[A-RP] Offenes Projekt: Nachtelfenlager Sturmwind

IC

Laut kreischen die großen Möwen am Sturmwinder Hafen. Sie halten Ausschau nach dem, was die Fischer und Arbeiter der Hafenstadt übrig gelassen haben.

Seit einiger Zeit, tummeln sich einige von ihnen immer wieder bei dem gewaltigen uralten Urtum des Krieges und lassen sich auf seinen Zweigen nieder. Der Wächter des dort entstandenen Lagers der Nachtelfen scheint sich an den lauten, weißgefiederten Tieren nicht zu stören. Von dort haben sie einen guten Blick auf die freie Fläche vor dem Steg und den wurzelartigen Beinen des pflanzenartigen Riesen.

Im Moment sehen die weißen Vögel ein paar Kaldorei zu, die auf diesem Platz ihre Kampfkunst trainieren. Der Nachtelf am nahen Hafenbecken, schwingt den Hammer an der provisorischen Schmiede.
Er stellt alltägliches wie Töpfe, Messer, Schnallen und so weiter, her. Aber auch Schwerter, Pfeilspitzen und Gleven für Glevenwerfer scheinen bei ihm in Auftrag gegeben worden zu sein.
Im Falle eines Angriffes, stehen die Kaldorei der Hafenwache der Stadt, mit ihren Kriegsgeräten sicher zur Verfügung.

Eine der Möwen fliegt auf den hohen Torbogen in typisch nachtelfischer Baukunst. Es erstreckt sich ein weites Bild über den langen Steg, an dem ein typisch nachtelfisches Passagierschiff vertäut wurde.
Hinaus aufs Meer gefahren, ist es wohl schon eine ganze Weile nicht mehr.
Schiffsbauer werkeln an diesem schwimmenden Kunstwerk herum. Die kleinen Fischerboote wirken dagegen mickrig.
Eine Kaldorei hängt gerade ein Schreiben an die Tafel beim Torbogen. Sicher, um die verschiedenen Aufgaben der Elfen zu verteilen, oder zu informieren.

Die Möwe bewegt sich wieder zu der anderen Richtung. Das Urtum sieht sie nur von der Seite, hat aber einen kleinen Einblick zwischen die Bäume hinter dem Riesen. Mehrere Wagen und Zelte sind zu erkennen, sowie ein paar Hängematten für die Nachtelfen, die sich nicht unbedingt zurückziehen wollen.
Ein Pärchen so scheint es, bereitet an der gemeinsamen Feuerstelle gerade Essen für mehrere Brüder und Schwestern zu.
Es scheint so, als würde das der Ort sein, an dem die Langohren schlafen und sich aufhalten, wenn sie Ruhe von der oberen Innenstadt brauchen.

Eine andere Möwe sitzt auf einer großen Lampenvorrichtung, welche direkt an der Treppe zum unteren Teil des Hafens führt. Weiter hinab traut sie sich wohl nicht, da neugierige Augen der zwei Hippogryphen auf sie gerichtet sind. Diese haben einen Nistplatz auf dem runden, mit Zinnen geschmückten Steingebäude, über der Schlafstätte der Elfen erhalten.
Ein Kaldorei hievt im Moment einen Sattel auf den Rücken des mystischen Tieres und scheint sich bereitzumachen, von dem Punkt aus aufzubrechen.

Alles im Allem scheint es ruhig in dem Teil des Hafens zu zugehen.
Jeder hilft dem anderen und hat die ein, oder andere Aufgabe für die Nachtelfen, welche die Hauptstadt der Allianz nicht verlassen haben.

OOC

Elune-Adore Nachtelfenrollenspieler!

Lyandis und ich haben uns die letzten Wochen viele Gedanken darüber gemacht, wie man das Nachtelfenrollenspiel fördern kann, ohne euch einzuschränken.
Nachtelfen, die in Sturmwind gespielt werden, möchten wir durch dieses offene Projekt die Möglichkeit geben, einen festen, ausgespielten Schlafplatz zu bespielen, oder eventuell eine NPC-Rolle einzunehmen (Ihr wollt einen Schmied spielen? Ihr wollt Hippogryphreiter, oder Teil der Kampftruppen sein und möglicherweise ausbilden? Hier ist Platz!).
Die Spieler, die mit ihren Kaldorei fernab der Stadt spielen, möchten wir einen Reisepunkt bieten, den man immer wieder bereisen kann.

