Man muss aber auch zugeben, dass es unfassbar schwer geworden ist, die Spielerschaft heutzutage irgendwie zufrieden zu stellen. Wenn man dazu dann auch noch bedenkt, dass dieses „Gestern-war-alles-besser-Gejammer“ irgendwie allgegenwärtig ist, dann kann es nur ein Erfolg werden, sollte es denn kommen.
Meine Vermutung wäre, dass D4 noch länger als wir vermuten auf sich warten lässt. Oder aber, dass mit diesem Remake-Release tatsächlich Spieler in einem entsprechend gewählten Zeitfenster vorm dem D4 Release reaktiviert werden sollen.
Was mich ein wenig stuzig macht, ist die Diskrepanz zwischen D2-Remake und D3-Polishing. Ist das D2-Remake, weil es hinter verschlossenen Türen stattfinden kann grundsätzlich kostengünstiger, als eventuelle Arbeiten am offenen Herzen von D3? Oder verspricht man sich von den Verkäufen des D2-Remakes mehr Umsatzpotential? Alles irgendwie denkbar …
Die Optik empfand ich als gar nicht mal sooo schlimm. Was mich z.B. viel mehr „störte“ war die veraltete Mechanik und KI. Beim D2-Remake kann man auch von solchen Aspekten ausgehen. Wenn es kommt, wird es ein Stück weit Nostalgie bieten. Diese wird allerdings kurz darauf hin verflogen sein. Was es definitiv nicht bieten wird, ist der Schritt zum NextGenARPG, was von vielen, spätestens nach dem offiziellen Announcement, erwartet werden wird.
Wohlfühlschnickschnack 
Problem ist, das die neueste Technik auch Unsummen Lizenzgebüren kostet, die durch u.a. oben zitieres Denken nicht erschwinglich sind. Wenn man das so liest und darauf basierend ein Szenario aufbauen würde, dann stünden sich wohl zwei Parteien gegenüber, die sich nicht kennen, nicht kennen wollen und von dem, was die jeweils andere Partei macht, absolut keine Ahnung haben. Dennoch sind beide Seiten fest davon überzeugt dem Feind gegenüber zu stehen, der nur böswillige Absichten haben kann.
Bin da voll bei Vukotlak. Optik ist für mich nicht entscheidend. Ich verzichte lieber auf den letzten Schrei in Sachen Hightech, bekomme dafür aber komplette und komplexe (Spiel-)Erlebnisse.
Der eine oder andere kann sich evtl. noch Age of Conan erinnern. Den Soundtrack höre ich heute noch hin und wieder. Die Optik war für damalige Verhältnisse z.B. einfach phänomenal. Aber das wars dann im Grunde auch schon. Kaum hatte man das Tutorial-Gebiet verlassen, dachte man: „Huch, ganz schön trist hier draußen. Naja, auf gehts …“
Nachdem Erreichen des Max-Levels dachte man dann: „Yo, fertsch mi’m Leveln! Wat nu’?“ Keine Antwort, weil die meisten Endgame-Features nicht fertig, nicht vorhanden oder böse verbuggt waren.
„Ja, aber schau mal, wie gut das aussieht!!!“ - Nope, tschö mit ö! 
Wenn ich länger über das Thema nachdenke, dann stelle ich für mich fest, dass ich hauptsächlich von den Artworks begeistert bin. Klar, es ist Technologie nötig, um diese entsprechend ins Licht zu rücken und zu präsentieren. Dafür ist aber tatsächlich nicht immer die aller aller aller neueste Technik von Nöten …
Klar, mehr Hype mehr Sales. Da sind aber die Kunden dran Schuld und nicht die Publisher, die das ausnutzen, auch wenn man einen gewissen moralischen Konflikt unterstellen könnte … 