[Zwergen-RP Dunkeleisen] Flammenhort

Vorsichtig legten sich die grauen Hände einer Dunkeleisenzwergin um einen Kupferdraht. Sachte führte die Zwergin jenes näher an die Augen, um jene Beschaffenheit genauer zu beobachten, wobei keine Auffälligkeiten zu sehen waren. Schließlich atmete Mjorna tief ein und aus und umschließ das Kupferband mit einer geballten Faust.

Ruhig stand der Lehrling so in dem Hauptraum des Ordenshauses und begann kontrollierter zu atmen und den glühenden Blick von allem zu lassen, indem die Augen verschlossen wurden.

„Stell dir die Person genau vor…“, murmelte sie während ihrer Konzentration zu sich selbst und hob schelmisch einen Mundwinkel. Nach und nach verstrichen die Minuten und die Zwergin stand weiterhin wie ein inaktives Konstrukt mitten im Raum mit geschlossenen Augen herum.

Nach einiger Zeit, etwa grob geschätzt wohl 10 Minuten, öffnete sie nach unverständlichem Geflüster die Augen und grinste. Sie hatte einen neuen Zauber gelernt, mit dem sie in der Lage ist über eine hohe Distanz einem Vertrauten eine kurze Nachricht zu hinterlassen… und was hatte die Hüterin diesbezüglich gesagt? „Thjarma und Mjorna, übt diesen Zauber!“ Somit hatten einige von Mjornas Verbündeten in der letzten Zeit zu kämpfen, als plötzlich eine Nachricht der jungen Dunklen sie erreichte.

Auch Cadmir wurde davon in regelmäßigen Abständen nicht verschont, da Mjorna durchaus Spaß an dem Üben dieses Zaubers hat. Selbstverständlich sollte man mit Magie nicht leichtfertig umgehen, dennoch benötigt jeder Zauber genug Übung und Routine, sodass jener auch in ernsten Fällen reibungslos funktioniert…

So übte die Zwergin dauernd ihren neu gelernten Zauber und erschrak damit zum Teil die anderen armen Ordensmitglieder. Nach einem zufriedenem Schmunzeln wand sich Mjornas Blick jedoch hastig zur geballten Faust, wobei jene wieder geöffnet wurde. Der Kupferdraht ist verschwunden.

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Jertha schloss die schwere Steintür hinter sich und atmete tief durch. Da war er. Der Geruch, den sie liebte. Die Dunkeleisenzwergin befand sich am Eingang Ihrer Werkstatt und das bedeute eins: Heimat. Jertha benötigt nicht viel, um zufrieden zu sein. Ihre Werkstatt, Ihre Golems und Anerkennung. Mehr verlangte die Dunkeleisenzwergin nicht.

Nun war der Tag gekommen, an dem sie offiziell ihre Ernennung zur Wissenshüterin des Flammenhorts hatte. Es ehrte sie sehr, dass vor einigen Wochen bereits Luzula auf sie zukam und sie für diese Rolle würdig genug anerkannte, sodass Jertha bereits angenommen hatte jene Rolle zu vollführen. Nun war der Tag, dass sie auch offiziell die Ernennung hatte und dadurch sich mit jenem Titel schimpfen darf.

Sie atmet tief ein und wand ihren Blick zur linken Treppe, die nach unten zum Hauptraum der Schmiede führte. Dort stand Hjelotrom, ihr Lieblingsgolem, der wie eine Statue in seiner defensiven Haltung war und die Werkstatt bewachte. Wie viel sie bereits mit diesem Konstrukt erlebt hatte… doch am Ende ist es doch wichtig Kontakt zu wahren „Lebenden“ zu haben. So schätzte Jertha den Flammenhort wirklich sehr. Sie fand ihn, als sie am einsamsten war. Als sie nichts war als eine einfache Steinmetzin und Schmiedin in den Augen der anderen Zwergen.

Nun war sie sogar Lehrmeisterin und soviel selbstbewusster als damals. Anerkennung. Genau das fehlte ihr. Bis heute.

Vorsichtig stieg sie die Treppe hinab und ging durch die erste Tür zu ihrer Linken. Langsam schritt sie durch den Raum und ging doch recht zielstrebig auf einen Schrank zu und öffnete ihn geschwind. Sichtbar wurde eine veraltete und zerknitterte Robe aus teuren Stoffen. Früher trug sie jene gerne, da sie sie von Hjelom erhielt, nach dem Abschluss der Lehre.
„Ist lange her, hm?“, meinte die Zwergin, deren Blick sich nicht von dem Kleidungsstück löste. Anerkennung… dafür stand ihre Robe mal, bevor andere Probleme ihr Leben einholten. Heute war aber ein neuer Schritt in eine bessere Zukunft…

So schüttelte Jertha die alte Robe aus und schlüpfte letztlich in jene. Die kräftige Zwergin wirkte mit der ehrwürdigen Robe direkt eindrucksvoller als sonst, auch wenn man sie sonst nie so antrifft. Abgesehen von dieser Robe wurden immerhin alle anderen Kleidungsstücke dieser Art verbannt.

So lief die Zwergin in ihrer Schmiede umher, zupfte viel an der Robe umher und betrachte sich nicht weniger. „Sei mal stolz auf dich!“, sprach sie schließlich zu ihrem Spiegelbild und schluckte… ehe sie den Kopf stolzer anhob und die Augen verschloss…

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Anhang vom obigen Post!

