­čô» [H(open) RP/PvP] Donnerblutklan


:postal_horn: Der Donnerblutklan :pushpin:
(traditioneller, jedoch modern zeitgerecht angepasster Orc-RP/PVP Klan unter dem Banner der Horde)

Verf├╝gbare Rassen/Klassen:

Wir befinden uns im Aufnahmestopp und bespielen au├čschlie├člich unser u.a. Forum.

  • Orcs und jene Rassen, die sich der Tradition von ihnen anpassen m├Âgen; um vereint f├╝r die (wahre) Horde zu k├Ąmpfen.

  • Krieger
  • J├Ąger
  • Schamanen
  • Schurken (klaninterne Klassenauslegung)
  • Magier (klaninterne Klassenauslegung)
  • M├Ânche (klaninterne Klassenauslegung)
  • Priester (klaninterne Klassenauslegung)
  • Todesritter (klaninterne Klassenauslegung)

(* Hexenmeister nur dann, wenn ic (in Charakter) kein Hexenmeister ausgespielt wird; Einzelfallentscheidung.

Was wir u.a. bieten:

  • interessantes und tiefgr├╝ndiges Traditionsrollenspiel, angepasst der aktuellen, modernen Zeitzone Azeroth┬┤
  • Gemeinsame Schlachtz├╝ge und Kriegsfronten (PVP)
  • Server├╝bergreifendes und unterst├╝tztes Foren-Rollenspiel
  • ÔÇŽ

Ansprechpartner:

  • Dabuka - Kult der Verdammten
  • Urmug - Kult der Verdammten

Wir freuen uns auf ein faires und freundliches Zusammenspiel unser aller gemeinsamen Freizeitbesch├Ąftigung
World of Warcraft

F├╝r die Horde! :postal_horn: :wolf:


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Gutes Gelingen!

Eine neugierige Frage aber: Seid Ihr eine Abspaltung vom DonnerAXTklan?

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Viel Erfolg bei diesem Konzept. Es braucht immer mehr Orcs in Azeroth!

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(erste Antwort von mir gel├Âscht, da ich mit meinem Twink geantwortet hatte, also hier noch einmal)

Mok┬┤ra Alyndra und Ukbuk und danke f├╝r Eure Antworten!

Zu der gestellten Frage: Wir sind ein eigenst├Ąndiger Klan mit unseren eigenen Rangstufen, Strukturen, Regelwerke und Auslegungen was die ÔÇťGildeÔÇŁ betrifft. Diesbez├╝glich ist jeder herzlichst eingeladen sich in unserem Forum im ├Âffentlichen Bereich umzuschauen, sich einzulesen und eigenes Bild zu machen.

Nat├╝rlich waren Charaktere in deinem genannten Clan, das ist bekannt. Eine Abspaltung ist es allerdings nicht, ich hege keinerlei b├Âse Absichten und habe sogar ic an den ÔÇťaltenÔÇŁ Clan einen freundlichen Brief samt Einladung mit einem Boten entsendet, um gemeinsames Rollenspiel zu erm├Âglichen.

Au├čerdem werde ich hier die Geschichte niederschreiben was geschehen ist und wie es zu dem Donnerblutklan kam, der vom Namen her ├╝brigens nichts anderes ist als der orcische Kriegergru├č ÔÇťBlut und DonnerÔÇŁ nur andersherum, frei nach dem Motto ÔÇťNach dem tosenden Donner folgt das Blutvergie├čenÔÇŁ wird in unserem Namen eine k├Ąmpferische Kriegshandlung symbolisiert.

Ich hoffe es konnte Dir ein wenig weiterhelfen, f├╝r alles weitere erbitten wir noch um etwas Geduld.

AkaÔÇÖmagosh, Dabu`ka (die mit diesem neuen Forum von Blizzard so ihren eigenen kleinen Krieg ausfechtet).

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Danke f├╝r die Antwort, Dabuka. Das war reine Neugier, denn der Donneraxtklan war eigentlich schon lange ein RP-Ziel eines meiner CharsÔÇŽmal schauen, was die Zukunft bringen wird.

Und ja, mit dem Forum, f├╝hr auch ich meinen KriegÔÇŽes verf├╝gt ├╝ber die Dienstleistungsbereitschaft eines Murlocs, oder KodosÔÇŽoder was auch immerÔÇŽ

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Lebenszeichen

Wie viele Mondzyklen vergangen waren wusste die Orcin nicht mehr, da sie irgendwann aufh├Ârte die Wochen und Monate zu z├Ąhlen. Dabu┬┤kas Reise begann kurz nach der R├╝ckkehr des alten H├Ąuptlings, die den Klan in einen Umbruch st├╝rzen sollte. Was genau geschah ging gr├Â├čtenteils an ihr vorbei, sie war zu weit und ungreifbar entfernt. Jedoch machten sich schnell Ger├╝chte in Orgrimmar breit, vermischten sich mit Tatsachen und so kam es das ihre engsten Bezugspersonen den Klan verlie├čen und offenbar einen eigenen gr├╝ndeten. Ehe sich Dabu`ka selbst ein Bild dar├╝ber machen konnte brach erneut Krieg auf Azeroth aus, schlimmer noch; die neuen Bedrohungen drohten viele Meinungen gegen├╝ber das bestehende B├╝ndnis unter der Kriegsf├╝hrung Sylvanas auch innerhalb der Horde zu spalten.

Die Orcin hatte kaum Zeit sich ├╝ber andere Dinge den Kopf zu zerbrechen, da sehr schnell die ersten Truppen aufgestellt und eingezogen wurden. Dabu`ka wurde zusammen mit anderen tapferen K├Ąmpfern zu der ├ľdnisfestung, im s├╝dlichen Teil des Brachlandes, bestellt. Dort tobte bereits ein erbitterter Kampf zwischen Orcs und Menschen, um die dortigen Ressourcen. Die ├ľdnisfestung mit ihren hohen Mauern bot ihr f├╝r lange Zeit ein unerkanntes K├Ąmpferleben mitten unter Gleichgesinnten ihres Volkes. Die Orcin lernte viel ├╝ber Taktiken, erweiterte ihr Wissen ├╝ber Kriegsf├╝hrung und kn├╝pfte neue Kontakte, die ihr sp├Ąter dabei helfen sollten, einen gewagten Schritt zu gehen.

├ťber Monate bahnten sich nicht nur reine K├Ąmpfe mit der Allianz an, auch die gute Anschlussverbindung ├╝ber das Wegekreuz, bis nach Orgrimmar bot einigen Sippen gar ein z├╝giges Wiedersehen an. H├Ąndler kamen, gingen oder blieben einfach, da durch die gute Anbindung keine Vorratsknappheit drohte. Dies wurde mit der Zeit allerdings zu einem Problem, denn die Kriegsf├╝hrung wollte au├čer einer kleinen Minderheit keine Zivilisten oder gar Familien in der ├ľdnisfestung beherbergen und versorgen. Auseinandersetzungen standen fast an der Tagesordnung und so trug es sich zu, dass Dabu┬┤ka, die selbst keine eigene Familie hatte, zwischen die F├Ąuste zweier Kameraden geriet, um einen Kompromiss auszuhandeln. Untereinander sollte es ihrer Meinung nach kein unn├Âtiges Blutvergie├čen geben. M├╝rrisch ├╝ber diesen Vorgang, aber schlie├člich einsichtig, willigten die Orcs ein und Dabu`ka sollte schleunigst eine L├Âsung finden.

Sie nahm den gewagten Auftrag z├╝gig wahr und so zog sie, gemeinsam mit ihren Begleitern Haruk und Schattenfang, hinaus um eine Antwort zu finden. Die Tage waren warm, die sternenklaren N├Ąchte daf├╝r umso k├╝hler. Oft musste sie genau zu dieser Zeit an die sch├Ânen Momente im Sumpf denken, die sie w├Ąrmten. Ein paar Tage dauerte die Suche, doch dann wurde sie nicht zu weit von der Feste entfernt f├╝ndig. Seit dem Kataklysmus zog es die Klingenhauer aus ihrem Dorf. Die Landschaft dort hatte sich stark ver├Ąndert und das stachelige V├Âlkchen siedelte sich nebst der hohen Berglandschaft, inmitten den dunklen und schwer passierbaren Dornenw├Ąldern an, um besser vor der Au├čenwelt gesch├╝tzt zu sein. Das einstige Dorf war verlassen, bot aber einen Orc den perfekten Ort des Verweilend. Es gab nur einen Durchgang, jedoch so einige knifflige Fluchtwege bei einem drohenden Angriff. Dabu`ka war eigentlich zufrieden mit den Gedanken einer handfesten ├ťbernahme, aber sie wusste, dass sie auch die Verantwortung der Sicherheit anderer auf ihren Schultern trug.

Die Orcin jagte ein paar Tage und N├Ąchte, bis ihre Pranken vom Blut rissig waren. Schlangen, Kaninchen, sogar ein Wildschwein waren ihre Ausbeute. Mit diesen Geschenken wandte sie sich an die Klingenhauer, die anfangs alles andere als erfreut ├╝ber ihren, oder irgendeinen Besuch waren. Es dauerte und Dabu`ka musste ihr Vertrauen durch einige kleinere Gefallen zun├Ąchst gewinnen, was ihr aber letztendlich mit Geduld gelang. Die Klingenhauer akzeptierten ihr Angebot und so konnte die Orcin stolzen Hauptes in die ├ľdnisfestung zur├╝ck kehren und den Kompromiss zu Gunsten aller dort Anwesenden pr├Ąsentieren.

Der Kriegsf├╝hrer ├╝bergab Dabu┬┤ka die ehrenvolle Aufgabe die Zivilisten mit einigen Vorr├Ąten und Baumaterial der Horde zu f├╝hren und zu besch├╝tzen. Sie sollte vor Ort bleiben um die Sicherheit zu gew├Ąhrleisten und das kleine Dorf in eigener Verantwortung aufzubauen. Ihre Idee, ihre Herausforderung. Auf weitere Hilfe w├╝rde sie vermutlich vergebens warten, denn der Kampf gegen die Allianz musste schlie├člich in der Festung weiter gehen. Laut hallte die Kunde des neu errichteten, kleinen Dorfes unter der Leitung von Dabu`ka Donnerblut, wie sie von den neuen Bewohnern genannt wurde, bis nach Orgimmar zur├╝ck. Auf welch ein schwieriges und waghalsiges Unterfangen sie sich da eingelassen hatte sollte sie gewiss zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt noch herausfinden.

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Neue Pfade

Das Dorf war rasch bezugsfertig. Dies war vor allem auch den Zivilisten zu verdanken, die kr├Ąftig mit anpackten. Jeder half mit; egal wie kr├Ąftig oder schm├Ąchtig, vom betagten Altkrieger, bis jungen Orcwelpen. Als die Wachposten bezogen wurden, atmete Dabu`ka erst einmal erleichtert auf. Symbolisch bekam sie das erste Signalhorn ├╝berreicht und lie├č sich nicht nehmen, den ersten Posten am Eingang des Dorfes zu erklimmen. Von droben hatte sie einen guten ├ťberblick. Der Wind erschien ihr k├╝hler als sonst, als er ihr um die Nase wehte. Vielleicht ein Zeichen der Ahnen, die sie nun aufforderten endlich das Signal ert├Ânen zu lassen. Mit einem kr├Ąftigen Atemzug erschallte ein tiefer, gleichm├Ą├čiger Ton, der sich durch das ganze Dorf zog. Nun konnte ein Schamane die Weihung des der neuen Heimat vollziehen. Unter Beifall kletterte die Orcin wieder herunter und machte sich auf den Weg zum Schamanenstein.

Dort standen sie versammelt um den gro├čen Stein, der zugleich den Weg in die Zufluchth├Âhle deutete. Die tiefen, dunklen Jubelstimmen der Orcs boten eine berauschende Ger├Ąuschkulisse. Dabu`ka erhob das ihr gereichte Trinkhorn. ÔÇ×Und so soll es jeder erfahren, dieses Dorf ist nun Heimat des Donnerblutklans!ÔÇť Mit einem fast schon aggressiven Laut br├╝llte die Orcin ihre Euphorie hinaus und erblickte vor sich pl├Âtzlich eine alte, vertraute Silhouette, welche sie noch aus Orgrimmar kannte. Respekt zollend nickte der Orc ihr entgegen und schenkte gar ein stolzes L├Ącheln. Sein Gesicht war von Falten bezogen und mit einer hellen Lehmfarbe gezeichnet. Seine Kutte und gekr├╝mmte Haltung verriet, dass es sich um einen alten Schamanen handelte. Er hatte sich eigens auf den Weg gemacht, um der Weihung des Dorfes beizuwohnen.

Die Einweihung wurde z├╝nftig und mit viel Spei├č und Trank gefeiert. Am n├Ąchsten Tag brummte der Sch├Ądel kr├Ąftig und weckte die Orcin schmerzvoll. Aus ihrer H├╝tte, vorbei an den lodernden Feuerstellen, der gro├čen Versammlungsh├╝tte, dem Ritualstein und der Schmiede, ging es zur Sch├Âpfvorrichtung, die erstellt wurde, um mit Eimern frisches Wasser aus dem tiefer gelegenen Klippensee zu ziehen. Bereits das schrille Quietschen des Flaschenzuges trommelte in ihrem Kopf unangenehm nach. ÔÇ×Du bist deinen eigenen Pfad gegangen, wie ich es Dir einst voraus gesagt hatte.ÔÇť Sprach der alte Schamane, der wie ein Geist pl├Âtzlich hinter Dabu`ka stand. Brummend trank die Orcin vom k├╝hlen Wasser, ehe sie sich den kompletten Eimer zum wach werden ├╝ber den Kopf goss.

ÔÇ×Ich konnte nicht zur├╝ck. Urmug und Karula, sie gingen mit anderen als ich auf Reisen war. Ohne sie ÔÇŽÔÇť Ein schweres Seufzen summte sie zwischen den Lippen aus. ÔÇ×Manchmal stehen wir vor zwei Pfaden, in zwei verschiedene Richtungen, die richtige Entscheidung zu treffen ist schwer.ÔÇť Sprach der Alte. Dabu┬┤ka wusch ihre Augen wach und setzte sich in Bewegung. ÔÇ×Ich gehe lieber meinen eigenen, als mich f├╝r eine Seite zu entscheiden.ÔÇť Schnaufte sie mit zusammengeschobenen Brauen als sie an den Schamanen vorbei ging. ÔÇ×Dir ist viel an allen gelegen.ÔÇť Stellte dieser fest und folgte ihr zur gro├čen Versammlungsh├╝tte, welche sie zun├Ąchst schweigend betrat. Hier war nur G├Ąste und Klanmitgliedern der Eintritt gestattet. Peons und Zivilisten hatten davor zu warten, bis ihnen Einlass gew├Ąhrt wurde, oder nicht. Ein Zeichen des Respekts. Dabu`ka lie├č den Schamanen nat├╝rlich an der Flamme Platz nehmen, w├Ąrmte und trocknete sich selbst an dieser. ÔÇ×Nat├╝rlich ist mir an allen etwas gelegen, an manchen allerdings mehr. Ich h├Ątte nie mich anderen anschlie├čen k├Ânnen, egal wie sehr es schmerzte, ohne mit dem anderen abzuschlie├čen und selbst sie lie├č ich zur├╝ck, nur um keine Entscheidung treffen zu m├╝ssen.ÔÇť

Der Schamane ├Âffnete ein kleines Lederbeutelchen und streute etwas in die Flammen, was sie blau lodern lie├č. Er starrte tief hinein und lie├č Dabu┬┤kas Worte verhallen. ÔÇ×Ich sehe es als Gl├╝ck an, dass ich zu der Zeit bereits auf Reisen war und nicht vor Ort. Ich w├Ąre wahnsinnig geworden.ÔÇť Der Alte summte tief und schloss f├╝r einige Augenblicke die Augen, ehe er die Stille unterbrach. ÔÇ×Du tr├Ągst Sorge in dir, Dabu┬┤ka. Sorge um die einen, so wie die anderen. Ich sehe nicht viel, aber ich sehe ein Wiedersehen und ich erkenne einen Orc, allein in einer H├Âhle in einem Berg, dessen Farbe diesen hier gleicht. Er versucht Antworten zu finden, doch bleiben ihm diese verwehrt.ÔÇť Mit einem Kopfsch├╝tteln verblassten die blauen Flammen und das kr├Ąftige Glutrot entfachte vom Neuen. Dabu┬┤ka sa├č einfach nur da und blickte erwartungsvoll zum Schamanen, doch mehr konnte oder wollte er ihr nicht sagen. Schweigend sahen sie sich an, bis Dabu`ka sich erhob, um den Alten herum ging, ihm dankend ihre Hand kurz auf die Schulter dr├╝ckend legte und am Ausgang der Versammlungsh├╝tte laut nach ihrem Wolf pfiff. ÔÇ×Die Ahnen mit euch.ÔÇť Fl├╝sterte der Orc hinterher und sah nur noch, wie sie sich auf ihren Reitwolf schwang, um mit erhobenen Jagdbogen in der Hand z├╝gig durch das Dorf preschte und sich z├╝gig auf den Weg hinaus, Richtung Brachland machte.

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Vertraut

Immer geradeaus verlief zun├Ąchst die berittene Route der Orcin, solange die Worte des alten Schamanen noch in ihrem Kopf kreisen konnten. Durch ihre Suche nach einem geeigneten Ort f├╝r das neue Dorf durchquerte sie bereits weitl├Ąufig die naheliegenden Gebiete und sie erinnerte sich sofort bei der Beschreibung an eine Felsformation, die der neuen Heimat glich. Sie vertraute ihrer Eingebung, oder was auch immer es war, schlug kurzfristig einen anderen Weg ein und schien sich an die Begebenheiten des Gebietes zu orientieren. Nachdem sie einen halben Tag unterwegs war rastete sie f├╝r knappe zwei Stunden an einer Wasserstelle. Das erhoffte Ziel lag in Sichtweite, jedoch noch eine gute Weile entfernt. Als sie auf ihren Reitwolf erneut aufschwang fiel ihr den Blick ihres treuen Begleiters auf. Mit aufgestellten Ohren sah er in eine ganz andere Richtung. ÔÇ×Ist da jemand?ÔÇť fragt sie ihn und bemerkte wie der Wolf zwei Schritte dorthin machte und ungeduldiger wurde.

