[A-RP Gilde] Der Smaragdzirkel

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Reflextraining auf den 07.09 verschoben

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ooc:
Blätter fallen leise, fallen ganz geschwind.
Doch Druiden sind sehr weise, drum wirds wieder oben angepinnt :wink:

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Ein Ende ist immer auch ein Anfang


„Wir reisen in den Traum, Myalesa.“

Die grünhaarige Kaldorei wuselt mit sichtbarer Verwunderung auf ihrer Miene in ihrem Zuhause umher. Ihrem kleinem Nest am Rande der Mondlichtung. Sie schnappt sich eine bequeme Kleidung, nimmt nur das Nötigste für sich selbst mit, denn der Traum wird sie schon am Leben halten. Sinhaels Anweisungen befolgt sie ohne Murren und Widerworte, denn das ist nicht ihre Art…meistens zumindest. Außerdem war sie noch unfassbar glücklich. Sie hatte erst vor wenigen Tagen am Hyjal ihre eigene druidische Macht erspürt und nun wird sie in den Traum reisen! In den smaragdgrünen Traum. Nicht nur ‚durchreisen’, wie sonst… nein. Es wird mehr sein. Sie werden dort eine Weile verweilen. Ihre unstillbare Neugier erstickte Sinhael jedoch direkt im Keim. Er wollte ihr nämlich nicht mitteilen worum diese ominöse Reise handeln sollte.

Dann hält die Kaldorei inne und blinzelt einige Male verwundert, während sie sich für die unbekannte Zeit von ihren Eulen verabschiedet. Sie werden die Elfe nicht begleiten, weil die Elfe selbst nicht weiß wie lange der Aufenthalt im Traum sein wird. Wenn man alte Druiden kennt, dann weiß man nämlich, dass auch mal einige Jahre im Traum verbracht werden können. Vor allem, wenn nicht einmal gesagt wird warum sie in den Traum reisen. Bei Elune… was wird denn der Grund sein? Wird es ein Auftrag sein? Eine persönliche Angelegenheit? Keineswegs hat Myalesa auch nur annähernd das Gefühl auch nur einen Hauch weiser zu sein, als zu Beginn ihrer Ausbildung. Mit jeder kleinen ‚Faser‘ an Wissen, kommt gefühlt eine Welle an Fragen, die das Wissen überschüttet und der Kaldorei erneut das Gefühl gibt unfassbar unwissend zu sein. Sie hat wirklich keine Ahnung worum es gehen könnte und noch weiß sie nicht, ob das gut oder schlecht ist. Letztendlich weiß sie aber: Sinhael handelt immer mit einem Grund. Das teilte Schwester Eisenwind ihr noch mit während eines längeren Gesprächs an der Wollmesse und die junge Kaldorei hat dies mittlerweile auch längst feststellen können. Dementsprechend wird es seine Gründe haben… und jene wird sie respektieren.

Schließlich erspäht die Kaldorei, die sich in ihrer Grübelei verloren hatte, das braune Gefieder ihrer aktuell ältesten Freundin, Waldschwinge. Sanft kommt ein zarter Klang aus der Kehle des Tiers, ehe die Kaldorei näher an sie herangeht und sie auf die Schultern platziert, um sie einmal sachte zu streicheln: „Pass bloß auf die Mondlichtung auf, Waldschwinge, ja? Und auf alle Eulen hier. Sie brauchen dich, jetzt wo ich nicht einmal weiß wie lange ich weg sein werde. In Ordnung?“, Myalesa lächelt sachte und gibt dem großem Uhu ein sachtes Küsschen auf den weichen gefiederten Kopf. Die Kaldorei spürt das Vertrauen der Eule, welche sogleich ihren Kopf gegen den der Elfe drückt. Zufrieden wirkt das Tier, auch wenn sie natürlich spürt, dass die Elfe nicht nur für wenige Stunden weg sein wird. Wäre es etwas… „kleineres“, dann hätte Myalesa nicht solche Anweisungen von ihrem Shan’do erhalten. Sie zieht die Brauen zusammen und seufzt leise, ehe sie schlicht das große Tier in den Arm nimmt und zart, aber dennoch kräftig umarmt. Waldschwinge lässt es über sich ergehen.

Waldschwinge drückt noch ein weiteres Mal ihren Kopf gegen die Elfe. Als würde sie spüren, dass sie sich eventuell nicht mehr wiedersehen. Die Kaldorei atmet schließlich tief durch, als auch nach einiger Zeit auch der große Uhu als Letzte davonfliegt.

Myalesa nimmt den kleinen Beutel mit ihrem ‚Gepäck‘ mit sich, ehe sie ebenfalls zwei kleine Armbänder fest mit der Rechten umfasst… Bevor sie zu Sinhael zum Traumportal wandert, bewegt sie sich auf Fenubars und Cyandris’ kleines Zuhause zu. Sachte seufzt sie, ehe sie einen kleinen Zettel und zwei selbstgebastelte Armbänder vor ihre Tür legt. Beide Armbänder waren identisch, der einzige Unterschied war der Rücken des Anhängers und damit der Schriftzug. So sah man zarte Lederbänder, wobei das Leder aufwändig und kunstvoll umwickelt wurde. Die Anhänger selbst waren aus dunklem Holz gefertigt, aufwändige florale Formen von Wurzeln wurden mit Schnitzkunst hergestellt. Inmitten der Anhänger thronen runde Smaragde, die wie ein Vollmond wirken. Vor jenen Smaragden war jeweils eine hölzerne Zeichnung, die einem Säbler glich.

Myalesa bewegt sich dann mit nachdenklicher Miene durch die Nacht. Zielstrebig ihr Gang, wenn auch eine gewisse Entspannung mittlerweile in ihrer Haltung liegt. Nun wird ein neues Kapitel beginnen. Doch weder sie, noch Sinhael, werden in jenem Kapitel alleine sein. Sie hebt sanft die Mundwinkel höher hinauf und streicht beim Gehen über diverse hohe Gräser und einige Rinden der Bäume… Wie intensiv die Natur an der Mondlichtung war. Sie spürt zwar noch vergleichsweise wenig, aber es war dennoch genug, um sie atemlos werden zu lassen. Doch in dem smaragdgrünem Traum wird das Ganze noch einmal um ein Vielfaches intensiver werden. Wie ironisch es ist, dass sie nach den Monaten an Alpträumen und Träumen gerade jetzt, wo sie die Träume in der realen Welt ‚geschafft‘ hat und durchgearbeitet hat…plötzlich in den smaragdgrünen Traum gehen wird. Eine Ironie des Schicksals. Langsam kommt die Elfe immer näher auf das Traumportal zu, ihre silbernen Augen erspähen längst die steinerne Erhöhung, auf welcher das große Traumportal steht und ebenfalls sah man alle Aufseher und Verteidiger, die den Eingang zu jenem beschützten. Schließlich erspäht sie bereits aus der Ferne heraus ebenfalls Sinhael. Er hatte, wie üblich, natürlich kein Gepäck dabei. Er hatte nur ‚sich‘ selbst dabei. Wie immer. Alles wirkte wie immer.