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“Die Lehrlinge kommen gut voran.”, teilte Jertha Thurath mit, nachdem der Unterricht am Sonntag für beendet erklärt wurde. Gwendolein und Thjarma haben sich gut geschlagen, auch wenn ihnen noch das Gefühl für die Proportionen der Golems fehlte. Sie haben jene viel zu humanoid angefertigt, auch wenn der Ansatz durchaus richtig war. Die Beine eines Golems sind derart massiv, damit sie überhaupt in der Lage sind ein solches Gewicht über mehrere Jahre hinweg ordentlich zu tragen und nicht “im Stich zu lassen”.

Mittlerweile haben sich die beiden durch einige Unterrichtsstunden geschlagen, waren aber noch weit davon entfernt Hand an ein eigenes Konstrukt zu legen. Eine derart wichtige Handwerkskunst des Clans lernt man nun einmal nicht in einem Tag.

Dazu gehören Jahre… Jahre der Hingabe und des Willens.

Jertha schlüpfte schließlich wieder in bequemere Kleidung und seufzte, als sie die Robe mit einem sachtem Schmunzeln zurück in den Schrank legte. Nun war es an der Zeit, dass die Lehrlinge endlich lernen mit ihren Händen großartiges zu erschaffen. Die Knetemodelle der Golems waren eine fabelhafte Möglichkeit dies zu ermöglichen.

“Bin ich mal gespannt, was die beiden herzaubern, aye!”, sprach sie schließlich heiter, als sie wieder mit schweren Schritten in den Hauptraum ihrer Werkstatt wanderte und begann einiges an Kohle in die Schmiede zu verfrachten. Mit dem Blasebalg wurde schließlich alles weiter und weiter erhitzt, ehe man schließlich das Lied von Hammer und Amboss in der Werkstatt der Golemschmiedin hörte.

Beim Schmieden gingen einige Gedanken durch ihren Kopf, unter anderem, ob die beiden alles hinbekommen, was sie lehrt. Sie hofft es sehr, dennoch gehört zur Lehre nicht nur das Schmieden… nein. Dazu gehört auch das ordentliche Ermöglichen, dass der Golem “lebt”, dass er sich bewegt, dass er auf seinen Erschaffer hört, dass er fehlerfrei bis in das letzte Detail ist. Fehler in der Werkstatt, spürt man am eigenen Leib auf dem Schlachtfeld. Man darf sich keine Fehler erlauben, das ist der ganze… Trick.

Ob die Lehrlinge es schaffen werden, wird schließlich nur die Zeit zeigen.~

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Eine sehr nette Truppe mit der das RP immer viel spass macht und bei der man selbst als Nichtmitglied erwünscht ist.

schubst den Thread nach oben

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Mjorna saß hinten in ihrem Karren vor vielen Kisten und weiteren Notwendigkeiten, die benötigt wurden, um an der “Wollmesse der Hohenwacht” ihren Stand zu eröffnen. Wie jedes Jahr reiste man hierfür gemeinsam in einer großen Karawane durch die Ländlichkeiten bis in den Norden, wobei jedes Jahr auch der Schwarzfels überquert werden muss.

Ihre Lehrmeisterin Luzula Schwarzgrund führte die Karawane durch die heißen Gebiete, die damals die Heimat der meisten Zwerge des Flammenhorts waren. Hitze, Asche und stickige brennende Luft begleitete die Karawane stets durch die Gegend. Es war schmerzhaft für ‘Nicht-Dunkeleisen’ zu atmen und sich am Leben zu halten und doch war das Leben selbst an einem solchen Ort möglich, wenn auch mit Hindernissen.

Ein mulmiges Gefühl hatte Mjorna während die heißen Gebiete durchquert wurden, immerhin mied sie die Gebiete wo es nur geht. Die Vergangenheit lässt sich nicht gut ausblenden. Zu schmerzlich waren die Erinnerungen dieses doch so schrecklichen Ortes. Man verlor seine Lieben, floh vor Angst und vor weiteren Unannehmlichkeiten des damaligen Lebens.

Nachdem der Rest der Reise jedoch überquert wurde und man sein Zelt an der Hohenwacht endlich aufgebaut hatte, streifte die Zwergin umher und atmete tief die Luft des Nordens ein. Es war derart anders, als vor einigen Monaten. Kürzlich erst war der Kampf an Stromgarde und nun kam man an diesen Ort, um gemeinsam Stände zu eröffnen, zu feiern und wertvolle Heiterkeit zu teilen. Unfassbar war der Kontrast zu der damaligen Schlacht, die Mjorna mit ihrer Lehrmeisterin am beinahe selben Ort erlebte. Doch die Zeit ging voran und es war notwendig die Gemüter zumindest für eine kurze Zeit vom Krieg und Elend abzulenken.

Schließlich begann das Markttreiben, wobei Mjorna erstmalig den alten Meister Gluteisen kennenlernte und direkt die merkwürdigen Kommentare bezüglich jenen der anderen Zwerge verstand…

Später, nach dem ersten Tag des Markts, überkamen merkwürdigerweise unangenehme und schmerzhafte Bauchweh die junge Zwergin, woraufhin der nächste Tag mit hübschen Augenringen begann…

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„Es ist ein Esel! Nicht mal ein Gaul!“, hörte man von einer bekannten Stimme des Flammenhorts aus den Zuschauerrängen. Jertha schmunzelte gut gelaunt und bot weiter Goldstücke für das kräftige Tierchen. Die Golemschmiedin saß oben auf Hjelotrom, wodurch sie wahrscheinlich die beste Sicht auf die Auktion hatte und auf die Umgebung außenherum. Es war die [A-RP] Viehauktion auf der Wollmesse 💰 26.Juni 2019 , bei der sich die Dame befand und stolz und gut gelaunt für einen… Esel bot. Kein edles Ross, kein Widder. Einfach nur ein kräftiger Esel.

