[RP][Militär][H/A][Plot] Das Brechen des Kreislaufs

Vorsichtig bewegte sie sich in den straffen Fesseln, zuckte zusammen als das Wurfmesser in ihrer Flanke vibrierte.
Sie war sich so sicher gewesen diesen miesen Nachtgeborenen zu erwischen! Als die beiden Blutelfen herumwirbelten, sich bewußt wurden was er vorhatte hatte sie nicht lange gezögert und war ihm nach. Gegen den ‘Rückzugsbefehl’.
Sie schnaubte abfällig. Einen Verräter stoppen war ja wohl wichtiger als seinen A.rsch in Sicherheit zu bringen. Aber gut…Elfenä.rsche waren da wohl eine Ausnahme. Die Späher hatten den Rückzug angetreten.
Sie aber war der Spur dieses Theldris durch den Sumpf gefolgt, trotz Regen, trotz Schlamm - trotz seinem Versuch sie mit Rauchbomben zu verwirren.
Und dann hatte diese langohrige Mistratte sie mit irgendeinem Zeitzauber ausgebremst, die Chance zum luftholen genutzt um die Rebellen zu alarmieren!
Sie atmete vorsichtig durch.
Die dunkle Waldläuferin und diese Blutelfe die meinte sie hätte das Sagen waren im selben Moment geflohen als die ersten Rufe im Rebellenlager laut wurden.
Sie aber war auf den Verräter losgegangen, wollte nichts unversucht lassen ihn aufzuhalten!
Er hatte sie am Bein verletzt, oberflächlich nur. Er wollte nicht kämpfen - nur Zeit schinden.
Und das war ihm gelungen. Wie Schmeißfliegen von einer Leiche waren die Rebellen von seinem Ruf angezogen worden und angesichts dieser Übermacht - und der vergifteten Klinge die sie dann in der Seite getroffen und betäubt hatte - hatte sie keine Chance gehabt.
Der Nachtgeborene war ebenfalls gefangengenommen worden, hatte den Rebellen alles erzählt. Die Pläne der Spähtruppe, wer dazugehört hatte.

Nun lag sie hier, mitten im Sumpf der Düstermarschen, und wartete.

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©Blizzard

Regen, Regen und Regen. Den ganzen Tag schon regnete es. Mal regnete es in Strömen, mal regnete es eher nieselig und wenn es abflaute, dann nur, weil gerade keine Wolke direkt über dem Lager war. Man konnte diesen Sumpf lediglich hassen. Über die Nacht waren noch weitere Krieger gekommen, doch die geringe Anzahl an Rebellen war weiterhin eher beunruhigend. ©Grimmfang

Das Wetter wurde im Laufe des Tages und Abend nicht wirklich besser und generell spiegelte es wohl im Allgemeinen gut die Stimmung wider, die hier herrschte. Zwar war sich jeder sicher oder weitgehend sicher, für das Richtige einzustehen… dennoch war das Wissen um die Spaltung, die Unwissenheit über das, was folgen würde, sowie die Tatsache, dass man sehr wahrscheinlich Freunden gegenüber stehen wird, belastend. Niemand wollte das Blutvergießen, aber dennoch schien es, je mehr man darüber nachdachte, unvermeidlich, wenn man sich nicht selbst aufgeben wollte oder das, was die Horde sein sollte. Generell schien an diesem Abend, mehr Unruhe als sonst zu herrschen. Führer verschiedener Einheiten gingen auf und ab, wirkten angespannt, gespannt oder gar ungeduldig. Immer wieder sahen sie aus dem Lager hinaus oder hinauf zu dem Gemäuer, in welches sich Saurfang auch an diesem Abend zurückgezogen hatte und wohl über das Kommende brütete.

Wer einen Blick in Richtung des Turmes warf, der konnte wohl immer mal wieder im Halbdunkel des Unwetters erkennen, wie der Blick des alten Kriegshelden in Richtung der Küste gerichtet war. Auch der Blick von Baine wanderte immer mal wieder dorthin.

In den letzten Tagen hatten sich, abgesehen vom Taurenhäuptling, auch Thalyssra die erste Arkanistin, sowie der Lordregent Lor’Themar Theron eingefunden. Auch Rokhan und einige Dunkelspeere waren angekommen. Selbst der Champion der Horde, Rexxar, unterstützte diese Sache. Das ein ums andere Mal konnte man ihn in Gesprächen mit dem früheren Kriegshäuptling Thrall sehen.

Plötzlich kam Bewegung ins Lager. Eine gewisse Unruhe wohl. Baine war vor einer Weile im Turm verschwunden. Vekh, Grimmfang und Rindar waren wohl die ersten, die es gesehen haben: drei Personen, Reiter, näherten sich, ohne ihr Ankommen groß zu verheimlichen.©Maagal

Am Tor stand Grimmfang und informierte das Lager über die nahenden Reiter. „Verbündete Reiter nähern sich lasst sie durch!“, schallte seine Stimme, als er bereits am Eingang des Lagers Platz machte und mit gehobener Fackel, zur Seite stapfte. ©Grimmfang

Die Reiter näherten sich weiter dem Lager, ungehindert, schien es und als wüssten sie sehr genau, wohin sie mussten. Vor dem Lager angekommen hielten sie inne - schon allein, um niemanden zu überrennen, der dort Wache stand. Als ihnen allerdings Platz gemacht wurde, neigten sie das Haupt, und preschten weiter hinein, in die Lagermitte. Diejenigen, die die Reiter erblickten, konnten sich zumindest von Zweien ein rasches Bild machen: Eine Frau, Sin’Dorei, mit strahlendem, blonden Haar, welches bis zum Steiße reichte, gebunden zu einem Zopf, in flammend roter Rüstung. Valeera. Gladiatorin, Überlebenskünstlerin, einstige Freundin und Vertraute Varian Wrynns. Außerdem ein junger Mann, der Kopf unter einer Kapuze verborgen, die aufblitzende Rüstung aber recht eindeutig - gold, blau, Intarsien der Allianz und des Sturmwinder Königshauses. An seinem Gurt eine unverkennbare Waffe. Shalamayne. König Anduin Wrynn. Den dritten im Bunde, Matthias Shaw, Kopf der SI:7 dürften nur die Wenigsten gekannt und vor allem erkannt haben. Spione sind immerhin nicht dafür bekannt… bekannt zu sein.

