Todesritter und Verfall

Guten Abend.

Ich wollte mich mal schlau machen. Da mich in letzter Zeit durchaus ein DK mal reizen würde als Rolle. Wie verhält es sich mit der Verfallsrate bei DKs? Sie sind ja (un)tot und werden somit doch sicher auch früher oder später verfallen oder?
Aber bei DKs redet man da von welchen Zeitraum? Den eine Normale Leiche verfällt ja eigentlich ziehmlich schnell.
Ich denke aber mal die Nekromantischen Energien sorgen da für viel Widerstandskraft. Aber gibt es halt irgendwelche Zeitrichtlinien?
Und hängen die auch von der Rasse ab aus der ein DK hervorging?

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In meiner Erlebniswelt mit Todesrittern gibt es keine klassische Verwesung, wie wir sie aus der forensischen Pathologie kennen.
Es liegt nicht im Interesse des Todesritters und gleich gar nicht im Interesse der Erschaffungsintention, eine lebende Leiche vgl. Ghul oder Zombie in eine derart mächtige Position zu erwecken.
Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen dem klassischen Untoten und einem ehemaligen Elitekrieger der Geißel. Das Konservieren des Körpers durch nekrotische Magie ist ein wesentlicher Bestandteil des Todesritters imho. Ich würde allerdings auch Rassenunterschiede machen - rein und allein, weil das Körperbewusstsein vor dieser Zweitkarriere sich innerhalb der Völker doch unter Umständen stark unterscheidet. Der psychische Aspekt und der Hang zu extremem Verhalten könnte auch Einfluss nehmen.
Beides ist aber dem Nichtverfall untergeordnet und eher als Nebenaspekt zu betrachten.

My 2 Cents

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ich seh das auch so dass die nekromantische (schatten?)-Magie die Leichen „zusammen“ hält.

wenn ich mich nicht irre, ist das bei den Verlassenen auch so, weshalb untote ja auch anfällig für Licht sind. Man greift damit die Schattenmagie an, welche diese quasi zusammen hält wie Leim. (salopp gesagt)

und weil „it’s magic“ verwesen die dann nicht, sondern verbleiben in dem Zustand in dem sie waren als sie auferstanden sind. Das kann auch mit einer klaffenden Wunde im Körper sein.

so kenn ich es von früher, kein Anspruch auf Richtigkeit denn Erinnerung kann manchmal arg täuschen.

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Verlassen sind jedoch weiterhin anfällig für Verwesung, soweit ich weiß, und es müssen auch immer wieder Körperteile ausgetauscht werden, die nicht mehr brauchbar sind im Laufe der Zeit. So wurde es zumindest in Before the Storm gesagt.

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Es gab meine ich mal ingame Literatur im Wrath Acherus darüber, dass die Todesritter ihre Körper vor dem Verfall pflegen müssen. Sofern sie das nicht entfernt haben, sollten diese Aussagen noch immer zutreffen.

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In der Kurzgeschichte „Der dunkle Spiegel“ ist Folgendes zu lesen:

Nathanos blickte auf seine linke Hand herab. Es war noch genug von ihr übrig, um einen Bogen zu fassen und selbst dem ungeschicktesten Schüler beizubringen, wie die Waffe zu handhaben war. Doch er hatte an Kraft verloren, das wusste er. Das Fleisch seines untoten Körpers war einem unweigerlichen Verfall unterworfen und eines Tages würde ihm seine Hand den Dienst verweigern und schlichtweg abfaulen. Welchen Nutzen hätte er dann noch für Sylvanas?

Doch selbst als zerfallende Leiche, so sagte er sich, würde er seine Pflicht erfüllen. „Sagt mir, was Ihr von mir verlangt, meine Königin.“ Sylvanas nickte ihm zu. „Arthas zwang einst die Val’kyr, Todesritter für seine Armee zu erwecken. Dazu benutztn sie ein sehr viel mächtigeres Ritual als das, mit dem sie nun frische Leichen in Verlassene verwandeln. Mit ihren Kräften können sie Euren Körper neu formen und ihn stärker, … beständiger machen.“
https://worldofwarcraft.com/de-de/story/short-story/dark-mirror#tab=2

Während Ghule und Verlassene (jene, die auf den 3. Krieg zurückgehen) ein Beiprodukt der Seuche sind, d.h. durch einen passiven Prozess gestorben sind und dann als Untote wiedererwecket wurden, deren Wille dem des Lichkönigs unterjocht wurde (aka Kanonenfutter/Massenproduktion), stellen Todesritter die absolute Elite unter dem Lichkönig da.

