(H-RP) Nomaden der Sande

Eine kleine schwarze Nase schiebt sich zwischen der Zeltplane nach draußen, gefolgt von Jue´s Kopf. Neugierig schaut das sieben Jährige Mädchen durchs Lager wer wohl schon alles auf war an diesem Morgen?
Langsam krabbelt das Vulperamädchen aus dem Zelt und streckt sich ausgiebig durch, ehe die Alpakawolle wieder richtig in die Ohren gestopft wird. Orgrimmar war einfach keine leise Stadt, da half die Wolle ein wenig die empfindlichen Ohren zu schönen. Neben Codis Zelt hatte Jue ihren kleinen Weidenstock gelegt, welchen sie aufsammelt und damit summend in der Luft hin und her fuchtelt um zu den Hyänen zu gehen. Wahrscheinlich wartet Ruka schon auf sie da sich Jue heute wieder mal etwas Zeit ließ. Bei den Hyänen angekommen begrüßt das Kind wie jeden Morgen jedes einzelne Tier auf ihre ganz eine Art. Einige Tiere, die es mochten, wurden ausgiebig gekrault, einige die nicht so auf kuscheln standen wurden nur einmal am bulligen Hals geklopft. Jue war im Umgang mit den Tieren schon sehr selbstbewusst und wusste durch Ruka auch wie sie sich mit ihrer kleinen Gestalt behaupten konnte.
Nach getaner Arbeit wurden die Pfoten ausgiebig gewaschen und gefrühstückt. Aufgeregt huscht Jue mit ihrem Weidenstock zum Lagerfeuer und schaute neugierig, was wohl Cayenne und Sikari dieses Mal gekocht hatten. Mit einem wirklich gesunden Appetit verputzt Jue ihr Frühstück und machte sich dann daran mit Vindis zu Spielen, der Tag war schließlich noch lang und viele Abenteuer konnte man bestreiten. Mit dem kleinen Vulpera Jungen an der Pfote fuchtelte Jue abseits von den Zelten mit ihrem Weidenstock herum, was wohl ein Schwert sein sollte und erlegte in ihrer Kindlichen Phantasie irgendwelche Bösewichte zusammen mit ihrem Tapferen Vindis.
Am Nachmittag war wohl das Highlight des Tages als Papa Codi zu Jue kam und irgendwas von Muffins redete. Jue hatte keinerlei Vorstellung was das sei, als sie schließlich auf dem Arm vom weißem Vulpera war und auf besagte Muffins starrte, die Sikari vom Basar der Mysterien mitgebracht hatte wurden die Kinderaugen riesig und ein „Woooooooooow“ kam über Jue. Die Entscheidung war schnell entschieden. Ein Muffin mit Pinken Zuckerguss wurde ergattert und in den Pfoten gehalten. Vorsichtig schaut sie zu ihrem Vater hoch ehe sie breit grinsend in den Muffin biss und der Zuckerguss links und rechts an den Wangen schmiert wurde. Wie ein Propeller ging der Fuchsschwanz hin und her und könnte Jue abheben würde sie es jetzt tun.
Vom Zucker angetrieben rannte Jue den ganzen Nachmittag wie von einer Hummel gestochen durchs Lager, um Energie abzubauen. Keiner könnte den Terrorfussel abbremsen, jedoch ein Blick von Codi und Jue wandelt sich sofort in die liebe grinsende Tochter.
Am Abend aß Jue wiedermal mit gesunden Appetit ihre Portion auf und würde mit ihrem Tee in den Händen und auf Papas schoss den Gesprächen am Lagerfeuer lauschen ehe sie vollkommen übermüdet schnarchend auf Codis Schoss einschlafen, um Kraft zu tanken für den nächsten spannenden Tag der kommen wird.

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(Beitrag gelöscht vom Verfasser)

Ein Brief erreicht das Lager der Vulperakarawane. Der Umschlag ist überraschend groß, wirkt ein wenig aufgeplustert, ist aber ganz weich, und auch dieser duftet nach Wildblumen. Darauf prangt ein goldenes Krönchen, das auf einer goldenen Windrose sitzt. In Übergröße darüber liegt eine silberne Kompassnadel, die nach Nordosten zeigt. Addressiert ist er an die „Nomaden der Sande“, und als Absender liest man „Noée Wirbelzauber, Karawane Kompassnadel“.

