Buch zu Sylvanas

Es sieht so aus als ob Sylvanas ihren eigenen Roman kriegt. Weiß nicht was ich davon halten soll. Wir erfahren ob sie stirbt ja schon im 9.1 raid. Ganze 7 Monate vorher. Wüsste nicht was der Roman dann bringen würde. Rest steht im Link. Have fun to discuss.

https://www.wowhead.com/news/warcraft-sylvanas-novel-now-available-for-pre-purchase-321975

Gibt im Allgemeinen teil des Forums auch schon einen Beitrag dazu.

Ich persönlich finde, dass der Roman zu Spät kommt, wenn sie jetzt schon der Raid Boss in 1-2 Monaten ist… Zudem dort wahrscheinlich wieder einige Retcons drinnen stehen, ähnlich dem Arthas-Novel, den ich auch sehr langatmig fand, weil er kaum was neues mitbrachte…

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Vermutlich kommt das ganz darauf an was das Buch bewirken soll und wie es im Kontext zu dem kommenden Raid betrachtet werden muss. Angenommen sie fällt entgegen meinen Erwartungen doch im Raid, dann könnte der Roman einfach dazu beitragen zu erfahren wie es denn nur soweit kommen konnte und welche Gedanken ihr auf dem Weg vom Waldläufer bis ihren endgültigen Tod durch den Kopf gingen. Dann wäre der Roman quasi als eine Art Nachruf zu verstehen. Überlebt sie den Raid, dann könnte die Geschichte einfach von ihrem Werdegang und Sinnungswandel berichten und somit Ausblicke und Theorien im Bezug auf künftige ihrer Handlungen werfen. Christie Golden hält da jedenfalls ein sehr zerbrechliches Storyelement in ihren (meiner unmaßgeblichen Meinung nach) tollpatschigen Händen, mit dem sie sehr viele Fans entweder begeistern, oder einfach nur vergraulen könnte.

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Wirklich? Ich habe bisher nur gelesen das sie ein Gegner ist. Von töten war da nie die rede.

Ich würde nicht sagen tollpatschig aber sie hat halt so eine „der gute muss am Ende gewinnen“ Einstellung was spannende Storystränge immer etwas verhindert. Und das macht das ganze in einer so großen Welt ungschön bzw. verbaut damit natürlich viele zukünftige Entwicklungen.

Wir verschieben 9.1 einfach auf November. :laughing:

Was angesichts der aktuellen Lage passieren könnte… abwarten

Christie Golden denkt sich die Lore nicht aus, Blizzard gibt ihr diese vor und sie schreibt dann das Buch dazu. Wenn der Gute am Ende gewinnt (was z.B. in Before the Storm nun nicht unbedingt passiert ist), dann ist das nicht ihre Entscheidung.

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Bedingt.
Danuser als Lorechef gibt das zwar ein Stück vor was Ende betrifft und drin sein muss, aber ansonsten ist das eher freie Hand. Dazu kommt das Golden ja auch mit im Storyteam von Blizzard sitzt. Daher kann man eher von ausgehen das ihre unfähigen Hände das ganze wieder vermurkst, ähnlich wie sie es bei Arthas gemacht hat. Wobei Sylvanas hat keinen so epischen Story-Arc wie Arthas aber immerhin doch eine etwas hervorgehobene Story.

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Viel naheliegender ist, dass das Story-Team sich gemeinsam den Rahmen der Geschichte überlegt, bestimmte Story-Ereignisse als Eckpunkte definiert und dann letztlich ausarbeitet, wie welche Figur auf die Vorgänge reagieren, bzw. welche Haltungen sie haben oder vertreten würde.

Man kann Goldens Schreibstil mögen oder nicht, aber das, was sie da schreibt, wird mit Sicherheit von mehreren Leuten gegengelesen, nicht zuletzt, weil die Qualität des Storytellings und der Charakterdarstellungen in den letzten Expansions ein ganz anderes Level erreicht hat. Schon allein im Silithus-Cinematic der Horde hatten wir da plötzlich Charaktere mit Persönlichkeiten sitzen, ganz anders als die üblichen Klischees der Jahre zuvor.
„Golden schreibt alles kaputt“ hat also soviel realen Nährboden wie das infantile, undifferenzierte Alliance bias-Geheule, das immer wieder jemand meint in den Äther schleudern zu müssen. :man_shrugging:

Dazu kommt wie du schon sagst, dass Golden keine externe Autorin mehr ist, sondern Teil des Teams - ihre Darstellung der Figuren wird also schon im Feedback mit den anderen erfolgen.

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Das war zum Beispiel eine Szene, die von Golden geschrieben wurde fürs Buch und Blizzard hat der Dialog so gut gefallen, dass sie ein Cinematic draus gemacht haben.

Was witzig ist:
Auch wenn ich meine Probleme mit habe ist „Arthas, Aufstieg des Lichkönigs“ eines der wenigen WoW Bücher die ich Loreffremdlingen empfehlen kann da dort Lorewissen nützlich aber eben nicht zwingend erforderlich ist um es zu verstehen.
Und was erfordert wird, wird dort soweit ein wenig erklärt.

Dann musst du aber mal erklären warum sich ihre Romane immer wieder wie Groschenromane lesen lassen und man Ende sich fragt wieso man die Lebenszeit dafür verschwendet hat. Bei ihrem letzten Buch hab ich sage und schreibe 2.5 Wochen gebraucht bis ich fertig war. Bei den anderen Autoren dauert es nicht mal 3 Tage.

Das ist leider nur Wunschdenken.
Ich nehme hier mal Illidan als Beispiel. Es wurden die wichtigsten Eckpunkte seiner Geschichte und das Ende des Romans vorgegeben, alles andere war eigene Interpretation (die sogar sehr gut gelungen ist).