Zwischendurch gönnte sich die Schmiedin einen Schluck aus ihrem Flachmann, der, wie immer, mit Sulfuronwasser befüllt war.

Es war eine große Masse an Verbündeten um sie herum und die gesamte Zeit an dieser Wollmesse zeugte von Zusammenhalt und gute Laune. Zumindest für einige Tage ließen die Anwesenden die Gedanken an die Kriegswelt hinter sich und machen Marktstände, Wettbewerbe und tranken zusammen viel Alkohol.

„27… zum Ersten!“, hörte man die Stimme des Großzwergen Roanen. Jertha blickte die Anwesenden an und rief noch laut genug: „Wehe, einer bietet mehr! Ich sag’s euch!“

„Zum Zweiten!“, weiterhin hörte man keine weitere Gebote für dieses „Prachttier“.

„Zum Dritten! Herzlichen Glückwunsch, Jertha!“

Jertha grinste gut gelaunt und kletterte vom Golem hinab. Sie hat eines der stursten Tiere erworben, obwohl ihre eigentlichen Gefährten, Ihre Golems, wohl die bravsten Wesen sind. Ein wunderbarer Kontrast, der sicher für einige Geschichten sorgen wird.

„Beiton“ wie anscheinend das Tier bisher genannt wurde, gab absolut nichts auf seinen Namen. Er hörte einfach nicht auf jenen. So behalf sich Jertha in den ersten Minuten anders. Mal erschrak sie das Tier sachte, um die Aufmerksamkeit zu erhalten, oder ließ Hjelotrom Grollen. Tatsächlich hörte das stolze Tier eher auf den Golem, als auf sie.

„Ich bin sturer als du, keine Sorge.“, kam von der Zwergin, während sie den Hals des Tiers tätschelte und dem restlichen Verlauf der Auktion neben Luzula, Arcaynas und Grindol betrachtete.

„Mein Esel war noch ein Schnäppchen!“, kam des Öfteren von Jertha, als die Preise des Schlachtrosses genannt wurden.

Alles in allem hatte sich die Wollmesse für Jertha zu diesem Abend hin bereits gelohnt. Man verbrachte Zeit mit den eigenen Leuten, ließ die Sorgen hinter sich in Eisenschmiede und genoss die Zeit.

Wertvolle Stunden, die rar waren…

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Nach dem Gespräch mit der Ordenshüterin Schwarzgrund streifte Mjorna noch einige Minuten durch die Stadt unter dem Berg. Eisenschmiede. Man blickte auf die eigene Taverne, die Feuerkehle, durchstreifte die große Schmiede, an der die Schmerzübungen mit den heissen Platten gelehrt wurde, ging am Militärviertel und des dazugehörigen Kohlebeckens vorbei, an dem damals die Meditation gelehrt wurde und kam schließlich am Ziel an. Den Trainingsattrappen im Militärviertel der Stadt. Sachte zuckten die Mundwinkel hoch, ehe die Dunkeleisenzwergin ihren Stand festigte und damit begann beschwörend die Hände höher zu heben.

Ihre erste Prüfung, die sie in ihrer Lehre zur Pyromantin begleitete, hatte sie nun hinter sich. Die erste Schlachterfahrung war, was als diese angerechnet wurde. Mjorna war nun wirklich keine Anfängerin mehr. Diesen Teil hatte man nun hinter sich.

Zufrieden war ihre Miene, während der Blick nach einigen Sekunden von Konzentration zeugte. Sie konzentrierte sich auf den Zauber, den sie erneut üben wollte.

Nun kamen die noch stärkeren Zauber, die sie zu lernen hatte. Weiteres Engagement und völlige Hingabe hierfür waren notwendig. Wenn man die Lehre vollenden möchte, hatte sie gerade jetzt erst den noch leichten Teil durchschritten.

Mit einem Zug war die Miene finster. Die Konzentration während des Beschwörens des Leys zahlte sich aus. Ihre Finger kribbelten, der Körper war angespannt und Mjorna war weiterhin das Gefäß für das Ley. Sie formte einen Zauber, blickte schließlich schmerzerfüllt und zeigte mit einem Fingerdeut und einem dazugehörigen „Wegwerfen“ des Zaubers das Ziel des gesammelten Leys. Eine kleine Attrappe, die von einer Lanze aus purer Lava getroffen wurde.

Im Hintergrund der Dunkeleisenzwergin befand sich ein Bronzebart Wachmann, welcher keines falls begeistert oder entzückt drein blickte. „Verfluchte Dunkeleisenzauber.“, hörte man ihn leise fluchen. „Die lernen auch nicht aus der Erfahrung der Vergangenheit, so sieht‘s aus.“ Kopfschüttelnd betrachtete er die Zwergin noch einige Momente, welche erschöpft aber zufrieden das Ausmaß ihres Zaubers begutachtete. Mit zufriedener Miene und Mundwinkeln, die weit in der Höh‘ waren, wandte sie sich schließlich um und lächelte freundlichst gen der grimmigen Anwesenden. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, spazierte sie weiter… Diesen Herren den Nutzen der Magie näher zu bringen war verschwendete Energie. Also in ihren Augen nutzlos.
~ So wanderte die Zwergin nach Hause, zum Ordenshaus des Flammenhorts. Es war an der Zeit zu meditieren.

