[H][Verlassenen-RP] Die Apothekervereinigung

Alle Unterlagen waren beisammen. Fein säuberlich und akkurat stapelte der Verlassene jedes einzelne Dokument zu einem kleinen Berg auf seinem Schreibtisch. Vor ebenjenen stand bereits eine Wache. Sie sollte sogleich den lästigen Papierkram, den auch Großapotheker Faranell bereits absegnete, zum Offiziersstab der Bansheekönigin bringen.

Endlich war es vollbracht. Viele Monde voller Eifer, Disziplin und Hingabe erforderte es, doch sie waren am Ziel. Die Arbeit der Apothekervereinigung konnte wieder aufgenommen werden. Mikail war mehr als zufrieden, schließlich schienen alle seine Pläne genauso aufzugehen, wie er es vorausgesagt hatte.

Sobald die Königin ihre letzte Unterschrift geleistet hatte, würden sie mit der neuen Forschung beginnen. Diesmal würden ihnen keine weiteren Fehler mehr unterlaufen. Niemand würde unnötig auffallen oder den restlichen, unfähigeren Teil der Horde aufwecken und hellhörig machen für das, was sie nun vorhatten.

Auch die Königin war sich dieser Wichtigkeit bewusst und stellte der Apothekervereinigung dieses Mal eine eigene Wache zur Seite. Mikail war sich sicher, dass er es auch ohne diese Wache schaffen würde, dennoch konnte er sich ein gewisses Grinsen nicht verkneifen, als er zum ersten Mal den neuen Exekutor der Wache begrüßte.
„Wir sind zurück, alter Freund“, Mikail schob die sortieren Unterlagen noch etwas vor und die Wache wusste sofort, dass dies das Zeichen war.

Das Einzige was noch auf dem dicken Paket zu lesen war:

"Damit beginnen wir unsere Arbeit, verehrte Königin. Alle Macht den Verlassenen!

gez. Apothekermeister Mikail Korov"


OOC:

Finstere Grüße, Freunde des Verlassenen-RP!

Wir starten mit einer neuen RP-Gilde durch, die sich thematisch an der königlichen Apothekervereinigung orientiert. Dabei fungieren wir nicht als DIE königliche Apothekervereinigung Faranells, sondern vielmehr als eine Art weitere Apotheker-Abteilung mit eigener Hierarchie und eigenen Aufgaben/Projekten.

Vorab-Information: Verlassene finden innerhalb unserer Gemeinschaft grundsätzlich zwei inhaltliche Säulen vor.

Zum Einen bespielen wir quasi alles zum Thema Apotheker / Apothekervereinigung. Zur Vertiefung verweisen wir an dieser Stelle gerne auf einen Wiki-Beitrag: http://de.wow.wikia.com/wiki/K%C3%B6nigliche_Apothekervereinigung

Zum Anderen wird es einen Bereich geben, der sich etwas militärischer ausgestaltet, in Form einer Todeswache.

Somit können alle Klassen, die den Verlassenen zur Verfügung stehen, eine großartige Rolle innerhalb unsere Gilde finden.

Weitere Informationen über Projekte, Hierarchien etc. werden IC im RP vermittelt. Lediglich Andeutungen dahingehend werden als Kurzgeschichten hier im Forum veröffentlicht.

Wir bieten euch...

...regelmäßige Plots, welche als Rahmen fürs gemeinsame RP dienen, allerdings nicht einengen sollen; selbstverständlich ist Eigeninitiative und die Einbringung von Ideen anderer Mitglieder immer gerne gesehen,

...jede Menge Erfahrung im Bereich der RP-Gildenführung,

...einen gemeinsamen Discord-Server und hoffentlich bald auch eine beschauliche Heimat im WWW.

Wir freuen uns über jeglichen Kontakt mit anderen Rp’lern (ob blutiger Anfänger, Veteran, Teil- oder Vollzeit-RPler) und verbleiben mit einem „Alle Macht den Verlassen!“

Sagosh Maladan
Mikail Korov
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Der Exekutor saß auf einen Hügel in den östlichen Pestländern und beobachtete durch sein Fernglas, wie drei Ghule sich über eine tote Sin’dorei hermachten. Er beobachtete dieses Ereignis mit völliger Ausdruckslosigkeit. Sagosh konnte nicht mal sagen, dass es Neugier war, die sein Fernglas an dieser Situation hängen blieben lies, vielmehr fand sich in diesem Moment einfach nichts Anderes in diesem toten Landstrich. Viele Tage waren er und einige Apotheker nun in der ehemaligen Enklave des scharlachroten Kreuzzuges ansässig und im Grunde hatte er nicht mal die Zeit hier zu sitzen. Aber noch brauchte er Zeit und so starrte er auch etwas gedankenverloren weiter auf die Ghule, die scheinbar einen gesunden Appetit mitbrachten.

