[H-RP] Bluthaut 🩸

Das ist aber sehr…großzügig von dir…

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Ich bin gespannt was deine Meinung nun geändert hat. Du kannst mir gerne in Discord schreiben (Schwoini#4119).

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Die Jagd nach Ruhm und Trophäen

Ausrüstung überprüft, alles dabei. Speere, Äxte, Messer, Bogen und Pfeile. Der Jäger wusste wie wichtig die Waffen waren, sie entschieden über Leben und Tod. Auch Grula bereitete sich ausreichend vor denn beide, sie und Ro’khar beschritten den Weg der gemeinsamen Jagd für ihr Lok’amon. Ihr Ziel war passenderweise nahe Morastwinkel, einem Aussenposten der Goblins. Dort in der Nähe befand sich die alte „Festung“ der Steinbrecheroger die vertrieben und zum großen Teil auch getötet wurden. Im zentralen Höhlenbau nisteten Drachkin vom schwarzen Drachenschwarm. Es gab an sich keine Großdrachen dieses Schwarms mehr, so glaubte man. Einige niedere Drachkin aber überlebten dank ihrer Abgeschiedenheit. Schon seit vielen Jahren erzählten sich Reisende von diesen Ruinen und den Monstern die darin hausen sollen. Eine gute Beute wie Ro’khar sich ausmalte. Er der als Donnerfürstorc aus dem kargen Schergrat stammte, hatte gesehen wie seine Leute es mit Gronn und Ogern aufnahmen. Diese Tradition wollte der Jäger weiterführen nachdem seine Eltern starben als er noch ein junger Mann war. Seit diesem Tage schärfte er seine Sinne, die Fähigkeiten und schlussendlich brachte es ihm das Vertrauen des Häuptlings der Bluthäute ein. Um Ro’khar seinen Segen für die Jagd zu erteilen überreichte Ramkash im eine besonders prächtige Harypienfeder die er sonst immer an der Halskette trug. Mit diesem Talisman musste es ja klappen dachte sich der Orc und war guter Dinge.
Im Morgengrauen reisten Grula und Ro’khar ab in Richtung Morastwinkel. Auf dem Weg dorthin passierte nichts spektakuläres, nein es war als würden die Marschen die Luft anhalten und warten was nun passiert in gespannter Erwartung des Schauspiels das sich zutragen würde. Dann in der Nähe des Aussenpostens erkannte Ro’khar die alte Strasse die direkt zum ehemaligen Ogerhort führte. Beide Orcs pirschten sich durch die sumpfige Landschaft, immer die Umgebung beobachtend. Schon bald kamen die Überreste einer Palisade zum Vorschein. Sie waren hier richtig denn der Schwefelgestank aus einer der rauchenden Schlote war ein gutes Zeichen für Aktivität der Drachkin. Sie mochte es schön warm und hielten sich so gut wie immer an Stellen vulkanischer Aktivität auf wie der brennenden Steppe. Der alte Torbogen vor der Brücke bot eine ausgezeichnete Falle da der Plan der Orcs vorsah Grula mittels Schlinge einen der Drachkin von Hinten zu überfallen um dessen Kopf nach Hinten zu zerren. Just in diesem Moment würde Ro’khar mit einem der speziell geschmiedeten Speere die Kehle des Monstrums durchbohren. Genau das war der Plan der beiden.
Grula kletterte auf den Torbogen und bereitete ihre Bolas und die Schlinge vor während Ro’khar sich weiterhin anpirschte und Ausschau nach einen der Echsen hielt. Einer der rauchende Schlote in der Nähe machte es schwer genau zu erkennen was in der inneren Umfriedung der Ruinenfestung vorsich ging. Da preschte plötzlich unverhoft ein Drachkin aus dem Qual hervor den der Jäger nicht gesehen hatte. Ein Klauenhieb verfehlte Ro’khar nur haarscharf als das Biest ihn sofort angriff. Der Orc sprang zurück und vergewisserte sich das Grula von ihrer Warte aus alles gut sehen konnte um ihren Einsatz nicht zu verpassen. Stück für Stück lockte Ro’khar der seinen Kampfbogen abwehrend vor sich hielt das Biest in die Falle. Und ja, es klappte in diesem Fall erstaunlich gut denn der Drachkin hatte Hunger und sah in dem Fleischberg von Orc seine nächste Mahlzeit. Geschickt fing Grula mittels Schlinge und passender Gegengewichte das Biest ein und zerrte nach Leibeskräften den Kopf zurück. Dann ergriff der Orc einen der Speere und visierte die Schwachstelle des Monstrums an. Ein gewaltiger Stoß folgte und durchbohrte mit tödlicher Präzision die Kehle so das die Speerspitze am Hinterkopf wieder austrat. Der Todeskampf dauerte nur einige Minute ehe Grula ihre erhöhte Position verliess und zurück auf den Boden kletterte. Ro’khar und Grula sehen sich beide an. „Das war ja einfacher als ich dachte“ kommentierte er und schien sich schon auf die Trophäe zu freuen.
Der verursachte Lärm lockte unglücklicherweise aber einen weiteren Drachkin hervor der die Palisade passierte. Dieses Biest war viel größer und zudem mit einem gekrümmten großen Schwert bewaffnet. Seine Panzerung war zu allem Überfluss sogar noch schwerer als die des vorher getöteten Drachkins. Und so stürmte das Biest das Ro’khar drei Köpfe überragte die Brücke entlang. Ein hastig geworfener Speer verfehlte in der Hektik des Angriffes und auch Grula die ja im weg stand suchte erstmal ihr Heil in einem beherzten Sprung zur Seite. So entbrannte ein gnadeloser Kampf Orc gegen Drachkin. Schwert gegen Speer, bestialische Kraft gegen orcische Stärke und Kampfeslust. Grula schleuderte ihre Bolas um das Monster festzunageln nachdem Ro’khar es nach einem eingesteckten Treffer nun selbst an der Kehle verwunden konnte. Es reichte nicht aus und es kam noch schlimmer. Der Jäger strauchelte auf dem matschigen Untergrund und fiel dem Drachkin direkt in die Klauen der selbige in das Fleisch des Jägers schlug und nach ihm schnappte. Tief in den Rücken gebohrt hing der Orc direkt am Leib des Gegners und kämpfte um sein Überleben. Grula hingegen versuchte das Vieh abzulenken und schleuderte abermals ihre Bolas die aber nur mäßigen Erfolg hatten. Also letzten Ausweg und um ihren Zukünftigen zu retten sprang sie todesverachtend auf den Rücken des Drachkin und zerrte an den Seilen. Das verschaffte Ro’khar etwas Luft um nach seinem Messer zu greifen und es von Unten in die Kehle des Monsters zu rammen. Die Kraft des Orcs schwand langsam dank der sengenden Schmerzen und der geschlagenen Wunden. Aber auch der Drachkin hatte Blut gelassen und kämpfte verzweifelt um sein Leben. Da sorgte Grula für ein abrubtes Ende. Ihre Äxte zerschmetterten den Kopf der schwarzen Echse und der Todesgriff löste sich als der massige Leib taumelnd gegen den Torpfosten knallte und zu Boden sank.
Ro’khar fiel auf den Boden und blutete aus mehreren Wunden. Es brauchte eine weile bis er wieder auf die Beine kam und Grula ihn notdürftig versorgte um nicht zu verbluten. Geschwächt vom Kampf und Blutverlusst realisierte er was sie geschafft hatten. Zwei Drachkin erschlagen, wovon der Größere der beiden auf Grulas Konto ging.
"Wyrmtöter"sprach der Jäger so feierlich wie es sein Zustand eben zuliess als er Grula ansah. „Das hast Du verdient“ nickte er respektvoll seiner Liebsten zu. Beide machten sich im Anschluss daran die Trophäen zu sichern die sie ihren Klanbrüdern versprochen hatten. Schuppen, Köpfe, Blut und Klauen waren ihre Ausbeute. Die Herzen der Drachkin wurden ebenfalls entfernt ehe beide Orcs sich langsam auf den Rückweg nach Brackenwall machten. Diesmal brauchten sie länger dank Ro’khars Verletzungen.
„Das wird eine gute Geschichte am Feuer abgeben“ dachte sich der Jäger und trottete mit seiner Grula an der Seite gen Brackenwall.