Sachte lächelt sie ihm entgegen, sobald sie ihn erspäht, und wortlos bewegen sie sich schließlich auf das große Traumportal der Mondlichtung zu… das war der Beginn. Anspannung macht sich in der Elfe breit. Plötzlich, sobald Myalesa durch das Portal den smaragdgrünen Traumpfad betritt, überkommt die Elfe ein warmes Gefühl. Der Traum war wie immer atemberaubend, wild und ungezähmt. Es war eine eindrucksvolle Schönheit. Obwohl Myalesas Band zur Natur noch schwach war, reichte es, um gänzlich von der Tiefe der intensiven Natur beinahe geblendet und völlig überwältigt zu werden. Hohe Gräser sah man außerhalb der kleinen natürlichen Wege. Beinahe undurchdringlich wirkt die ganze Umgebung. Enorm dicht lag eine bunte Blume an der anderen, wodurch ein wahrer Teppich an Farben den beiden Kaldorei entgegenblickt. Myalesa atmet tief durch und füllt ihre Lungen mit der frischen Luft. Sinhael hält sich aber gar nicht lange am ‚normalen‘ und sicheren Pfad auf. Zielsicher wendet er sich vom sicherem Pfad ab, um tiefer in den Traum zu gehen und seine Schülerin folgt ihm. Hohe Bäume bahnen sich ihren Weg in die Höhe, als würde jeder einzelne Baum ein Weltenbaum sein wollen. Außerdem sieht man sofort eine außerordentliche Vielfalt an Kräutern und bunte Blumen sah man an jeder Ecke. Die Elfe versucht jedes Mal auszuweichen, sobald ihr eine höhere Pflanze den Weg versperrt, weil sie es nicht wagt irgendetwas im Traum anzufassen und zu verändern.

Solch eine Ehrfurcht verspürt die Elfe bei jedem Schritt und Tritt. Sinhael hingegen wirkte gänzlich zufrieden und vollkommen entspannt an diesem Ort. Immerhin hatte er bereits viel öfter Zeit an diesem Ort verbracht. Myalesa brauchte kein ‚druidisches Spüren‘ um zu erfassen wie wohl sich der Kaldorei inmitten der Schönheit und Vollkommenheit des Traums fühlt. Er lässt sich auf das positive Gefühl ein, woraufhin Myalesa sich auch versucht etwas mehr zu strecken, während sie immer tiefer wanderten. Sanft wandern schließlich sogar die Schultern der Elfe hinab… sachte löst sich die ganze Anspannung aus ihrer üblichen militärischen Körperhaltung. Sie war zunehmend entspannt, je länger sie inmitten des überwältigenden Traums verbleibt.

Es war auf alle Fälle irgendwie ein Ende. Myalesa dachte während des Gehens über all die letzten Monate nach. Über all die Momente in der ‚realen’ Welt. Es gab so viele negative Erlebnisse, aber auch unfassbar viele positive Erlebnisse und Errungenschaften. Sie hat sich unfassbar verändert.

Aber jedes Ende ist immer auch ein Anfang. Egal wie lange das alles dauern wird.

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Was machte er?! Das mögen sicher, die welche das Treiben des Druiden beobachten konnten, denken. Vor ihm standen hölzerner Fässer und daneben in einen Eimer voll Wasser, konnte man lange biegsame Ranken von Seegras sehen. Er füllte etwas Seeschlick in die Fässer und pflanzte in jedes eine dieser Ranken ein, dann wurde das Fass mit Wasser bis zur Hälfte gefüllt. Das Seegrass schwamm im Wasser bis zu Oberfläche auf, weil es eigentlich für deutlich tiefer Gewässer gewachsen war. Danach fing er an kleine eckige Stücke Robbenleder sauber miteinander zu vernähen. Mit der Zeit mochte man erkennen, das es wohl Bälle werden sollten, besonders als er diese dann auch mit Luft füllte. Jeder dieser Bälle wurde danach mit einem Netz umschlossen . Die erfahrene Hände eines Fischers führten die knochige Nadel, um die Fäden sicher um die Robbenleder-Bälle zu weben. Als diese dann fertiggestellt waren, wurde immer ein Ball in ein Fass mit dem Seegras verbunden.

Zufriedene betrachtet der Druide sein Werk " Ja das sollte gut funktionieren und nun muss ich noch schauen ob ich genug Chamäleons auftreiben kann"

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Das Leben findet einen Weg

Tief einatmen…und wieder ausatmen. Einatmen. Ausatmen.

Einatmen…Ausatmen…Eina-…

Ihr Brustkorb hebt sich und senkt sich. Immer wieder in einem regelmäßigem Rhythmus. Das Haupt der Kaldorei war stolz erhoben. Ihr silberner Blick huscht mit jedem Atemzug von links…nach rechts. War sie alleine? Gab es doch noch mögliche Widersacher? Aufmerksamkeit war gerade mehr als wichtig…sogar ein gutes Stück notwendiger als sonst sogar. Die Ruhe war trügerisch.

Ihr Blick wandert im Rhythmus jedes einzelnen Atemzugs forschend über das geschundene Gebiet. Vom dichtem Wald der Dunkelküste war kaum mehr etwas übrig. Zu viele hohe Nadelbäume der steinigen Küstenregion, die stets eine gewisse Dunkelheit spendeten, waren weg. Zum einen waren einige davon missbraucht für Treibstoff diverser Kriegsmaschinen…andere hingegen als ‚simples‘ Feuerholz der da gewesenen Hordenmitglieder. Widerlich. Ein leises Schnauben entfährt ihr. Schließlich wandert die Elfe weiterhin im entspanntem Gang über das Gebiet in den frühen Morgenstunden.

Dann wiederum senken sich die Augenlider träge hinab und verwehren den Augen das weitere Umherspähen. Eine Pause vom Anblick ihrer Heimat…das braucht sie jetzt. Nun entkommt ein entnervter Seufzer gekoppelt mit einem weiterem Ausatmen aus der Kehle der Frau. Sie bewegt sich dann voran. Anmutig wirkt das Bewegungsmuster. Locker und dennoch mit einer gewissen Eleganz, die gefühlt jeder ihres Volks in sich hatte. Förmlich lautlos war jeder einzelne Schritt, der über den geschundenen Boden der Dunkelküste gesetzt wurde. Über all die Monate an Kämpfen hat sich der Boden mit unfassbar viel Blut verschiedener Völker vollgesogen, ebenfalls liegt gefühlt die Asche des verbrannten Teldrassils noch hier. Sie ist zwar keine Druidin, kann sich aber nur vom Sehen und Beobachten zu gut vorstellen, dass die Natur genug Schaden nehmen musste.

Aber wie heißt es so schön? Das Leben findet immer einen Weg. Die Asche, alles Vergangene, all das Leid wird die Natur aufsaugen und umso stärker für neues Leben anwenden können. Für… neue Hoffnung. Aus Vergangenem wird etwas Neues. So sehr das Herz bei jenem Gedanken leicht schmerzt, kann sie dennoch nicht anders, als an diesem kleinem Hoffnungsschimmer festzuhalten, der ihr inmitten dieses geschundenen Landes Trost spendet. Denn jene Hoffnung ist das, was das Leben lebenswert macht. Neues Leben war Hoffnung.

Weitermachen war allein für jene notwendig, die nicht weitermachen können.

Das ist man ihnen schuldig.