Das Ritual, welches der Erweckung einer alten Freundin diente, sollte nun endlich zum Ende kommen. Alle zahlten einen hohen Peis dafür und nahezu niemand wurde verschont. Nur er selbst konnte bisher ohne Schaden hervorgehen, schließlich brachte der Exekutor die Idee für das Vorhaben in die Vereinigung, noch schickte er beständig andere Apotheker und Bekannte an die „Front“. War es angst? War es Respekt? War es die Tatsache, dass seine Apotheker noch viel zu lernen hatten und er nicht? Sagosh war sich sicher, dass diese Antwort nicht stimmen konnte. Schließlich war er es selbst, der noch viel zu lernen hatte in dieser Rolle. Selbst seine 1. Todeswache stellte die Gedanken und Ideen von ihm so langsam in Frage und der Exekutor erwischte sich dabei ihm vielleicht Recht zu geben. Der Handel mit dem Schatten ging schief, auch weil er unerfahrene Apotheker dem Prediger zur Seite stellte. Selbst ehemalige Freunde der Verblichenen nahmen enorme Schäden durch das Ritual in Kauf. Sie war es nicht mehr wert, aber es gab nun auch keinen Weg mehr zurück. Der Prediger war dem Ende seines Unlebens so nah, wie noch nie zu vor und so war Sagosh froh, dass sie einen Dunkelritter des Klerus zur Unterstützung in die Enklave holen konnten. So warteten sie lediglich noch auf die ehemaligen Anhänger der Verblichenen. Ja, das war eine gute Antwort auf die Frage seiner Apotheker, wo er so lange gewesen sei. Ausschau halten. Die Ghule hatten mittlerweile einen Arm und ein Bein der Sin’dorei von ihrem leblosen Körper gelöst. Er konnte förmlich ihr schmatzen durch das Fernglas hören.

„Was machen wir nach dem Ritual, Exekutor?“ Diese Frage hallte Sagosh immer wieder durch seine eigenen Gedanken. Ein Bündnis mit den Elfen scheiterte, noch bevor es begonnen hatte. Auf seine Nachfrage an Lady Mondschwert, wie ihre Sicht auf das vorübergehende Verschwinden von Giselfried Veilchenfeld war, bekam er bis heute keine Antwort und das Gespräch mit dem Magister brachte ebenfalls nichts. Obwohl wirklich nichts? Sagosh grinste, als er sich erinnerte, wie seine 1. Todeswache treu im Hintergrund wartete, als er sich durch das diplomatische Geplänkel mit dem Elfen quälte. Wie oft hatte er damals hinter seinem Kommandanten gestanden und sich überlegt, warum der Hochexekutor den vermeintlichen Verbündeten so in den !@#$% kroch.
Die Rollen haben sich verändert und mittlerweile kann er das genervte Seufzen seines damaligen Vorgesetzten nur zu gut verstehen, wenn er anschließend weitere Vorhaben erklärte.
Beim Gedanken an die Garde runzelte der Krieger die Stirn. Vor wenigen Tagen traf er auf Kommandant Relysos Stundenruf im Silberwald. Statt den üblichen Vorwürfen oder Fragen teilte ihm dieser mit, dass das Oberkommando die Vorfälle der Vergangenheit gänzlich zu den Akten legte. Beide einigten sich somit auf einen respektvollen Umgang miteinander. War dies der erhoffte Neuanfang? Sagosh konnte seine Skepsis nicht ablegen, aber das konnte er noch nie gut. Aber er dachte auch an die vielen Verlassenen in beiden Lagern. Merediv von Süderstade und Annmirl Nemeyer pflegten häufig einen guten Kontakt. Allein an diesem Beispiel wurde für den Exekutor die Wichtigkeit dieses Friedens deutlich und wer konnte schon sagen, ob sich die Apothekervereinigung und die Königsblaue Garde nicht auch bald gegenseitig unterstützen. Für Lordaeron! Für die Verlassenen!

Die Ghule ließen allmählich von der Elfe ab und erinnerten den Exekutor daran, dass er auch wieder an die Arbeit gehen sollte und so steckte er das Fernglas weg, zog die Kapuze über Kopf und machte sich langsam auf in Richtung Enklave…
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OOC:
Guten Tag! Mit großen Bedauern muss ich mitteilen, dass anscheinend nahzeu alle Posts, die zwischen dem ersten und den Letzten lagen, beim Umzug gelöscht wurden. Ich kann dies leider nicht nachvollziehen, weil sie meiner Meinung nach nicht gegen die Richtlinien verstoßen haben. Diese Beiträge waren liebvoll verfasste Geschichten, welche sich thematisch am Inhalt unserer Rp-Gilde orientieren und diesen auch wiedergeben. Wirklich schade um die Mühe. Auch verstehe ich die “Löschung” nicht, weil andere RP-Gilden ihre “Zwischebeiträge” behalten durften, was mich natürlich für sie freut.
Wir werden weiterhin versuchen euch in diesem Thread über die Arbeit der Apothekervereinigung zu informieren. Bleibt also gerne trotz dieser Widrigkeit am Ball.

Viele Grüße
EIn irritierter Exekutor

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(Dann holen wir die Beiträge eben einfach zurück.)

