er in manchen Dingen absolut nicht Multitasking fähig ist xD

Ist immer ganz witzig, wenn er was erzählt und mitten im Satz aufhört zu reden, weil er eine Nachricht bekommen hat und die anfängt zu lesen.
Sein Hirn schafft es dann wohl nicht, beides gleichzeitig zu verarbeiten.

Aber paradoxerweise ist er ein super Raidlead, kann Tanken, Schaden machen, Raid leiten und noch darauf achten, was anderes so machen.
Etwas, was ich als Frau zB nicht hinbekomme. Ich heile, muss nebenbei auf mich achten, auf das Leben anderer, da bekomme ich es nicht hin, auch noch darauf zu achten, wo andere so rumstehen und ob sie auch richtig stehen.

Ob ich einen Raid unter diesen Bedingungen leiten könnte weiß ich nicht, hab’s nie versucht xD