Diablo 4 Beta Feedback

Hallo liebe Community und liebes Blizzard Team,

da ich nicht weiß, ob Feedback an Blizzard auch im deutschen Forum ankommt, hoffe ich einfach, dass der Post -sofern er falsch platziert ist - entsprechend in ein anderes Forum/Thema verschoben wird.

Vorab: Ich weiß, es ist eine Beta und Änderungen im Spiel bis zum Release sind durchaus möglich. Dennoch möchte ich meinen Eindruck der Open Beta mit euch teilen und bin gespannt auf eure Eindrücke und ob Blizzard sich das eine oder andere zu Herzen nimmt und bei der weiteren Entwicklung bedenkt.

Das Positive:

  • Intro und Cutscence finde ich gelungen (sowohl grafisch, atmosphärisch und von den Stimmen der Beteiligten her)
  • Die Musik im Spiel ist passend gewählt und angenehm bzw. zu keiner Zeit aufdringlich.
  • Charakterdesign ist super bzw. für ein Diablo mehr als ausreichend und ansprechend sowie einfach gestaltet.
  • Die Grafik im Spiel ist ebenfalls gut
  • Die Städte und Welt sind meiner Meinung nach stimmig. Also z.B. dass jede Stadt im entsprechenden Gebiet auch passend designt ist. (Kyovashad als größere Stadt, ein Dorf in den Wäldern nur rudimentär)
  • Alle „Weltanimationen“ finde ich gut. Z.B. dass der Charakter Fußspuren im Schnee hinterlässt - je nachdem schmaler oder breiter - dies z.B. wenn ein Schildpylon aktiviert wurde
  • Der Wechsel zwischen einzelnen Wetterlagen sowie Tag und Nacht hat mir gefallen
  • Das Aufgreifen alter Charaktere wie Lorath bzw. Zoltun Kull fand ich ebenfalls gut integriert.
  • Die Quests und das entsprechende Design finde ich gut.

Das, was m.M.n. zu verbessern ist:

  • Für mich fühlt es sich „leider noch nicht“ nach einem Diablo an. Das liegt bei mir an zwei Hauptfaktoren:
  1. Zum einen spielt sich meiner Meinung nach das Ganze (egal mit welcher Klasse) zu „holprig“ und zum anderen sind zu wenig Gegner vorhanden, bzw. so weit auseinander, dass ein entsprechender Fluss nur schwer zu finden ist.
  2. Alle Skillungen und Kombinationen der einzelnen Talente, die ich an diesem WE ausreichend getestet habe sind meiner Meinung nach viel zu statisch bzw. wie oben erwähnt zu holprig. Natürlich kann man nur bis LVL 25 spielen, aber dies entspricht immerhin ein Viertel des Gesamtlevels. Hier vermisse ich einen Fluss ähnlich Diablo 3.

Weiteres:

  1. Um an den Punkt 2 von oben anzuschließen: Sämtliche defensive Talente haben meiner Meinung nach eine zu hohe Abklingzeit bzw. sollten nur bedingt eine Abklingzeit haben und evtl. mehr an Ressourcen gekoppelt sein. Man merkt einen deutlichen Unterschied in den Weltstufen I und II. Und wenn man dann, z.B. als Zauberer nur eine Barriere wirken kann, die 6 sek. hält aber 30 sek. Abklingzeit hat, kitet man sich nen Wolf. Ich will gar nicht wissen, wie dies auf noch höheren Weltstufen aussieht. Dies in Verbindung mit dem Gefühl des Holperns von oben, unterbricht m.M.n. den Spielfluss.
    Ähnlich auch beim Barbar. Es muss doch nicht jeder Schrei an einen Cooldown gekoppelt sein bzw. könnte man doch einen Schrei auch 20 Wut kosten lassen.