Andorhal. Die ehemalige Kornkammer Lordaerons, nun lediglich noch ein baufälliger Schatten ihrer einstmaligen Größe. Seit Jahrzehnten schallt von den Mauern der Ruinen nur noch eines - die Klänge des Kampfes, vermischt mit den Schreien des Todes. An diesem Ort, dem immerwährendem Schlachtengrund zwischen Mensch und Verlassenen, dem einstigen Quell jener Seuche, welche die östlichen Königreiche dereinst so tückisch anheim suchte, sammelten sich jüngst Viere an der Zahl. Zu tot, um ein menschliches Dasein zu führen, zu lebendig, um hirnlos unter Ghoulen des Nordens zu wandeln. Jeder einzelne brachte seine Geschichte mit, jeder einzelne hatte Ambitionen, die bevorstehende Reise zu begehen.

In der Dunkelheit der Nacht schlichen sie los, und hätten sich kaum einen irrwitzigeren Zeitpunkt dafür aussuchen können, als ihr Vorhaben unter dem verdrehten Stern der Schlotternächte anzugehen. Eine Anstrengung unter diesen Vorzeichen würde nichts Gutes verheißen…doch die Zeit drängte. Für die einen mehr, als für die anderen.

In bedrohliche Schwärze sind die Wasser des Darrowmersees getränkt. An diesen verfluchten Ufern weht ein beißender Wind, der die übel-schwefligen Ausdünstungen des östlichen Teiles der Pestlande mit sich trägt. Das alte Boot ächzte schwerfällig, als die Viere es zu Wasser schoben. Bis auf das nasse Platschen des Ruders, welches in die dunkle Oberfläche drang, war nichts zu hören. Unheimlich, diese Stille. Vielleicht die Ruhe vor dem Sturm.

Am Horizont zeichnen sich die Überbleibsel der ehemaligen Darrowwehr ab. Wie hohle Zähne thronen sie auf den hügeligen Gefilden, strahlen nicht mehr und nicht weniger aus, als das kalte Grauen einer weitreichenden Geschichte der Unglückseligkeit.
Im Mutterleib des größten aller Häuser, dem ehemaligen Gut des Adelsgeschlechts der Barov, hat sich eine dunkle, schwielende Pest breit gemacht und sich durch die ehernen Mauern gefressen. Ein verfluchter Ort, von noch verfluchteren Kreaturen heimgesucht. Von dunklen Schächten und finsteren Korridoren, von frevlerischen und blutrünstigen Experiementen wird ängstlich, und hinter vorgehaltener Hand gemunkelt.

Ein verlassener Ort, dazu bestimmt, verlassen zu bleiben…

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Kein schöner Land in dieser Zeit…geisterte es Zandin durch den Kopf, während er die Harke in den frostigen Boden schlug. Wie jeden Morgen, und jeden Abend waren diese Art von Tätigkeiten seine Routine. Routinen schafften Sicherheit. Verlässlichkeit.
Das entstellte Lächeln in seinem Gesicht galt der Erinnerung an das alte Lied, welches sich im Angesicht der landschaftlichen Tristesse die sich ihm seit vielen Jahren hier bot, einen ausgeprägt zynischen Beigeschmack bekommen hatte.
Der letzte Meter. Mit einem dumpf tockenden Geräusch landete die schartige Werkzeugspitze im Grund. Sein vollendetes Werk betrachtend, war er jäh gezwungen abzubrechen, als ein scharfer Wind ihn aus dem Gleichgewicht riss und ihn taumeln ließ. Ein Tross strammer Fledermäuse preschte unmittelbar über seiner fahlen Glatze vorbei. Schwer gerüstet und behangen waren Tier wie Verlassene, die königsblauen Zeichen flatterten im Wind. „Mrhm.“, murmelte er und starrte den Reitern hinterher, die schnurstracks auf die Mühle zu flogen.

