Das ist dann doch noch ein weniger Komplexer.
Im Grunde haben die Zandalari ihre Neutralität eigentlich nie wirklich aufgegeben bis zu den Ereignissen in BfA als sie Kontakt mit der Horde aufnehmen wollten.
Also…bevor der große Kataklysmus einsetzte, ist Zul mehrmals zu Rastakhan und hat ihm von seinen Visionen erzählt bzw. den Weltuntergang verkündet. Zandalar würde untergehen und nur wenn sie die Insel verlassen wären sie sicher. Das hat die Gesellschaft ziemlich gespalten, da Rastakhan dem keinen Glauben schenken wollte und auf der anderen Seite der bisher größte Prophet aller Zeiten so ein Ding rausgehauen hat. Rastakhan hat ihm dann erlaubt all jene Freiwillige, die mit ihm gehen wollen, zu rekrutieren, seine Schiffe zu bauen und zu tun was er für nötig hält. Schon da gab es viele die glaubten, dass Zul nur seine Macht und seinen Einfluss ausbauen wollte. Er konnte dennoch genug Zandalari überzeugen, um eine kleine Armada aufzustellen.
Diese Armada unter Zul ist dann losgezogen und hat sich auf den Weg nach Zul‘Aman und Zul‘Gurub bzw. zu den anderen Trollstämmen aufgemacht um deren Hauptstädte wieder zu alter Macht zu verhelfen…unter ihrer Führung als neues Imperium, fest in dem Glauben Zandalar wäre untergegangen.
Wir haben ihnen aber den Boppes versohlt und sie sind mit den Resten der anderen Stämme weitergesegelt. Da kam grad passend, dass Pandaria aufgetaucht ist und Zul hat seine Chance gesehen den alten Pakt mit den Mogu wiederzubeleben und sich Ländereien auf Pandaria zu sichern, als das ebenso schief lief, hat er auch noch ein paar Mogu mitgenommen.
Daher: Wir haben eigentlich nur mit einer Fraktion der Zandalari (der Streitmacht von Zul) tatsächlich Krieg in den Östlichen Königreichen und Pandaria geführt, die sich für die offizielle Vertretung hielt bzw. so gehandelt hat.
Auf der anderen Seite waren da aber noch die Zandalari, die einfach auf der Insel geblieben sind und ihr tägliches Leben gelebt oder besser wiederaufgebaut haben, nicht ahnend das Zul mit seinen Kollegen überall Stress macht.
Erst nach Pandaria ist die Streitmacht wieder in Richtung Zandalar gesegelt, nur um zu erkennen, dass Zul falsch lag. Sie haben sich wiedereingegliedert, wichtige Position besetzt und schlussendlich den Aufstand angefacht.
…wobei die Frage ist ob Zul nicht schon vorher wusste, dass Zandalar verschont bleiben würde und er seine Chance gesehen hat mit einer Streitmacht (aus allen möglichen Trollen und Mogu) zurückzukehren, die ihm Loyal ergeben sind. Man sieht ja sehr schön ihm Hauptquestverlauf, dass seine Revolution von langer Hand geplant war und wirklich tief reichte. Außerdem zeigt er in der Questreihe um seinen Schüler Vol‘jamba, dass er bei den Visionen auch immer das scheitern oder besser alle anderen möglichen Wendungen einkalkuliert.
Die Bluttrolle waren ebenso schon lange vor dem Kataklysmus da und damit auch der Einfluss von G‘huun. Wäre also nicht abwegig, dass Zul schon länger unter seinen Einflüsterungen stand. Als wir ihn in Uldir besiegt haben, sagte er auch auch: „Wartet… Das is’ nich’ die Zukunft, die ich geseh’n hab’…“