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Die hagere Dunkeleisenzwergin rieb sich über die brennenden Augen und atmete tief durch. Die Müdigkeit klammerte sich an ihre Augenlider und zog sie beharrlich runter, aber es gab später auch noch Zeit zum Schlafen. Mit einem leisen Seufzen schob Luzula das Kartenmaterial der Verheerten Inseln beiseite. Langsam beschlich die Zauberin das Gefühl, dass sie sich im Kreis drehte. Das mochte an der Schlaflosigkeit liegen oder den zahlreichen Gedanken im Kopf, die sich um ihre Arbeit zankten. Die Expedition nach Val’Sharah befand sich in den letzten Vorbereitungen, die Lehrlinge mussten vorher noch zu einer Lektion in die Sengende Schlucht, Reagenzien wurden knapp und dann war da noch dieser Brief…
Luzula schielte flüchtig aus den Augenwinkeln zu dem unscheinbaren Umschlag, der am Rand des vollgestellten Tisches sein Dasein fristete. Kurz trommelte das Herz kräftiger in der Brust, bis die Dunkeleisenzwergin entschlossen ihren glimmenden Blick wieder auf den Lehrplan richtete. Thjarma brauchte etwas mehr Unterstützung, vielleicht eine Kopfwäsche, aber in jedem Fall eine leitende Hand der Lehrmeisterin. Mjorna hingegen machte gute Fortschritte, durfte aber auch nicht vernachlässigt werden. Es war ein ständiger Drahtseilakt, aber wer war sie, sich deswegen zu beschweren?
Ein herzhaftes Gähnen unterbrach Luzulas Gedanken, die sich wieder nach dem Brief ausstreckten. Ihre dünnen Finger verkrampften sich kurz und tasteten sich langsam zum Umschlag, um ihn zwischen den Karten zur Gänze hervorzuziehen. Behutsam fischte sie die Pergamentseiten heraus und überflog die Zeilen, bis ihre müde flackernden Augen an einer hängen blieben: Ich werde bald zurück sein.
“Geduld ist eine Tugend, mh?” Ein wenig spöttelnd schnaubte die Zauberin gedämpft aus und warf den Brief zurück auf den Tisch, ehe sie sich aus dem Stuhl zurück auf ihre Füße wuchtete. Ablenkung - sie brauchte eindeutig etwas Ablenkung! Ihr Kopf sehnte sich nach Ruhe und Ausgeglichenheit.
“Cadmir, ich bin heute Abend trainieren. Bis später!” Die Dunkeleisenzwergin rief noch die Treppe hoch und sah noch den Kopf ihres ältesten Sohnes über das Geländer ragen. “Wolltest du nicht… -”
“Beim Übungsplatz, vielleicht auch danach noch zur Meditation in das Mystikerviertel oder Militärviertel. Wenn etwas ist, schick Groll nach mir, ja? Bis später!” Luzula zog noch den Eisenstab aus der Waffenhalterung neben der Tür, dann war sie auch bereits draußen und hörte noch die leicht verwirrt klingende Stimme Cadmirs, der ihr einen guten Abend wünschte. Danach fiel die Tür wieder ins Schloss.
Sie war müde, die Augen kreischten noch nach Rast, aber… Ich werde bald zurück sein. Nur ein wenig Ablenkung!

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Mahlzeit,

derzeit lese ich immer häufiger über eure Gilde, bin sogar dabei wie im Rausch einen Dunkeleisenzwerg auf ein passables Levelniveau zu bringen.

Wann trifft man denn jemanden von euch mal Ingame für ein kleines Informationsgespräch an?

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Hallo Arnor,

so schnell habe ich vermutlich noch nie geantwortet, aber damit einmal direkt zu deiner Nachfrage: im Regelfall sind die meisten SpielerInnen von uns werktags ab 20 Uhr online. Am Wochenende kann man uns vereinzelt ebenfalls antreffen, aber zumindestens mich wirst du normalerweise nur unter der Woche finden können. :wink:

Ansonsten kannst du gerne auch im Ingame-Channel ZwergenMeta oder der Community Khaz Modan nachfragen, ob jemand vom Flammenhort online ist.

Liebe Grüße,
Luzula

Tante Edit sagt:
Am Montag, 27.7., wirst du uns definitiv OoC und IC antreffen können, da wir auch am “Rat von Eisenschmiede” (Forscherhalle) teilnehmen.

Davon unabhängig wirst als fester Termin jeden Dienstag ab 20 Uhr die “Feuerkehle” (Bankenviertel, Ingame: Feuersteintaverne) bespielt.

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Hallo Luzula,

da fühle ich mich natürlich direkt geehrt und danke dir für die schnelle Antwort.
Die Auskunft war genau was ich brauche und ich werd’ jetzt direkt mal schauen welchen Draht zu euch ich wähle.

Edit: Gibt es denn von dir auch einen Einladungslink für besagte Ingame-Community? :slight_smile:

Gruß zurück!

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Hellow Arnor!

Hier mal schnell der Communitylink von mir, auch wenn ich nicht Luzula bin, weil ich die Frage danach gerade sehe. :smile:

Liebe feurige Kuchengrüße,
Mjorna

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Auch dir danke ich, Mjorna!