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Die Oger der Steinbrecher

Viel Zeit war vergangen, seitdem sie in die Düstermarschen aufgebrochen waren. Viel Zeit, in der sie die Oger der Marschen mit nach Feralas führten. Die Feste war gut besetzt. Die Oger der Marschen erhielten unter Orhan die ersten Anweisungen und tauschten sich mit ihren Artgenossen aus.

Ogerklinge war es wichtig, die rohe Kraft der Oger gegen die Angriffe der Gordunni einzusetzen, damit die Bluthäute sich in ihre Reviere stehlen konnten.
Die Zeit drängte spürbar… Die Angriffe, die die Feste in ihrer Abwesenheit ertragen musste waren kräftezehrend. Die Steinbrecher waren erschöpft. Orhan war erschöpft. Die Verstärkung kam gerade zur rechten Zeit und die Bluthäute planten ihr Vorgehen, während die Oger das nächste Scharmützel austragen mussten.

Dennoch war die Rückkehr nicht nur von trübseliger Stimmung behaftet.
Mash erhielt endlich seine Aufnahme. Unter dem wachsamen Auge des Häuptlings gab er sein Blut. Für den Klan, für den Wald, für die Feste und für ihn.

Die ersten beiden Nächte in Feralas verbrachte er vor seinem Zelt. Wenig wurde geschlafen. Viel gelauscht. Das bunte Treiben des Waldes - der selbst in der Nacht niemals schlief. Gedanken kreisten um einen sehr sehr weit entfernten Ort - den er nie wieder sehen würde. Aber Feralas fühlte sich mehr und mehr für ihn wie eine Heimat an…
Ein kurzer Blick glitt zu seinem Zelt zurück. Die Nachricht die ihm sein Weib überbracht hatte, kaum dass er zurück war, verstärkten dieses Gefühl.

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Blutrünstiges Gegrunze
-Teil 1-

Tiefes Grunzen. Brodelndes Geschnüffel im Schlamm. Ein Geruch, der einer Jauchegrube ähnelte. Hölzerne Pfähle die alles umrunden. Die Schweine von den Ogern aus Brackenwall hatten ihren Reiz. Gestohlen aus ihrer Heimat, den Gehegen der Stacheleber im Brachland, fanden sie sich in der Steinbrecherfestung gut zurecht. Ihr abnormes Aussehen unterschied sie jedoch deutlich von den anderen Grunzkameraden. Einige Verhärtungen in den Borsten, die sich durchaus als Stacheln betiteln ließen; ihrer generelle Körpergröße, die jene der anderen überragte und der Kraftunterschied der somit einher geht. Sie ernteten staunende Blicke von den Orcs der Feste. Der Häuptling des Bluthautklans versammelte seine Leute vor dem Gehege. Kang brachte einen Krug des Krokiliskenbluts aus den Marschen. Mit einem speziellen Salz wurde es konserviert und haltbar gemacht. Grula brachte eines ihrer Seile, welche sie aus den Farngewächsen webte. Eine eher einfache Handwerkskunst, aber eines dieser Seile reichte aus um einen Drachkin zu bändigen. Eines der Brackenwallschweine mitsichführend, gingen die versammelten Orcs in den Dschungel, etwas Abseits der Feste. Ramkash übernahm hier das Führen und leiten des Schweines, während ihm der Rest des Klans folgte. Schließlich fand der Häuptling einen geeigneten Ort um das Borstentier an einer starken Wurzel zu festzubinden. Der einäugige, flammende Blick wandte sich zu den Seinen. Ruhig erklärte er sein Vorhaben. Ein Ritual, das die Hilfe anderer erforderte. Das Blut anderer.