Dabu┬┤ka war sich etwas unsicher, doch wenn Schattenfang etwas in der Nase hatte, sollte sie vielleicht zun├Ąchst dieser interessanten Sache nachgehen. ÔÇ×Na gut, lauf!ÔÇť gab sie ihm den Befehl, trieb den Wolf an und lie├č den R├╝den einfach freien Lauf. Die Umgebung und Begebenheiten ver├Ąnderten sich, mit einem Schulterblick sah sie wie das eigentliche Ziel sich drehte, aber noch immer in Sichtweite blieb. Vielleicht war die Bergkette als Anhaltspunkt gedacht und nicht der genaue Bestimmungsort. Die Orcin vertraute auf Schattenfangs tierischen Instinkt, welcher sie nie entt├Ąuscht hatte.

Gegen fr├╝hen Abend blieb der Wolf stehen. Er setzte seine Nase zwar noch einmal auf den Boden auf, jedoch bewegte er sich nicht mehr. Jetzt war Dabu┬┤ka gefragt; sie sattelte ab und besah sich den Boden. Sie konnte keine unnat├╝rlichen Spuren f├╝r dieses Gebiet finden, doch fiel ihr der Gedanke erneut in den Sinn, die Bergkette f├╝r sich zu Nutzen zu machen. Die Orcin drehte sich um, ging zu Fu├č weiter, bis der Horizont so gedreht war, dass sie parallel zu ihm stand. Nun konnte sie erneut aufmerksam den Boden begutachten, der tats├Ąchlich etwas Merkw├╝rdiges aufwies. Es sah aus, als h├Ątte etwas oder jemand eine F├Ąhrte verwischt. Etwas st├╝mperhaft, da jeder gut geschulter Pirscher dies zu erkennen w├╝sste.

Die F├Ąhrte f├╝hrte weiter hinauf und endete tats├Ąchlich vor dem Eingang zu einer H├Âhle, mitten in den Berg. Der Durchgang war nicht gerade gro├č, Schattenfang passte passgenau hindurch. Von au├čen konnte Dabu┬┤ka nur Dunkelheit erkennen, jedoch sp├╝rte sie an der Hand einen warmen Luftzug; ein Zeichen daf├╝r, dass irgendwo tiefer im Inneren vermutlich eine w├Ąrmende Quelle war. Die Orcin drehte sich noch einmal um, sah wie die Sonne langsam hinter der bekannten Felsformation unter ging und war mit den Gedanken im ihrem Dorf. Lange d├╝rfte sie nicht fort bleiben, sie wurde gebraucht.

Schattenfang ging vor, Dabu┬┤ka hielt sich vorsichtig an dessen Rute fest, damit sie hintereinander gehen konnten. ÔÇ×Such!ÔÇť Sprach sie kr├Ąftig leise und lie├č sich in der Dunkelheit von ihrem pelzigen Gef├Ąhrten leiten. Der Weg in der H├Âhle war schmal, es dauerte einen kurzen Augenblick, bis sich ihre Augen an die andere Umgebung gew├Âhnt hatten. Sie sp├╝rte die Bewegung der Wolfsrute, ein Feind war gewiss hier nicht in der H├Âhle. Als der Gang breit genug wurde um nebeneinander gehen zu k├Ânnen hallte ihnen ein einzelner Ruf entgegen. Schattenfang spitzte die Ohren, freute sich umso mehr und gab Antwort. Als w├╝rden die beiden Tiere sich unterhalten und den Weg deuten, folgte die Orcin lediglich aufmerksam, um nicht gegen einen Stein oder etwas anderem zu sto├čen. Nach einigen Minuten erreichten sie letztendlich die letzte Abbiegung, hinter der ein Lichtschein zu sehen war. Hastig kam ihnen der andere Wolf entgegen, was Dabu┬┤ka stutzig machte. ÔÇ×Vakakk?ÔÇť Fragte sie und erkannte das Tier, welches beide freudig begr├╝├čte.

Langsam waren die Schritte, immer wieder wurde der Kopf von der einen auf die anderen Seite gelegt, w├Ąhrend sich der Feuerschein n├Ąhrte, bis die Orcin erkennen konnte, wer dort allein am Lagerfeuer sa├č; Urmug Donnerschild.

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Wiedersehen

Dabu┬┤ka besah sich die H├Âhle; offenbar hatte Urmug schon eine gewisse Zeit hier gehaust. Sie musste zahnig schmunzeln, so nah war er gewesen und doch so fern. Tief in Gedanken versunken sa├č er da, bemerkte sie zun├Ąchst nicht. Er sah nicht gut aus; ein J├Ąger war er nie gewesen, obgleich er ein sehr guter K├Ąmpfer war. Offenbar n├Ąhrte er sich nur der Notwendigkeit willens. ÔÇ×Mok┬┤ra.ÔÇť Sprach Dabu┬┤ka leise, w├Ąhrend sie sich neben ihn hockte. Ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken begann Urmug seine Geschichte zu erz├Ąhlen, als w├Ąre die Orcin f├╝r ihn nur Einbildung.

ÔÇ×Die wei├če Dame war bereits dabei, das blaue Kind zu verlassen und es allein zu lassen, als ich eher ziellos durch das Lager stampfte. Immer wieder blickte ich mich um, verlangsamte die Schritte und ging mit viel Wehmut im Herzen das gesamte Lager ab. Ich sah die leeren Unterk├╝nfte meiner Orcs, die gerade auf Erkundung des neuen Landes waren. Ich schaute mich immer wieder um, doch konnte ich meinen Halt nicht finden.ÔÇť

Urmug hob am Feuer seine H├Ąnde und griff in die Leere. Dabu┬┤ka schwieg, setzte sich aufrecht zu ihm gewandt und wagte es nicht seine Geschichte zu unterbrechen. Noch immer sprach er im nordorcischen Akzent, es f├╝hlte sich f├╝r diesen Augenblick nach Heimat an.

ÔÇ×Halt, den hatte ich im Clan. Egal welche Fragen mich belasteten, ich konnte meine Maka┬┤s befragen und sie st├╝tzten mich! Aber wo sind sie nun?! Mein Weib, Karula, Dabu┬┤ka. Sie hatten immer ein offenes Ohr als ich noch Durub war. Der Clan brauchte diesen Halt, er brauchte doch einen H├Ąuptling, wo ihrer nicht da war! Ich wollte das nicht, ich wollte unser altes Oberhaupt zur├╝ck!ÔÇť

Schnaufend atmete Urmug aus.

ÔÇ×Ich gab ihnen den Halt, den sie brauchten und dann kehrte er zur├╝ck, als wir alle es am wenigsten erwartet hatten. Es war so viel geschehen, sch├Âne Dinge! Enge Freundschaften wurden geschmiedet, wir hatten zusammen gek├Ąmpft! Ein frischer Wind durchzog den Clan, den er brauchte, aber dann ÔÇŽÔÇť

Ein grollendes Brummen durchzog diese wohl schweren Gedanken, die ihn zu qu├Ąlen schienen.

ÔÇ×Nichts mehr. Ein MakÔÇÖgora w├Ąre unsinnig gewesen, ich war nur ein Ersatz. Einige waren ungl├╝cklich, sie kannten ihn ja nicht, vertrauten aber mir, was sollte ich da tun? Wir gingen fort, an einen anderen Ort, aber dort war es dennoch leer. Mein Halt, keinen Halt. Ich tat nichts anderes wie er und verlie├č sie, ich konnte nicht dort bleiben, ich konnte es einfach nicht!ÔÇť

Ein lautes Gebr├╝ll durchquerte die H├Âhle, dass einige kleinere Gesteinsbrocken von der Decke purzelten. Dabu┬┤ka zog sich kurz zusammen, ehe sie ihre Augenbrauen zusammenzog, ausholte und Urmug eine gewaltige Ohrfeige ins Gesicht donnerte. ÔÇ×Nu ist aber gut, Urmug! Du bist ein K├Ąmpfer und kein junger Welpe, der sich die Rute zwischen die Beine klemmt und jammert!ÔÇť Schwere Atemz├╝ge durchstr├Âmten die kleine Orcin, die ihn mit einem feurigen Blick anblickte. Urmug sch├╝ttelte seinen Kopf, als w├╝rde er sich vergewissern wollen, dass es auch wirklich Dabu┬┤ka war, die dort vor ihm hockte. Die Wiedersehensfreude kehrte erst allm├Ąhlich zur├╝ck, daf├╝r fiel sie sehr herzlich aus. Mit einer festen Umarmung, die einem fast die Luft h├Ątte abschn├╝ren k├Ânnen bewiesen sich die beiden Orcs, dass es keine Vision, sondern etwas Greifbares, Festhaltendes war.

Urmug berichtete bei klarem Verstand weiter ├╝ber das Geschehen, w├Ąhrend Dabu┬┤ka ihm getrocknetes Schlangen- und Schweinefleisch an der Flamme erhitzte. Bei einem gemeinsamen Fra├č lie├č es sich besser sprechen. Auch sie berichtete ihm von ihrer langen Reise und dem Schrecken als sie von der vollzogenen Abspaltung des Clans erfuhr. Sie erkl├Ąrte ihm auch, dass es weder einen Weg zur├╝ck noch zu den Donnerschilden geben konnte, da sie sich nicht f├╝r eine Seite h├Ątte entscheiden k├Ânnen. Auch Urmug war einer ihrer wichtigen Bezugspersonen gewesen und sie haderte sehr lange mit sich selbst. Jedoch offenbarte ihr der Weg in die ├ľdnisfestung einen neuen Pfad, sie hatte nun eigene Verantwortung zu tragen, nicht nur f├╝r sich allein.

Es war ein wenig wie fr├╝her gewesen, wie die beiden enge Freunde an der Flamme gemeinsam sa├čen, a├čen und sich Geschichten erz├Ąhlten. ÔÇ×Du hast keine wehrlose Welpen hinterlassen, sondern erwachsene Orcs, die sehr gut auf sich aufpassen k├Ânnen, eh! Trotzdem; du musst mit ihnen Kontakt aufnehmen und reden.ÔÇť Dabu┬┤ka machte ihm klar, dass er den Donnerschilden einen eigenen Weg er├Âffnet hatte. Sie mussten ihn vermutlich nun alleine weiter gehen, da Urmug sich nicht in Stande dazu f├╝hlte weiterhin ein H├Ąuptling f├╝r sie sein zu k├Ânnen. Die Orcin lud ihn ins Dorf ein, zu helfen, auch um auf andere Gedanken zu kommen und einen Boten zu entsenden; doch dies lehnte er zun├Ąchst dankend ab. Urmug wusste von nun, an wen er sich wenden konnte, wo Dabu┬┤ka sich aufhielt, wenn die Zeit f├╝r ihn gekommen war. Er brauchte den R├╝ckzug noch f├╝r sich, doch wusste die Orcin, dass dies nicht zu lange dauern sollte, schlie├člich war sein knurrender Magen nicht zu ├╝berh├Âren.

Mitten in der Nacht machte sich Dabu┬┤ka noch z├╝gig auf den Weg zur├╝ck ins Dorf zu reiten, ihrem Zuhause, dem Donnerblutklan.

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Im Auge behalten
Kurzgeschichte geschrieben von GutÔÇÖmak

Aufmerksam lie├č der Orc sein Blick in die Ferne schweifen. Redlich bem├╝ht, seine Konzentration aufrecht zu erhalten. Die Sonne schien aber erbarmungslos auf das Brachland nieder, und machte es dem Wachposten auf der Anh├Âhe nicht leichter. Nachdem das helle Rund fast ihren h├Âchsten Stand erreicht, gewann die Hitze das Tauziehen mit dem Orc. Sein Blick verharrte nun am Horizont, und die Wache verfiel in einer Tr├Ąumerei mit offenen Augen.

In der Ferne zeichnete sich eine Silhouette ab die gr├Â├čer wurde. Wie der Zufall es wollte, starrte der Orc genau auf diesen Punkt am Horizont. Es verging noch eine Weile, bis der von Hitze bet├Ąubte Verstand die Ver├Ąnderung bewusst wurde. Erschrocken sch├╝ttelte der Orc sein massigen Sch├Ądel. Dann Kniff er die Augen etwas zusammen, um sie vor der glei├čenden Helligkeit etwas zu sch├╝tzen. Sein Blick machte nun eine Figuren aus, ein Reiter oder so was ? Panik stieg in dem unerfahrenen Orc auf. Hecktisch suchten seine Pranken das Signalhorn. Als er endlich f├╝ndig wurde blies er kr├Ąftig in das Horn. Der dumpfe Ton schallte durch das Tal am Fu├če der Anh├Âhe, in dem sich das Lager erstreckte. Als der Alarm verhallte ver├Ąnderte sich sp├╝rbar die Ger├Ąuschkulisse im Dorf.

Der Reiter wurde deutlicher, und nun konnte der Orc von seinem Wachposten erkennen, dass der Reiter auf ein Wolf sa├č. Mittlerweile kam ein zweiter Orc die Anh├Âhe herauf geeilt. Mit einen dicken Finger zeigte die Wache in die Richtung des Reiters, und wurde dabei schon etwas unsicherer. Der zweite Orc, dessen Augen wohl etwas besser waren, fokussierte seinen Blick darauf, und seine gelben Hauer verzogen sich kurz zu ein Grinsen. Der Orc der Wache hatte sp├╝rte ein kurzen, aber heftigen Schlag gegen sein Hinterkopf. Der Zweite Orc, brummte: ÔÇťDu Dummbatz! Das ist unsere Marak!ÔÇŁ

Verlegen schaute die Wache kurz entgeistert sein Klanmitglied an, und warnte denn seine Augen sofort wieder auf den Reiter in der Ferne. Bevor er was erwidern konnte, blies der Orc lieber schnell das Signal zu Entwarnung. Solch einen Fehler w├╝rde er sicher kein zweites mal machen.

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Es war schon sehr sp├Ąter Abend, schon fast Nacht, als Tharagosh Blutaxt an einem Feuer auf einem der vielen Wacht├╝rme Wache hielt. Die meisten des Klans waren schon in ihren H├╝tten, bis auf einige vereinzelte Wachen, lagen alle in ihren Fellen, von hier oben konnte er sogar die schlafenden Schweine sehen. Er mochte diesen Platz, obwohl er gar nicht die Aufgabe bekam, Wache zu halten, tat er es, denn f├╝r ihn war eines klar; er hatte sie gefunden, eine Familie aus Blut und Donner. Morgen sollte es soweit sein, der Pfad des Blutes lag vor ihm, diese Pr├╝fung sollte entscheiden, ob Tharagosh ein Donnerblut wird oder nicht, ob Sieg oder Tod.

Bald ist es soweit.

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(Danke f├╝r deinen sch├Ânen Post Tharagosh! Wir freuen uns mit Dir auf Deine heutige Pr├╝fung und Abend, der zu Deinen pers├Ânlichen Ehrentag ausgerufen wird :fist_right:t5::boom::fist_left:t5: Donner und Blut!)


Ein Gast auf Abwegen
Kurzgeschichte geschrieben von GutÔÇÖmak

Tage waren vergangen seit die Marak DabuÔÇÖka vom Donnerblutklan im Lager wieder zur├╝ckgekehrt war und bereits neue Order f├╝r ihren Klan mitbrachte. Sie k├╝ndigte einen hungrigen Orc an, der wohl schon bald in das Lager kommen w├╝rde. Ein alter Freund, welchen unverz├╝glich Einlass zu gew├Ąhren war und ihn zu ihr in die H├Ąuptlingsh├╝tte bringen sollte. Genaueres wurde aber nicht ├╝ber diesen Fremden preisgegeben, zu viel Arbeit hatte Dabu┬┤ka noch, um die Zivilisten zu einem geregelten Tagesablauf im neuen Dorf zu bringen. Und so machten sich nat├╝rlich ebenso unverz├╝glich Ger├╝chte im Klan breit. Eines davon war, dass es sich bei den Reisenden um den ehemaligen H├Ąuptling Urmug Donnerschild handeln sollte. Einige Orc kannten Geschichten aus Ogrimmar ├╝ber ihn, dass er noch unter Leitung eines anderen Clans eine Streitmacht ins Eschental mit gef├╝hrt haben sollte, um gegen die Nachtelfen zu k├Ąmpfen, die sich hartn├Ąckig der Einnahme des Waldes durch die Horde widersetzten. Diese Geschichten machten so schnell die Runde, dass sogar die Halbw├╝chsigen Welpen in ihren spielerischen K├Ąmpfen unter anderem H├Ąuptling Donnerschild sein wollten.

Das Land war noch in seiner vollen Helligkeit zu sehen, aber die Sonne kam den Bergen immer n├Ąher, um der wei├čen Dame Platz zu machen. Der Reisende war endlich eingetroffen und wurde von den neugierigen Blicken der Bewohner in Augenschein genommen. So wie es die Marak angeordnet hatte, wurde der Orc ohne Umschweife in ihre Unterkunft gebracht. Mit dem letzten Licht des Tages f├╝hrte DabuÔÇÖka Donnerblut den Fremden durch das Lager und mit dem endg├╝ltigen Verschwinden der Sonne, verschwanden die beiden auch schon wieder in ihre H├╝tte. Es g├Ąbe vieles und wichtiges zu besprechen, so die Aussage der Marak.