Im Umschlag selbst befindet sich weißer Stoff. Auseinandergefaltet ergibt er ein weißes Hemd in Gnomengröße, das sicherlich auch einem nicht allzu großen Vulpera passt. Auf der Brust ist auch hier die goldene Windrose zu sehen, allerdings ohne Krönchen und Kompassnadel. Dafür steckt tatsächlich ein silberner Pfeil als Brosche im teuren Stoff, der als Kompassnadel fungiert, auch wenn er für die Windrose eigentlich zu klein ist.

"Meine lieben Freunde,

entschuldigt, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber es gab so unendlich viel zu tun!
Bedanken muss ich mich natürlich noch für das Silberblättchen und Euren Brief mit all den toooootaaaal tollen Ratschlägen und Anmerkungen. Ich habe alles mit Nevex besprochen.
Am einfachsten war das mit der Orientierung. Nevex ist darin ja ziemlich gut, wenn’s sein muss auch mit Magie, und ich habe auch einen eigenen Kompass und kann aus meiner Zeit am Flugplatz in Nordend ein bisschen navigieren. Wenn wir in fremdes Gebiet wollen, werden wir uns aber selbstverständlich auch um die passenden Karten kümmern sofern wir da noch nichts haben.

Als spirituellen Anführer haben wir natürlich Nevex dabei. Da mussten wir gar nicht erst überlegen. Als Diener des Lichts und durch seine ganze Art eignet er sich dafür hervorragend, da sind wir uns alle einig. Außerdem steht die Idee im Raum, dass ich irgendwann die Karawane anführen soll. Noch halten sie mich wahrscheinlich für zu jung dafür, aber ich werde schon Gelegenheit bekommen, mich zu beweisen!

Um uns ein bisschen zusammenzuschweißen habe ich ein Wappen für uns gebastelt. Eine goldene Windrose auf weißem Hintergrund. Die gibt es nun als Wappenrock, Hemd und auch noch auf einem Umhang für jeden, der sie gerne haben möchte. Dazu habe ich eine silberne Anstecknadel entworfen, die dann die Kompassnadel sein soll, nach der wir unsere Karawane benannt haben. Die Anstecknadel bekommt jeder von mir verliehen, der Teil unserer Familie wird. Ein Hemd und eine Anstecknadel schicke ich Euch als Symbol unserer Freundschaft mit!

In den letzten Wochen haben sich noch einige Leute bei uns vorgestellt, die großes Interesse an unserer Karawane haben. So haben wir nun doch ungefähr ein dutzend Leute zusammen, und soweit ich das jetzt im Moment überblicke, verstehen wir uns alle wirklich prächtig. Kampferfahren sind auch einige, sodass wir uns um den Schutz erstmal keine Sorgen machen. Sogar einen uuuuuralten Kaldorei haben wir dabei, und wisst Ihr, was das beste ist? Er hat auch ein Alpaka! Es heißt Wollbäckchen, und ich freu mich schon drauf, Emelie und sie einander vorzustellen. Ich hoffe, sie verstehen sich gut und freuen sich über Alpakagesellschaft!

Ansonsten haben wir noch Esel, Pferde und Fiesel haben wir eine Ziege gekauft. Die hat ihm sofort gefallen und die beiden verstehen sich auch wirklich sehr gut.
Und ich habe nun einen waschechten, sonderangefertigten mechagonischen Krabbler!
Das ist eine Maschine, die ein bisschen aussieht wie ein dicker Käfer, ähnlich wie die Spinnenpanzer, die wir von Gnomeregan her kennen, nur kleiner und ohne all den Dampf. Aber die kennt Ihr ja leider auch nicht. Egal. Auf jeden Fall hat mir meine Mama den Krabbler bezahlt. Deshalb konnte ich mir eine Spezialanfertigung leisten - mit interner Alarmanalage und Sitzheizung! Und noch ein paar Sachen, die ich nun nicht aufzähle weil der Brief sonst nicht mehr in den Umschlag passt. Einen Mechagonier haben wir auch in der Gruppe, der sich im Ernstfall mit der Maschinenwartung auskennt. Aber ich habe mir das wichtigste erklären lassen und kann das meiste bestimmt auch selber, wenn es soweit ist. Gegen eine helfende Hand habe ich natürlich nichts. Auch für die Aufladung der Energiezellen ist gesorgt. Bei Gewitter können wir Blitze dafür einfangen, und wenn das Wetter so gar nicht mitspielen will, laden wir sie über ein Laufrad auf - das zufälligerweise auch noch mein Waschzuber ist, ist das nicht genial?! Die Idee dafür stammt natürlich von mir!

