[Zwergen-RP Dunkeleisen] Flammenhort

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Langsam wandert Mjorna hinter Luzula her, die Erschöpfung zerrt an ihr. Sie musste viel zaubern für die Prüfung und dennoch trotz aller Konzentration und notwendiger Zauberei, hat Mjorna nicht das Gefühl, als wäre sie am Ende ihrer Kräfte. Stattdessen pocht ihr Herz immer noch vor Aufregung und vor allem Freude. Sie hat die Prüfung bestanden. Sie hat es geschafft.

Ein riesiger Schritt wurde erfolgreich gegangen und nun geht sie auf die aller letzte Etappe ihrer Ausbildung zu. Nun zählt auch sie zu einer Zauberin, die ihre Lehre weiterführen möchte um sich später als Meisterin der Pyromantie bezeichnen zu dürfen. Ihrem selbst gesetzten Ziel war sie zwar näher…aber noch nicht angekommen.
Langsam wandert ihr Blick zu ihrer Schulter, auf der ihr Familiar ruhte. Sie spürte, dass dieser ebenfalls erschöpft war und sich dementsprechend Ruhe gönnte. Ohne sie wäre die Prüfung keinesfalls so verlaufen. Mjorna und Puder waren ein eingespieltes Team und unterstützen einander mithilfe ihrer gegenseitigen Stärken und Kommunikation miteinander. Sie war dankbar dafür sie zu haben. Es war zwar eine unfassbar anstrengende Angelegenheit einen Familiar zu binden und schließlich das Leben mit diesem zu teilen, und dennoch… nach einiger Zeit und Gewöhnung aneinander waren alle Schwierigkeiten es wert gewesen.
Mjorna lächelt sachte und hebt ihre linke Hand hoch, um über den vom Ruß und Dreck der sengenden Schlucht gezeichneten pelzigen Korpus der Motte anzufassen und sacht sauber zu streichen. Mit ihren von Verbänden umwickelten Händen.

Die Prüfung war tatsächlich mit einigen Gefahren ausgestattet. Mjorna hätte einige Male in eine direkte Konfrontation geraten können. Allein der Golem und die Glasnetzspinnen waren unfassbar mächtige Gegner. Trotz allem war es der jungen Dunkeleisen gelungen Lösungen zu finden und dies ermöglichte ihr ohne einen einzigen Kratzer die Gefahren hinter sich zu lassen. Sie war zufrieden. Zufrieden mit ihrem Stand und schlichtweg zufrieden mit sich selbst. Etwas, was unfassbar selten vorkommt. Mjorna neigt stets dazu noch an irgendetwas zu feilen, um näher an Perfektion zu kommen. Zufriedenheit ist ihrer Meinung nach oft ein Problem, was gerne dazu führen kann fauler zu werden. Stehen zu bleiben. Doch heute gönnt sie sich schlichtweg auch einmal zufrieden mit sich selbst zu sein…und den Moment zu genießen.

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Ein amüsiertes Schmunzeln ziert die Züge der Dunkeleisen. Ihr Blick erfasst die lodernde und knarzende Attrappe, welche halbiert wurde. Irgendwie hing eine Hälfte noch eher schlecht als recht herum, während die zweite schlicht am Steinboden lichterloh brannte und das restliche Holz dementsprechend in Asche und Rauch verwandelt wurde.
Sie ist stärker geworden.
In den letzten drei Jahren ging Mjorna gemeinsam mit ihrer Lehrmeisterin die Verfeinerung von Mjornas Zauberkunst an. Sie war auf dem Weg um endlich die letzte Strecke ihrer Ausbildung anzugehen.
Generell scheint Mjorna sich den Umständen entsprechend etwas verändert zu haben. Sie scheint erwachsener zu sein, des Weiteren sieht man sie öfter ohne die Verbände und Handschuhe, welche die vernarbten Hände stets versteckt hatten. Mjorna scherrt sich weniger um eine dauerhaft freundlich wirkende Erscheinung für die Allgemeinheit und scheint schlichtweg den Fokus bei dem zu halten, was ihr am Wichtigsten war. Ihrem Orden und ihrer Lehre. Selbst die Blutsverwandtschaft wird gänzlich ignoriert und Beziehungen wurden im Kern erstickt, so heißt es, dass sie nun auch nicht mehr ihren alten Familiennamen weiterführt, sondern sich einen eigenen gegeben hat nach ihrer damaligen bestandenen Prüfung zur Zauberin.
Dementsprechend sah man auch in den letzten Jahren keine Veränderung in Bezug auf Mjornas damaliger Backkunst, oder dem dazugehörigen Laden. Dieser wird weiterhin nicht weitergeführt und weiterhin wird nicht mehr wirklich gebacken, bis auf wenige Ausnahmen.

Sie war mittlerweile einfach nur eine angehende Pyromantin, die sich von wenig einschüchtern oder ablenken ließ und ihre Ziele klar gesetzt hat… und für diese ununterbrochen kämpft.

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Entnervt besieht Mjorna den Bronzebartzwergen, der vor ihr steht. Ihre Augen flackern kräftig und unruhig, als wären diese stärker entzündet worden. Die Miene ist jedoch fest unter Kontrolle, bis auf das wütend lodernde Augenlicht wirkt sie ruhig und gefasst. Noch.

Seine ordentlich und penibel gewartete Rüstung glänzte, die Erscheinung war ganz die eines typischen Bronzebartzwerges. Er hat einen fein geflochtenen Bart, diverse Bartöle ließen diesen herb nach den Wäldern Dun Moroghs duften…Selbst auf Distanz, was Mjornas und Puderzuckers negative Haltung ihm gegenüber nur verstärkte. Die Motte thronte prachtvoll - wie eh und je - auf Mjornas Schulter und machte sich größer, war sie doch eigentlich nur von der Größe her wie ein kleiner Steinkauz. Sie fuchtelte unruhig mit ihren bepelzten Füßen umher und es bedarf einiges an Überzeugungsarbeit und festen Ton der Meisterin, nonverbal, um den Familiar brav an Ort und Stelle zu halten. Größe hat absolut keinen Einfluss auf Selbstbewusstsein und Selbstverliebtheit. Ein lebendes Beispiel dafür: Die schneeweiße Motte, die durch die Familiarbindung mit etwas zu viel Verstand gesegnet wurde, als ihr gut tat.

"Mir ist es egal, dass euer Clan die anderen unter den Finger gewickelt hat! Ich trau euch Kohlefratzen immer noch nicht über den Weg."
„Das ist bedauerlich und tut mir -furchtbar- leid für Euch.“, Mjorna zog angestrengt die Mundwinkel hinauf. Sie hatte keine Lust und keine Zeit sich vor diesen Zwergen zu erklären. Sie wollte nur Ruhe und ihre Zauber üben.

Zwar hatte sie sich unter Kontrolle, wie meistens, aber es war mehr als deutlich, dass ihr Tonfall durchaus etwas verschmähend war. Vor einigen Jahren hätte Mjorna die Situation anders gelöst. Sie wäre unfassbar freundlich geblieben und hätte alles dafür getan, dass man sie mochte. Heute hat sie keine Lust darauf, wenn es nicht wichtig war. Man blieb nach außen hin so, dass einem nichts angekreidet werden kann…aber sie biegt sich nicht mehr jeder Situation entsprechend. Dafür ist sie zu stolz geworden und ihren eigenen Fähigkeiten bewusst. Sie lässt Ablehnung öfter spüren.

Er atmet tief durch, als koste es ihn unglaublich viel Willenskraft die Dunkeleisen nur mit Worten zu bekämpfen. „Nun verzieh dich, ich hab’ keinen Nerv an den Attrappen zu kämpfen, wenn neben mir dauernd irgendwas explodiert und knackt. Die verfluchten Funken waren fast in meinem Bart!“ Mjorna blinzelt nicht, anstelle dessen starrt sie den Zwergen länger an. Sie war eine der Bewohner Eisenschmiedes, die durchaus fast täglich im Militärviertel ihr Können verbessert, dies beinhaltet - als Pyromantenlehrling - selbstverständlich verheerende Feuerzauber und Lavalanzen. So auch heute, ihr war der Bronzebart egal, sie wusste welchen Abstand sie zu Verbündeten brauchte und dementsprechend machte sie sich keine weiteren Gedanken und wirkte eine Säule aus versengenden Flammen, gefolgt von einer zischenden Lanze aus purer Lava. Sie hatte jene Zauber oft genug in Kämpfen benutzt und wusste genauestens, dass sie den Sicherheitsabstand zum Zwergen einhielt, der notwendig war.

„Das ist tragisch, der Grund weshalb ich hier stehe und übe ist eigentlich, um Verbündete wie Euch zu schützen.“, Mjorna lässt einen sachten Seufzer von sich, der zwar zur Mimik passt, jedoch keineswegs zum verschmähendem Tonfall und wütend loderndem Augenlicht. Sie vollführt eine ausschweifende Geste: „Dann genießt Eure Übung. Macht Euch aber darauf gefasst, dass Ihr euch an uns gewöhnen müsst, spätestens in gemeinsamen Kämpfen. Unser Clan gehört ebenfalls zu Eisenschmiede, somit auch zu den Verteidigern Khaz Modans.“, kurz hüpfen die Mundwinkel in die Höh’, ehe sie sich gespielt theatralisch verneigt und abwendet. Der Bronzebartzwerg lässt einen angestrengten Schnaufer von sich, auch er hatte eine Wut in sich. Letztendlich kann man es ihm auch nicht verübeln, der Wechsel von jahrelangen Feinden zu Verbündeten…braucht bei manchen einfach länger.

