[A-RP] Nevex' Lesestube đź“–

Was? Nevex’ Lesestube, eine kleine, offene Privatbibliothek
Wo? In Sturmwind, am Verlies, Bibliotheksgebäude
Wann? Donnerstags ab 20:00, sonst unregelmäßig oder nach Anfrage.

Kommende Events: Noch keine angekĂĽndigt. Projekt noch im Aufbau.


Am Magierviertel, im Schatten des Verlieses, findet sich ein nicht besonders auffälliges fensterloses Haus. Eine Bibliothek der Magierakademie war hier mal gewesen, aber schon vor einer ganzen Weile waren die Bücher zurück geholt worden. Heute verkündet ein Schild „Nevex’ Lesestube“, nebst Öffnungszeiten und einem gedruckten Bild von einem blauen Buch. Eine genauere Beschreibung sucht man vergeblich.

Im Haus

Das Innere des Gebäudes ist von dem gelblichen Licht aus matten Glaskugeln an den Wänden erhellt, die wohl magisch funktionieren…auch wenn man an der Decke zumindest ausgeschaltete Glühbirnen, wie man sie aus gnomischen Haushalten kennen mag, sehen kann. Die Wände sind zugestellt mit vollen Bücherregalen, mit Büchern verschiedener Größen, Farben und Zustände. Es geht von teuer gebundenen Sonderausgaben bis zu an den Rändern beschriebenen, von häufiger Nutzung gezeichneten, günstigeren Werken, oftmals Seite an Seite. Als wäre der Wert für den Besitzer einfach nicht von Bedeutung.

Im hinteren Bereich der Stube, direkt unter einer Lampe, steht ein mit einer blauen Decke verzierter, größerer Holztisch mit mehreren, recht gemütlichen Stühlen und einer größeren, offenen Keksschale - neben einem Glas mit der Aufschrift „Spenden“.
Etwas ungewöhnlicher mögen dafür die größeren Sitzkissen anmuten, die vor allem in der Mitte des Raumes, aber teilweise auch näher an den Regalen und sogar in der oberen Etage zu finden sind. Auch diese sind weich, weitgehend weiß-blau gehalten und recht bequem… offenbar hält man es hier für normal am Boden zu lesen.

Trittleitern sind an verschiedenen Stellen über die Räume verteilt in Ecken „versteckt“. Kurz vor der Treppe geht eine verschlossene Tür in einen Nebenraum. Daran verkündet ein Schild: „Zu Abschriften, Kopien und Gebühren, bitte den Besitzer fragen.“

BĂĽcher links von der TĂĽr

Links von der Tür finden sich vor allem Bücher zu Geschichte, Geographie, Politik und Gesellschaft, oft, aber nicht nur, mit einem Fokus auf die Rolle von Magie und Dalaran. Weiter hinten dann Märchen und Volksgeschichten und zuletzt Bücher zu Religionen, vor allem eine größere Zahl von Büchern zur Lichtphilosophie.

BĂĽcher rechts von der TĂĽr

Rechts von der Tür befinden sich Bücher die sich eher mit Naturwissenschaften beschäftigen. Neben Physik, Alchemie, Biologie und anderem finden sich auch ein paar Anfängerwerke zu gnomischer Tüftelei, sowohl in Gemeinsprache als auch auf Gnomisch.

BĂĽcher an der RĂĽckwand

An der Rückseite des Gebäudes finden sich links Bücher zu verschiedenen philosophischen Fragestellungen… und rechts merklich neuer aussehende Bücher, die wohl vor allem eine bunte Sammlung von Romanen umfassen.

Obere Etage

Oben befindet sich nach zwei Regalen mit Büchern zu arkaner Magie ein blauer Vorhang mit einem „Nicht ohne Erlaubnis betreten“-Schild daran. Auch hier sind praktische Sitzkissen zu finden.

Obere Etage, hinter dem Vorhang

Die hinter dem Vorhang befindlichen Regale sind allesamt mit Zauberbüchern, einige verbreitete Anfängerwerke, andere seltenere Ausgaben und Themen, gefüllt. Versucht jemand ein Buch ohne Erlaubnis aus einem Regal zu nehmen, wird er feststellen, dass es sich nicht ohne weiteres bewegen lässt. (ooc-Anmerkung: Bitte ooc mit Nevex absprechen, wenn ihr hinter den Vorhang geht und er nicht ohnehin dabei ist, es sind gewisse magische Sicherungen da.)


ooc-Teil

Was soll das nun sein?
Nevex’ Lesestube ist die Privatbibliothek von Nevex Knobels, zusammengesetzt aus eigenen, gespendeten und vor allem ererbten Büchern, die der Gnom nun für die Öffentlichkeit zugänglich machen will. Jeder ist willkommen zu kommen, zu lesen und den Gnom auf der Suche nach Wissen zu befragen. Oder auch nur zu plauschen und Kekse zu essen.