Sacht streckt die Kaldorei ihre Rechte aus, um über das Geäst eines kleinen unscheinbaren Busches zu streichen. Morgentau. Ihre Fingerkuppen streichen sanft über die kleinen Wassertropfen, die auf den jeweiligen Blättern und Ästen haften und streicht sie damit langsam weg. Erneut atmet die Kaldorei tief ein…und wieder aus. Wie ruhig aktuell alles war und dennoch schweifen ihre Gedanken zurück zu Vergangenem. Vor ihrem inneren Auge kam unweigerlich wieder das Bild des massiven Brands des Teldrassils hervor. Wie viel Leid hier durchlebt wurde. Wie viele Freunde voneinander weggerissen wurden. Ylataril hebt ihren Kopf höher empor und schüttelt jenen leicht, als versuche sie damit jeden negativen Gedanken davon zu schütteln und einen neuen Fokus zu finden…und sie fand einen. Ihre silbernen Augen erspähen in der Ferne ein Rehkitz, welches mit seinem Muttertier am Rand des Waldes nach Futter suchte. Um ein Vielfaches scheuer als üblich wirkten beide Tiere…aber sie waren da. Sie existierten in diesem Gebiet. Seitdem die Horde weg war, seitdem der Krieg nicht mehr über das Land wütete, kam wieder vermehrt Leben inmitten dieser Umgebung zustande. Unweigerlich wandern die Mundwinkel der Elfe weit empor, ein frohes Lächeln zierte ihre Gesichtszüge. Leise wispert sie: „Das Leben findet wahrlich immer einen Weg.“

Das war ein gutes Zeichen. Ein Zeichen, was sie erfreut. Dann streift die Elfe weiter. Sie hatte den eigentlichen Grund fast vergessen, weshalb sie inmitten ihrer vergangenen Heimat umherstreunte. In der Umgebung, in welcher sie großgeworden ist und nichts mehr aussieht wie damals. Silberblatt! Sie suchte am Rand der Dunkelküste nach diversen Heilkräuter, die sie für Salben einiger Verletzter verwenden wollte. Inmitten des ehemaligen Kriegsgebiets wollte sie nicht suchen, das wäre vergebene Müh. Stattdessen weiß sie, dass Silberblatt unter dem Schatten der hohen Bäume wuchs…nahe einiger Gebüsche meist. Die Elfe wandert tiefer in den Wald am Rande der hohen, steinigen Berge hin und nach einigem Suchen erblickt die Elfe das, was sie suchte. Sie sieht die samtig, pelzigen Blätter der Pflanze und führt ihre Finger über jene. Sie waren wie üblich sehr weich, feine Häarchen verleihen dem Blatt einen leicht silbernen Schimmer. Vorsichtig schneidet sie mit ihrem kleinem Messer die Stängel ab, bindet die Kräuter an jenen zusammen mit einem Lederband fest und hängt sie lose an ihren Gürtel. Das reicht für einige Tiegel an Salbe, sofern sie sich nicht verrechnet haben sollte.

Ylataril Schattentau atmet noch einige Male tief ein und aus…ehe ihr Weg sie fern der Heimat führt. Es war an der Zeit jene hinter sich zu lassen…für eine neue Zukunft. Wie jene wird, weiß sie noch nicht. Wie immer.

Letztendlich war ihre Spontanität jedoch -wie immer- daran Schuld, dass sie nun wieder einer cenarischen Kampfeinheit, dem Smaragdzirkel, beigetreten ist, von welcher sie nur von einer Kaldorei, Schwester Laubtanz, in Val’sharah erfahren hatte. Auf einmal ist sie wieder in etwas hineingepurzelt, zwar mit erhobenem Haupt, aber rastlosem Kopf.

Ob das alles so gut ist? Seitdem ihre alte Gruppe angeführt vom hünenhaften Druiden Athaniel Dunkelklaue nicht mehr war, da der Druide Aufgaben im smaragdgrünem Traum hatte, reiste sie planlos und völlig rastlos von Auftrag zu Auftrag. Diese Freiheit tat zwar erst gut, aber letztendlich fehlt ihr doch die Konstante im Leben, die sie sonst immer in der alten Gruppe hatte.

Sie ging in dieser Zeit an fremden Personen vorbei, deren Gesichter sie nach wenigen Jahren bereits vergessen hatte. Wie eine Vagabundin lohnte es sich seit der letzten ‚richtigen‘ Gruppe nicht mehr Wurzeln zu schlagen, da jene schneller herausgerissen werden mussten, als man zunächst angenommen hatte. Vielleicht war es in der Natur des Lebens, dass man andere einen kurzen Augenblick begleitet und dann wieder alleine umherreist…oder man hat einfach noch nicht den richtigen Ort zum Wurzeln schlagen gefunden.

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Das silberne Licht des Mondes spiegelte sich glänzend auf dem See. Die Geschäftigkeit des Tages war längst einer vollkommenen Ruhe gewichen, die das Gefühl von Frieden und Harmonie mit sich brachte. Einzelne Motten von durchscheinender Farbe flatterten über der spiegelnden Fläche auf und ab. Ihre Bewegungen kamen einem Tanz gleich, einzig und allein erleuchtet vom Farbenspiel der Schatten und plötzlich aufwallender Helligkeit.

Gaomee lag mit aufmerksamem Blick am Rand des schlafenden Nachthafens mit Blick auf das Wasser und genoss die Stille, die sie umgab. Ihre bernsteinfarbenen Augen folgten dem Auf und Ab der eleganten Wesen und sie verspürte den Drang, es ihnen gleichzutun. Sich dazu zu gesellen.

Ein Lächeln umspielte ihre beerenfarbenen Lippen, während die Augen sich nicht satt sehen konnten an diesem wunderschönen Schauspiel der Natur. Sie spürte eine Ruhe in sich, wie seit langem nicht mehr.

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Der smaragdgrüne Weg


Nachdem die beiden einige Zeit durch den Traum wanderten, wurde Myalesa eins klar: So tief war sie noch nie im Smaragdgrünem Traum. Stets warnten die erfahrenen Druiden vor der Schönheit und Vollkommenheit des Traums und dies erzeugte unweigerlich eine gewisse Ehrfurcht und Respekt vor den unzähligen Gefahren. Zu leicht könnte man sich verlaufen…zu leicht könnte man sich selbst darin verlieren und die Außenwelt vergessen. Umso konzentrierter versuchte die Kaldorei stets ihren Fokus auf Sinhael zu halten. Der alte Druide wusste genau auf was er aufpassen müsste, immerhin hatte er bereits viel Zeit inmitten des Traums verbracht. Mittlerweile hatte die junge Elfe längst vergessen aus welcher Richtung sie kamen und wie sie jemals wieder die Traumportale finden sollten. Sollte sie hier jemals alleine sein, war sie verloren. Das weiß sie. Unmöglich könne man inmitten dieser Landschaft einen Weg heraus finden…dafür bedarf es Erfahrung und Wissen, beides mangelt der Druidenschülerin im großem Ausmaß. Natürlich wusste sie von den Gefahren und den Möglichkeiten des Traums…trotz allem war dies kein Ort für unerfahrene Seelen, wie sie es nun einmal war. Aber solange sie ihm folgt, wird sie sicher sein. Das weiß sie.

Dicht wuchert pure und ungezähmte Natur im Traum. In den Lüften entdeckt sie allerlei Leben. Unter anderem spürt sie Vogelarten auf, die sie in Azeroth noch nicht gesehen hatte. Auf dem Boden sah sie Insekten in allen Farben, über deren Existenz sie noch nicht einmal etwas wusste. Auch bildet sie sich ein unfassbar große und massige Tiere wie riesige Bären zu sehen…oder spielt ihr Verstand ihr einen Streich? Immerhin schaffen es ihre Sinne so oder so noch nicht alles zu erfassen und einzugrenzen. Hohe Bäume, die sie noch nie gesehen hatte, ragten weit in die Höhe und kratzten förmlich an den dichten und bauchigen Wolken. Aufgrund des dichten Blätterdachs und der vorangeschrittenen Zeit war mittlerweile ihr Aufenthaltsort von einer tiefen Schwärze bedeckt worden, die beinahe allerlei Sicht raubt.