Mjorna atmet tief durch, sobald sie außer Reichweite des Zwerges war.
„Du hättest ihm eine Lektion erteilen sollen.“, hört sie in ihrem Kopf den Familiar nörgeln, eine Antwort bleibt jedoch für einige Augenblicke aus, ehe Mjorna ihr die Antwort ebenfalls nonverbal mitteilt: „Ich mache mir mein Leben nicht unnötig schwer und meine Hände nicht unnötig schmutzig, Puder. Ich kann nicht jedem von der Nützlichkeit geeinter Zwerge überzeugen.“, die zuckte sacht mit den Schultern, ehe sie sich auf den Weg macht und die Kapuze über den Kopf zieht, sobald sie an den Toren Eisenschmiedes steht. Es ist kälter als üblich geworden, stark peitscht der Wind die Kälte regelrecht ins Gesicht: „Frohes Winterhauchfest, Herr unbekannter Bronzebart. Wir sind weiterhin ein Geschenk und dementsprechend…hier.“, wispert sie leise und sogleich sind beide Mundwinkel amüsiert in der Höh’. Offenbar war dies selbst der inoffiziellen Königin, also der Motte, genehm, so verblieb sie still und teilte ihre Zustimmung lediglich mithilfe eines lauten Zirpens mit. Doch lange saß die Mottigkeit nicht mehr auf den Schultern…Sie war zwar die (bestimmt) schönste Kreatur Azeroths und jeder sollte dies sehen…aber die Kälte Dun Moroghs hält sie lieber aus der Sicherheit von Mjornas weiten Kapuze aus, in welcher sie sich nun verkriecht.

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Behutsam streicht Mjorna über ihr neues Kleidungsstück, ein nachtelfischer Hanbok (in ihrer Größe!), neben welches ein großer geflochtener Strohhut liegt. Sie hebt das seidige Kleidungsstück hinauf und faltet es behutsam zusammen, sodass keine unschönen Falten es heimsuchen. Rasch schleicht sich auch schon ein sanftes Lächeln auf ihre blassgrauen Züge, da aktuell eine ihrer mittlerweile liebsten Zeiten im Jahr war. Ihr Zimmer war relativ dunkel, die einzige Lichtquelle kämpft wahrhaftig um das Überleben. Die kleine Kerze ist beinahe vollständig verglüht und der Docht wird immer kürzer, das Wachs ist fast vollständig verschwunden.

Ihr kleines Zimmer im Ordenshaus fiel durch die Menge an Notizen und gestapelten Büchern auf, an den sonderbaren Pflanzen, die eigentlich nur in der Vulkanregion um den Schwarzfels wuchsen und die zwei weiteren Bewohner, die am Rande des Steinbettes nahe einer der Feuerblütentöpfe saßen. Die rotweiße und die schneeweiße Motte. Die Schneeweiße hielt den Fokus pausenlos auf Mjorna gerichtet, während die Rotweiße sich den Blumennektar einverleibt.

Mjorna erhebt sich von ihrem Holzstuhl und sogleich fliegt die Schneeweiße auf ihre Schulter. Die junge Dunkeleisen, deren Haar mittlerweile seit vielen Jahren eine Mischung aus rötlich und schneeweiß war, wispert sachte Worte in Richtung der magischen Kreatur, ehe sie gemeinsam das Zimmer verlassen. Im Gehen verbessert die Dunkeleisen den Sitz ihres dünnen, circa ein Finger breitem Lederbandes, welches in ihr Haar schmuckvoll eingeflochten wurde und als Verzierung einige getrocknete und kleine Feuerblüten zeigt, auch so wird rasch und gekonnt die Mähne in Form gebracht und unschöne Zöpfe wahrlich meisterlich nachgeflochten. Mjorna war durchaus sehr penibel, wenn es um ihr Erscheinungsbild ging, vor allem auch um die Haare. Wer Zwergen kennt, weiß zumindest wie liebevoll die meisten Männer sich um ihre Bärte kümmerten, ähnlich ging die Zwergenfrau mit ihrem Haar um.

Nachdem alles war, wie es der Zauberin am Besten gefiel, verlässt sie das Ordenshaus, um sich an der dunklen Gasse wiederzufinden. Trotz der Pracht Eisenschmiedes, kam die dunkle Gasse von ihrer Optik durchaus an diverse dunkle Straßen der Schattenschmiede heran, die Ähnlichkeiten waren durchaus vorhanden. Ein tiefer Atemzug folgt, der ebenfalls dabei helfen soll Kraft für die nächste Aufgabe zu finden. Mjorna macht sich auf, um Zutaten in Eisenschmiede zu finden und zu erwerben, um den Kuchen, der mittlerweile seit bestimmt vier Jahren nicht mehr gebacken wurde, endlich wieder zu versuchen. Der Winterhauchkuchen ihres damaligen Ladens.
Es war immerhin diese Zeit im Jahr und zumindest für ihre Ordensbrüder und -Schwestern versucht sie sich wieder daran.

Kurz zieht die Dunkeleisenzwergin die Brauen zusammen, während sie den Blick auf den vom Feuer gezeichneten Händen hält und sieht zu ihrem Familiar, ehe ein Seufzen aus der Kehle der Dunklen ertönt. Ein Kopfschütteln folgt, ehe sie ihre Kraft sammelt und sich nun endlich auf den Weg macht. Es gibt immerhin selten eine passendere Zeit, um über den eigenen Schatten zu springen, nur um der Familie etwas Gutes zu tun.


[OOC]
All unseren Mitspielern weiterhin noch wunderschöne Tage und bald auch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Lasst es euch gut gehen und auf weitere schöne Rollenspielstunden im nächsten Jahr. :slight_smile:

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Dunkelheit.

Die einzige Lichtquelle ist eine kleine, beinahe gänzlich verglühte Kerze, die das kleine Schlafzimmer der Taverne minimal erhellt. Doch dies ist einem Dunkeleisenzwerg relativ gleich. Mjornas Augen waren an die teilweise pechschwarze Dunkelheit des Schwarzfelses gewöhnt, sofern man sich in einem der Gänge fern der Magmaströme befindet, so auch hier. Es ist elendig heiß, so heiß, dass die Hitze sich wie eine unangenehme Umarmung über den ganzen Körper erstreckt. Gewiss ist Mjorna Aschehand hier geboren, und dennoch ist es nichts, wonach sie sich zurücksehnt. Vor allem, wenn man mittlerweile Eisenschmiede als Heimat bezeichnet.

Langsam lässt die Dunkeleisen das feurige Augenlicht mithilfe von etwas Augenreiben klarer werden, ein leiser Seufzer folgt nach einem Gähnen. Sie befindet sich inmitten des Zimmers, welches Madame Glittercog den Ordensmitgliedern großzügigerweise spendierte. Doch alte Marotten lassen sich schwerlich ablegen.
Die weißhaarige Dunkeleisen schnaubt amüsiert und schüttelt mit dem Kopf, als sie ihr Werk des Vortags betrachtet. Der Türgriff und damit der Eingang wurde mit einem Stuhl erfolgreich barrikadiert. Behäbig schlüpft die Dunkeleisen aus dem Bett, ergreift ihre wenigen Sachen und macht sich für den Tag und damit auch für die Weiterreise bereit.

Sie verlässt das Zimmer, vorher wird die Kapuze tief in das Gesicht gezogen, ebenfalls ist die Motte ruhiger als üblich, welche sich inmitten der Weite der Kapuze versteckt. Die Bindung zwischen Meister und Familiar war eine auf emotionaler Ebene, das magische Tier war demnach in der Lage Mjornas doch dezent angespannte Stimmung zu erfühlen. Dennoch wollte Mjorna draußen vor den Zimmern auf die anderen Ordensmitglieder warten. Im ruhigen und recht stolz wirkendem Gang - Stärke war im Schwarzfels alles - macht sie sich auf den Weg. Draußen angekommen folgt ein tiefer Luftzug, während die entsetzliche Hitze sich den Weg in ihre Lungen bahnt und dort festkrallt. Es hat seinen Grund, dass kaum jemand die mittlerweile freieren Gänge des Schwarzfelses als Zuhause auserkort. Allein das tägliche Überleben war ein Kampf, wenige, bis auf die Dunkeleisen, halten es hier überhaupt aus. Mjorna lässt den Blick durch die Schattenschmiede wandern…

Unzählige Bauten im Stil des Dunkeleisenclans ragen hier im Inneren des Vulkans an den Wänden entlang. Die Optik war eine bedrohliche, auch wenn sie an die Bauart der Bronzebärte und Wildhammer entfernt erinnert. Alles war dunkel, grau, schwarz und aggressiver. Das vom Vulkan gespendete Licht war tiefrot. Magmaströme fließen von oben nach unten in das massive und gigantische Lavabecken, welches unheilvoll vor sich her brodelt. Ausgehend von diesen wird eine noch entsetzlichere Hitze ausgestrahlt. Jeder notwendige Atemzug füllt die Lungen mit der brennenden Luft, gemischt mit trockenen Aschepartikeln, die sich hartnäckig im Hals verkleben.