Die Flamme tanzte wild in ihrem steinernen Rund und warf groteske Schatten, an das gespannte Leder des Hauptzelts durch die Orcs, die um ihr herum sa├čen. So wie regelm├Ą├čig der Nebel, von dem gro├čen See in das Lager kam, wenn die k├╝hle der Nacht das Tal einnahm, so versammelten sich die Orcs um gemeinsam zu essen und den einen oder anderen Schnapsschlauch zu leeren.

An diesen Abend gab es nat├╝rlich nur ein Thema: Wer war dieser Neue im Klan, der gleich uneingeschr├Ąnkten Zugang zur Marak DabuÔÇÖka hatte? Wilde Spekulationen waren unter den Anwesenden ausgebrochen. Jeder berichtete was er ├╝ber diesen Reisenden in Erfahrung bringen konnte. Langsam formte sich ein Bild, welches gar nicht zu den Geschichten passte, die man sich in den letzten Tagen erz├Ąhlte. Dieser Orc war schlie├člich vollkommen unbewaffnet und nur mit den n├Âtigsten bekleidet in Donnerblutdorf gekommen. Hinzu kam noch, dass er so ausgehungert aussah, als wenn er ohne die Hilfe seines treuen Wolfes das Lager nicht aus eigener Kraft h├Ątte erreichen k├Ânnen.

Und so gruppierten sich schnell einige Orcs, die anzweifelten, dass es sich um den H├Ąuptling Urmug Donnerschild handelte. Schlie├člich hatte, von den hier Versammelten noch niemand diesen ber├╝chtigten Orc aus den Erz├Ąhlungen wirklich gesehen. Geschweige denn, dass man absch├Ątzen konnte, was an den Geschichten, die immer l├Ąnger und verwirrender wurden, so ├Âfter sie weiter gegeben wurden, wirklich die Wahrheit entsprach.

Abf├Ąllige Kommentare waren zu vernehmen und wurden lauter, Unruhe drohte zu entstehen. So sagte einer, er h├Ątte den Namen Urmug vernommen als die Marak ihn begr├╝├čte. Darauf meldete sich der Orc, der vor ein paar Tagen den Fehlarlam ausgel├Âst hatte, dass dies gewiss nicht sein k├Ânnte. Er w├╝sste zwar nicht was sie meinen geh├Ârt zu haben, aber er wusste genau was er gesehen hat. Darauf wurden seine Worte mit ein laut hallendes Gel├Ąchter ├╝bert├Ânt. Durch sein ungewolltes Geschick, die anderen mit seinem Blick so zu erheitern, verstummte er auch schon wieder.

Da einige mitbekamen, dass der alte Schamane dazu auch was zu sagen hatte, kehrte halbwegs wieder Ruhe ein. Als der Rest der Versammelten Orcs sich endlich auch wieder in Griff hatten sprach der Alte mit ruhiger und bedachter Stimme: ÔÇťMeine Augen sind auch nicht mehr die sch├Ąrfsten. Aber sie sind noch so gut, dass ich sagen kann, wen ich heute nicht gesehen habe. Ich sah keinen Feldherrn, oder einen H├Ąuptling. Dies ist nicht dieser Schildbruch, von den ihr so heldenhaft erz├Ąhlt habt. Ganz gleich wie sein Name ist.ÔÇŁ

Um der Ungewissheit entgegen zu wirken w├╝rde die Marak des Donnerblutdorfes alsbald schon ihre Stimme erheben und den Namen des Unbekannten Gastes allen laut offenbaren.

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Die erste Klanversammlung

Die Sonne war bereits am Horizont versunken und der prachtvolle Mond zog langsam seine Bahn ├╝ber das s├╝dliche Brachland, als die junge Marak Dabu┬┤ka nerv├Âs quer durch ihre kleine H├╝tte stiefelte. Sie hatte bereits einigen Versammlungen beigewohnt, doch war dies die erste ihres eigenen Klans, ein ganz besonderer Moment, ├╝ber welchen sie sich freuen sollte, doch sie versp├╝rte ehr Aufregung und gar ein wenig Angst. Die Vorbereitungen waren ├╝ber den Tag verteilt getroffen worden; ein ├╝ppiges Mahl bestehend aus ├╝ppigen Fleisch des Brachlandes. Kaninchen, Pr├Ąriehunde, Schlangen, sogar ein ganzes und ein kleines Schwein wurden erw├Ąhlt, um die hungrigen M├Ągen ihrer Vertrauten am Abend zu f├╝llen.

Vielleicht war es aber auch der Umstand einer Nachricht des alten Schamanen, die sie nerv├Âs werden lie├č. Er verhie├č eine Vision eines jungen Orces, der noch am heutigen Abend ins Dorf kommen w├╝rde. Besucher waren nichts Ungew├Âhnliches f├╝r das Dorf, schlie├člich bezogen sie noch Konsumg├╝ter ├╝ber das Wegekreuz, direkt von Orgrimmar. Erschien dieser allerdings vor dem inneren Auge eines empf├Ąnglichen Schamanen verhie├č dies eine schicksalshafte Begegnung, die gut oder schlecht ausgehen k├Ânnte. Je l├Ąnger sie dar├╝ber nachdachte, desto unruhiger wurde die Marak.

Der Mond stand ├╝ber dem Dorf als die Signalh├Ârner erschallten. Das Zeichen f├╝r den Beginn der ersten Versammlung wurde eingel├Ąutet. Kr├Ąftig mag der Herz der Orcin geschlagen haben, als sie tief durchatmete und sich auf den Weg zur Versammlungsh├╝tte machte. Die Schamanenflamme knarzte, als zwei Holzscheite nachgelegt wurden. Kurz stand Dabu┬┤ka wie angewurzelt da, als sie in die zwar kleine Runde, aber dennoch offiziellen Runde blickte. Urmug konnte sein breites Grinsen nicht verbergen; er hatte in der vergangenen Zeit sehr gut die Gedankeng├Ąnge seiner Marak deuten k├Ânnen und wusste wie aufgeregt sie war. Auch Tharagosh erhob seinen Kopf und gr├╝├čte respektzollend mit dem typischen Faust auf das Herz Schlag.

Vor den Orcs war das gute Essen bereitet. In abgeflachten Hornkr├╝gen wurde Schnapps und der vom Markt ergatterte Kirschgrog angeboten. Es sollte eine gesellige Runde werden, um der jungen Orcin ein wenig Rutine zu vermitteln. Wenige Wochen waren vergangen, als sie den Schritt der Eigenst├Ąndigkeit des Klans wagte. In der Zeit hatte sie bereits einiges gelernt, besonders denen zu vertrauen, die ihr von da an nahe standen. Tharagosh hatte fast genauso lange schon mit ihnen gespeist, t├Ąglich. Er begleitete Dabu┬┤ka auf den Markt in Beutebucht, wo sie an der Sitzrunde ihres alten Clans teilnahmen. Der Krieger kn├╝pfte erste Kontakte zu ihren unmittelbaren Nachbarn, den W├Âlfe der Ehre und war sofort dabei, als die Marak auf die glorreiche Idee kam den gro├čen Haifischfang einfach mit ins Dorf zu schleppen. Tahargosh stopfte dem Fisch ein Fass Kirschgrog in das geweitete Maul, um Platz zu sparen, ehe beide unter lautem Gel├Ąchelter zum Schiff stapften.

Ehe Dabu┬┤ka ├╝berhaupt begriff, dass sie sich bereits zwischen die beiden Orcs gesellt und mit ihrem am├╝santen Bericht begonnen hatte, schallten erneut die Signalh├Ârner und k├╝ndigten einen fremden Besucher an. Kurz blieb ihr das Herz stehen und erschrak, als zwei Wachpeons tats├Ąchlich einen jungen Orc zur Versammlungsh├╝tte geleiteten. Der alte Schamane hatte scheinbar Recht; so gew├Ąhrte die Marak den Eintritt des Gastes und bot ihm einen Platz an der Flamme an. Respektabel verlief die Begr├╝├čung und Vorstellung; so konnte sich der junge Orc zun├Ąchst mit dem kr├Ąftigen Mahl s├Ąttigen und st├Ąrken, ehe er genauer unter die Lupe genommen werden w├╝rde.

Zun├Ąchst wurde jedoch weiter ├╝ber die Vorkommnisse des Dorfes berichtet. Ein wichtiges Thema war der Kontakt zu anderen Gemeinschaften und Klans, um Verb├╝ndete zu suchen. Dabu┬┤ka erz├Ąhlte das keine Regung vom alten Clan zu verzeichnen war, sp├╝lte das Thema aber mit einem gro├čen Schluck Schnapps ihre trockene Kehle hinunter. Tharagosh erz├Ąhlte derweil vom Palaver mit dem Anf├╝hrer der W├Âlfe der Ehre. Sie unterhielten jene Mitstreiter die in ihren Herzen Ehre trugen, ganz gleich welchem Volke die angeh├Ârten. Ein interessanter Aspekt, schnell war klar, dass diese Gemeinschaft z├╝gig einen Boten aus dem Dorfe erhalten sollte. Tharagosh bot sich f├╝r diesen Auftrag an, damit die Marak und der Maruk des Donnerblutklans im Dorf weiter koordinieren konnten. Unter diesem Ansichtspunkt wurde ├╝ber die Mitgliedschaft, R├Ąnge und Verantwortung gesprochen. Freudig und voller Stolz erhob sich der Krieger und bekundete laut das er bleiben m├Âchte und das er im Dorf in seinen Augen eine neue Familie gefunden hatte, die es zu sch├╝tzen galt.

Das Schicksal wollte es, dass Tharagosh Blutaxt als Erster den Pfad des Blutes antreten w├╝rde.

Mit ansto├čenden Hornkr├╝gen wurde die freudige Kund besiegelt und die Vorbereitungen sollten bereits am anstehenden Tage beginnen. Nach dieser erfreulichen Nachricht wurde auch der Gast der Flamme, der junge Orc welcher den Namen Ranash trug, redseliger. Er h├Ârte vom Donnerblutklan und wollte hier seine helfende Pranken anbieten. Sein junges Alter verriet, dass er noch kein Om┬┤riggor, ein Ritus der einen jugendlichen Orc in den Status eines Erwachsenen erhebt, abgelegt hatte. Jungblut w├╝rde Dabu┬┤ka ihn neckend nennen, solange Ranash sein Ritual noch nicht vollzogen hatte. Um dies zu bestehen und ├╝berhaupt antreten zu k├Ânnen m├╝sste er gleich ab den n├Ąchsten Tage trainieren und lernen, lernen was es hei├čt ein Teil einer Gemeinschaft zu werden.

So endete die erste Klanversammlung des Donnerblutklans gegen Mitternacht; feucht und fr├Âhlich. All die Anspannung und Nervosit├Ąt wart vergessen, je mehr Schnapps und Grog floss.

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Dorfleben; der Schmied und die Halbstarken
Kurzgeschichte geschrieben von Gut┬┤mak

Der monotone Krach der Schmiede riss die Dorfbewohner aus ihrer Nachtruhe, als die Helligkeit langsam ├╝ber die Berge kroch, um den Tag anzuk├╝ndigen. Das Tal in dem das Lager lag, an dem gro├čen See, war noch in fester Hand des Nebels, der in den k├╝hlen N├Ąchten das Land ├╝berzog. Nur die unmittelbare N├Ąhe, der Schmiede konnte sich der Nebel, nicht bevollm├Ąchtigen.

Immer wieder erhitzte der Schmied sein Werkst├╝ck, legte es auf den Amboss, und bearbeitete es mit gezielten Schl├Ągen. Nach gef├╝hlten unendlichen Wiederholungen konnte man erkennen, dass es eine stattliche Axt werden sollte. Nicht irgendeine Axt, nein. Eine die man immer wieder und ├╝berall erkennen w├╝rde. Die Marak DabuÔÇÖka hatte den Schmied gebeten, f├╝r Urmug eine Axt herzustellen, die seiner w├╝rdig sei. Eine die nicht nur mit einer Pranke gut zu f├╝hren sei, sondern auch eine, die man von ihrer Erscheinung, mit dem Donnerblutklan in Verbindung bringen w├╝rde.

Die Schatten wurden k├╝rzer, und das Treiben im Lager nahm stetig zu. Unbeschwert tollten die Halbstarken im Lager herum. Eine kleine Orcin spielte mit ihrem halbw├╝chsigen Freund direkt vor der Schmiede fangen. Die Lautst├Ąrke, die sie dabei an den Tag legten, machte langsam den Schmied selbst m├╝rbe. Der gro├če Orc mit seinem Schmiedehammer versuchte die spielenden Orcwelpen aus seiner Wahrnehmung auszublenden, um sich weiter auf die anspruchsvolle Arbeit zu konzentrieren. Mittlerweile hatte der Rohling des Axtkopfes schon seine feinen Verschn├Ârkelungen erhalten. Viele feine B├Âgen und Spitzen zierten die Axtklinge. Eine sehr aufwendige Arbeit. Vorsichtig schlug der Schmied das Metall d├╝nner. Die Klinge sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch sehr scharf sein. Au├čerdem f├╝r ihre Gr├Â├če auch leicht und angenehm zu H├Ąndeln sein, so das der Besitzer sie mit einer Hand blitzschnell f├╝hren k├Ânnte.

Aufmerksam beobachteten die Augen des Schmieds, wie sich die Farbe des Metalls von der Axt ver├Ąnderte, die er wieder in die Glut gelegt hatte. Vorsichtig wendete er sein Werkst├╝ck, und stellte ganz nebenbei fest, dass der L├Ąrm der beiden Halbw├╝chsigen aufgeh├Ârt hatte. Es war still, vielleicht etwas zu still geworden. Zufrieden hoben die starken Pranken die glutrote Axt aus dem Feuer, r├╝ber auf den Amboss. Sorgf├Ąltig begann er wieder das Metall zu behauen. Pl├Âtzlich erschrak er, von einem eher l├Ącherlich klingenden Gebr├╝ll, direkt hinter sich. Der Schmied konnte noch gerade soweit die Geschwindigkeit des Hammers abbremsen, das genug Zeit blieb sein Bein weg zu ziehen. Sonst h├Ątte der Hammer sein Knie getroffen.

Die beiden Halbstarken hatten sich unbemerkt von hinten gen├Ąhert, um ihn mit einem herausfordernden Gebr├╝ll zu ├Ąrgern. Der Schmied drehte sich wutentbrannt zu den beiden um, die in ein kindliches Gegacker ausgebrochen waren. Nun hallte ein anderer Laut durch das Tal. Die Pranken des Schmieds schnellten nach vorne, w├Ąhrend er die beiden Kurzen demonstrierten, was ein furchterregender Schrei war. Die beiden Halbw├╝chsigen nahmen rasch ihre Beine in die Hand und rannten so schnell wie sie nur konnten, vor dem Griff des Schmieds weg.

Hastig bogen sie ab und rannten dabei beinahe den alten Schamanen ├╝ber den Haufen. Als der Schmied sah, dass die Beiden nun auch noch ├ärger mit den Schamanen bekommen w├╝rden, lie├č er von den Halbstarken ab; soll dieser sich um die beiden Welpen k├╝mmern.

Erbost sammelte sich der ├╝berraschte Alte wieder und rief den beiden noch etwas hinter her, was sie aber wohl nicht verstanden hatten, da sie schnell in die H├Âhle laufen wollten. Aus dieser kam jedoch gerade die Marak des Donnerblutklans, Oberhaupt des Dorfes. Sie breitete ihre Arme aus und ergriff kraftvoll die Ohren der Kinder, eines links, das andere rechts. Ohne in ihrem Schritt langsamer zu werden f├╝hrte sie die frechen Welpen zum Schamanen, bei den sie sich entschuldigen sollten. Ihre R├╝ckwanderung war damit jedoch nicht zu ende. Dabu┬┤ka schliff die Halbw├╝chsigen weiter, Richtung Schmiede. Dort blieb sie zun├Ąchst stehen, um den Meister des Werkes zu beobachten.

Der Schmied war bereits zur├╝ck bei seinem Amboss und stellte fest, dass er zwar sein Knie verfehlt hatte, aber nicht sein sch├Ânes Werkst├╝ck. Der Hammer traf eine Stelle, wo die Axt nicht auf dem Amboss lag. Nun war der Axtkopf von der Kante des Amboss einmal umgebogen. Entt├Ąuscht betrachtete er den Schaden und sah, dass die Stelle, an dem die Klinger abgebogen wurde, halb gerissen war, als die Axt vom Amboss rutschte und sie zu Boden fiel. W├╝tend war sein Blick, doch die junge Marak hielt ihn an die Welpen nicht hart zu bestrafen. Einige harte Worte fielen, ebenso mussten die Halbstarken von nun an dem Schmied unter die Arme greifen, bis dieser den Schaden als Nichtig ansehen w├╝rde. Kein spielen, sondern gerade stehen f├╝r den Unfug, den sie selbst fabriziert hatten.

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Der Pfad des Blutes

Alltag und Routine waren f├╝r eine funktionierende Dorfgemeinschaft ebenso wichtig wie gemeinsame Festlichkeiten und Freudenfeste. Es verband und schwei├čte fester zusammen. So sollte es auch beim Donnerblutklan werden. Am Pfad des Blutes, eine traditionelle Pr├╝fung, um fester Bestandteil eines Klans zu werden, t├╝ftelten Dabu┬┤ka und Urmug seit Tagen ausgiebig herum, um alles passend f├╝r die Dorfgemeinschaft zu machen. Mittlerweile erg├Ąnzten sich die Marak und der Maruk sehr gut und die Verbindung der beiden wurde immer harmonischer. Auch hatten sich bereits alle daran gew├Âhnt den Orc zu fragen und gar Anweisungen von ihm anzunehmen, wenn das Weib mal nicht zugegen war.