Da halfen mittlerweile selbst die Kaldoreiaugen nicht, um sich besser zurecht zu finden…und schon stolpert die Elfe über eine Ranke, die sich von einem der hohen Bäume ihren Weg zum Boden entlang geschlängelt hatte und demnach lose auf dem Waldboden lag. „BEI ELUNE!“, entfuhr der jungen Elfe aus Schreck, rasch richtete sie sich aber auf und spitzte die Lippen, als sei nichts passiert, sobald Sinhael kurz über die Schulter sah und als „Antwort“ auf ihr Missgeschick lediglich schief grinste. Warum passiert ihm das denn auch nicht? Leise murmelt Myalesa daraufhin in einem recht trotzig klingendem Tonfall: „Natüüürlich passiert das dem da auch nicht… sonst fuchtelt er mit einem Buttermesser umher und verletzt sich dabei fast dauernd selbst und nun läuft er hier herum als gäbe es keinerlei Hindernisse! Einfach unfassbar!“ Leise entfährt ein Schnauben von ihr, fast schon unterstreichend zu den Worten, aber mehr auch nicht…man musste weiterhin brav folgen! Zu viel Ablenkung wird nur dazu führen, dass sie vermehrt stolpern könnte! Was sie als Antwort bekam: Ein Auslachen. Sie wurde von ihm gnadenlos ausgelacht. Nun versucht sie umso aufmerksamer zu sein. Keine weitere Blöße geben! Eine Nachtelfe wird ja wohl ohne Probleme durch einen dichten Wald gehen können… Mal weicht sie einem dornigem Busch aus ohne mit den Haaren oder der Kleidung hängen zu bleiben, mal läuft sie dann aber doch wieder gegen eine tief hängende Liane. Letztendlich war die Wanderung einfach nur kräfteraubend. Trotz allem erspäht sie dauernd inmitten des tiefen Waldes immer etwas Neues. Bäume, die sie noch nie gesehen hat. Kräuter, die keinem Kraut gleichen, die sie sonst in Kalimdor gesehen hätte. Es war von grundauf eine neue Welt.

Sei es aufgrund des Umherstreifens durch dichten Urwald, oder durch die Überforderung inmitten dieser überwältigenden Umgebung zu sein…Langsam wurde die Elfe wahrlich müde und träge. Jeder weitere Schritt trug dazu bei. Die Müdigkeit schlich sich in ihre Beine…in ihre Arme… in ihren ganzen Körper. Ihr Kopf vermochte es nicht mehr all die Impressionen zu wahrzunehmen und zu kategorisieren. Gänzlich überrumpelt die Kraftlosigkeit die junge Elfe, die von all den Eindrücken langsam viel zu erschöpft war. Langsamer folgte sie ihm…immer langsamer…ehe sie schlicht inmitten des Urwaldes sich hinlegte und direkt zu anfing zu schlafen und…zu träumen. Die Müdigkeit war so präsent aufgekommen, dass sie nicht einmal vorher etwas sagte.

~Sie sieht vor ihren Augen ihre junge und kleine Schwester… Traurig war der Blick, als Myalesa wie üblich nur kurz ‚daheim‘ war. Dennoch war es an der Zeit zurück zu reisen. Sie musste zurück an die Mondlichtung und ihrer Pflicht folgen. Sie kann es sich nicht erlauben längere Zeit mit ihrer Familie inmitten des Eschentals zu verbringen. Immerhin war sie eine ausgebildete Verteidigerin, die ihren Aufgaben nachgehen sollte. Das würde die kleine Cyandris irgendwann verstehen. Spätestens, wenn sie selbst irgendwann ein Pflichtgefühl bekommen würde auf ihrem Lebensweg… wenn sie eine Aufgabe hätte, für die sie da sein muss. Dennoch schleicht sich Wehmut in Myalesas Gefühlswelt…Das ist wohl die Angst vor dem Abschied.

…Prompt überkommt sie eine neue Gefühlswelle, die die alten Erinnerungen und Gedanken inmitten des Träumens gänzlich überrumpelten und davon reißt. Sie treiben wieder voneinander weg, obwohl sie sich gerade „kennengelernt“ haben… Gerade einen Weg zueinander gefunden haben. Ist das Schicksal? War es in der Natur des Lebens andere nur eine kurze Zeit zu begleiten? Kurz geht man einen Weg gemeinsam…und dann ist man auf sich alleine angewiesen. Man muss seinen Weg alleine fortführen, ob aus eigenem Antrieb, oder weil andere uns auf die eigenen Beine gestellt haben. Man nimmt Erinnerungen und Geschichten mit. Positive…Negative… all jene lassen zu, dass die eigene Persönlichkeit im Wandel ist. Man wird letztendlich davon geformt und geht schließlich gestärkter durch das Leben, auch wenn es sich erst nicht so anfühlt. Man ist erfahrener…und doch auch erwachsener. Leben bedeutet Wandel.~

Plötzlich öffnen sich ihre Augen, schlaftrunken reibt sie jene. Sie fühlt sich nach ihrem Traum um ein Vielfaches gestärkter und dennoch schwingt die Melancholie in ihrer Gefühlswelt mit. Ihr Körper war jedoch erholt, ebenso scheint sie nach dem Schlaf auch nicht direkt überfordert auf ihre überwältigende Umwelt zu reagieren. Sie zieht leicht die Brauen zusammen und setzt sich aufrecht hin. Zunächst wirkt alles ruhig und still, als würde die ausgeprägte Vegetation jegliche Geräuschkulisse aufsaugen und schließlich negieren, dass es überhaupt jemals Geräusche gab. Nun kann sie nicht anders, als leicht zu lächeln. Ihre Schwester wird auch ihren Weg nun wieder ohne sie fortführen und…sie wird sich gut dabei anstellen. Davon ist sie überzeugt.

Schließlich erfasst sie einen leichten Wind, der das Laub zum tänzeln brachte. Die blattgrünen Strähnen begannen leicht im ‚Takt’ der Natur mitzuschwingen. Leicht rückt Myalesa zurück und lehnt mit dem Rücken an einem der hohen Bäume an, während sie hypnotisiert den ‚Laubtanz‘ beobachtete. Es hatte etwas meditatives einfach hier zu sitzen und endlich Ruhe zu finden. Dies führt mit der zunehmenden Dauer dazu, dass eben jene Ruhe die Elfe gänzlich überkommt und auch Vorfreude sich wieder vorfinden lässt. Auch Myalesa freut sich auf ihren eigenen Weg. Sie wird inmitten des Traums viel lernen und ihren Lehrer bei seinem Vorhaben hier mit all ihrer Kraft unterstützen. Sie wird daran wachsen und das Wichtigste an all dem: Endlich folgt sie überhaupt -ihrem- Weg. Nachdem sie sich jahrelang verlaufen hatte, war es wahrlich an der Zeit.

Plötzlich unterbricht etwas die Stille des Urwalds. Es war nämlich ein Lachen unweit von ihrem Schlafplatz, welches sie förmlich durch den Urwald des smaragdgrünen Traums hallen hört. Es klang wie Sinhaels Lachen…und doch war es irgendwie doppelt. Verwundert erhebt sie sich und folgt dem Geräusch. Beinahe schleicht sie lautlos durch das Gestrüpp näher heran… Immer näher. Und näher… und näher! Da die Neugier ihre Aufmerksamkeit etwas zu sehr davon geschoben hatte, tritt die Elfe auf einen Ast, welcher laut knackte. Das ‚doppelte‘ Sinhael Lachen war direkt weg und eine gespenstische Stille überkommt erneut den tiefen Urwald.

Dann sieht die Elfe den Grund für die sonderbare Geräuschkulisse: Sie sah Sinhael doppelt. Doppelt! Dabei hat sie doch gar nichts getrunken! Erneut reibt sich die Elfe die Augen…und doch waren die beiden identisch. Wie kann das sein? Die Gesichter sind ganz und gar gleich. Vollkommen übereinstimmend.