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Das ist falsch. William King hatte letztes Jahr ein Interview gegeben und da gesagt dass er abgesehen von ein paar wichtigen Punkten freie Möglichkeit hatte die Geschichte so zu schreiben wie er es wollte. Also kann man denselben Standard auch an Golden anlegen. Und die ist bekannt dafür Sylvanas und Völker der Horde völlig undifferenziert und einseitig zu schreiben. Ihre Stärke ist es Jaina und Anduin zu schreiben was sie auf Twitter sogar zugegeben hat.

Dazu habe ich absolut nichts gefunden, hast du dazu eine Quelle?

Christie Golden hingegen hat sehr deutlich gesagt, dass sie nicht für die Lore von WoW zuständig ist und auch nicht im WoW-Lore-Team sitzt, sondern im Creative Development für ganz Blizzard. Sie erfindet die Lore nicht, sie setzt diese nur um.

I am not „in charge“ of the WoW story. I don’t even work for the WoW team, I work for CDev/SFD, where I interact with all the game teams. I do not direct where the game is going. I write cinematics, novels/novellas, song lyrics (Hearthstone yay) and comics,

Sie ist nicht dafür verantwortlich, wie der Weg von Sylvanas aussieht und war auch nicht an den Vorplanungen für Sylvanas’ Weg beteiligt. Warbringers: Sylvanas war auch schon in der Mache, bevor sie da war. Auch die gesamte Ingame-Lore betrifft sie GAR NICHT. Damit hat sie nichts zu tun, das schrieb sie ebenfalls in einem Twitter-Post. Sie ist dafür verantwortlich, den Kram umzusetzen und ihm eine vernünftige kreative Form zu geben, aber sie denkt sich die Lore nicht aus.

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https://archive.is/Q5It1

hier. Übersetzen kann schwer werden.

Die Punkte stehen auch grob im wowpedia und ich habe es jetzt auch nochmal nach und nach durch den Übersetzer gehauen. Dort steht kein einziger Satz darüber, dass er freie Hand hatte und die Geschichte nach seinem eigenen Ermessen schreiben konnte.
Ferner noch steht dort, dass er einige Stunden über das Projekt gebrieft wurde und es auch zu vielen Anpassungen kam…

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Skurril, nicht wahr? Fast, als… wäre der Schreibstil nicht für dich gemacht und als gäbe es andere Geschmäcker. :wink: Ganz ehrlich, es ist doch immer subjektiv. George R.R. Martins Schreibstil ist zum Beispiel so gar nicht meins, obwohl die Bücher sich ja (nicht zuletzt wegen der Serie) großer Beliebtheit erfreuen.

Deine Quelle?

Mit dem Unterschied, dass es sich bei Illidan um eine bereits abgeschlossene Story handelte und er als Hauptfigur in Warcraft 3 und KdA schon ein bestehendes Profil hatte.
Anders als Sylvanas, die in Warcraft 3 eher eine Nebenfigur darstellte und zu Legion überhaupt erst als Charakter nennenswerte Aufmerksamkeit bekam.

Ganz zu schweigen davon, dass Golden Teil des Storyteams ist und viel mehr „Insiderwissen“ haben dürfte als ein externer Autor.

Um das beurteilen zu können, müsstest du selbst in der Lage sein, zu differenzieren.

Warum bin ich nicht überrascht? :stuck_out_tongue_winking_eye:

Nur zu dumm das ich hier nicht nach Geschmack gehe. Für mich ist die Geschichte welche dahinter steckt noch immer wichtiger und das hat mit Geschmack rein gar nichts zutun. Meine Aussagen zur Unfähigkeit von Golden basieren auf ihrem Schreibstil, ihrer Art mit Charakteren umzugehen und ihren Aufbau der Geschichte an sich.
Hier ist sie halt einfach bei den billigen Groschenromanen besser aufgehoben, da sie die Geschichte von Warcraft einfach nicht vermitteln kann. Der entsprechende Spannungsbogen fehlt einfach.

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Fallbeispiel Nr 1 Gezeiten des Krieges. Reine Allianz Propaganda. Hat damals völlig ignoriert dass Theramore die Horde bereits angegriffen hatte bevor das Weltenbeben stattfand. Zusammengefasst könnte man das Buch auch „Jaina hat Recht“ nennen.

Fallbeispiel Nr 2 Before the storm. Hat das Reich der Verlassenen in einen Polizeistaat verwandelt. Und Sylvanas dämonisiert während Anduin als der Heilsbringer dargestellt wird.

Fazit: Golden ist nicht fähig ehemalige Horden Charaktere mit Nuancen zu schreiben. Höchstwahrscheinlich wird Sylvanas so dargestellt werden dass sie bereits im Leben ein lebensverachtender Psychopath ohne Hoffnung auf Erlösung war.

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Die Bücher Thrall, Weltenbeben, Aufstieg der Horde, Jenseits des Dunklen Portals (in Zusammenarbeit mit Aaron Rosenberg) und mein Favorit Der Lord der Clans sprchen leicht dagegen.
Genau genommen hat Golden tatsächlich einen recht großen Anteil an der bekannten Lore der Horde, besonders der Orcs zu Papier gebracht.

Faire Warnung: Wenn du wieder mit deinen Alliance Bias Verschwörungsgeschwurbel anfängst und störst WERDE ich dich wegen Spam und Trolling melden.

Meine Geduld, und damit auch meine Toleranz, was das angeht ist seit einiger Zeit auf Null gesunken.

Und nur damit wir uns richtig verstehen: Das gilt auch für Andere.

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