Sie sind als armeenvernichtende Instrumente der präzisen Vernichtung gedacht, unbeeinflusst von Magie, von Hunger, Temperatur usw. Ein Verwesungsprozess würde dies behindern, während das bei den anderen Untoten schlicht nicht nötig ist. Ich würde Todesritter tatsächlich ein bisschen mit Lichtgeschmiedeten vergleichen. Sie sind runengeschmiedet, todesgeschmiedet, sozusagen. Ihr Zweck ist eine Sache, und diese sollen sie perfekt ausführen können. Dafür sucht sich der Lichkönig die Leute auch per Hand aus und steckt die beträchtliche Kraft in sie, die nötig ist.

Todesritter sind viel komplexere Untote als Ghule. Sylvanas hat bei den Verlassenen zwar die Val’kyr genutzt, doch ist sie kein Lichkönig. Die Untoten verfallen (wenn auch langsamer, weil Todesmagie) daher unweigerlich, weil ihr Erweckungsritual im Endeffekt die weniger starke Variante des Todesritterrituals ist.

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Das sie dank Magie viel Haltbarer sind ist mir bewusst. Ich habe es wohl falsch formuliert.

Ich meinte eher. Verfallen sie überhaupt? Oder halt wenn sie sehr langsam dann wie langsam?

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Die einzig richtige Antwort ist: „Es gibt keine Quelle von Blizzard die den Verfall bei Todesrittern als Thema hat.“ - Dementsprechend können wir hier nur Vermutungen bzw. Schlussfolgerungen aus den Quellen ziehen die wir haben.

Ich persönlich gehe mit den bisher geäußerten Dingen im Bezug Verfall und Untote konform und stütze mich dabei wie Riordan auf die Kurzgeschichte: „Der dunkle Spiegel“ - Wir wissen das normale Verlassene verfallen mit der Zeit.

Remnir erwähnt ein Buch das in Acherus rumliegt, dies ist aber aus IC-Sicht geschrieben und deutet auch an das man im Blut von Jungfrauen baden soll um die Rüstung sauber zu halten und ähnlichen Unsinn. Dementsprechend würde ich das nicht als handfeste OOC-Lorequelle nehmen.

Letztendlich fällt mir nur eine halbwegs brauchbare Quelle ein und das ist der Arthas-Comic. Dort werden Thassarian und Koltiras im 3. Krieg erweckt als Todesritter und sind nach Jahren (Der Comic zeigt sie auch zur Zeit von Wotlk) immer noch mit dem selben Aussehen gesegnet und haben KEINE Verfallserscheinungen. Im Prinzip macht das ja auch nur Sinn, aus der Kurzgeschichte „Der dunkle Spiegel“ wissen wir das es einen Unterschied macht ob man ein „mächtiger“ Untoter ist oder ein „einfacher“ . Wesen wie Dunkle Waldläufer, Todesritter und Co. sind „mächtige“ Untote und ich persönlich tendiere dazu zu sagen das sie keinerlei Verfallserscheinungen haben durch die Menge an nekrotischer Energie.

Letztendlich bleibt es aber dabei das Blizzard keine 100 % Aussage zu deiner Frage getroffen hat und dementsprechend musst du selbst die Anhand der gegebenen Infos deinen Teil denken und ggf. argumentieren/darlegen können und ich denke dafür hat man dir hier ein wenig Hilfestellung gegeben. Solltest du noch weitere Fragen über DKs haben oder dich darüber unterhalten wollen kannst du mich auch gerne Ingame anschreiben.

MFG

Der freundliche Ritter

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Danke dir Totenleid.
Ich komme gerne auf dein Angebot zurück wenn es dann soweit ist :slight_smile:

Wo sich bei mir die erweiterte Frage stellt, wie es mit Wunden aussieht die sie „erleiden“ heilen die irgendwann, oder bleiben die wie sie sind?

Bin da echt neugierig!

Schwierig, auch hier gibt es keine Antwort.