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Blutrünstiges Gegrunze
-Teil 2-

Um das Schwein herum wurde ein kleiner ‚Graben‘ ausgehoben. Tief genug um eine Blutrinne zu bilden. Kang wurde angewiesen das Blut des weißen Schuppenteufels in die Rinne zu geben. Das Blut floss aus dem Krug, hinein in die Rinne. Die Erde des Dschungels bat einen perfekten Wall für das tiefrote Gebräu. Ramkash machte es ihnen vor. Eine knöcherne Klinge wurde gezogen. Die scharfe Kannte wurde lang durch die Hand gezogen. Ruhig ließ er das Blut tropfend in den Blutring fließen. Jeden einzelnen Tropfen auskostend, übergab er die Knochenklinge weiter. Ein Jeder tat es ihm gleich. Der Häuptling nahm, als die Klinge ihre Runde machte und Tropfen für Tropfen sich vermischen, eine erhöhte Position ein. So warf er einen schweifenden Blick über jene die das Schwein und den Blutring umrundeten. Er kniete nieder und stimmte mit einem kehligen Brummen eine unheilvolle Atmosphäre ein. Demütig und in ritueller Ehrfurcht knieten auch die Orcs des Bluthaut Klans vor der Bluttränke nieder. Das Brummen des Häuptlings ging in einen fanatischen Gesang mit kehligen Lauten über. Es schient als würde sich die Atmosphäre um sie schritt für schritt verändern. Mit Rituellen Verrenkung, welche an das Schöpfen von Wasser erinnerten, begannen die Orc des Klans mit einem Ritual das Blutmagie erforderte. Nicht jeder hatte diese Fähigkeiten, doch war dies auch nicht erforderlich. Als spirituelle Führung des Rituals, begann der Häuptling so das gemeinsame Blut in der Rinne zum beben zu bringen. Zunächst zeigte sich dabei ein wüster Nebel der alle verschlang. Man konnte es spüren. Auch ohne ein Gespür für Magie, drang der Nebel tief in den Verstand der Orcs. Ramkash brachte sich mit den Bewegungen und seinem Gesang in eine Art der Trance. Gleichzeitig zog er die anderes in seinen Bann. Verwoben in den kehligen Gesang und den soogenden Bewegungen formte sich allmählich eine Kuppel aus Blut um das Tier. Schon zu beginn starrte das Schwein mit den Krallen in den Dschungelboden. Doch beim Höhepunkt des Rituals war es wie gefangen in einem Netz aus Blutfäden. Ramkash schien das Blut wie ein Schneider in die Fasern des Schwein hineinzuweben. Blut für Blut verformte sich das Schwein zu einer bullenartigen Gestalt. Muskeln wurden erhaben, Blicke störrischer, Bewegungen reflexartiger. Es mutierte gemeinsam mit dem Blut des Krokilisken und dessen der Orcs. Als das Werk vollbracht und das Blut aufgebraucht war, hörte somit auch die Blutmagie auf von außen zu wirken. Es war als würde man von Hoch oben fallen. Jegliche Magie die einen in den Bann zog ging über in der Schwein. So auch die Reaktionen der Klansmitglieder. Als wäre der Kraftakt nicht schon genug gewesen wurden sie nun auch einfach verlassen von ihr. Aber das Resultat ließ sich sehen. Der Häuptling, genauso geschwächt wie die anderen, stieg von seiner Position ab und legte seine Hand auf den Rüssel des Tieres. Das blutrünstige Schwein wirkte wie gestärkt und aufgepumpt mit Kraft. Es gewann deutlich an Größe und Muskelmasse. Bei dem Anblick erinnerte man sich an Mash, der ein ähnliches Ritual vollzog. Gemeinsam brachten sie das Schwein zurück zur Feste. Ein triumphierendes, beinahe Bosheit verheißendes, Grinsen zeichnete sich in Ramkashs Gesicht: Heimat. Blut für Blut zeigte sich, dass er hier am richtigen Fleck war.

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Das Geschenk der Brackenwall-Oger sollte nicht ungenutzt bleiben. Auch wenn es nur Eber waren, wollte er das Geschenk effektiv nutzen. Sie hatten ihm gesagt, dass sie diese Eber von den Stachelebern des Brachlands erbeuten konnten.
Robust waren die Tiere. Robuster und wilder, als die Schweine der Feste. Ihre Haut war jetzt schon fester und es schien, als hätten sie knöcherne Verhornungen entlang der Schulterpartien und Ellenbögen. Ob dass von dem Einfluss der Dornen kam?

Die Lage rund um die Feste wurde ernster. Gut war es, dass sie Verstärkung aus den Marschen mitbringen konnten! Das erlaubte den Orcs zusammen mit Orhan ein gezieltes Vorgehen zu planen.
Es führte kein Weg drum herum tiefer in die Ruinen vorzudringen. Aber dafür benötigten sie nicht nur eine Ablenkung, sondern auch die nötige Durchschlagskraft. Natürlich würden die Oger der Feste für ein ablenkendes Scharmützel sorgen können… Aber wie sollte es weitergehen?