Die Blicke richteten sich umgehend auf das Gespann. Die Anführer der Horde oder was davon hier versammelt war, erhoben sich. Der ein oder andere mag reflexartig zu seiner Waffe gegriffen haben. Der Blick wanderte umher, unsicher, wohl zum Turm. Aus jenem heraus trat nun Baine, eine Fackel in der Hand, leuchtete ins Lager, in die Nacht hinein. An seiner Seite Jaina Prachtmeer. ©Maagal

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Die Freigelassenen Gefangenen

Nur einen Augenblick lang blickte Grimmfang dem, nun bis auf die Unterhose entkleideten, Goblin auf dem Katzenartigen Wesen hinterher. Er brummt hörbar. “Hoffentlich werde ich mein Vertrauen nicht bereuen.” raunt er zu sich selbst ehe er sich dem Schwarzfelsorc zuwandte und ihm erklärte warum der Orc die beiden hat ziehen lassen. “Sie können Sylvanas nichts erzählen was die anderen ihres Spähtrupps ihr nicht auch erzählen werden… Und die Ressourcen um sie zu versorgen haben wir schlichtweg nicht.” erklärt er dem bis dato Fremden Schwarzfelsorc…

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Der Marsch gen Norden

Lang und beschwerlich war der Marsch durch das Brachland. Zwei Stunden nachdem Anduin und sein Gefolge das Rebellenlager in Richtung Ostküste verlassen hatten sind auch die Rebellen schlussendlich aufgebrochen. In strömendem Regen und mit viel Gepolter von den diversen Karren stapften sie erst die befestigten Wege der Düstermarschen entlang, bevor ein jeder im Tross erleichterung verspürte als sie endlich de kühlen, feuchten und muffigen Sumpf hinter sich lassen konnten.

Der Himmel im Brachland war nahezu Wolkenlos und die Sterne waren an diesem Abend besonders schön anzusehen. Manch einer wird sie in den Wolkenbehangenen Nächten im Sumpf durchaus vermisst haben. Die erste Rast machte die Karawane am Morgengrauen, an der Kreuzung des wiederaufgebauten Camp Taurajo. Baine, der noch immer nicht vollständig Genesen war, und ein paar seiner Männer verließen die Rebellen an diesem Ort. Auch so mancher Orc, Troll und Elf ging mit Baine zurück nach Donnerfels um diesen zu verteidigen, sollte die Bansheekönigin einen Angriff versuchen.

Im Gegenzug dazu schlossen sich einige Tauren und Orcs die bei Taurajo lebten dem Heer unter Saurfangs Befehl an. Nach einer kurzen Rast von etwa fünfzehn Minuten, die von vielen genutzt wurde um einen Schluck zu trinken, etwas zu Essen oder gar Wasser zu lassen, marschierte man mit dem nun wohlbekannten gepolter weiter.

Als die Sonne am höchsten Punkt ihrer Reise angelangt war hatte das Heer gerade die Brücke über der großen Spanne zwischen den Brachländern passiert, da geschah es auch schon. Eine Barrikade aus Trümmern und den verwesenden Kadavern von Zentauren versperrte ihnen den weiteren Weg.

Urplötzlich erhoben sich Untote, welche sich hinter der nahen Hügelkuppe versteckt hatten, während sich von der Westlichen Flanke her eine Gruppe Wolfsreiter des Kriegshymnenclans näherten. Innerhalb kürzester Zeit wurden Befehle gerufen und Bögen gespannt und den Wolfsreitern eine Salve von Pfeilen entgegen geschleudert. Ein großer Teil der Wolfsreiter ging, gemeinsam mit den Reittieren und von Pfeilen gespickt, schnell zu Boden. Das Selbstmörderische Manöver der Reiter hatte sich jedoch als Ablenkung entpuppt und kurz darauf schnellte eine Windreiterstaffel über die nahen Gebirgsketten von der Östlichen Flanke hervor. Bewaffnet mit Brandbomben wurden diese Wild und Ziellos in die Menge der Rebellen geworfen. Manch einer erlitt einen direkten Treffer, doch das Schlimmste Opfer das die Rebellen erlitten war der Verlust von zwei Karren voller Proviant.

Das Scharmützel endete in einem Rückzug der, wenigen, Überlebenden Loyalisten. In gemeinsamer Anstrengung löschte das Heer die Brennenden Karren, versorgte Wunden welche bei der weiteren Reise stören sollten und rasteten einen kleinen Augenblick.

Nicht viel später marschierte das Heer geradewegs durch das Wegekreuz. Man wollte gesehen werden! Man wollte den Loyalisten zeigen das man keinerlei Furcht vor ihnen hatte! Mit jubelnden Rufen schlossen sich einige der dort lebenden Tauren, Orcs und Trolle dem Heerzug an, bevor man nicht einmal eine halbe Stunde später die Fernwacht erreichte.

Schon aus der Ferne erblickten die dort Stationierten Wachen den Heerzug, an dessen Spitze der berüchtigte Varok Saurfang marschierte und schnell konnte man erblicken wie die dort stationierten Goblins und Verlassenen Reißaus nahmen. Sie wussten, dass wäre ein Scharmützel das sie nicht gewinnen würden. Am Flussufer angelangt gab Saurfang den Befehl noch ein allerletztes mal vor Klingenhügel zu rasten und zu ruhen.

Eine recht schnell, und spät, geschriebene Zusammenfassung des gestrigen Tages.

Erinnerung:
Montag den 21.10 findet ab ca. 20 Uhr ein Treffen der ANFÜHRER statt. Dies beinhaltet Gildenleiter und einen Begleiter nach Wahl.