Die Pr├╝fung sollte f├╝r jeden ein ganz pers├Ânlicher, ehrenvoller Moment werden; herausfordernd und Gemeinschaftsf├Ârdernd zugleich sein. An der Ausf├╝hrung selbst sollten jene anwesend sein, die diesen Pfad bereits bestritten hatten und selbst gegangen waren. Neulinge hingegen mussten an diesem Abend f├╝r das Dorf jagen oder austoben gehen, um sich die ├ťberraschung der eigenen bevorstehenden Pr├╝fung f├╝r sp├Ąter nicht zu nehmen und ihre Vorfreude erhalten.

Ein pers├Ânlicher Ehrentag sollte es werden, an dem jedes Jahr vom Neuen erinnert und gefeiert wird. Tharagosh Blutaxt sollte den Anfang machen; er war bereits Wochen im Dorf, nahm Aufgaben entgegen und sollte auch die K├╝nftige als festes Klanmitglied entgegennehmen. Schwer waren die beiden Steins├Ąulen, die auf h├Âlzernen Lastenwagen mit Kodos Richtung Schamanenstein transportiert wurden. Mitten im Dorf, jedoch am Rande des Weges wurden sie aufrecht zu Stand gebracht, als w├╝rden diese imposanten Steine zus├Ątzlich zur H├Âhle weisen.

Der alte Schamane betrachtete mit Dabu┬┤ka zusammen die S├Ąulen, umschlich diese und sprach leise zu ihnen, als w├╝rden sie ihm zuh├Âren. Hier sollen sie eingemei├čelt werden, die Namen k├╝nftiger Klanmitglieder, die ihre Pr├╝fungen erfolgreich und lebendig absolviert haben. ÔÇ×Eine gute Sache.ÔÇť Nickte der Schamane diese Idee zufrieden ab und ging zur Marak zur├╝ck. ÔÇ×Du w├Ąchst gut in deine neue Aufgabe hinein, Dabu┬┤ka.ÔÇť So nett die Worte gemeint waren, desto fester stachen sie innerlich. Die J├Ągerin brummte leise vor sich hin. ÔÇ×Ohne den R├╝ckhalt der anderen w├Ąre mir das nicht m├Âglich.ÔÇť Sprach sie nach einer Schweigeminute. Der alte Schamane stupste die vor sich her starrende Orcin mit seinem klirrenden Holzstab in die Seite. ÔÇ×Ein H├Ąuptling, eine Marak wie du es bist, ist nichts ohne diesen R├╝ckhalt. Gr├Ąme dich nicht, sondern erfreue dich an dem was du, ihr alle, hier aufbaust. Ich bin zwar nicht dein Vater, trotzdem bin ich stolz auf dich, Dabu┬┤ka Donnerblut.ÔÇť

Weitere Augenblicke des Schweigens folgten, bis die Orcin ein zahniges Grinsen aufzeigte. Sie wandte sich um, klopfte respektzollend dem alten Schamanen auf die Schulter und schaute vor die Versammlungsh├╝tte. Dort war der junge Ranash gerade am Kr├Ąftemessen mit Urmug. Die beiden balgten sich gerne und es schien ebenso, dass beide voneinander lernten. Ihr Blick wurde zufriedener und ruhiger. Dabu┬┤ka genoss diese Momente des Zusammenhaltes und auch der Schamane wusste die Gedanken zu deuten. ÔÇ×Aus reinem Herzen zu handeln ist mehr wert und tr├Ągt mehr Ehre mit sich als jeder verg├Ąngliche Ruhm, nur um am Anfang einer imangin├Ąren Liste zu stehen.ÔÇť Erleichtert atmete die Marak aus und spuckte auf den Boden. ÔÇ×So, nun muss ich Ranash und die Jungbl├╝ter jagen schicken, die Opfergabe vorbereiten und die Dorfbewohner anweisen was sie tun m├╝ssen, sollte die Blutaxt erfolgreich sein.ÔÇť

Zufrieden zog sich der Schamane zur├╝ck, um vor dem folgenden Trubel zu fliehen. Es gab f├╝r den Pfad des Blutes noch einiges schaffen.

Am Abend waren die melodischen Trommelschl├Ąge nicht zu ├╝berh├Âren, die angespannt durch das Dorfe zogen. Wandernde Fackeln durchquerten das Gebiet der Donnerblutorcs, bis letztendlich nach Momenten der Stille unter dem lauten Gebr├╝ll und verhallenden Signalh├Ârnern sp├Ąter deutlich der Name ÔÇ×Tharagosh Blutaxt!ÔÇť jubelnd vernommen wurde. Der erste Pfad des Blutes war erfolgreich vollzogen; nun konnten die Jungbl├╝ter zur├╝ck ins Dorf eilen, um eng zusammen im Dorf diesen w├╝rdigen Ehrentag mitfeiern zu k├Ânnen.

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Geistergeschichten; die Legende von Hakon

Der volle Mond schien kraftvoll auf das Donnerblutdorf hinab und umgarnte es z├Ąrtlich, das durch den Fackelschein skurrile Schatten durch die Nacht tanzten. Noch war es ordentlich k├╝hl und durch die W├Ąrme der Wegflammen zogen langsam Nebelschwaden am Boden ihre Bahnen. Jeder, bis auf die Wachen in ihrem Ausguck, schien die Nachtruhe wie gewohnt nachzugehen. Auch Urmug schlief tief und fest in der H├Ąuptlingsh├╝tte unter den Fellen. Dabu┬┤ka hingegen wurde schlagartig wach, als ihr Instinkt leise Ger├Ąusche vor ihrem Zuhause wahrnahm. Sie horchte in die Nacht hinein und meinte ein Fl├╝stern zu verstehen. Die junge Marak wollte den Maruk nicht wecken, so schlich sie leise und mit langsamen Bewegungen unter den Fellen hervor, nahm ihr schlichtes Jagdmesser in die Pranke und schob vorsichtig die Lederh├Ąute vom Eingang beiseite, um einen genaueren Blick ins Dorf haben zu k├Ânnen.

Sie sah zwei oder drei Schatten von H├╝tte zu H├╝tte huschen, bis sie au├čer Sichtweite waren. Die Wachen schlugen keinen Alarm, von au├čen konnte also nichts ins Donnerblutdorf hineingelangt sein. Brummend gab Dabu┬┤ka ihrem tierischen Begleiter ein Handzeichen, der nat├╝rlich ebenfalls durch die Bewegungen wach wurde. Das Tier schlich als Erstes hinaus und verschwand ebenfalls im Nebel. Stille.

Als hinter ihr ein tief grollendes Schnarchkonzert begann machte sich auch die Orcin auf den Weg hinaus in die Nebelschwaden. Vorsichtig mit bedachten Schritten und kampfbereiter Haltung ging sie durch die schwebende K├╝hle, die sich wie eine Wand um eine der mehreren Kochstellen zog. Es war keine Einbildung, die Schatten waren real und nahmen immer mehr Formen an, bis Dabu┬┤ka einige halbstarke Orcwelpen am Feuer erblickte. Schnaufend und mahnend streng sah sie zu ihnen her├╝ber, musste allerdings zahnig schmunzeln, als sich die Kinder selbst vor der Marak erschraken. So setzte sie sich zu ihnen ans Feuer und fragte, was es mit dieser Versammlung auf sich hatte. Eines der Welpen, es war kleiner als die anderen, hatte vor sich einen der Flechtk├Ârbe, die vor den H├╝tten aufgestellt waren. In diesen konnten die Dorfbewohner gefundene Schlangen ablegen, welche dann abgeholt wurden, um das Leder und Fleisch zu verarbeiten.

Die Orckinder mussten suchen, ehe sie einen Korb mit Inhalt gefunden hatten. Als eine Art Mutprobe sollte nun das kleine M├Ądchen ihren Mut und St├Ąrke den anderen gegen├╝ber unter Beweis stellen, hineingreifen und die Schlange rausheben, ohne gebissen zu werden. Wenn sie es schaffte, d├╝rfte sie bei den etwas ├älteren mitspielen, anstatt unter den st├Ąndig wachsamen Augen der Eltern. Zum Gl├╝ck gab es in der n├Ąheren Umgebung keine Giftschlangen, so w├Ąre ein Biss gewiss nicht mehr sch├Ądlich als der Schmerz, aber f├╝r die Halbstarken des Dorfes waren solche kindliche Selbstversuche wichtig zum erwachsen werden.

Dabu┬┤ka selbst erinnerte sich an ihre Raufereien mit den Gr├Â├čeren, um unter den Gleichaltrigen Anerkennung zu bekommen. Sie ├Âffnete den Deckel und sprach der kleinen Orcin neben sich Mut zu.

Es dauerte ein paar Augenblicke, dann aber nahm sich der Orcwelpe alle ├ťberwindungskraft zusammen, kletterte fast g├Ąnzlich hinein, so tief war der Korb, und streckte letztendlich die errungene Beute hoch in die Luft. Die Schlange zappelte, windete sich unter den Griff. Als das M├Ądchen das Tier anschaute bekam sie einen Schreck; die Schlange war wei├č wie das Mondlicht, ihre schuppige Haut schimmerte gl├Ąnzend und ihr Blick sah durchaus angsteinfl├Â├čend durch ihre starren roten Augen aus.

Das M├Ądchen warf aus Reflex die Schlange auf den Boden, als die Jungen registrierten, dass das Getier nun frei und zornig sich bewegen konnte, hoben sie alle ihre Beine an, um keine Angriffsfl├Ąche zu bieten und kauerten auf den Baumst├Ąmmen. Dabu┬┤ka musste bei diesem Anblick lachen. Einerseits einem kleineren M├Ądchen solch eine Mutprobe stellen, andererseits sich selbst fast in die Hose machen, als das harmlose Tierchen irritiert auf dem Boden kroch. F├╝r manche Orcs waren wei├če Tiere ein eher schlechtes Omen, was den Tod ank├╝ndigte. Viele Schamanen nannten solche Anomalit├Ąten Geister der Natur.

Dabu┬┤ka Donnerblut nahm die ver├Ąngstige Schlange mit einem lockeren Griff auf und beruhigte zun├Ąchst das Tier, ehe sie zu den Kindern blickte, sich leicht vorbeugte und begann eine Geschichte zu erz├Ąhlen; die Legende von Hakon, dem Naturgeist.


Die Geschichte fand seinen Ursprung in einem weit entfernten Land. Dabu┬┤ka war auf einer ihrer langen und beschwerlichen Reisen, als sie in einem befremdlichen Lager ankam, um dort Rast zu machen. Dort waren nicht nur Orcs, sondern auch Tauren und Trolle. Einer der Trolle sprach am Lagerfeuer vom barbarischen Volk der Drakkari und dessen Glauben an die Geister, ihre Loa. Es drehte sich in seiner Erz├Ąhlung um HarÔÇÖkoa, eine wundersch├Âne und kr├Ąftige Schneeleopardin. Der Troll erfuhr, dass ein ├Ąhnliches Gesch├Âpf in der dortigen Gegend sein Unwesen trieb. Die Augen Blau wie das Meer, das Fell so wei├č wie der Schnee, schnell wie der Wind, schlau wie ein Fuchs und stark wie ein Wolf. Viele Glitzertaler sollte sein Fell einbringen, aus seinem Fangzahn w├╝rden die Trolle ein kostbares Pulver herstellen, was ihnen die genannten Eigenschaften vererben w├╝rde. Einer der Tauren erwiderte allerdings, dass es gro├čes Ungl├╝ck mit sich bringen w├╝rde ein solches wei├čes, einzelg├Ąngerisches Tier zu t├Âten. Harkon, so nannte der Troll den ersehnten Geist.

Ein Geist der Natur, so benannte es der Taure schlicht. Sie werden von Artgenossen gemieden, sogar ausgesto├čen und das nicht ohne Grund. Der Troll aber lachte h├Ąmisch darauf und machte ein jeden Anwesenden ein noch besseres Angebot; er war wie besessen von dem Gedanke das wei├če Geistergetier zu erbeuten. Die Nacht ├╝ber entbrannte ein f├Ârmliches Fegefeuer in den Augen aller. Getrieben von der Habgier wollte nun jeder Jagd auf den Geist, machen. Sie philosophierten ├╝ber das errungene Ansehen und was man mit so viel Glitzertaler alles kaufen k├Ânnte.

Dabu┬┤ka konnte mit all dem nicht wirklich etwas anfangen, so zog sie noch in der Nacht lieber weiter, da im Lager die Stimmung kippte und Streit ausbrach, weil keiner dem anderen irgendeinen Erfolg g├Ânnte.
Es war so dr├╝ckend warm, dass die Orcin an einer Wasserstelle Stellung beziehen musste, da ein n├Ąchtliches Weiterkommen mit schweren Gep├Ąck und einem stark hechelndem Reitwolf nicht m├Âglich war. Schattenfang ging es nicht gut; sein Fell war einfach nicht f├╝r diese warmen Temperaturen, die an diesem Ort herrschten, bestimmt. Das k├╝hle Nass linderte ein wenig das Befinden des Tieres, doch Dabu┬┤ka war sehr besorgt um ihren treuen Freund. Es war noch nicht lange her, kurz nachdem sie ihren alten Clan verlassen hatte, das Floki, ihr anderer Wolfsbegleiter, verstarb. Mit diesem Verluste k├Ąmpfte die Orcin noch immer und wollte nicht ein weiteres Mal in kurzer Zeit einen tierischen Begleiter beerdigen.

Sie wich nicht von seiner Seite. Schattenfang war abgez├Ąumt, wurde regelm├Ą├čig gek├╝hlt und versorgt; dennoch lag er kraftlos seitlich auf den weichen, gr├╝nen Boden. In der dunklen Nacht erklangen die merkw├╝rdigsten, befremdlichsten Laute; welche f├╝r die J├Ągerin selbst nicht deutbar waren. Da Schattenfang nicht fressen wollte und Dabu┬┤ka nichts Frisches bei sich trug, war sie gezwungen schnell zu handeln. So zog sie hinaus, allein, in das Unbekannte Gebiet und gab zuvor ihrem treuen Wolf das Versprechen schnell wieder bei ihm zu sein.

Wie lange sie herumirrte konnte sie nur an dem schimmernden Licht deuten, das allm├Ąhlich durch die dichten Laubbl├Ątter schien. Der fr├╝he Morgen brach an, als sie m├╝de, ersch├Âpft, aber dennoch erfolgreich zu ihrem Wolf zur├╝ckkehrte. Der Anblick allerdings lie├č ihr den Atem stocken und das erbeutete Kaninchen aus den Pranken gleiten. Schattenfang lag noch immer auf der Seite, wimmerte leise vor sich hin und vor ihm, mit dem R├╝cken zu Dabu┬┤ka selbst gewandt, war ein gro├čer, wei├čer Leopard, dessen Klauen sich an Schattenfang abst├╝tzten und mit rei├čenden Bewegungen den Wolf bearbeitete. Starr vor Schrecken wusste die Orcin nicht was sie tun sollte; sie wollte laut schreiend zu dem geisterhaften Tier rennen, es aus Wut mit ihren eigenen H├Ąnden erlegen, sich ├╝ber dessen Tod erfreuen, ihre eigenen Wunden und Narben mit Stolz tragen und den reglosen Leib zum gierigen Troll bringen. Sie konnte nicht.

Irgendetwas unerkl├Ąrliches lie├č Dabu┬┤ka all dies nicht tun, weiter hinschauen, wie der wei├če Leopard ihren Begleiter entriss konnte sie allerdings auch nicht; so liefen ihr Tr├Ąnen der Trauer, der Hilflosigkeit ├╝ber die Wangen und sie sackte auf die Knie, als diese ihre versagten. Aufgescheucht durch diese Ger├Ąusche hielt das geisterhafte Tier inne, wandte seinen Kopf und blickte aus kleinen Schlitzen grollend fauchend zu der Orcin her├╝ber. Im Maul hatte er noch immer das dicke, dichte Fell ihres Freundes. Verzweifelt flehte Dabu┬┤ka das Tier an endlich aufzuh├Âren; da Schattenfang keine ehrenhafte Beute f├╝r ihn w├Ąre. Sie tobte, weinte und beschimpfte den wei├čen Leoparden mit garstigen Worten, bis sie ein wichtiges Detail bemerkte.

Der geisterhafte Leopard wies keinerlei Blut am Maul oder Klauen auf. Keine rote F├Ąrbung verschmutzte das so reine und prachtvolle Fell des Tieres. Langsam schleichend begab der vermeidliche ├ťbelt├Ąter in geduckter Haltung zu der Orcin, ohne sie aus den Augen zu lassen. Es war faszinierend, wie Angst einfl├Â├čend zugleich, da Dabu┬┤ka jeden Augenblick mit einem Ansturm, oder Sprung gerechnet hatte. Das Tier aber bewegte sich anmutig und geschmeidig gleichm├Ą├čig zu ihr r├╝ber, schnupperte eher neugierig und leckte die salzigen Tr├Ąnen von der Wange.
Das also war der gesuchte Geist, der den Tod bringen sollte. Sie war bereit; frei von der Furcht aus der Ferne und wartete auf den ersten Hieb oder Biss, der Dabu┬┤ka den Lebenshauch l├Âschen w├╝rde.

Durch ein lauteres Winseln ├Âffnete sie zun├Ąchst das eine, gefolgt vom anderen Auge ihren Blick und sah wie sich der geisterhafte Leopard erneut zu dem Wolf umdrehte und hin├╝ber schlich. Nach kurzem Abtasten wurde Dabu┬┤ka bewusst das sie noch am Leben war und ihr kein einziges Haar gekr├╝mmt wurde. Auch waren Kr├Ąfte wieder in ihre Glieder geflossen, dass sie sich erheben und gar Schritte machen konnte. Das geistgleiche Tier war wieder an jenem Platz wo es zuvor noch war und Dabu┬┤ka fragte sich, ob der Moment ├╝berhaupt existent war, sie sich vielleicht alles eingebildet hatte und sie gerade eben erst von der Jagd zur├╝ck kehrte und dieses Dejavue just in diesem Moment erst stattfand. Wirr war ihr Blick gewiss, als sie ihre Pranke suchte; das Kaninchen lag noch immer auf dem Boden, es war kein Traum.