Während man dem Gedanken nachhing, verharrte er am Gatter des Schweinepferchs. Die Eber der Marschen drangsalierten die Schweine der Feste. In ihnen steckt Kraft und eine grobe Art…
Brummend wandt er sich ab und rief den Rest der Bluthäute zusammen. Kang sollte einen Tonkrug voll Blut besorgen. Jenes Blut, dass sie von dem weißen Krokolisken mitgenommen hatten. Noch in den Marschen hatte Kang es mit den Ogern des Brackenwalls verarbeitet und noch immer war es brauchbar.

Ein Eber auswählend wurde das Biest schließlich von den fünf Orcs in den Wald entführt…

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Der Durchbruch zu dem äußeren Mauerring hatte Opfer mit sich gebracht. Aber Orcs waren keine gefallen. Er war sich sicher, dass das Blut auf ihrer Seite war und der Wille mehr davon fließen zu lassen.
Selbst der Wald war auf ihrer Seite! Während sie entlang der zerschlagenen Ruinen eines uralten Elfenreiches schlichen - vorbei an den Feuern der Oger und lungernden Wachen - öffnete der Himmel plötzlich seine Schleusen. Unmengen an Regen fiel, verschlechterte die Sicht und dämpfte Geräusche. Zudem war es dunkel. Mit schnellen Schritten huschten sie dem äußeren Mauerring entgegen. Orhan hatte ihnen von Boteneingängen erzählt, die es oftmals am äußeren Ring zu finden gab. Natürlich keine Gänge, die von Ogern betreten werden konnten, aber ein Orc würde dort Platz finden.

Hinter wuchernden Sträuchern, Ranken bespickt mit Dornen und bemoosten Trümmerstücken, fanden sie schließlich jene Tür von der die Ogerführerin erzählt hatte. Ihr letztes Hindernis war ein schneller kurzer Hinterhalt auf einen Nichts ahnenden Oger, der einsam unter einer Plane an einem Feuer fristete und versuchte die Flammen vor dem strömenden Regen zu schützen.
Während sein Blut sich mit den Wassermassen auf dem erdigen Grund vermischte, machten sie sich daran die Trümmerhaufen und wuchernden Ranken von dem alten Boteneingang zu entfernen. Die alte Holztür, verziert mit kunstvollen Geschnörkel aus dünngeschmiedeten Eisenbeschlägen, gab unter den groben Schulterwürfen der orcischen Leiber ächzend und brechend nach und offenbarte ihnen den dunklen Schlund eines gähnend langen Tunnels…

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Unter den Ruinen

Freier Fall. Vollkommen Orientierungslos, fällt man in ein tiefes, bodenloswirkendes Loch. Die Orcs der Steinbrecherfestung folgten dem Spinnennetzuumwobenen Pfad, ehe sie nach einem kurzen Schwimmeinsatz ein gewaltiges Gewölbe empfing. Ein unnatürlicher Dunst umschlang sie. Ein unheilvolles Leuchten begann sie aus der Ferne anzulocken. Man sah beinahe seine eigene Hand nicht vor Augen. Ehe man es sich versah und man dem Leuchten folgte, entglitt ihnen der Boden unter den Füßen. Ein nahender Schatten drängte sie nahezu in Richtung Abgrund. Allesamt unterlagen dem freien Fall, ehe sie ein Boden aus harten, eisigen Wasser in Empfang nahm. Einige schafften es wieder nach oben zu kommen, doch für Grula verlief es nicht so glimpflich. Sie schaffte es, für einen kurzen Atemzug noch an die Oberfläche, ehe sie ihre Ausrüstung nach unten zog. Die Lederkluft sog sich voll mit dem frostigen Wasser des tiefen Beckens. Kleinere Lichteinflüsse verschafften ihr nach dem Atemzug wenigstens Orientierung, doch der Fall ins Wasser zog seine Spuren mit sich. Panisch versucht sie nach oben zu schwimmen. Keine Chance. Ihre Äxte ziehen sie förmlich nach unten. Sie gurtet sich die Schulterpanzerung ab. Doch es reicht nicht aus. Die Panik steigt ihr zu Kopf. Luftblasen steigen stetig nach oben und verraten so den Anderen ihre Position. Zumindest ansatzweise. Sie zerrt an ihren Äxten um sie vom Gurt zu lösen, doch ihr geht langsam die Luft aus. Grula entschied sie sich für einen gewagten Schritt. Den Dolch gezogen, schnitt sie sich den Gurt an der Lederrüstung ab, der sie wie ein Anker nach unten zog. Mit letzter Kraft versucht sie sich nach oben zu bewegen, doch der Tunnelblick nimmt immer stetig zu. Schließlich ist das Letzte was sie mitbekommt, ein Schatten, der sich in ihren Sichtfeld nach unten begibt. Danach, sah sie nur noch Schwarz. Es war Thrag der ihre Luftblasen wahrnahm und auch nach ihr tauchte.