Umgehend hält die Elfe dann inne und öffnet zunächst erstaunt den Mund, als sie endlich realisiert, dass sie hier nicht einen doppelten Sinhael vor sich hatte, sondern die Seelenspiegel Zwillinge. Leahnis und Sinhael.

Mit der Erkenntnis wandern die Mundwinkel der jungen Elfe höher. Zufrieden sah sie zu den beiden und lässt ein ruhiges: „…Elune Adore.“, zur Begrüßung erklingen. Jetzt müsste sie nur noch herausfinden wer wer ist…

Die Zwillinge lächelten in der gleichen Art und Weise. Nichts deutete daraufhin, dass es auch nur einen Unterschied zwischen ihnen gäbe. So hörte man ihre Stimme: „Elune…“ fing der Erste an und der Zweite vollendete es: „…Adore.“

Und…dann lächelten sie wieder gleich.

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Umständlich bewegt sich die schwarzhaarige Kaldorei durch den Nachthafen. Immer wieder kribbelt zwar das Verlangen unter ihren Fußsohlen einfach loszurennen und zum Rande des Sees zu sprinten, um geradewegs einen Kopfsprung in das kühle Nass zu machen… doch ihr Körper machte ihr aktuell noch einen Strich durch die Rechnung. Zu sehr spürt sie noch die Überanstrengung des Kampfs und die Folgen ihrer Verletzung in den Gliedern.

Unzufrieden hört man ein Schnauben, ehe umständlich einer Motte, einer ‚attackierenden’ Motte, ausgewichen wird… „Bei Cenarius, bleib mir fern!“, nuschelt sie anklagend zu dem kleinem elegantem Wesen, welches unbekümmert seine Bahnen durch die Luft fortführt und an der ausweichenden Kaldorei schlicht vorbei fliegt. Nach wenigen Sekunden ist die Motte…endlich aus ihrem Sichtfeld verschwunden. Erst jetzt bewegt sich die Elfe wieder voran bei ihrem entspanntem Spaziergang durch den Nachthafen. Kurz führt sie die Rechte an ihren Bauch, woraufhin an dem Verband herumgezuppelt wird.

Leise schnaubt Ylataril erneut aus. Wer hätte denn ahnen können, dass die Forschungsreise derart ausarten würde? Letztendlich konnte die Truppe froh sein, dass nicht mehr passiert ist… ein wenig gezwungenermaßen auf Schonen angewiesen zu sein, ist dementsprechend auszuhalten und das kleinere Übel.

Mittlerweile ist sie am Rand des Elune‘ara angekommen, woraufhin die Atmung um ein Vielfaches langsamer und entspannter wird. Des Weiteren legt sie die Stiefel am Fuße eines Baumes hin, ehe sie holprig ihren Weg zum Wasser wieder aufnimmt. Kitzelnd streifen die Kräuter, Gräser und Wurzeln des Waldbodens ihre Füße, bis das kühle Nass endlich da ist. So nah, dass sie es fühlen kann. Tief atmet sie ein… und aus. Immer wieder in einem regelmäßigem Rhythmus.

Ebenfalls graben sich die Zehen langsam tiefer in den Boden, während die Elfe schlicht die Ruhe der Mondlichtung auf sich wirken lässt… und ihre Gedanken davonwehen lässt~

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Sag mir, was du fühlst, wenn der Wind deine Wangen streichelt?
Ist es Wärme oder vielleicht kühlende Finger, die deine erhitzte Haut streifen? Was ersehnst du dir in einem solchen Moment?
Freiheit?
Liebe?
Geborgenheit?
Oder ist es einfach nur die wilde Freude darüber, dass dieser Augenblick dich auserkoren hat, ihm beiwohnen zu dürfen?

Gaomee lächelte still. Es war eine dieser entrückten Gesten, die man von ihr kannte und die sie stets zeigte, wenn sie sich mit der Natur verband. Innerlich spürte sie das pulsierende Leben, das sie umgab. Es floss durch sie hindurch, einem Strom gleich, der ihr gleichzeitig Kraft raubte und schenkte. Ein ewiger Kreis, der in perfekter Harmonie alles umschloss, was ihn nährte.
Die Mondlichtung war ein solcher Ort. Und die weißhaarige Druidin hoffte, er würde es immer bleiben. Hier fand sie Ruhe, wenn ihre Vorahnungen dunkel wüteten und schwarz erschienen sie ihr, diese Bilder, die ihren Geist fluteten. Voller wirbelnder Farben, die von Gefahr sprachen und sie doch ohne Wissen zurückließen. Was blieb, was nur die Ahnung von etwas, das kam und das mit eisiger Kälte nach ihr griff.

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Rote Blüten


Am Rande der Mondlichtung führt ein dicht bewachsener kleiner Pfad eine Hügelkette hinauf bis zum Anfang der Dunkelküste und dem Ende der Mondlichtung. Von hier aus hat man einen fabelhaften Ausblick über die gesamte Zerstörung, die die Dunkelküste in den wenigen letzten Jahren durchleben musste. Zerklüftete Hügel, aufgerissener Boden war aber mittlerweile nicht alles, was die Heimat der Kaldorei derart beeinflusste. Mittlerweile waren Teile des dichten Nadelbaumwaldes gänzlich abgeholzt. Andere wurden schlichtweg weggebrannt inmitten des Treibens während des Krieges. Ylataril lehnt an einem der hohen Bäume der Mondlichtung, während ihr Blick das Ausmaß der Zerstörung immer noch nicht ganz fassen kann. Schließlich wandert ihr Blick jedoch wie automatisiert weiter…geradewegs zum zerstörtem Teldrassil. Sie spürt wie ihr Herz kurz hinabsackt. Sicherlich war der Baum jung, außerdem wurde er von Fandral Hirschhaupt keineswegs rechtgemäß gepflanzt. Trotz allem war Leben auf dem Baum. Zivilisten. Freunde. Verwandte…Geschwister. Die Kaldorei.

Leise wispernd verlässt ein Gebet an die Mondgöttin ihre violettfarbenen Lippen. Leicht senkt Ylataril ebenfalls ihr Haupt, um jenen zu gedenken…Ehe sie sich nach der kurzen Gedenkminute abwendet und auf ihr Zuhause blickt. Hinter einem der hohen Bäume der Mondlichtung ist unter dem hochgewachsenem Wurzelwerk eine Art ‚Höhle‘, ein Unterschlupf sichtbar, welche von Ranken, Moos und diversen anderen Kräuter dicht bewachsen waren. Unzählige Töpfe, in denen Blumen, Kräuter und Pflanzen aus weit entfernten Kontinenten wuchsen, thronten am Eingang, ehe die Kaldorei hineintritt, dabei einige ineinander geflochtene Ranken zur Seite schiebend. Sie streicht sich einige ihrer pechschwarzen Haarsträhnen aus dem Gesicht, ehe sie aus einem ihrer vielen Holzregale etwas heraus nimmt. Hier war wahrlich nichts dem Zufall überlassen. Selbst Pflanzentöpfe waren beschriftet…So ergreift Ylataril eines der beschrifteten Gläser, in welchem sie Extrakt aus dem Mark der Stiele von Silberblatt aufbewahrt. Des Weiteren ergreift die Elfe ein beschriftetes Glas, in welchem Pulver von Wilddornrosen waren. Ylataril stellt beide Gläser auf ihren Arbeitstisch, ehe sie sich Handschuhe anzieht und in den dortigen Mörser einen Hauch der beiden Reagenzien gibt. Behutsam mischt sie mit dem Stößel beides zusammen. Immerwieder vermischt sich das silberne Extrakt mit dem gräulichen Pulver der Wilddornrose, wobei eine unscheinbare Paste entsteht. Für das Gemisch mischt Ylataril schließlich einige der roten Blüten hinzu, die sie kürzlich mithilfe von Schwester Laubtanz geholt hatte. Dadurch färbt sich die Paste augenblicklich knallrot…