Fast alle von uns haben eigene Wagen. Meiner ist bestimmt der größte, aber mein Krabbler kann den problemlos ziehen, und die Federung habe ich auch von den Mechagoniern optimieren lassen, damit er auch in unebenem Gelände nicht zu sehr hüpft und wackelt. Den Wagen habe ich übrigens geschenkt bekommen. Dafür musste ich dem Zwergen nur seinen Hund dazu abnehmen. Der wollte den unbedingt loswerden. Warum weiß ich immer noch nicht so genau. Es ist ein sehr lieber Bernhardiner. Allerdings ist er ziiiiemlich groß und verfressen. Und er hat schlimmer gestunken als Jue, wenn sie nicht baden will. Nachdem ich ihn ordentlich geschrubbt hatte, hat er sich aber auch selbst sichtlich wohler gefühlt. Im Gegensatz zu Jue steigt der Professor (so habe ich den Hund genannt) jedenfalls inzwischen freiwillig in den Zuber. Im Bestfall tut er das auch noch, wenn er darin laufen soll, um die Energiezellen aufzuladen.

Zur Finanzierung der Reise haben wir uns verschiedene Gedanken gemacht. Wir haben zusammengetragen, wer was kann und was man davon dann auch verkaufen oder sonst wie anbieten könnte. Nevex könnte Lehrstunden geben und vielleicht auch Dienste mit arkaner und Licht-Magie anbieten. Kato und ich werden Marmelade kochen und die auf Märkten verkaufen. Kekse backen wir vielleicht auch zu diesem Zweck. Zwei Jäger haben wir auch, und ein paar andere Sachen zum Verkaufen finden wir ganz bestimmt auch noch. Außerdem ist Kato ein Barde, und ich kann bei Veranstaltungen tanzen oder Jonglagekunststücke aufführen.

Für den Anfang wollen wir von Sturmwind aus durch den Elwynn über Westfall in den Dämmerwald reisen. Dort treffen wir Elisabeth, eine gute Freundin von Nevex. Die kommt zwar nicht mit, aber sie wird uns wohl auf unsere Waffenfähigkeit hin testen. Ich bin sehr gespannt.

Auf jeden Fall sind wir ab sofort auf Reisen!
Erreichen könnt Ihr uns aber nach wie vor per Brief. Nevex hat einen magischen Briefkasten besorgt. Ausprobiert haben wir ihn noch nicht, aber ich freue mich schon auf die ersten Versuche. Diesen Brief schicke ich aber noch in Sturmwind ab, damit Ihr nicht noch länger warten müsst.
Wir sind alle ganz furchtbar aufgeregt und freuen uns auf die gemeinsame Reise! So richtig kennenlernen müssen wir uns ja auch noch. Noch sind wir ja fast alle Fremde und müssen erst zu einer Familie werden. Ich hoffe, dass alle, die jetzt dabei sind, so nett sind wie sie scheinen und langfristig bei uns bleiben möchten. Ich möchte jedenfalls keinem davon die Kompassnadel wieder wegnehmen müssen. Wie wir später mit neuen Leuten umgehen werden, sehen wir, wenn wir so richtig zusammengefunden haben.

Wo seid Ihr gerade? Wie geht es Euch? Sind alle gesund?
Noch sind wir wahrscheinlich zu weit voneinander entfernt, aber wir werden ganz bestimmt in absehbarer Zeit gemeinsam reisen!
Ganz herzliche Grüße von uns allen, besonders natürlich von mir, Nevex und Fiesel!
Eure Noée"

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Ruka schob die Zeltplane zur Seite und kletterte nach draußen. Zitternd stand er da, blickte in die klare, kalte Nacht. Ruhig lag Orgrimmar unter einem fremden Sternenhimmel. Der volle Mond, bereits wieder im Begriff unterzugehen, senkte sich hinter der Silhouette kantiger Mauerkronen ab, tauchte die Umgebung in milchiges Licht, durchbrochen von unnatürlich harten Schatten. Den verletzten linken Arm in der Schlaufe hängend trat Ruka leise den Weg zum Lagerfeuer an, zwischen den Zelten anderer Vulpera hindurch.