Er gab den Anderen bescheid und schwamm mit der bewusstlosen Grula an den Rand einer Ruine. Er selbst war vom Fall nicht unberührt. Kräftezehrend, schaffte er Grula’s schlaffen Leib an die Oberfläche und tätschelte sie leicht an den Wangen. „Hey wach auf!“ kam sorgend von ihm. Doch sie reagierte nicht. Kein Atem war in ihr. Die Lippen färbten sich schon leicht bläulich. Panik machte sich in den jungen Orc breit und er entschied sich für eine Beatmung. Doch ehe seine Lippen auf ihre trafen, kam ihm eine Fontäne Wasser entgegen. Das Tätscheln auf der Wange half wohl doch und so erleichterte sich sein Leib schlagartig. Grula selbst schaffte sich auf den Bauch und stützte sich auf den Ellenbogen ab. Weiterhin Wasser speiend, kam sie nur langsam wieder zu sich. Die Zeit verging und man sammelte seine Kräfte. Es war sicher für keinen einfach. Doch die Orcs verblieben nicht lange an einem Fleck. Die Ruinen zogen sich durch ein weiteres Wasserbecken fort. Bis sie zu einem weiteren, dunklen, Gang kamen und sich diesem stellten. Auch dieser Zog sich in die Länge. Eine Art Grotte, könnte man meinen. Doch sie führte nur zu weiteren Ruinen von Düsterbruch. Sie kamen schlussendlich zu einem gewaltigen Treppenhaus. Eine geschwungene Treppe ummantelte eine gigantische Statur der Nachtelfen. Die Orcs zogen sich nahe einer umgestürzten Säule zurück. Nicht nur für Grula war es ein zäher Aufenthalt. Thrag übernahm die erste Wache, während sich der Rest niederließ um einen Moment seine Kräfte wieder zu sammeln. Ihre Geister sehnten sich nach einem wärmenden Feuer und einem gemütlichen Fell. Doch nichts als Nässe und nackter, behauender Stein war es der sie hier noch weiter in Augenschein nahm. Was sie wohl jenseits der Treppe empfangen wird?

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Düsterbruchs Untergründe

Die Bluthaut-Orcs verbrachten ganze drei Tage unter den Ruinen Düsterbruchs. Die Nahrung bestand aus dem, was sich hier finden ließ - überwiegend also Krabbler. Die Vorräte waren dabei lediglich eine Unterstützung. Glücklicherweise durchdrang Wasser das Erdreich und Gestein um sie herum immer wieder in Form kleiner Rinnsale.
Doch die anhaltende Feuchtigkeit und Kälte nagte an den Leibern und allmählich am Verstand. Die Sehnsucht nach einem warmen Feuer war groß geworden - um so größer, als sie sich nach einem Fall ins Ungewisse in kalten Wasser wiederfinden mussten!
Aber immerhin waren sie mit dem Leben davon gekommen … auch wenn die Erfahrung an so manchem Verstand zu nagen schien.

Ihr Weg führte sie durch eine Art alten Stollen, bis sie die Bruchstücke alter Elfenruinen erreichten und sich durch uralte Gemäuer schlichen. Durchzogen von Schutt und Feuchtigkeit schienen die Gänge im Untergrund jedoch überwiegend verlassen zu sein.
Und doch war die Magie noch immer stark an diesem Ort. Das zeigte sich spätestens an einem so simplen Hindernis, dass den Verstand eines einfachen Orcs jedoch ganz schön auf die Probe stellte! Eine Tür … verschlossen mit der Hilfe von einem magischen Mechanismus…

Aber man wäre kein Orc gewesen, wenn man nicht Herr dieser Lage werden würde. Ein wenig Gewalt gehörte schließlich auch dazu! Doch als sie endlich durch die Tür gedrungen waren, empfing sie der riesige Raum einer unterirdischen Tempelanlage. Und sie schien benutzt zu werden! Dort brannten Feuer in Kohlepfannen und waren Schatten an die Wände, die von Stimmen begleitet wurden …

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Vorbereitungen…

Ihnen war bewusst, dass nicht viel Zeit blieb. Aber es brauchte eine gewisse Zeit, um sich auf den nächsten Schritt vorzubereiten. Es brauchte neue Pfeile, neues Gift, Fallen, ihre Klingen gehörten geschärft… Der Häuptling dachte ebenso an Waffen, die oft vergessen wurden: Bolas, Blasrohre, Wurfspeere, …
Während die meisten Waffen und Fallen bereits vorbereitet wurde, gingen die Orcs am nächsten Nachmittag in den Wald, um sich auf die Jagd nach Reptilien und Amphibien zu machen, die Gifte produzierten. Die Schlangenjagd war meistens dabei eine erfolgreiche Jagd. Auch wenn die windigen Wesen leicht zu fangen waren, mit dem nötigen Werkzeug, musste man achtsam mit ihnen umgehen. Ihre Leiber waren leicht verletzlich und tot würde ihnen die Schlange nichts nützen. Man wollte schließlich ihr Gift und nicht ihr Leben.
Mit langen, hölzernen Stecken, die zuvorderst eine gespaltene Spitze aufweisen, konnte man sie gut am Boden festhalten, um sie anschließend am „Genick“ zu packen und in den Sack zu verfrachten. Ein sicherer Transport - zurück ins Lager.

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Aufgaben innerhalb eines Klans

Noch am Abend, als der Häuptling wieder kam von einer Jagd, versammelte man sich am Freudenfeuer um ihn. Man beriet sich gegenseitig über den Gegner, der sich ihnen unterhalb der Ruinen von Düsterbruch offenbarte: Satyre. Aufgaben wurden verteilt. Viele davon sollten an dem Ritualisten und seinem Orakel gehen. Schließlich waren Satyre magische Wesen, somit muss man sich gegen alles wappnen - auch was sie einsetzen könnten. Grula fiel die Aufgabe zu teil sich um die Fallen zu kümmern. Fallen die aufgestellt werden, um ihren Feind festzusetzen und zu schwächen. Noch am selben Abend machte Grula ein Lagerbestand an Fallenutensilien. Sie hatte noch genug Garn und Rindenpech. So musste sie also nur noch die Hauptbestandteile der Trittfalle besorgen: biegsame Stöcke und spaltbare Steine. Am Abend legte sie sich alles bereit, sodass es sie am nächsten Tag direkt losziehen konnte.

