[A-RP] Gerüchte in Sturmwind

Ein augenscheinlich junger, gewöhnlicher Bursche, der des Mannes Stand noch offensichtlich nicht würdig war, soll seine dürre Gestalt letzte Nacht schweigsam wie ein Gespenst durch die Straßen Sturmwinds bewegt haben und den Leuten wortkarg samt ausdruckslos blasser Miene schlicht erscheinende Handzettel überreicht haben. Am frühen Morgen und den Tag darauf waren hier und da, zumeist vor den wichtigen Gebäuden, Tavernen und sogar der Wachstuben der Hauptstadt einige jener Zettel zu finden, die in fein verschnörkelter Schrift eine magische Privatakademie im tieferen Elwynn bewarben, die offensichtlich so ziemlich jeden und alles aufnahm, so lange sich die Person daraufhin treu in Stillschweigen über das hüllte, was dort in den Hallen vor sich ging.

Zwei Jünglinge, einer kupfern rotschöpfig, einer blond wie das westfällische Weizen, betrachteten die Handzettel im Sturmwinder Parkgelände, nachdem sie dem brünetten Jüngling schleppender Schritte mit hochgezogenen Brauen nachsahen.

Rotschopf: „Kann der auch richtig sprechen? Der war doch recht komisch und nicht gerade der Hellste, was?“

Weizenschopf: „Ob der einmal zu oft in ein Schaf verwandelt wurde, was meinste? Hier steht irgendwas von ‚Zauberschule Saphirauge‘ und unkon… unkonventioneller Zauberschul~“

Der blonde Jüngling warf darauf sogleich den Handzettel zu Boden und versuchte selbiges auch mit dem Zettel des Rotschopfs zu tun.

Rotschopf: „Heh, lass doch mal! Ich bin da noch nicht durch, mit Lesen! Die bieten wohl spezielle Förderung und alle Mittel sollen übernommen werden!“

Weizenschopf: „Bist du noch ganz dicht?! Wir studieren unter dem Banner seiner Majestät, unter der Aufsicht der Königlichen Akademie die Arkanen Künste! Wir können uns mit keinen möglichen Schwarzmagierin, oder was auch immer die mit ‚unkonventioneller Zauberschulen‘ meinen, sehen lassen! Komm jetzt und wirf das weg!“

Der Rotschopf nickte nur rasch und doch verschwand sein Handzettel schnell zerknüllt in einer der Seitentaschen seiner blau-golden bestickten Novizenrobe. Schließlich versprachen sie zudem noch Macht jenseits beschränkter Grenzen…

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Als die Dämmerung eintrat, bewegte sich die fast schon pygmäenhaft kleine Gestalt einer alten Vettel allmählich empor, bis eben noch in einer dunklen Nische, einer ebenso schmutzigen Seitengasse der heruntergekommenen Altstadt liegend. Wortlos keuchend schloss sie das milchige Trüb ihrer augenscheinlich erblindeten Seelenspiegel und ließ die knöchernen Glieder knacken, ehe sie sich buckelig auf einem einfach Gehstock weit vorgebeugt aufhievte. Des Tags hatten ihr wohl einige Leute mitleidig ihrer schlafenden Erscheinung auf den Straßen Sturmwinds einige Kupfermünzen, gar einen Silberling, vor die kauernde Erscheinung geworfen. Achtlos, völlig desinteressiert ließ sie das Kleingeld dort liegen und greifte sich den Stapel dicken Papiers mit den zitternd langen Fingergliedern. „Ksheeh shhissh. Ich habe verstanden…“, zischelte es halblaut krächzend aus ihrer faltigen Kehle hervor, als sie sich wieder daran machte die Flugblätter, die eine magische Privatakademie im tieferen Elwynn gelegen bewarben, unters Volk zu bringen. Vom dürren Jüngling jedoch, der bis vor kurzem noch selbiger Aufgabe sehr wortkarg und seltsam unangenehm riechend nachkam, fehlte mittlerweile jede Spur…

Einige Tage zuvor vor der Kathedrale Sturmwinds

Die mittägliche Sonne blendete die verheulten, graublauen Augen des jungen Fräuleins in weißer Robe, als sie sich schluchzend das rotbraune Haar raufte. Was hatte sie da eben nur in einem Seitenraum der Behandlungszimmer der Kapelle mit ansehen müssen? Wer konnte nur so widerlich sein und… Ihre rasenden Gedanken, die ihre ansetzende Migräne nur günstig beförderten, wurden abrupt abgebrochen, als die Hand einer älteren Frau sich sanft drückend auf ihre Schulter bettete.

