Eine Klassenentscheidung ist erstmal abhängig von der Frage, welche Richtung es gehen soll.
Also Nahkampf, Fernkampf.
Dann entscheidet es sich zwischen den einzelnen Ausrichtungen nochmals.
Beim Nahkampf zwischen schneller Kampf meistens mit 2 Einhandwaffen, dann langsamen Kampf mit Zweihandwaffe, im Falle von einem Gestaltwandlerdruiden ist es die zwischen Bär und Werwolf und dann gibt es noch die Variante, die D4 aktuell nicht bedient und das ist die Einahnd/Schild-Spielweise, welches ein Mittelding zwischen schnell/langsam und offensiv und defensiv ist.
Dann gehen da noch die Facetten rein wie magisch, oder eher rein physisch.
Beim Fernkampf unterscheidet es sich noch etwas mehr, da es hier erstmal zwischen Magie und Bogenschiessen eine grundlegende Entscheidung gibt.
Und dann wird es eben entsprechend interessant, ob welches Element man mag, oder ob man gerne mit Dienern spielt, oder eher sowas wie Blut/Todesmagie.
Von der eigenen Neigung hängt da viel ab und wie die Klassen sich auch anfühlen und die Welt passen. Das ist auch von Spiel zu Spiel unterschiedlich, selbst wenn es die gleiche Klasse von Namen her ist.
Und dann kommen die Aspekte des Gameplays hinzu. Klassenmechaniken z.B., was hier bei D4 kaum ins Gewicht fällt, da die Mechaniken sich im Grunde bis auf den Namen decken und damit die Spielweise sich sogut wie gar nicht unterscheidet bis auf kleinere Abweichungen.
Zudem es in RPGs auch um Hintergrundgeschichte geht und wie dies in der Welt mit der Entwicklung zusammen verbaut ist.
Deine Frage, wann man eine Klasse gut einschätzen kann, ist aktuell teils schwer zu beantworten, weil man gerade erst startet und die Paragon-Bretter noch nicht kennt und vor allem ihre Auswirkungen.
Blizz hat gesagt, dass die Klassen sich dadurch nochmal sehr wandeln und das will ich auch schwer hoffen, weil die Skillbäume alleine und die gleiche Mechanik da bisher recht mau waren.
Wenn du eine rudimentäre Vorstellung der Klasse haben willst, dann bleibt dir erstmal nur die Klassen soweit auszuprobieren, bis du zumindest weit in jeweiligen Skillbaum vorgedrungen ist und da mal die Fähigkeiten probiert hast.
Das ist ja auch kein Verlust oder sowas, sondern ein großer Teil des Spaßes. Diablo 2 hat seine ganze Langzeitmotivation im Grunde auch daraus gezogen, dass man auf unzähle verschiedene Arten die Klassen spielen konnte und sie sich dann auch tatsächlich völlig anders anfühlen und Stärken und Schwächen besessen haben.
Das geht bei D4 und der immergleichen Mechanik und das alles in einem Skillbaum sitzt und man leicht umskillen kann, doch stark verloren.
Daher findet man auch schwer seine Klasse aus der Spielmechanik her, weil sie sich alle ziemlich decken und ihre Motivation daher eher aus einer Hintergrundgeschichte kommen, wenn da Blizz nur etwas mehr investiert hätte.
Also lass dich nicht lumpen und probiere einfach alle Klassen bis Mitte 20 aus und entscheide dann.
Es rennt dir ja nichts weg und du hast Zeit dies alles zu erleben.
Natürlich kann das dann im Verbindung mit einer Story etwas langatmig sein, wenn man in kurzer Zeit immer und immer wieder die ersten 20 Stufen abspult.
Das ließe sich nur dann etwas abmildern, wenn es z.B. verschiedene Startpunkte gegeben hätte je nach Klasse und man das eigentliche Kernland dann von verschiedenen Seiten erspielt hätte können/müssen.
Da es in D4 aber nur die eine Startzone, nunja…da bleibt nur die Wiederholung nur mit anderer Klasse.
Alles Gute fü dich.