[N-RP] Leerenkult

Bei der Eröffnung Amirdrassils für alle Nachtelfen und Verbündete kamen mit jeder Menge Vorräten auch einige Flugblätter in die neue Stadt.

Pünktlich zu 10.2.5 gibt es natürlich auch von uns eine herzliche Begrüßung für die Bewohner des neuen Weltenbaums!

Wir haben mehr Leute gefunden als gedacht und waren diese Woche erst einmal damit beschäftigt, einen Großteil davon auch IC kennenzulernen. Bald geht es dann auch los mit den ersten Plots, damit wir nicht nur Quatschen, sondern auch was erleben. Und der eine oder andere bringt gleich seine Plots und Ideen mit, das finden wir umso besser!

11 Likes

Seit einigen Tagen gibt es seltsame Aushänge am Graumähnenwall auf Seiten des Silberwaldes.

Einst dem Griff der Geißel entkommen, wich die Freude über die Freiheit schnell den Gedanken an die Gräueltaten, welche Verlassene als Geißeldiener über ihr Umfeld brachten. Doch war es einst die Bansheekönigin, die in dieser Zeit Halt und Orientierung gab. Nach dem Bau von Unterstadt unter den Ruinen von Lordaeron, setzten sich die ehemaligen Menschen aus Lordaeron im Untot gegen ihre ehemaligen Freunde, Familien und Nachbarn durch und konnten die Stellung halten.

Selbst nach dem Verrat durch Putress und Varimathras, welche sich weiterhin zur Legion zählten, begründeten die Verlassenen stets ihre Mitwirkung an der Horde. Doch schon damals war der Preis hoch. Vom Abzug der Monstrositätenwachen aus Unterstadt durch Thrall und den Kor’kron, bis hin zum angewiderten Anblicks des Tieres Garrosh, als die Fürstin und ihre Val’kyr eine Lösung für den Fortbestand der Verlassenen gefunden hatten, waren die Demütigungen zahlreich.
Gilneas konnte damals weit in den Silberwald einrücken. Letztendlich bis zur Grenze des Grabmals. Der Verrat und Mord an Sylvanas forderte einen Kompromiss ein und es kam zu einem Stillstand.

Die erweckten Verlassenen der Val’kyr kannten zwar den Schmerz der Erinnerung an die eigene Geschichte, aber sie lernten nicht mehr den Preis kennen, welchen die Verlassenen für Lordaeron zahlten. Nachdem die Bansheekönigin den Weltenbaum der Nachtelfen niederbrannte und sich schließlich von den Verlassenen abwandte, wurde die Orientierungslosigkeit in diesen Zeiten besonders deutlich. Wie kann der trostlose Rat all die Gräuel und den Hass vergessen haben? Warum billigen die Verlassenen nach all diesen Jahren eine erneute Gefahr durch Gilneas und seine Hunde? Unabhängig von der Generation Verlassener, zu denen Ihr euch zählt, solltet ihr das Risiko kennen. Unabhängig von der Herkunft und der Erweckung einte die Verlassenen stets eine Konstante, der immer vertraut werden konnte. Die Kirche der vergessenen Schatten.
Die Schatten gehören nicht zur Legion. Die Schatten wandern auch nicht ab, sollte
es innerhalb der Horde mal schwierig werden. Die Schatten und der unheilige Glaube sind niemals trostlos und stets ein Wegweiser für alle Orientierungslosen. Die Schatten geben niemals sinnlos etwas zurück, ohne dafür etwas Gleichwertiges zu erhalten.

Verlassene! Die unheilige Kirche hat euch nicht vergessen! Sie hat sich breiter aufgestellt und versammelt ihre Jünger in modernen Zeiten über jegliche Fraktions- und Volksgrenzen hinweg. Niemand muss in diesen vermeintlichen Friedenszeiten in Lethargie verharren und unerträgliche Entwicklungen untätig aushalten. Achtet auf unsere Predigten, erhört unsere Rufe, nehmt unsere Aushänge wahr. Wir sind da und wir warten auf euch!
Bringen wir die Tugenden der dunklen Künste gemeinsam wieder über die Gesellschaften.
Alle dunkle Macht den Verlassenen!

Finstere Grüße!
Eine tolle neue Stadt um einen Baum. Hinter der großen Mauer zieht auch wieder jemand ein. Zuvor deutete sich eine Renovierung der Stadt in Tirisfal an. Wann wird das fertig gestellt? Die Leere kennt ganz bestimmt die Antwort. Man…muss…sich…das…nur…immer…wieder…sagen…

6 Likes

Heute hat uns Professor Giftwolke eine Führung durch Scholomance gegeben. Wer hätte nur ahnen können, dass sich das als Falle entpuppen sollte? Mit einigen Blessuren und voller Gift und Gedärme sind wir gerade so wieder herausgekommen. Aber dafür sind wir um einige kostbare Gegenstände reicher! Natürlich als TRP Items, die wir in kommenden Plots oder zum Handeln mit anderen Spielern noch verwenden können.