Junge Adeptin: „Schwester Thoriel, konnten wir ihn nicht retten?!“

Schwester Thoriel: „Beruhige dich, Kind. Es gab dort niemanden, der gerettet werden konnte. Der Paladin hat es mir versichert. Es war bloß ein Trugbild. Nichts, was hätte uns schädigen können, und nichts, dem hätte geholfen werden können.“

Junge Adeptin: "Doch wer tut so etwas nur, nur um… haben die denn keine Scham?!"

Die ältere Ordensschwester tätschelte noch knapp die Schulter der jungen Adeptin, ehe sie das Flugblatt mit der anderen Hand besah und eindrücklich nickte.

Schwester Thoriel: „Dies, mein Kind, lässt sich nun leicht herausfinden. Vielleicht statte ich ihnen gar selbst einen Besuch ab, diesen sogenannten Meistern, der Zauberschule Saphirauge…“

Letzteres kam über die dünnen Lippen der älteren Frau fast schon ein wenig zu interessiert gesprochen, als sie wieder die Stufen wortlos zur Kathedrale empor wanderte, begleitet vom schockierten Nachblicken der jungen Adeptin des heiligen Lichts. Was war denn hier nur wieder los?!

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Zu später Abendstunde in einer Taverne im Zwergenviertel, unweit der Schmiede, unterhielten sich an einem Tisch grölend und besoffen mehrere Schmiedemänner.

„Sacht mal. Was war denn heute mit Harry los?!“ - „Was weeß ich’n, ich hatte zu tun. Aber der schicke Rollkragenpullover ist mir aufgefallen! Steht euch Menschen fast wie’n Kleid.“ Lachte der Zwerg, sodass die Spucke über den Tisch flog.

„Halt dein Rand Brwor, ich meins ernst! Der war komisch. Hat nur stumm dagesessen. Irgendwas von einem Nebel und grauen Augen hat er gemurmelt.“

Der Zwerg haute mit seiner großen schweren Faust auf den Tisch. „Wo is’n der eigentlich?! Ist doch sonst immer hier! Naja, wenn’de dir sorgen um ihn machst. Schenk’n doch n paar Blumen!! Paaah!“ da sprang der Mensch dem Zwerg auch schon über den Tisch und zimmerte ihn eine Faust ins Gesicht.

Die verließen dann nach einer ordentlichen Prügelei, wie Brüder die Taverne.

Einige Zeit ist vergangen und die Reparatur sowie der Umbau vom Handelshaus Evermore sind vollbracht!
Noch prunk- und prachtvoller erscheint es im neuen Glanz und ist bereit für einen Neuanfang! Es heißt sogar, dass die Geschäftsfrau einige Änderungen bezüglich ihrer Geschäfte plant und eine ausgefallene Eröffnungsfeier plant!
Man darf gespannt sein, was einen erwartet… doch wenn man vom äußerlichen Ausgeht, wird man wohl kaum enttäuscht werden!

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Des Nachts konnte man einen einfachen Menschen durch die Stadt wandern sehen…in erster Linie nichts auffälliges, auch wenn die Stunde fragwürdig sein mochte. Doch was auffällt, ist, dass dieser Mensch wohl an so manchen Stellen kleine Kästchen platziert hatte. Meist an Stellen, die nicht gleich einsehbar waren.
Als er mehrere dieser Kästchen verstaut hatte, hing der Mann einen Aushang an das Anschlagsbrett im Handelsviertel, ehe er sich auf den Weg nach Hause machte, um etwas Schlaf nach der durchgemachten Nacht zu finden.

Kaum war die Evermore wieder in Sturmwind und das Handelshaus wieder wie neu, war die selbsternannte Investorin wieder weg.
Doch das Handelshaus blieb nicht leer stehen, sondern wurde regelmäßig von einer streng wirkenden jungen Frau betreten. Gibt die Evermore etwa ihr Handelshaus weiter? Wer weiß, wer weiß…

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Zur Mittagsstunde dieses Januartags ist mal wieder ein durchgeplantes Treiben am Verlies zu beobachten gewesen. Ein Mann, der nur kurze Zeit vorher dort eingetroffen war, wird, nur in Hemd, Hose und Stiefeln, zum hölzernen Pranger neben der Haftanstalt geführt. Unter seinem eher minderwertigen Hemd schauen noch Streifen eines geröteten Verbandes hervor, ehe der schwarzhaarige Mann mit leichter Gewalt in den Pranger gezwungen wird. Dieser wird geschlossen, der Mann am Boden und am Holz befestigt. Zähneknirschend gleitet der Blick zur rechten Hand, dessen Glieder unnatürlich abstehen und verrenkt sind. Auch diese Hand ist in Bandagen gebunden, wenngleich jene nicht vom Blut gerötet sind. Ein Schild wird neben dem Schauspiel platziert.