Bin direkt dem Chatchannel als auch der Community beigetreten.
Durch das /who Flammenhort habe ich allerdings noch niemanden gesehen. Aber was noch nicht ist kann ja noch werden.

Cheers!

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Es war ein großer und massiver Raum aus purem Stein und feinsten Steinmetzarbeiten. Er hatte hohe Wände mit ebenso hohen Bücherregalen und dennoch war die Stimmung düster, wohl der mangelnden Beleuchtung geschuldet, die lediglich durch ein paar Kerzenständer gegeben war. Verschnörkelte Runen der Zwergen zierten die Säulen, die mittig im Raum waren. Zwischen zweier Säulen befand sich ein Tisch aus Stein, an dem aktuell Jertha saß und in ihrem Bücherchaos in schneller Handschrift Notizen anfertigte. Ansonsten befanden sich im Raum einige Regale, in jenem in verschiedensten Größen Konstrukte standen, die wie Miniaturgolems wirkten.

“Rhelrims Lehren folgend werden zukünftige Lehrlinge einigen Prüfungen unterzogen. Hierfür wird der Beginn der jeweiligen Prüfung von mir auserwählt, keinerlei zeitliche Begrenzung ist gegeben. Jene, die talentierter sind und schneller vorankommen, werden somit auch schneller ihre Prüfung erhalten.~” , schrieb Jertha in eines der Bücher und tippte sich nachdenklich gegen die Stirn mit dem Kohlestift. Aktuell waren zwei junge Dunkeleisenzwerginnen in der Golemlehre und somit war es für Jertha wichtig all die Unterrichtseinheiten und Errungenschaften schriftlich in ihrem Arbeitszimmer festzuhalten. Akurate Arbeit in jeglicher Hinsicht war der Zwergin gewiss wichtig, nicht nur im Handwerk der ganzen Golemlehre.

Die Golemlehre setzt sich immerhin aus einigen verschiedenen Kategorien zusammen, wenn ein Teil im Gesamten unordentlich oder gar schlecht erarbeitet wurde, zieht sich das durch das gesamte zukünftige Konstrukt.

Man arbeitet nicht nur als Handwerker, nein… Man ist ebenso ein Planer. Ein Ingenieur und, sofern man besonders lange darin arbeitet und einen Lehrer hatte, der den Fokus anders setzte, ist man sogar in der Lage selbst mithilfe von Runen und Magie seine Konstrukte lebendig werden zu lassen. Sofern ein Teil nicht passt, hat man unter Umständen kostbare Zeit verschwendet und wie man weiß: gerade im Krieg ist Zeit ein teures Gut.

Jertha strich nach weiteren Notizen über das Pergament und verschloss eines der Bücher. Die Zwergin erhob sich und ging gen eines der hohen Bücherregale, wo das Büchlein an den dafür vorgesehenen Platz gestellt wurde.

Dann strich sich die Golemschmiedin einmal über ihre Robe und wanderte zur Türe, um schließlich das Arbeitszimmer zu verschließen…


OOC: ~ Weiterhin besteht die Möglichkeit für junge Dunkeleisenzwerge die Golemschmiedekunst in einer langwierigen Lehre zu lernen. Hierbei sollte man sich nach Eisenschmiede wagen und nach dem Flammenhort Ausschau halten!

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Herumgefuchtel und lautes Aufsagen von zwergischen Wörtern… das vernahm man aktuell im düsteren Viertel von Eisenschmiede.

Mjorna saß in den letzten Tagen dauerhaft auf den Treppen des Ordenshauses oder ging im Kreis und lernte wohl einen neuen Zauber. Dabei verging Stunde für Stunde… Die Zwergin mit dem flammendem Haar war eine ambitionierte Zwergin, die für das was sie möchte wahrlich kämpft. So hatte sie sich von einem Waisenkind, dass in der Familie nichts mehr als ein resourcenverschwendendes Anhängsel war, zu einem fortgeschrittenen Pyromantenlehrling und Geschäftsfrau hochgearbeitet. Sie hatte überlebt und wird es auch weiterhin. Dafür sorgt sie.

Wer wollte in einem Berg, in dem das Überleben bereits für die eigene Haut schwer genug war, noch ein nichts-bringendes Kind großziehen? Mjornas Verwandtschaft tat nur das nötigste und… verübeln dürfte man es ihnen nicht.

So schätzte die junge Dunkeleisenzwergin das jetzige Leben sehr und kämpfte dafür mit all ihrer Kraft. Der Flammenhort hatte ihr eine Lebensgrundlage und eine Hand dargeboten, als sie sie am dringendsten brauchte.