Uns erreichen viele Anfragen von Spielern, die gar nicht richtig Teil des Kultes werden wollen, aber endlich mal einen Anspielpartner haben, bei dem Hexer, Todesritter und so weiter nicht von vornherein ausgeschlossen sind. Wir freuen uns über jeden dunklen Weggefährten, würden den Kult aber sehr gern noch um 2-3 feste Mitglieder erweitern. Wir haben noch nicht mal nen Elfen. Vielleicht ist das ja ein gutes Verkaufsargument?

2 Likes

In Eisenschmiede, Mechagon, Neu-Tüftlerstadt und vereinzeln in Dalaran findet man in letzter Zeit einige Flugblätter, die eher wie eine wissenschaftliche Abhandlung aussehen. Zumindest zu Anfang…

Ihr wollt an einem tollen Rollenspielevent teilnehmen, aber es gibt nur sieben Plätze für 28 Interessenten? Beim Leerenkult dürfen alle mitmachen! Ihr müsst nur dem Licht abschwören und erkennen, dass die Leere euch die wahre Freiheit bieten kann. Bei uns sind sogar DKs, DHs und Hexenmeister willkommen! Tretet noch heute bei und erhaltet exklusives Mitspracherecht für den endgültigen Namen des Kults!

Neu, jetzt auch mit Community: https://www.worldofwarcraft.com/invite/baP0VVyU577

4 Likes

Statt einer Propagandaschrift gibt es heute Propaganda aus dem Rollenspiel! Wir haben in einer verfallenen Hütte in Strahnband den Leerenkult offiziell gegründet. Dabei wurden natürlich auch ein paar Reden gehalten.

Weiterhin gibt es Neuigkeiten zu unserem Spielort und zu unserer Spielzeit. Der Dienstag hat sich als gute Option für alle herausgestellt, optional natürlich auch andere Tage dazu. Außerdem werden wir die Pestländer hinter uns lassen und durch Kalimdor pilgern, von Orgrimmar bis nach Uldum. Wer Lust hat, uns unterwegs zu begegnen oder sowieso dort spielt, ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden - vielleicht schreiben wir die eine oder andere Gemeinschaft auch selbst an.

1 Like

In Orgrimmar und Sen’jin finden sich ein paar weitere Flugblätter. Dieses Mal sind die an die Trolle gerichtet.

Heute waren wir im offenen Rollenspiel in Orgrimmar unterwegs und haben gleich einen neuen Spieler angeheuert. Freitag kann man uns ganz ungezwungen im Wyvernschweif kennenlernen, ehe es nächste Woche zu einer Schnitzeljagd durch ganz Aszhara geht.

Alle Macht der Leere!

3 Likes

Diese Woche haben wir uns auf eine Schnitzeljagd quer durch Azshara begeben, um die Prüfung der Barriere zu bestehen, die uns in den Magierturm des Erzmagiers Xylem führen sollte. Zwar stellte sich dies als perfider Plan eines Gnoms heraus, um Reisende dazu zu bringen, die Lehrlinge des Erzmagiers bei ihren alltaglichen Pflichten zu unterstützen, aber wir wurden trotzdem mit einem magischen Szepter belohnt. Wenn wir jetzt noch den dazugehörigen Kristall in die Hände bekommen, der irgendwo in Tanaris verborgen sein soll, kommen wir Spriggls Masterplan, die Schätze der alten Götter zu stehlen, einen großen Schritt näher.

Morgen könnte man dem einen oder anderen Kultmitglied noch im Wyvernschweif begegnen, ehe es uns weiter südlich nach Kalimdor verschlägt.

4 Likes

Wir sind auf dem Weg zum Teufelswald, um ein altes und mächtiges Schattenartefakt zu bergen, das Sagosh dort vor einer ganzen Weile verlegt hat. Leider waren die Nachtelfen im Eschental nicht sonderlich begeistert von unserer Anwesenheit. Haben die nichts vom Friedensvertrag mit der Horde gehört? Immerhin haben wir unterwegs eine Menge Silbermünzen und sogar einen recht widerspenstigen Leerwandler aufgegriffen. Und unser Taure Burrock hat einfach mal einen Sideplot improvisiert, als die Leitung kurzfristig ausfiel. Vielen Dank dafür!