Leicht hebt Ylataril einen Hauch wehmütig die Mundwinkel, ehe sie einen Schaber ergreift, eine frische Phiole und die gesamte Mischung in das Gefäß gibt. Vorsichtig…Ganz vorsichtig. Schließlich verschließt sie die Phiole mit einem Korken und stellt sie am Rand des Tischs hin, nimmt einen Pergamentfetzen. Ebenfalls nimmt sie einen dünnen Faden, der um den Hals der Phiole gewickelt wird. Mit ordentlicher Handschrift schreibt die Elfe in geschwungener Schrift etwas auf das kleine Stück Pergament… ehe die Phiole in das Regal zu anderen beschrifteten Phiolen wandert. Vorsichtig streift sie die Handschuhe ab und wirft sie in einen Eimer, der mit Seifenlauge versetzt war. Ylataril pustet ihre pechschwarzen Haarsträhnen erneut aus dem Gesicht und schleicht aus der kleinen unscheinbaren ‚Höhle‘ hinaus, nur um am Rande der Mondlichtung wieder ihren Blick über die Dunkelküste schweifen zu lassen. Während der ruhigen Phase hüpft ein pechschwarzer Rabe vorsichtig näher zur Elfe heran, welche die Mundwinkel höher hebt: „Yventris.“, meint sie ruhig und greift zu einem Beutel, um Nüsse und weitere getrocknete Vorräte dem Tier entgegen zu halten. Bei Yventris handelt es sich um einen Raben, der sich äußerlich nicht vom Urtypus seiner Art unterscheidet. Von der Größe her ist das Tier etwas kleiner, was ein Merkmal dafür ist, dass es sich hierbei um einen weiblichen Vogel handelt. Yventris’ Schnabel wirkt groß und kräftig, wobei der First des Oberschnabels ebenfalls die deutliche Beugung nach unten aufweist. Ihr Gefieder ist einfarbig pechschwarz und glänzt je nach Lichteinfall leicht bläulich. Die schwarzen Federn am Schwanz sind leicht keilförmig zum Ende hin. Ansonsten sind ebenfalls Beine und Schnabel schwarz. Yventris krächzt zufrieden auf und schnappt sich die leichte Beute, die sie verschlingt. Nichts für seine Nahrung zu tun, hatte wahrlich seine Vorzüge. Ylataril schüttelt ihren Kopf, schmunzelt dabei dezent schief und blickt wieder zur Dunkelküste zurück. Die wenige Ruhe, die man aktuell hatte…musste man wahrlich für sich selbst nutzen. Die Gedanken der Kaldorei schweifen immer wieder umher. In die Vergangenheit und in die Zukunft. Wer weiß, wann die nächste Katastrophe herbeieilt? Wer weiß, wann man wieder gerüstet an der Front stehen muss? Dementsprechend…war es der richtige Augenblick, um die Gegenwart einfach auf seine eigene Art und Weise zu genießen.

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Über eine alte, knorrige Wurzel gestolpert. Dabei ist der Thread wohl aus der Hand gerutscht und nach oben geflogen. Hoppla!

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Nichts ist jemals einfach


Zart pfeift der Wind eine Melodie. Es war seine eigene und dementsprechend auch sein eigener Takt. Immer wieder wirbeln lose Blätter und Äste zunehmend wild in dem tiefem Wald umher und dennoch wirkt es nicht zufällig. Inmitten der absoluten Vollkommenheit gab es den Zufall nicht. Inmitten des Smaragdgrünen Traums hatte alles seinen Platz und Zweck. Mittlerweile wirbelt der Wind auch ihre Haare umher. Grüne Haare, die inmitten der lebendigen Landschaft kaum herausstechen. Ein Farbton von vielen anderen. Strähnen wirbeln im Takt der Natur mit, schwingen zur Melodie, die der Wind pfeift. Myalesa lächelt leicht und betrachtet das Schauspiel und die Tänze am dichten Blätterdach. Ruhig verfolgt der silberne Blick der Thero’shan jegliches Leben, welches aufgrund des Schauspiels in Bewegung war. Zart streckt sie ihre Hand aus… ein wenig Üben…nur ein wenig anwenden, was sie inmitten der besten Quelle gelernt hat… Plötzlich kribbeln ihre Fingerkuppen, als spüre sie tausende Stromschläge. Immer wieder kommt wohltuende Wärme auf, die aber direkt von einem kleinem ‚Stromschlag‘ weggenommen wird. Das Kribbeln wird immer intensiver, je angestrengter die Elfe ihr Werk zu vollenden versucht.

Aufwändig versucht die Druidenschülerin das Wurzelwerk eines kleinen Baums zu erfühlen, welcher am stärksten von dem Wind in Bewegung gebracht wurde. Mittlerweile gelingt ihr bereits einiges wieder gut. Einiges, was sie bereits als verloren eingestuft hatte. Zufrieden wandern schließlich die Mundwinkel der Kaldorei hinauf, als sie mit zunehmender Anstrengung und zunehmendem Ehrgeiz erreicht, was sie wollte. Vor ihrem innerem Auge offenbart sich eine zunächst unsichtbare Welt. Geschwungene und immer wieder abzweigende Wurzeln, die tief in den Boden des Urwalds ragten, spürt sie direkt vor sich. Genauestens versucht sie mit ihrer Konzentration den Lauf jener zu erspähen, ehe sie schließlich wieder ihren Aufruf an die Natur fallen lässt und stattdessen wieder die Ruhe auf sich wirken lässt. Mittlerweile wiegt der Wind in einem schnellerem Tempo die gesamte Umgebung in seinem Takt mit, offenbar verändert sich die Wetterlage.

Schließlich prasselt sanfter Nieselregen über den vollkommenen Urwald des Smaragdgrünem Traums hinein. Eine unberührte, echte Natur kann nur gedeihen, wenn sie auch von den Elementen stetig bekommt was sie braucht. Nach und nach bahnen sich kleine Tröpfchen ihren Weg zwischen den Baumkronen hinab auf den Boden. Myalesa schnappt sich ihren Rucksack und ‚flieht‘ in eine geschütztere Ecke des Waldes, an dem der Regen kaum bis zum Boden dringen kann. Nach wenigen Schritten hat sie ihre Lieblingsstelle erreicht. Ein hoher Baum ragt stolz in die Lüfte und kitzelt förmlich die Wolkendecke. Die grünhaarige Elfe öffnet ihre Haare und lässt sie leicht unordentlich über die Schultern fließen. Schließlich ergreift sie ein simples Lederband aus ihrem Rucksack und macht sich am Hinterkopf einen simplen Zopf. Während sie den wohltuenden Klängen von niederprasselndem zartem Regen auf Blätter, Gräser und Kräuter lauschte, schnappt sie sich das, wofür sie überhaupt etwas abseits der Seelenspiegel Zwillinge gegangen ist. Zu tief würde sie niemals in den Wald gehen, dies würde ihr Untergang sein…oder? Hier im Traum zu bleiben hatte wirklich seine Vorzüge. Gerade jetzt, wo ihre druidische Macht nach monatelanger Arbeit zurückgekehrt ist und sie inmitten der besten Quelle wunderbar üben kann. Das wäre aber der leichte Weg. Der Weg, der die ‚echte‘ Welt ignoriert. Ihre Aufgaben in der ‚echten‘ Welt kleinmacht. Es wäre eventuell egoistisch. Trotz allem…ist der Gedanke verlockend.