„Hans. Ich muss dir was erzählen!“ rief das hagere Mädchen und lief aufgestachelt auf den Bauer zu. „Da sind Abgesandte vom 14. In der Mühle aufgeschlagen! Ich dacht die wärn fort, seit das mit Unterstadt…“ sie setzte kurz aus, „Aber das SIND die, kein Spaß, Hans. Ganz ein schnittiger is da dabei, hihi. Naserus oder so, n Fremdling jednfalls… Und so eine Blonde…man, die hat vielleicht Pech gehabt mit ihrer Fresse. Und so ein kauziger Kerl war noch mit, der hatte was komisches an sich, aber das is ja heuer normal, nich? Aber! Ich hab gesehn, dass die sich mit den Apothekern getroffen ham. Man, da hätt ich gern Mäuschen gespielt, was die da so zu belatschern ham. Sah schwer nach Ränkeschmiederei aus, was meinst?!“
Hans hob die Schultern und seufzte. Bevor er jedoch ansetzen konnte etwas zu antworten, fuhr das Weib schon fort.
„Die kleene Blonde…die wo so ganz nett is, weißte? So ganz strohblond?“ sie deutete sich selbst an den Kopf. „Die und die annere…auch blond…die sin dann mit der Truppe in die Mühle gegangen. Sah wichtig aus. Da konnt ich aber nich mit rein, wär zu auffällig gewesen. Ich sag dir, wenn die da drin Geschäfte machen, gibts vielleicht für uns alle hier wieder mehr Arbeit. Hans das wär was. Ich würd gern was für uns tun, dass übers Wienern und Bohnern raus geht. Ich hab das Gefühl’s macht mich noch irre. IRRE Hans, VERSTEHST DU?!“ rüttelte sie an seinem Wams. Er legte ihr die ledernen Pranken auf die Arme und drückte sie sacht, aber bestimmt, von seinem Revers herunter. Er verstand.
„Ich werde mich der Sache annehmen.“, antwortete er. Denn das war seit je her seine wahre Bestimmung. Seit die Mühle von dern Verlassenen besetzt war, war er derjenige, der Soldaten wie Apotheker hatte kommen und gehen sehen. Er kannte sie alle, die verschrammten Gesichter und ihre ach so wichtigen Aufgaben. Hatte Schattenzauber und Hexerwerk in der Mühle Unheil treiben gesehen, zarte Romanzen aufblühen und sterben beobachtet und überhaupt- er war das Auge und das Ohr von Tarrens Mühle und es war ihm immer wieder eine Freude zu bemerken, wie niemand ihn wahrnahm, er selbst aber alles sah.

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Hier in Nordend fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Seit Monaten hatte er große Mühe die Apotheker immer wieder anzutreiben für Aufgaben, die vor Ihnen lagen. Sie hatten in den letzten Wochen und Monaten immer wieder neue Verlassene für die Sache gewinnen können, doch auch immer wieder Verluste verzeichnet, ohne dass er sich erklären konnte, was schief gelaufen war.

Seit den Überfällen auf die Leitungsebene der Vereinigung schien nichts mehr wie es war und er selbst hatte seinen Titel als Exekutor kurzzeitig verloren, während der Apothekermeister verschwand. So waren sie im Moment nur dieser kleine Trupp, welcher sich durch verschiedene Widrigkeiten dieser Expedition kämpften.

Als schließlich ein Todespirscher den weiten Weg aus der Heimat auf sich nahm, um dem vermeintlichen Exekutor hier in Gallgrimm einen ausführlichen Bericht zu erstatten. Es gab in den letzten Tagen ein größeres Treffen der Horde. Viele Gemeinschaften schlossen sich zusammen, um unter anderem zu besprechen, wie es mit der Horde weitergehen sollte. Vermehrt gab es ein Aufbegehren gegen die Königin als Kriegshäuptling, da ebenjene sich wohl sogar Verbrechen gegen die Verlassenen schuldig machte. Der Apothekermeister ließ dem Exekutor ein Schreiben aushändigen, welches ihn als Exekutor rehabilitierte. Schließlich beschrieb der Pirscher, dass der Apothekermeister von der Schreckenswache der Fürstin verhaftet worden ist. Er soll sich für einen Anschlag gegen die Königin verantworten. Der Bote dieser Nachricht bestätigte die Vorwürfe vorsichtig.

Sagosh erwischte sich dabei, wie er das Urteil nicht in Frage stellte. Er wusste, dass die Freiheit der Verlassenen dem Apothekermeister stets wichtiger war, als die Loyalität zur Königin und das war der Moment, in dem er klar sah:

In den letzten Wochen fand er sich immer wieder in Gesprächen wieder, in denen einzelne Mitglieder der Vereinigung vorsichtige Zweifel anmerkten, an der Ausrichtung der Apothekerschaft. Der Exekutor nahm diese Zweifel zur Kenntnis aber nicht besonders ernst. Doch nun hatte er begriffen. Seine eigenen Leute wollten dieser Fürstin nicht mehr in der bisherigen Form dienen und er selbst merkte auch, dass er sich immer wieder Fragen stellte, die seine eigene Loyalität prüften.

Er wusste was nun zu tun war. Er musste allen deutlich machen, dass ihre Abteilung der Apothekervereinigung sich bereits von Anfang an von derer Faranells emanzipierte. Doch schien dies nicht zu genügen. Allen Apothekern musste deutlich werden, dass sie ihren Dienst eben nicht für die Königin ableisteten, sondern für das eigene Volk und für Lordaeron. Der Anschlag des Apothekermeisters, ob wahr oder falsch, sollte der Zeitpunkt der Neuausrichtung sein. Sie waren nun keine Abteilung der Königlichen Apothekervereinigung mehr, sondern vielmehr die bürgerliche Apothekervereinigung, die Lordaeron und sein Volk brauchte. Nachdem er dies seinen Apothekern klarmachte, würden sie ihre Aufgaben neuausrichten, um auch weiterhin ihren Beitrag zu einer gemeinsamen Horde zu leisten….