1 Like

Wahrheit oder Pflicht
In Deckung hockend im Eschental war Sagosh kurz allein. Er beobachtete zwei Elfen Späherinnen an einem Bach. Zwischen Bäumen, Büschen und Gehölz blieb ihm ein Moment des Innehaltens. “Die Leere zeigt uns die Wahrheit”, hatte ihn die Goblinhexe kürzlich begrüßt. Wäre sein Gesicht noch vollständig, hätte man vermutlich besser erkennen können, wie ihm alles aus jenem fiel. Die Leere, die Schatten oder wie auch immer man es nannte, zeigte vieles, aber selten die Wahrheit. Wäre es die Wahrheit gewesen, hätte er bereits tot sein müssen. Er hätte keinen Bauern zum Soldaten geformt, keinen Novizen zum Kampfmagier motiviert, keine Prediger zum Schattenpriester geformt. Die vielen Gruppierungen, die er teilweise bildete und einen Weg ebnete, wären nicht entstanden.
Nachdem alle alten Weggefährten ihn verlassen hatten, sprachen und sangen die Schatten fast hauptsächlich von seinem Abgesang und wie er ihn herbeizuführen hatte. Häufig versprachen sie ihm das Ende aller Qualen. Das Ende dieser Folter, wenn er noch dieses oder jenes erledigte.
Dieses Wechselspiel aus innerer Widerstand und einfaches Folge leisten, hatte ihn über die Jahre zermürbt und war ein ausschlaggebender Punkt seiner zahlreichen Fehler.
Das letzte Mal, dass er seine eigene Motivation aufbringen konnte, lag Jahre zurück. Er holte sie mit einer Gruppe Nekromanten und Apothekern sie aus ihrem endgültigen Tod zurück. Seither gab es keine eigenen Versprechen mehr, sondern nur noch Leere, Schatten und Dunkelheit. Er wusste, dass dies passieren würde, war sich jedoch sicher, dass ihre Rückkehr ihn gleichzeitig die notwendige Hilfe bringen würde. Doch sie verschwand und er konnte sie einfach nicht wiederfinden. Das liegt mittlerweile Jahre zurück und er machte weiter. Formte Soldaten, Magier und Priester und bildete Gruppen. Nun, am nahenden Ende seiner Reise, also Lebende.
Gerade als Sagosh sich vom Bach abwenden wollte und das Gebüsch beiseite schob, stand er einer Nachtelfe gegenüber. Sie hockte hinter dem Gebüsch, hatte den Bogen bereits gespannt, doch erkannte er an ihrem Blick, dass sie ihn dennoch genauso wenig erwartet hatte. Der Blickkontakt dauerte nur wenige Sekunden, als die Elfe von einem Baumstammartigen, riesigen Streitkolben erfasst und fortgeschleudert wurde. Der große Taure, welchen er in Ogrimmar angesprochen hatte, erwies sich als praktisch. Noch ehe er sich bedanken konnte, wurde der Untote von ihm gepackt und aus dem Gebüsch förmlich geschleudert. Er zog seine Waffen und trat seinen Gegnern entgegen. Seine Gegner waren von schattenartigen Spinnen der “Shadra-Trollin” befallen und er selbst musste aufpassen, dass er von den Chaosblitzen der Goblinhexe nicht erfasst wurde, aber das kleine Schlachtfeld auf der Wiese belebte ihn.

Auch wenn die Schatten in seinen Augen nicht immer die Wahrheit sprechen und sie hier im Wald lediglich einen Chef-Peon retten sollen, um ein paar Wölfe zur Weiterreise zu ergattern, fühlt es sich richtig an. Diese deutlich kleinere Form der Pflicht lenkt Sagosh sehr gut ab - von der Wahrheit.

3 Likes

Sejy strich sich mit dem Unterarm über das Gesicht, der Regen prasselte weiterhin durch das Geäst auf die Verlassene herab. Der Teufelswald war noch immer ein unheimlicher Ort, voller düsterer Schatten und unheimlicher Geräusche. Seufzend schulterte sie ihren Rucksack und wandte sich noch einmal der Richtung zu, in welcher das Lager lag, in dem sie die Nacht zuvor mit einem Trupp Abenteurer am Lagerfeuer verbracht hatte.

Sonderbare, interessante Gesellen waren das, offen, voller Optimismus und Tatendrang. Sejy war es gewohnt, misstrauisch gegenüber Fremden zu sein, doch diese Gruppe hatte etwas an sich, das sie nicht vertreiben konnte. Sie hatten ihr Essen geteilt, ihr Geschichten erzählt und ihr sogar einen Auftrag angeboten.