Als am nächsten Morgen noch der Nebel in den Tälern Feralas’ lag, ging Grula gemeinsam mit ihrem Terrorwolf Wutheuler los. Nach Stunden des Sammelns kam sie gen Nachmittag wieder in die Festung zurück. Eine ganze Wolfs-Rücken-Ladung an Stöcken und einen Sack voll Steinen hatte sie im Schlepptau. Sie legte alles am großen Freudenfeuer ab und holte noch den Rest, den sie brauchte: Das Garn, den Tonbehälter mit Rindenpech und ihre Werkzeuge. Sowie eine Steinfeile, eine Knochensäge, eine Holzschale und einen massiveren, flachen Stein. Wutheuler blieb am Feuer neben ihr liegen und wachte. Offenbar fühlt auch er sich hier wie Zuhause mittlerweile… Alles beisammen, fing Grula an die Stöcke langsam unter den Flammen zu erwärmen, um sie so biegsam zu machen. Das Tonbehältnis mit dem Pech wurde mit Hilfe einer Stockgabel in die Flammen gestellt, damit das gehärtete Pech wieder an Fließfähigkeit gewinnen würde. Das dauerte seine Zeit. Solange ritze Grula Kerben in dass gebogene Holz und band sie zu einem Kreuzgestell zusammen. Gemeinsam mit dem Garn wurden die Halbrunden Hölzer auf Spannung gebracht und anschließend unter das Gestell gespannt. Nun schmierte Grula das Pech in die Kerben und klebte die Steinzähne daran. Als dies getan war und nun die Zeit des Ausharrens gekommen war, bis das Pech ausgehärtet war, starrt Grula gedankenverloren in die Flammen des Feuers. Sie dachte daran was in den Ruinen geschehen war. Es war nicht ihre erst Nahtoderfahrung. Wären damals nicht Ramkash und seine Gruppe gewesen, wäre sie im Käfig der Gnolle verendet. Sie erinnert sich noch gut an das Gejaule und Gekichere im Lager als die Orcs sich damals näherten. Der vermeidliche Anführer rief alle zur Schlacht und seine große Axt reflektierte das Licht, dass vom kleinen Lagerfeuer aus Grula blendete. Es weckte sie aus einem tieferen, komatösen Schlaf. Geschwächt lauschte sie den Todesschreien der Gnolle und schaffte es mit letzter Kraft mit den Ketten an den Handgelenken auf sich aufmerksam zu machen. Ehe sie nur noch an ihnen herunterhing wie ein Schinken zum Räuchern. -Ein starkes Knacken eines der großen Holzscheite am Freudenfeuer, rissen sie aus ihrer Starre. Sie machte sich daran den Vorrat der Steinzähne aufzufüllen und so verging der Tag wie im Nu. Am Tag darauf befestigte man noch die Beidseitigen Auslöser-Hölzer und führte dann eine der Fallen vor. Sollte man sie stellen, müsste man das Auslösestöckchen erst beim Aufstellen anbringen, um sie so scharf zu stellen. Sie funktionierte einbahnfrei! Die Steinzähne blieben an Ort und Stelle und die Geschwindigkeit ließ sich auch sehen.

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Obszönes Blutritual - Ein Weg, sich selbst zu finden.

Im Morgengrauen brachen die Orcs des Blauthautklans auf. Hinaus aus der sicheren Feste, welche sie ihr zu Hause nennen und hinein in den Dschungel von Feralas welcher sich für die Orcs deren Herkunft und Sippschaft der einstige Klan des Blutenden Auges war, als zweite Heimat hier auf Azeroth entpuppte. Unter der Führung von Ramkash, war in den vergangenen Monaten viel erreicht worden. Mash, welcher ebenfalls vom Blutenden Auge abstammte, ist stolz darauf, ihn seinen Häuptling nennen zu können, zumal er einer der wenigen verbliebenen ist, der weiß wie man mit einem Orc umgeht, der sich dem altbekannten Blutritual unterzogen hat.

Der Weg aus der Feste führt die Bluthäute an diesem Morgen durch die tiefen des Dschungels, hin zu einer Höhle weit abseits von Wegen, Pfaden und neugierigen Augen. Diese Höhle war nun schon seit längerem ein fester Bestandteil des Klans, überwiegend für ihre schamanistischen Gebräuche und dunklen Rituale nutzbar. Es ist nicht allzu lange her, da haben die Orcs im Norden des Feralas Grün-Bläuliche Kristalle erspähen und abbauen können, mit denen die Ritualisten in der Feste einiges anfangen konnten.

In der Höhle angekommen hatte Ramkash bereits einiges vorbereitet und vorbereiten lassen, ein Kreis aus Kristallen, gebildet aus fünf der Ritualempfindlichen Steine, die eine Zone festlegten um den Teilnehmern ihre Platzeinnahme zu verdeutlichen. Doch auch der frische Leichnam des Hirsches am Steinartigen Vorsprung, welcher einem primitven Podest aus vergangenen Zeiten ähnelte war nicht zu übersehen. Dort nahm der Häuptling seinen Platz ein. Die Höhle selbst war ein atemberaubender Anblick an sich. Ein dunkler Nebeldunst schwebte durch die von Feuchtigkeit geplagte Luftatmosphäre. Spitze Steine die von der Decke hingen, ließen an ihren spitzen Enden immer mal wieder einige Wassertropfen auf den kalten, nassen Steinboden plätschern, das Echo, welches daraus folgte, ergab eine angenehme Geräuschkulisse.