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Sagosh stand vor einer Gruppe seiner Apotheker, die sich gerade an einem Seuchenfass zu schaffen machten, es füllten und scheinbar etwas damit planten. Hinten am Horizont konnte er eine kleinere Lagerstelle sehen. Zelte waren zu erkennen und ein kleines Feuer lorderten noch. Eine Spur von Leben.

Maladan wirkte angespannt. Aktuell mehrten sich Gerüchte, dass der Taurenhäuptling befreit wurde. Leider war nicht ganz klar, wer sich dafür verantwortlich zeichnete. Die kurzen Berichte, die ihn hier in den östlichen Königreichen erreichten, sprachen mal von der Allianz und mal von der Horde. Beides erschien ihm absurd. Warum sollte sich die Allianz für einen Hordehäuptling interessieren und warum sollte die Horde sich der Entscheidung ihres Kriegshäuptlings widersetzen?
Der Krieger verzog das Gesicht und wurde grimmiger. Er kannte sie Antwort. Die Horde stand nicht mehr hinter der Königin und immer mehr Gemeinschaften maßten sich an, die Kompetenz der Fürstin in Frage zu stellen. Er selbst musste immer wieder Frage und Antwort stehen innerhalb seiner Apothekerschaft, weil Teile ebenjener ebenfalls das Handeln seiner Majestät in Frage stellten.

Doch standen sie nun vorerst hier, arbeiteten an dem Seuchenfass und waren entschlossen, es auch einzusetzen. Sie haben alle gut Reden, dachte sich der Krieger. Waren es nicht immer die Verlassenen, die den höchsten Preis zahlten? Lordaeron fiel erneut und die Anstrengungen der Horde, dies zu verhindern, waren aus seiner Sicht mehr als dürftig gewesen. Noch dazu, hielten sich nun erneut alle zurück und zeigten scheinbar kein Interesse daran die östlichen Königreiche zu halten. Waren es nicht auch die Verlassenen, welche die Invasion aus Gilneas aufhielten? Waren es nicht auch die Verlassenen, die das Hügelland endlich für die Horde sicherte? Wo waren die Aufschreie, als sie damals die Seuche gegen Süderstade einsetzen? Sagosh runzelte die Stirn. Selbstverständlich beschwerte sich dort keiner. Über den Einsatz an der Dunkelküste beschwerte sich ebenfalls niemand.

“Sir, wir wären soweit und erwarten eure Befehle!” Sagosh wurde aus seinen Gedanken gerissen, blickte den Apotheker an und erteilte Freigabe, die Seuche in dem kleinen Lager freizusetzen.

Solange die Verlassenen die östlichen Königreiche allein gegen Zwerge und andere Feinde verteidigen müssen, steht es ihnen auch frei über den Einsatz der Seuche eigenständig zu entscheiden. Wer sollte sie schon aufhalten…

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Der Fremde Bote

Welch seltenes Kraut

Teil I

Erzählung und Bilder von Ba'shek

:fire:

:scroll:Junge Wolfswelpen tollen durch den Hof von Steinard während der Nachwuchs vom Festungshof sich rührend um sie kümmert. Über den Rotkammpass zieht frostklare Luft auf, schmiegt sich durch die Donnerfestung, sie zerbricht an den Hütten und Dächern. Ein Teppich aus Blattwerk tanzt von der Dachschwelle am Wachturm herunter. Die Natur lebt im Zusammenspiel mit Wind, Frost, Feuchtigkeit und Wärme. Es ist der Rhythmus der an die alten Elemente von Draenor erinnert …

Eine kalte Jahreszeit durchzieht die Östlichen Königreiche in dem die Zeiträume sich verändern die Nächte werden länger. Als der erste Frost vom Herbst blüht, unter den endlosen Himmelsdecken vom Morgen niedergeht, sich dem Tage anbot und sanft in der Sonne auftaut. Unter den wuchtigen Holzgewächsen streifen Zweige gegen die etwas älteren verschlossenen Holz Luken vor den Fenstern. Dem güldenen Erdreich vor der Schmiede im Dorf wehen mit Frost bedeckte Blätt­er zu den Bäumen auf. Zu dieser Jahreszeit zieht die abgekühlte Luft durch die ganzen Böden, Fenster und Dächer. Hokk denkt an die sehr kalten Wintertage, er war selber noch ein junger Orc und viel gewöhnt. Bei diesen Stunden wird meistens nach orcischen Brauch das Morgenmahl aufgetischt. Nordorcn kümmern sich um ihre Sippe unter dem Banner im Frostfeuergrat.