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Der Schmerz in der Schulter ließ sie nicht zur Ruhe kommen. Aber sie zahlte ihn gern, hatte sie Tazzik dadurch doch die Kontrolle über sich entzogen.
Mit jeder Minute die das Treffen der ‘Offiziere’ andauerte wurde sie nervöser, zog sich der Knoten in ihrem Magen enger zusammen.
Letzendlich hielt sie es nicht mehr aus, verließ im Schutz der Dunkelheit so schnell es die Wunde zuließ die Stadt.
Wenn er sie bestrafen wollte müßte er sie erst finden!

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Loyalisten

Aus dem Kriegsrat ergibt sich folgendes:

  • Keine besondere Geheimhaltung über die Ergebnisse des Spähberichts.

  • Die Stadt muss nun endgültig auf eine Belagerung vorbereitet werden - das heißt:

  • Vorräte müssen aus den umliegenden Ortschaften (Echo-Inseln, Bilgewasser, Klingenhügel) nach Orgrimmar gebracht werden.
  • Die Zugänge zur Stadt müssen verstärkt und unter ständiger Kontrolle stehen. >Zu diesem Zwecke sind sie auf die verschiedenen Truppen aufgeteilt worden:

K.A.B.O.O.M. übernimmt das Westtor.
Fandu’Talah und Tod und Verfall sind für das Nordtor zuständig.
Der Pfad des Feuers, die Knochenbrecherkohorte und die Seuchenfaust übernehmen die Überwachung des Südtores, sowie dem Tal der Stärke als größtes Areal.

Es gilt sowohl die Mauern selbst, als auch die Bereiche und Zugänge zu den Toren zu sichern, geringfügig mit Fallen zu versehen um ein Vordringen der Rebellen zu erschweren bzw. im Keim zu ersticken.

Eine allgemeine Aufklärung über das Bevorstehende folgt demnächst.

Gruß,
der Kriegsherr

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Karte von Klingenhügel: _https://cdn.discordapp.com/attachments/628192136617263105/635618515872645134/unknown.png - Credits @Elegias

Klingenhügel

Der Klingenhügel. Vor wenigen Stunden noch wähnte man sich hier in Ruhe und Frieden. Doch ohne vorwarnung marschierten die Truppen von Saurfang und Anduin über die beiden Südlichen Eingänge nach Klingenhügel ein. Manch ein dort lebender Orc ließ beim ersten Anzeichen der Invasion die Waffen fallen und nahm Reißaus. Schnell richteten die Rebellentruppen sich im Dorf ein. Die Kaserne wurde von Saurfang und Anduin in beschlag genommen, ein paar Königswachen und enge Vertraute des Hochfürsten als Wache abgestellt.

Neben dem Gasthaus wurde schnell ein Lazarett eingerichtet. Ein einfaches, recht offenes, Pavillionszelt, ausgestattet mit Kistenweise Arznei, Kisten voller sauberen Verbänden, Tiegel voller Salben und Phiolen voller Chemikalien um gegengifte anzumischen.

Wenige Meter weiter wurde eine Kochzeile aufgebaut. Transportierbare Öfen, große Kessel und viele Vorräte die vorwiegend von der Allianz bereit gestellt wurden. Hafer, Mehl, Brot und Kartoffeln um ein paar wenige zu nennen. Hier würden die Rebellen 3x Täglich eine Ration zu Essen ausgehändigt bekommen.

Nach und Nach zogen sich die Soldaten beider Seiten in die aufgebauten Zelte zurück. Horde und Allianz, Orcs und Menschen, die wild durcheinander lagerten… mehr oder weniger Friedlich. Beide Seiten hatten ein gemeinsames Ziel.

Endlich in Klingenhügel! Bald geht es los!
Morgen besprechen die Gildenleitungen geplante Plots und beschäftigungen der kommenden Woche! Eine Liste folgt.

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Auch von mir mal ein spontaner literarischer Erguss. Nur Anfänger arbeiten auf der Arbeit \o/

Der Blick des Jägers schweifte über das neue Lager der Rebellion – jetzt sicher angelegt inmitten des Klingenhügels, gar nicht mehr so weit von Orgrimmar entfernt. Er erfasste die glühenden Silhouetten von Orcs, Trollen, Tauren und Sin’dorei, sogar vereinzelte Nachtgeborene, die sich der Horde doch erst vor kurzem angeschlossen haben und jetzt schon wegen eines internen Zwists in den Kampf zogen. Gerade für die stellte dieser Aufmarsch eine bittere Ironie dar, nicht wahr?

Für dich auch , meldete sich die hässliche, knurrende Stimme des Dämons in seinem Verstand. Vehk reagierte nicht, weder in Form einer Regung noch eines zurückgeschossenen Gedanken. Und so fuhr die Kreatur munter fort, eine gewisse Süffisanz in der Stimme: Die alle hier würden dir ohne zu zögern eines ihrer spitzen Metalldinger in den Rücken stechen. Sogar deine eigenen Leute. Ich würde nicht mehr für die kämpfen, wenn ich du wäre. Aber ich bin auch klug.

„Du bist eine Bestie“, antwortete der Dämonenjäger nun doch murmelnd, eine Spur weit amüsiert gar ob des Eigenlobs, das der Dämon sich zuteil werden ließ. „Ein Hund. Du verstehst nichts von Schwüren und Versprechen. Du kennst nur Gehorsam gegenüber deinem Herrn. Sei so gut und erspar mir deine Ratschläge, bis ich betrunken genug bin um sie zu überhören.“

Der Hund reagierte mit einem grollenden Schnauben und blieb still – zumindest für einen Moment. Vehk nutzte die Gelegenheit um seine Gleven vom Sattel der immerzu schlechtgelaunten Fledermaus an seiner Seite zu lösen, die wenig angetan davon war schon wieder an einen robusten Pfahl gekettet worden zu sein und boshaft vor sich hin gurrte. Er ließ sich an Ort und Stelle in den Staub sinken und fing an die Klingen mit einem Wetzstahl zu schärfen, jede Armbewegung von einem durchdringenden, metallischen Ziiiing begleitet.