Nach einigen der Stunden hielt sie jedoch inne und lächelte dezent, ehe sie in die Küche des Ordenshauses schlich und mit den Vorbereitungen für den nächsten Schärfewettbewerb an diesem Wochenende begann. Außerdem wurde etwas mehr gebacken…

Ein herrlicher Infernokuchen und die Feurige Spinne! Jenes wurde sichtbar im Hauptraum des Flammenhortes für die Mitglieder hingestellt und mit einem kleinem Zettel wurde außerdem auch auf dem schwarzen Brett darauf hingewiesen:

Werte Flammenhortmitglieder! Bedient euch ruhig an den Kuchen, die im Hauptraum stehen. Fleißige Dunkeleisen brauchen stets etwas Nervennahrung… sei es, um als Lehrmeister die Lehrlinge auszuhalten, oder als Lehrling, um die Lehre auszuhalten!
Flammende Grüße, Mjorna Steinflamme

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Erhaben, ernst und mahnend starrten die gigantischen Statuen der vergangenen Thane des Bronzebart- und Wildhammerclans in Richtung des Schwarzfelses. Madoran hatte die Axt erhoben und Khardros hielt den Sturmhammer aufrecht. Seite an Seite wachten die beiden schon seit über zwei Jahrhunderte im Tal der Könige und warfen nun in den Abendstunden ihre finsteren Schatten auf die kleine Gruppe Dunkeleisenzwerge, die den Pfad passierte.
Luzula atmete tief durch - wie sooft in letzter Zeit. Dieses Mal verkrampfte sich ihr Herz aber vor Scham über ihre eigene Nachlässigkeit. Gwen und Thjarma hatten bei einer harmlosen Nachfrage der Golemschmiedin Jertha nicht die Namen dieser beiden Zwerge gewusst. Es waren wichtige Namen. Bedeutende. Die Zauberin hatte sie als selbstverständlich vorausgesetzt und zu keinem Tag hinterfragt, ob ihren Lehrlingen es nicht anders erging. Jetzt wurde sie mit der Realität konfrontiert und war im ersten Moment sprachlos.
Beschämt.
Betroffen…
Es waren junge Dunkeleisenzwerginnen. Woher sollten sie es wissen? Ihre Familien hatten offensichtlich nicht darüber gesprochen. Kaum einer hatte es im Schwarzfels getan. Die Propaganda war allgegenwärtig und ließ keinen Raum für ungesunde Neugierde nach Wahrheiten. Luzula konnte es ihnen nicht übel nehmen, sondern richtete den Blick von den Statuen nun zum südlichen Steinwerktunnel. Immer nach vorne sehen! Während Jertha noch fast die Hutschnur platzte, ermahnte sich die Pyromantin im Stillen. Dieser Fehler würde ihr kein zweites Mal unterlaufen…
Aber jetzt mussten sie erst die Sengende Schlucht erreichen und das Lager aufschlagen.

Feuer und Flamme!

Der Flammenhort ist zu einer kleinen Exkursion in die Sengende Schlucht aufgebrochen! Heute und morgen müssen sich die Lehrlinge dort noch beweisen und Aufgaben bewältigen, um in der Lehre weiter voranzuschreiten.
In der kommenden Woche sind wir aber wieder planmäßig zurück!

Liebe Grüße,
Luzula

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„Bestätigt: Hjelotroms Amüsement.“, grollte hörbar für alle Umstehenden in der Sengenden Schlucht. Warum selbst Hjelotrom eine solche Aussage tätigte spät abends?

Luzula und Jertha behielten die Umgebung um die tapfereren Lehrlinge im Auge, sodass größere Gefahren von ihnen gehalten wurden.

Aktuell sollten Thjarma, Gwendolein und Dundar einige Aufgaben bewältigen und dies… ohne Hilfe ihrer Lehrmeister. Zu ihrem Schutz erhielten sie eine Axt und eine Schrotflinte, für absolute Notfälle. So wanderten die drei los, engagiert gute Leistungen zu erbringen.

Zunächst könnten Luzula und Jertha erblicken, wie die Lehrlinge gegen rattengroße Feuerfliegen kämpften und davon einige diese Stiche abbekamen… dann, wie ein Aschehühnchen Dundar Angriff und jene es erschlug, wodurch ein Nest ohne Mutterhuhn zurückgelassen wurde. Doch nicht zu lange. Während die Lehrlinge eine attackierende Kristallnetzspinne bekämpften, war eine der Damen anderweitig bemüht, sie ergriff sich nämlich glatt das Nest mit den Eiern und packte jenes in ihren Rucksack ein. Es handelte sich natürlich um Thjarma… die junge Zwergin, die Jertha ein Rätsel war. Sie war zu freundlich für eine Dunkeleisenzwergin und jene Freundlichkeit beruhte nicht einmal darauf, dass sie damit etwas erzielen möchte. Thjarma war einfach zu freundlich für Azeroth und dies merkte man stets an.

Während nach einigem Kampf, einigem an Spinnennetzen und Spinnensekret waren die Kämpfenden schließlich soweit, dass die Spinne erschlagen wurde und eine intakte Spinnendrüse geborgen werden konnte. Jene Aktionen des heutigen Abend erbrachten selbst bei dem Golem den genannten Kommentar. Hierbei war es nicht so, dass Hjelotrom selbst derartiges fühlen könnte, er reagierte nur auf Jertha.

Jertha war stolz aufgrund der Problemlösungen, die sie aus der Distanz erkennen konnte und atmete erleichtert auf, ehe sie zum Golem sprach: „Hjelo, gut, dass wir hier her gereist sind… all die Kämpfe bringen die Lehrlinge weiter und lassen sie die ruhige Atmosphäre von Eisenschmiede mehr wertschätzen. Außerdem dürften sie nun endlich verstehen was ich immer meinte mit ‚Seid kräftig und bringt nur die beste Leistung‘“. Jertha blickte zum Golem hinauf und musterte schließlich weiterhin die Umgebung.

Mittlerweile würde es düster in der sengenden Schlucht. Die Nacht bricht an. Hierbei suchte sich Jertha ein relativ gesichertes Örtchen, bei dem sie immer noch Blick auf die Schützlinge und Luzula hatte und dennoch immer wieder einige Minuten kurzen Schlaf erlauben könnte. Hjelotrom könnte nämlich ohne Schlaf wachen und dies tat er auch.