Es gab freundliche Orte auf Azeroth…
…und der Schwarzfels war definitiv nicht einer von ihnen.

[OOC]
Allen Mitspielern (…recht verspätet, aber besser als nie!) ein frohes neues Jahr! :fire:

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Liebe Flammenhortler und lieber Mitspielende,

üblicherweise ziehe ich IC-Beiträge mehr vor, aber ich brüte nun schon seit Wochen und bin doch mit keinem zufrieden gewesen, der zum Anlass dieses Postings passen mag:

Über zehn Jahre gemeinsames Rollenspiel!
Am 30. Oktober 2012 wurde die Gilde offiziell gegründet und hat seither verschiedene Charaktere und Spielende beherbergt. Manche sind weitergezogen, andere sind geblieben, aber jede und jeder von euch hat nachhaltig die Gilde mitgeformt, um sich an manchen Abenden hinter den Bildschirm zu setzen und gemeinsam im Gildenchat zu albern, sich den Kopf über Lore zu zerbrechen und insbesondere unserer gemeinsamen Leidenschaft dem Rollenspiel nachzugehen. Ich möchte euch allen aufrichtig vom Herzen danken!
Der Flammenhort wäre heute nicht mehr vorhanden oder das, was er ist, wenn es nicht soviel Freude machen würde, die Zeit mit euch zu teilen. Wie alles Gute im Leben hat es seine Höhen und Tiefen, und auch irgendwann ein Ende, aber das sehe ich noch (lange) nicht, sondern ich blicke vorallem auf die vielfältigen Möglichkeiten und unterhaltsamen, emotionalen und spannenden Rollenspielabende, die sich anbahnen, geplant sind oder noch ersonnen werden.

In dem Sinne: Den Moment genießen, weiter Spaß haben und ein Stückchen Kuchen naschen…

Luzulas Kirschkuchenrezept

~ Zutaten ~
600 g Kirschen (Sauer- oder Süßkirschen, aus dem Glas)
400 g Mehl
240 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker (oder den Inhalt einer halben Vanilleschote, wer es besonders festlich haben möchte)
300 g Butter und etwas Butter für die Form
2 Eigelb (mittlere Größe)

Springform (Durchmesser 26 cm)

~ Zubereitung ~

  1. Zuerst die Kirschen waschen und gegebenenfalls entsteinen. Der Ofen wird inzwischen auch auf 200°C vorgeheizt (bei Umluft nur 180°C).
  2. Für die Streusel werden nun das Mehl, Zucker, Vanillinzucker, Butter und Eigelb miteinander verknetet.
  3. Springform nun mit etwas Butter einfetten, sowie den Boden mit einer Hälfte der Streusel bedecken.
  4. Jetzt die Kirschen darauf verteilen und die übrigen Streusel darüber verteilen.
  5. Der Kuchen muss nun im Ofen für ca. 30 Minuten backen! Fertig!
    Optional: Auf Wunsch kann das Kirschwasser aus dem Glas auch noch zusätzlich über den frisch gebackenen Kuchen vorsichtig gegossen werden. Ggf. kann man das Kirschwasser auch mit etwas Zucker einkochen und als Soße dazugeben.

Liebe Grüße
Luzula

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Die Aussicht war spektakulär. Zwischen dem hellblauen Himmel, worauf weiße, bauschige Wolken vom Wind fortgetragen wurden, und der immergrünen Flora erhoben sich die rötlichen Felsen wie massive Türme in der Landschaft. Knorrige Bäume schienen der Schwerkraft zu trotzen und kletterten an dem Gestein mit in die Höhe und vereinzelt saßen zerfallene Ruinen wie Zeugen weit vergangener Zeiten auf den Bergkuppen. In der Ferne hallte ein bestialisches Kreischen, bevor Luzula aus den Augenwinkeln noch einen riesigen Schatten durch die Lüfte gleiten sah. Der Protodrache entzog sich jedoch rasch ihrem Blick, als seine ledrigen Schwingen die Kreatur hinter eine andere Erhöhung führten… Die hagere Dunkeleisenzwergin kam um ein flüchtiges Lächeln nicht umhin. Mit einem Buch auf dem Schoß hatte sie sich zum Rand des kleinen Plateaus zurückgezogen und genoss die frische Meeresbrise, die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht und die Ruhe. Eigentlich hätte sie sich um die Buchführung kümmern müssen, die Reisekasse aktuell halten, aber für den Moment wanderten die glutroten Augen einfach über die herrliche Landschaft, die sich vor ihr erstreckte. Ob sich daran jemals wer sattsehen konnte? Eine Weile betrachtete sie die hellblauen und weißen Glockenblumen, an denen sich die Bienen tummelten und fleißig Nektar sammelten, dann wurden die schuppigen Geschöpfe beobachtet, die sich auf eine der tiefergelegenen Wiesen aufhielten und grasten.
Die Küste des Erwachens hatte einige Überraschungen bereit gehalten und die Zauberin zweifelte keine Sekunde daran, dass es nicht noch einige mehr gab. Wenn es noch viel zu entdecken gab, dann an einem Ort wie diesem. Aber gerade? Luzula streckte sich ausgiebig und legte mit einem herzhaften Gähnen das Buch vom Schoß, um sich der Länge nach ins hohe Gras zu legen. Gerade wollte sie einfach bloß von den Reisen ruhen, den Himmel beobachten, vielleicht ganz kurz die Augen schließen, dem emsigen Tun und Werkeln im Lager direkt nebenan zuhören und die wärmende Sonne genießen. Forschen konnten sie auch noch morgen! Die Zeit war auf ihrer Seite.


OoC: Feurige Grüße!

Der Flammenhort ist schon seit einem Monat mit Freunden und neuen Verbündeten aufgebrochen, um die Dracheninsel zu bereisen!
Mit einem Auftrag im Nacken und Zeit an den Händen wird man unsere Zwerge und Gnome damit zwar noch eine Weile - wir reden hier von einer nicht näher definierten Anzahl von Monaten - nicht mehr in Eisenschmiede und Umgebung antreffen können, aber vielleicht läuft man sich auf dem anderen Kontinent über den Weg.

Cheers!

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Langsam und gemächlich lässt eine Windbrise die Baumkronen und die hohen Gräser des Waldes im Takt der Natur tänzeln und schwingen. Langsam sieht man die Sonne weit hinten am Horizont, die sich ihren Weg hinauf kämpft und die Schwere und Dunkelheit der tiefblauen Nacht austauschen will. Noch thronte über dem Nachthimmel der Sternenteppich förmlich ausgerollt, als sich Bewegung langsam im Zelt der Expedition breitmacht. Noch konnte man auch den Mond erblicken, der sich zum Rand des Horizonts bewegte und Platz auf der Bühne für die Sonne lassen würde, noch umgarnte das sanfte Mondlicht die Lichtverhältnisse des klaren Morgengrauens und schien somit auf die Landschaft herab.

Es war kühl, sehr kühl, so wie es immer gefühlt kälter ist, wenn der Himmel besonders klar ist und keine bauchigen Wolken umherwandern. Eine junge Dunkeleisen zieht die Zeltplane zur Seite und verlässt schließlich das Warme des Zelts. Tief atmet sie ein, ehe sie den Blick umherschweifen lässt, ein Blick, der vom Feuer gezeichnet und erfüllt war. Besonders blass-weißlich und mit minimalen Grauton ist die Haut. Blass und aschweiß, unterbrochen durch flammendrote Strähnen, wie auch teilweise Haaransatz von flammenrot spricht, ist die Haarpracht, die aktuell noch lose und zopflos hinab hängt und ungebändigt zu sein scheint.

Mjorna Aschehand streckt sich ausgiebig, ehe sie sich wieder um ihre übliche Körperhaltung kümmert. Rasch wird sich um ein Nachstraffen der gesamten Haltung gekümmert, wodurch sie vornehm und würdevoll in ihrer gesamten Erscheinung wirkt. Zwar war sie dezent unter dem Größendurchschnitt einer üblichen Zwergenfrau, doch merkt man es ihr nicht so recht an, wenig erweckt den Anschein, dass sie ‚klein‘ wirkt. Der Rücken ist gerade, das Haupt stolz und leicht erhoben, die Schultern geöffnet und nach unten gedrückt. Die Hände werden rasch ineinander gefaltet und ordentlich vor dem Schoß platziert, ehe sie sich in Bewegung setzt, um sich an den Rand des Zeltlagers zu bewegen.

Jeder Atemzug füllt die Lungen mit eisiger Luft, ungewohnt zur Wärme, die es in Eisenschmiede stets gab und dennoch… war es angenehm, auch wenn sie es erstmal nicht wahrhaben wollte. Langsam beginnen einige Sonnenstrahlen sich über das Lager zu legen, während die Sonne am Horizont die Landschaft mit einem hellen und wohligen Leuchten erfüllt. Mjorna hebt minimal die Mundwinkel empor, ehe sie zur Umhängetasche greift und sich ihren Holzkamm hervorholt. Rasch kämmt man sich durch das weißrote Haar, und rasch führt sie auch die Hand ein weiteres Mal in die Umhängetasche, um sich ihre Lederbänder und Haarklammern zu klauben. Nach und nach werden alle Zöpfe penibel und ordentlich geflochten, selbstverständlich achtet sie auch wie üblich darauf, dass das dünne Lederband mit den kleinen Feuerblüten in die Zöpfe miteingeflochten wird. Jeder Griff sitzt, die Routine war bemerkbar und zufrieden mit sich selbst und der getanen Arbeit, wird der Blick wieder zur Stadt der Tuskarr geführt.