Sie trat an die beiden Tiere vorsichtig heran, noch immer konnte sie die Gefahr nicht einsch├Ątzen, aber sie wollte verstehen, was es sich mit dieser Situation auf sich hatte. Unbehelligt machte der wei├če Leopard mit seiner Arbeit weiter, doch anstatt zu sterben, schien Schattenfang es besser zu gehen. Zwar hechelte er noch schwerf├Ąllig, aber den Kopf konnte er bereits wieder heben. Ohne einen Laut zu machen begriff Dabu┬┤ka aus der n├Ąchsten N├Ąhe, was hier geschah. Der Leopard rupfte mit seinen scharfen Z├Ąhnen das dicke dichte Unterfell heraus, um Schattenfang Erleichterung zu schaffen. Fassungslos atmete die Orcin auf; das sie nicht selbst auf diese Idee gekommen war missfiel ihr.

Beide gaben nun ihr Bestes, um dem gro├čen Wolf zu helfen. Die J├Ągerin k├╝hlte weiter ab, holte das Kaninchen und schnitt es in kleine Happen, damit Schattenfang es verzehren konnte. Tats├Ąchlich; der Wolf stand auf freien St├╝cken wieder auf, schleppte sich zum Wasser und trank unter zittrigen, aber aufrechten Beinen. Dabu┬┤ka freute sich, klopfte dem Wolf behutsam die Flanke und nahm ohne weitere Gedanken an Gefahr zu verschwenden den geisterhaften Leoparden in die Arme und bedankte sich. Ebenso bot sie ihm Fleischst├╝cken an, die der kr├Ąftige Kater fra├č.

Geister der Natur, so entsinnt sich die Orcin, waren Einzelg├Ąnger. Von der eigenen Art meist verachtet und ausgesto├čen, weil sie den Tod bringen w├╝rden. Nat├╝rlich w├╝rden sie das mit ihrem auff├Ąlligen, wei├čen Fell. Dieser Kater hier schien sein Herz am rechten Fleck zu haben, denn er bemerkte die Hilflosigkeit von Schattenfang, als dieser alleine zur├╝ck gelassen wurde und half ihm, obwohl ein ganzes Lager auf seinen Fersen war.

Unter diesen Gedanken sp├╝rte Dabu┬┤ka ein ihr nur zu gut bekanntes Ger├Ąusch aus der B├Âschung. Ein gespannter Bogen war gerichtet; nicht auf sie, sondern auf ihren neuen tierischen Freund, Harkon. Mit einer hastigen Bewegung zog sie eines ihrer Wurfmesser und warf mit ganzer Kraft ins Ge├Ąst. Erfolgreich. Unter einem lauten Br├╝llen stie├č der Troll hervor, wollte sogleich auf die Orcin st├╝rmen, was Harkon aber mit einem schnellen Sprung von der Seite zu verhindern wusste. Fauchend w├╝tend verbiss sich der gro├če Leopard in die Hand des Trolls und hielt ihn auf den Boden. Dabu┬┤ka stellte sich neben die Szenerie und versuchte den Angreifer ├╝berzeugen das gesucht begehrte Tier aufzugeben. Unter lautem Kichern spuckte der Troll und meinte sich auch das Fell des schwachen Wolfes zu holen, nachdem er mit Dabu┬┤ka fertig gewesen w├Ąre. Einsichtig war er nicht und verspottete die Orcin das gesuchte Tier am Leben zu lassen.

Er hatte sein Schicksal eigens besiegelt. Dabu┬┤ka nahm ihn die Waffen ab, strich dem Leoparden ├╝ber das wei├če Fell und sprach nur noch die Worte ÔÇ×Aug┬┤ um Aug┬┤ und Zahn um Zahn, ÔÇť aus, als sie das Schlachtfeld verlie├č, um den genesenden Schattenfang zu z├Ąumen. Es sollte ihr Kampf werden, der J├Ąger und des Gejagten, um dein Kreislauf vollenden zu lassen. Ohne Hilfsmittel versuchte der Troll Harkon zu packen, in das Genick zu brechen, was das Tier abzuwehren wusste. Mit einem gezielten Kehlenbiss hatte der Troll keine weitere Chance. Blut├╝berstr├Âmt fiel er auf den Boden und sollte zu den Ahnen reisen.

Mitleid hatte Dabu┬┤ka nicht, es war ein ehrenvoller Kampf, Pranke gegen Pranke. Harkon reinigte sein Fell und schlich zu der Orcin r├╝ber, als wolle er ihr andeuten folgen zu wollen. Mit einem Kopfnicken bekr├Ąftige sie diesen Wunsch und der geisterhafte Leopard blieb an ihrer Seite.


Die Nebelschwaden im Donnerblutdorf lichteten sich allm├Ąhlich und die jungen Orckinder blickten gebannt auf die Marak Dabu┬┤ka, wie sie liebevoll die wei├če Schlange in den H├Ąnden und kurz inne hielt. ÔÇ×Manchmal, so sagt man, kann man noch immer die Legenden der Naturgeister h├Âren, manchmal sehen und manches Mal, aber nicht oft, kann man sie sp├╝ren.ÔÇť Just in diesem Moment gab die Orcin ein Handzeichen und Harkon, der sich innerhalb der Nebelwand befand, kam hinter den Kindern hervor gesprungen, stupste einen der Jungen mit der feuchten Nase an und schaute etwas verdattert, als die Kinder vor lauter Schrecken von ihrem Baumstamm h├╝pften, um sich an Dabu┬┤ka und der wei├čen Schlange festzuhalten. ÔÇ×Haha, Ihr habt aber schnell eure Scheu vor dem geistergleichen Tier verloren.ÔÇť Lachte die Orcin h├Ąmisch. Die Orcwelpen mussten nun selbst lachen, streichelten die Schlange ohne zu z├Âgern und das kleine M├Ądchen frage sogar, ob sie diese behalten und pflegen d├╝rfte.

Zufrieden schickte die Marak die Knirpse zur├╝ck zu ihren Familien und tauchte mit Harkon in die k├╝hlen Nebelschwaden des Dorfes zur├╝ck.

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Urmug┬┤s Suche
Geschichte geschrieben von Urmug
-Zusammenfassung seiner Reise-

Als der Krieger mit seinem Wolf Vakakk die Festung Richtung Westen verlie├č war es noch Nacht. Das blaue Kind leuchtete ganz leicht, sodass der Krieger zuerst am Weg stehen blieb. Sein Blick war wie immer aufmerksam, denn seine Reise brachte ihn an einem gro├čen St├╝tzpunkt der Nachtelfen vorbei. Er musste einfach mit einem Hinterhalt rechnen, so nahe an Ihrer Basis waren es nicht nur vereinzelte Elfen, er musste daher mit gr├Â├čeren Truppen rechnen. Urmug war ein erfahrener Krieger, sodass er immer auf der Hut war und sich vorsichtig mit Varakk am Rande des Weges fortbewegte. Nach einiger Zeit verlie├č der gro├če Orc und sein treuer Begleiter den Weg und gingen weiter Abseits des Weges, im dichten Unterholz, weiter damit sie fernab der Stra├če nicht auf Patrouillen der Allianz sto├čen konnten. Langsam versteckte sich das blaue Kind hinter dem Horizont und machte Platz f├╝r die wei├če Dame. Ein feuchter, erfrischender Geruch umh├╝llte die Gegend, Tau tropfte im dichten Unterholz stellenweise von den Str├Ąuchern und B├Ąumen. Pl├Âtzlich schreckte Varakk zusammen, blieb abrupt stehen und in diesem Moment huschte auch schon ein Hirsch mit seinem pr├Ąchtigem Geweih ├╝ber Ihren Weg. Das Tier blieb kurz stehen, schaute die beiden an und verschwand kurze Zeit sp├Ąter so leise wie er kam zur├╝ck ins Unterholz.

Und so setzten die beiden Ihre Reise fort, bis Urmug pl├Âtzlich aus der Weite ein Gebr├╝ll und lauten L├Ąrm vernahm. Der Krieger war gewarnt, lie├č die Z├╝gel los und nahm sein Schild in die eine und die gesch├Ąrfte Axt in die andere Pranke. Vorsichtig begab der Orc sich mit gez├╝ckter Waffe weiter. Am Fu├če der Bergkette, die sich durch Feralas zog, erkannte der Krieger einen Yetistamm, der nicht freundlich gesinnt war. Mit Varakk hatte Urmug einen treuen und schlauen Begleiter an seiner Seite, so suchte er stets Schutz hinter B├Ąumen und Str├Ąuchern und bewegte sich nur sehr langsam, schleichend und unbemerkt, an Ihrem Lager vorbei.

Die wei├če Dame erklomm den Himmel langsam immer mehr und das Unterholz erwachte zum Leben. Ab und an sah man einen Hasen oder Vogel, die Nahrung im Unterholz suchten. Urmug beobachtete vom R├╝cken seines Begleiters die kleinen Tiere und folgte ruhig Ihren Bewegungen. Der Orc stoppte Varakk abrupt. Der Krieger hatte eine Lichtung im Dickicht gefunden, die ihnen etwas mehr Blickschutz bot. So Sattelte er seinen Begleiter ab und versorgte ihn mit Wasser und D├Ârrfleisch, welches er vor seiner Abreise in die Taschen verpackt hatte. Als sein Reitwolf zufrieden ausruhte, nahm auch Urmug ein paar Bissen zu sich und nahm einen gro├čen Schluck Wasser. Der Orc sammelte ein paar ├äste, als auch Laub und h├Ąufte es so zusammen, dass er nicht auf den feuchten Boden ausruhen musste. Seine Axt und Schild immer griffbereit lie├č er sich auf das weiche Moos des Bodens nieder und schloss ersch├Âpft, f├╝r kurze Zeit seine m├╝den Augen.

Vom einen zum anderen Moment schreckte der Krieger hellwach auf, nahm im Reflex seine Waffen in die Pranken und hielt sie zur Abwehr vor sich. Er hatte die Augen weit aufgerissen; und doch brauchte es einige Augenblicke, ehe der Orc auch wirklich wach wurde und der erste Schreck verflogen war. Nun merkte er erst, was ihn so abrupt weckte; es war sein tierischer Begleiter, der ihn mit seiner feuchten Nase angeschoben hatte. Als Urmug auch nach dem zweiten Male noch keine Regung zeigte, fuhr Varakk mit seiner gro├čen Zunge besorgt ├╝ber Urmugs Gesicht, sodass er mit Sicherheit wach werden musste.

Als der Krieger wieder einen klaren Gedanken fassen konnte, bemerkte er dass er doch l├Ąnger die Augen zu hatte als gewollt. Es war schon d├Ąmmerig und die wei├če Dame machte nun wieder Platz f├╝r ihr blaue Kind. Nun mussten sich die beiden aber beeilen, denn Urmug wusste, dass sich irgendwo noch ein Allianzlager befinden w├╝rde. So Sattelte er nun rasch wieder auf und beide legten Ihren Weg ins Ungewisse fort. Nach einer kurzen Zeit sah man ein leichtes Flackern; je n├Ąher sie kamen, desto heller wurde das Licht. Nun waren beide noch wachsamer als in der Nacht zuvor, denn das musste schlussendlich der Posten der Allianz sein, es war nur ein kleiner Posten, aber man konnte nie voraus ahnen, wie viele Soldaten sich gerade dort aufhielten; und Urmug war nicht gewillt an diesem fr├╝hen Morgen zu erfahren.

So machte er auch dort lieber einen gro├čen Bogen um das Lager und beide schlichen sich im Dickicht an dem Feind vorbei. Lautes Gel├Ąchter konnte er vernehmen und ein k├Âstlicher Duft von Fleisch lag in der Luft, den das Wasser im Maul zusammenlaufen lie├č. Aber er musste standhaft bleiben, sich auf keinen unn├Âtigen und aussichtslosen Kampf einlassen; so verschwanden beide unbemerkt im Unterholz.

Das erstes Ziel war das Camp Ataya, welches jenes Lager war, dass er und seine Orcs bei der Erkundung entdeckt hatten und auch schon ein wenig Handel betreiben konnten. Konu Runentotem war die Anf├╝hrerin des Lagers, Urmug hoffte, dass sie ihm einen Platz im Camp geben w├╝rde, indem er versuchen kann wieder klare Gedanken zu fassen.

Varakk witterte allm├Ąhlich die F├Ąhrte der Tauren und begab sich ohne Umschweife in dessen Richtung; der Krieger immer wachsam auf seinem R├╝cken. Sie kamen den Weg immer n├Ąher den sie verlassen hatten, um abermals ungesehen ins Dickicht zu gehen. Beide querten sehr vorsichtig den Pfad, denn das war eine Stelle, die man schon von Weiten frei einsehen konnte. Jedoch war es in der Zwischenzeit schon wieder dunkel geworden, sodass es leichter war den Weg zu queren als am helllichtem Tag. Varakk hielt seine Nase in die Luft, begann zu schnuppern und unruhig zu werden. Es war aber kein unruhig sein, wenn ein Feind in der N├Ąhe w├Ąre, nein; das f├╝hlte sich anders an, irgendwie freudig. Kurz darauf erhellten Feuer die Nacht. Im Feuerschein konnten langsam auch die Umrisse von Tauren erkannt werden, die sich um die Flamme, welche in der Mitte ihres Lagers war, versammelt hatten.

Pl├Âtzlich versperrten zwei bullige Tauren in R├╝stung den weiteren Weg. Als Urmug jedoch sich ihnen n├Ąherte und sie im Lichte erkannten, dass es sich um jenen Krieger handelte, der vor einigen Wochen bereits bei ihnen war, machten sie Platz und einer der Wachen brachte ihn und seinen Begleiter direkt an die Flamme vor und Informierte Konu, dass Besuch im Lager war.
Urmug war noch nicht ganz von Varakk abgestiegen, da n├Ąherte sich ihnen auch schon ein weiterer Taure, der Varakk mit in die St├Ąlle nehmen wollte, um ihn dort zu versorgen. Urmug nickte Varakk und dem Stallmeister zu und so trabte sein Reittier in aller Ruhe hinter dem Tauren, bis zu den St├Ąllen, hinterher, wo er gutes Fressen und frisches Wasser zu erwarten hatte.

Urmug hingegen traf sich noch mit Konu, sie unterhielten sich bei reichlich Schnaps noch lange in der angebrochenen Nacht. Der Krieger erz├Ąhlte, dass er ungl├╝cklich war und sich selber finden m├╝sse, daher Feralas verlassen m├╝sse. Konu fragte nach, ob es eine R├╝ckkehr in die Festung geben w├╝rde, worauf Urmug jedoch mit einem tiefen Schnaufen keine Antwort geben konnte. Konu bot Urmug an, dass Ihre Druiden die Geister der Natur um Rat fragen k├Ânnten, damit Urmug seinen Weg finden w├╝rde. Nur sie werden es nicht an einem Abend es schaffen, denn um mit den Geistern der Natur in Verbindung treten zu k├Ânnen, w├╝rde dauern und viel Zeit in Anspruch nehmen. So kam es, dass nun auch Urmug und Varakk G├Ąste der Tauren wurden.

Tage und Wochen vergingen, seit die beiden im Lager der Tauren ankamen. Urmug half den Gastgebern wo immer er nur konnte. Die Druiden versuchten es immer und immer wieder, aber die Geister der Natur blieben einfach stumm. So entschloss sich der Krieger, dass es langsam aber sicher an der Zeit war seine Reise fortzusetzen und das Lager der Tauren zu verlassen hatte. Koru erkl├Ąrte Urmug noch das er den Weg bis zu einem Engpass folgen solle, dessen Pfad ihn in das Land Desolace f├╝hren w├╝rde. Wenn er den Pass passiert haben w├╝rde, solle er sich lieber vom Weg fernhalten und sich nord├Âstlich halten. Der Orc nahm diese Information dankend an, sattelte seinen Reitwolf und machte sich noch an diesem Nachmittag auf dem Weg.

Das Licht unter den B├Ąumen wurde weniger, die Schatten wieder l├Ąnger und am Horizont sah man das blaue Kind erneut ├╝ber die Bergspitzen klettern. Sein Begleiter ging ganz ruhig am Wege entlang, so wie Konu es Urmug gesagt hatte. Aus der Ferne konnte man sehen, wie die Berge allm├Ąhlich zusammenliefen und je n├Ąher man ihnen kam, desto besser konnte man erkennen, dass der Weg den Berg in zwei Teile aufteilte, sodass man zwischen ihnen hindurch reiten konnte. Urmug lie├č die Z├╝gel etwas lockerer, dass Varakk selber das Tempo entscheiden konnte, denn so konnte er auch aus der Ferne drohende Gefahr besser wittern. Der Orc war aber trotzdem immer aufmerksam und hatte seine Waffen griffbereit am Reittier angebracht. Nach einiger Zeit im Engpass teilten sich die Berge erneut und man konnte im schwachen Licht erkennen, dass sich vor ihnen ein gro├čes Tal aufmachte.

Sie verlie├čen jedoch wie es ihnen gesagt wurde gleich nach dem Pass wieder den Weg, damit sie auf keine ung├╝nstigen ├ťberraschungen sto├čen konnten. Urmug bemerkte gleich, dass dieses Land anders war als Feralas; es war eine trockene, hei├če Luft und auch jeder Schritt war irgendwie komisch und setzte dumpf auf. Der Krieger versuchte in der Dunkelheit etwas erkennen zu k├Ânnen, aber vergebens. So hielten sich beide nord├Âstlich, Varakk sein Tempo war normal und Urmug wollte ihn auch nicht umsonst anhetzen, da das Klima dieses Landes ohnehin schon sehr warm und ungem├╝tlich und das obwohl es noch Nacht war. Langsam aber sicher gewann die wei├če Dame den Wettlauf gegen das blaue Kind. Es wurde Morgen und je heller es wurde nahm auch die Temperatur stetig zu. Nun sah Urmug auch warum die Schritte st├Ąndig dumpf klangen; der Boden war ├╝berall von Sand und Staub bedeckt, das bei jedem Schritt und Tritt aufwirbelte.