Was den restlichen Ablauf der kleinen Expedition betraf, wird sich am nächsten Tagen noch zeigen wozu die Lehrlinge fähig waren oder welche kreativen Problemlösungen aufgezeigt werden.

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Sie hatte sich wortwörtlich aus dem Dreck nach oben gearbeitet. Jahrzehnte lagen hinter der Zauberin, die seit vielen Herzschlägen bloß starr und nachdenklich auf den Tisch vor sich sah. Bücherregale säumten die Wände des Raumes und ächzten unter der schweren Last der Bücher, die zu beeindruckenden Sammlungen zur Schau getragen wurden. Öllampen spendeten üppiges Licht, um den gepflegten Teppich, das weiche Bärenfell am Boden oder das hochwertige, wenn auch rustikale, Mobiliar hervorzuheben. Steinerne Krüge mit fein herausgearbeiteten Hochreliefs, die Szenerien aus dem Grimmigen Säufer im Schwarzfels zeigten, befanden sich direkt zwischen Luzula und den drei anderen Dunkeleisenzwergen ihr gegenüber.
„Ich dachte, hier wäre man stets zufrieden mit meiner Arbeit und dem Flammenhort gewesen.“, erwiderte die Pyromantin schließlich ruhig und überschlug locker die Beine. Der schwere, pechschwarze Lodenstoff ihrer Robe mit dem hohen Kragen raschelte kaum bei der Bewegung. Ihre glutroten Augen richteten sich nun auch wieder auf die andere Seite des Tisches. Eine ältere Zwergin ergriff zuerst das Wort und nickt ihr mit einem seichten Lächeln zu. „Selbstverständlich ist das der Fall, Hüterin Schwarzgrund! Daran hat sich auch nichts geändert. Das wollte mein Kollege auch sicherlich nicht in Frage stellen, nicht wahr?“
Der Nachsatz ließ eine gewisse Bissigkeit nicht außen vor. Beinahe giftig linste die alte Dunkeleisenzwergin neben sich auf einen weißbärtigen Mann. Noch während der Kerl beschwichtigend seine prankigen Hände anhob, musste sich Luzula innerlich zusammenreißen nicht ihre Augen zu verdrehen. Geschwätz. Aus seinem Mund kam nichts weiter als Geschwätz. Floskeln, miserables Honiggeschmiere und ein Hauch Speichelleckerei. Sie schenkte ihm herzhaft wenig Aufmerksamkeit, da er ohnehin nur wiederholte, was er bereits gesagt hatte. Wiederholungen waren auch so ein Unding von ihm. Als ob sich ihre Meinung ändern könnte, bloß weil er zweimal seine schwachen Argumente an ihren Kopf warf. Luzulas Hauptaugenmerk lag vielmehr auf der dritten Person, die mit am Tisch saß und bislang schwieg. Sein roter Bart war zu zahlreichen Zöpfen geflochten worden, die stramm gebunden und dadurch recht steif waren. Der Kopf war hingegen kahl geschoren, damit die Tattoowierungen sichtbar blieben. Bei den Ahnen, wie sehr sie diesen Mann hasste… Ob er wusste, wie schwer es ihr fiel ihm nicht direkt ins Gesicht zu spucken?
„ … daher läge es doch auch in Eurem Interesse, dass Geomanten auch in Zukunft unser starkes Militär bereichern, Hüterin Schwarzgrund.“
Von einer Sekunde auf die nächste ruckte Luzulas Kopf zum Herrn in der Mitte herum. Der Politiker hatte doch etwas Neues erzählt! „Ach, tut es das? Das wiederum ist mir noch nicht bekannt. Könntet Ihr mir das genauer erläutern?“
„Natürlich, Hüterin. Seht doch: Der Flammenhort konnte sich doch gut etablieren und hat ein paar Verbündete in den Jahren dazugewonnen. Ihr habt Euch durchaus einen Namen gemacht und das ist uns auch nicht entgangen – im Gegenteil!“ Der Weißhaarige erhob aufzeigend einen Finger an und sprach geflissentlich weiter, „Eure Loyalität steht außer Frage, da sind wir uns alle einig. Bloß Eure… Radikalität in Bezug auf einen Teil unseres herrlichen Clans ist ein bisschen problematisch. Wir wollen doch nicht weiter in die Vergangenheit, sondern nach vorne in die Zukunft sehen!“
Luzulas Lungen füllten sich langsam und stetig mit Luft. Tief einatmen, bedächtig ausatmen. In ihrer Brust loderte ein wachsender Zorn, der mit jedem weiteren seiner Worte geschürt wurde. Aber ihn zu unterbrechen, wäre unklug gewesen.
„Wenn der Flammenhort auch Geomanten ausbilden würde, gäbe dies ein Bild der Einheit. Ihr seid bereits ein gutes Beispiel für unseren Clan in Eisenschmiede, aber wie wäre es, wenn Ihr eines der Paradebeispiele wärt? Pyromanten, Schamanen, Elementare… wir hatten einige Hürden in unserer Geschichte zu überwinden und sollten solche Chancen ergreifen. Wir sind frei, Hüterin Schwarzgrund! Es besteht kein Grund über die Brüder und Schwestern zu urteilen, die mit den Elementen im Bund stehen. Wenn Ihr diesen Aspekt des Clans einschließen würdet, wären unsere letzten Bedenken wie fortgewaschen…“
Mit einem abschließenden Lächeln hielt er ihr seine Hand entgegen. „Und klänge Diplomatin Schwarzgrund nicht um einiges besser?“
Daher wehte also der Wind. Luzula drückte für den Bruchteil einer Sekunde die Lippen zusammen und blickte den drei Dunkeleisenzwergen stumm entgegen. Sie boten es ihr an… Ihr Herz zog sich schmerzlich zusammen, ehe es vor Aufregung beinahe zersprang. Die Hand des Mannes war zum Greifen nahe – und damit einhergehend die Erfüllung eines Wunsches. Das war ein einmaliges Angebot. Eine Geste der Anerkennung und vielleicht auch die Ernte einer mühsamen und langjährigen Arbeit. Es gab bloß eine richtige Antwort:
„Ich sehe auch nach vorne, Herr Dunkelflamme. Unserem Clan hat sich noch nie so eine Gelegenheit ergeben, wie in den heutigen Zeiten. Eines Tages wird der Sohn unserer Königin-Regentin seinen rechtmäßigen Thron erhalten. Ein neues Zeitalter wird anbrechen und bis dahin gibt es eine Menge zu tun.“ Ihr Gegenüber nickte ihr verstehend zu und lächelte ungebrochen weiter, als sie sich ebenfalls erhob. „Meine Loyalität gilt dem Clan… und ich habe verdammt viele Gründe ihnen zu misstrauen!“
Ihre Brauen zogen sich prompt forsch zusammen und der dürre Finger richtete sich unter Anspannung auf den tattoowierten Rotbart. „Elementaren ist und wird niemals zu trauen sein. Sie waren unsere Sklaventreiber und Meister. Ich lebe nicht in der Vergangenheit, sondern ich habe aus ihr gelernt. Hättet Ihr solche Narben wie ich würdet ihr auch jeden einzelnen Tag Eures Lebens daran erinnert werden, was sie uns angetan haben und auch wieder antun könnten, wenn wir sie jemals wieder in unsere Hallen lassen! Nennt mich meinetwegen radikal, Herr Dunkelflamme. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass unser Clan gerade ohne die Elementare zu seiner wahren Stärke finden würde. Wir haben sie nie gebraucht. Unsere Kraft kommt nicht aus den Feuerlanden, sondern aus unserer Unerbittlichkeit! Aber ihr braucht womöglich eine Stimme der Erinnerung wie die meine…“
Damit trat Luzula vom Tisch und der hingehaltenen Hand zurück, die keinen Augenblick später zurückgezogen wurde und einen schmallippigen Dunkeleisenzwerg zur Folge hatte.
„Der Flammenhort bildet Zauberer aus, keine Lakaien der Elemente… Mögen andere dies weiterhin tun. Wenn der Clan aber eines Tages dafür die Rechnung zahlen muss, lernt ihr hoffentlich endlich. Versteht mich nicht falsch, ich hoffe, dass dieser Tag nie eintreffen wird, aber falls doch… könnt Ihr weiterhin auf mich zählen. Ich danke für Euer Angebot, muss es aber ablehnen.“
Die Pyromantin verbeugte sich recht tief, sodass ihr Zopf über die Schulter rutschte und dicht über den Boden pendelte. Danach richtete sich Luzula wieder kerzengerade auf. Die andere Zauberin sprach, aber die Dunkle hörte längst nicht mehr zu. Ein dumpfes Rauschen und Pochen des eigenen Blutes wummerte in ihren Ohren. Sie sah, dass die Frau ihr freundlich zulächelte, nickte und ebenfalls eine leichte Verbeugung andeutete. Die Verabschiedung lief einfach an ihr vorbei… und die Zauberin verließ in großen Schritten die Botschaft. Wo ihre Knie zu Beginn noch weich waren, festigte sich der Gang mit jedem weiteren Schritt. Unbeugsamkeit – das sollte zu den Stärken des Dunkeleisenclans gehören und sie wollte mit guten Beispiel vorangehen!