  2. Es fehlen diese 1 bis 2 Tasten Skillungen. Ja, ich weiß, dass ist Geschmackssache. Ich mag es, nach Feierabend entspannt eine Runde zu spielen und freue mich über diese Skillungen. Bei Diablo 4 finde ich muss man zu viele Tasten drücken. Vor allem in Relation Masse/Häufigkeit. Bei einer schnellen Klasse wie dem Jäger zum Beispiel halte ich es für störend, dass Infusionsfertigkeiten 2 mal halten und ständig am Cooldown hängen. Dadurch ist man gezwungen andere Skills als Lückenfüller zu nehmen, bzw. zu kiten bis der Skill wieder bereit ist. Dies fördert dann die Holprigkeit des Spielerlebnisses. Hier wäre eine Tendenz aus WOW gut, z.B. Schattenfertigkeiten werden auf die Waffen aufgetragen und halten x Minuten.

  3. Mir erschließt sich nicht die Langlebigkeit der Dungeons in denen ich die klassenspezifischen Aspekte sammeln kann. Haben diese im Endgame noch eine Relevanz? Die Idee dieser Dungeons ist gut. Wenn aber keine Relevanz zum Endgame besteht, dann hätte man die Aspekte einfach über Gegenstandsdrops regeln können. Wenn sie Relevanz haben, sollte man am Ende des Dungeons nicht nur Lootspawn haben, sonder evtl. auch einen für den jeweiligen Dungeontyp angemessenen Kistenspawn. Z.B. dass in einem Dungeon für den Barbar potenziell eher Items für den Barbar droppen können.

  4. Die Obolousse (aka Blutsplitter): Man könnte an Diablo 3 kritisieren, dass in jeder Stadt der gleiche Obelisk steht und ich Dungeons mache für Blutsplitter. Das mögen manche eintönig, andere entspannend finden. Bei Diablo 4 habe ich folgendes Problem. Besteht mein Spiel im Endgame darin, per Schnellreise sämtliche Events abzuklappern, bis die Obolousse voll sind und dann zum Händler nach Kyovashad zu gehen? Wenn es dann -wie in der Beta oft bei mir der Fall- kein Eventspawn gibt bzw. man warten muss, reise ich weiter. Ich spiele also nicht, sondern spiele einen Schnellreisesimulator. Diese Lösung finde ich ungünstig.

  5. Der Heiltrank. Generell finde ich die Idee Kräuter und Erze zu sammeln gut. Jedoch habe ich auch hier eine Endgame Problematik. Der Heiltrank wird ja nur einmal freigeschaltet. D.h. alle benötigten Kräuter müssen auf den entsprechenden Stufen (10,20 etc.) nur einmal aufgewandt werden. Hier wäre es besser gewesen den Heiltrank einfach mitskalieren zu lassen. Bei den anderen Tränken und Elixieren finde ich die Idee jedoch gut.

  6. Die Komplexität eines Skillbaums: Ja, ich weiß auch dass ist Geschmackssache. Manche mögen es kompliziert, andere nicht. Was mich gestört hat war die enorme Begriffsvielfalt. Der Gegner kann verwundet werden, dann taumelt er, wenn er noch gefroren wird, wird er ins oberste Tiefgefroren versetzt, nachdem er niedergeschlagen und mit Schatteninfusion belegt wurde… etc. Schließlich muss er noch bei Vollmond dreimal im Kreise sich drehen und eine Galgenbeere vierteilen für max. Damage. :smile:
    Meiner Meinung nach wäre eine Entschlackung hier die bessere Wahl. Vor allem in Bezug auf die oberen Punkte des Spielflusses bezogen.
    Eine Idee wäre Klassenbezogen zu agieren: Der Barbar hat z.B. offensive, defensive und ausgeglichene Skills. Dies haben dann den Effekt „Defensiv“: Rüstung (Stählung/Tank), „Offensiv“:Raserei (Berserker/Furywarrior) und „Ausgeglichen“:von beidem etwas.
    Somit könnte man den Skillbaum entschlacken und eine Fokussierung auf einen bestimmten Spielstil fördern.
    Oder beim Jäger: Es gibt den Weg Gift, den Weg Fallen und den Weg Granaten/Blendpulver. Egal wie man nun spielt (Nahkämpfer/Fernkämpfer) beide haben nur einen der drei Wege und die entsprechenden Begriffe dazu. Z.B. kann ein Giftjäger niemals benommen machen, zum taumeln bringen etc. Zur Not muss man dann seinen Weg umskillen, ähnlich wie in WOW.