Also… eine Leihbibliothek?
Nein. Das Ganze hat sich ic entwickelt und wie der Stand momentan ist, kann Nevex seine Bücher nicht einfach verleihen, da er keine Möglichkeit hätte Leihfristen umzusetzen. Das mag sich in Zukunft ändern, aber ic ist es wirklich so gedacht, dass die Leute in der Lesestube lesen sollen… oder sich Abschriften für zuhause machen. Man kann allerdings auch den Gnom bitten Kopien zu machen und in Einzelfällen, wenn genug Vertrauen da ist, mag Nevex auch mal Bücher mit nach Hause geben.

Das Konzept mag sich im Laufe der Zeit ic weiter entwickeln, aber so wird es zumindest zum Start aussehen.

Und wie darf ich mir das RP vorstellen?
Offensichtlich ist es nicht übermäßig spannend den eigenen Charakter herum sitzen zu lassen und zu emoten wie man liest. Des Lesen selber ist leider nicht spannender zu gestalten. Was allerdings wunderbar bespielbar ist, sind Gespräche über Bücher, fragen nach Wissen, bei denen Nevex mit seinen Büchern aushelfen kann, Absprachen zu Kopien und allgemeine Plaudereien mit Nevex oder anderen Gästen.

Das ist kein sonderlich umfangreiches Angebot, aber es liefert eben einen weiteren Treffpunkt, an dem man lockereres RP haben kann, gerade wenn der Charakter für sozialere Situationen wie Tavernenbesuche eher schwer zu begeistern wäre, aber an neuem Wissen interessiert ist.

Im Schlimmstfall bleibt es halt unbesucht und der Thread wird nur eine Gelegenheit für mich ein paar ic-Posts zu machen. Aber abgesehen von den netten Gesprächen… wollte ich langfristig, wenn es ein Publikum gibt, kleinere Fachvorträge, Buchlesungen und vielleicht auch Gedichtabende und ähnliches anbieten.

Was gibt es da fĂĽr BĂĽcher?
Aus offensichtlichen Gründen werde ich da keine vollständige Liste angeben. Es ist eine kleine Bibliothek, deshalb wird man wohl auch nicht immer genau das finden was man sucht… aber es gibt eine doch recht breite Auswahl.
Die meisten Bücher stammen ic aus dem Nachlass einer vermögenden Magierfamilie der Kirin Tor, dem Nachlass einer Priesterin des Lichtes und ein paar von Nevex’ eigenen Büchern. Dazu gab es ein paar kleinere Spenden, gerade aus Kirchen- und Magierkreisen und Nevex kaufte noch ein wenig dazu, wo größere Lücken waren - was vor allem bei Romanen war.

Wer da ist kann gerne BĂĽcher und ihren Inhalt erfinden, ansonsten kann Nevex da sicher ic auf Anfrage auch auf BĂĽcher verweisen.

Wer ist willkommen?
Im Prinzip jeder… Aber je nachdem wie es ic läuft mögen gewisse Einschränkungen folgen. Wenn Todesritter und Dämonenjäger gute Gründe haben vorbei zu kommen, kann man das durchaus tun, aber solche Konzepte neigen halt dazu allein durch ihre Anwesenheit ic jede Stimmung zu töten und ich würde ooc entsprechend darum bitten das im Blick zu behalten. Nevex wird in Gegenwart von allem was sich mit „finstererer“ Magie abgibt nervös bis ablehnend sein, aber auch Leerenelfen ist der Zugang nicht verwehrt.

Wie alles andere kann sich aber auch diese anfängliche Offenheit sehr schnell ändern, wenn Nevex mit der Situation die sich ergibt unzufrieden sein sollte.

Wann kann man kommen?
Regelmäßig werde ich die Stube wohl donnerstags nach 20:00 bespielen, beginnend mit dem kommenden Donnerstag. Abgesehen davon kann man aber auch immer wenn ich auf Nevex oder Knobels online bin gerne kurz ooc fragen, ob man kommen kann und wenn ich unplanmäßig öffne, wird ein freundlicher Elekk vor der Tür das anzeigen.

Dann… danke für das Interesse und schönes RP!

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Sehr spannend. Ich werde meine Magierin mit Sicherheit mal vorbeischicken!

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Vielleicht könnte man ja Leseabende veranstalten wo Geschichten und Gedichte vorgetragen werden.

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Sicher, an sowas dachte ich auch, und da mag auch von mir etwas kommen. Wenn andere da Interesse haben sollten was im Lesestuben-Umfeld zu organisieren, ist das natĂĽrlich auch mehr als willkommen. :wink:

Aber auch das entwickelt sich am besten ic im Gespräch.

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Aha! Jetzt ist es endlich soweit, habe mich schon gefragt, wann es den losgeht, als ich das erste Mal davon hörte.

Ich wĂĽnsche viel Erfolg und komme sicher auch einmal vorbei.