Über den Wachturm erhellt eine kleine Flamme die Sicht, ein neuer Tag beginnt ohne Ärgernisse, gegen die gespitzte Klinge vom Blaurock muss sich in diesen Moment keiner verteidigen. Die Wachen bewegen sich auf ihren Posten oder sie patrouillieren ihre Routen in der Donnerfestung auf den Wegen und Türmen. Sie halten Ausschau inmitten vom Horde beheimateten Sumpfgebiet. Clanwächter Hokk muss immer wieder an das Alte Draenor denken, wie ähnlich die beiden Welten doch sind. Als er sich über eine Fensteröffnung im Wachturm vorbeugt, knackt sein Rücken mehrmals, ein Lächeln fährt ihn daraufhin, über das Hauer bewerte Maul. Flamme Donneraxt konnte er mit seinem verbliebenen Auge vom weiten erkennen. Mit heiterem Scharfsinn betrachtet er die Lage im Sumpf ein Rudel mit Untoten wird vom Clan erwartet. Sie haben die Erlaubnis, von dem Durub und der Scharfseherin in die Sümpfe des Elends zu reisen eine seltene Pflanze wird benötigt. Das Kriegshorn blieb ohne eine Verwendung und schwieg an diesen frühen Morgen.

:soon:Fortsetzung folgt . . .
:point_right:t6: Noch mehr Bilder zum Donneraxt Clan

Vor ein paar Tagen…

Schuldbewusst, mit gesenktem Haupt saß er da, kauernd. Er – der große Apothekermeister Mikail Korov. In Orgrimmar hielten er und sein Leibwächter sich eigentlich nur auf, weil sie einen alten Bekannten besuchen wollten. Unerwartet traf es die beiden, als sie abgepasst wurden.
Die Räumlichkeiten der Kaserne waren wenig einladend, die steinernen Wände waren nur spärlich mit Emblemen der Horde geziert. Ein Fenster gab es in diesem Raum nicht, dafür allerdings eine schwere, eiserne Türe, die von zwei davorstehenden Wachen flankiert wurde - Schreckenswachen der Verlassenen. Ein alter, massiver Holztisch stand mittig im Raum, an dem drei noch freie Stühle standen. Auf einem weiteren saß der Apothekermeister. Sein Leibwächter stand ein paar Schritte hinter ihm an der Wand, rührte sich nicht.

“…törichter Narr! Natürlich wird dein Handeln hat Konsequenzen nach sich ziehen!”, hallte es aus dem Raum hinaus, im lauten Ton gesprochen von einem weiteren Verlassenen. Er sprach mit einer rauen, tiefen und durchaus bedrohlichen Stimme. Anhand der Kleidung und der Abzeichen war dieser Verlassene eindeutig als Großexekutor der Schreckenswache zu erkennen. Die zwei Schreckenswachen vor der Türe blickten sich flüchtig an, weiteten die Augen etwas, nahmen dann allerdings sofort wieder Haltung an. Der Großexekutor ging auf die schwere Eisentüre zu und gab dieser einen kräftigen Stoß. Mit einem “RUMMS!” schloss die Türe, ein Mechanismus im Türinneren war zu vernehmen. Die Wachen vor der Türe zuckten kurz zusammen, hielten den Blick aber starr nach vorne gerichtet. Vom restlichen Gespräch war draußen nichts mehr zu hören…

Hinter verschlossenen Türen, davon sollte sonst niemand etwas mitbekommen haben…

“Du maßt dir an, solcherlei Dinge alleine zu entscheiden – niemanden einzuweihen… Ich war immer ein Fürsprecher deiner Arbeit, habe dir den Rücken gestärkt, dich aus schwierigen Situationen rausgehauen, wenn es sein musste… Aber nun… Du bist eindeutig zu weit gegangen…”, schimpfte der Großexekutor weiter. Mikail ließ die Schimpftirade über sich ergehen, es ging ihm durch den Kopf, wie oft er schon nach Hilfe fragen musste, nach Rat fragen wollte. Er wusste, dass dies eine neue Dimension einer Konfrontation darstellte, die so noch nie notwendig gewesen war. Der Großexekutor Emanon Xo, sein Ausbilder und Mentor, kam höchstpersönlich zu ihm und bestellte ihn nicht, wie sonst üblich, zu einem Gespräch ein.

Plötzlich, der Großexekutor machte eine kurze Pause, blickte Mikail seinen Mentor an, konzentrierte sich wieder und fegte all die Gedanken aus seinem Kopf. Der Großexekutor stand mittlerweile etwas schräg hinter Mikail. Xo fuhr, nun mit einem ruhigeren aber dennoch eindringlichen Ton, fort: “Du und deine Apotheker – ich werde jeden einzelnen deiner Verlassenen prüfen und notfalls exekutieren lassen, davon kannst du ausgehen!” Mikail klappte den Mund auf, mehr als ein “Aber…” brachte der Apothekermeister allerding nicht heraus, bevor er von Xo harsch unterbrochen wurde: “All die Ressourcen, all die Zeit, die ihr euch nehmt, für Eure Experimente… Wo sind die Ergebnisse? Seuchen? Stärkungstränke…?” Krachend schlägt der Großexekutor auf den schweren Holztisch und blickt Mikail anschließend auffordernd an.
Mikail hörte einen Schritt, etwas bewegte sich hinter ihm. Er blickte über seine Schulter und sah seinen Leibwächter, nur noch einen Schritt entfernt, beide Hände an den Dolchen – die Hand des Großexekutors hatte ihn am Hals gepackt, die Füße der Wache baumelten etwa 20 Zentimeter in der Luft. Bevor Mikail einen klaren Gedanken fassen konnte, knackte es laut. Der Körper seiner Leibwache erschlaffte von der Einen auf die andere Sekunde und sackte leblos zu Boden. Sofort fixierte der Großexekutor wieder Mikail, mit zornigem Gesichtsausdruck.