Myalesa zuckt zusammen. Sichtbar. Ihre unkontrollierte Zuckung ließ ein kleines Eichhörnchen wegrennen, welches sich gerade der Kaldorei ein wenig genähert hatte. „Nichts ist jemals einfach.“, wiederholt die grünhaarige Elfe leise wispernd, als sie die Gedanken aus ihrem Kopf verbannt hat. Es ist töricht stets den leichten Weg zu nehmen, eigentlich sollte sie es mittlerweile wissen, denn dieses Verhalten brachte sie überhaupt an die Stelle, an welcher sie nicht mehr weiterwusste. Nach wenigen Sekunden des selbst ‚Fangens‘ reibt sich die Kaldorei ihre Augen und nimmt ihre Umhängetasche auf den Schoß, ehe sie mit dem Rücken an den weichen, von Moos bewachsenen Baumstamm lehnt. Wie ein weiches Bett sitzt sie auf dem Waldboden, der von unendlich viel Laub gepolstert wurde und ebenfalls leichte Ranken und Moos als Untergrund hatte. Unweit von ihrem Sitzplatz plätschert ein kleiner Bach, fließt untermalt von dem Klang der vielen Regentropfen, seine Bahnen. Je länger Myalesa ihre Zeit mit dem Beobachten verbringt, desto mehr wandern jegliche Sorgen wie vom Wind verweht davon. Sie ergreift aus ihrem Rucksack ein kleines Buch, umwickelt von einem Lederband. Vorsichtig löst sie das Band, legt es beiseite und nimmt sich ebenfalls das kleine Tintenfass, das sie miteingepackt hat. Wenn ihre Gedanken derart konfus werden, dass sie sogar hier bleiben will…muss sie etwas dagegen tun. Für die Erinnerungen später, wäre es von Vorteil alle Erfahrungen hier festzuhalten. Myalesa ergreift eine Feder, die wie jene von Windbrise aussieht. Eine dunkelbraune Uhufeder, gestrichelt mit schwarzen Unterbrechungen…trotz allem war die Federspitze schneeweiß. Wehmütig lächelt die Elfe gezwungen, ehe sie das Tintenfass vorsichtig abstellt, das Buch auf dem Schoß platziert. Sie führt die Federspitze leicht in das Tintenfass, hält sie wenige Momente und führt dann die Feder auf das Pergament im Buch…und beginnt zu schreiben.

…Nach den vielen Zeilen setzt Myalesa die Feder ab. Sie kann und möchte nicht mehr schreiben. Diese ‚direkte Verbindung‘ wieder zur eigentlichen Welt ist anstrengend, wenn man davor noch Gedanken hatte, einfach hier zu verbleiben.

Rasch legt die Elfe nach dem Trocknen der Tinte das Fass, die Feder und das Buch zurück in die lederne Umhängetasche und zieht diese wieder an. Sie zieht ihre Brauen aneinander, trotz aller Sorgen, die in ihrem Kopf umherwirbeln, versucht ihr Blick einen neuen Fokus zu finden und sie fand einen. Mittlerweile zog sich die Helligkeit davon, wodurch farbenfrohe Wolken am Himmel thronten. Mit der Dämmerung kamen auch ihre Bewohner zum Vorschein. In der Ferne erblickt die Kaldorei das Augenpaar eines großen Uhus. Zart umspielt augenblicklich ein leichtes Lächeln ihre Züge, während sie das Tier bei seinem lautlosem Flug beobachtet. Sie selbst bleibt an dem weichem Sitzplatz am Baumstamm sitzen. Nahe des plätscherndem Bachs. Die sanften Regentropfen waren mittlerweile nicht mehr da, die die Wasseroberfläche zum ‚beben’ brachten… Trotz der Distanz zum Uhu bildet sie sich ein, dass zum Teil schneeweiße Spitzen an den Federohren waren…

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Daunen und Traumfänger


Schritt für Schritt bewegt sie sich voran. Tief atmet sie dabei immer wieder die kühle Nachtluft ein…und aus. Ein…und aus. Immer wieder in einem regelmäßigem Rhythmus. Auf ihren Schultern, die von einem gepolstertem Schulterschutz geschützt waren, saßen zwei junge Uhus. Sie waren zwar große, aber noch sehr junge Uhus, Tiere mit recht massigem Körper und einem Kopf mit ‚Federohren‘, die lang sind und schräg seitlich abstehen. Jene Federohren waren jedoch zu den Spitzen hin bei der einen pechschwarz und recht fusselig, bei der anderen glatt und schneeweiß. Ihre Augen sind gelblich bis orange, der Blick selbst wirkt wach und aufmerksam. Der Größe nach zu urteilen handelt es sich bei beiden Geschwistern um weibliche Tiere.

Sie besitzen ein erdfarbenes Gefieder, welches Längs- und Querzeichnungen in dunkleren Farben bis hin zu pechschwarz aufweist. Des Weiteren ist ersichtlich, dass die Bauch- samt Brustregion hellere Federn bis zu einem beigefarbenen Ton hat. Alle beide wirkten wie eine Kopie ihrer Mutter, ihr einziger Unterschied war: Die Federspitzen. Zart streicht die Kaldorei über die letzten Daunen der Uhus, die noch im Federkleid waren. Die letzten Zeichen dafür, dass es wirklich eigentlich noch Küken waren.

Zart umspielt ein seichtes Lächeln die Züge der Kaldorei, ehe sie ihre Augen schließt…bald war sie da. Es ist ihr wahrlich ein Anliegen genau zu diesem Ort zurückzukehren.

Bisher hatte sie sich nicht getraut, seitdem sie wieder ‚da‘ ist. Schließlich erblickt sie aber bereits den Ort, den sie sehen wollte. Eine große Weide mit ausladenden Ästen steht nahe des Ufers am Elune’ara. Sanft schaukeln unter dem Blätterdach aufgrund des Winds zärtlich die einzelnen Äste im Takt und geben ein leises Rascheln von sich. Sie sieht an eine bestimmte Stelle und hebt ihre Mundwinkel zu einem wehmütigem Lächeln höher. Friedensblumen, unzählige Kräuter und Gräser zierten den Boden unterhalb der uralten Weide, ehe die Kaldorei mit ihren beiden Eulen auf den Schultern näher tritt. Dies war der perfekte Ort zum Üben. Nur dieser…kein anderer war so gut wie dieser hier. Sie streicht zart über die Äste der Weide und atmet tief die Luft ein, ehe sie hindurch schleicht und sich an einer ganz bestimmten Stelle hinsetzt.

Hier versuchte sie früher vorbei zu schleichen. Nun braucht sie es nicht mehr. Jetzt will sie hier sein. Genau hier. Sie streicht sachte über den Boden und setzt sich im Schneidersitz hin und legt ihre Hände auf die Fußknöchel. Samtschwinge und Fusselfeder, die beiden Jungtiere, die noch einige Daunen im Gefieder hatten, hüpften munter von der Schulter der Kaldorei und begannen den Ort zu inspizieren. Als spürten sie, dass auch ihre Mutter, Waldschwinge, genau hier immer äußerst gerne war.

„Schrecken verlieren ihre Größe, je länger sie zurückliegen.“, wispert die Kaldorei fast lautlos und streicht schließlich einmal zart mit den Fingerkuppen über den Waldboden. Kurz verspürt Myalesa eindringlich ein Gefühl von tiefer Vertrautheit in ihr aufkommen. Verbundenheit und Erinnerung. Dann schließt sie die Augen…das was sie heute Cyandris näher bringen wollte, konnte sie selbst mittlerweile relativ gut. Es braucht nicht lange, dass Myalesa sich auf ihre Umgebung einlässt. Sie hört den Wind an dem Blätterdach streichen…sie hört das Wasser am Ufer plätschern…sie hört so unendlich viel und hier war sie ein Teil davon. Es dauert nicht lange, ehe sie spürt, wie eine wohltuende Wärme in ihr aufkommt. Sie beginnt ihre Umgebung zu spüren und wahrzunehmen…mit dem erweitertem Sinn, den nur jene hatten, die auf dem Pfad des Druidentums wandelten. Sie spürt in ihrer unmittelbaren Umgebung das Wurzelwerk, das große Ganze. Die Verbindung von dem kleinem Ort, an dem sie heute ist. Unweigerlich wandern ihre Mundwinkel empor.