RICK RUTHERLAND

  • Schwerer Raubüberfall unter besonderer Heimtücke
  • Körperverletzung
  • Nötigung
  • Majestätsbeleidigung

Schließlich verbringt der geschundene Leib des Mannes dort in Bewachung vier Stunden bei Wind und Wetter, wobei er Spott und Häme sowie auch dem Unrat der Passanten ausgesetzt ist. Erst zur vierten Nachmittagsstunde wird der Mann losgebunden und, so verdreckt er mit Blut und Unrat ist, nach Hause gehen gelassen.

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In der Nacht hallte ein wütender Schrei durch die Altstadt, der wohl die ein oder andere Person aufschrecken konnte. Etwas später, könnte man Wachsoldaten an den Kanälen gesehen haben, wie sie jemanden abgeführt haben. Wohl wieder einer dieser betrunkenen Personen. Doch im laternenschein sah man, dass diese Person violette lange Haare hatte. Vielleicht hat es das Langohr nach all den Jahren übertrieben.

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Gerüchten zufolge, hat ein ziemlich mies gelaunter Worgen im Zwergendisktrikt ein kleines Häuschen gekauft.
Anderen Gerüchten zufolge, sollen seitdem umfangreiche Umbauarbeiten Tagsüber durch die Strassen zu hören sein. Laut den Waschweibern der Stadt soll sich der Schmied der Stahlkrähen selbstständig gemacht haben, Monate nachdem seine alte Schmiede in die Luft gejagt wurde.

Am frühen Morgen im Januar wurde ein Amboss angeliefert, in dessen Sockel eine Messingplatte abgebracht wurde, auf jener neugierige Augen einen Namen entziffern konnten.

„Eliza“

Vielleicht der Name des Besitzers? Aber war der Schmied nicht ein Kerl? Ganz bestimmt! Und laut den Waschweibern noch ein äusserst gutaussehender!

Das mit dem Namen hatte sicher seine Gründe, aber wer würde schon seinen Amboss „Eliza“ nennen, das ist doch lächerlich.

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„Ein Amboss mit Namen Eliza?“

„Ja. Seltsam nicht?“

„Erinnert mich an den Typen, der ein Bild seiner Ex-Frau als Zielscheibe für seine Wurfbeil-Übungen genommen hatte…“

„Jetzt, wo du es sagst…“

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Gerücht aus Cordberg

Fast ein Jahr da ist es her,
da zog nach Cordberg ein Heer.
Von Januar bis Februar,
rückte der Feind sehr nah.
Doch anders als so mancher denkt,
bekam der Feind nichts geschenkt.

Ein Heer, das zog von Sturmwind aus,
um zu retten das alte Adelshaus.
Nun blicken manche gar zurück,
und denken an das vergangne Glück.
Gerettet war doch bloß das Lehen,
viele verloren dort ihr Leben.

Heute, ein Jahr später doch,
entwickelt sich etwas in diesem Loch.
An Regen und an Leichen reich,
die Zeit vergeht und später gleich,
ist nun der Aufbau wieder im Gang,
es arbeitet fast jeder Mann.

Blickt man heute an diesen Ort,
war man wohl schon länger fort.
Denn heute geht es gut voran,
die Hilfen kamen wohl an.
Die Wälder wurden gut gepflegt,
die Tiere ebenfalls gehegt.

Und bevor man sich versah,
errichtete im Norden ebenda,
ein Vasall des Grafen sein Lehen.
Es ward ihm zum Geschenk gegeben,
zum Danke für die treuen Taten.

Doch standen auch Soldaten,
weniger als wohl zuvor,
im Vierten Krieg am Hafentor.
Wo Schiffe unter Freundschaft Banner,
bringen Waren in die Kontorkammer.

So füllt sich Lager,
nährt sich Lehen,
spricht sich Sager,
lässt sich sehen.
Doch dauert noch etwas an,
bis diese Arbeit ganz getan.
Man mag so manche Stimme hören,
auf die tut so mancher schwören.

Gesagt ist’s auf der Straße,
es dauert noch dank Maße.
Hat man nicht unendlich Geld,
denn nötig ist kein großer Held.
Vielmehr ist Handel das Gebot,
das bringt Cordberg aus dieser Not.

Dafür ist noch ein Schritt notwendig,
aus den Minen zu holen,
denn sie sind zuständig,
das Silber, bevor es wird gestohlen.
Denn sei dieser Schritt getan,
wird im Sommer fangen der Handel an.