“Wir… Die Forschungen, die beauftragt wurden, laufen bereits… Und wir bringen uns aktiv in den Heimatschutz mit ein, haben eine Todeswache eingerichtet, wie ihr es vorgeschlagen hattet.” Xo verengte die Augen etwas, deutete mit einem Kopfnicken an, dass er fortfahren solle. “Ich hab’ Sagosh Maladan als Exekutor dafür gewinnen können, er führt die Todeswache der Apotheker an”, fügte Mikail hinzu. Vorsorglich hob er beschwichtigend beide Hände, die er bis dahin auf seinem Schoß verstaut hatte, “er wusste ebenfalls nicht, was ich vorhatte – er war nicht eingeweiht in das… Projekt.” Der Gesichtsausdruck von Emanon Xo entspannte sich nun ein klein wenig. Mit neugierigem Unterton hakte Xo nach: “Du sprichst von Sagosh Maladan, dem ehemaligen Anführer der königsblauen Garde, des Vierzehnten? Den in Ungnade gefallenen und später rehabilitierten?” Mikail nickte bei den Worten den Großexekutors mehrmals.
Xo ging langsam, mit nun grüblerischem Gesichtsausdruck um den massiven Holztisch herum, blieb direkt gegenüber Mikail stehen und beugte sich nach vorne, stützte sich mit denen flachen Händen auf den Tisch: “Exekutor Maladan also, damit kann ich arbeiten. Setz ein Schreiben auf, ich werde mir deinen Haufen persönlich ansehen, auf Augenhöhe. Erwähne nicht, dass dies eine Inspektion sein wird – lass’ dir etwas einfallen!” Emanon Xo richtet sich wieder auf und blickt in Richtung des noch immer leblos am Boden liegenden Verlassenen: “Kümmer’ dich um den Kerl. Wenn er das nächste Mal auch nur im Ansatz daran denken sollte, gegen mich vorzugehen, wird er den endgültigen Tod finden.” Ohne ein weiteres Wort zu wechseln entriegelt der Großexekutor die Türe und verlässt Mikail und seine reglose Wache.

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Der Fremde Bote

Welch seltenes Kraut

Teil II

Erzählung und Bilder von Ba'shek

:fire:

:scroll:Als sich die Nacht dem Tage Anbot der Himmel langsam wieder heller wurde…

Weit entfernt von der Donnerfestung ist für die Anreise ein Ort ausgeklügelt, an dem an dem die Untoten ankommen. Sehr komfortabel für Sagosh Maladan den sie reisen bereits mit seinem Rudel von Untoten durch ein Windtor und finden den Weg. Hokk konnte ihn und Botin Caecilia mit helfenden Spähern rechtzeitig in der Wildnis entdecken. Der Clan wusste durch den Boten seitens Sagosh Bescheid. Einige Orcs warten auf die Untoten, Nordorcs haben recht gute Kenntnisse zur Pflanzenlehre im Gebiet. War das meiste Wissen aus ihrer Clan eigenen Ahnenlehre. Oft helfen Botaniker aus Steinard der Horde und ihrem Clan zu Ruhm. Im Sumpf beraten sich Sunekka, Tor’gra und Ba’shek denn ihre Beaufsichtigung Trauermoos aufzustöbern wurde vom Häuptling zugestimmt. Die Untoten verarbeiten ihre Pflanzen dann weiter und nutzen sie wahrscheinlich für sich selbst. Ihre Absichten sind immerhin noch in den Diensten der Horde. Es gibt etliche Orte, wo das Gewächs geschickt aufgestöbert werden konnte. Die Donneräxte kennen die Wildnis besser als das Rudel von Untoten samt ihrem Anführer.

Um Trauermoos aufstöbern waren Sunekka und Tor’gra am besten geeignet. Häuptling Urog’ash sendet zwei seiner begabten Nordorcin, es waren sachkundige Weibchen, um zu den Untoten zu helfen waren sie brauchbar. Donnerkrieger Ba’shek sollte aufpassen das nichts auf ihren Wegen passiert. Obwohl Sunekka und Tor’gra auch gut auf sich allein aufpassen können, um die Nischen und Zufluchtsorte in den Sümpfen des Elends auszukundschaften. Der Weg kreuzt sich, führt am Fluss entlang, schlängelt sich durch etliche Wiesenpfade. Vieles könnte passieren außerhalb der Donnerfestung. Sie wissen Bescheid, konnten der Apothekervereinigung einen guten Ertrag an einigen Punkten auf der Karte versprechen. Benötigt wird Trauermoos. Eine Pflanze die nur in den Sümpfen des Elends aufzufinden ist. Sie gedeiht nur dort.