Iskaara.

Sonderbar war ihre gesamte Landschaft, langsam macht sich träges Treiben breit und sonderbar wirkt die Stadt auf den großen Eisplatten. Alles ist gebaut aus großen Knochen von Tieren, die Mjorna nicht kannte, Lederplanen und etwas Holz erzeugt eine rustikale Optik, die aber zur generellen Erscheinung dieser Tuskarr irgendwie… passt. Die junge Dunkeleisen war definitiv froh um die gesamten neuen Erfahrungen, die eine solche Expedition bringt, einiges hat sie definitiv nicht erwartet, bedenkt man, dass diese sonderbare Insel für Jahrtausende vor den Augen aller verborgen blieb.

Auch die Expeditionsgruppe mit all ihren unterschiedlichen Personen war durchaus interessant, bedenkt man, dass sich viele vor dieser Expedition nicht kannten, oder lediglich flüchtig und doch reiste man nun seit Monaten gemeinsam über die Dracheninseln und lernte sich langsam kennen. Bedächtig hüpft ein Mundwinkel der Dunklen in die Höh’, ehe sie in Gedanken weiterhin Iskaara aus der Ferne beobachtet. Jener Mundwinkel findet aber nach einer Weile den Weg nach unten: Erfahrungen, Erinnerungen werden hier geschaffen, jedoch ist das verfolgende ‚Problem‘ der Expeditionsgruppe ist definitiv etwas, was die Laune hinabsausen lässt. Kopfschüttelnd lässt die Dunkeleisenzwergin ein Seufzen erklingen, ehe sie einmal in ihre Tasche linst, behutsam verschließt.

Es mussten noch einige Erledigungen gemacht werden, bevor die Weiterreise erfolgt. Noch einmal hält die Dunkeleisen inne, atmet tief die kühle Luft ein und lässt den Blick über das Zeltlager schweifen. Nur um dann auf leisen Sohlen sich nach Iskaara zu stehlen, sobald wesentlich mehr in der Stadt der Tuskarr erwacht ist und auch einige Händler sich bereits in der Küstenstadt tummeln. Was die Dracheninseln noch für die Expeditionsgruppe brachte, wird die Zeit zeigen…

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Nach vielen beschwerlichen Monaten, fühlte es sich unwirklich an wieder die Sicherheit des Berges um sich herum zu spüren. Eisenschmiede war ganz anders als die Bauten, die sie während der Reise sehen konnten. Inmitten des düsteren Viertels in Eisenschmiede konnte man die Tage die erschöpften Reisenden des Flammenhorts erblicken, die offenbar die monatelange Expedition in den Dracheninseln hinter sich gebracht hatten. Die Kleidung war mitgenommen, die Lastziegen erschöpft und noch mit einigen Gütern ausgestattet, die von drei der Dunkeleisen entladen wurden und inmitten des Hauses der Ordenshüterin Schwarzgrund gebracht wurden.

Mjorna Aschehand lässt ihren Blick einmal über die dunklen Gassen des Viertels schweifen und hebt bedächtig ihre Mundwinkel empor. Sie erblickt die düstere Atmosphäre, die für einige wenig einladend wirken könnte, und lässt diese gänzlich auf sich einwirken. Ebenfalls ist es definitiv so, als würde alles inmitten dieses Viertels danach schreien, dass hier zwielichtigere Geschäfte laufen, bedenkt man wie wenig die Wachen dieses Viertel patrouillieren. Wenige Kohlepfannen spenden gerade genug Licht, dass man die Konturen der Steinhäuser erblicken konnte, wie auch den Weg vor sich sehen durfte. Das Wasserbecken inmitten des dunklen Viertels wirkt unverändert, verziert somit weiterhin die Landschaft auf sonderbare und skurrile Art und Weise.

Doch genau hier war nun seit einigen Jahren ihr Zuhause, wie auch das Zuhause des Flammenhorts. Mit einem wohligen Gefühl im Bauch tritt Mjorna die steinerne Treppe hinauf, um inmitten des Ordenshauses zu entschwinden und vor allem: Die Waschkammer des Hauses für sich zu beanspruchen - bedenkt man wie viele Monate die Expedition unterwegs war und wie rar in Schneegebieten und sonstigen Landschaften die Möglichkeit für ein richtiges Bad war… ist das Beanspruchen der Waschkammer dringlich notwendig und erwünscht.


Der Flammenhort ist wieder in Eisenschmiede zurückgekehrt und kümmert sich zunächst um eine wohlverdiente Verschnaufpause nach den vielen aufregenden, aber auch anstrengenden Erlebnissen auf den Dracheninseln. Aber man kann unseren Zwergen und Quotengnom(en) nun wieder in der Hauptstadt der Zwerge über den Weg laufen!

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Bedächtig schweift der vom Feuer gezeichnete Blick über das Innere des Ordenshauses, während sie noch einmal ihren Reagenzienbeutel überprüft, der an ihrem Gürtelbund baumelt. Mjorna war in ihrer üblichen bequemen Kleidung, welche einen Hauch zu streng und fein wirkt, so war aber alles, was die Dunkeleisen besaß. Die Körperhaltung war straff, vornehm und komplett bedacht, nichts wurde dem Zufall überlassen - so scheint es zumindest immer bei ihr. Der Gemeinschaftsraum, in welchem sie sich gerade befindet, ist mit nur wenigen Öllampen erhellt worden, was dem gesamten Raum einen gewissen düsteren Eindruck vermittelt. Ansonsten streift der Blick die beladenen Waffen- und Rüstungsständer, die wuchtigen Holztische mit Stühlen der gleichen Machart, die sich auf schmucklosen Teppichen befinden. Doch bleibt es nicht dabei, so ist die Einrichtung durch sechs Feuerblütentöpfe aufgelockert, welche prächtig gedeihen. Bei Feuerblüten handelt es sich um die Blumenart, die man an dem dünnen Lederband der Dunkeleisenzwergin Mjorna stets entdecken konnte, bedenkt man, dass sie sich seit Jahren täglich darum kümmert dieses Feuerblütenband behutsam in die Zöpfe mit einzuflechten. Ein sachtes Schmunzeln ziert ihre Züge beim Anblick der außergewöhnlichen Pflanzen, die durch ihren rot-orange - beinahe glühenden Farbton - direkt ins Auge stechen, ehe die Hand weiterhin nach dem Beutel mit dem Eisenstaub fischt. Zufrieden nickt die Dunkle, als sie diesen zu fassen bekommt, öffnet den ihn sogleich, um den Inhalt zu überprüfen. Tatsächlich neigt sich das Reagenz den vielen Übungsstunden geschuldet zu neige, was bedeutet, dass sich baldig um Nachschub gekümmert werden müsste.

Noch einmal linst Mjorna zu den weiteren Türen und düsteren Ecken des Hauses, die den Eindruck vermitteln, dass sich hier mehr Räumlichkeiten, als nur der große Gemeinschaftsraum befinden. Doch nun war die Dunkeleisenzwergin bereit, um sich auf den Weg zu machen. Langsam tritt sie die Treppenstufen empor, die zum Ausgang des Ordenshauses führen, öffnet die Türe, verschließt jene behutsam hinter sich, ehe die weiteren Treppenstufen hinabgegangen werden. Nicht nur das Innere des Ordenshauses ist einen Hauch dunkler als die üblichen ehrenvollen Gebäude und Hallen Eisenschmiedes, nein… Auch die dunkle Gasse wurde ihrem Namen gerecht. Wenige Kohlenpfannen erhellen das etwas heruntergekommen wirkende Viertel Eisenschmiedes, doch störte dies eine Dunkeleisenzwergin nicht, die in solchen Verhältnissen regelrecht groß geworden ist. Mjorna atmet tief durch, während sie sich in Richtung der Halle der Forscher begibt. Es war früh am Morgen, noch wirkte die Stadt verschlafen, die meisten Zwerge befanden sich noch in ihren eigenen vier Wänden. Dies war Mjornas liebste Zeit. Ruhe… Man konnte auch an den Attrappen in aller Ruhe üben, ohne dass man stetig hasserfüllte Blicke ernten musste, oder diverse stichelnde Kommentare über sich ergehen lassen musste.

Nicht nur Mjornas Verhalten wirkte vornehm, auch beim Fortbewegen vermittelt die angehende Pyromantin den Eindruck, dass zwergische Entschlossenheit und Stolz ihr absolut nicht fremd waren. Der Kopf war erhoben, ohne arrogant zu wirken, der Rücken kerzengerade, die Schultern geöffnet und die Hände ordentlich ineinander gefaltet. Kurz hüpft der Fokus des lodernden Augenlichts in Richtung der Bibliothek - im Laufe des Tages müsste sie auch dort noch hin, um ihrer täglichen Aushilfsarbeit nachzugehen und zumindest einige Münzen zu erhalten. Doch das war ein Problem für später, nun war es an der Zeit ihren liebsten Zauber zu üben: Den Funkenflug. Rasch erhöht sie ihr Tempo, huscht nun regelrecht durch die große Schmiede, zielstrebig in Richtung des Ganges zwischen den inneren Ring und des Militärviertels, wo sich die vielen Übungsattrappen befinden. Dort angekommen huscht ein forschender Blick von links nach rechts, man möchte sich vergewissern, dass man wahrlich Ruhe hatte und dies bestätigt der Kontrollblick.