Das Lager hat keinen ausgespielten Anführer!
Wir nutzen diesen Ort als Ambiente, als Schlafort, an den man immer wieder zurück kehrt und sich unter seinesgleichen treffen kann.

Das Ziel ist es, das Rollenspiel zu fördern.
Man kann dieses Spielangebot annehmen, ist jedoch nicht gezwungen dies zutun.

Es würde uns sehr freuen, wenn IHR dieser Idee, mit uns gemeinsam Leben einhaucht.

Eine Community, oder Discord Server gibt es aktuell nicht.
Doch wenn mehr und mehr teilnehmen wollen, könnte man darüber nachdenken.

Für allgemeine Fragen zur Nachtelfencommunity und Kontakte, gibt es den ingame Channel /join Kaldorei.

Ande’thoras-ethil

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Trusthilfe

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Wie lange hat sie dieses mal geschlafen? Tage? Wochen, oder gar Monate?
Die Druidin mit den schwarzen Haaren dreht sich auf ihrer Schlafmatte brummend einmal herum, das Haar mit den eingeflochtenen Blättern zerzaust.
Oft ist es so, dass die Kaldorei plötzlich müde wird und sich für eine lange Zeit zurück zieht, um zu schlafen. Je länger sie im Land der Träume ist, desto tiefer dringt sie in den Smaragdgrünen Traum ein. Was sie dort sieht und tut, wissen nur sie und andere Wesen, die ihr in der Traumwanderung begegnen.
Doch nun ist sie wieder erwacht.

Es wird Zeit, sich ihrer Aufgabe zu widmen.
Schon vor einigen Wochen bekam die junge Druidin den Auftrag, mit anderen Brüdern und Schwestern des Zirkels, das Traumportal im Zwielichthain zu bewachen.

Laut gähnend richtet sie sich auf und geht müden Blickes zu der Waschstelle, macht sich frisch und kleidet sich in ihre Fellbesetzte Lederkleidung. Bärenpranken eines verstorbenen Tieres, hängen vom Hüftgurt schützend über ihre Oberschenkel.
Keine Zeit, um jetzt viel zu essen. Die Haare werden noch grob gerichtet, ehe sie zur Kochstelle des Lagers geht und sich eine ordentliche Portion als Proviant einpackt. Gegessen wird erst später.

Barfuß geht sie weiter, durch den gewaltigen Torbogen am Steg, welcher zum Meer hinaus führt.
Am Anschlagbrett, nahe des nachtelfischen Schiffes, wird eine Nachricht an eine bestimmte Person hinterlassen.
Erst dann macht sich die junge Frau auf den Weg zum Hippogryphenhort.

Sie erklimmt die Treppe, hinauf zu deren Meister, wechselt einige Worte mit diesem und setzt sich, nach wenigen Augenblicken des Wartens, in den Sattel des Tieres.
Liebevoll wird dem Wesen über den gefiederten Kopf gestreichelt, ehe es sich dieses mit einem lauten Ruf in die Luft erhebt.

Sie wirft einen Blick über den Hafen und das Lager ihres Volkes, da entfernt sich der Hippogryph bereits zu weit, über der Löwenruh und dem Magierviertel der Stadt hinweg, in Richtung Dämmerwald.

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In letzter Zeit kann man an dem Nachtelfenlager im Hafen öfters einen zwielichtig wirkenden Kaldorei erkennen. Dieser ist in dunkles Leder gekleidet und scheint ebenso bewaffnet zu sein. Während man das Gesicht durch die tiefe Kapuze nur selten sieht, kann man jedoch deutlich den darnassischen Wappenrock an seinem Oberkörper erkennen. Oft sieht man ihn mit einem Buch in der Hand in dem Lager sitzen. Er scheint sich nur ab und zu für einen kurzen Rundgang durch die Viertel der Stadt vom Lager zu entfernen um danach wieder an dem Lager aufzutauchen.