Varakks Fell war bereits dieser kurzen Zeit ├╝berall mit Staub bedeckt auch auf Urmug┬┤s R├╝stung legte sich allm├Ąhlich der grobe Schmutz ab. Die Luft war hei├č und stickig, die Sonne brannte den beiden f├Ârmlich auf ihre Dicksch├Ądel. Der Wolf atmete bereits schwerf├Ąllig, seine Zunge hing weit heraus und er hechelte immer lauter, sodass Urmug von ihm abstieg und Varakk von dem wenigen Wasser, was sie noch bei sich hatten, einen gro├čen Teil ├╝berlie├č. Er formte mit seiner Pranke eine kleine Schale und goss immer wieder Wasser rein, sodass sein Begleiter es langsam austrinken konnte. Urmug selbst nahm nur einen Schluck, damit er sich den Staub aus dem Maul sp├╝len konnte, der sich langsam auch dort absetzte. Der Orc ging neben Varakk weiter, so dass er sich langsam wieder fangen konnte und nicht auch noch die Last seines Reiters tragen musste.

Der Krieger hatte sich einen Stofffetzen vor sein Maul gebunden, sodass er nicht all den Staub einatmete, den sie bei jedem Schritt aufwirbelten. Beide waren schon so mit Dreck und Sand bedeckt, dass fast bei jedem Tritt, den sie machten Teile von ihnen selbst wieder zu Boden fielen.
Pl├Âtzlich hob Varakk seine Nase schnupperte ein paar Mal tief ein und im n├Ąchsten Augenblick legte er einen z├╝gigen Sprint hin. Der Krieger wusste in diesem Moment nicht wie ihm geschah, was ├╝berhaupt los war mit seinem Begleiter, lie├č er ihn nun waffenlos und alleine zur├╝ck? Urmug versuchte ihm hinterher zu hechten, bei jedem Schritt den er nun lief, zog er f├Ârmlich eine Wolke von Staub hinter sich mit her, die sich von seiner R├╝stung l├Âste und er folgte den Staubwirbel, den Varakk hinterlie├č.

Schlie├člich sah der Orc seinen Wolf mit gebeugtem Kopf stehen. Durch den vielen Dreck konnte er nicht erkennen, was Varakk dort machte. War es ein Feind, den er zu Boden riss oder ein Tier, das seine Aufmerksamkeit erhaschte? Langsam n├Ąherte Urmug sich seinen Begleiter und auch der Staub legte sich allm├Ąhlich. Da sah Urmug erst was sein treuer Wolf wirklich gewittert hatte; ein Wasserloch! Das Tier begann hastig zu trinken und auch der Krieger konnte sich nicht zur├╝ck halten, tauchte immer wieder seinen Kopf in das Wasser. Beide tranken so viel Wasser wie sie konnten, und genossen das Abwaschen des k├Ârnigen Schmutzes aus Fell, Haut und R├╝stung.

In diesem Moment war er erleichtert und auch stolz auf seinen Varakk, dass er so ein guter Begleiter war. Er sattelte ihn ab und lie├č den Wolf nun im Wasser herumtollen und sich abk├╝hlen. Urmug machte es ihm gleich, legte seine R├╝stung ab und hockte sich in das wohltuende Wasserloch. Es war zwar nicht sehr kalt, aber das war dem Orc in diesem Moment egal; Hauptsache nass.

Wieder war ein Tag vergangen; Urmug hockte angelehnt an Varakk neben dem Wasser und schnipste ihm immer wieder etwas Trockenfleisch zu, dass er gekonnt mit einem Happs aus der Luft holte. Urmug a├č an diesem Abend keinen Bissen, da er wusste, dass die Ration die sie mit hatten nicht ewig f├╝r beide reichen w├╝rde. So verpflegte er lediglich seinen Begleiter, da dieser ihn noch ger├╝stet tragen und daher noch gut bei Kr├Ąften bleiben musste. Urmug erinnerte sich das Konu, die Taurin, ihn erz├Ąhlt hatte, dass es in Desolace ebenfalls einen Posten von Tauren g├Ąbe, die ihm vielleicht helfen w├╝rden seinen weiteren Wege zu finden.

So war sein n├Ąchstes Ziel klar; der Geisterwanderposten. Als er endlich an diesem Posten ankam wurde er recht freundlich empfangen. Urmug erz├Ąhlte den Tauren, dass ihn Konu schicke und sie willigten gleich ein ihm behilflich zu sein. So wie auch im Camp Ataya versuchten die Druiden Kontakt mit den Geistern der Natur aufzunehmen. Der Krieger und Varakk waren in dieser Zeit ebenso G├Ąste von den Tauren. So vergingen nicht nur Tage, sondern etliche Monde, aber die Geister der Natur blieben auch hier stur und gar stumm. So machten sich die beiden weiter auf die Reise, Urmug bekam noch Proviant aus Trockenfleisch und Wasserfellflaschen mit. Nat├╝rlich bedankte er sich f├╝r die gro├čz├╝gige Gastfreundschaft und machte sich mit seinem Begleiter weiter Richtung Norden auf.

Je weiter sie den Posten hinter sich lie├čen, desto kahler und ├Âder wurde die Landschaft. Der Staub hinter ihnen wurde immer dichter, auf ihnen setzte sich abermals immer mehr Staub ab, der sich wieder bei jedem Schritt l├Âste und die Wolke n├Ąhrte. Urmug war immer mehr in Gedanken vertieft. Warum schwiegen die Geister, warum konnten sie ihm nicht den rechten Weg weisen? So verging ein weiterer Tag und das Duo machte wie so oft Abseits des Weges und unter freiem Himmel ihre wohl verdiente Rast. Diese Pause allerdings sollte anders verlaufen, als die anderen. Das wusste Urmug zu diesem Zeitpunkt nur noch nicht.

Er sattelte seinen Reitwolf wie gewohnt ab und versorgte ihn als Erstes. Er hatte zwar Trockenfleisch zum Fressen von den Tauren bekommen, aber wer wei├č wie lange sie nun wieder unterwegs waren, daher musste das Futter warten, bis es am Notwendigsten erschien. So nahm Urmug lediglich ein paar Schl├╝cke Wasser und teilte das Fleisch in kleinere Rationen auf, sodass er genug ├╝brig hatte, um seinen Begleiter sp├Ąter besser versorgen zu k├Ânnen. Langsam merkte der Krieger wie seine R├╝stung immer lockerer sa├č, die Schulterteile rutschten bei jeder Bewegung hin und her, Brust und Beinr├╝stung wackelten, als w├Ąre nichts darunter.

Er wurde von den Tauren zwar schon gut versorgt, aber nur ist frisch zubereitetes und kraftvollen Fleisch bei ihnen sehr rar und Obst samt Gem├╝se war f├╝r Urmug nicht das wahre Essen. Beide machten es sich zwar etwas hungrig, aber immerhin gesund am Lagerfeuer gem├╝tlich, sodass sie etwas Ruhe finden konnten.

Nach einer kurzen Weile sah er pl├Âtzlich eine Gestalt auf sich zukommen. War sie real, oder nur eine seiner Sinnesvorstellungen?! Urmug versuchte seine Waffen rasch zu packen, um sie sch├╝tzend vor sich zu halten. Vergebens; weit und breit keine Waffen! Er schrie nach seinen Begleiter Varakk, dass er ihn zu Hilfe eilen sollte; aber auch das war vergebens. Urmug schaute sich verwirrt um, er hockte alleine an der Flamme und weit und breit war kein Wolf zu sehen, keine Waffen.

Die Gestalt kam immer n├Ąher, der Krieger versuchte nun auf zu springen und jene Wut entbrannt anzust├╝rmen, jedoch nicht einmal das schaffte er. Urmug hockte einfach nur da, schaute starr auf diese wandelnde Gestalt. Langsam nahm sie Formen an und er sah in ihr Dabu┬┤ka, die junge Orcin von seinem altem Clan. Jene Orcin in der er mehr sah als nur eine Schweinehirtin und jene Orcin die ihm als Durub immer mehr eine gro├če St├╝tze f├╝r ihn wurde. Nicht nur als Botin oder im Rat, nein. Sie wurde eine sehr gute Freundin, bei der er sich immer Rat holen konnte. Die ihm immer einen weiteren Weg zeigen konnte. Nur als er dem Clan den R├╝cken kehrte und ihm von engen Vertrauen in den R├╝cken gefallen wurde, war sie nicht da, sondern auf Jagd.

Dabu┬┤ka kam immer n├Ąher und hockte sich wortlos zu ihm an die Flamme. Er gr├╝├čte seine ┬┤Buki┬┤, wie er sie immer nannte, aber es kam eine Antwort. Er erz├Ąhlte ihr von den vergangen Monden, aber von ihr kam keinerlei Regung. Die Junge Orcin, die sonst so redegewandt war, schwieg.

Der Krieger schreckte pl├Âtzlich auf, als ihm etwas feuchtes und nasses quer ├╝ber das Gesicht schleckte. Als er die Augen ├Âffnete sah er Varakk direkt vor sich, der ihn scheinbar aus seinem Traum geholt hatte. Urmug war wie von Sinnen von diesem Erlebnis und wusste nichts damit anzufangen, da Buki auf Jagd war und auch keiner wusste, wo er sich ├╝berhaupt aufhielt. So sattelte er Varakk nach seiner Verpflegung wieder und sie machten sich weiter auf den Weg.

Sie kamen an einer Wasserstelle vorbei, wo Urmug nochmals die Schl├Ąuche mit Wasser auff├╝llen konnte und beide ihren Durst l├Âschten. Die Sonne erklomm weiter den Himmel, die Temperatur stieg und so lie├č Urmug Varakk das Tempo weiter angeben, lie├č die Z├╝gel locker. Bald sah man am Horizont wie die Berge wieder zusammenliefen, je n├Ąher man ihnen kam, desto besser konnte man sehen, das sich der Weg zwischen sie hindurchgezw├Ąngt hatte. So nahm Varakk immer mehr Tempo auf und sprintete Richtung Pass. Es war jener Pass, der Desolace mit dem Steinkrallengebirge verband.

Als sie auch diesen Engpass hinter sich lie├čen trabte sein Begleiter nur noch langsam vor sich hin. Urmug kannte jenes Land. Als junger Orc war er einst schon einmal alleine im Steinkrallengebierge umhergezogen. Es war nicht mehr so hei├č, die B├Ąume spendeten wieder Schatten, sodass sie endlich gesch├╝tzt waren vor der hei├čen Sonne. Beide verlie├čen wieder den Weg und ihre Reise f├╝hrte sie am Fu├če des Berges weiter, bis sie an einen Weg ankamen, die von Grunzern des Steinkrallengebirges bewacht wurden.

Urmug wollte ungehindert weiter, doch die Wachen hatten Befehle erhalten, keinen passieren zu lassen; es gab kein Durchkommen. So verhandelte Urmug, dass sie ihn trotzdem weiter lie├čen. Eine der Wache erkannte den Krieger, da sein Name schon lange kein unbekannter war. So einigten sie sich letztendlich, dass er Teile seiner R├╝stung und auch sein Schild als Zoll bei ihnen lassen sollte. Nach kurzer ├ťberlegung willigte er ein und ├╝bergab den Wachen Schild, Schulter, und Handr├╝stung. Zu Vorschein kam ein hager gewordener Orc, der seinen Namen so nicht mehr gerecht werden konnte. Die Wachen starrten nur wortlos auf den hungrigen Krieger, lie├čen ihn und seinen Begleiter vorbei. Urmug hockte sich auf seinen Wolf, lie├č die Z├╝gel los und ritt z├╝gig den Berg hoch, um das Gel├Ąchter hinter ihnen zu entfliehen. Er h├Ârte die Wachen h├Ąmisch lachen und die Worte ÔÇ×das war niemals jener Urmug" schmerzten bitter.

Der Orc konnte sich gerade noch so an seinem Begleiter festhalten; er f├╝hlte wie er von Tag zu Tag weniger Kr├Ąfte hatte. So f├╝hrte die Reise an den Ruinen von Eldre┬┤thor vorbei, das nun von Geistern heimgesucht wurde. Urmug erkannte die Gegend immer mehr, so dass ihm ein kurzes L├Ącheln ├╝ber das kl├Ąglich ersch├Âpfte Gesicht blitzte. Als beide wieder am Fu├če des Berges ankamen, fanden sie ein Gebiet vor, welches ├╝bers├Ąt von gro├čen Spinnen war. ├ťberall waren Netze; sie bewegten sich nur langsam voran, damit sie keinen Angriff provozierten. In Urmugs Zustand und ohne seine R├╝stung und Schild h├Ątte er keinen Kampf mehr gewinnen k├Ânnen.

Zu seiner Erleichterung erkannte Urmug hinter diesem d├╝steren und schrecklichen Pfad sein altes Jagdgebiet, wo er einst Widder jagte. Diese Jagd damals ging jedoch nicht nach seiner Zufriedenheit aus, denn er verletzte sich einst am Bein, als er ungeschickt ├╝ber einen Ast stolperte und sich dieser in seinen Oberschenkel bohrte, ihn f├Ârmlich aufschnitt. Bei diesem Gedanken blitze wieder ein kurzes, schmerzliches L├Ącheln auf.

Nun nahm Urmug wieder die Z├╝gel in die Pranken und leitete Varakk auf den n├Ąchsten Berg, wo an der Spitze eine tiefe H├Âhle war, die er einst als Unterschlupf nutzte. Sein Begleiter brachte ihn bis ganz in die H├Âhle, wobei Urmug bereits gro├če M├╝he hatte sich auf und an ihn weiter festzuhalten, da seine Kraft allm├Ąhlich am Ende schien. In der H├Âhle war noch alles so, wie er damals hinterlassen hatte. Das Holz war noch immer angesammelt, war zwar nicht mehr so stark und hart wie fr├╝her, aber f├╝r eine schmale, w├Ąrmende Flamme reichte es allemal, da die H├Âhle trocken war.

So Sattelte er seinen Reitwolf wieder ab und wollte ihn wie jeden Abend versorgen, nur an diesem Abend lehnte Varakk das Trockenfleisch aus Urmug┬┤s Pranken jedoch ab und schob seine mit seiner Schnauze das Fleisch in Richtung seines Herren, als wollte er ihm deutlich machen, nun selbst etwas zu sich nehmen zu m├╝ssen. Urmug nickte ihm verstehend zu und nahm ein paar Bissen, die er dreimal mehr durchkaute als gewohnt, um seinen Hunger lediglich zufrieden stellen zu k├Ânnen. Die Ration reichte kaum noch aus, um seinen Magen zu f├╝llen, geschweige denn seinen Hunger komplett zu stillen.

Die Flamme w├Ąrmte allm├Ąhlich die H├Âhle an und Urmug nahm einen Schluck Wasser, den Letzten den sie ├╝berhaupt noch hatten, es war alles aufgebraucht. Urmug starrte nachdenklich, m├╝de und vertieft in die Flamme, als pl├Âtzlich Varakk reagierte und aufsprang, als er einen einzigen Ruf in die H├Âhle hinein h├Ârte. Freudiges Winseln und Wedeln der Rute folgten und die Antwort des Wolfes blieb nicht aus.

Urmug selbst bekam von all dem nichts mit, zu sehr war er wieder in seine Gedanken und Sinnest├Ąuschung versunken. Vom einzigen Zugang in die H├Âhle bogen pl├Âtzlich zwei Gestalten ums Eck, aber anstatt das Varakk sie attackierte und zu Boden riss, hockte er sich erleichtert hin und begr├╝├čte die Gestalten eifrig. Aus dem Augenwinkel sah Urmug wie auf einmal wieder Dabu┬┤ka langsam an die Flamme kam. Nur diesmal war es etwas anders, diesmal gr├╝├čte die Orcin Urmug und hockte sich zun├Ąchst wortlos, aber mit einem Blick zu ihm gewand neben ihn. Und der Krieger begann erneut zu reden, wie schon am Tag zuvor.

ÔÇ×Die wei├če Dame war bereits dabei, das blaue Kind zu verlassen und es allein zu lassen, als ich eher ziellos durch das Lager stampfte. Immer wieder blickte ich mich um, verlangsamte die Schritte und ging mit viel Wehmut im Herzen das gesamte Lager ab. Ich sah die leeren Unterk├╝nfte meiner Orcs, die gerade auf Erkundung des neuen Landes waren. Ich schaute mich immer wieder um, doch konnte ich meinen Halt nicht finden.ÔÇť

Urmug hob am Feuer seine H├Ąnde und griff in die Leere. Dabu┬┤ka schwieg, setzte sich aufrecht zu ihm gewandt und wagte es nicht seine Geschichte zu unterbrechen. Noch immer sprach er im nordorcischen Akzent, es f├╝hlte sich f├╝r diesen Augenblick nach Heimat an.

ÔÇ×Halt, den hatte ich im Clan. Egal welche Fragen mich belasteten, ich konnte meine Maka┬┤s befragen und sie st├╝tzten mich! Aber wo sind sie nun?! Mein Weib, Karula, Dabuka. Sie hatten immer ein offenes Ohr als ich noch Durub war. Der Clan brauchte diesen Halt, er brauchte doch einen H├Ąuptling, wo ihrer nicht da war! Ich wollte das nicht, ich wollte unser altes Oberhaupt zur├╝ck!ÔÇť

Schnaufend atmete Urmug aus.