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In Eisenschmiede und Sturmwind findet man an ausgewählten Ecken, insbesondere der Forscher- und Mystikerhalle sowie des Zwergen- und Magierviertels das ein oder andere handgeschriebene Plakat.
Auch am Türstock zur Lesestube selbst hängt inzwischen ein Exemplar.

http://stechpalme.net/rp/nevex_lesestube.jpg

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(Heute muss ich die Stube leider aus RL-Gründen ausfallen lassen, aber ich bin über das Wochenende vermutlich mehrfach da. Wenn mich da wer dringend sehen wollte lässt sich auch sicher leicht ein Termin absprechen, sonst wird es weiter spontan und nächsten Donnerstag sicher.)

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Hallo nochmal ooc,
Da der Kuriositätenlanden Pillepalle und Firlefanz das Gebäude mitnutzt, kann ich momentan wirklich nur donnerstags und nach spontaner Ankündigung auch sonntags und dienstags mit irgendeiner Sicherheit die Lesestube anbieten und spontane Besuche an anderen Tage werden entsprechend schwierig. Wenn nichts davon geht und man zu mir wollte, meldet euch bitte direkt bei mir und wir können das besprechen.

Auch heute ist die Lesestube wieder geöffnet. Neben dem Schild am Eingang findet sich ein neues Plakat:

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Um die Stube herum ist es in den letzten Tagen etwas lebhafter geworden. Es gingen recht verschiedene Gestalten ein und aus, von Herumtreibern bis zu Paladinen und das teilweise bis nach Mitternacht. Es kann sogar gesehen worden sein wie mitten in der Nacht ein Kindersarg zur Stube geliefert, aber offenbar nicht angenommen wurde. Dazu gab laute Streitereien von hysterischen Frauen, direkt bei der Stube, bei denen auch der Besitzer herumstand und wohl teilnahm und sogar die Wache mag bemerkt worden sein, wie sie Leute direkt vor der Stube abfĂĽhrte.

Am Tag danach war vor allem zu beobachten wie der Gnom mit Hilfe einer weiteren Frau mehrere Kisten aus dem Gebäude schaffte, wohl tiefer ins Magierviertel hinein.
An der TĂĽr der Stube findet sich ein neues Schild:

Die Lesestube ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Für persönliche Angelegenheiten ist der Besitzer stattdessen zu sonstigen Öffnungszeiten im Leseraum der Kathedrale anzutreffen.

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Der Zettel wurde heute wieder abgenommen. Es verbleibt nur die Liste mit den Öffnungszeiten. Abends ist auch häufig wieder ein “geöffnet”-Schild an der Tür.

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Nevex betrat die Stube und gähnte in seine Hand. Für heute könnte Lennaye ihn wohl nicht mehr brauchen und die Verletzungen heute waren auch… interessant genug gewesen. So nah am Novizenheim sah man auch hin und wieder etwas ungewöhnlichere Verletzungsarten… Zum lernen ja garnicht schlecht. Wenn auch eher unangenehm zu behandeln. Er schüttelte sich. Besser nicht daran zurück denken, was man da wie hatte aufschneiden müssen.

Die Hände waren inzwischen sauber, der Geist sollte es also auch langsam werden. Erstmal etwas meditieren, dann sollte sich das von selbst regeln… naja, nicht wirklich von selbst, immerhin war er da ja auch aktiver Teil… zumindest in einem gewissen Sinne aktiv. Im Akt der Passivierung, quasi…

Er lachte zu sich selbst und schüttelte den Kopf und ging ins Hinterzimmer. Meditieren. Dann die neuen Bücher einsortieren und… oh, ja, von der Schreiberei nebenan die anderen abholen. Und für den Abend noch interessante Lektüre raussuchen, falls kein anderer kommen sollte. Und am besten eine Übung für Noee bereit haben, falls sie vorbei kommen sollte… und nur zur Sicherheit vielleicht nochmal die Sicherheitszauber überprüfen.

Nicht, dass das kleine Problem der letzten Wochen ihm noch viel Angst machte, aber… immer lieber Vorsicht als Nachsicht. Nicht?


Auch heute hat die lesestube abends wieder geöffnet.

Ein Bote kommt in die Lesestube, und legt den EigentĂĽmer ein Pergament vor. Auf diesem steht in krakeligen aber feinen Lettern geschrieben:

"Xanthor mein Name, ich verwalte eine Liste namens Wochenpergament, auf der diverse Aktivitäten der Allianz verzeichnet sind, um den Bürgern einen Überblick zu gewähren, was denn so Interessantes in der Welt tagtäglich zu finden ist.
Hättet ihr Interesse dieser Liste mit eurer Lesestube hinzugefügt zu werden?’

Der Bote hält ihm eine Feder und Tintenfässchen hin, sowie eine offene Hand, man habe ihm wohl erzählt, der Empfänger zahlt seine Wegtaxe…

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Alles scheint in bester Ordnung in und um die Lesetube herum. Selbst seit Floreannas erneutem Besuch in der Lesestube, die den Gnom nur einen kurzzeitig erhöhten Blutdruck und einen hochroten Kopf gekostet hatte, herrschte die gewohnte Ruhe und der Frieden, die man von dem kleinen Platz gewohnt war, an dem sich das Gebäude in dem sich die Lesestube befand zwischen anderen Häusern einreihte.