Eine Gestalt saß am Feuer, nah an den zu einem Kreis geschichteten Steinen, die die gespeicherte Hitze noch in die Umgebung abstrahlten, während die Scheite schon längst zu schwacher Glut heruntergebrannt waren. Der Hyänenzüchter setzte sich neben den Anderen, starrte schweigsam in die glimmenden Reste, beobachtete einzelne Ascheflocken beim zaghaft aufstiebenden Davonschweben.

Eine weiche, warme Pfote an seinem Unterarm. Ruka sah nach unten, dann zur Seite. Wortlos hob er den Arm aus der Schlaufe, überließ es Asra dann, den Verband zu lösen, nach den entzündeten Stichverletzungen zu sehen. Dumpfer Schmerz, langsam und quälend pochend. Ruka legte die Ohren an, zögernd wanderte sein Blick von Asras Pfoten, die geschickt den Verband abwickelten, über das hellblonde Fell seiner dünnen Arme hinauf, über den um den Hals liegenden grünen Schal zu seinem Gesicht. Traf seinen Blick. Asra sah ihn direkt an. Ein grüner Schal. Der andere Zwilling! Chon. Ruka erstarrte.

Chon packte seinen Arm mit der Linken, drückte unerwartet kräftig auf die kaum verschlossenen Wunden. Die Rechte hielt ein Messer. „Ich will… dass alles wieder wird wie früher. Ich will dir nicht weh tun. Aber ich muss dich schneiden… damit es wieder gut wird.“ klang die helle Stimme des Jungen in seinen Ohren. Ruka wendete den Blick ab, starrte in die mit Glutpunkten durchsetzte Asche. Die Lefzen fest aufeinander gepresst, die Krallen der Rechten in seinen Oberschenkel gegraben, nickte er verstehend. Er spürte die Klinge, lang und scharf, am Fleisch ansetzen; schnell, gezielt säbelnd. Muskeln, Sehnen trennend. Morsche, entzündete Knochen brechend. Ruka sah, wie Chon die abgeschnittene Pfote fast schon beiläufig über die Feuerstelle hinweg warf. Zu den Hyänen. Hyänen, die sich am Feuer versammelt hatten, kichernd, lachend, lauernd, sich auf die Mahlzeit stürzten, Rukas nutzlose Pfote noch in der Luft zerreißend.
Tränen ließen die Sicht verschwimmen, zitternd presste der alte Vulpera seinen blutenden Armstumpf gegen die Brust. Ein stummer Schrei.

Keuchend, bebend, um sich tretend schreckte Ruka auf. Karu, getroffen von einem Tritt und aus dem Schlaf gerissen, kicherte erbost auf, zügig trat die Hyäne den Rückzug aus dem Zelt an. Ruka atmete schnell, schwer, wischte sich über die Stirn, ging dann tastend, prüfend über den linken Arm und die Pfote. Sein Blick fiel auf das umgekippte, mit pandarischen Bemalungen verzierte Fläschchen, das Asra ihm gegen die Schmerzen gegeben hatte. Tiefes, erleichtertes Seufzen. Ruka kippte nach hinten, zurück in die verschwitzten Felle. Ein bösartiger Fiebertraum.

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Es stinkt… Immer noch…

Murrt Cahyenne die Karawanenmutti, als sie heute wieder früh ihr Zelt verlässt. Mit frisch gekämmtem Fell und gewaschenem Gesicht, macht sie sich auf das Frühstück für die anderen Vulpera zu machen. Im Wagen fällt Yenne das altbekannte Rezept ein, das eine ihrer besten Freundinnen schon oft gemacht hatte und nun die sandfarbene Vulperadame grinsend an so einige Erinnerungen mit ihr zurückdachte, während sie Teig für Pfannenbrot vorbereitete. Als sie diesen dann in einer Pfanne goldbraun am Feuer briet, stampfte Yenne nebenbei noch Äpfel, Bananen und Beeren zu verschiedenfarbigem Fruchtmus.