Ihm war gleich, wie viel Antipathie ihm seitens der anderen Soldaten entgegenschlug. Er kämpfte nicht für die einzelnen, die sich hier versammelt hatten, sondern für die Sin’dorei als Ganzes. Wie seit zweihundert Jahren schon, und wie er es auch die nächsten zweihundert Jahre tun würde, sofern er so lang am Leben blieb.

Und dein einziger Dank ist bespuckt und beschimpft zu werden. Oder angegriffen, wie es dieses eine dürre Elfenweib schonmal getan hat. Diesmal troff die Stimme des Hundes vor Häme, aber Vehk zuckte nur die Schultern. Dir ist es vielleicht egal, aber ich hasse das. Ich hasse die alle. Und ich hasse dich.

„Ich weiss“, antwortete der Jäger einsilbig, desinteressiert, und begutachtete die Klinge. „Ich weiss.“

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Die Stammgruppe Leitstern wird ab heute dann ebenfalls offiziell zugegen sein: [H/RP]: Blutritter ("Stammgruppe Leitstern")

In der fensterlosen Kammer, welche der Meister sein Büro nannte, ließ sich die Tageszeit nicht ermitteln. Das Licht einer kleinen Öllampe auf dem Schreibtisch erhellte den Raum, in diesen frühren Morgenstunden wie sonst auch zu Mittag oder zu Abend.

Der Elf hinter dem Schreibtisch war bereits früh aufgestanden, obwohl die Müdigkeit des vergangenen Abends noch nicht völlig verflogen war. Zu viele Dokumente, welche geprüft werden mussten, zu viele Entscheidungen zu treffen. Kurz wurde die Nasenwurzel zwischen den Zeigefingern gerieben, bevor die goldenen Augen sich einmal mehr auf das Pergament fixierten.

Ein Teil seiner Gruppe war bereits vorausgereist. Unter dünnen Vorwänden und einer Tarnung, welche im Zweifel mehr eine Ausrede war denn ein ernsthafter Versuch, die eigene Beteiligung zu verbergen. Aber ohne den Segen der Ordensleitung hatte er keine offizielle Entsendung vornehmen wollen. Er hoffte, dass es den vier Rittern unter dem Kommando seines Adjutanten gelungen war, sich bedeckt zu halten und im Lager der Rebellen zu warten. Wenn nicht, würde sein Trupp wesentlich schrumpfen.

Da sie sich bereits vorab freiwillig gemeldet hatten, sich umzuhören und die Lage zu betrachten, hatte er beschlossen, sie als Kern seiner Einsatzgruppe einzuteilen. Von Silbermond mit ihm anreisen würden hauptsächlich Adepten und Initianden, um die Zahl der Truppmitglieder zu erhöhen und zusätzliche Kapazitäten, auch im Bereich der Heilung, sowie Ausrüstung und die Pferde mitzubringen.

Seufzend überflog er noch einmal die anderen Berichte. Ordensgeschwister aus gemischten Einheiten waren teilweise schon vor Tagen oder beinahe Wochen aufgebrochen. Manche auf Kommando der Führung des Reiches, andere auf Kommando der Führung der Horde. Er hoffte, dass die Unterrichtungen des Ordens sie alle rechtzeitig erreicht hatten. Ganz zu schweigen von jenen, welche die letzte Zeit an der Front verbracht hatten und nicht in Silbermond. Ein kurzer Blick auf den Brief eines anderen Meisters, welcher offenbar in Orgrimmar weilte und nicht mehr erreichbar war.

Er begann zu schreiben. Es gab keinen Zwang, zu erklären, warum er Anweisungen gab. Aber er fühlte den Bedarf, in diesem Falle etwas ausführlicher zu werden. Zu begründen. Schwierige Entscheidungen, Abwägungen. Er spürte Erleichterung darüber, dass die Entscheidung in die Richtung gefallen war, die seine Befehle vorgaben. Andersherum wäre es schwerer gewesen, seine Loyalitäten in Einklang zu bringen. Zeile um Zeile floss aus der Feder des Meisters, bis der Befehl vollständig zu Papier gebracht war.

Ein letztes schließen der Augen. Ein nachforschen im eigenen Inneren, ein Tasten nach der Präsenz seiner Verbindung zum Brunnen. Ein kurzer Moment des Ruhens, um Zweifel zuzulassen und seinen Frieden mit den eigenen Entscheidungen zu machen. Dann erhob sich der Elf, pustete über das Pergament und verließ sein Büro, um es am schwarzen Brett des Ordenshauses zu befestigen.

Marschbefehl

Brüder und Schwestern,

wir haben unsere Befehle erhalten. Der Lordregent hat die Entscheidung getroffen, dass die derzeitige Führung der Horde in Anbetracht ihrer Politik nicht mehr tragfähig ist. Um die Welt auf die kommende Bedrohung aus Nazjatar vorzubereiten, muss der fortdauernde Krieg um das Blut unserer Welt beendet werden. Dieses Anliegen ist mit Lady Windläufer im Amt des Kriegshäuptlings nicht umzusetzen. Da sie das Vertrauen der Mehrheit der Völker der Horde verloren hat, ist es nun an der Zeit, Zwang gegen sie und ihr loyale Institutionen einzusetzen.
Hierzu ist es notwendig, militärischen Druck auf Orgrimmar auszuüben. Hochfürst Saurfang führt die verbündeten Truppen der Horde und Allianz in dieser Operation. Eine Einsatzgruppe aus unseren Reihen wird sich dem Marsch anschließen.