Doch die vermeintliche Ruhe täuschte, „der totbringende Bücherwurm“ hatte sein zerstörerisches Werk begonnen!

Was das kleine, kaum sichtbare und transparente Würmchen, das kaum länger war als eine gedruckte oder geschriebene Letter so totbringend machte, war auf den ersten Blick gar nicht so leicht aus zu machen. Vielleicht fiel es Nevex schon auf während er die Bücher, die er aus der Schreiberei abgeholt hatte überflog und die Korrektheit des Inhalts überprüfte, vielleicht aber auch erst einem Besucher der Lesestube, der über einen Schreibfehler stolperte.

Bei Worten wie „tatsächlich“ oder „titanisch“ fiel es sofort auf, lasen sie sich doch jetzt als „totsächlich“ und „totanisch“. Und ja, mit dieser akribischer Genauigkeit und unverwechselbaren Eleganz mit der dieser kleine magische Wurm den zwischen zwei „t“ liegenden Vokal zu einem „o“ formte, machte ihn auch zu einer Drohung.

„tot“, „tot“, „tot“ … sooft hatte Nevex dieses kleine Wörtchen wahrscheinlich weder gehört noch jemals gelesen, wie es sich nun langsam und scheinbar unaufhaltsam durch seine gesamte Bibliothek frass, die Werke verseuchte und unbrauchbar machte und am Ende vielleicht sogar den Tod der „Lesestube“ als Lebensgrundlage bedeuten mochte, wenn sich nicht schnell eine Gegenmassnahme ergreifen liess.

Das konnte, dass musste nur ein Fluch sein, der den armen Gnom da heimsuchte!

Vielleicht schlugen die Sicherheitszauber mit der Zeit an, war es ja immerhin Magie, die sich unaufhörlich verbreitete und vielleicht hatte Nevex auch eine Ahnung, wem er diesen Fluch zu verdanken hatte, aber nachvollziehen liess es sich nicht, wie der Wurm nun genau seinen Weg in die Lesestube gefunden haben mag. Eine Nachfrage bei der Schreiberin nebenan mag höchstens auch nur ergeben haben, dass wohl letzte Woche ein etwa 15-jähriges Mädchen Erkundigungen eingeholt hat, wann denn der Herr Wolandir, der Besitzer des Ladens „Pillepalle und Firlefanz“ am besten anzutreffen wäre, der ebenfalls in der Nachbarschaft der „Lesestube“ seinen Sitz hat.

Sollte Nevex tatsächlich vorhaben auch Floreanna zu befragen, so würde er von ihrem Nachbarn, dem Totengräber, nur erfahren, dass Frau Zaubermond vor hatte zu verreisen, seit Donnerstag auch abgereist sei und nicht vor Montagabend der kommenden Woche zurück erwartet würde, sei sie zusammen mit ihrer angenommenen Tochter und einem Mann zu den „erbaulichen Spielen“ gereist, um sich etwas Spass, Vergnügen und Abwechslung vom Alltag zu gönnen…

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Der Tag war anständig genug gewiesen, aber nun erwies sich auch das lesen als Irritation. Tot, tot, tot, überall tot. Anfangs hatte er es für Schreibfehler gehalten, gerade da er mit seinen eigenen Aufzeichnungen angefangen hatte, aber dann begann es sich zu häufen und das auch in anderen, älteren Büchern.

Das konnte kein Zufall mehr sein. Also lag es wahrscheinlich an ihm selbst. Vielleicht war er überanstrengt, oder gestresst. Darüber schlafen kam allerdings nicht in Frage, immerhin würde ihn das so oder so wach halten. Aber er hatte als Magier ja so oder so Techniken gelernt, um seinen Geist klar zu halten, um Ablenkungen auszublenden, um emotionale und körperliche Einflüsse zu kontrollieren. Also meditierte er. Es dauerte eine Weile. Die Situation war beunruhigend, aber nach und nach fand er den ruhigen, emotionsarmen Klarheitszustand den er suchte. Zeit für eine Neubewertung der Situation. Er schaute erneut in seine Bücher… und es war immernoch da. Schlecht.

Wenn die Veränderung wirklich da war und sie nicht aus seinem eigenen Kopf kam… musste sie von außen kommen. Die Idee, dass jemand per Hand in so viele Bücher gekritzelt hatte war schwer vorzustellen, also… Magie. Er ging ins Nebenzimmer, holte die Brille aus dem Schreibtisch und setzte sie auf.

Sofort begann sich die Welt um ihn herum zu verändern. Verschiedene Summtöne drangen von den Regalen und bestimmten Punkten des Boden an seine Ohren, Vage Formen und Muster wurden sichtbar wo sonst keine waren, die Gerüche veränderten sich leicht… und auf 1000 andere kleine Weisen begannen sich seine Sinneseindrücke zu verändern, um Platz für die sonst nicht wahrnehmbaren magischen Phänomene zu schaffen.