Durch den Kommandanten der Apothekervereinigung erfahren die Donneräxte alles nötige. Sollte die Pflanze unter einer alten geheimen Rezeptur besondere Kräfte entfalten. Wesentlich wertvoll war das Kraut nicht, es gab reichlich davon zu finden im Sumpf. Aber wenn die Rezeptur funktioniert ist das sicherlich ein weiterer Nutzen. Von den Schamanen vom Donneraxtclan wurden die Extrakte vom Trauermoos auch gern benutzt aber eher für kleine Mixturen, Abgüsse, und Tinkturen wie sie im Sumpfgebiet zu verwenden ist. Seit dem der Donneraxtclan im Sumpf lebt, wird dort auf der Gebietskarte alles Wichtige aufgezeichnet. Sie verbürgt geheime Orte und geleitet sichere Wege durch den Sumpf. Dazu teilte sich das Rudel in 2 Gruppen, um die Gegend abzusuchen. Aber keine Triebe von Jungpflanzen durften sie mitnehmen, sondern nur die etwas kräftigeren Altpflanzen. Als die Arbeiten beendet waren und somit die Suche durchgeführt war. Ist das Unterfangen für das Rudel mit Untoten vorbei. Ihre Wege ziehen sich zurück in die Heimat durch ein Wind Portal.

:soon:Fortsetzung folgt . . .
:point_right:t6: Noch mehr Bilder zum Donneraxt Clan

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Das Grabmal, Silberwald – Ruhig und ereignisarm war die Nacht bisher. Während die Wachen draußen patrouillierten, versammelten sich die drei Verlassenen Christopher Drakul, Edward Remington und Hochexekutor Hadrec in einem der Gebäude.

Der Hochexekutor blickte die beiden Drakul und Remington abwartend an, gab mahnend mit auf den Weg, „wehe Euch, es ist nicht wichtig…“. Edward Remington suchte erst noch einen kurzen Blickkontakt mit Drakul, ergriff dann aber das Wort: „Hochexekutor Hadrec, Sir. Entschuldigt die Störung. Wir haben diese Satzungsänderung zugestellt bekommen. Wir dachten – ihr solltet davon erfahren…“ Drakul zog eine Dokumentenmappe aus seiner ledernen Tasche und reichte diese dem Hochexekutor. Hadrec war nun doch sichtlich interessiert, nahm die Dokumentenmappe an sich und schlug diese ohne Zögern auf. Die Überschrift las er laut vor: „Satzungsänderung der königlichen Apothekervereinigung – Bereich Apothekervereinigung Korov“. Mit einem „Hrm“ quittierte er diese Einleitung und begann dann stumm weiter zu lesen. An seiner Mimik war erst keine Reaktion zu erkennen. Nach einer Weile stutzte er allerdings, blickte über den Papierrand zu den beiden anderen Verlassenen: „Großapotheker Jakob James Korov!?“ Die beiden nickten simultan bejahend, aber stumm. „Seuchenbringer Jakob James Korov? Jener Großapotheker, der vor Jahren, auf den Befehl der dunklen Herrin hin, hingerichtet wurde?“, raunte der Hochexekutor den beiden Verlassenen zu, packte dabei Remington unsanft am Arm: „Sprecht schon!“ Remington erschrak sichtlich, hob beide Hände beschwichtigend und nickte dabei. „Ja, Sir – wir sind nicht ohne Antworten gekommen.“ Hadrec ließ von Remington ab und deutete ihm mit einer Geste der rechten Hand an, er solle nun zügig anfangen zu sprechen.

„Jakob James Korov wurde nach der Exekution wohl wiederbelebt und diente seither unter dem Banner der schwarzen Klinge. Über die Hintergründe seiner Rückkehr haben wir keine Informationen. Mikail Korov, der bisherige Leiter der Apothekervereinigung, hat die Leitung bereits vor ein paar Wochen wieder an seinen Bruder abgetreten. Auf den folgenden Seiten werden Änderungen innerhalb der Apothekervereinigung beschrieben…“, führe Remington aus. Hadrec quittierte das Gesagte mit einem unzufriedenen brummen, setzte dann das Lesen fort, murmelte ab und an beiläufig: „Ausgestaltung der Ränge … Bereiche Apotheker und Todeswache … von der königlichen Apothekervereinigung unabhängige Ziele … paritätische, gleichberechtigte Führung der Apothekervereinigung durch Großapotheker Korov und Exekutor Maladan … Änderungen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft…“

Auf der letzten Seite angekommen blickte der Hochexekutor mit weit aufgerissenen Augen auf das Dokument, als könne er es nicht glauben. Er hob seinen Blick fast in Zeitlupe und starrte die beiden Verlassenen Drakul und Remington an: „Verdammte Sch**ße! Apothekermeister Faranell hat das abgesegnet!? Er ist damit einverstanden?“ Wütend klappte Hadrec die Dokumentenmappe zu und presste diese gegen die Brust von Drakul, der von der Wucht ein Stück nach hinten gedrückt wurde. Fluchend und schimpfend verscheuchte der Hochexekutor die beiden Besucher.

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