Rasch stellt sich Mjorna einer Attrappe gegenüber, mit etwas Abstand. Sie schiebt ihren rechten Fuß etwas nach hinten, dreht den Körper leicht zur Seite und geht ein wenig in die Knie, um einen festen Stand zu sichern. Ein Griff in den Beutel mit dem Eisenstaub folgte, Mjorna benetzt ihre rechte Handfläche etwas mit dem Eisenstaub. Daraufhin werden die Hände beschwörend erhoben, während der Fokus des rotglühenden Augenlichts auf der Attrappe haftet. Tief atmet sie durch, wie sie es immer vor den Übungen tut, um sich gedanklich vorzubereiten. Als angehender Pyromant des Dunkeleisenclans war man ein Zauberer, der sich seiner Emotionen bedient. Man verwehrt sie nicht, was es jedoch notwendig macht, dass somit auch Emotionen wie ein zusätzliches Reagenz behandelt werden. Man greift sich etwas davon, verwebt es mit in den Zauber hinein und dies musste bedacht angewandt werden. Wer sich überwältigen lässt, verbrennt sich selbst und Verbündete - dies galt es zu vermeiden. Noch einen tiefen Atemzug gönnt sie sich, füllt ihre Lunge mit Luft auf…und greift zum Ley gemeinsam mit dem dazugehörigen Ausatmen. Mittlerweile war es für die Zauberin, die sich als solche bereits seit ihrer bestandenen zweiten Prüfung, die vor drei Jahren war, schimpfen durfte, kein Problem den Zugang zu finden. Kribbelnd beginnen die kleinen Leyfunken sich anzubahnen und an ihren Händen zu sammeln, woraufhin sie ihre zunächst locker geballten Fäuste löst. Hörbar und knisternd verschlingt die Magie das Reagenz, ehe die Zauberin einen Finger abspreizt - den Zeigefinger. Daraufhin formt sich eine größer werdende Flamme, die von ihrer Fingerkuppe hervorgeht und zischend an ihrer Hand faucht und brennt. Mit einem Handwink wird der geformte Funken auf Wanderschaft geschickt, als sich Daumen und Zeigefinger zu einem Ring schließen. Die geformte Flamme beginnt ihre Kreise um Mjorna zu ziehen, wobei es förmlich umrundend aussieht, als wäre die Zauberin Azeroth und die kleine Flamme ein Mond, der diese umkreist. Locker löst sie sogar die Geste. Nachdem der Funke umherwandert, lässt Mjorna ihre Schultern einmal kreisen, ehe sie sich etwas von der Attrappe wegbewegt, diese aber nicht aus den Augen verliert. Etwas seitlich stellt sich die Dunkle nun hin, mit üblichen Zaubern hätte sie nun keinerlei gute Schussbahn - doch dies war die Stärke dieses Zaubers.

Rasch führt sie schließlich Daumen und Zeigefinger zusammen, woraufhin der Funke aus puren gleißenden Flammen wieder hörbar ‚faucht‘ und knistert. Mjorna sieht zur Attrappe: „[Zwergisch] Versenge im Sturm!“ wird gesprochen, als auch schon auf die Attrappe gedeutet wird mit dem Zeigefinger, der sich nun vom Daumen löst. Rasch löst sich somit auch der umherwandernde Funke aus seiner Umlaufbahn und rast zischend davon. Regelrecht grazil bewegt sich der Funke an der anderen Attrappe vorbei, um jene dahinter als sein Ziel zu erfassen. Zerschellend trifft der Funke auf das ausgewählte Ziel, peitscht ihm regelrecht entgegen, brennt sich knarzend hinein, was die Zauberin bedächtig die Mundwinkeln empor wandern lässt.

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Vor etwa zwei Wochen…
Wenige Dinge weckten ihre Schadenfreude. Der Anblick vom Diplomaten Weißglut, wie er am Rand des Raumes mit dem Rücken zur Wand stand und über den Rand seines Kruges hasserfüllt zu ihr starrte, während ihre Hand in gratulierender Manier mit einer guten Portion Enthusiasmus geschüttelt wurde, gehörte dazu. Luzula lenkte ihren Blick zurück zu einer älteren Dunkeleisenzwergin, welche ihre Finger wieder der Freiheit übergab und noch freundlich lächelte. Es wirkte aufrichtig, ein seltenes Gut in diesen Gefilden, aber zuviel wollte die Pyromantin in diese Mimik nicht hineinlesen. Ehrlichkeit hatte im Schwarzfels unter dem Imperator nicht unbedingt das Überleben gesichert und diese Frau vor ihr hatte sicherlich ein Jahrhundert mehr auf dem Buckel als die Zauberin. „Nicht die erhofften Ergebnisse, aber vorzeigbar. Die Expedition ist ein Erfolg in meinen Augen. Wer weiß, was diese Spende an die Akademie von Algeth’ar noch in Zukunft für uns bringen wird. Das wird sich noch zeigen.“
„Danke für Eure Worte, Meisterin Dunkelflamme. Ich bin zuversichtlich, dass Diplomat Weißglut damit eine gute Entscheidung getroffen hat. Das Relikt hatte nun ohnehin keinen größeren Nutzen oder Zweck mehr. Nur noch ein Artefakt einer alten, längst vergangenen Zeit…“, erwiderte Luzula mit einem sanften Lächeln ihrerseits und neigte höflich das Haupt. „Wo wir von ihm sprechen, entschuldigt mich bitte einen Moment. Ich wollte mich noch persönlich bei ihm bedanken.“
„Selbstredend, Hüterin Schwarzgrund.“ Die alte Dunkeleisenzwergin wandte sich von ihr ab und suchte sich ein anderes Gespräch. Der beschauliche Raum war doch recht gut gefüllt. Viele Stimmen mischten sich zu einem unverständlichen Kauderwelsch, in welchem immer wieder mal Krüge oder Becher klackend angestoßen wurden. Eine Feierlichkeit war es bei Weitem nicht, aber ihre Rückkehr von der Dracheninsel wurde als Anlass genommen sich selbst ein wenig auf die Schulter zu klopfen – obwohl keiner dieser Narren einen Handschlag gemacht hatte. Die hagere Zauberin drehte sich fort und schlich in pirschenden Schritten langsam auf den Diplomaten zu. Der weißhaarige Mann stierte ihr entgegen. Aus seinem Bart knisterten Funken durch seinen schwelenden Zorn, den er Stück um Stück herunterwürgte, je näher ihre Füße sie zu ihm trugen. Seine lodernden Augen musterten Luzula von Kopf bis Fuß. Die Pyromantin hatte sich in Schale geworfen. Ihre Gewandung aus weiß-gebleichter Schurwolle wurde mit altgoldenen Besatzbändern veredelt, Kernhundleder und schwarzer Samt gaben der Robe Struktur und Form an den Schultern. Geschmiedete Rüstungsteile hingen wiederum an den breiten Waffengürtel zu den Seiten ihrer Hüfte herab und verliehen dem Ornat eine kriegerische Note. Luzula trug nicht ihre Pyromantentracht, um Freunde zu gewinnen oder auch nur an den Hauch von Bequemlichkeit zu denken, sondern zur Schlacht. Zwar mochte es kein traditionelles Kampffeld sein, wo sie sich wohler fühlte als auf dieser politischen Bühne, aber nicht weniger gefährlich. Diplomat Weißglut hatte seine Parallelen zum Relikt: Auch er war ein altes Artefakt einer irrelevant gewordenen Zeit.