Nicht so effektiv wie die Zauber die er wirken konnte, aber… effektiv genug. Er schaute sich um. Er hatte es schon vermisst. Die Welt enthielt so viel mehr interessante Geheimnisse, wenn man sie auf diese Weise betrachtete. Dinge, die nur er, oder die meistens nur er wahrnehmen konnte. Geschweige denn deuten. Er ging wieder in den Hauptraum der Lesestube und schaute sich um. Da waren die Zauber zum Feuchtigkeitsschutz und gegen den Verfall an den Regalen. Am Boden sah man Spuren seiner kleinen Fallen. Von oben gab es Echos der etwas kniffeligeren Sicherungszauber für die magischen Bücher. Soweit so gut… aber an den betroffenen Büchern selber konnte er nichts ungewöhnliches feststellen. Er drehte sich einmal langsam um sich selbst, den ganzen Raum nach und nach betrachtend.

Da! Da war etwas! Eine kleine, pulsierende Masse dunklerer Energie, die sich nach und nach durch eines der BĂĽcher bewegte, wohl eine der Biographien, die damit wohl vertotigt wurde. Es war echt!

…Es war echt…

Der entstandene Schaden war real. All seine Bücher waren in Gefahr Parodien ihrer selbst zu werden… sie hatten sich schon verändert… war es permanent? Vermutlich! Konnte man es aufhalten? Bestimmt… Aber rückgängig machen? Dafür musste er besser wissen, womit er zu tun hatte. Er atmete tief durch. Dafür reichte die Brille nicht und die Zeit reichte nicht um Hilfe zu holen. Es war Zeit selber zu zaubern. Einen Moment blieb er stehen und dachte darüber nach. War das nötig? War der Schaden so schlimm? Könnte er nichts anderes tun?.. Ja, es war nötig und er sollte gefälligst aufhören seine Zeit zu verschwenden. Worte waren in Gefahr. Er glaubte nicht, dass der kleine, hinterhältige Zauber es schon bis zu den gesicherten Büchern in der oberen Etage geschafft hatte, aber auch hier unten waren Schätze. Kein Buch wurde geschrieben, ohne dass nicht jemand meinte, dass der Inhalt für andere wichtig wäre. Jedes Buch war wichtig.

Wieder ging er zu seinem Schreibtisch im Nebenraum. nach etwas suche kam er mit dem Analysestab wieder heraus. Und nach kurzem nachdenken nahm er ein Wollknäuel dazu, eine gestampfte Perle und eine Sammlung von dünnen Drähten verschiedenen Materials. Die Brille behielt er auf, während er nun bewaffnet direkt auf den Worte verdrehenden Zauber zuging. Er atmete tief durch und ließ sich im Schneidersitz davor nieder. Und dann öffnete er sich für die Macht der Leylinien.

Und sie kam, willig wie eh und je, wild und ungezähmt, bereit alles zu verändern, was sie berührte, angefangen mit dem Geist der sie hinein lies… bis sie vom Willen des Gnomes in einen Pfad gepresst wurde. Das ekstatische Gefühl der Macht alles verändern zu können, die Welt nach belieben formen zu können, breitete sich in Nevex aus, wie jedes Mal. Und wie jedes der letzten Male kam gleichzeitig ein flaues Gefühl in seinem Magen. Eine Warnung, dass er mit etwas spielte, dem er nicht gewachsen war. Andere vielleicht, aber er nicht.

Sowohl die Ekstase, als auch das Unwohlsein wurden verdrängt. Sie wurden beide nicht gebraucht und waren beide nicht hilfreich. Wichtig war der Zauber, wichtig war die Analyse. Die Energie wurde durch das Analysestäbchen geleitet und ein blaues Licht begann in der Kugel in seiner Spitze zu leuchten, als es näher an den fremden Zauber heran geführt wurde. Einen Moment später begann die Kugel sich zu drehen und der Gnom flüsterte leise gnomisch klingende Nonsens-Silben. Schließlich hob er die linke Hand. Zuerst begann das Wollknäuel zu leuchten, dann begann der Perlenstaub herum zu wirbeln und schließlich fingen die Drähte - oder einige der Drähte - an sich durch das Wollknäuel zu ziehen.

Nach und nach verloren alle der Komponenten an festigkeit, bis sie nurnoch aus Licht verschiedener Farben zu bestehen schienen. Ein Einzelner Lichtfaden wanderte vom ehemaligen Wollknäuel zu dem Zauber in den Büchern und fast augenblicklich rollte sich der Lichtball auf. Die Fäden begannen komplexe Muster über der Hand des Gnomes zu bilden, die sich in regelmäßigen Weisen bewegten.

Ja. Ja, das war es. Das war der finstere kleine Wurm. Nevex konnte sehen was er war, konnte sehen was er tat und, so komplex der Zauber auch war, er konnte sehen wie er funktionierte. Nicht unbedingt verstehen, aber das Bild war klar. Mit einem Schwung des Stabes brach die Verbindung zum Fluch ab, aber die Strukturdarstellung ĂĽber der anderen Gnomenhand blieb erhalten.