Einen Heiltrank brauchten sie, dringend, für ihre verletzte Goblin. Sejy zögerte nur kurz, doch die Neugierde und die Aussicht auf ein paar Münzen siegten und sie willigte ein. Endlich würde sie sich wieder etwas um die Instandhaltung ihres Köpers kümmern können und dem Buch „Wissenschafliche Abhandlung zur Sprache der Fulborgs“, auf welches sie schon seit Monden sparte, wäre wieder einen Schritt näher.

Beim Windreitmeister angekommen bestellte sie, wie sie es seit je her handhabt, einen der Tiere zum Flug nach Orgrimmar. Dieses Mal allerdings, behauptete der Windreitmeister, er könne keines seiner Tiere entbehren. Der Orc und die Verlassene begannen lauthals zu diskutieren. Sejy ballte die Fäuste. Der Windreitmeister war uneinsichtig. Sie brauchte unbedingt einen Windreiter, aber er weigerte sich weiterhin, ihr einen zu geben. „Du kannst mir nicht einfach verbieten, zu fliegen!“, rief sie. „Es geht um Leben und Tod!“ Der Windreitmeister grinste. „Wenn es tatsächlich so wichtig ist, dann solltest du bereits sein, den doppelten Preis zu zahlen.“

Sejy zögerte. Sie hatte das Geld nicht, aber sie musste es versuchen. „Ich gebe dir alles, was ich habe“, sagte sie. „Bitte, lass mich fliegen.“

Der Windreitmeister beäugte die Verlassene skeptisch. „Zeig mir, was du hast“, sagte er schließlich.

Sejy kramte in ihrem Rucksack und holte all ihre Münzen hervor. Es war nicht genug, aber es war tatsächlich alles, was sie hatte – inklusive der 5-Silber-Münze, welche ihr die Goblin in die Hand gedrückt hatte.

Der Windreitmeister zählte die Münzen und nickte. „In Ordnung“, sagte er. „Du kannst den Windreiter nehmen. Aber sei vorsichtig. Der Flug ist gefährlich, bei diesem Unwetter.“

Sejy nahm die Zügel des Windreiters ohne auch nur ein weiteres Wort zu verlieren stieg auf den Rücken des Tieres. Der Windreiter war mager und struppig, aber er hatte kräftige Flügel. Sejy spürte, wie es unter ihr unruhig wurde.

„Es ist okay“, flüsterte sie. „Wir schaffen das.“

Der Windreiter hob ab und trug Sejy in Richtung Orgrimmar. Der Flug war kalt und windig, einer der Vorzüge eines Verlassenen, dass solche Dinge nicht ins Gewicht fallen. Sie sah die Landschaft unter sich vorbeiziehen, die dichten Wälder, die kargen Berge und die winzigen Dörfer. Sejy genoss den Flug sichtlich. Während des Fluges schweiften Sejys Gedanken ab. Sie dachte an die Abenteurer, an ihre Namen, die sie schon wieder vergessen hatte. An den blinden Leerenpriester-Vulpera, den gemütlichen Tauren, dessen Käfergerichte seltsam, aber köstlich knusprig gewesen waren. An die redegewandte Goblin, die mysteriöse Verlassene und die Seelenbefreier-Shadra-Troll.

Sejy hoffte, dass sie den Heiltrank rechtzeitig finden würde. Sie hoffte, dass die Goblin die Zeit bis zu ihrer Rückkehr überstehen würde. Sie hoffte, dass sie diese seltsamen, interessanten und freundlichen Abenteurer wiedersehen würde.

In der Hauptstadt der Horde angekommen schloss die Verlassene für einen Moment die Augen und versuchte sich zu sammeln. Orgrimmar war eine gewaltige Stadt, voller Lärm und Getümmel. Sejy kämpfte sich durch die engen Gassen, stieß an Orks und Trolle, Goblins und Tauren. Nach dem die Verlassene bei den Goblins einen Ring und ihren Stab gegen Münzen eintauschen konnte, ging sie auf die Suche. Sie fragte jeden, den sie traf, nach einem fähigen Alchimisten und beschrieb die Art von Tränke, welche sie suchte, doch die Antworten waren meist vage oder unhöflich.

Schließlich stieß sie auf einen kleinen Laden am Rande der Stadt. Ein uralter Troll mit weißem Haar und gebrochenem Hauer saß hinter einem wackligen Tisch und hantierte mit glühenden Reagenzgläsern. Sejy trat ein und schilderte ihr Anliegen.

Der Troll brummte etwas Unverständliches, kramte dann, ohne weiter auf die Ausführungen der Verlassenen einzugehen, in einem staubigen Regal. Sejy sah ihm gespannt zu. Schließlich wandte er sich ihr wieder zu und präsentierte ihr eine Auswahl an Fläschchen und Tinkturen.