Bei mir persönlich handhabe ich es so das Fidelius einfach zu den Fleischformern der Verlassenen geht. Fidelius ist aber auch ein „besonderer“ Fall da er 2x gestorben ist, also Mensch > Verlassener > Todesritter. Also so wie Blizzard die Verlassenen-DKs damals angedacht hatte. Gibt ja auch welche die das handhaben das ihr „Verlassener“-DK von Mensch direkt zum Todesritter wurde.

Für ihn ist das „auswechseln“ von Körperteilen also nichts fremdes oder ungewöhnliches und Verletzungen/Verwesungen stören ihn nicht.

Mir persönlich würde auch „nur“ bei Blut-Todesritter einfallen das diese die „Macht“ haben bzw. die Fähigkeit sich derart wiederherzustellen durch den Kampf. Aber auch hier gilt, es gibt keine Quelle von Blizzard. In der Todesritter-Community ist aber glaub ich das Konsenz auch das Frost/Unheilig-DKs in der Hinsicht halt etwas aufgeschmissener sind bzw. auf andere angewiesen sind und Blut-DKs sich selbst heilen durch Kampf und Blut.

Zum Glück verhindert die Saronit-Rüstung ja den meisten Schaden!

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Danke dir :slight_smile: Durchaus Interessant nickt

Todesritter sind vermutlich bis in alle Ewigkeiten konserviert und können ihre eigenen Körper dank des Pfad des Blutes ja auch selbst wieder reparieren, natürlich nur zu lasten anderer Lebewesen die sie dafür töten müssen. Immerhin muss die Energie dafür irgendwoher kommen.

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Das stimmt nicht so ganz. Im Todesritterstartgebiet gibt es ein lesbares Buch, das sich damit befasst. Auch wenn der Text nur kurz ist, eines lässt sich deutlich rauslesen: Der Todesritter würde ohne zusätzlichen Aufwand genauso verwesen wie alles andere auch. Ergo macht der handelsübliche DK noch irgendwas nebenbei zur Konservierung. Könnte mir gut vorstellen, dass, mal bei der Engine geblieben, jede DKvariante so ihre eigenen, individuellen Methoden hat.

Wo liegt denn das? Daran erinnere ich mich gar nicht. Ich will’s auch lesen. D:

Ich weiß wirklich nicht was ihr alle mit diesem Buch habt:

Guide to the Side Effects of Reanimation

Welcome to the Scourge. Now that you have entered your true service, you may find immense relief in your liberation from various mortal inconveniences. No bothersome sleeping to take up your time anymore, nor any great need for shelter from the elements, and you are even free from the mild irritation of cutting hair and nails! How delightful!

However, there are a few, almost insignificant, details to being undead:
Keep an eye on your rotting. Some is all very well to scare your foes, but an arm falling off mid-stab is just embarrassing.
Learn to love your stench. Some say foul, we say rawrr.
Avoid living animals, especially dogs.
Heed your unintelligibility. Should you misplace your lower jaw, you may be reassigned to a position where gurgling is not amiss, and few of those hold any prestige.
Alcohol is simply not the same. My apologies.
A bloodbath a day keeps the living away (although adding bubbles is frowned upon).
Avoid pastels. They simply do not work with our coloring.
Those pants will no longer make you look fat.

Das ist halt eindeutig IC verfasst, humoristisch und nicht einmal direkt auf Todesritter selbst gemünzt. Ich würde das nicht für eine vollfertige Quelle im Bezug auf Verwesung bei Todesrittern halten, da ist der Arthas-Comic ja sogar noch handfester in dem Koltira und Thassarian nicht verwesen über die Jahre. Was ich persönlich eher als künstlerische Freiheit/Vergessen einstufe und es eben nur mit Vorsicht als handfeste Quelle bezeichne.

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Witzig, dass du das anmerkst. Ich schleppe bei beiden Rhavandirs (dem Paladin aus BC und dem Dk aus WotLK) im Inventar die Gegenstände Frostraunens Balsamierungsflüssigkeit (gab es in der Classic Scholomance) und Blut von Helden (Classic Pestländer) mit mir herum. Kann ja nicht schaden - Saronitrüstung ist ein Thema für sich.
Falls sich noch jemand fragt, weswegen ich nie Platz in den Taschen habe…

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Arthas, Thessarian und Koltira sahen alle noch recht frisch aus. die verfallsrate dürfte vernachlässigbar sein.

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