Nach und nach bestrich sie dann, dabei ein fröhliches Lied summend, die Pfannenbrote. Mit dem Essen auf zwei großen Tellern, wäre sie dann durch das Lager getapst und hätte jedem das Essen in die Zelte und das Häuschen gebracht, welches die kleine Karawane im Teufelswald „gemietet“ hatte. Sikari, ihre rechte Hand beim Kochen, war leider immer noch erkrankt und hatte darum noch nicht helfen dürfen, aber natürlich wie jeder andere auch ein Pfannenbrot in die Pfoten gedrückt bekommen.

Wenn dann alle versorgt waren, kümmerte sich das alte Mädel danach darum, dass der Zuber aus dem Wagen gezogen und hinter der Hütte aufgestellt wurde. Badetag! Nach und nach, würde sie die Karawane zum Baden auffordern, angefangen bei denen, die am meisten nach nassem Fuchs müffeln. Vor allem der kleine Terrorfussel Jue, würde ein Bad brauchen und mit ihrem Ziehvater Codi, und vielleicht noch ihrem besten Freund Vindis in den Zuber gesteckt werden. Auch ihre eigenen Kinder Asra, Chon und Yaavi hätte Cahyenne in den Zuber gesteckt, wobei sie bei Yaavi wohl gefragt hätte, zusammen in den Zuber zu steigen unter der Ausrede, Yaavi müsse ihr bitte den Rücken waschen, an den sie kaum herankäme. Natürlich wollte die Karawanenmutter nur ein wenig Zeit mit ihrer Tochter verbringen, was so sicher auch klappte.

Als dann schließlich dann alle Vulpera satt und gebadet waren, würde auch schon wieder der gewohnte Alltag der Vulperakarawane weitergehen. Es wurde sich um die Hyänen und die Alpakas gekümmert, hier und da wurden verschiedene Dinge verwertet, sortiert, eingeräumt und aufbewahrt bis im Laufe des Tages plötzlich auffiel, dass drei Vulpera fehlten…


Ooc: Hallo liebe Aldorspieler! Die Nomaden der Sande lagern im Moment nordwestlich der Nachtlaublichtung im Teufelswald. Falls ihr die kleine Truppe besuchen wollt, kommt gern mal vorbei~

Eure Cahyenne!

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Das mittelgroße Vulpera Mädchen, hadert zurzeit etwas mit sich, aber würde ihre Aufgaben als Karawanenwache nicht vernachlässigen, sie schien immer Emsig zu sein und auch würde sie sich etwas überlegen wie man den Wagen gegen vermeidliche Bären oder anderen wilden Tieren sicherzumachen, obwohl ihr noch dem Krebsfang Ding in den Gliedern liegt, ist sie trotzdem sehr emsig bei der Sache, auch wenn man sie nicht oft sieht, so kann man sie doch des Nachts öfter sehen wie sie um das Lager herum geht und nach Ordnung schaut, so das ja nichts der Karawane passiert ,während ihrer Wache, sie hat wohl auch ein Plan dabei, wo jedes Zelt jedes Vulperas abgebildet ist . Suki strahlt dabei über Beide Ohren wenn sie dies macht, auch sieht man sie Öfter wie sie ihr Schwert schwingt, sie scheint zu üben, dabei kann man sie auch viel Sagen hören, wenn man hinhört, wie zum Beispiel eigentlich sind Krebse ja nicht gefährlich die anderen schaffen es ja auch, "blödes Kindheitstraum, man ich sollte das endlich mal in Griff bekommen, ob der Rat eine Antwort darauf weiß ich sollte ihn mal fragen "

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„Sollen wir das Werbebanner dran lassen?“

Chon hält den Lampion aus Balsaholz und Reispapier mit ausgestreckten Ärmchen vor sich und sein Zwillingsbruder greift auf dessen Frage hin das lange Banner am unteren Ende des Lampions. Asra lässt das pandarische Kaligraphiekunstwerk, das für den Nudelwagen wirbt, durch seine blonden, weichen Pelzpfötchen gleiten.