Für die Einsatzgruppe ausgewählt wurden:

Gruppenführung: Leitstern, Septentrio (Meister)

Trupp 1:
Truppführung: Feuersang, Celyan (Ritter, bereits vor Ort)
Sonnenwind, Isdiliun (Ritter, bereits vor Ort)
Goldschimmer, Arlarion (Adept)
Sonnenschein, Conster (Initiand)
Schwarzblut, Cahtal (Initiand)

Trupp 2:
Truppführung: Etrascel, Berahin (Ritter, bereits vor Ort)
Winterglut, Anyhre (Ritter, bereits vor Ort, zugeordnet)
Dämmerlicht, Dandelyon (Adept)
Flammenkranz, Sinralia (Initiand)
Bitterblut, Iorym (Initiand)

Die Mitglieder der Einsatztruppe, welche nicht bereits vor Ort sind, sammeln sich in Einsatzausrüstung zur siebten Abendstunde vor dem Ordenshaus. Pferde werden für den Bedarfsfall mitgeführt. Die Ausrüstung der vier Ordensritter, welche bereits im Zielgebiet sind, wird mitgeführt.
Alle anderen Mitglieder der Stammgruppe verbleiben in Einsatzbereitschaft. Sie unterstützen wenn notwendig die Autoritäten von Silbermond in der Sicherung des öffentlichen Friedens der Stadt, sollte der Konflikt sich auf das Reichsgebiet ausweiten. Das Kommando in der Heimat führt bis zur Rückkehr von Meister Leitstern oder Ritter Feuersang Ritterin Rabenherz.

Für das Reich und den Orden,
gezeichnet,
S. Leitstern

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“Darin liegt keine Ehre!”, hallte die Stimme Saurfangs in seinem Kopf, über das Knistern und Toben der Flammen hinweg, das Krachen und Brechen von Holz, dem Geschrei von Todesqualen - Nachtelfen. Allianz. Der Weltenbaum, der Stück für Stück in sich zusammenbrach.

Der Kriegsherr wandte den Blick von dem Lagerfeuer ab, welches unter den wachsenden Flammen in sich zusammenfiel, schüttelte den Kopf. Er ballte seine Rechte zur Faust, drückte den Daumen in die Handinnenfläche - dort, wo einst der Schnitt für den Blutschwur gesetzt wurde. “Aber im Verrat liegt sie?”, schnaubte er zu sich selbst, oder eher zu den Rebellen, als er an die Zinnen des Haupttores schritt, den Blick nach Klingenhügel gerichtet. Nur kurz, dann schloss er das Auge.

“Niemals werde ich dem Tod dienen, nachdem ich selbst erfahren habe, was er anzurichten vermag”, sprach der Elf in Ketten, sah zu ihm hinauf. Ein Waffenbruder, ein Blutrittermeister. Nodrian. Geschnappt nach dem Krieg der Dornen. Verbrüderung mit der Allianz. Hochverrat. Es waren einige der letzten Worte die er an ihn gerichtet hatte. Dann ein Luftzug an seinem Ohr, der Elf sah weiterhin zu ihm auf, nun mit leblosen Augen, in einem Bett von Blut.

“Und der Horde?”, fragte der Troll sich damals schon, wie jetzt, in Gedanken. Auch die zweite Hand wurde zur Faust geballt, die Muskulatur des Trolles angespannt. Mit Bitterkeit im Blick, Wut im Bauch sah er über Durotar hinweg, auf das Gelände direkt vor den Toren - dort hatten sie alle gestanden, nachdem Vol’Jin gefallen war. Nachdem er Sylvanas Windläufer zum Kriegshäuptling ernannte und sie ihr alle zujubelten, den Troll zu rächen. Und sie als neue Führung akzeptieren - er war hier. Die anderen Anführer waren hier. Sie alle waren hier. Und wo waren sie jetzt?

Sylvanas sei schlecht für die Horde. Sylvanas wisse nicht, was die Horde bedeute. Sylvanas würde uns zu Monstern machen.

“Ich habe mir aber geschworen, nicht zu einem Monster zu werden!”, schrie die Frau ihn an, in Tränen aufgelöst - wohlwissend, dass sie ihn damit als ein genau solches bezeichnete.

Sylvanas hatte sich nicht abgewandt - er hatte sich damals nicht von ihnen abgewandt, hatte sie nicht verraten, gleich wie unsicher sie waren, hatte ihren Kampfeswillen, den Zusammenhalt gefordert… und wo waren sie jetzt?

Sie hatten sich abgewandt. Sie hatten die Horde aufgegeben. Hatte sich in den Schoß der Allianz begeben.
Sie waren Verräter - allesamt.
Und an diesem Abend würde er es alle wissen lassen.

Heute, Spätabend, ca 21:30, werden die hordetreuen Truppen (und etwaiges Volk) im Tal der Ehre zum Appell gebeten, um sie über unsere Situation und das Kommende aufzuklären!

Gruß,
der Kriegsherr

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Speiseplan der Rebellen by Durgrek

Montag: Schreiterragout mit Rosmarinkartoffeln. Dazu Kaktusapfelkompott.
Dienstag: Raptorsenfeier an Kartoffelbrei mit Speck oder Spinat. Dazu Bananen.
Mittwoch: Chili con Kodo auf Reis. Dazu Wassermelone.
Donnerstag: Backfisch mit heller Sauce und Reisklöße. Dazu frische Kaktusäpfel.
Freitag: Zhevraroulladen und gemischte Gemüsepfanne. Dazu Mangoquarkspeise
Samstag: Krokoliskengumbo und Krabbenkuchen. Dazu Orangen.
Sonntag. Überraschungsauflauf. Dazu Obstsalat

Zum Frühstück: zwei Scheiben Brot, dazu eine scheibe Käse oder Fleisch, und ein Aufstrich nach Wahl sowie ein Saft nach Wahl und ein Glas Milch.

Der Speiseplan für die Rebellen für die kommende Woche steht :slight_smile: Vielen dank @Durgrek

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Magische Verteidigung


Ort: Rebellenlager
Datum: Dienstag, 22.10.2019
Uhrzeit: 20 Uhr
Beschreibung: Unter der Leitung von Magistrix Mel’vanor wird sich um die magische Verteidigung des Klingenhügels gekümmert. Alle Interessierte Magiekundige der hordischen Rebellen und Allianzstreitern sind hierbei willkommen.
Ansprechsperson: Anesthra (Allianz)

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Sie hatten ihnen alles gesagt.
Alles was sie über die Ausrüstung und Bewaffnung der Goblins wußte. Womit zu rechnen war.
Grollend zog sie die Klauen durch einen herumliegenden Balken um sie zu schärfen.
Sie würde bereit sein sollten sie versuchen sie wieder einzufangen.

