[AH-RP] Die Edlynn-Expedition

Hoch über den Dächern Sturmwinds…

Espen Erlmoor schloss die Mappe mit dem Vertragsentwurf und legte sie beiseite. Es war Zeit, zu seinem eigenen Kleingedruckten zu kommen. “Lady Morley, darf ich fragen, wie weit Eure Kenntnisse reichen und…ob Ihr Euch wirklich bewusst seid, dass die Welt fern von Tor und Turm keine komfortable ist, dass es gewisser Befähigung benötigt, um sie zu bereisen?” Der Söldner musterte sein Gegenüber, jene elegante Dame der Gesellschaft mit den hellen, feinen Händen, die seinen Blick für einen Moment fingen. Keine Spur von Arbeit oder Kampf war daran zu sehen, nur kultivierte Gesten und ein silberner Ring mit feingeschliffenem Diamanten.
Lady Anne faltete nun eben diese Finger und begegnete dem forschenden Blick des Mannes mit erhobenem Haupt. “Ich bin Tochter und Schwester eines Ritters der Krone und habe die letzten über anderthalb Jahrzehnte als Gattin eines solchen, im Prinzip also als Soldatenfrau und Gutsherrin, verbracht. Erzogen und ausgebildet wurde ich zur Dame, dem hiesigen Äquivalent zum Ritterstande, dazu durfte ich einen gewissen Grad an Fähigkeiten in den Arkanen Künsten erlernen.” Es war ein nüchterner, aber durchaus fester Abriss ihrer Fähigkeiten, dem sie ein Durchatmen anfügte. “Wenn Sie aber wissen wollen, ob ich da draußen zu bestehen im Stande bin…” Nun wich ihr Blick vom Söldner, ging an ihm vorüber hinaus aufs Meer, dessen sternfunkelndes Dunkel ihre Augen aufnahmen wie der Pinsel die Tusche. “…dann muss ich offen zugeben, dass ich das nicht weiß. Ich bin noch nie gereist. Aber ich bin duldsam und starrsinnig genug. Diese Welt ist dazu gemacht, bereist und beschrieben zu werden und wenn ich mir dabei das Gesäß wundreite oder auf dem Boden schlafen muss, dann werde ich das schon aushalten.”
Erlmoor schwieg. Dann schmunzelte er einseitig. “Eure Entscheidung. Ich denke nur, dass es wichtig zu wissen ist, dass, wer auch immer da draußen Sorge um Euch trägt, eine gute Bezahlung noch lange kein Garant für Eure Sicherheit sein kann.” Sein Ton, sonst so knapp und gleichförmig, hatte nun etwas Belehrendes bekommen, so, als erklärte er einem Kind oder eben einer Hofdame den harten Ernst der Welt. “Ich will nicht respektlos sein, Milady, aber…”
“Ich empfinde es keineswegs als respektlos.” Mit geübter Sanftheit schnitt die Edle dem Söldner das Wort ab. “Ihre Fragen sind berechtigt. Mein Gatte war, wie ich sagte, Ritter der Krone. Er hat sein Leben dem Soldatentum und seinen Härten verschrieben. Der Schrecken der Welt ist mir vielleicht nur aus zweiter Hand bekannt, aber dennoch bekannt. Lassen Sie es mich so sagen.” Sie streckte ihre Hände, Flächen aufwärts, leicht voran und lächelte, mehr mit den Augen als mit dem Mund. “Auch, wenn ich die Rosen bisher nur gestreichelt habe, so ist mir doch sehr bewusst, dass sie auch Stacheln haben. Dass die Welt voller Dornen ist.” Es war nicht viel, mit dem sie aufwarten konnte und das war der Lady durchaus bewusst. Schweigen entstand zwischen den beiden und dann, ganz gegen seine wortkarge Gewohnheit, an ein Gespräch nicht mehr an Inhalt zu verschwenden als für informative Grundlagen unbedingt nötig, schmunzelte der Söldner und scherzte: “Das wäre ein guter Schlusssatz für den Epilog Eures Buches.”
Jäh lachte die Dame gegenüber auf. Ein klangvolles Lachen, so spontan, wie es in der guten Gesellschaft eigentlich keinen Platz hatte. “Aber Mister Erlmoor…” sprach sie freudig und griff zum Rotwein. “…ich habe doch gerade einmal ein Vorwort geschrieben. Auf gute Zusammenarbeit und…” Lady Anne hob den Löwenbrücker Roten Espen entgegen.
“…auf die Edlynn-Expedition.”