Ein teuflischer kleiner Fluch. Er würde die Zeilen nach bestimmten Mustern absuchen und kleine, vorgegebene Veränderungen machen. Seite für Seite würde er vorgehen und wenn er mit einem Buch fertig war, das nächste anfallen. Bis alle Bücher im Haus befallen waren. Vielleicht wäre es sogar möglich dann Zauber abzubrechen indem man das Buch in dem er gerade wirkte nach draussen brachte… oder würde er dann ohne räumliche Begrenzung einfach weiter springen? Nein, vermutlich nicht, aber das war kein Risiko, dass man eingehen sollte.

Zumal das nur begrenzt helfen würde. Der Gnom drehte die Projektion der Zauberstruktur in seiner Hand. Nein, er wollte den Zauber nicht einfach auflösen. Er musste genauer verstehen, wie er tat was er tat. Vielleicht konnte er herumgedreht werden… vielleicht konnte der Zauber selber genutzt werden, um den Schaden den er angerichtet hatte zu beheben? Auf jeden Fall konnte er noch nicht aufgeben. Er hatte es lange nicht gemacht und an der Akademie hielt man nicht übermäßig viel davon, aber er könnte den Zauber modfizieren. Seine Suchschleifen verändern. Ja… Genau. Es würde ewtas Zeit brauchen, aber… aber wenn er den Zauber dafür fangen könnte, wäre es das vielleicht wert.

Er sprach ein Kommandowort und band die Projektion an den Fußboden. Dann holte er Papier und Stifte und atmete noch einmal tief durch. Der Eingriff wäre nicht einfach, aber durchaus für ihn möglich. Er musste nur alles gut durchplanen - und durchrechnen. Die idee war simpel genug. Er musste nur das Kommando verändern, dass den Fluch nach einem neuen Buch suchen lies und ihn stattdessen nach dem Buch suchen lassen in dem er schon wirkte und schon käme er nicht mehr aus dem buch heraus. Und so wie der Fluch strukturiert war… gab es so gut wie kein Risiko bei einem Fehlschlag. Gut. Harmlos genug. Eine kleine Operation und es wäre geschafft.

Wieder wurde tief durchgeatmet, dann machte Nevex ein paar Fingerübungen. Hier sollte nichts schief gehen. Dann ging es los. Er stellte die Verbindung zwischen dem Fluch und seiner Analyseprojektion wieder her und nahm das Stäbchen zur Hand. Er drehte die Projektion und griff dann hinein, einen der leuchtenden Fäden heraus ziehend. Seine Augen begannen leicht zu leuchten, als er murmelnd begann den Faden zu verformen und kleine Knötchen einzufügen. Schweißperlen begannen sich auf deiner Stirn zu bilden aber es war auch gleich geschafft. Er nahm die Projektion in beide Hände und begann sie zusammen zu drücken. Das Bild verkleinerte sich mehr und mehr… und schließlich schloss es auf ein leises Wort den verbleibenden Faden entlang, direkt in die dunkle Magie in seinem Buch.

Es war vollbracht. Einige Momente atmete er schwer, dann nahm er das verfluchte Buch aus dem Regal. Die Biographie eines dalaraner Magiers von vor 100 Jahren… Etwas enttäuschend. Er hatte sich irgendwie etwas ironischeres für den Fluch erhofft, aber das war wohl so oder so Unsinn. Es würde seinen Zweck erfüllen. Er legte es auf ein Blatt Papier und begann freihändig einen sauberen Kreis darum zu malen, der schließlich mit verschiedenen Symbolen bestückt wurde. Der Zauber sollte nicht raus können, aber bei Sicherungen war Redundanz immer besser. Er lud den Schutzkreis mit etwas Energie auf und betrachtete sein Werk. Und langsam, häppchenweise, ließ er seine Emotionen zurück fließen.

Es war immer etwas ĂĽberraschend fĂĽr ihn sich wĂĽtend wieder zu finden, aber das war es, was zuerst zurĂĽck kam. Wut auf den Urheber des Fluches. Wut dass jemand es wagen wĂĽrde die BĂĽcher in die Leute so viel von ihrem Leben gesteckt hatten gezielt zu verschandeln. Wut, dass man ihm drohte. Und es war nicht schwer zu erraten, wer dahinter steckte.
Dann folgten Sorge, Angst und ja, etwas Verzweiflung. Das konnte nicht gut ausgehen. Und wenn das der erste Schritt war, was würde der nächste sein? Er hatte es mit Wahnsinnigen zu tun. Wahnsinnige mit Magie. Kein mächtiges, aber doch ein recht komplexes Stück Magie. Und… und es war unwahrscheinlich, dass er seine Bücher restaurieren konnte. Nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich.