Ich finde hier tut mehr WOW und weniger POE Diablo 4 gut. Ich hoffe, ich konnte Punkt 8 gut darlegen. Dies sind ja nur unverbindliche Ideen.

  1. Diese Komplexität setzt sich meiner Meinung nach bei den Items unnötig fort. Deutlich weniger Stats bzw. Einflussfaktoren würden glaube ich in die bessere Richtung gehen. Wie seht ihr das?

  2. Den Worldboss-Spawn-Timer (was für ein Wortgebilde) finde ich für Casualgamer, Schichtarbeiter etc. ungünstig. Besser wäre gewesen den Boss/ die Bosse alle x Min/Std./ bzw. einige Rare-Bosse nur Mo Mi Sa, spawnen zu lassen und Loot entsprechend zu skalieren um ein zu schnelles Overequippen zu verhindern.

So, jetzt seid ihr am Ende des Textes und bestimmt auch mit den Nerven :smile: . Das waren die Hauptfaktoren, die meiner Meinung nach einen Spielfluss behindern, der flüssig und rund läuft. Das sind natürlich nur meine persönlichen Eindrücke. Auch weiß ich, dass Diablo 4 ein eigenständiges Spiel ist und keine Kopie von Diablo 3 sein soll. Jedoch scheint mir hier der Versuch unternommen worden zu sein WOW und POE in D4 zu vereinen. Dies finde ich jedoch nur schwer umsetzbar, bzw. führt zu den oben genannten Eindrücken. Wie gesagt, einige Aspekte und Ansätze finde ich gelungen und sie haben durchaus Potenzial. Aber ich bin der Meinung, D4 sollte nicht zu weit von der Kernmechanik eines D3 entfernt sein.

Dies ist kein „Mimimi-Thread“. Ich habe versucht, sachlich meine Eindrücke wiederzugeben. D.h. sämtliche Beleidigungen/Angriffe, nach dem Motto „Dann geh doch xy spielen, dass hier ist so du Null…:“ etc. könnt ihr euch sparen :smile: Mir geht es um den Austausch. (Ich wollte es nur gesagt haben, denn schon oft erlebt…)

Jetzt bin ich aber richtig gespannt auf eure Eindrücke. Was fandet ihr gut/ weniger gut?

Beste Grüße

5 Likes

Bei 1 und 2 da kann ich dir überhaupt nicht zustimmen , genau das gefällt mir in Diablo 4 , muss nicht andauerndes Gewusel und kämpfen sein , liebe es so wie es jetzt ist noch mehr Gegner ist für mich kein Spaß mehr .

Dein Punkt 4 , verstehe ich dann schon eher , hier wer es schon schön wenn es diese Möglichkeit geben würde besonders wenn es dann doch wieder mehr Gegner werden.

Ich bin nicht wirklich zufrieden.
Der erste Akt, bzw was zu sehen ist, war ein Querschnitt aus D3 mit neuen Texturen.
Auch das Soundsetting 1 zu 1.
Hoffe die anderen Akte bieten da mehr neues zu entdecken.

Die Mobs, ähnlich.
Neue Textur, selbes grunzen.
In der Masse reduziert, dafür kann man jetzt aufgrund schrecklicher Cooldowns der Skills, kiten bis der Arzt kommt.
Platz genug ist ja vorhandenen.

Welt und Dungeons wirken bis auf alle drei Meter, lose Steine, Gestrüp, Kiste, etc leer.

Kampf und Movement fühlt sich streckenweise an, wie mit dem Fahrad den Berg hoch.

Kämpft man mit dem Jäger / Bogen, ist da gefühlt immer so ein toter Winkel bei einzelnen Schüssen.
15, 30, 45 Grad.