ÔÇ×Ich gab ihnen den Halt, den sie brauchten und dann kehrte er zur├╝ck, als wir alle es am wenigsten erwartet hatten. Es war so viel geschehen, sch├Âne Dinge! Enge Freundschaften wurden geschmiedet, wir hatten zusammen gek├Ąmpft! Ein frischer Wind durchzog den Clan, den er brauchte, aber dann ÔÇŽÔÇť

Ein grollendes Brummen durchzog diese wohl schweren Gedanken, die ihn zu qu├Ąlen schienen.

ÔÇ×Nichts mehr. Ein MakÔÇÖgora w├Ąre unsinnig gewesen, ich war nur ein Ersatz. Einige waren ungl├╝cklich, sie kannten ihn ja nicht, vertrauten aber mir, was sollte ich da tun? Wir gingen fort, an einen anderen Ort, aber dort war es dennoch leer. Mein Halt, keinen Halt. Ich tat nichts anderes wie er und verlie├č sie, ich konnte nicht dort bleiben, ich konnte es einfach nicht!ÔÇť

Ein lautes Gebr├╝ll durchquerte die H├Âhle, dass einige kleinere Gesteinsbrocken von der Decke purzelten. Dabu┬┤ka zuckte kurz zusammen, ehe sie ihre Augenbrauen zusammenzog, ausholte und Urmug eine gewaltige Ohrfeige mitten ins Gesicht donnerte. ÔÇ×Nu ist aber gut, Urmug! Du bist ein K├Ąmpfer und kein junger Welpe, der sich die Rute zwischen die Beine klemmt und jammert!ÔÇť Schwere Atemz├╝ge durchstr├Âmten die kleine Orcin, die ihn mit einem feurigen Blick anblickte. Urmug sch├╝ttelte seinen Kopf, als w├╝rde er sich vergewissern wollen, dass es auch wirklich Dabu┬┤ka war, die dort vor ihm hockte.

Die Wiedersehensfreude kehrte erst allm├Ąhlich zur├╝ck, daf├╝r fiel sie sehr herzlich aus. Mit einer festen Umarmung, die einem fast die Luft h├Ątte abschn├╝ren k├Ânnen bewiesen sich die beiden Orcs, dass es keine Vision, sondern etwas Greifbares, Festhaltendes war.

Urmug atmete erleichtert tief durch als er bemerkte, dass es diesmal keiner seiner Tr├Ąume war. Er berichtete Dabuka ├╝ber das Geschehene, das er den Clan verlassen und einen neuen gegr├╝ndet hatte, nun aber klare Gedanken fassen musste, wie es mit ihm weiter ging. Da er keine St├╝tzen mehr hatte, die ihm bei Fragen helfen konnten und ihm die Geister der Natur so wie die Ahnen kein Zeichen gaben, welchen Weg sie f├╝r ihn vorgesehen hatten. Dabei gab sie ihm Trockenfleisch zu essen, das er teilweise ohne Kauen vor lauter Hunger runter w├╝rgte.

Auch Dabuka berichtete Urmug von ihrer langen Reise und dem Schrecken, als sie von der vollzogenen Abspaltung h├Ârte. Weiter berichtete sie ihm auch das sie nun selber Oberhaupt eines Dorfes sei und lud ihn zu sich ins Dorf ein, um zu helfen, um das Dorf aufleben zu lassen. Der sture Orc jedoch lehnte dankend ab, da er noch seinen Weg erfahren wollte. Die Zeit nun mit Dabu┬┤ka an der Flamme aber erinnerte ihn an fr├╝her, als sie noch beim Clan waren und beisammen hockten, sich unterhielten. Dabu┬┤ka musste noch in derselben Nacht wieder aufbrechen, da sie so schnell wie m├Âglich wieder in ihr Dorf zur├╝ck musste, um nach dem Rechten zu sehen. Sie lie├č Urmug noch eine Tasche mit Proviant, so wie Wasser in der H├Âhle zur├╝ck, bevor sie sich von ihm wehm├╝tig verabschiedete und in die kalte Nacht verschwand.

Urmug hockte weiter an der Flamme, blieb zur├╝ck und starrte angestrengt in diese hinein. Er beobachtete wie die Flammen tanzten, bis er pl├Âtzlich Buki in den Flammen sah und diese ihm eindringlich tief in die Augen, fast bis in seine Seele schaute. Er nickte ihrem Abbild zu und in dieser Nacht konnte er kaum schlafen, denn zu viele Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf. War das nun ein Zeichen der Ahnen, haben sie Buki zu ihm geschickt, um ihn seinen Weg zu weisen? Soll dieser tats├Ąchlich zu Dabu┬┤ka ins Dorf f├╝hren, wo sie beide wieder vereint w├Ąren?

Zu viele Gedanken f├╝r den Krieger waren das auf einmal. Irgendwann verlor er aber den Kampf und schlief rastlos ein. Urmug hockte ein paar weitere Tage in der H├Âhle und versuchte seine Gedanken zu ordnen, Varakk versuchte im Freien sein Gl├╝ck mit der Jagd; Hasen und Schlangennattern gab es in dieser Gegend ja genug. Und Urmug kaute nachdenklich ein St├╝ck Trockenfleisch nach dem anderen weg. Er dachte zur├╝ck als Dabu┬┤ka immer f├╝r ihn da war, dass er immer Rat bei ihr einholen konnte. So beschloss der sture Orc schlussendlich sich zu ihr ins Dorf zu reiten und ihr beizustehen, egal was kommen w├╝rde.

Denn sie war f├╝r ihn da, als er Hilfe ben├Âtigte und nun konnte er sich daf├╝r revanchieren. Und so sattelte er Varakk und so begaben sich die beiden auf ihren letzten Teil der Reise; am Ziel sollten sie wieder eine Heimat, ein Zuhause erwarten; jemand der sie freudig, ehrlich und unverfroren begr├╝├čen w├╝rde. So lie├č Urmug Varakk das Tempo wieder vorgeben und da die F├Ąhrte von Schattenfang, dem Reitwolf von Dabu┬┤ka, noch frisch war sprintete dieser so schnell ihrer nach, wie seine Pfoten ihn nur tragen konnten.

Die Sonne ber├╝hrte schon fast die Berge als beide endlich am Dorf ankamen. Die Dorfbewohner starrten zun├Ąchst beide von oben bis unten an, bis eine Wache auf sie zu kam und bat zu folgen. Es hatte den Anschein als h├Ątten alle bereits seine Ankunft erwartet. Und so f├╝hrte die Wache Urmug zu Dabu┬┤kas Unterkunft, kurz darauf f├╝hrte die junge Orcin den Krieger durch das gesamte Dorf und zeigte ihm alles, jeden noch so versteckten Winkel, bevor sie sich wieder in die H├Ąuptlingsh├╝tte zur├╝ckzogen.

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Ein Zwerg auf Abwegen

:postal_horn: (( Bilder zu den Geschichten findet Ihr hier:
http:// donnerblutklan.forumieren. de/ ))
:fist_right:t5::boom::fist_left:t5:

Der Mondzyklus ├Ąnderte sich vom Neuen und die ersten Zugv├Âgel konnten am fr├╝hen Morgen, hoch oben im Himmel erblickt werden. Sie flogen in ihre Heimatl├Ąnder zur├╝ck, um allm├Ąhlich den Fr├╝hling zu begr├╝├čen. Auch der Boden der Muttererde musste nachts nun nicht mehr v├Âllig frieren, sodass die Tiere langsam aber sicher ihre gewohnte Nahrung finden konnten. Das Dorf lag recht ruhig in den vergangenen Tagen, eine gewisse Art von Alltag hielt Einzug und zeigte der jungen Marak, dass ihre Gemeinschaft zwar auf einen schweren, aber dennoch guten Weg waren sich in der Gesellschaft der Horde zu etablieren. Dennoch; Dabu┬┤ka machte sich in letzter Zeit vermehrt Sorgen. Ranash und Tharagosh befanden sich auf Jagd und waren nicht greifbar. Die anderen Orcs mochten zwar gute und auch aufmerksame Wachen sein, jedoch verzichtete sie nur ungern auf deren Schlagkraft. Waren diese Gedanken ein unumg├Ąngliches Mitbringsel eines Oberhauptes? Der monatliche Tribut an die Horde stieg, jeder sollte seinen Teil zum Krieg leisten. Auch dar├╝ber musste sich Dabu┬┤ka den Sch├Ądel zerbrechen, was wenn ÔÇŽ

Eines der Signalh├Ârner schallte, k├╝ndigte unbekannten Sichtkontakt an. Rasch musste die Marak umschalten, ihre Gedanken verwerfen und zum Aussichtsposten eilen. Peons wurden angewiesen Schattenfang zu r├╝sten, ihre Waffen bereit zu stellen, w├Ąhrend sie die wacklige Holzleiter hinaufjagte. ÔÇ×Sp├Ąher, Bericht.ÔÇť Forderte die Orcin knapp auf. ÔÇ×Ein Fremder in weiterer Entfernung, allein.ÔÇť Solch eine Nachricht war nichts Neues und doch fehlte eine wichtige Information. ÔÇ×Das Horn schlug Feindkontakt an, Sp├Ąher.ÔÇť Brummte Dabu┬┤ka etwas m├╝rrisch und lie├č sich das Fernrohr geben. Sie sah in der Ferne eine dunkle Gestalt durch die karge Gegend stapfen, welche mit einem gro├čz├╝gigen Abstand dem Dorfe fern blieb, au├čer Reichweite von Pfeil und Bogen. ÔÇ×Was soll das denn werden?ÔÇť Fragte sich die Marak und guckte kurz von der Linse weg, um ihre eigenen Augen trauen zu k├Ânnen. Es war wohl ein Zwerg in dunkler R├╝stung der da stand.

Etwas verwirrt ├╝ber diesen Anblick wusste Dabu┬┤ka zun├Ąchst nicht was sie in dieser Situation anstellen sollte. ÔÇ×Wo ist der Maruk?!ÔÇť Keifte sie. ÔÇ×Begleitet Tu┬┤lok drau├čen beim Kr├Ąuter sammeln.ÔÇť Ein Seufzen konnte vernommen werden. Eine weitere R├╝cksprache war auch nicht notwendig, denn der Zwerg wagte den ersten Schritt und fing lauthals an irgendetwas in seiner Sprache zu rufen, was niemand verstehen konnte; doch war seine Gestik Aussagekr├Ąftig genug: Er hob seinen f├╝r ihn wuchtigen Hammer empor und forderte die Anf├╝hrerin des Dorfes zu einem Zweikampf heraus.

ÔÇ×Bestimmt ein Trick, Marak. Sollen wir K├Ąmpfer r├╝sten und ihn ├╝bermannen?ÔÇť Erneut setzte Dabu┬┤ka das Fernrohr an, kniff das andere Auge zusammen und betrachtete den Zwerg, samt Umgebung. ÔÇ×Kein Hinterhalt, da g├Ąbe es keine M├Âglichkeit sich zu verstecken. Ich vermute der Kurze ist tats├Ąchlich Manns genug, um ein Duell zu fordern.ÔÇť Sie lachte laut, klappte die Linse zusammen und schnaufte einmal kurz durch. ÔÇ×Ein Zweikampf also, sehr sch├Ân.ÔÇť Dabu┬┤ka setzte ihre Fersen an die Au├čenstangen der Leiter und rutschte so hinunter. Kurz blickte sie nach oben hinauf. ÔÇ×Sollte ich reglos am Boden liegen, bringt die Dorfbewohner in die Fluchth├Âhle, verriegelt diese und ruft mit den H├Ârnern die Feste zur Hilfe. Ich k├╝mmere mich aber zun├Ąchst selbst um unseren kurzgewachsenen Gast.ÔÇť

Nach diesem Befehl sa├č Dabu┬┤ka auch schon fest im Sattel ihres Reitwolfes, r├╝stete sich und bekam eine Stangenwaffe in die Pranke gedr├╝ckt. Mit Pfeil und Bogen konnte die Marak nicht zu einem Nahkampf ausr├╝cken. Was auch immer diesen Zwerg dazu bewog alleine vor das Dorf zu treten und herauszufordern, sein Mut verdiente Respekt und einen ehrenvollen Kampf der Geschlechter. Furcht hatte Dabu┬┤ka, daf├╝r blieb keine Zeit und so gaben die Wachen den Weg frei, als sie Schattenfang z├╝gig antrieb.

Mit etwas Abstand zu ihrem Gegner zog die Anf├╝hrerin des Donnerblutdorfes die Z├╝gel an und besah sich grimmigen Blickes den Herausforderer. Dieser sprach zwar, aber Dabu┬┤ka konnte ihn nach wie vor nicht verstehen. So gab es ein belangloses Wortgefecht, um sich gegenseitig einzuheizen. Die Orcin stellte bei genauerer Betrachtung fest, dass ihr der Zwerg nicht nur fremd, sondern zugleich g├Ąnzlich befremdlich war: Seine schwarze R├╝stung roch anders, schien aus eine Art Dunkeleisen geschmiedet worden zu sein, die Haut glich Erde und Kohle; ├╝bers├Ąht von schmalen Narben und die Augen funkelten regelrecht vor Kampfeslust rot auf.

Ohne zu z├Âgern hob der Gegner seinen gezackten Schild, der bei blo├čen Zusto├čen bereits guten Schaden anrichten konnte. Dabu┬┤ka blieb zun├Ąchst im Sattel, Schattenfang fletschte w├╝tend die Z├Ąhne und lie├č den Zwerg nicht aus den Augen. Ebenso wenig tat es die Orcin. Sie drehte gr├Â├čere Kreise, um die Lage weiter absch├Ątzen zu k├Ânnen. Mit ihrer blo├čen Stangenwaffe konnte sie nicht ausrichten bei diesem wuchtigen Schild. Ihr Reitwolf nahm der Marak fast die Entscheidung ab. Nun konnte man gut erkennen, wie tief verankert eine Freundschaft zwischen Wolf und Orc war; Schattenfang verkleinerte fast von selbst die Kreise. Als der Zwerg in Bedr├Ąngnis geriet konnte er nicht anders und zusto├čen, um das schwere Getier von sich fern zu halten.

Schattenfang fing tapfer das dornige Schild mit seiner Flanke auf, w├Ąhrend Dabuka ihr Bein ├╝berschlug, um auf der anderen Seite aus dem Sattel zu rutschen. Mit einem lauten Geheul wurde das Reittier getroffen, wandte sich jedoch rasch um, das der Schild aus der Hand des Gegners glitt, da die Zacken im Leib des Wolfes stecken blieben. Blutend zog sich Schattenfang zur├╝ck, nun war eine Art Gleichgewicht hergestellt; Zwerg und Hammer, gegen Orc und Stangenwaffe.

Beide nahmen eine lauernde Haltung ein, beobachteten jede Bewegung, jedes Muskelzucken, um eine Schwachstelle zu finden und erbarmungslos zuzuschlagen. Dabu┬┤ka wollte nicht den ersten Schritt wagen, auf den der Zwerg nur wartete und dieser machte auch keine Anstalten den Hammer zum Schlagabtausch zu schwingen. Mit der Stangenwaffe konnte die Marak ihren Angreifer gut auf Distanz halten, so verstrichen Minuten des kriegerischen Umgarnens, ehe der Zwerg einen Augenschlag nutzte, um seine Waffe zu schwingen. Klirrend fing die Klinge den Schlag auf, lie├č sie erzittern, das Dabu┬┤ka selbst in ihren Armen die Vibration noch sp├╝ren konnte. Der Zwerg hatte Kraft, keine Frage. Die Orcin sprang seitlich ins kurze Abseits, um sich kurz zu sammeln. Geschickt war der dunkle Zwerg mit feurigem Blick.

Dabu┬┤ka hatte ├Âfter in Kampfes├╝bungen ihre Wendigkeit ausnutzen k├Ânnen, doch ohne ├╝ber das jetzige Gr├Â├čenverh├Ąltnis sich Gedanken zu machen setzte sie zum n├Ąchsten Schlagabtausch an; sie hechtete auf den Zwerg zu, ging in die Knie und schlitterte auf dem Boden nebst den Gegner vorbei, um einen Sto├č zu versuchen, was allerdings zwecks der Gr├Â├če von Orc, Zwerg und Stangenwaffe nicht funktionieren konnte. Stattdessen sah der Herausforderer eine M├Âglichkeit, lie├č seinen Hammer in einer schmalen Bewegung ausholen und traf Dabu┬┤ka an der Schulter. Schmerz durchzog ihren K├Ârper, der sich schwingend von Schulter zum R├╝cken durcharbeitete. Die Marak kniff Augen und Z├Ąhne zusammen, jedoch konnte sie einen Schrei nicht unterdr├╝cken. Der kurzgeratene Gegner bekam einiges an beleidigenden Worte vor den Latz geknallt, ehe die Orcin im selbigen Schwung noch versuchte mit ihrer Stangenwaffen diesen wenigstens zu Fall zu bekommen, vergebens. Der Zwerg sprang knapp ├╝ber den Boden hoch, um der Klinge zu entkommen.

Der gegenseitige Schlagabtausch hielt noch eine Weile an, bis dem Ersten ein ernsthaftes Missgeschick passierte. Dabu┬┤ka lag schwei├čgebadet mit dem R├╝cken auf den harten Erdboden, war vor lauter Anstrengung f├Ârmlich au├čer Atem. Ihr Kopf wollte sie zur├╝ck auf die wackligen Beine zwingen, doch die Marak brauchte ein paar Momente, um ihre Kr├Ąfte zu sammeln. Der Zwerg sah endlich seine Chance gekommen, schwang seine schwere, f├╝r ihn wuchtige Waffe und holte zum finalen Schlag aus. Im selbigen Augenblick stand die Orcin erneut in Abwehrposition, lange w├╝rde sie gewiss nicht durchhalten, doch auch dem Gegner war die Anstrengung ins Gesicht gemei├čelt. Der Rest ging sehr schnell; der Zwerg eilte los, Dabu┬┤ka stie├č die Stangenwaffe in den Boden, um sich mit letzter Kraft ├╝ber ihren Angreifer abzusto├čen, um direkt hinter ihm wackligen, doch festen Stand zu bekommen.