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Es war Abend, das Gespräch mit den Wissenshütern war gerade geschehen. Arnor ging in bester Laune, doch recht müde durch die Tür im Schatten der Ecke. Er besah sich den Flur zu den Quartieren und schlenderte langsam an den einzelnen Türen vorbei. Das freie Quartier am Ende des Ganges war wohl sein Ziel. Er stellte sich vor die Tür, schnappte sich den Schlüssel der davor hang - ein verschmitztes Grinsen blitzte unter dem Bart hervor - Freude.

Arnor betrat sein neues Heim und stellte sein Gepäck, seine Ausrüstung und allem voran den großen, stachelbesetzten Turmschild neben die Tür. Er ließ sie hinter sich ins Schloss fallen. Sein zufriedener Blick ging durch das großzügig eingerichtete Zimmer ehe sich auf den eigenen Stuhl fallen gelassen wurde. Flachmann und Dunkeleisen-Helm fanden Platz auf dem Tisch davor, ehe sich der Flachmann an die Lippen gesetzt wurde um sich einen Schluck vom eigenen, dampfenden Wässerchen zu genehmigen. Er starrte seinen Helm an, das Visier, und seufzte erleichtert auf.

Endlich angekommen.

Jawohl, Arnor hat es geschafft ein Teil des Flammenhortes zu werden! Es war ne spaßige Anwärterzeit die Lust auf mehr macht. So long!

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