„Heiltränke“, sagte er krächzend. „Verschiedene Stärken, verschiedene Preise. Was willst du?“

Sejy war überfordert. Sie wusste nicht, welche Tinktur die richtige war – woher auch? Sie kaufte sicherheitshalber mehrere, in der Hoffnung, dass eine davon der Goblin helfen würde.

Mit den Tränken im Gepäck kehrte Sejy zum Windreiter zurück. Der Flug zurück zum Teufelswald verlief ereignislos. Sejy war angespannt, voller Zweifel und Hoffnung.

2 Likes

Lose Gedanken
Korov, Mikal. Erster Kontakt als Mitglied einer Garde der Fürstin und Kamerad. Aufstrebender Magier. Wurde später freigestellt und schloss sich den Kirin Tor an. Ausgebildeter Magier. Nach Jahren einer Funkstille erneutes Zusammentreffen. Aus Kameraden werden Freunde. Korov, Mikail. Ideengeber für eine neue Abteilung der Apothekervereinigung, welche sich von Faranells Abteilung emanzipiert. Großmagier und Meister dunkler Künste.

Doch Mikail war noch viel mehr. Unzählige Male rettete er mir das Leben und stärkte mir den Rücken, wenn es nötig war. Gleichzeitig nahm er phasenweise die Rolle eines Mentors ein und gelegentlich auch die Rolle einer kontrollierenden Instanz. Letzteres lässt mir keine Ruhe. Weshalb findet sein Familienmitglied mich hier im Teufelswald und lässt Grüße ausrichten? Warum jetzt? Warum nicht früher? Oder später? Gab es einen guten Zeitpunkt?
Warum berichtet mir diese Verlassene, dass Mikail sich dem dunklen Glauben verschrieben habe. Wir waren immer pragmatisch und zielorientiert. Niemals hätten wir uns einen vermeintlichen Glauben hingegeben. War dies eine verschlüsselte Nachricht oder ein Hinweis?

Vielleicht sollte ich für den Moment aufhören, zu zweifeln und mich daran erfreuen, dass unsere Gruppe Zuwachs erhalten hat. Da uns ebenfalls Mitglieder verlassen haben, stimmt im Grunde die Waage. Und wenn Korov mich so leicht finden konnte, dann gewiss auch die Priesterin. Dieses Ausharren zermürbt mich. Geduld und Disziplin. Geduld……und…… Disziplin.

OOC: Immer wieder großartig, trotz einiger Jahre dazwischen, wieder mit alten Spielgefährten zusammenzufinden. Gerne mehr davon! Damit - „Webe Vorok!“ :slight_smile:

1 Like

Ein kleiner, unkreativer Push. Wir sind momentan am Rande des Steinkrallengebirges und werden bald durch Desolace. Vermutlich müssen wir durch das Gebiet der Zentauren, Brennender Klinge oder Wächter des Cenarius - mal sehen, mit wem wir am besten klar kommen. In Feralas wartet dann die eine oder andere Begegnung mit anderen Spielern und Gruppen.

OOC haben wir dem Ruf zum Banner der Horde vernommen und schauen mal, wie wir es verhindern, zu sehr in der Bubble zu spielen. Weiterhin sind wir schon sehr gespannt auf den nächsten Patch und verfolgen intensiv die Spoiler zum neuen Addon - dort wird es tonnenweise Material für die Leere geben.

Mitspieler werden weiterhin gesucht! Schreibt Sagosh oder Spriggl an, schaut auf unserem Discord vorbei oder trefft uns Dienstag abend in Kalimdor.

2 Likes

Aus irgendeinem Grund haben wir uns bei einem Kampf Druiden gegen Orcs der Brennenden Klinge auf die Seite der Druiden geschlagen. Dafür durften wir ihren Hain in Desolace besuchen. Es hat eine Stunde gedauert, bis sie uns wieder rausgeschmissen haben.

Die Leere erwacht!

Ein kleiner Recap unseres aktuellen Plots. Momentan leiten wir den zu zweit und wissen beide nicht, was der andere geplant hat - Improvisation ist also an der Tagesordnung, aber dafür bleibt es auch für die Spielleitung spannend, da man selbst nicht genau weiß, was als nächstes passiert.

