Wird Patch 8.2 BfA retten?

Nur passiert das zusätzlich zum aktuellen loot, man ist auf jeden Fall noch viel schneller fertig da es gerade auf den letzten slots den Zufall komplett rausnimmt.
Händler bedeuten fast zwingend VIEL weniger loot. Weshalb so ein Modell erst in 9.0 kommen kann. Dazu passt auch das sie in den Interviews sagten aktuell gäbe es zuviel loot und das sie künftig daran schrauben wollen.

Sie scheinen sich langsam zum Glück wieder von dem was Travis Day in dem Vortrag präsentierte (ich habe ihn div. Male verlinkt) wieder zu entfernen.

Nein, eben nicht. Wir beide hatten das Thema jetzt schon viele Male und es läuft immer auf das Gleiche hinaus:

Blizzard ist in WoW Gott. Sie bestimmen komplett jedwede Gegebenheit. Wenn Blizzard einen Händler mit Währung einführt können sie ganz genau kalkulieren, wie früh oder spät jemand bei diesem Händler etwas kaufen kann. Sie haben von Anfang an die volle Kontrolle über den zeitlichen Aspekt.

Und der zweite Punkt ist eben, dass wir fundamental unterschiedliche Ansichten darüber haben, was am “Ende” sein soll. Für mich soll es ein Ende geben, d.h. ein Charakter muss fertig werden können, sprich Best in Slot, die perfekte Ausrüstung und der Charakter ist abgeschlossen.

Für Blizzard ist das scheinbar total undenkbar geworden und du siehst das wohl eben auch so. Und ich bleibe aber eben nach wie vor auf der Position, dass dies eben extrem demotivierend für viele wirkt und eben nicht Spaßig.

Auf dem Papier hat irgendein unnötiger BWLer dann ausgerechnet, dass wenn es ja Open-End ist die Spieler X fach mehr Zeit im Spiel verbringen würden, da sie ja damit beschäftigt sind ständig weiter im Hamsterrad zu laufen.

In der Praxis sieht es so aus, dass es einfach demotivierend ist und die Leute das Ganze quittieren, es wird also eine Nullrechnung draus.

Übrigens gleiche Problemattik bei diesem “Argument”, Spieler verbingen ja mehr Zeit mit reisen, wenn man Portale entfernt. Sieht in der Praxis dann so aus, dass bestimmter Content einfach liegen gelassen wird, bei mir z.B. zurzeit ZA was ich vorher immer abfarmte.

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Aber nur wenn sie es nicht einfach auf das aktuelle System aufflanschen! Ein Händler bedeudetet egal wie langsam man das gear bekommt, immer mehr geplanten loot auf einem exakten slot.
Ausser man braucht für ein item bei ihm 1 Jahr oder so was auch nicht geht.
Diesen Effekt muss man beim restlichen loot kompensieren. Je schneller man gear beim Händler bekommt… umso stärker.

Den Punkt sehe ich auch. Er sollte aber eben sehr nahe am nächsten Content Patch liegen. Im PVP z.B. sammelte man früher ca. 17 Wochen am Gear und alle ca. 24 Wochen kam neues gear. Für mich das perfekte Tempo.

Auch bin ich exakt aus dem von dir genannten Grund gegen WQs und für dailies. Die haben content abgeschlossen und damit die Immersion stark gefördert. Heute mache ich immer und immer wieder WQs zu längst abgeschlossenem Conten (thematisch)

Das haben ja einige, ich auch, in den div. threads mal geprüft. Sehr viele traf es gar nicht, bei machen machte es wenige Minuten aus. Selbst zu den Höhlen der Zeit verlängerte sich der Weg um ganze gigantische 2 Minuten.
Das war für mich einer der Gründe etwas harsch von „Drama“ zu sprechen.

Patch 8.2 wird WOW nicht retten. Liegt einfach daran, dass Blizzard die vorherigen Fehler die schon lange bemängelt wird nicht fixt und lieber es liegen lässt und was neues halbherziges rausbringt. Sollten die mal wieder zur kleinen spieleschmiede werden wie früher, das würde ihnen mehr bringen als die momentane situation.

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2 Minuten sind es aber auch nur, wenn man es nur einmal macht. Repetitionen addieren sich, verlängerte Zeiten zu anderen Orten multiplizieren sich. Deine Abqualifizierung geht somit, nicht zum ersten Mal, ins Leere.

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Es ging darum um wieviel es die Spielzeit pro Tag verlängert und ob man so “Abozeit” schinden kann. Kann man nicht.
Ich weiß auch nicht was es mit Abqualifizierung zu tun hat wenn ich nicht alles was den Aufwand etwas erhöht nicht automatisch schlecht finde.