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Land Verteidigung

Ort: Rebellenlager
Datum: Dienstag 22.10.2019
Uhrzeit: Ca. 20Uhr (RL Tochter bedingt ±)
Beschreibung:

Die Kriegsmarschinen unter dem Kommando von Ath’rog werden zur Verteidigung von Klingenhügel in Stellung gebracht.
Truppen der Allianz wie Horde Rebellen, die mit Anpacken wollen/können oder sogar diese fahren können, dürfen sich bei Ath’rog melden.

Ansprechperson: Athrog (Horde)

(der Einfachheit Kopiert von Anesthra =] )

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Loyalisten der Horde

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Detaillierte Beschreibung des Lazarettes (Rebellenseite)

Priesterin Sonnenglut hat am Abend des zweiten Lagertages im Klingenhügel den Bestand des Lazarettes geordnet und soweit nötig beschriftet.
Einiges kam zusätzlich zur initialen Ausstattung hinzu. So ist der auffälligste Unterschied zum vorigen Tag wohl, dass einige Felle den Boden des Zeltes bedecken, die Urshakh zur Verfügung gestellt hat. Ein Ersatz für Liegen, der mit sauberen Laken überdeckt wurde, damit keine Haare in etwaige Verletzungen gelangen.

Eine Liste mit allen Dingen, die vorhanden sind, in verschiedenen lesbaren und unlesbaren Handschriften, liegt auf dem Tisch in der Mitte, neben der ein Kohlestift seinen Platz gefunden hat. Ebenfalls zwei Tiegel zur Heilungsförderung, ein Tiegel mit Salbe gegen Verbrennungen und vier Phiolen mit trinkbarem Schmerzmittel; Ressourcen von Na’hadun, der Heilerin der Ren’dinoriel.

Auf die zwei Regale verteilt wurden die Kräuter sortiert, nach Verwendungszweck geordnet und beschriftet. Neben dem von Eingang aus rechtem Regal befinden sich in einer Kiste noch dazu die Chemikalien für allerlei Gegengifte.

Das linke Regal beherbergt acht Tonflaschen, die mit einem heilungsanregenden Trank gefüllt sind, eingelagert von dem Schamanen Ner’zosh.

Auf einem der Tische (in der Engine der mit dem Fleisch) befinden sich diverse OP-Bestecke, unter denen auch Werkzeuge für Amputationen dabei sind – bereitgestellt von der Stammgruppe Leitstern. Sie sind mit einem sauberen Tuch abgedeckt, um Dreck und Staub von ihnen fernzuhalten und das Besteck so steril wie möglich zu halten.

Ein anderer Tisch links im Zelt (in der Engine der mit dem Kessel) wurde Lagerplatz von diversen Salben und Pulvern in ordentlich verschlossenen Tiegeln. Daneben stehen vier kleinere Kisten, die noch verschlossen sind und von Priesterin Amorrae Abendlicht dort hingebracht wurden. Auch sie beherbergen diverse Phiolen mit Schmerzmitteln, Desinfektionsmittel und geringere Heiltränke unter dem Siegel des Sonnenzornturms. Eine der Kisten wurde geöffnet und riecht stark nach Kräutern. Der Inhalt wurde in den bereits bestehenden Bestand einsortiert.

Von was es (momentan noch) genug gibt, sind saubere Verbände und Kompressen. Mehrere Kisten wurden von verschiedenen Truppen beigesteuert und (in der Engine zwischen dem Fass und dem Eimer) ebenfalls neben dem rechten Regal gestapelt. Stammgruppe Leitstern, Ren’dinoriel, Anoduna Thero’sha sowie diverse Einzelpersonen haben ihre Vorräte integriert.

Schlussendlich wurde vor dem Pavillonzelt ein Schutztotem aufgestellt, unter den Augen des Sturmwolfclans.

Als Leiter hat sich der Schlachtenheiler Norash Lichtsturm herauskristallisiert, der entweder im Lazarett anzutreffen ist, im Wachdienst, oder im Lager der Anoduna Thero’sha.

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Klingenhügel. {IC}

Dieser Text wird versteckt

Klingenhügel.

Die Nacht war längst weit fortgeschritten. Man schlief nicht gut in diesen Tagen. Man dachte viel. Man nutzte die Stunden. Man bereitete sich vor. So viele gemeinsam und manche für sich.

Die Nebelblaue war ihrem dürftigen Unterstand entstiegen, hatte sich einen feinen Stengel Trollkaut zurecht gedreht, um die eigenen Gedanken etwas zu beruhigen. Eingestreut in ein Tabakblatt. Fein webt sich der Dunstschleier zwischen die Nachtgeräusche. Dort vereinzelt klappernde Schilde und Waffen von unruhig schleifenden. An anderer Stelle das Knistern der Nachtwachen Feuer. Nachdenklich hebt sich ihr honiggoldener Blick die Kaserne empor, die in früheren Stunden die Anführer der unterschiedlichen Gruppierungen, sowie die wenigen beherbergt hatte, denen die Flucht aus Orgrimmar gelungen war. Sie hatte von den Folterungen gehört. Von den Hinrichtungen. Hatte derer gedacht, die ihren Versuch, dem Wahnsinn des Kriegshäuptlings zu entkommen, nicht überlebt hatten. Ohren zucken. Die Horde stand nun mit Teilen der Allianz vereint. - Die Horde Hochfürst Saurfangs. Die Horde, die das Leben eines Kriegers als wertvoll erachtete. In der diese kriegsgestählten Seelen aus freiem Willen für die Sache in die Schlacht zogen. Jeder von ihnen hier wollte ankommen. Und kaum einer von ihnen wollte es wirklich. Denn die Horde, sie war nicht nur das, was sich hier versammelt hatte. Nicht nur dieser Teil des roten Banners, nein. Die Horde war auch auf der anderen Seite der Mauer. Ein Heer treu stehender Loyalisten. Lebende, die Eide abgelegt hatten. Manche von ihnen stolz und aufrecht, manche wohl nur feige. Manche von ihnen standen dort um die ihren nicht aus der Ferne, sondern direkt neben ihnen zu schützen. Lebende, die an die Wahl Vol’jins glauben, wie an ihren eigenen Atem. Ob sie bereits wussten, was sich auf Zandalar ereignet hatte…? Ob es überhaupt einen Unterschied machte? Und wiedergeborene Tote. Menschen und andere Völker, die zusammen in dem standen, was sie waren. Denen die dunkle Fürstin Zukunft bot. Und war es nicht das, woran jeder von ihnen fest hielt, sogar die blauen Hunde, mit denen die Separatisten bald gegen ihre eigenen Freunde, Waffenbrüder, sogar Familien ziehen würden? Zukunft…?