„Ihr steht selten im Abseits, Meister Weißglut. Bekümmert Euch etwas?“, horchte Luzula mit einem freundlichen Lächeln in der fahlen Miene nach. Die magere Dunkeleisenzwergin prostete ihm dezent mit ihrem eigenen Becher zu. Die Geste wurde von ihm sachte erwidert, bevor er im förmlichen Tonfall zur Antwort ansetzte: „Mitnichten. Eure kurze Ansprache vorhin hat mich lediglich zutiefst berührt. Ihr könnt Euch meine Überraschung vorstellen, dass Ihr von meiner großzügigen Spende an die Forscherliga wusstet und vor aller Ohren und Augen verkündet habt.“
Die Zauberin schmunzelte den alten Zwerg sanftmütig an. Unschuldig wie ein Lamm, aber sie verstand, was er ihr eigentlich an den Kopf warf. Bedächtig wurde ihr Nicken, ehe sie ihm leiser zusprach: „Meister Weißglut, Ihr seid stets so bescheiden. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, wenn ich Euch damit etwa in Verlegenheit gebracht habe. Es war lediglich meine Absicht nicht zu vergessen, dass es sich um unseren Sieg handelte.“ Manche Leute behaupteten, die Feder wäre mächtiger als das Schwert. Der Wahrheitsgehalt dieser Metapher war im besten Falle fragwürdig, aber ein falsches Wort in diesem Raum und es könnte ein Schwert im Rücken zur Folge haben. Ihre Mundwinkel blieben ungebrochen erhoben, als ihre glimmenden Augen kurz über die anderen Anwesenden huschten, die sich in ihre eigenen Gespräche vertieft hatten. Niemand schenkte Weißglut und ihr in diesem Moment direkt Aufmerksamkeit, sodass die Zauberin mit weicher Stimme und zunehmend leiser ihr Haupt zum Zwerg neigte und in aller Ruhe weitersprach: „Stellt Euch erst meine Überraschung vor, als uns auf der Expedition ein Schattenwirker nachstellte und wir denselben Auftraggeber teilten. Das hat mich auch – wie waren Eure treffenden Worte eben? – zutiefst berührt. Womit habe ich soviel Aufmerksamkeit von Euch verdient, Meister Weißglut?“ Sie brauchte nicht viel, aber sie brauchte etwas. Nur eine Reaktion. Eine winzige Bestätigung. Die Pyromantin fixierte den Mann zu ihrer Seite, beobachtete genau, wie sich seine Stirn in Falten legte und für Bruchteil einer Schrecksekunde seine Miene überrumpelt wurde. Verwunderung loderte in seinen Augen, eine Spur Angst und dann verzerrte das mit Abstand süffisanteste Grinsen, welches Luzula je erblicken durfte, das faltige Gesicht des Politikers. „Schön zu sehen, dass sich Euer kruder Humor nicht geändert hat, Hüterin Schwarzgrund. Ihr solltet aber vorsichtig sein, so etwas nicht zu laut zu sagen. Nicht, dass das jemand missversteht und Ihr in Erklärungsnot kämt. Solche Aussagen benötigen Beweise… oder eine hochpeinliche Entschuldigung, die aber Euer Ansehen dann auch nicht mehr retten könnte.“
Und hätte Luzula Beweise, wäre er längst aus der Botschaft geführt worden. Weißglut war das klar, ihr ebenfalls. Die magere Zauberin verlor jedoch ihr Lächeln nicht. Es war die Bestätigung, welche sie gesucht und nun gefunden hatte. Aus der Vermutung und dem Verdacht, welcher wie ein eisiger Klumpen im Magen gelegen hatte, nahm sie Gewissheit heraus. Der stille Wunsch, ihm das Grinsen mit brennendem Zorn aus dem Gesicht zu wischen, begann hingegen in ihrer Kehle zu kochen und in den Fingern zu kribbeln.
„Was meint Ihr, warum ich flüstere, Meister Weißglut?“, erwiderte Luzula dann im vertraulichen, gedämpften Tonfall, während sie sich abermals dezent zu ihm vorbeugte und den bohrenden Blick auf den Diplomaten lenkte. „Nicht jeder hier teilt Euren Scharfsinn, Humor von einer Drohung oder Anschuldigung zu unterscheiden. Geschweige denn… Eure Großzügigkeit. Es ist Euch doch recht, wenn ich auch beim Bürgerrat berichte, was mit dem Relikt geschehen wird, um wieder auf das Wesentliche zurückzukommen?“
Ihre brodelnde Wut wurde durch das Weiten seiner Nasenflügel und tiefe, missmutigere Brummen auflockert. Sie stocherte also in einer empfindlichen Stelle herum, die ihm merklich weh tat? Gut. Sie hoffte inbrünstig, dass ihn diese Sache noch tagelang die Laune versauern würde. Mit gezwungener Mühe setzte der Diplomat wieder ein Lächeln auf: „Natürlich, nur lasst dort meinen Namen weg. Der Fokus sollte auf der Geschichte und der Rückkehr des Relikts zu seinem angestammten Platz liegen. Ihr wisst, Bescheidenheit ist eine Tugend.“
„Aye, Ihr habt recht. Jenes ist bedeutsam wichtiger als persönliche Bereicherung. Ich wünsche noch einen guten Abend, Meister Weißglut…“ Luzula neigte respektvoll das Haupt und begradigte ihre Haltung, bevor sie sich abwandte und stolz fortschritt. Ihren Becher stellte sie im Vorbeigehen auf einem Tisch ab, ohne je vom Getränk genippt zu haben. Ob Bescheidenheit tatsächlich eine Tugend war, mochte die Pyromantin bezweifeln. Geduld hingegen war eine und auch wenn die Geschichte der Expedition abgeschlossen war, blieben manche Kapitel noch offen und würden früher oder später in einem weiteren Band eine Fortsetzung suchen…

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Schrecken verlieren mit der Zeit ihre Größe, doch verschwinden sie nie.

Genau jener Gedankengang durchquerte Mjornas Kopf, als sie nachdenklich den Fokus des rotglühenden Augenlichts schweifen ließ. Sie erinnerte sich an den Moment, in dem sie beschlossen hatte, den Vulkan zu verlassen. Wie sie ihre kläglich wenigen Sachen gepackt hat, welche an ihrem Leib und in einer kleinen Tasche bereits alles waren. Wie sie einen letzten Blick auf ihre Heimat geworfen hat. Wie sie sich geschworen hatte, nie wieder zurückzukehren.

Es hatte durchaus einen Grund, dass sie den Schwarzfels vor vielen Jahren verlassen hatte, so viel steht fest. Nun in der Ruhe, in der die restlichen Mitglieder der kleinen Reisegruppe am nächtigen waren, tat Mjorna zwar so, dass sie ebenfalls längst Ruhe gefunden hat und sich nach der langen und beschwerlichen Wanderung wohlverdient Schlaf gönnt, doch war dem nicht so. Die angehende Pyromantin atmet tief durch und kaut dezent an ihren Lippen umher. Sie war damals noch so jung gewesen, als alles schief gelaufen war. Der Gedanken geschuldet nahm der Herzschlag an Geschwindigkeit zu, der Atem wurde dezent schwerer, wobei es für die Anderen lediglich wie ein tieferer Schlaf klingen dürfte. Vorsichtig führt die Dunkle ihre Hand in ihre Umhängetasche, umschließt etwas Unbestimmtes und atmet noch einmal kräftig durch, in dem Versuch wieder Herrin über die Spirale zu werden, welche ihre Gedankenwelt herbeigeführt hatten und wie ein Strudel sie, wie auch ihre Laune, herab rissen.

Sie zog einen kleinen Gegenstand aus ihrer Tasche hervor. Es war eine simple Lederkette, der Anhänger ist nicht zu sehen in der geballten Faust fest verschlossen. Genau an jenem Ort beginnen die Gedanken, zurück zu wandern, zurück zu ihren Eltern. Mächtige Pyromanten, Personen, die wussten, wie man das Feuer beherrscht und respektiert, wie man es als Waffe und als Werkzeug nutzt, wie man es zum Leben erweckt und zum Schweigen bringt. Ihre Mutter erzählte ihr auch von der Geschichte ihres Volkes, von den Zeiten des Ruhms, jedoch auch des Leids, von unendlich vielen den Feinden des Clans, von den Geheimnissen und den Gefahren des Vulkans. In der Zeit außerhalb des Schwarzfelses konnte sie einige Dinge erfahren, manche Dinge bestätigten sich, viele andere Aussagen waren jedoch nicht mit ihren selbst gewonnenen Erfahrungen zu bestätigen.

Sie hat sie damals bewundert und geliebt, mehr als alles andere auf der Welt. Sie hat ihnen nachgeeifert und ihnen alles Recht machen wollen. Sie hatte gehofft, eines Tages ihre Nachfolgerin zu werden und somit ihr Erbe fortzuführen. Doch das ist nicht mehr so. Zeiten haben sich verändert, Erlerntes und Erfahrungen haben ihren Weg anders geformt, als sie damals dachte, als sie diesen Ort - den Schwarzfels - damals den Rücken gekehrt hatte.

Heute ist sie ihr eigenen Glückes Schmiedin, heute ist sie selbst die Person, die weiß, wie man das Feuer beherrscht und als Waffe, wie auch als Werkzeug nutzt. Sie selbst war es, die sich um eine für sie passende Lehrmeisterin, wie auch einen Orden voller Verbündeter, bemüht hat. Sie selbst hatte ihre Zukunft in ihren Händen und musste in keine Fußstapfen treten, heute setzt sie ihre eigene. So auch hier auf dieser Reise. Sie war hier, um ihre Lehre voranzutreiben, einen der letzten Zauber zu lernen, der sie noch von ihrer Endprüfung abhält… Und genau hier, inmitten des Schwarzfelses, spürt sie erstmals ein wohltuendes Gefühl in ihrem Körper aufkommen, eine Wärme, die sie erfüllt und ihr Ruhe spendet, und sie erstmals ruhig in den Schlaf führt an diesem Ort.

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Hitze, nur Hitze.

Das spürt man, wenn man die Landschaften der Dunkeleisenzwerge besucht. So war es auch hier inmitten der brennenden Steppe, wobei der Name fast schon gnädig gewählt war. Es war glühend, brodelnd und entsetzlich heiß, strahlten die Magmaströme aus dem Vulkan ausgehend pure Hitze aus, die in der Ferne die Landschaft bereits flirrend erscheinen lassen. Wie es war, die Umgebung rund um den Schwarzfels mit den eigenen Sinnen wahrzunehmen? Eine Zumutung. Unerträglich. Atmen war schwer, jeder Atemzug war furchtbar trocken und fühlte sich ungut an, eher so, als würde einem die trockene Luft im Hals stecken bleiben. Lebenswidrig scheint es hier nur durchzureisen, schlimmer als diese Landschaft waren wohl nur die Landschaften der Feuerelementare selbst.