Der Wüstensand von Desolace verschluckte fast vollkommen die Geräusche der schweren gepanzerten Stiefel des Todesritters. Doch den Klang einer typisch schwer gepanzerten Rüstung konnte der Sand nicht dämpfen und kündigte einen Besucher, ja fast einen Sonderling an. Denn das war der Anblick eines Todesritters, ganz in eine Rüstung aus Knochen, Fell und Panzer gehüllt mit einem Schwert auf dem Rücken, von dessen Schneide ein bläulicher Schimmer ausging. Wie ein Leuchtfeuer stapfte er durch die offene Wüste, ein festes Ziel vor Augen.
Gerüchte hatte er gehört und einen Namen vernommen. Maladan. Dieser Name war ihm von der Apothekervereinigung noch im Gedächtnis geblieben, doch hatte er nie Bekanntschaft mit dem Verlassenen gemacht. Das würde sich nun hoffentlich ändern.
Seine elfische Begleiterin hatte er zwar in der Nähe, jedoch vorerst außerhalb der Reichweite von Fremden gelassen. Sie würde er nachholen, wenn sicher war, dass für sie keine Gefahr bestand.
Innerlich wappnete sich Shaine auf das bevorstehende Aufeinandertreffen. Möglicherweise hing viel davon ab.

2 Likes

Nach einer ermüdenden Reise durch die unerbittliche Wüste Desolaces, deren Sandkörner wie winzige, feurige Nadeln in der sengenden Sonne glühten, erreichten Mia’ze und ihr treuer Raptor, dessen Schuppenpanzer unter der Last der Vorräte ächzte, ein Lager, das so unscheinbar war, dass es leicht von den zermürbenden Winden der Ödnis verschluckt werden könnte. Das Zentrum des Lagers bildete ein Tipi, dessen Durchmesser kaum die Länge eines ausgewachsenen Drachen erreichte. Seine Wände, aus dem Leder längst vergessener Kreaturen gefertigt, zeugten von einer Robustheit, die selbst den härtesten Stürmen trotzen konnte.

Mia’ze selbst, deren Haut von einer Kruste aus Schweiß und Sandstaub überzogen war, trug die Spuren der Wüste wie eine zweite Haut. Nur vereinzelte, saubere Flecken auf ihrem Gesicht verrieten, dass sie sich gelegentlich mit den wenigen kostbaren Tropfen Wasser, die sie sich leisten konnte, Erleichterung verschafft hatte. Ihr Raptor, ein majestätisches Wesen in traditioneller Panzerung, die in den Farben Braun, Gelb und Weiß erstrahlte, schien die Strapazen der Reise mit einer stoischen Ruhe überstanden zu haben, die seiner Art eigen ist.

Mit einer sanften Geste ihrer rechten Hand signalisierte Mia’ze ihrem Raptor, innezuhalten. Sie selbst schritt mit entschlossenen Schritten auf das Tipi zu, schob den schweren Ledervorhang, der mit den mystischen Runen ihres Volkes verziert war, beiseite und trat in das Innere der Behausung. Der Boden war mit Leder ausgelegt, in dessen Mitte eine Feuerstelle ruhte, umsäumt von frischem Holz, das nur darauf wartete, entfacht zu werden. Um die Feuerstelle herum waren Felle ausgebreitet, die eine einladende Atmosphäre schufen und zum Verweilen am wärmenden Feuer einluden. An der linken Seite, nahe dem Eingang, stand ein kleiner Tisch, auf dem eine Sammlung alchimistischer Gerätschaften drapiert war, während an der Wand dahinter Kräuterbeutel und -bündel in einer sorgfältigen Ordnung aufgereiht waren. Zur rechten Seite des Eingangs befanden sich Regale, die eine Vielzahl von Utensilien beherbergten – von Waffen über Totems bis hin zu Holzschalen und anderen Artefakten. Im hintersten Teil des Tipis, gegenüber dem Eingang, lag das prächtige Fell eines Bären ausgebreitet, auf dem ein drahtiger Troll mit blauen Haaren und milchig trüben Augen hockte, sein Körper und Gesicht gezeichnet von den heiligen Symbolen Bwonsamdis.

Ein zartes Lächeln umspielte Mia’zes Lippen, als sie auf den Troll zuging und sich vor ihm aufbaute. Mit einem respektvollen Neigen ihres Hauptes begrüßte sie ihn: „Taz’Dingo Zaku’ra!“ Der Troll erhob langsam seinen Kopf, richtete seinen Oberkörper auf, ohne seine hockende Position zu verlassen, und war so fast auf Augenhöhe mit Mia’ze. „Zaku’ra’aka, du hast eine lange Reise hinter dir. Es ist gut zu sehen, dass du wohlbehalten bist“, erwiderte der Troll mit einer Stimme, die so tief und ruhig war wie die Erde selbst, und nickte ihr zu, sich neben ihn zu setzen.