Schritte ihres Schattens, ein kehlern tiefes Grollen neben sich. Der dunkle Dazarianer schält sich aus seinem Abseits näher an seine Herrin. Narbiges, eisenbeschlagenes, seiner Heimat entrissenes Biest. Und dennoch stand er treu an ihrer Seite. Das glatthäutige, heimatlose Nebelweib raunt ihm. Schlägt ihm zweimalig beruhigend die Schulter und sphinxengleich lässt sich der große Säbelhauer neben ihr nieder. Ihr honiggoldenes Auge reflektiert das Glimmen ihres verglühenden Lagerfeuers. Der Sterne. Des Mondes. Der Augen ihres Begleiters. Feiner Wind im hellen Haar aus Zopf und Strähne.
S’gut, mein Freund. Leiste mir Gesellschaft…
Nun starren sie gemeinsam in die Nacht. Sie denkend, er wachend.

Sie hatte so viele getroffen. So viele mit Geschichte. Manche von ihnen waren schon uralt, als sich in Nordend der Lichkönig über die Geißel erhob. So viele, die sich fragten, ob sie all das überleben würden. Sie mussten, oder nicht? Es würde weiter gehen. Immer weiter gehen. Sie hatte von Nazjatar gehört. Von der Königin der Naga, die sich von der Leere umarmen ließ. Von den Massen salzig schweren Wassers, die in beunruhigenden Wänden türmend um Schiffe und Mannen empor gehoben stand. Egal was das hier mit sich brachte, es würde nicht vorbei sein. Sylvanas… - grimmig verzieht die Nebelblaue ihr Gesicht, spuckt Krautgeschmack und Speichel gen des trockenen Bodens von Klingenhügel - ….die dunkle Fürstin wurde tote Königin. Sie gab nun einen Dreck auf die Leben derer, die ihr folgten. Unterstadt auf ihrer Seite. Teldrassil auf der anderen. Sylvanas hatte sie verraten. Nicht nur die, von denen sie kam, ihre Ahnen, deren Kinder nun zurecht mit nie dagewesenem Hass auf die Horde blickten, nein. Auch die, denen sie gewschworen hatte als Kriegshäuptling zu dienen. Die sie in eine Blickrichtung vereinen hätte sollen. So jemand, es wurde ihr eisern bewusst, nein, so jemand konnte… Nein… durfte die Horde nicht führen. Ein Häuptling, der nicht führte, sondern riss… das war kein Häuptling.

Ein leiser Laut der Frustration entringt sich der Kehle der Fon, quält sich an kleinen Hauern vorbei in die Nacht und lässt Jazuum schnauben. Kokuma wendet sich ihm hin. Zieht vom Trollkraut. Fein wabernde Schwaden dem Himmel. Es dämpft nicht gut dieser Tage. Genauso wenig, wie der starke Kaffee, den ein weiser Sindorei ihr gebracht hatte noch die Müdigkeit zu nehmen vermochte. Und so lebt sie in Schwebe, wie eben alle hier.

Tauren, Elfen, Orcs… Goblins, Nachtgeborene, Trolle, alle… selbst Untote. Selbst Menschen, die Elfen der Leere, die Kalodrei, Zwerge und was auch sonst noch auf der Seite der blauen Hunde kreuchte. So viele waren sich einig. Sylvanas musste fallen. Für das Leben. Für Willen und Fortgang. Und somit waren sie alle hier Verräter in Augen des Kriegshäuptlings und denen ihrer Brüder und Schwestern auf der anderen Seite der Mauer. Kokuma verstand es sogar.
Aye… aye… Falanthril hat Recht, eh… und sogar Blutklamm verändert sich…. S’muss brechn’. Der Kreislauf muss brechn’.
Kein Ohr, das ihrem gebrochenen Zandali lauscht. Zumindest keines, das versteht. Der Säbelhauer folgt nur.
Aber wir schätzn’ das Blut… n’Kampf… wie du, eh? Wie du, mein Freund.
Sie kratzt ihm die Basis des höchsten Schulterdorns. Zufriedenes Kollern ist Antwort des Alphas.
Wir haben Traditionen. Was’ n’ Kriegshymnen Orc ohne Kriege, in denen Hymnen klingen. Was’ n Bluttotem ohne die Tradition’ von Kampf und Stärke. Was n’ Soldat von Quel’Thalas, wenn dern’ Heimat nich’ mehr in Gefahr is’…? Worüber soll n’ Schädel noch lachen…? Was’ mit uns Trollen…? Nah. Wir müssn’ Wege finden’. Alles verändert sich, Jazuum. Un’ du weiß’ garnichts davon. Kann’s von Glück sagn’, das du garnichts davon weiß’. Du bis’ nur n’Tier…. S’so viel einfacher, nur n’Tier zu sein…