„Wir müssen, Chon. Koyu hat uns seine Himmelslaterne nur ausgeliehen.“

Chons Äuglein sind geweitet und die Augenbrauen erhoben. Kein Zeichen von Missfallen an dieser Erkenntnis - nur Vorfreude auf den Laternenumzug. So hält Chon die Laterne schön hoch, damit Asra die Kerze darin entzünden kann. Das rote Papier der Himmelslaterne strahlt in ganz ähnlichem Ton, wie das typische Festtagsgewand von Chon, das er sich von einem Teil seiner verbliebenen zwei Goldmünzen, die ihm Cahyenne gegeben hatte, gekauft hat. Kindergröße, wie so oft bei Vulpera, aber trotzdem sehr schick an seinem schlanken Körper. Asra hat stattdessen seine farbenfrohe Priesterrobe angezogen und beide tragen natürlich das golden glänzende Sethralissamulett, das die Zwillinge schon vor einer ganzen Weile von Anoya geschenkt bekommen haben.

Als es endlich dunkel wird, gehen sie zum Laternenumzug. Mal darf Asra, mal Chon, die Himmelslaterne halten. Sie strahlen vor Glück und keiner neidet dem Anderen das Vergnügen. Sie kommen ja beide zum Zug.

Wie eine Selbstverständlichkeit hat Asra schon am Morgen seine Yaavi gefragt, ob sie ihn zum Laternenumzug des Mondfests begleiten möchte, auch damit sie genug Zeit hat sich fertig zu machen. So will er nicht nur seinem Zwillingsbruder helfen sich für diesen Abend besonders schön herauszuputzen, sondern auch Yaavi anbieten ihr beim Schminken und Frisieren zu helfen, falls sie das annimmt und will.

Wie ein zweiter Sternenhimmel strahlen die vielen Laternen der Mondfestbesucher am Himmel und werfen in der Reflexion des heiligen Sees ihren blau verfälschten Goldschimmer zurück. Die angenehm milde Luft und der Gesang mancher Gäste will Asra nutzen, um sich mit Yaavi etwas zurückfallen zu lassen und ein paar romantische Augenblicke mit seiner Freundin zu suchen. Vielleicht kann er sogar einen Kuss ergattern?

Da Cahyenne noch krank war, werden die Zwillinge nach ihrer Rückkehr Koyus Himmelslaterne am First über dem Eingang zu ihrem Zelt festbinden. Vielleicht wird es ihr den Laternenumzug ein kleines bisschen näher bringen. Vielleicht hat sie den Laternenumzug ja aus der Ferne mit Ruka beobachtet?

Inzo will Akemy, Vindis und Nandis natürlich auch auf den Laternenumzug begleiten, wenn sie denn Lust haben. Auch aus Akemys Sicht darf Vindis zum Laternenumzug, aber nur unter ihrer Aufsicht, aber den kleinen Nandis behält sie auf den Armen, weil sie befürchtet, dass Funken ihm Löcher ins Fell brennen könnten. Die Familie hat ja zwei einfache Öllampen, von denen Vindis sicher eine als Laterne tragen könnte, wenn er will. Vielleicht will er auch vorher noch die Glasscheiben dieser putzen. Inzo hat einen Teil seiner zwei Gold von Cahyenne in Glasfarben für Vindis investiert. Mit diesen dürfe er die Scheiben der Lampe bunt bemalen und mit all seinen Wünschen beschreiben. So er eine dieser Lampen als Laterne zum Laternenumzug mitnehmen will, muss sich Vindis damit abfinden, dass Akemy ihm einen extra langen Stiel an die Laterne gemacht hat, damit er etwas mehr Abstand zwischen sich und das Feuer bekommt.

„Willst du auf den Laternenumzug gehen, Jue?“ fragt Codi beim gemeinsamen Frühstück am Samstag Morgen.

Wenn Jue will, würde er sie begleiten. Sie darf selbstverständlich die verrußte Laterne benutzen, mit der sie immer ihr Familienzelt ausleuchten. Ein Stock als Stiel ist schnell gefunden und montiert. Das blöde Ding fliegt natürlich nicht wie Asras und Chons Himmelslaterne. Aber Codi und Jue können nicht erlauben, dass Jues Laterne viel weiter unten scheint! Ein Brummen später hat Codi seine Tochter auf die Schultern gehoben und würde sie so lange sie will beim Laternenumzug tragen. So kann Jue ihre Laterne viel höher halten und auch die Lichter besser sehen.