Dennoch wurden sie hier geboren, zumindest einige Generationen der Dunkeleisenzwerge. Sie waren es, die diese Gegend ihre Heimat nannten. Sie sind es, die hier in einer Landschaft, die nicht nur aufgrund der Umstände schmerzhaft als Lebensort war, sondern sie dann noch mit gefährlichen Kreaturen teilen mussten, wie etwa Schwarzdrachen oder anderes Getier.

Die Dunkeleisenzwerge waren es auch, die die prachtvollsten Bauten inmitten des Vulkans geschlagen haben. Bauten, die monumental sind, Bauten, die über die Jahrzehnte, trotz diverser Kriege, hielten, geschuldet von einem meisterlichen Architekten. Es waren die Bauten, in denen sich die Schwarzdrachen, wie auch die Schwarzfelsorcs wie Ungeziefer eingenistet haben und für sich selbst nutzten. Es war eine gefährliche Landschaft, so auch draußen in den kargen Steppen, in denen gefühlt jedes Lebewesen gefährlicher war als das vorherige. Skorpide, Incendosaurier, Lavaspinnen, Glutworgs…

Genau hier war es, dass Mjorna schließlich in einem Zelt wieder ihre lodernden Augen öffnete. Inmitten der Weite der brennenden Steppe, in einem kleinen Lager mit unspektakulären Zelten und noch unspektakulären restlicher Ausstattung. Der neue Zauber hatte ihr unfassbar viel Kraft gekostet und dennoch spürte sie die Euphorie und die Sturheit wieder einmal in sich aufkommen. Sie wollte den Zauber wieder üben, sie wollte sich wieder verbessern, um ihn auch in realen Einsätzen einsetzen zu können und letztendlich sich für den letzten Zauber zu qualifizieren, der sie vor ihrer Endprüfung zur Pyromantin abhält - der Meteor. Mittlerweile waren es etwa zehn Jahre Lehre. Viele Jahre, viele Stunden und viel Zeit, die vergangen ist. Mjorna sah viele andere Lehrlinge kommen und gehen im Flammenhort in dieser Zeit, doch die meisten haben nach einiger Zeit einen anderen Pfad für sich gewählt, immerhin muss der Weg zum ausgelernten Pyromanten wahrlich gut bedacht sein, es ist ein schwerer und harter Weg und nichts, was man in kurzer Zeit “mal eben macht”. Es war komplette Hingabe, unermüdliche Übung und ebenfalls Schmerz. Man musste es wahrlich wollen, so viel steht fest - und das wollte sie. Heute, ‘kurz’ vor ihrem finalen Ziel umso mehr als noch vor kurzem. Nun hat sie ihr Ziel direkt vor sich, es wäre töricht nun einzuknicken und somit scheint es, dass neue Kraft die angehende Pyromantin erfüllt, welche sich auch seit über vier Jahren - seit ihrer zweiten Prüfung - als fertig ausgelernte Zauberin schimpfen darf… Doch das reichte ihr nicht. Sie wollte eine meisterliche Pyromantin sein, dazu musste sie die Lehre noch tiefer intensivieren und die gefährlichsten Zauber lernen, die es von ihrer Lehrmeisterin Luzula Schwarzgrund zu lernen gab.

Mjorna linst nach den anderen Zwergen im Lager, ehe sie sich wieder einmal aus dem Lager bewegt, in die unmittelbare Umgebung anliegend. Auf ihrer Schulter sitzt die Motte, deren Pelz seit dem Aufenthalt in den Gefilden der Dunkeleisenzwerge ebenfalls grau und matt erscheint, geschuldet des vielen Ascheregens und Staubs, welches stetig in der Vulkanlandschaft umherwirbelt. Stetig putzt das Insekt die Fühler, wie auch Facettenaugen mithilfe der bepelzten vorderen zwei Beine, ehe es wieder missmutig ein Zirpen ertönen lässt. Mjorna stellt sich an den nächsten Weg und lässt ihren Blick forschend über die Vulkanlandschaft schweifen, ehe sie etwas erblickt. Bewegung inmitten des staubigen Bodens, aufmerksam wurde sie darauf dank ihres Familiars, welcher ihr dies mitgeteilt hat - immerhin war eine Motte mit ihren Fühlern, vor allem noch durch das Arkane verstärkt, wesentlich empfindlicher mit ihren Sinnen, wo sich Gefahren aufhalten. Der Blick der Zauberin liegt dementsprechend auf einer ‘kleinen’ Gefahr. Ein etwa handgroßer Skorpid, ein Jungtier, bedenkt man wie groß die Elterntiere hier werden können, und krabbelt über den Boden.

Der lodernde Blick fixiert augenblicklich die kleine Kreatur und schon lässt Mjorna das Wirken geschehen. Es war ein schneller Zauber, keiner, der derart viel Zeit in Anspruch nimmt, wie beispielsweise Zauber wie der Pyroschlag. Mjorna zieht ihre Brauen zusammen, geht in eine stabile Haltung, schiebt somit einen Fuß weiter fern und beugt sich etwas mehr herab. Wütend wirkt nun ihr lodernder Blick, gar pikiert und so, als würden alle Probleme Azeroths einen Schuldigen haben, den Mjorna nun ausfindig gemacht hat - den nichtsahnenden Skorpid. Wütend starrt sie die kleine Kreatur an, zieht ihre Brauen fester zusammen und es wirkt, als würde der Blick Mjornas gar stärker lodern, als ohnehin schon. Mjorna spürt, wie sie ihre Hände noch locker zum Boden ausgerichtet hält, aber wie sie auf Knopfdruck ihre innere Gefühlswelt aufwirbelt und dies durch eigene Gedanken. Dinge, die in der Vergangenheit waren und aus denen sie für heute Kraft schöpft für verheerende Zauber. Sie konnte die Vergangenheit nicht ändern, was sie aber heute tun konnte, ist sich von ihr nicht beeinflussen zu lassen - oder nur auf Knopfdruck beeinflussen zu lassen, wenn man in eine gewisse Gefühlswelt wandern möchte und dies einen Nutzen hat - wie beispielsweise verheerende Zauber. Mjorna spürt wie ihr Blut regelrecht zum Kochen gebracht wird und die Macht beginnt um ihre Hände aufzuflirren. Das Arkane wurde geschöpft und machte sich bemerkbar, begann in ihren Händen zu flirren und zu wobbeln, wie auch zu zerren und zu stechen. Angestrengt schnaubt die Dunkle und hebt ihre Arme zur Brust empor, ballt ihre Fäuste schmerzhaft fest zusammen und beißt sich auf die Lippen. Der heraufbeschworene Hass, die Missgunst beginnt sich mit den Fäden des Leys zu verschmelzen, woraufhin schmerzlich ihre geschundenen Hände zu stechen beginnen, als würde man kleine Blitzschläge an ihnen fühlen.

Gewaltvoll presst Mjorna den Schmerz in den Zauber, presst ihn und formt ihn nach ihrem eigenen Willen, tut was getan werden muss. Fester werden die Hände geballt…immer fester… Das arkane Bündel sammelt sich an dem Gegner, haftet nun in seinem Körper. Nun gilt es den gepflanzten Samen zum explodieren zu bringen.

“Sei nicht mehr!”, ertönt schnaubend von der jungen Zauberin, ehe sie schwungvoll ihre Arme ausbreitet, gänzlich in die Länge, wie auch ihre Hände löst und ebenfalls ausstreckt.

Schon geschah es. Der in das nichtsahnende Geschöpf gepflanzte ‘Samenkorn’ aus arkanen wird durch den Funken zum lodern gebracht, noch scheint nichts verheerendes aber zu geschehen, leicht sieht man nur Flammen sich am Chitin Panzer laben, wobei diese nicht allzu gefährlich wirken - noch.

Doch dann knallt es. Die kleine nichtsahnende Kreatur, die verdutzt umherwuselte, in der Hoffnung, das Feuer selbst durch den Staub gelöscht zu bekommen, vergeht unfassbar schnell. Ihr Chitinpanzer knackt und der Zauber tut explodierend sein Übriges. Zumindest hatte der Zauber den Vorteil, dass das Ziel definitiv nicht lange leidet, so viel steht fest, denn da, wo gerade noch ein kleiner Skorpid war, sieht man nun die aufgeplatzten Überreste vor sich hin kokeln und bemerkt den unangenehmen Gestank, den es ausbreitet.

Erschöpft lässt Mjorna ihre Hände herab senken und keucht angestrengt, wobei ein sonderbar skurriles Lächeln sich auf ihr Gesicht stiehlt. Ihr war das Leid der kleinen Kreatur aktuell egal, es war notwendig, um den Zauber zu üben und… An Trainingsattrappen kann man eine lebendige Bombe, eben nicht lernen.