Es war so düster, das selbst die orcischen Augen, die für gewöhnlich eine gute Nachtsicht beinhalteten, Probleme hatten zu sehen. Lediglich die bläulich leuchtenden Pilze und deren großen, Schirmartigen Kappen, die an einigen Felsen und Teilen der Steinwände die Höhle zierten spendeten etwas Licht. Während die Gruppe sich langsam einfand und kurz Rastete, begab sich das orcische Scheusal in das Seichte Wasser im hinteren Teil der Höhle. Jeder Schritt den er tat löste gewaltige Unruhen in dem doch so stillen, und klaren Wasser aus, sodass das es leichte Wellen um sich schlug, die einem Menschen bis zu den Knien reichen könnten. Die Schritte die der Hüne tat zogen außerdem bläulich Schimmernde Spuren nach sich, ausgelöst von Bakterien, Mikroben oder war es doch eine mystische Art der Magie die in der Höhle verankert war? Schwer zu ergründen. Still stehend verharrt Mash einige Minuten im Wasser und beobachtet die kleinen Fische die mit einander tänzelten und ebenfalls ein blaues Lichterspiel im Wasser hinterlassen.

Die Stille und Ruhe war jedoch unterbrochen durch Ramkash’s Ankündigung und Stimme sich für das bevorstehende Ritual einzufinden. Ein jeder versammelte sich im Ritualkreis der Kristallbrocken und prompt bat der Häuptling seine Gefährtin um das kleine, braune Ledersäckchen, welches sie bei sich trug. Die Ritualisten hatten aus einigen kleinen Kristallen die sie erbeutet hatten ein feines Pulver gemahlen wie er uns erklärte. Ohne zu zögern tunkte der Häuptling der wilden Bluthäute einen Zeigefinger in das mit Pulver gefüllte Lederbehältnis und zerrieb den staubigen, sandigen Inhalt zwischen seinen Fingern, ehe er schließlich die daraus folgenden Dämpfe durch seine Nase inhalierte. Kurz darauf hielt er ein jedem der Klansmitglieder das Säckchen mit dem magischen Pulver entgegen. Ein jeder trat vor und tat es dem Häuptling gleich. Schnell wurde klar, diese Substanz hat eine starke, berauschende Wirkung auf Körper, Geist und Verstand. Nicht nur, dass es leuchtete wie das tückische, fanatistische Licht der Draenei, weshalb Mash einige Sekunden zögerte es zu schnupfen. Nein. Es versetzte die Anwesenden in eine Art Extase…eine Art andere, vom Verstand hervorgerufene Welt in der alles tote zu leben schien. Der Gesang der tiefen Stimme des Häuptlings vibrierte in der Höhle und verstärkte die Wirkung des Pulvers in den Köpfen und Körpern der Orcs umso mehr, sodass alle einstimmten und in einen starken Rausch des ‚Bewusstseins‘ übertraten.

Das Ungeheuer eines Orcs ließ sich langsam auf beide seiner Knie, auf den kalten, harten und feuchten Steinboden fallen. Doch wandelte sich dieser kurz drauf zu einem moosigen, mit Laub bedeckten und warmem Matsch unterzogenen Dschungelboden. Die Vibration des surrenden, tiefen Gesangs in der Höhle ließen Mash’s Ohren Klingeln, wie ein immerwährendes Zirpen von Grillen im Unterholz, doch dann hörte er einen lauten Ruf, von vielerlei Jagdhörnern seiner Ahnen und Vorfahren, dann, plötzlich. Stille…tiefe Stille. Sein Verstand war dunkel trotz offener Augen. Die Luft die er atmete war so Weich, als würde er Baumwolle inhalieren und doch nichts spüren, er ließ seine Fingerspitzen über den steinernen Boden gleiten, er fühlte sich an wie Sand.

Kurz darauf Stieß Ramkash mit einem Messer in den Hirsch und sprach dabei, erst dann begann der vom einstigen Blutritual durchzogene Orc mit seinem rauen, kratzigen Kehlkopfgesang und zog seine primitive Trommel hervor um auf dieser im Takt des Gesangs immer mal wieder seine Flache Hand donnern zu lassen, auch gleichzeitig mit dem Messerspiel seines Häuptlings. Dieser wühlte mit seiner Hand samt Unterarm in den Innereien des Hrischopfers, schmatzende Geräusche waren zu vernhemen, das Blut des Tieren floss hinunter zu den Orcs im Ritualkreis und umschmiegte ihre Beine, sowie auch ihre Füße.Der Häuptling sprach anbei während seiner Machenschaften an dem Leichnam obgleich Mash selbst seine Worte kaum versteht, sie wirkten verschwommen, als könne er sie sehen und doch kaum erkennen anstatt sie zu hören. Schließlich Riss der große Führer der Bluthäute dem Tier das Herz heraus und präsentierte es hoch hinauf haltend seinen Klansmitgliedern. Zu diesem Zeitpunkt war Mash bereits nicht mehr unter den hier Anwesenden. Zumindest Mental.

Die berauschende Wirkung und Extase führte ihn tief zurück in seine Verganenheit, er wachte auf in einer Höhle, wie dieser. Er war jung, klein, schmächtig und der Hunger plagte ihn. Um ihn herum überlebende seines einstigen so pachtvollen Klans, alte, kranke und ein paar Schamanen und Krieger denen die Kraft bereits so gut wie ausgegangen war. Sie verharrten alle tief unter der Erde, einige von ihnen verendeten elendig…kein Wasser, keine Nahrung. Er wurde dazu getrieben, er hatte keine Wahl, das Licht war Schuld, die Draenei waren Schuld, dass er sich in dieser Lage befand, Doch es war in diesem Moment, als kleiner, stark abgemagerter Orcjunge an dem sich Mash selbst versprach nichts als das Extreme zu praktizieren, wenn es notwendig ist, er wolle nie wieder solchen Hunger leiden.