Sie starrt auf einen sich im leichten Wind drehenden Gegenstand, der von der Baumkrone der altehrwürdigen Weide herab baumelt. Langsam dreht sich das Rund aus Weidenruten um sich selbst. In seiner Mitte ist ein wüster und wenig filigraner Busch gewachsener Ästchen zu sehen, an denen Blätter und braune Federn hängen. Der Wind scheint diesen seltsamen Traumfänger zu streicheln und ihm immer wieder einen kleinen Schubs zu geben, damit seine Bewegung niemals stoppt. Ein warmes Lächeln huscht auf ihre Züge, ehe sie ihre Konzentration aufgrund dieses Gegenstands um ein Vielfaches verstärkt. Nun erfasst sie nicht nur ihre Umgebung, nein…Mittlerweile konnte sie mehr. Sie spürt die Energie unter ihrem Körper, jene die von der Natur selbst stammt. Energieflüsse, auf die andere Druiden einfach zugreifen können…So wie Myalesa es auch damals konnte, bevor ihre Ausbildung zum Krieg der Dornen aufgrund des Todes ihres ersten Lehrers abgebrochen wurde. Konzentriert betrachtet sie den Traumfänger, der kaum wie ein wahrer Traumfänger aussieht…und dann neigt sich jener ihr entgegen. Als würde die Weide ihr den Gegenstand überreichen wollen. Dankbar lächelt die Kaldorei und umschließt den Traumfängern mit beiden Armen: „Sobald ich… es wieder gefunden habe, sollte ich dich bekommen. Daher kommst du heute mit.“, spricht die Kaldorei leise und blickt schließlich zurück zu den zwei kleinen Eulen. Jene lagen mittlerweile wieder nah an der Kaldorei und dösten entspannt im Lichte des Mondes.

Myalesa entschloss sich heute Nacht ebenfalls hier zu verweilen…und in alten Erinnerungen zu schwelgen. Mit einem leichtem Lächeln und dem Traumfänger in den Armen blickt sie geradewegs nach vorne zum Elune’ara, während sie mit dem Rücken an der Weide lehnt…und nach vielen langen und angenehmen Momenten beginnt auch sie neben den beiden Uhus zu dösen…


((Nachdem an der Mondlichtung Kraft getankt wird…Zur Ende der Woche hin reisen einige Mitglieder erneut in das Eschental! :herb: :leaves: ))

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Leicht streckt sich die Kaldorei in ihrem Zuhause, welches weit oben auf der Hügelkette der Mondlichtung liegt und auf einem der höheren Bäume war. Um sie herum war bereits reges Treiben, die helle Schleiereule plustert sich auf und sitzt als Art ‚Federkugel‘ auf einer der höheren Äste umher, einer ihrer großen Uhus putzte ausgiebig das Gefieder und die pechschwarze Sperbereule streckt ausgiebig ihre Schwingen und streicht schließlich die Federn der linken Handschwinge sacht durch den Schnabel, um jegliche mögliche Verfilzung wegzubekommen. Es war ein ruhiger Tag an der Mondlichtung, letzte Nacht kamen die Laubtanzschwestern wieder nach dem Hippogryphenflug hier an.

Kurz pfiff Myalesa leise, woraufhin Nachtflügels gelber Blick sie betrachtet. Die mittelgroße Eule kam rasch angeflogen und setzt sich auf die linke Schulter des gefiederten Schulterschutzes der Kaldorei hin. „Na, meine Große? Wollen wir dann mal zum Teehaus und uns einen guten Erdwurzeltee holen, hm?“, sacht streicht die Elfe über den Kopf der schwarzen Eule, welche einen Gurren ähnlichen Klang von sich gibt und dann machen sie sich auf den Weg hinab zum Nachthafen~

Heute Abend ist wieder das [A-RP-Kaldorei] Projekt "Das Teehaus" am Nachthafen zu finden! :tea: :leaves:

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Morgen Abend findet auf der Mondlichtung in Nachthafen (Holzplattform über dem Wasserfall) wieder die Zusammenkunft des Smaragdzirkels statt.
Ihr findet uns ab 19.30 Uhr dort. Interessenten sind Herzlich Willkommen, dort zu uns zu stoßen.

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Die leere Schale mit den Resten des Eintopfes, den sie hastig heruntergeschlungen hatte, ruhte in ihren Händen, während die Druidin stirnrunzelnd den Blick über den Hain des Sumpfhüters schweifen ließ. Viel Zeit blieb ihr nicht, ehe sie mit Schwester Laubtanz wieder aufbrechen würde, um die Gegend auszukundschaften. Noch immer hatte sich der Schrecken nicht gänzlich gelegt, den die Nachrichten aus Sturmwind ausgelöst hatten. Wie würde es nun weitergehen? Würde sich die Geschichte wiederholen?
So viele Unwägbarkeiten, von denen niemand wusste, wohin sie führten.
Mit einem Seufzen stellte sie die Schale beiseite. Besser, sie dachte nicht zu viel darüber nach. Ändern konnten sie es ohnehin nicht mehr. Die Seuche war zurückgekehrt…


Der Smaragdzirkel ist im Zusammenhang mit den Ereignissen des Pre-Patches ins Sumpfland abgeordert worden in den Hain des Sumpfhüters, um dort bei der Verwundetenversorgung zu helfen und sich möglicher Flüchtlinge anzunehmen.
Wir befinden uns dabei im selben Handlungsstrang wie der Großplot von Sturmwind, um keine Brüche im Zusammenspiel zu provozieren ;).

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Zum Start des neuen Addons werden wir das Rollenspiel etwas ruhen lassen und vorrangig die neuen Gebiete testen. Wir können daher nicht garantieren, dass wir auf der Mondlichtung immer präsent sind, auch wenn kleinere Rollenspielabende sicher stattfinden werden.
Da wir als Gilde allerdings (noch) nicht in die Shadowlande ic reisen werden, haben wir uns für diese Variante zunächst einmal entschieden, bis klar ist, wie die Geschichte uns Nachtelfen wirklich beeinflusst. Teile der Einheit befinden sich noch im Hain des Sumpfhüters und im Eschental.
Wir blicken allerdings natürlich gespannt auf diejenigen, die ic reisen werden und sind neugierig auf eure Abenteuer.

Viele Grüße
eure Gao

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Neuer Termin für alle Teehaussüchtigen:

Dienstag, 08. Dezember 2020, 19:30 - 22 Uhr

Angebot des Abends:

  • Wildgriespudding mit heißen Früchten (Beerenmix)

Herzhaftes:

  • Pulled Hirsch und Pilzpfanne

Teesorten:

  • herb-würzige Kräuter
  • Waldfrucht
  • Ingwer
  • Schwarztee

Sonstiges:

  • Bohnengebräu
  • Schafsmilch
  • Quellwasser
  • Apfelsaft-Schorle

Das nenne ich mal ein Mahl :star_struck:

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Wir wünschen Euch allen, trotz aller Umstände im Außen oder gerade deswegen, ein gesegnetes, ruhiges und gesundes Weihnachtsfest. Macht es Euch gemütlich und lasst es Euch und Euren Lieben gut gehen. Schöne Feiertage!

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