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Mit Trauer im Blick, wird eine Nachricht an das Anschlagbrett des Lagers gehangen. Die Fingerspitzen gleiten über die feinsäuberliche, darnassische Schrift, welche von einem feinen Wachsmalstift geschrieben worden sein muss. Wenn man die Schrift berührt, wird man deutlich den Wachsanteil erfühlen können.
Nicht weit von der Anschlagtafel, bleibt die Nachtelfe verharrend sitzen. Immer wieder wird zu der Botschaft gesehen, sobald jemand diese betrachtet.
Wenn ein Bruder, oder eine Schwester den Zettel liest, kann man folgendes lesen.

"Gesegnet seid ihr, Brüder und Schwestern.
Ich habe meine Kette verloren und sie schon überall im Lager gesucht.
Dieses Schmuckstück hat eine große Bedeutung für mich.
Sie besteht aus feinen Silbergliedern und einem Anhänger, welcher einen kunstvollen Halbmond darstellt.
Solltet ihr diese Kette finden, bringt sie mir bitte, oder teilt mit, wo ich diese abholen kann. Ich komme immer wieder zu diesem Aushang zurück, oder hinterlasst mir eine Nachricht.

Ande’thoras-ethil, Schildwache Falahriel"

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Etwas ruhiger scheint es in dem Nachtelfenlager geworden zu sein. Dies könnte daran liegen, dass so mancher Bewohner, sich der Reisegruppe zur Wollmesse angeschlossen hat, oder auch erst spät in der Nacht zum Vorschein kommt.
Nos’moht hat sich vor ein paar Tagen schon aus dem Lager geschlichen und wurde bei der Versammlung der Reisegruppe erst wieder gesehen. Auf dem Rücken der stolzen Dämmersäblerin, folgte sie mit anderen Kaldorei, der Versammlung auf ihrer Reise.
Wann sie wiederkommen wird, weiß man nicht. Jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Ende der Messe.

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Die Druidin, die vor einiger Zeit mit dem Hippogryph Richtung Dämmerwald flog, scheint bis heute nicht zurück ins Lager gekommen zu sein.
Spricht man mit den Wächtern am Traumportal, wird man erfahren können, dass diese ins Eschental gerufen wurde.
Man sprach von einzelnen kleinen Kämpfen und Eindringlingen. Die Spur der Druidin verliert sich dort.

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Die Wollmesse scheint schon einige Zeit vorbei gewesen zu sein. Einige Kaldorei sind längst wieder im Lager am Hafen angekommen und machen ihre alltäglichen Arbeiten, oder Trainingseinheiten.
Vor zwei Tagen sind drei Kaldorei jedoch erst wieder in der Stadt und dem Lager gesichtet worden. Eine von ihnen schien auf der Reise verletzt worden zu sein - oder eventuell doch auf der Wollmesse?
Nos’moht, die unter einigen Bürgern bekannte Kaldorei, scheint zur Zeit besonders still zu sein.

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Ein Schatten bewegt sich durch das Tal der Helden und taucht im Schatten des Torweges unter.
Die Nacht hat ihr Tuch über die Hauptstadt der Menschen geworfen. Auroras Strahlen schienen des Tags unerbittlich und heizten das Pflaster der Wege auf. Nun verdunstet ein, schon zur Abendstunde aufkeimender, leichter Nieselregen - beinahe schon bevor sein Nass den Boden küsst; hüllt die Luft in einen sanften Nebelschleier.
Es sind nicht mehr viele auf den Wegen Sturmwinds unterwegs. Die Rechtschaffenden sind längst zu Hause, suchen Erholung vom Tagwerk. Nur die das Dunkel schätzen, Konspiranten, Zecher, Wirte, auch die ein oder der andere Zugehörige von zwielichtigen, oder auch schlüpfrigen Gewerken, sind des Tages überdrüssig.
Nun die meisten sind es wohl, bis auf den ein oder anderen, der sich ob anderer Umstände nicht der Nacht erwehren kann.
Aber auch dies Klientel ist sehr mit seinen ureigenen Bedürfnissen beschäftigt, und so bewegt sich der Schatten ungesehen durch die verschlungenen Wege.
Es scheint ihm allerdings auch gleichgültig zu sein, ob nun wer seine Präsenz bemerkt. Er ist schon lange unterwegs. Hätte in Goldhain Rast machen können. Doch auch dort scheint, zumindest seit er vor langer Zeit zuletzt im Gasthaus nächtigte, ein eher etwas seltsam anmutendes Klientel dem Dunkel seine Vorteile abzuringen, teilweise im warsten Sinne des Wortes - als erholsame Rast augenscheinlich eher nicht zu empfehlen.
Das gedämpfte, aber durch die farbenfrohen Fenster einiger Spelunken in hübschem Antlitz gekleidete Licht, gibt sich mit dem Schatten ein wechselhaftes Stelldichein, und taucht das Pflaster in eine dieser Stadt typische Stimmung - zumindest die typische Stimmung der Nacht - nur gedämpft, aber daher mit leuchtenden Lichtstrahlen versehen, durch den feinen Schleier des Nebels.