Steckbrief:

Was: Reisegesellschaft, Plots, freies Spiel
Wo: Überall
Wer: Allianz & Horde, Charakterkonzepte variabel
Wie: OOC-Erstkontaktaufnahme bei (ingame) Selyanne

Die Edlynn-Expedition ist eine Reisegesellschaft, die sich dem Vorhaben der Autorin widmet, ‚Lady Annes Reisejournal‘ zu verfassen. Dieser thematische Grundstock ermöglicht ein breites Feld, um Abenteuer verschiedenster Art mit Charakteren unterschiedlichster Coleur zu erleben. Unsere Motivation ist es - von der eigenen Spielfreude abgesehen - Rollenspiel abseits der üblichen Ballungszentren zu gestalten und die Welt Azeroth in einem schönen Gleichgewicht aus Plots und freiem Spiel zu bereisen.

Wir legen Wert auf stimmiges Spiel und authentische Charaktere. Daher ist die Edlynn-Expedition kein Schnellschuss, sondern eine aus dem RP wachsende Entwicklung. So wollen wir es auch weiter halten und entsprechende Begleitersuchen für die zukünftigen Reisen so IC wie möglich gestalten. Meldet euch zur Terminabsprache oder bei Fragen aber gerne OOC bei uns!

Wir freuen uns schon darauf, Mitreisende mit Lust auf atmosphärisches Rollenspiel außerhalb der Stadtmauern zu finden!

Yours truly,
Lady Anne

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macht hier mal weiter

Das klingt fantastisch! Ich glaub meine goblinische zeltende Pflanzenexpertin könnte gut zu euch passen. Die sucht schon lange nach Reiseanschluss…
Ich hab dem Herrn Espen mal mit meinem „Goblin im Gnom Kostüm“ ein Briefchen geschickt. Freu mich, von euch zu hören.

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Ja, bezaubernd, eine Biologin! Wie wir von Humboldt, Master&Commander und Jurassic Park wissen, ist eine Reisegesellschaft ohne Botaniker nämlich ganz und gar undenkbar. :japan: :herb: :mag:

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Schöne Einleitung. Klingt auch nach einem Konzept, dem sich Caeruun anschließen würde - als reisender Bestienforscher & Jäger.
highfived die Botaniker-Kollegin
Würde mich freuen wenn wirs ins Spiel schaffen, wenn auch der Juli bei mir zeitmäßig richtig schlecht aussieht. Aber kann ja später noch werden.
Melde mich im Spiel.
Viele Grüße!

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Klingt interessant :slight_smile:
Vielleicht kann man ja mal zusammen spielen!

Beste Grüße! o7

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@Caeruun:
Vielen Dank, freut uns, dass es gefällt. Wir hatten auch Spaß an dem Play, aus dem der Auszug stammt. Oder, naja, zumindest Milady hatte Spaß, Mister E. dürfte glaube ich mittlerweile graues Haar bekommen. Na, was solls, Gold färbt gut, nicht wahr? g
Was die Spielzeiten angeht: Die Schublade mit Reisezielen füllt sich langsam. Wer bei der einen nicht mitmacht, kommt bei einer anderen dazu, je nachdem wie es thematisch passt - oder eben auch zeitlich. Mach dir mal keine Sorgen mit dem Juli, ein Bestienforscher hat sicher auch im September noch was zu tun. :smiley:

@Milondras, danke! Ich habe gehört, eine gewisse Lady A. hat Interesse an thalassischen Sitten&Gebräuchen. Tüdelü!

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Sehr viel Liebe von mir für die Erwähnung dieses Gelehrten und dieses guten Filmes. Wenn ihr euch auch nur im Entferntesten davon habt inspirieren lassen, dann kann das nur was werden! <3

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Wirklich eine schöne Idee! Wir brauchen öfters solche Konzepte!

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Inspirationen sind noch kein Garant für gut verbrachte Zeit: Stimmiges Rollenspiel steht und fällt mit dem motivierten und liebevollen Input aller Beteiligten. Auf den freuen wir uns und danken derweil für den lieben Zuspruch, yay!