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Die Tage wurde der Pandare Yao mit einigen Flyern unter dem Arm in der Stadt gesehen, welche er an einigen Orten aufgehängt hatte. Summend und froh gelaunt wie immer tapst der Lokalbesitzer durch die Stadt und verteilt ebenso einige der Flyer an Passanten und Bürger, allesamt bedruckt mit einem Stellenangebot für das Lokal. Auch am Lokal wurden solche Flyer ausgehängt, ob sie jemand sieht wird die Zukunft zeigen, es scheint jedoch so als würde die Liegende Wolkenschlange bald wieder öffnen und neues Personal benötigen

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Seit geraumer Zeit konnte man vor und in dem von den Unruhen durch das Aufkommen der Untoten in Sturmwind in Mitleidenschaft gezogenen Skriptorium beobachten, wie ein Bursche und ein hochgewachsener Mann, beide von menschlichen Geschlechtes, die entstandenen Schäden und die vorherrschende Unordnung im Inneren wie Äußeren beseitigten. Doch blieb die Türe weiterhin verschlossen und die Anschlagtafel vor dem Gebäude leer. Bis vor kurzem zumindest, denn hört man nun jedoch, ist des eines Abends das verwaiste Brett erneut mit Papier geschmückt worden.

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Am Morgen unterhalten sich zwei Waschweiber.

„Hast du gehört, letzte Nacht soll eine Dame betrunken in den Kanal gefallen sein!“

„In den Kanal? Du meine Güte, geht es ihr gut?“

„Körperlich ja, doch mental soll sie das wohl ziemlich mitgenommen haben… zu mindestens heulte sie zwei geschlagene Stunden die Wachen voll, die sie dort raus gezogen haben. Irgendwas mit ihren Haaren oder sowas…“

„Das arme Ding…“

„Agate… du bist viel zu mitfühlend! Die kann froh sein, dass die Kanalbestie sie nicht vor den Wachen gefunden hat!“

„Ach die Kanalbestie gibt es doch gar nicht… das ist doch nur so eine Erzählung.“

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Wer am frühen Abend an der Schiffswerft vorbeikam, konnte dort zwei Herren sehen welche an einen der Holzpfosten gebunden waren.
Beide wurden auf das schlimmste zugerichtet und waren ebenso nicht ansprechbar.
Es schien das jemand hierbei mit massiver Gewalt vorgegangen sei.
Denn auch um die rechten Handgelenke der beiden Männer war ein Seil eng gebunden, wohl damit sie nicht am Blutverlust sterben.
Wieso?
Nun beiden wurde dir Hand genommen.
Was allerdings dabei auffiel war ein Zettel auf dem lediglich stand…"Das Los aller Verräter der Allianz."

Beide Herren waren dafür bekannt das sie „Neutrale“ Händler sein und somit ebenso mit der Horde handeln.

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Tief in der Nacht, so sagt man, gab es ein Osterfeuer in der Altstadt…
Warte, es ist noch gar nicht Ostern? Oh! Dann schien es ein Haus gewesen zu sein welches nicht nur demoliert wurde, sondern auch in Brand gesteckt wurde.

Wer war es nur, wer war es nur. Hinweise sind bei solchen Feuern immer so schwer. Doch soll man zumindest eines gefunden haben!
In den Trümmern des Hauses lag ein eisernes Schild. Auf dem eingraviert stand "Eine Warnung an alle Verräter. Für die Allianz!

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So mancher Besucher des sturmwinder Friedhofes scheint seinen Augen nicht zu trauen. Nun trifft es nicht nur die Lebendigen, sondern auch die Ruhe der Toten.

Jemand scheint in den frühen Morgenstunden sein Unwesen getrieben zu haben.

Zwischen den vielen Gräbern, sind immer wieder Grabsteine zu sehen, die umgetreten wurden. Die Namen sind noch lesbar, doch wurde mit blauer Farbe „Für die Allianz!“ darauf geritzelt.

Die Namen der Toten sind wohl elfisch klingend. Ob Hochelfisch, oder Nachtelfisch, wissen wohl nur die Angehörigen und Friedhofswärter.

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In der Nacht scheint eine dunkle Gestalt von der Löwenruh aus Richtung Schreiberstube vom Skriptorium geschlichen sein.

Das einzige was man dann in direkter Nachbarschaft hören konnte, war ein klirrendes Geräusch. Eine kaputte Glasflasche? Kaputte Laterne, oder Fenster? Nur betroffene Personen werden wohl wissen was wirklich geschah.

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kommt am Friedhof vorbei und sieht das Ergebnis einer Tat, die bestraft werden sollte. Das Stören der Totenruhe egal, ob Elfen oder Menschen oder sonstige Lebewesen geht gar nicht. Man hofft natürlich, das die Wache den Aktuellen Ereigniss auch nach geht und der Täter gefasst werden kann. Eine Schande und schüttelt mit dem Kopf

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Ort: Zwergendistrik - Klanhaus des Feuerblut Klans.
Was: Vor dem Klanhaus in Sturmwind sind seit heute Morgen zwei Gardisten des Klans positioniert. Ob das was mit den Angriff auf die Händler zutun hat?

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