Ein lautes Ger├Ąusch konnte von beiden vernommen werden, ein schmerzlicher Schrei folgte, lie├č die Hammerwaffe durch den Schwung nach vorne ins Nichts fliegen und Abseits aufkommen. Der Zwerg hatte mit seinem Tritt eine verborgene Jagdfalle ausgel├Âst, dessen spitze Zacken sich wie feste Z├Ąhne durch die Nischen der Treter bohrten, bis sie den Fibula durchbrachen und zum Stillstand kamen. Dabu┬┤ka wandte sich indessen direkt um, stach mit ihrer Stangenwaffe zu und bohrte sie in seine Schulter, dass der schmerzliche Aufschrei gar doppelte Motivation hatte. Wie ein gieriges Tier lie├č die Falle nicht locker, hielt den Gegner in Schacht, bis dieser letztendlich nach vorne weg auf den Boden kippte. Blut rannte aus beiden Verletzungen und bahnte sich durch die R├╝stung einen Weg. Die Marak war ├╝berrascht; es war keine ihrer Fallen.

Nun hatte die Orcin leichtes Spiel, dem Herausforderer die letzte Ehre zu erweisen; w├Ąre ihr Sieg ehrenvoll gewesen. Nach ihrer Erleichterung selbst noch am Leben zu sein zog sie die blutgetr├Ąnkte Spitze aus der R├╝stung des Zwerges, hob die Waffe schwer atmend in die Luft, um den Wachen des Dorfes ihren Sieg zu zeigen. Signalh├Ârner schallten, auch Jubelrufe konnten vernommen werden. Dabu┬┤kas Schulter schmerzte, doch holte sie ein letztes Mal aus und bohrte die Stangenwaffen direkt neben den Herausforderer in den Erdboden. Die Marak schnaufte animalisch, wischte sich ihren Schwei├č von der Stirn und sackte auf die Knie.

Der Zwerg blieb am Boden, schlie├člich konnte er nicht weg. ÔÇ×Ein guter Kampf.ÔÇť Raunte sie ihm in ihrer Sprache entgegen und packte mit den Pranken die Z├Ąhne der Falle am Kiefer, um sie aus der R├╝stung zu ziehen. Abermals l├Âste sich der Schmerz des Zwerges ├╝ber die Kehle, als sein Fu├č frei kam. Reflexartig zog er das Knie an, um aus der N├Ąhe zu kommen, als die Falle beim ├ťberdehnen wieder zur Bereitschaft klickte. Dieses Ding entsprang also dem Donnerblutdorf, da diese Mechanik eindeutig vom Schmied stammte. M├╝rrisch stand die Orcin auf, nahm ihre Stangenwaffe und l├Âste erneut die Falle aus, die sogleich erbarmungslos ins Nichts schnappte.

Scharf trafen sich die Blicke der Kontrahenten, die f├╝r einen Moment inne hielten. Just in diesem Augenblick kam Schattenfang aus seiner sicheren Entfernung zu Dabu┬┤ka zur├╝ck. Er blutete, sie war verwundet und der Zwerg kampfunf├Ąhig. Die Marak zog das Schild aus der ger├╝steten Flanke, warf dieses zum Hammer des Gegners r├╝ber und machte zwei eindeutige Handbewegungen, um sich verst├Ąndlich zu machen. Er solle seine Waffen nehmen sobald er k├Ânne und das Weite suchen. Ohne weiteres Abwarten ging Dabu┬┤ka an Schattenfangs Seite zur├╝ck zum Dorf und wurde von den dortigen Wachen in Empfang genommen. ÔÇ×Sollen wir den Rest erledigen?ÔÇť Fragte einer von ihnen, da sich einige wunderten, warum der Zwerg am Leben gelassen wurde. Die Marak schnaufte, sch├╝ttelte ihren Kopf und brummte: ÔÇ×Nein. Behaltet ihn im Auge, wenn er geht, lasst ihn ziehen, dieser Sieg h├Ątte keine Ehre f├╝r mich.ÔÇť

ÔÇ×Verstanden. Sollen wir den Schamanen rufen?ÔÇť Dabu┬┤ka l├Ąchelte. ÔÇ×Tu┬┤lok und Urmug werden sicher bald zur├╝ckkehren, solange kann ich meine Schulter selbst versorgen, k├╝mmert euch bitte um Schattenfang, er ist im Moment wichtiger f├╝r mich als alles andere.ÔÇť Nickend nahmen die Peons Waffe und Schulterst├╝cke von ihrer Marak entgegen und brachten den Reitwolf umgehend zum Stallmeister und seine Gesellen. Dabu┬┤ka hatte noch etwas Wichtiges zu kl├Ąren und ging direkt zur Schmiede des Dorfes r├╝ber, hob ihre Pranke und hielt an der Kette die tanzende, zusammengeklappte Falle empor. ÔÇ×Warum war diese Falle ungekennzeichnet vor unserem Dorf, inmitten eines Pfades platziert?! Ich will den Verantwortlichen, aber schnell ÔÇŽ der ist mir noch einen ehrenhaften Sieg schuldig.ÔÇť Grummelte die Orcin s├Ąuerlich.

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Die Nacht zuvor
(Geschichte geschrieben von Urmug)

An jenem Abend blieben beide noch lange wach und redeten miteinander, so wie in alten Zeiten. Urmug a├č nebenbei Trockenfleisch, das er von Buki erhalten hatte. Langsam wurden die Augen der jungen Orcin schwerer, verlor eine Augenblicke den Kampf gegen die M├╝digkeit und schlief ein. Der Krieger hockte neben Ihren Fellen und schaute Dabu┬┤ka eine geraume Zeit lang einfach nur an, ohne eine Miene zu verziehen. Langsam verzog sich sein Gesicht und er l├Ąchelte wohlwollend. Der Orc war zwar noch nicht lange hier bei Dabu┬┤ka im Dorf, aber irgendwie f├╝hlte es sich bereits so wie fr├╝her an, als beide bis sp├Ąt in die Nacht am Feuer hockten, sich gegenseitig Geschichten erz├Ąhlten und herumalberten. Es f├╝hlte sich so eng vertraut und gut an, dass sich ihm unbemerkt ein Gedanke in den Sch├Ądel schlich.

Vielleicht wollten es die Ahnen, dass sein Weg nun im Dorf weiterging. Er zog vorsichtig ein Fell ├╝ber die schlafende Orcin und schlich sich langsam aus der H├╝tte, da er sich noch ein bisschen im Dorf umschauen wollte, sofern es die Wachen zulie├čen. Als er die T├╝r der H├Ąuptlingsh├╝tte schloss bemerkte Urmug, wie er von einem der oberen Wacht├╝rme scharf beobachtet wurde. Jeder seiner Schritte sollte bemerkt und be├Ąugt werden. So ging er langsam zur Versammlungsh├╝tte. Auf dem Weg dorthin loderten noch zahlreiche kleinere Feuerstellen, an denen die Dorfbewohner, oder auch Wachen, hockten und den Abend bei Speis und Trank allm├Ąhlich ausklingen lie├čen.

Es zog langsam Nebel auf und der vermischte sich mit dem Rauch des Feuers. Man konnte nicht mehr weit einsehen, so erkannte Urmug bald zun├Ąchst nur die Umrisse der Versammlungsh├╝tte, deren Eingang bei jedem n├Ąhernden Schritt heller wurde, sodass man bald schon die Flamme im inneren erblickte. Die Wachen, die sonst immer am Eingang waren, mussten den Posten jede Nacht verlassen und sich auf die h├Âher gelegenen Wacht├╝rme begeben; Positionswechsel. So konnte Urmug ungehindert in die H├╝tte hinein und sich an die Schamanenflamme hocken. Nachdenklich blickte er in die Lohe, beobachtete aller Ruhe, wie das Feuer langsam den Kampf gegen das Holz gewann und es knisternd immer weiter loderte. Allm├Ąhlich verfiel er in Gedanken zur├╝ck; R├╝ckblicke an die vergangenen Monde. Als er so hockte und seine Erinnerungen sammelte, merkte er dass es sich abermals wie fr├╝her anf├╝hlte als er noch im alten Clan war. Diese Vertrautheit mit Buki, nun hatte er wieder jemanden, mit dem er offen sprechen und der er auch helfen konnte. Mit Dabu┬┤ka hatte er eine neue Heimat gefunden und schon allein daf├╝r war er ihr sehr dankbar.

Jedoch war etwas anders, nicht so wie damals: es war diese Vertrautheit, die er sp├╝rte, sie war zwar ├Ąhnlich wie fr├╝her, als er sich Dabu┬┤ka anvertrauen konnte und sie wie Freunde ├╝ber alles reden konnten und doch war etwas anders geworden. Nachdenklich, gar verwirrt starrte er in die tanzenden Flammen, versp├╝rte er vielleicht mehr als reine Freundschaft? Er konnte sich erinnern, dass er dies schon einmal versp├╝rte, damals, als er seiner Gef├Ąhrtin sagte, wie er um sie f├╝hlte. Er wusste, dass er sich mit Buki schon immer gut verstand, aber war er damals etwas blind gewesen, weil er mit seiner Gef├Ąhrtin schon die Jagd fast beendet hatte und einen Clan f├╝hren musste, dass er es nicht sah, wie er f├╝r die junge J├Ągerin f├╝hlte?

Waren seine Augen so verschlossen f├╝r Neues, dass er damals von jener Orcin gedr├Ąngt wurde den Clan zu leiten? Langsam stieg in ihm Zorn auf. Er griff in Richtung seines Halses und holte etwas unter der R├╝stung hervor, das an einem kleinen Lederriemen befestigt war. Urmug betrachtete diese kleine B├╝ste. Er hielt sie sich vor seine Augen, blinzelte einige Male. Durch das schwache Licht des Feuers konnte man sehen, dass es sich um etwas seiner einstigen Gef├Ąhrtin handelte, das er bis jetzt noch immer getragen hatte. Diese B├╝ste bekam er mal von einer stummen Orcin geschenkt. Langsam umschloss seine Pranke das Gebilde, er dr├╝ckte immer fester zu, als wollte er sie zu Staub machen. Abermals schossen ihm die Gedanken von fr├╝heren Zeiten durch den Kopf und er bemerkte immer mehr, dass es nur leere Worte waren, die er einst h├Ârte.

Langsam fuhr seine Pranke ├╝ber die Flamme. Als die B├╝ste direkt ├╝ber Ihr war ├Âffnete Urmug die Hand und lie├č sie in die Glut fallen, wo sie sofort von den tanzenden Flammen umzingelt wurde. In diesem Moment betrat ein alter Orc die Versammlungsh├╝tte. Durch den Erz├Ąhlungen wusste er, dass es sich um Tu┬┤lok, den alten Schamanen, aus dem Dorf handelte. Dieser ging langsam auf Urmug zu, musterte ihn argw├Âhnisch und hockte sich wortlos zu ihm. Der Krieger blickte zur├╝ck, musterte den Schamanen kurzweilig und gr├╝├čte ihn freundlich. Er stellte sich auch vor, jedoch kam keinerlei Reaktion von dem Alten. Er hockte nur da und blickte fast erstarrt in das Feuer.

Urmug widmete sich aber schnell wieder der kleinen B├╝ste, die er ins Feuer fallen lie├č, es war gerade noch rechtzeitig den langsam fra├čen die Flammen sie auf, das Licht in der H├╝tte wurde kurz immer heller ehe es sich wieder zu einem schwachen flackern verwandelte. Urmugs Augen suchten noch nach der kleinen B├╝ste man konnte noch umrisse erkennen als er dann noch ein Scheit Holz nachlegte zerbrach diese und man konnte in seinem Gesicht ein L├Ącheln erkennen. Nun konnte er sich ganz den Gedanken widmen, die im nun durch dem Kopf gingen jene Gedanken um Buki. Kurz blickte Urmug wieder zu Tu┬┤lok aber der Schamane hockte noch immer Wortlos vor der Flamme und starrte hinein.

Die Lohe suchten noch die letzten Holzstellen, die sie verschlingen konnte. Langsam stieg nur noch Qualm ├╝ber das Schamanenfeuer auf; und das Licht wurde noch schw├Ącher. Der wei├če Rauch stieg s├Ąulenartig auf und verlie├č die Versammlungsh├╝tte ├╝ber den Auslass am Dach. Urmug wollte gerade aufstehen und sich zu Dabu┬┤ka zur├╝ck in die H├╝tte begeben, als pl├Âtzlich der Schamane neben ihm die Pranke hob und etwas in die Glut warf, sodass die H├╝tte hell erleuchtet wurde. Tu┬┤lok schaute Urmug mit weit aufgerissen Augen an und sprach: ÔÇťSchau nie zur├╝ck, sondern nur nach vorne. Lass das Vergangene vergangen sein. Jeder entscheidet selber ├╝ber seinen Weg und manche Worte von Vertrauten sind Schall und Rauch, nur man bemerkt es erst, wenn man ihnen zu sehr vertraut, daher w├Ąhle stets mit viel Bedacht, Krieger.ÔÇŁ

Seine Augen leuchteten und spiegelten das Feuer als er diese Worte sprach. Nach seinem letzten Wort verblasste das Licht um sie wieder; es war dunkel und es war nur noch der Schein der Glut zu erkennen. Urmug fragte den Schamanen, wie er das meinte, doch Tu┬┤lok sch├╝ttelte seinen Kopf, antwortete nur kurz, dass die Zeit alles offenbaren w├╝rde.

So unterhielten sich beide noch eine Weile, ehe der Schamane die Wachen vom Dorf rufen wollte, da er noch aufbrechen musste, um Kr├Ąuter zu suchen, welche er nur in der Nacht bekommen k├Ânne. Urmug z├Âgerte keinen Moment und bot dem Schamanen seinen Schutz an. Er war fasziniert vom Schamanismus, wollte mehr erfahren und so begaben sich beide umgehend auf den Weg, damit Tu┬┤lok noch an seine Kr├Ąuter kam.

Urmug sattelte Vakakk und auf dem Weg aus dem Dorf Informierte er noch die Wachen, dass sie es der Marak weiterleiten konnten, wenn nach ihnen gesucht werden w├╝rde.

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Die Kr├Ąutersuche
(Geschichte geschrieben von Tu┬┤lok)

Die Nacht nahm ihren Verlauf und die beiden Orcs entfernten sich immer mehr von dem Lager des Donnerblutklans. Soweit, dass sie sogar den Nebel hinter sich gelassen hatten. Die wei├če Dame h├╝llte die Steppe in ein fahles Licht, was sich auf das blanke Gestein des Weges wiederspiegelte.

Der alte Schamane drehte bei und lenkte seinen Wolf in Richtung der Berge, die haupts├Ąchlich das Brachland von Westen s├Ąumten. Der Maruk des Donnerblutklans, Urmug, blieb mit seinem Wolfsgef├Ąhrten stets dicht bei TuÔÇÖlok und nahm neugierig das Wissen auf, was der Alte ihn ├╝ber die Macht von Kr├Ąutern Preis gab.

An einen flachen Hang, der mit unz├Ąhligen Kr├Ąutern bewachsen war, brachte der Schamane seinen Wolf zum Stehen. Ohne weiter nachzufragen machte der Krieger es ihm gleich. Die Augen von TuÔÇÖlok wandten sich gen Osten und hielten anscheinend nach etwas am Himmel Ausschau. Urmug, der damit nix anfangen konnte, fragte nun doch wissbegierig, was er genau suchen w├╝rde.

Der Alte drehte sich um und nahm in Mitten der Kr├Ąuter Platz. Mit ruhiger Stimme sprach er: ÔÇťDas wirst du schon sehen, wenn die Zeit daf├╝r gekommen ist. Aber vorerst, Krieger, leiste mir weiter Gesellschaft und erz├Ąhl mir, was du der Flamme heute Abend entbl├Â├čt hattest.ÔÇŁ Urmug ├╝berlegte kurz, wo er anfangen sollte; und kam der Aufforderung letztendlich nach. W├Ąhrend der Krieger seine Geschichte von Pflichtbewusstsein, Angst, Treue, Hoffnung, Vertrautheit und von endloser Entt├Ąuschung dem alten Schamanen erz├Ąhlte, wandte TuÔÇÖlok immer wieder seinen Blick Richtung Osten, in den Himmel.

An den Punkt, an welchen sich Urmug in seiner Erz├Ąhlung durch die Entt├Ąuschung die ihm widerfahren war, immer wieder im Kreis drehte, brummte der Alte kurz seinen Namen und legte einer seiner Pranken auf die Schulter des Kriegers. ÔÇ×Dies ist nun Geschichte. Lass dir eines von mir gesagt sein. Nur weil du den Grund des Gew├Ąssers nicht sehen kannst, ist es noch lange nicht tief."

In Urmugs Augen konnte man sehen, wie sein Verstand die Worte Aufnahmen, um sie zu f├╝r sich begreiflich zu verarbeiten. Und nun wandte sich auch sein Blick in Richtung Osten ├╝ber die Berge.

Es verging eine ganze Weile, wo die beiden Orcs einfach nur so da sa├čen und gemeinsam in den Himmel starrten. Sie konzentrierten sich so lange, bis TuÔÇÖlok die Stille durchbrach. ÔÇ×Schau Urmug, da ist es." Langsam, aber zielstrebig, kam das blaue Kind hinter den Bergen hervorgekrochen. Das bl├Ąulich schimmernde Licht mischte sich mit dem Gewand der wei├čen Dame zu einen Hauch von Cyan. Einige der kleinen Pflanzen, in denen die beiden Orcs sa├čen, begannen in derselben Farbe zu bl├╝hen, wie das Licht, welches nun die H├Ąnge der Berge erstrahlen lie├č. ÔÇ×Nur das vereinte Licht der Beiden, der wei├čen Dame und ihrem blauen Kind, gibt die Bl├╝hte der Geisterblume Preis."

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