(Wir von der Gilde Nomaden der Sande suchen weitere Mitspieler für unsere Karawane. Wenn Ihr interesse an unserer Vulperagilde habt nehmt gerne Kontakt mit Yaavi, Cahyenne, Asra oder jedem anderen Gildenmitglied im Spiel auf.)

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Sorgenvolle Blicke lässt die Karawanenmutter Cahyenne über die weiten Dünen Uldums schweifen, denen ähnlich, welche die Nomaden der Sande schon aus Vol´dun kennen. Und doch ist diese Wüste ganz anders als die einstige Heimat. An den zerfallenen Tempelanlagen von Orsis, deren Grundmauern von Sand und Wind abgeschliffen sind, haben die Nomaden ihr erstes Lager errichten können.

Nachts wird es bitterkalt, über Tag straft die Sonne unvorsichtige Vulpera, mit ihrer gnadenlos, brennenden Hitze und zwingt sie sich entsprechend zu kleiden oder in die schützenden, raren Schatten zu flüchten. Viel scheint es hier nicht zu geben… auf den ersten Blick zumindest! Denn wenn man einmal ehrlich ist, gibt es kein Volk, das in einer Wüste besser überleben könnte, als eben jedes, langohriges Wüstenfuchsvolk.

Die treuen Reithyänen der NDS, die nach der langen Schiffsreise endlich wieder Land unter den Pfoten zu spüren bekamen, freute es sicher, durch so mehr oder minder vertraute Gefilde zu laufen und würden wohl auch bedingt dadurch, dass komischerweise selbst der Zaun abhandengekommen war, der sonst für den schnellen Gehegebau zur Verfügung stand. Vielleicht würde sich Jue, der kleine Terrorfussel, ja mit Ruka dem Karawaneneigenen Hyänenzüchter, zusammen darum bemühen einen neuen Zaun zu bauen und sich in der Zwischenzeit darum kümmern, dass die Hyänen den Vulpera gegenüber nicht zu aufmüpfig wurden… Der kleine Vulperajunge Vindis, Jues bester Freund, wird sich, sobald er sich bei seiner Mutter Akemy und seinem Vater Inzo die Erlaubnis geholt hat, auch darum bemühen Jue und Ruka zu unterstützen.

Cahyenne ist schon sehr früh aufgestanden und hat sich die etwas jüngeren Vulpera, Sikari, Asra und Chon geschnappt, um den Wagen zusammen auf Vordermann zu bringen. Wohl ist der Schock des Vorabends zumindest bei Yenne abgeklungen, dennoch wird sie ein besonderes Augenmerk auf die jüngeren Vulpera haben und auch den anderen Erwachsenen ans Herz legen, die jüngeren nicht zu sehr zu belasten an diesem Tag. Auch wenn die Nomaden fast alles verloren hatten, blieben ihnen doch die essenziellsten Dinge wie Werkzeuge, Beutel, Rucksäcke und Trinkschläuche. Ruka und einige andere wird es da trotzdem wieder schwer treffen, als klar wird, dass der heißgeliebte (und bitter nötige) Erdwurzeltee ebenso weg ist… Vielleicht schaffen es Asra und Tammikuu, sowie die Vulpera, die sich mit Kräutern auskennen, einen Ersatz oder vielleicht sogar richtige Erdwurzeln aufzutreiben.

Nach getaner Arbeit würden die letzten Reste des Stockbrotes vom Vortag gegessen und die Gruppen zusammengestellt werden, die zur Nahrungsmittelsuche und zur Jagd zur benötigt wurden. Die momentan neusten Bewerber bei den Nomaden der Sande, Satako und Raikyo, werden den Umständen entsprechend in die Alltagsplanungen und Sammelaktionen miteinbezogen.

Cahyenne hält dennoch Anoya, eine Schamanin der NDS an, sich um ihren Patienten Raikyo zu kümmern und vor allem in Erfahrung zu bringen, was ihm genau fehlte, um zukünftige Komplikationen, was seine Gesundheit anging, mit Präventivmaßnahmen entgegenzuwirken oder bestenfalls ganz auszuhebeln.