Grimmig starrt das Weib in die Ferne, auf die andere Seite der Lager durch die leise gewordene und lebendige Nacht Klingenhügels. Leerenelfen hatten sich dort nieder gelassen. Hatten ihr Banner erhoben. Sie drückt den heruntergerauchten Stengel auf rotem Felsgestein aus. Der Boden von Durotar. Der Boden der Horde. Und eines stand klar im Brand des goldenen Auges. Würde die Allianz, würden die blauen Hunde diesen Pakt brechen… lag ihnen aus den falschen Gründen daran, den Kriegshäuptling zu stürzen… Verriet der junge Löwe Hochfürst Saurfang und sie alle, die dem alten Orc folgten… Taten sie es zu ihrem eigenen Vorteil… War das alles hier nur Gerede… War das Taktik… War das hier wahrer Verrat……… Sie würde sie jagen. Sie würde sie jagen, die blauen Hunde, bis ihnen die Beine versagten… bis die Knochen vor Hunger und Durst porös geworden unter ihren fliehenden Schritten brachen. Sie würde ihnen die Haut abziehen. Sie würde ihnen das Fleisch von den Knochen schaben und sie an Wölfe, Raptoren, Bären, Säbelhauer und Eber geben, die ihre erbärmlichen Überreste hinabschlingen würden, ohne sich darum zu kümmern, wer sie mal gewesen waren… sie würde ihre Köpfe zertrümmern, weil sie sie nicht schrumpfen konnte, um ihre Seelen auf ewig hinter stumm schreienden, vernähten Mündern zu bannen. Sie hatte es nie gelernt. Oh, wie sie wünscht, sie hätte es gelernt. Sie würde sie zereissen. Sie würde dafür sorgen, dass jeder von ihnen in seinen letzten Momenten auf diese Tage zurück blickte… und ohne seine Rieten im Nichts verging. Bei allen Ahnen, die sie nicht kannte, sie würde sie jagen.

In einem Ruck erhebt sich das Halbblut. In einem anderen folgt der Dazarianer. Still zieht sich die Nomadin in ihren Unterstand zurück…. Schlaf. Loa, sie brauchte Schlaf. Es gab noch so vieles zu Tun. Denn bald würden sich die Mauern Orgrimmars vor ihnen erheben. Bald würde sich zeigen, woraus die Horde gemacht war. Auf dieser und der anderen Seite.

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‘Hoffnung kann keiner töten.’

Die gerüstete Blutritterin zieht von Wachposten zu Wachposten, geht ihre Patrouille und sortiert mit jedem Schritt die wirren Gedanken. Wie stets trägt sie den Wappenrock ihrer Einheit, sorgsam gepflegt wie den Rest ihrer Plattenrüstung. Schlaf, das hatte schon die Leutnantin gesagt, wird kostbar werden und sie sollte Recht behalten. Das Lager war nie wirklich leise, da waren ihr beinahe die zirpenden Grillen und stechenden Mücken im Sumpf lieber. Aber nun waren sie im rötlichen Sand Durotars angekommen, unter der schwelenden Sonne, nur gekühlt von der Brise, welche vom Meer her aufzog. Im Sumpf hatte sie die Hoffnung hochgehalten, auch ihren Kameraden gegenüber. Aber mit jedem weiteren Tag erschien es schwieriger. Es ist zermürbend und anstrengend - jeder Zeit könnte eine Bombe vom Himmel fallen, jederzeit könnte ein Marschbefehl kommen und bleibt dann doch aus. Etwas, das für Kämpfer, die Aug in Aug mit dem Feind standen, schwierig ist.

Sie erinnert sich noch daran, was sie empfunden hat als die Allianz dazu kam. Nicht die Hexe, aber der junge König. Es war ein Gemisch aus Unglaube, Unsicherheit und schierer Hoffnung. Als sie dann herauskamen und sogar der Löwe vor der Horde sprach, erschien ein Silberstreif am Horizont. Die Allianz, der Feind der sie nie in ihren Reihen wollte und gegen den sie seit Jahren zogen, wollte helfen. Es war ein unglaubliches Hochgefühl, eines das Beseelt. Und mit diesem Gefühl ging der Aufbruch von Statten und sie zogen mit der Karawane gen Klingenhügel. Offen, sie demonstrierten ihre Einigkeit. Angekommen allerdings, wurde dieses Bündnis auf eine harte Probe gestellt, denn was so einfach erschien im Angesicht des Silberstreifen, blieb am Boden als harte Herausforderung. Fremde, teils verhasste Völker, mussten auf engstem Raum miteinander zurecht kommen. Teilweise standen sie sich schon in Einsätzen und Schlachten gegenüber und sollten nun Seite an Seite gegen einen weitaus gefährlicheren Feind ziehen.

Und während diese übermächtige Bedrohung sich über ihnen hält, die Eiertänze mit den anderen Völkern Kraft und Konzentration kosten, kommen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zueinander. Eine Zukunft, die es vielleicht überhaupt nicht geben wird. Und während dieser Gedanken ist sie stehen geblieben um ihren Ausbilder zu betrachten, der sich mit einer der Ren’dorei im Gespräch befindet. Er, der Zyniker, der Schwarzseher von Silbermond, im angeregten Diskurs mit einem vermeintlichen Feind. Unweigerlich verbleibt ihr Blick dort, sie sieht wie immer wieder andere ihres Volkes vorbeiziehen um die Sicherheit der vermeintlichen Heilerin zu gewährleisten. Aber Antheja konnte auch etwas anderes erkennen. Ein schwacher Schimmer, kein Silberstreif, beständiger.

Hoffnung, die keiner töten kann.

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Passend im Anschluss zu Nessas Beitrag…

Rebellen und Allianz

Für das Event in Azshara, bei dem wir uns im Luftraum
der Versorgungs-Karawanen nähern, sind folgende Daten angedacht:

Wann: Mittwoch (23.10) und eventuell (!) Donnerstag (24.10.).
Uhrzeit: Jeweils um 19 Uhr.
Wo: planmäßig Azshara (Treffpunkt OOC Ashran)
Kontakt: Nessadrielle und Almaril (Allianz), sowie Brezzley (Horde).
Oder: Kira Antlerfox#4739 im Discord.
Karte: https://s17.directupload.net/images/191023/bf36govy.jpg

Kleine Füchse könnten diesen Beitrag noch ändern, je nach dem, ob sich was in der Planung verändert. Wer mitmachen mag, sollte diesen Beitrag im Auge behalten.
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