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Drei Stücke Stahl wurden umsichtig übereinandergelegt und von einer Schmiedezange fixiert, bevor der junge Dunkeleisenzwerg prüfend einen Blick zur Esse warf. Kohle, vermischt mit einem porösen Brennstoff, brannte in heller Flamme, als er sie mit dem Schürhaken kurz ärgerte. Die Glut erinnerte ihn an die Augen seiner Mutter – die Temperatur war also noch hoch genug, um fortzufahren. Sedrim hatte auch bei seiner Aushilfsarbeit gelernt, dass er nach Möglichkeit Holzkohle verwenden sollte. Steinkohle enthielt bedeutsam mehr Schwefel und das minderte die Qualität des Stahls. Das wollte der Junge bei diesem entstehenden Werkstück tunlichst vermeiden, andernfalls würde ihm der Schmiedemeister wohl die Zange über den Kopf ziehen. Das war jedoch zum aktuellen Zeitpunkt Sedrims geringste Sorge, während er die drei Stahlstücke im Griff der Zange noch kurz geistesabwesend musterte. In der Mitte befand sich ein heller, nickelhaltiger Stahl, außen zwei dunklere Stahlstücke. Noch waren es drei Einzelstücke, aber mit viel Mühe und Zeit ein vielschichtiger Damast. Mit einem leisen Seufzen hielt der Junge die Zange in die Esse und begann das Erhitzen. Das Metall durfte allerdings nicht schmelzen. Das war die Herausforderung beim ersten Zusammenschweißen. Während Sedrim das Metall im Auge behielt, wanderten seine Gedanken weiter. Eigentlich schmiedete er gerne. Es erlaubte ihm den Kopf auszuschalten und sich nur auf das Schlagen und Hämmern zu konzentrieren, was seine volle Aufmerksamkeit einforderte, um keine Fehler zu machen. Der Zeitpunkt war jedoch noch nicht gekommen. Momentan war er dazu verdammt auf die Glut zu starren und das Erhitzen des Metalls zu kontrollieren. Alleingelassen mit der Fülle im Schädel, der ihm brummte und ein Gefühl der Benommenheit erzeugte. In welchem Werkprozess sich wohl seine Waffenbrüder und er nun befanden? Wie diese drei Stahlstücke wollten auch sie eine Einheit sein, verschmolzen durch ihr Zusammenleben, die gemeinsame Ausbildung, das geteilte Ziel: zu Paladinen werden.

Die Lehre und der Weg dorthin waren wie jeder Hammerschlag auf den Stahl, mit welchem Sedrim nun kräftig die drei Metallstücke auf dem Amboss verschweißte. Das Metall glühte vor Hitze, graue Späne platzte hauchdünn von der äußeren Schicht ab, wenn der Hammer herabsauste und Druck ausübte. Jeder Fehler wäre für immer in den Damast gebannt. Jede Welle war am Ende sichtbar, aber dennoch war das Ergebnis eine harte Klinge, außer sie zerbrach nach dem ersten Härten. Sedrim schluckte klamm und brachte den Stahl zurück an die Glut, um ihn zurück auf Temperatur zu bringen. Er durfte nicht zu weit abkühlen. Die Prüfung, die nun hinter dem jungen Zwerg und seinen Brüdern lag, fühlte sich wie das erste Härten an. Der schon mehrfach geschichtete Stahl wurde im Ofen soweit erhitzt, dass sich das Gefüge wandelte. Dann schreckte man es im Wasser sofort ab. Wen würde das nicht unter große Spannung setzen? Das machte ein Werkstück wie ein Messer ausgesprochen hart, aber auch wahnsinnig zerbrechlich. Ein Sturz auf den Boden und es würde in alle Himmelsrichtungen zerspringen, als wäre es Glas. Das war der Kern von Sedrims Sorge. Waren seine Brüder und er schon an diesem kritischen Punkt angekommen? Ein kalter Kloß legte sich in den Magen des Jugendlichen, der gedankenverloren den Stahl in der Glut mit Hilfe der Zange wendete. Ein Messer legte man nach diesem Prozess zurück in die Hitze, damit nur die Härte blieb. Was tat man mit Knappen? Was sollte er tun?
„Sedrim, fängst du auch heute noch mit dem Schmieden an?“ Die brummelnde Stimme des Schmiedemeisters ließ den Burschen aufschrecken.
„Äh, ja!“ Das glühende Metallstück wurde aus der Glut geholt und vorsichtig über den Amboss gelegt. Endlich begann die Arbeit, wo er den Kopf ausschalten konnte, und die Gedanken verdrängen musste! Eine flache Stange musste ausgeschmiedet werden und das kostete Kraft. Viel Kraft! Viel Zeit. Ob die Ordensmitglieder gute Ratschläge hatten? Der Junge lupfte die buschigen Brauen. Der Hammer wurde unerlässlich angehoben und bonkte mit Schwung zurück auf das Metall. Nicht denken, arbeiten! Fragen stellen konnte er später. Auch an sich. Und die anderen!

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Hallo und liebe Grüße,

Ich habe ein paar Fragen bezüglich der magischen Ausbildung bei euch.

Feuergebunden ist klar, aber bezieht sich das ausschließlich auf Magier oder auch auf Schamanen und Hexer?

Wie steht es mit Priester als Klasse bei euch?

Grüße Dasha!

Die Ausbildung im Flammenhort bezieht sich bislang ausschließlich auf den Magier/Zauberer zum Pyromanten. Schamanen sind allgemeinhin IC im Flammenhort durch die Ordenshüterin Luzula nicht gestattet.
Ansonsten ist es sehr charakterabhängig und ergibt sich aus dem Rollenspiel heraus, sodass ich keine all zu weiteren verallgemeinerten Aussagen treffen kann. Priester wären eine Möglichkeit im Orden, aber nicht zur Ausbildung. :slight_smile:

Ich hoffe, das deckt deine Fragen ab! Falls weitere Unklarheiten bestehen, melde dich gerne zurück.

Liebe Grüße
Luzula

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Die Krone der Harmonie


Unwirklich.

Wahrlich unwirklich wirkt alles hier. Pflanzen wuchsen in der Luft, ohne Kontakt zum Boden zu haben. Sonderlich wirkte das Himmelszelt wie in einem grünen Schimmer getunkt… Tiere, die sie noch nie gesehen hat, wandern in der dicht bewachsenen Landschaft und tragen gar Laub auf ihrem Körper. Die gesamte Natur rund um den Amirdrassil zeigt eindeutig, dass hier kein übliches Wachstum für diese Landschaft verantwortlich ist. Es handelt sich hier um eine Landschaft, die geradewegs vom smaragdgrünen Traum selbst geformt wurde. Nachdenklich wandert der flammende Blick umher, welcher überhaupt nicht in die Landschaft passt. Sie war fehl am Platz. Gänzlich fehl am Platz. Sie war eine Dunkeleisen - eine der Zwergen, die durch die Flammen selbst verändert wurden und lodernde Augen ihr Eigen nennen. Ihre Haare glimmten, als würden sie glühen. Ihre Haut war wie Asche. Doch reicht nicht nur das feurige Blut in ihren Adern, nein, zusätzlich dazu befand sie sich freiwillig auf der Endetappe ihrer Ausbildung zum Pyromanten - einem Zauberer, der meisterlich Flammen formt und seine Gegner elendig verbrennen lässt. Feuer war effektiv. Unzählige Male verendeten bereits Widersacher ihres Ordens und ihrer Freunde durch genau jene herbeigerufenen züngelnden Flammen und an so vielen lodernden Zaubern und unzählige Male wird sie dies wiederholen. Sie war somit wahrlich fehl am Platz hier…

Zahlreiche Kaldorei und Helden von ganz Azeroth kämpften um genau diesen Baum, gaben ihr Leben gegen einen monumentalen Drachen, der alles in Feuer tränken wollte. Flammen. Verderbnis und Unheil. Obwohl dies der Fall war, wurde sie als Dunkeleisen während dieser Erkundung des neuen Weltenbaumes dennoch respektvoll von den Einheimischen behandelt und geradewegs mit offenen Armen aufgenommen. Langsam schweift der Blick umher, während sie auf einer massiven Wurzel sitzt. Rasch bewegt die Dunkle ihre Hand zu ihrem Notizbuch und weitere Notizen wurden verfasst, wobei ihr Blick auf ihre klägliche Zeichnung einer der leuchtenden Blumen fällt. Ihre Faszination für die Flora war tief mit ihrer Vergangenheit verknüpft, sie kannte immerhin jahrzehntelang nichts als Asche, Staub, Flammen, Lava und Stein. So wurde sie bei der Aufnahme der Dunkeleisen in die Allianz regelrecht mit einer Welt konfrontiert, die sie früher nur aus Büchern kannte und wahrlich bewunderte. Es war damals schwer, sich etwas in dieser Form vorzustellen, doch Zeiten ändern sich und so sitzt sie nun hier - als Verbündete und Bewunderin einer unwirklichen und unfassbar dicht bewachsenen Landschaft. Mit eigenen Augen durfte sie Dinge sehen, von denen sie damals nur hören oder lesen würde. Ein mildes Lächeln stiehlt sich auf ihr Gesicht und ein Seufzen ertönt aus ihrer Kehle, ehe eine weitere Notiz ihren Weg auf das Pergament findet und die Dunkle noch einige lange Momente an diesem Plätzchen verweilt.

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