Der Troll wartete geduldig, bis Mia’ze Platz genommen hatte, bevor er fortfuhr: „Was bedrückt dein Herz, Kind des Dschungels?“ Auf seine Worte hin begann Mia’ze zu erzählen, ihre Worte flossen in der melodischen Sprache Zandali: „Als wir zuletzt über jene Visionen sprachen, rietest du mir, mich in Schattenflucht und beim Hain umzuhören. Leider konnte ich keine neuen Erkenntnisse über die Visionen gewinnen, doch ein befreundeter Schamane könnte mir möglicherweise weiterhelfen. Die Wachen aus Schattenflucht berichteten auch von einer Gruppe Sonderlinge, die in Desolace umherstreifen. Als Gegenleistung für ihre Informationen und die Vermittlung eines Treffens mit dem Schamanen habe ich zugestimmt, Vorräte von Furiens Posten zu holen, im Austausch gegen Fisch aus Schattenflucht. Und als hätte Bwonsamdi selbst die Fäden gezogen, traf ich genau vor Furiens Posten auf diese Gruppe von Sonderlingen…“

Mia’ze hielt inne, gab dem Troll Raum für mögliche Fragen. Doch als er nur sanft nickte, fuhr sie fort: „Ein Drachkin, ein Taure, zwei Menschen und Verlassene. Einer der Verlassenen schien ihr Anführer zu sein, ein weiterer war ein Ritter aus dem Norden. Der Anführer der Untoten hielt eine Ansprache und enthüllte, dass sie Teil eines Kultes sind – eines Kultes, der die Wahrheit der Leere verbreiten will…“ Mia’ze machte eine kurze Pause, doch als keine Einwände oder Fragen kamen, sprach sie weiter: „Ich habe mit dem Tauren vereinbart, dass ich versuchen soll, Felle gegen Stahl zu tauschen – in Schattenflucht. Es scheint, als bereite sich dieser Kult auf einen Kampf vor, oder sie fühlen sich bedroht. Ich verstehe noch nicht ganz, was vor sich geht.“ Das Trollweibchen nickte zu ihren eigenen Worten, als wollte sie deren Bedeutung unterstreichen. Dann fragte sie knapp: „Was nun?“

Der Troll schloss seine Augen, atmete tief ein, hielt den Atem einen Moment lang an und ließ ihn dann langsam durch die Nase entweichen. Als er seine Augen wieder öffnete, leuchteten sie für einen kurzen Augenblick in einem strahlenden Hellblau auf, bevor das Licht wie aufsteigender Rauch verblasste. „Die Leere also… Sehr interessant… Ich werde dies mit Bwonsamdi besprechen. Du wirst tun, was du versprochen hast. Tausche, bringe dem Tauren den Stahl und versuche, mehr herauszufinden… Aber sei vorsichtig!“ Mia’zes Augen weiteten sich vor Vorfreude, und sie nickte bestätigend: „Verstanden, ich werde es tun!“ Der Troll lachte tief aus seiner Kehle und schnippte mit Mittelfinger und Daumen, woraufhin sich das Feuer in der Feuerstelle entzündete. „Jetzt solltest du dich erst einmal baden, die Strapazen der Reise von dir waschen. Ich werde das Essen vorbereiten, und dann werden wir den Abend genießen… Es reicht, wenn du morgen nach Schattenflucht aufbrichst.“

4 Likes

Heute gab es eine Rede/Predigt, in der die Ereignisse aus unserem Plot in Desolace aus der Perspektive der Leere beleuchtet wurde und unsere Grundsätze deutlich wurden.

Ab morgen sind wir für mindestens zwei Wochen in Feralas und werden - wie es der Zufall so will - gleich in einen mittelgroßen Hordeplot geraten. Wir freuen uns schon darauf, neue Bekanntschaften zu machen und sogar einige alte Weggefährten wiederzusehen.

2 Likes

Die feuchte Luft Feralas schlug Mia’ze entgegen, als sie den Rand des Dschungels überschritt. Ein tiefes Grün umhüllte sie, undurchdringlich wie die Geheimnisse, die sie hier zu lüften hoffte. Das Geschrei der Tiere, ein heulender Chor des Lebens, erfüllte die Luft. Mia’ze lächelte. Sie war im Dschungel geboren, aufgewachsen im Schlingendorntal. Feralas war anders, ja, wilder, ungezähmter, aber der Geruch von feuchter Erde, verrottenden Blättern und üppigem Leben war vertraut. Es war der Geruch von Zuhause.

Ihre Schritte dämpften auf dem dicken Teppich aus Moos und abgefallenen Blättern. Sonnenlicht drang nur in vereinzelten Strahlen durch das dichte Blätterdach, zauberte tanzende Lichtpunkte auf den Waldboden. Mia’ze sog die Atmosphäre ein, ließ die Natur ihre Sinne umhüllen. Sie war eine Bwonsamdi-Priesterin, mit dem Loa des Todes verbunden, und hier, im Herzen des Dschungels, fühlte sie sich seiner Macht besonders nahe.