Er verkroch sich in die tiefen der dunkeln Höhle und schleifte die leblosen, knochigen Körper der Verendeten mit sich. Er fraß und lechzte nach jedem einzelnen nach mehr…

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Sein Blick glitt über dass wilde Lager der Oger - die Steinbrecherfeste. Die Vorbereitungen liefen der Anderen waren geordnet und ohne größeren Befehl erfolgt. Sie wussten was nun wichtig war… Und was getan werden mussten.
Neben der Beschaffung von Giften, der Herstellung von Salben, Tinkturen und Fallen, wurden auch ein kleineres Waffenarsenal aufgestockt. In ruhiger Motorik tauchte er die feinen baumwollartigen Fasern einer Baumrinde in ein Giftgemisch. Feine, hölzerne Nadeln wurden sorgsam in die kleinen Wattebommel gesteckt und auf einem länglichen Lederstreifen gebettet. Man würde es später vorsichtig aufrollen und die Nadeln somit transportfähig machen. Dass hölzerne Gegenstück lag neben ihm - ein Blasrohr.
Das Knacken des Feuers wirkte beruhigend und erinnerte im Zusammenspiel der Urwaldgeräusche an alte Tage. Leises Gemurmel und Gebrummel herrschte um ihn herum. Hier ein Schniefen - dort ein Grunzen. Die Ruhe vor dem eigentlichen Aufmarsch.
Er war froh über die abgebauten Kristalle, die sie mit ins Lager gebracht hatten. Auch wenn ein Brocken das Doppelte eines Steins in der selben Größe wug, hatten sie so viel mitnehmen können, dass daraus hoffentlich wirksame Pfeilspitzen geschaffen werden konnten und genügend übrig bleiben würde für andere Zwecke. Er war überrascht wie hart diese Kristalle waren… Am selben Abend hatte er versucht zwei längere Kristallstücke zu bearbeiten. Das Aufschlagen eines Steins hatte nicht die nötige Wucht, um ihn brechen zu lassen. Sein Blick glitt auf dass scharfkantige Stück neben ihn… Man freute sich schon darauf es in Einsatz zu sehen…

Am nächsten Morgen brachen sie noch im Morgengrauen auf. Er genoss die kühlen Pflanzenwedel, getaucht in ihrer Morgenfeuchtigkeit, auf seiner Haut. Bereits das war für ihn wie ein Ritual…
Sanft strichen sie durch die grimmige Visage, entlang der Gliedmaßen oder über die Brust. Kalkige, weiße Farbe wurde verwischt - man würde sie später erneuern. Auf ihren Weg zu der verborgenen Höhle, die zwischen den grünen Hügeln und Hängen Feralas’ lag, erlegten sie einen gar prächtigen Hirsch. Ein Zeichen der Ahnen - da war er sich sicher! Sein Blut würde ihnen dienlich sein.

Tiefe Atemzüge wurden getätigt, als er die Höhle betrat. Der Größte von ihnen trug die Beute in die noch finstere Höhle und wurde vom ersten natürlichen Licht empfangen - die vielen kleinen, blaukappigen Pilze spendeten genügend Licht um das Sehen gerade so zu ermöglichen. Die Anderen wurden angewiesen die simplen Kohlepfannen entlang des Eingangs zu entfachen und anschließend die restlichen Utensilien in die Höhle zu bringen. Dann begannen die Vorbereitungen für ihr kommendes Ritual…
Das korrekte Anordnen der türkisenen Kristallstücke war genauso wichtig, wie die Anordnung der Knochen, Tierschädel und Kräuterbündel. Vor dem bearbeiteten Stein in der Höhlenmitte ruhte der leblose Leib des Hirsches. Sein Fell war makellos, sein Geweih riesig - wo anders hätte er einem glücklichen Jäger viel Geld eingebracht. Aber… Geld war hier Draußen nicht wichtig. Geld war ihm noch nie wichtig gewesen. Es gab Nichts nutzloseres als Geld…
Die Orcs versammelten sich im Ritualkreis. Es war wichtig, dass sie ihn während des Rituals nicht mehr verließen. Er verteilte unter ihnen das Pulver der zermahlenen Pflanze, die sein Weib gefunden hatte und die die Ritualisten verarbeitet hatten. Auch wenn sie nicht viel Aufschluss über dieses Pulver gaben, war er sich sicher wie er es einsetzen sollte. Das breite, wolfsartige Grinsen des Ritualisten sagte Alles aus…
Tief zog er den aufwirbelnden Staub des Pulvers in die Atemwege und inhalierte den strengen Geruch und den bitteren Geschmack. Ein Grollen stimmte sich reflexartig in seiner Kehle an, vibrierte durch seinen Leib um so länger er den Ton hielt. Er fühlte das Blut in seinen Ohren rauschen und das Kribbeln sich in seinem Leib ausbreiten. Die Reaktion des Pulvers flutete seinen Körper und seinen Geist und gesteuert wie von einem urtümlichen Instinkt ergriff er dass scharfkantige Bruchstück des Kristalls und schlug es in einem Anflug von rituellen Zorn in den Hals des Hirsches. Der Kristall schnitt gar butterweich durch Fell, Haut und Fleisch. Blut spritzte hervor und sprenkelte noch immer warm seine einäugige Fratze. Kehlig knurrend erhob er die Stimme, krallte sich in den Leib des Opfertieres und arbeitete sich mit Krallen und starrer Klaue durch seine Flanke. Rippen biegend und aufbrechend, gierte er nach dem wertvollen Schatz der Brust… Seine Klaue umschloss das Herz und entriss es dem klaffenden Loch, um es dem Klan zu präsentieren. Gefangen in ihrem Rausch und ihrer gesungenen Trance folgten sie seinen Lauten, während dass klebrige Rot sich um ihre Zehnen spühlte.
Das Flackern der Flammen zauberte schemenhafte Schatten an die steinernden Höhlenwände. Der Rausch spielte mit ihren Sinnen - das Blöcken der Hirsche, das Rascheln des Grüns war zu hören. Sinne taumeln und schärften sich zugleich für ihren Aufbruch in die toten Ruinen…

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