Mit dem Zauberer, Cooldowns sei Dank, kitet man, oder schlägt sich mit der Peitsche durch.

Der Barbar bewegt sich wie auf einer Überdosis Vallium.

Skilltree.
Naja…
Hier wäre mir der aus D3 + Attribute lieber.

Es ist nur eine Beta und es ist bestimmt noch Luft nach oben …hoffe ich.

„Die Mobs, ähnlich“ @ Hexenfluch… stell dir mal Diablo vor ohne diese nervigen Schamanen die ihre kleinen Minions ständig rezzen und du schon eifrig darauf wartest diesen zu pulverisieren dafür das er das tut :grin:

oder Sukkubi, wer mochte diese leicht bekleideten Dämonendamen nicht in Diablo 1 die einen Gefühl mit einem Cast weggezaubert haben.

Manche mobs müssen einfach in Diablo immer wieder dabei sein, damit man die alten Teile nicht komplett vergisst.

Das mit dem Bogen und den 15, 30, 45 Grad fand ich auch ein wenig eigen… dachte das der rechte Analog stick dafür geeignet wäre :thinking:

sonst war es halt ne Beta, sicher unbalanced…sicher noch net alle mobs so häufig wie es sein könnte. aber immer erstmal kleine Brötchen backen, bevor der Ofen brennt und garnichts mehr geht.

warten wir mal das nächste Wochenende und vorallem den Release ab.

notfalls einfach die schwierigkeit soweit hoch drehen wie es jeweils geht, dann fallen die Mobs auch nicht so schnell um :smiley:

Ich möchte nur auf den Punkt „Cooldown“ eingehen. Also das geht ja gar nicht.
Als Magier hat man ständig sein Mana verbraucht. Das stört ungemein. Ich habe als Ice-Mage alles auf den Blizzard konzentriert, da der wenigstens tickt, wenn ich am kiten bin, bis das Mana wieder voll ist.
Das muss geändert werden, dringend.

Ich hoffe, das ändert sich noch im Rest des Spiels.
In D2 kann ich mich noch erinnern, dass ich als Mage am Anfang eher Nahkämpfer war, da ich ständig Mana-Mangel hatte. Irgendwann später lief das dann aber.

super feedback! bin gespannt inwieweit wir hier verbesserungen ableiten.

und wie du gesagt hast :smiley: jedes augenpaar sieht anders.

Hallo zusammen.

Ich habe mich am wochenende auch mit der beta beschäfftigt.

Ich bin seitdem erscheinen von diablo 1 dabei und ich finde, dass diablo 2 immer noch der beste Teil der Reihe ist. Zocke ihn immer noch seit dem Release auf der PS5.
Als jugendlicher habe ich ganze nächte damit verbracht diablo zu zocken.

Die Skillung, Story und umgebung ist hier viel besser und düsterer als bei diablo 3 und 4.

Was mich nervt ist, dass man mana nur mit Schlägen aufladen lässt und nicht mit tränken.
Was mir noch gefallen würde, wären mehr Slots zum Ausführen von Zaubern oder Fähigkeiten.

Die verbesserte grafik in d4 find ich wirklich schön ungesetzt, genauso wie die Interaktionen mit der Umgebung. Und die teilweise Überforderung durch die Monsterscharren. Diablo 3 war für mich eher ein Spaziergang als eine Herausforderung.

Aber es ist einfach etwas zu bunt.
Der Kampf gegen Diablo hat sich zu einem Abenteuergame entwickelt.

Hätte mich wirklich gefreut, wenn man wieder in Richtung D2 entwickelt hätte.

Es ist ja noch Zeit bis zum erscheinen der endgültigen Fassung.

Wer D2 kennt, wird mir sicherlich in einigen Punkten zustimmen.

Ich kann sagen der Rogue\ Schurke ist sehr geil gemacht , ein Grund warum ich Diablo 4 vorbestellt habe ich hoffe er bleibt im groben so . Verbesserungen sind immer möglich