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Gerüchte und Hörensagen zur Edlynn-Expedition:

  • In Adelskreisen: Angeblich wird die Edlynn-Expedition von einem mysteriösen Finanzier getragen. Die Honorare für das Begleitpersonal sollen sehr saftig sein, ob das Unternehmen wohl extra gefährlich wird?
  • In der städtischen Gesellschaft allgemein: Bei Lady Morley handelt es sich um eine gelangweilte, exzentrische Hofdame, die einen Schundroman schreiben will. Es heißt darüber hinaus, Milady wäre nicht ganz zufällig verwitwet…
  • Wie für eidloses Söldnerpack üblich, kam der unbekannte Mister Erlmoor einzig durch krude Machenschaften an die Position.
  • Erlmoor sei eigentlich ein Priestergeschlecht aus dem Alterac. Andere behaupten das Gegenteil: Er plündere gar Grabstätten auf Friedhöfen.
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Auf einem der zahlreichen Turmbalkone Dalarans saß im luxuriösen Morgenmantel eine Dame und schlürfte Kaffe aus dem Goldrandtässchen, das sie in beiden Händen hielt wie ein Kind. Milady war allein, deshalb erlaubte sie sich, mit untergeschlagenen Beinen zu sitzen, die bloßen Füße auf der Chaise anstatt artig auf dem Boden davor, wo gerade nur leere Pantöffelchen standen, Satin mit Puschelchen darauf, selbstverständlich, denn wie es so schön hieß, noblesse oblige.

Auf dem dunkelpolierten Löwenfußtischchen vor Lady Anne lagen allerlei Papiere ausgebreitet, die sie ohne wirkliche Akribie dennoch halbwegs nach Themen sortiert hatte. Links verteilt häuften sich Stoff- und Tapetenmuster, Möbelzeichnungen, Grundrisse und derlei Unterlagen, die es brauchte, wenn man ein neues Domizil bezog, das man an vielen Stellen von Grund auf renovieren musste weil der Vorbesitzer einen wirklich grauenhaften Geschmack an den Tag gelegt hatte: Ein exzentrischer, alter Magus, dessen Stilbewusstsein im Vorvorgestern hängengeblieben war und der es für eine gute Idee gehalten hatte, ein Schlafzimmer in giftgrün gestreiften Purpur zu beziehen. Alleine der Gedanke ließ Milady das aristokratische Näschen kraus ziehen und einen missgelaunten Schluck Kaffee schlürfen. Sie hatte sich ihr ‚eigenes‘ Heim gewunschen und genommen, was das Schicksal ihr so in den Schoß zu werfen bereit war, aber, herrje, Giftgrün und Purpur? Es war kein Wunder, dass der alte Magister bankrott gegangen war, so vernebelt wie sein Geist bereits gewesen sein musste. Großes Pech für ihn, größeres Glück für die sturmwinder Lady, die so einen wirklichen Immobilienschnapper auf einem absurd bedrängten Markt hatte machen können.

Lady Annes Blick, der sich in der Farbe dem hellen Morgenhimmel außerhalb der Balkonbögen angepasst hatte, schwenkte zur rechten Tischseite. Landkarten. Materiallisten. Werbezettel für Schneidereien und ‚Abenteurerausstattereien‘, was auch immer das sein mochte. Vertragsentwürfe, Leerbuchexemplare, eine ‚Kompakte Geschichte der Nördlichen Königreiche (Band I)‘. Und obenauf die handschriftlich verfassten Zusammenfassungen der bisherigen Bewerbergespräche, stichpunktartig gelistete Schlagworte, die Milady nachdenklich abwechselnd betrachtete.
‚Fanfarenbläser, undurchsichtig, etwas furchteinflößend‘ stand zum Beispiel auf einem der Zettel und Lady Anne zog die in hellgrauen Satin gehüllten Schultern unwillkürlich zusammen, als sie sich an Sir Regis unangenehmen Blick erinnerte. Sie schüttelte den Schauer mit einem guten Schluck schwarzen Kaffee ab und widmete sich dem nächsten Zettel. ‚Direkt, kompetent, Sinn für Humor, Vorsicht vor roten Knöpfen!‘ verriet dieser und die Edle musste unwillkürlich schmunzeln. Von den relativ wenigen Begegnungen, die sie in ihrem Leben bisher mit Gnomen gehabt hatte, war das Vorstellungsgespräch mit Miss Winfrey wohl die Eindrücklichste gewesen. Was wohl in Nordend passiert ist? fragte sich Milady und ließ ihren Blick hinaus in den Morgen schweifen ohne den Himmel zu sehen, denn vor ihrem geistigen Auge spielten sich ganz andere Szenarien ab…