Ihr Weg sollte sie zur Steinbrecherfestung führen, einer Ogerbastion, die tief im Dschungel lag. Gerüchte sprachen davon, dass die Mitglieder des Kultes, denen sie folgen sollte, dort gesichtet wurden. Die Bewegungen im Schutze des Dschungels fielen ihr zunehmend leichter.

Als sie sich schließlich der Festung näherte, verstärkte sich der Geruch von Schweiß, Blut und rohem Fleisch. Oger patrouillierten zwischen den hölzernen Palisaden, ihre massigen Körper warfen bedrohliche Schatten. Mia’ze presste ihr Medaillon, das Symbol des Loa des Todes, fester an ihre Brust. Sie war eine Priesterin, keine Kriegerin, aber sie würde ihre Pflicht erfüllen, koste es was es wolle.

Mit leisen Schritten, flink wie eine Katze, schlich sie sich an die Festung heran. Sie kannte und fürchtete die Oger, ihre Brutalität… Sie blickte auf eine neben ihr schwebende Tikimaske, welche sie seit Anbeginn der Reise begleitete. Zul Zaku’Ra war bei ihr und damit auch Bwonsamdi selbst.

1 Like

Nachdem wir in Feralas den Orcs der Bluthäuten gerade genug Unterstützung gegeben haben, um unseren guten Willen zu demonstrieren, sind wir nun wieder unter uns unterwegs. Verfolgt von seltsamem Geflüster haben wir einen Silithidenbau in Feralas untersucht und dort eine höchst mysteriöse Entdeckung gemacht.

Inzwischen haben wir einen guten Stamm an verlässlichen Spielern, die dazu auch noch ooc sehr sympatisch sind. Außerdem haben wir inzwischen auch ein paar Chars, die sich mit Leerenmagie gut auskennen - sowas sollte man in einem Leerenkult auch haben! Wir sind also gut gerüstet für die Reise ins neue Addon. Ein oder zwei Spieler nehmen wir aber gern noch mit.

1 Like

Das ewige Flüstern
Verlassene rasten nicht. Verlassene essen nicht. Lebende schon. Lebende brauchen Ruhepausen. Lebende brauchen Rast.
Auch wenn dieser Umstand kein Geheimnis für den ehemaligen Exekutor war, gab es immer wieder Phasen, in denen Sagosh sich erneut daran gewöhnen musste. Zelte aufbauen, Zelte abbauen. Wer die Nachtwache hatte, war schnell klar. Der untote Krieger. Aber es gab kein Murren oder Beschweren. Wachgänge lagen ihm schon immer im Blut. So konnte er für sich sein und gleichzeitig die Umgebung im Blick behalten. Die letzten Wochen war es besonders angenehm, weil ihn das Flüstern seit einiger Zeit verlassen hatte. Diese Ruhe begrüßte er als willkommene Einsamkeit. Die Schatten waren viel zu lang, viel zu laut gewesen.
Auch wenn er in Feralas sich auf Abstand zum Bündnis hielt, unterstützte er seine Kultisten, wann immer er konnte. Er sicherte das Gebiet um den Leerenkult und führte die Gruppe, wann immer es nötig war. In der Gruppierung, welche unterschiedlicher in Bezug auf Herkunft, Kraft und Gesinnung nicht sein konnte, erhielt er zudem neue Erkenntnisse. So waren lebende Hexenmeister teilweise deutlich fanatischer in ihrem Bestreben nach Macht als so mancher Verlassener. Sogar der alte Grimmtotem ließ sich anstecken und will seither die Macht der Leere ergründen.

Doch genau an diesem Punkt, als Sagosh nahezu alle alten Prinzipien verabschiedete und sich auf Ideen einließ, welche ihm neue, fremde Pfade ebnen sollten, kam das Flüstern mit voller Wucht zurück. Doch es stachelte ihn nicht an, sich gegen den Kult zu stellen. Es wollte etwas vom Kult, genauer gesagt von der Führung des Kultes. Als die Stimme zu laut wurde, ging er auf volles Risiko und forderte ein Schmuckstück von Spriggl als eine Art Gefallen ein. Entgegen seiner Erwartung, dass die pragmatische Goblin Hexe ihn in seine Schranken verweisen würde, händigte sie ihm das Schmuckstück einfach aus. Beinahe so, als hätten sie ein freundschaftliches Verhältnis. Eine wichtige Erkenntnis.
Doch als er das Schmuckstück in Händen hielt, wurde es still und er hatte keine Ahnung, was er nun damit tun sollte. Sagosh seufzte. Geduld und Disziplin.

3 Likes