…und er hatte wieder gezaubert. Und es hatte sich gut angefühlt. Und jetzt schon dachte ein Teil von ihm darüber nach, wie man den Fluch zu seiner Quelle verfolgen könnte.
Er wischte sich ein feuchtes Auge und nahm die Brille ab. Er brauchte Hilfe. Rat und Hilfe. Aber erstmal… einen Moment Ruhe. Er watschelte ein paar Schritte und legte sich dann auf den Boden, seinen Kopf auf eines der Sitzkissen bettend. Als er die Augen schloss, schlief er sofort ein.

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Ich feiere dieses Bild so hart :joy:

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Das habe ich der großartigen Mexa zu verdanken! Aber schön zu hören, dass es gefeiert wird!

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Es war schwer, offen zu bleiben. Auch mehrere Tage danach, hatte er Probleme mit dem magischen Vandalismus umzugehen, und wenn er seine Emotionen an sich ran lies… Kam er immer entweder der Depression nahe und war bereit einfach alles hinzuwerfen oder fing an Pläne zu schmieden es Floreanna heimzuzahlen. Es wäre auch garnicht so schwer. Er könnte damit anfangen einen ähnlichen kleinen Fluch auf ihre… nein, schon wieder. Das war kein hilfreicher Impuls. Es würde die Lage nur eskalieren und schlimmere Folgen auf ihn herabrufen. Wenn das Spiel wäre zu sehen, wer bereit wäre weiter zu gehen, dann würde er verlieren. Ganz abgesehen davon, dass er keine Freude in ihrem Leid finden würde… und wenn doch, wäre da mehr als genug Scham und Schuld, um es zu kompensieren.

Nein, er sollte sich nicht als Richter aufspielen. Er war auch kein Beschützer der Opfer, die sie in der Zukunft haben würde. Das war nicht seine Aufgabe. Er war nicht gut darin, er war nicht davon überzeugt, dass alles was man dafür tun müsste gerechtfertigt wäre und er wollte es nicht sein.

Viel schwerer war zu sagen, was er stattdessen tun sollte. Früher war alles viel einfacher gewesen. Da hatte er kaum etwas zum verlieren gehabt. Das wichtigste trug er mit sich herum und der Rest war sicher in Gnomeregan, wo er Zugriff darauf hatte, wenn er wollte, aber sich nie darum sorgen musste. Und nach Gnomeregan hatte er einfach kaum etwas gehabt. Eine kleine Kiste voller persönlicher Schätze, auch das konnte man mitnehmen, wenn es weiter ging. Da war es immer einfach weiter zu ziehen und was man nicht tragen konnte zurück zu lassen. Fliehen, wenn die Alternative kämpfen wäre. Aber jetzt…

Jetzt war es schwerer. Er hatte die Lesestube. All diese Bücher, die vor allem Trinsy und Carolin ihm vermacht hatten. Ein hübsches Haus drumherum, gemütlich ausgestattet. Und die Absicht zu versuchen was er könnte Leute zu helfen. Und da war das Teilen seines Wissensschatzes nunmal das was er am besten anbieten konnte. Es hätte Folgen sie zurück zu lassen. Folgen über die persönlichen hinaus. Er konnte nicht einfach gehen…

Was gab es also außer Kampf und Flucht? Normal weiter machen und hoffen, dass die Autoritäten das Problem lösen würden? Das war doch auch keine wirkliche Option. Die Frau mit der er sich angelegt hatte war weder gutwillig noch mental besonders stabil, wenn er das nach den drei Treffen sagen konnte. Wer wusste schon, was sie als nächstes tun würde? Jetzt hatte sie fast seine halbe Sammlung schon versaut und er hatte immernoch keinen konkreten Plan um sie zu retten. Was würde es beim nächsten Mal sein? Ein Fluch gegen ihn? Vergiftete Luft? Ein Angriff oder eine Enführung seiner Freunde und Lieben? Einen Moment lächelte er schief bei der Vorstellung wie Noee verbal mit einem Entführer umgehen würde, aber dann schüttelte er den Kopf. Nein, das war nicht lustig. Jetzt zumindest nicht.

Es konnte eskalieren, ohne dass er irgendwas tat. Und selbst wenn die Frau dahinter bestraft würde… wäre er sicher? Offenbar hatte sie ja viele Freunde, wer sagte, dass sie die nicht aus einer Zelle koordinieren konnte? Beim letzten Mal war sie fast auf offener Straße auf ihn losgegangen, als er die Wache informiert hatte… Wäre es nicht schön, wenn man sie einfach umprogrammieren könnte? Wieder schüttelte er heftig den Kopf. Sowas sollte er nichtmal denken.

Aber es war eben zum verzweifeln. Egal. Er würde die Stube bis auf weiteres geschlossen lassen, auch um niemanden erklären zu müssen, warum die Texte keinen Sinn machten und überall tot stand. Und er würde weiter daran arbeiten die befallenen Bücher zu reparieren. Aber langfristig? Er hatte keine Ahnung. Aber he, es gab genug Aufgaben und Bücher zur Ablenkung…


Die Lesestube ist bis auf weiteres geschlossen.