[OOC]
Sooo viele Adjektive - und dabei ist es nur ein Push. :smiley:
Wir haben die ersten Bewerbungsgespräche geführt und dabei wirklich schöne RP-Abende gehabt! Die Edlynn-Expedition tastet sich spielfreudig und achtsam ihrer ersten Reise entgegen. :blue_heart:

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Das Trottoir des sturmwinder Friedhof, auf dem abgelaufene Wildlederstiefel zur Ruhe fanden, teilte die Farbe, welches das verdichtete Firmament schon seit Stunden pflegte. Die gleiche Farblose, welche dem Söldner seit Jahren zu Gesicht stand, als wäre er ein verblassendes Motiv auf einer Schwarzweissfotografie. Doch auch das Grau, welches der Himmel trug, wenn die Welt zur Wolkenernte rief, um mit Gewitterregen und donnernden Paukenschlägen die Flächen zu räumen.

Espen warf seinen Blick empor. Der anstehende Regen hatte bereits Momente vorher ein Jucken in alten Narben aufgeworfen. Ein sanftes Trommeln erster Tropfen auf Dächern, Blättern und Fenstern, war die Einleitung für schweren Niederschlag, der diesen Abend pausenlos zwischen Gassen pfiff und gegen Fensterläden peitschen sollte, als würde ein unbekannter Dirigent das Wetter orchestrieren und Sorge dafür tragen, dass die folgenden Tage mit den Farben des Sommers gefüllt seien. Ein letzter Regen, um das Grau fernzuwaschen und unbekannte Pfade mit Sonnenschein zu pflastern. ‚Die Edlynn… ’ - Der Kehlkopf unter dem formlosen Vollbart sackte, die Gedanken stockten. ’ …Expedition. Was Sie wohl davon halten würde?‘, fragte er still und entfernte sich von einer Grabtafel, auf dem der selbe Name geschrieben stand.

In Erinnerung an die Begegnungen und Gespräche mancher Mitreisender, führte er die Schritte guter Dinge heimwärts und vergrub sich fachsimpelnd hinter Landkarten, Falten und Verträgen, und nur wenigem Branntwein. Schließlich wollten Papiere beackert und Routen geplant werden. Und nicht zuletzt, wollte der Söldner gute Bezahlung erwarten können.

OOC: Wir freuen uns sehr über das schöne Feedback und vor allem über die, die wir bereits IC kennenlernen durften. Nach wie vor können sich Interessenten bei uns melden. Auch wenn es noch keinen fixen Termin gibt, wissen wir, dass wir derweilige Festivitäten erstmal abwarten. Also ganz entspannt für jene, die noch nachrücken wollen.

Grützle und Spätzle!

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Beutebucht, gegen Mittag.

Das kleine Messer flog im Takt von Zwischenraum zu Zwischenraum der ausgespreizten, grünen Finger hin und her, von der kleinsten Klaue links bis zum Daumen rechts.
Tocktocktocktock. Tocktocktocktock.
Dem Goblin, der es führte, gehörten beide Hände, sowohl die mit dem Messer als auch die, um die herum er die feine Klinge geschickt und konzentriert manövrierte. Ein Sindorei mit glasigen Augen, ganz klar verkatert, sah dem Goblin bei seinem Spiel zu. Seine Wange war in die Hand gestützt, vor ihm blubberte eine ekelhafte Flüssigkeit in einem Holzbecher vor sich hin. Noch hatte der Elf sich nicht dazu durchringen können, den „Wachmacher“ zu trinken, ein Gesöff von dem der Gastwirt der Kaschemme, in der sie gerade saßen, auf sein Leben schwor, dass es jeden Kater kleinkriege.
„Und was mach’n wir jetz’, Boss?“ fragte er gähnend den Messergoblin.
Tocktocktocktock.
„Das selbe wie immer, Fandu. Warten.“
Tocktocktocktock.
„Und worauf, Boss?“
Tocktocktocktock.
„Eine günstige Gelegenheit.“
Tockto-
„Was is’n das?“ Der Messergoblin hob die Klinge und deutet auf das verklebte Flugblatt, das auf dem versifften Plankenboden der Kaschemme herumknitterte. Der Sindorei bückte sich auf den Wink hin schwerfällig und barg den Zettel vom Boden. Einiges war schon abgerissen und mit Sohlenspuren verziert, doch die Essenz, die ließ sich noch immer lesen:

Die beiden Kumpanen guckten auf den Zettel und schwiegen.
Tocktocktocktock hob das Messerspiel wieder an.
„'ne reiche Schnepfe will spazieren.“
Tocktocktocktock.
„'ne günstige Gelegenheit.“
Tocktocktocktock.
„Mhm.“
Tocktocktocktock.
„Mhmmmm.“

[OOC] Auch in neutralen Gegenden lassen sich nun verstreute Flugblätter finden. Warum? Weil wir’s können!

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Die einzelnen Strahlen der untergehenden Sonne, die sich noch hinter dem Horizont blicken ließen, schienen über die schwebende Stadt Dalaran. Zufrieden von der Besprechung, zog der Gnom die Kapuze wieder über sein Schädel samt Haarpracht, sowie nahm er von der Wache wieder sein Speer entgegen. Aus der Gasse heraus, blickte der Gnom auf seine Bionische-Wach-Einheit, die regungslos dort verharrte wo er sie ‚abgestellt‘ hatte. Die Klappe am linken Unterarm öffnete der Gnom, der kleine Steuerknüppel wurde in die gewünschte Richtung bewegt. Die Einheit setzte sich auch sogleich in Bewegung wie sein Erbauer.

„Der Weg wird kein leichter werden, aber wir werden das schaffen.“ sprach der Gnom mit Gewissheit in der Stimme während er sich zur nächtlichen Ruhe zurückzog.

Auch wenn ich mich selten an solchen ‚Auszügen‘ wage, hoffe ich doch dass es halbwegs angenehm zu lesen ist!

So gesehen ein kleiner Push nach oben!

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Sie hatte wirklich etwas Anderes erwartet.
Als der Söldner verkündete, er hätte eine Notfallwaffe für sie in Auftrag gegeben, hatte Lady Anne mit einer klobigen, schmucklosen Klinge gerechnet, einem rein praktikablen Stück Eisen ohne Schnörkel oder Charme. Stattdessen blickte die Aristokratin auf ihren neuen Dolch. Er war aus einfachem Stahl, ja, doch Schneide und Rücken waren in Wellenform ausgeschliffen. Über Griff, Parier und Klingenspiel zog sich ein dunkel graviertes Rankenmuster. Eine elegante, feminine Waffe, die sie nun zum Dutzendsten Mal seit der Schenkung aufnahm, um damit die Luft vor sich zu durchstochern. Jetzt galt es nur noch, den Umgang mit…
„Dorn.“ sagte sie jäh zu niemandem, denn Lady Anne war alleine auf ihrem Turmbalkon. Jede gute Waffe brauchte einen guten Namen. „Ich werde dich Dorn nennen.“
Dorn antwortete nicht.
Wie auch, denn der Klinge fehlte noch etwas Essenzielles.
Eine Seele.

[OOC]
Die Reihen der Edlynn-Expedition sind so gut wie gefüllt, nun geht es an die Pläne und Vorbereitungen zur Abreise. Ganz unverschämt werfe ich noch einmal mein Gesuch nach IC-Verzauberungskünstler/-innen in den Ring ([RP] Die große Mitspielerbörse) und erweitere auf Rüstmachereien, Waffenschmieden & Co, die Lust auf einen bespielten Shoppingtrip für gute Ausrüstung haben. Meldet euch gern ingame bei mir!