Der Nachtelf atmet tief ein, lässt die nebelschwangere Luft seine Lungen füllen. Er hält inne und blickt durch die schwach belebten Gassen. Dumpf hört man das Klimpern von Gläsern und Krügen, Musik von Spielleuten und die Rufe der sich an den Trinkgelagen erfreuenden Leute.
„Zumindest können die sich denken, weshalb ihnen die Erinnerung einen Streich spielt, sobald sie morgen früh erwachen.“. Seufzend geht er weiter.

Seine Erinnerung indessen scheint ausgelöscht, zumindest ein Teil.

An der Dunkelküste angespült sah er nur noch die Trümmer von Auberdine … und am Horizont das, was von Teldrassil übrig blieb. Sein Herz sackte in sich zusammen, und den Schmerz seiner Wunden, nahm er nicht war. Das was er sah, raubte ihm den Verstand.
Er konnte das nicht verstehen, er wollte es auch nicht verstehen - nein, erst gar nicht glauben. Das konnte nicht die Realität sein.
Was auch immer geschehen war, er war durchnässt, hatte schwere Schnitt- und Schürfwunden, und hing an einem Felsen in einiger Entfernung zur Küste selbst.
Niemand hatte ihn dort bemerkt. Er schwamm mehr schlecht als recht zum Strand, schleppte sich in ein Gebüsch und schlief vor Erschöpfung wieder ein. Als die Sonne ihn wachküsste, ging es ihm etwas besser - zumindest körperlich. Doch der Anblick änderte sich nicht: Auberdine war nicht mehr, Teldrassil ebenso und die Horde schien sich an der Küste auszubreiten.

Was war nur geschehen?
Er erinnerte sich an längst vergangenes: Azshara, der Traum, die Mondlichtung. Er war dort viele Jahre und als Schreiber tätig.
Aber was auch immer vorfiel, was auch immer mit der Welt geschah, daran fand er kein Funke der Erinnerung - dieser Teil wurde gefüllt von einer unbeschreiblichen Leere.

Er war zwar kein Alchemist, aber der Kräuter etwas kundig, so dass er sich notdürftig versorgen konnte. Auch fand er hier und da ein paar Mondbeeren.
Mondbeerensaft, den Besten davon gab es nur in Auberdine. Alles wohl vergangen“ - er schüttelte den Kopf ob des Gedanken. „Mondbeerensaft; hier liegt alles in Trümmern und ich denke an solch Nichtigkeiten.“.
Nach einigen Tagen konnte er schon die Kräfte der Natur etwas besser kanalisieren und nutzen: seine Druidenfähigkeiten kehrten langsam aber sicher zurück.
Er zählte keine Mond- und Sonnenphasen. Als er aus seinem Versteck an der Dunkelküste, mittlerweile einigermassen erholt, aufbrach, wusste er nicht wieviele Tage, oder Wochen, er dort zugebracht hatte. Welches Jahr schrieb man eigentlich? Er konnte es nicht sagen, aber es tangierte ihn auch nicht weiter: es ist, was nun ist. Das Teldrassil nicht mehr war merkte er auch daran, dass es viel länger dauerte zu genesen, als es das früher tat. Es ist nicht Trug, es ist Tatsache.