Eine GlaubensprĂĽfung. NatĂĽrlich war es keine offizielle gewesen, aber er konnte es eindeutig so interpretieren. Einige seiner grundlegenden moralischen Vorstellungen wurden in Frage gestellt, er wurde mit einer Seite von Personen konfrontiert, die er nur zu gerne leugnete und er war versucht gewesen Dinge zu tun, an deren Richtigkeit er eigentlich nicht glaubte. Es qualifizierte als GlaubensprĂĽfung. Auch, wenn er das wohl nochmal mit einem Experten durchsprechen sollte.

Vor allem auch, weil er nicht sicher war wie er sein persönliches Abschneiden werten sollte. Er hatte nichts schlimmes getan, aber da er ohnehin dazu neigte eher zu wenig als zu viel zu handeln, war das vielleicht nicht so entscheidend. Er hatte auf jeden Fall darüber nachgedacht. In der Tat hatte er schon im Vorfeld angefangen moralische Rechtfertigungen für einen Gegenschlag zu suchen. Er war halb davon überzeugt gewesen, dass die Wache und die Magier der Akademie nichts tun könnten oder würden und dass er alleine eine Lösung finden müsste. Aufgeben oder selber punitive Maßnahmen ergreifen. Und er war langsam über der Frage verzweifelt. Das bedeutete wohl dass er zumindest zum Teil durchgefallen war, nicht? Er hatte es nicht geschafft eine positive Einstellung zu bewahren. Hoffnung zu behalten.

Nunja, aus Fehlschlägen lernte man gewöhnlich ja ohnehin am meisten. Er schmunzelte. Klar, darin konnte er das positive sehen, im Versagen. Aber es war ja auch nicht falsch. Der Moment in dem er von Magde gehört hatte, dass es eine Möglichkeit gab seine Bücher zu retten… das war eine echte Offenbarung gewesen. Fast augenblicklich war seine ganze Sorge und Verzweiflung, seine Unsicherheit und seine Angst von ihm abgefallen. Was wohl so ein starkes Zeichen für die Macht von Hoffnung war, wie man sich wünschen konnte. In dem Moment war noch nichts gelöst werden, aber trotzdem hatte sich seine Einstellung so plötzlich so stark ändern können und das Leben wirkte so viel lebenswerter. Und es waren nur Bücher gewesen…

Selbst als Erinnerung war der Moment noch machtvoll. Und wenn er jemals wieder in so eine Situation käme, hätte er diesen als eine Waffe… nein, einen Schild gegen die negativen Reaktionen. Ja, er hatte die Prüfung nicht bestanden. Aber er war der nächsten besser gewachsen. Das war ja fast genauso gut… irgendwie.

Die Zeit danach hatte seinen Optimismus nur gefestigt. Die Wache und die Akademie konnten tatsächlich gegen die Täterin vorgehen. Das kam unerwartet. Und die pandarische Lehrensucherin Lotuspfote konnte tatsächlich Kopien seiner “beschädigten” Bücher herstellen, die den Originaltext enthielten, statt der veränderten Version. Da er dafür natürlich unbeschriebene, gebundene Bücher brauchte, war jetzt seine halbe Bibliothek mit den gleichen, braun eingebundenen Büchern, mit einigen freien Seiten am Ende gefüllt, aber immerhin waren sie lesbar.

Eine interessante Technik war es. Offenbar hinterließ jede willentliche Handlung einer Person eine Spur von Chi. Jede Bewegung die bei der Erschaffung eines Gegenstandes beteiligt war, konnte prinzipiell von einem Mönch ausgelesen werden. Und eventuell kopiert werden. Er musste unbedingt mit der Lehrensucherin über andere Anwendungen sprechen… konnten sie auch Kunst nachbilden, zum Beispiel? Ihre Aufgabe war wohl das suchen und bewahren von Wissen, aber was als Wissen zählt war ja durchaus diskutabel…

Naja, wie auch immer, der Zauber wäre wohl schwer in arkaner Magie nachzubilden. Aber eine Variante, die Aurenrückstände über sympathetische Magie auslas wäre denkbar. Aber wohl auch deutlich Fehleranfälliger. Immerhin waren Gedanken ja immernoch volatiler als Taten. Aber es wäre ein interessantes Nebenprojekt für… wann auch immer er dazu kam. Er lachte leicht vor sich hin.

In jedem Fall war die Stube wieder nutzbar. Er nahm das alte Schild, dass die Schließung verkündete ab, und hängte ein neues auf:

Die Lesestube ist zu üblichen Zeiten wieder geöffnet!

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Hallo,

Eine Meldung ist wohl etwas überfällig: Das Projekt existiert ic noch, aber da ich donnerstags momentan keine Zeit habe und der Gildenwechsel auch etwas Charakterzeit verbraucht, bin ich momentan nicht wirklich häufig oder zu festen Zeiten in der Stube zu finden. Wenn jemand die Stube gezielt besuchen will, würde ich darum bitten mich einfach mal anzuschreiben, ansonsten… ist es wohl eine Überraschung für alle Beteiligten, wenn sie denn offen ist.

GrĂĽĂźe,
Nevex

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