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Warmer Atem in seinem Nacken. Er hatte ihn nicht bemerkt, hatte ihn nicht gehört. So vertieft war er gewesen in das kleine Büchlein in welches er mit einem Kohlestift Dinge festhielt, die einfach da waren. Die sich nicht fragten, warum sie sich genau hier befanden. Hier vor Farlings Blick, vor dem Lederbüchlein und dem Kohlestift. Sein Zusammenzucken liess ein weiteres mal warmer Atem über seinen Nacken pusten, als amüsiere seine Reaktion den Verursacher zutiefst. „Lass das.“ sprach der einstige Soldat grollend und erntete ein spottendes Schnauben, dem eine sanfte Berührung von schwarzen Nüstern an der Wange folgte. Der Rapphengst an seiner Seite, eines der kräftigen Bergpferde Gilneas, hatte scheinbar genug der Warterei. „Hab noch ein wenig Geduld.“ sagte Farling zu jenem Tier, welches bereits seit Jahren ein treuer Begleiter war. Die winzigen Lichtsprenkel eines sich brechenden Sonnenstrahls welcher durch die Baumkronen des Elwynn-Waldes fiel, fanden sich im Braun der hellen Pferdeaugen wieder. Die Seiten des Lederbandes schlossen sich, die Kohlelinien verschwanden, verborgen im Pergament. Nüstern blähten sich, ein weiteres Schnauben mischte sich in den Gesang des Waldes hinein. Es war der Schimmel jener Dame, die er begleitet hatte. Deren Schatten er war. Heute aber, blieb er bei den Pferden und abseits um zu warten. Um erst in Erscheinung zu treten, wenn die Zeit um war.

Und er wartete. Inmitten hoher Bäume und willkommener Ruhe.

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Ein kleiner Push für die aktuelle Begleitersuche und einen lieben Abschied: Haltet den Dieb - das RL hat uns unseren guten Mr. Erlmoor geklaut! Wir bedanken uns dafür, dass er die Edlynn-Expedition mit ins Leben gerufen hat. Farewell und alles Gute, Mr. E! :blue_heart:

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Potzdonner, da ist doch glatt der Aushang heruntergefallen! Hoch mit dir!

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‚Für die Dauer des Aufenthalts in Eisenschmiede sind wir in den ehemaligen Räumlichkeiten der Söldnerfamilie „Tränen des Adlers“ untergebracht, die nun als Herberge dient. Sie befindet sich im düsteren Viertel, das erste Gebäude auf der linken Seite, wenn man aus der Halle der Forscher kommt. Im Haus befinden sich während unseren Aufenthalts höchstens noch ein paar Mitglieder jener Familie, für die sich selbstverständlich verbürgt wird.‘

Lady Morley schob Mister Terricks Brief beiseite und notierte sich einen spontanen Einfall in ihr Notizbuch. ‚Museumsbesuch? Wenn Zeit!‘ stand da nun in ihrer eleganten Handschrift, inmitten von losen Gedanken, festen Planungen oder Beschreibungsfragmenten von Dingen oder Personen, welche die Autorin immer wieder zwischendurch aus ihrem Kopf zog und aufs Papier bannte, damit sie nicht verlorengingen.
Und es drohte, viel verloren zu gehen in diesen Tagen. Alle Vorbereitungen hatten ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Die zeitlebens so stillen und ereignislosen Tage Ihrer Ladyschaft waren nun zum Bersten gefüllt mit Übungsstunden, Nachhilfeunterricht, Listen, Rechnungen und den immer schneller kreisenden Gedanken um den nun so unmittelbar bevorstehenden Aufbruch. ‚In einem Zehntag schläfst du im Freien, Annelise…‘ dachte sie und tat umgehend etwas, das ihr als Kind schon eisern abtrainiert worden war, dem sie im Moment aber wieder öfter verfiel: Am Daumennagel knabbern.
Lady Anne Morley hatte sich schon auf manche Dinge in ihrem Leben gefreut und viele andere gefürchtet. Noch nie aber zuvor hatte sie etwas mit solcher Intensität so ambivalent, furchtsam und vorfreudig, empfunden: Den Aufbruch der Edlynn-Expedition…

OOC

Es geht los!
Nach und nach trudeln am Wochenende die Expeditionsteilnehmer in Eisenschmiede ein und von dort geht es nächste Woche dann endlich los, yay! Es gibt für Interessenten noch (begrenzte, zeitliche) Gelegenheit, zur Abreise an Bord zu kommen, danach muss unterwegs dazugestoßen oder auf die nächste Expedition gewartet werden.
We’re going on an adventuuuuure! :blue_heart: :compass: :telescope:

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Ein :heart: für die beste Expedition der Aldor.

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