Als er es endlich schaffte, genug Kraft aufzubringen die Traumpfade zu bereisen, erschrak er abermals. Noch etwas fehlte, eine große Macht war nicht mehr da. Eine Präsenz, die sonst den Traum füllte, klaffte mit Leere auf. Er suchte den Ursprung dieser Leere, doch konnte sie nicht ausmachen.
So ging er über den Traumpfad zur Mondlichtung und suchte seinen alten Mentor, Dendrite, auf um zu erfragen, was geschah.
Dendrite Sternenschauer wusste nicht alles, aber genug um Naramir den Boden unter den Füssen wegzureissen. Er brauchte lange, es zu verinnerlichen und auch, um wieder halbwegs gesund zu werden. Monate blieb er dort, wanderte in den Hainen und hing der Vergangenheit nach. Viele Gefährten gingen mit Teldrassil, viele liebgewonnene Freunde. So viel Leid kam über sein Volk. Und dann Ysera: nun wusste er um die fehlende Macht im Traum.
Seine Herz brach fast; es trieb ihn an den Rand des Wahnsinns.

Viele Überlebende aus Darnassus flüchteten nach Sturmwind, der Allianz dort weiter zu dienen. Nicht viele Routen führen mehr gen Osten. Am ungefährlichsten wird wohl der Weg über die Traumpfade sein - vielleicht gibt es dort mehr Antworten. Von mir allerdings wisst Ihr nun alles, mehr kann ich nicht sagen, alles andere liegt bei Euch, alter Freund.“ schloss Dendrite, und blickte in die tiefen, leuchtend gelben Augen des Druiden.

Es sollte noch Wochen dauern, bis Naramir bereit war aufzubrechen. Doch nach endlosen Nächten der Trauer raffte sich der Druide auf. Vielleicht gab es doch noch jemanden. Vielleicht gab es noch irgendetwas, wofür sich das Dasein lohnte. Sturmwind. Nicht gerade seine pfäferierte Lokation, aber nicht so schlimm wie der Anblick der Dunkelküste - wenn es Antworten gab, dann vielleicht dort.
Das er die Stadt in jüngster Vergangenheit sehr gut kannte, dass wusste er nicht mehr. Auch nichts von den kleinen Abenteuern, die er dort schon erlebte.
Seine Sachen waren schnell gepackt. Seine alte Ausrüstung jedoch war dahin: nach der unfreiwilligen Ankunft am Felsen vor der Dunkelküste war davon fast nichts mehr zu gebrauchen.
Eine noch gut erhaltene Robe und ein Stab waren alles, was er hier noch erhalten hatte. Aber es war ihm Genüge. Er brauchte nicht viel, und alles andere wird ihm sicher schon auf dem Weg zukommen. Mit ein paar Schläuchen frischem Wasser umgehängt, machte er sich auf.

Naramir schüttelt den Kopf, wischt die Gedanken an das Vergangene beiseite, und blickt einer Katze nach, die eine Ratte entlang einer Gasse Sturmwinds treibt. „Sei Dir Erfolg beschieden, Kätzchen!“, schmunzelt er leicht und macht sich auf den Weg. Dendrite erwähnte den Hafen; um den südlichen Anleger herum sollen sich wohl die meisten Geflüchteten aufhalten. Er würde sein Glück zunächst hier versuchen.
Salzgeruch mischt sich in die Luft, als der Nachtelf die Hafengegend betritt. Auch ist plötzlich geschäftiges Treiben zu sehen: die Fischer machen Ihre Boote fertig zum Auslaufen.
Ich hab hier kein Netz!“ - ruft es von irgendwoher - „Komm hierüber, hier gibts noch etwas“. Netze werden geflickt und zusammengelegt, Truhen verstaut. Eine typische Nacht vor dem Auslaufen am frühen Morgen.

Der Nachtelf schüttelt etwas verwirrt den Kopf. „Menschen … es geht nicht mit ihnen, es geht auch wohl nicht ohne sie …“, murmelt er vor sich her.
Als er nach Süden blickt, sieht er das Urtum. Fast ein Stück Heimat.
Er geht los, einer unbestimmten Zukunft entgegen.

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