Auf die Unterstützung der Sandklingen Meehri, Myrra, Suki, Rokerio und Chon, zusammen mit den Hyänen baut Cahyenne dabei auch sehr, hatte sie sich doch Inzos Ratschlag, von Außen so abschreckend wie möglich auszusehen, zu Herzen genommen.

Die gesamte Zeit über, in welcher sie heute gesehen wird, bleibt Cahyenne stark und schenkt der Karawane ein zuversichtliches Lächeln und aufmunternde Worte, um die Moral zu stärken und diesen verhältnismäßig „kleinen Rückschlag“ mit den Piraten, schnell wieder abzuschütteln.


Ooc: Hallo liebe AldorspielerInnen!

Wir von der Vulperagilde „Nomaden der Sande“ suchen weitere, aktive Mitspieler für unsere Karawane. Wenn Ihr interesse an unserer Vulperagilde habt nehmt gerne Kontakt mit Asra, Cahyenne oder jedem anderen Gildenmitglied im Spiel auf.

Wir freuen uns auf euch~

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Mit einer langsamen, gleitenden Bewegung wird der Wetzstein ein letztes Mal an der Klinge entlang geführt, dann zur Seite gelegt und stattdessen ein Ledertuch gegriffen. Tohji poliert die Klinge seines Schwerts sorgfältig, denn jeder Fleck, jede Verunreinigung wäre ein Makel und Zeugnis von Disziplinlosigkeit. Während die routinierten Bewegungen ganz von allein ablaufen, das Tuch kreisend über Stahl gerieben wird, schweifen die Gedanken ab.

Eine Sandklinge war er jetzt, ein Wächter der Karawane, die er sich als neue Heimat gewählt hatte. Zwei große Wagen, und vielleicht drei Dutzend Vulpera, die damit durch die Lande zogen, auf der Suche nach Gelegenheiten zu handeln, auf der Suche nach alten Ruinen, Tempeln, Grabstätten und den Dingen darin, die sonst niemand mehr brauchte.
Ein Ohr zuckt, als das Schwert mit einem leise schabenden Geräusch in der Scheide verschwindet und damit wieder seitlich am Gürtel hängt. Tohji kann kämpfen, hat es jahrelang trainiert und besonders in der letzten Zeit, bei der Horde, vieles Neues gelernt. Er weiß wie man sich verteidigt, wie man seinen Besitz schützt. Die Karawane wird ihn auf ihren Reisen brauchen. Und er wird sie nicht enttäuschen!

Der Wetzstein wird im Ledertuch eingeschlagen, beides zusammen landet in Tohjis Gepäck. Tief atmet der Rote durch, steht auf und greift nach seiner Brustrüstung. Schweres, starres Leder, verstärkt mit Stahlbändern. Mit festem Zug werden die Riemen angezogen, bis die Rüstung ordentlich sitzt, dann folgen die Schulterstücke. Rot bemalt, in der selben Farbe wie sein Fell, und auf der linken Seite mit spitzen Metalldornen besetzt. Gefährlich sieht er aus in dieser Rüstung, sie passt so gar nicht zum meist freundlichen Gesichtsausdruck. Aber vielleicht ist genau das das Ziel: Überleg es dir, ob du mich wirklich angreifen willst!

Das Zelt wird aufgerollt und zusammen mit der Decke auf Garrs Rücken gewuchtet, hinterm Sattel des Reitwolfs befestigt. Anschließend werden die schweren Eisenplatten über Kopf und Nacken der schwarzfelligen Bestie gewuchtet, mit Lederriemen und Gurten befestigt. Bereit! Mit zum Lächeln gehobenen Lefzen dreht sich Tohji in Richtung des Lagers um, beobachtet mit wachem Blick, wie sich die Nomaden der Sande auf die Weiterreise vorbereiten. Zelte werden abgebrochen, Gepäck auf die Wagen verladen, Hyänen gesattelt. Nach Orgrimmar sollte es gehen; eine erste, kurze Etappe, vielleicht um Vorräte vor einer größeren, abenteuerlicheren Reise aufzustocken.

Die erste von hoffentlich vielen Reisen, die Tohji zusammen mit ihnen erleben würde! Sein Herz macht einen Sprung und das Lächeln erweitert sich kurz zu einem spitzzahnigen Grinsen. Geduldig wartet der Wächter auf das Signal zum Aufbruch.

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