Vielleicht sollte ich mir das mal doch anschauen :smiley:
Ich verstehe nämlich beim besten Willen nicht, wie man annehmen konnte dieses massive RNG würde viele Fans finden.

Exakt deshalb empfehle ich da Video SEHR. Da erklärt jemand einem Fachpublikum eine Stunde lang wie es zum heutigen WoW loot System (und dem in D3, dafür war er dann verantwortlich!!!) kam.
Man merkt mit jeder Faser wie überzeugt er von dem ist, wie sympathisch er das erklärt und denkt trotzdem die ganze Zeit „Du redest Unfug Junge!!!“.

Mir fiel nach dem Video ein Stein vom Herzen, dass er Blizzard inzwischen verlassen hat und sich imho daher die Linie langsam ändert.

In WoW sind wir sehr, sehr nahe am Lootboxsystem was die Ausrüstung anbelangt, im Grunde genommen haben wir es schon was Gear anbelangt. Die wöchentliche M+ Truhe ist ja an sich nichts anderes.

Bei Händlern erarbeitet man sich sein Gear halt, das ist sicher auch ein schönes Gefühl aber hält nur kurz an, das Randomsystem ist wie eine Slotmachine, man wird süchtig nach dem nächsten Dreh in der Hoffnung es kommt was gutes raus, und in der Theorie hält diese “Sucht” die Spieler länger bei der Stange.

Ich sage Theorie, weil wenn man 4x in Folge Mist bekommt, schlägt das dann durchaus auch mal in Frust um und bewirkt dann das Gegenteil.

Muss es nicht, kann es aber durchaus. Ich renne mit meinem Diszi sehr gern durch M+ - auch, wenn nicht jeder Key in time geschafft wird. Mir macht das nen Heidenspaß.

Würde ich so nicht sagen. Beim Händlersystem wusste ich vorher ziemlich genau das es in 2 oder 3 tagen soweit ist. Ich freute mich, plante was ich genau kaufe,… der Effekt setzte lange vor dem Kauf ein und hielt noch eine ganze Weile danach an. Beim aktuellen System gehts um Aufregung, im alten um Befriedigung.
Der kurze kick ist imho in WoW nicht zielführend.

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Ich bevorzuge den anderen Weg ja auch, aber in unserer Smartphone-Gesellschaft geht es meistens nur noch um den nächsten „kick“ (like, retweet, whatever) , daher finde ich es nicht verwunderlich wenn man das auch in den Spielen versucht so umzusetzen um dieses Klientel anzulocken/zu halten.

Wir im Forum haben ja auch unser „Herzchen“ :wink:

Nur ist das nicht die Spielerschaft eines 15 Jahre alten Spieles :wink: Die ist in WoW schon ganz anders als in anderen aktuellen Spielen oder auch z.B. D3.
Man merkt ja wie sie in WoW damit an die Wand rennen. Sie sollten imho weniger auf das „neue Publikum“ zielen sondern mehr schauen was ihre langjährige Spieler wollen. Die Chancen liegen daran die zu binden… nicht den aktuellen Spielern nachzulaufen.

Das wäre wünschenswert. Die Frage ist wie hoch der Druck von Activision ist, überall ihre Schiene durchzusetzen. Die schauen sicher nicht nach Logik. Die weisen nur an mehr Lootboxen, mehr Microtransaktionen, weniger Kosten.

Einen ähnlichen Fall hast du ja bei Anthem gesehen, ein Spiel was so enstanden ist weil EA die Richtlinien vorgegeben hat. Live-Service bitte und Frostbyteengine, egal obs passt oder nicht.

In erster Linie wollen sie Geld verdienen. Auch die werden da den sinnvollsten Weg hin akzeptieren. Aber ich sehe nicht Activision als die Schuldigen am aktuellen Kurs. Travis Day der den erwähnten Vortrag hält ist seit Classic bei Blizzard und im WoW Team und er schildert den Holzweg perfekt auf. Also Holzweg aus meiner Sicht… er glaubt ja dran.
Man sollte das wirklich mal gesehen haben als WoW Fan… es ist erschreckend. Danach rutscht Activision erstmal weiter nach hinten :wink:

Da muss nichts gerettet werden.
Die Story ist interessant.
Man kann sich aussuchen wo man seine Ausrüstung holt.
Der Warmorde hat zwar mit dem Shardsystem seine Tücken, aber kann ebenfalls Spaß machen.
Die Instanzen sind interessant, die Raids zum großen Teil auch.

Gut, eine Sache gibt es, die Verbesserungswürdig ist, aber da kann Blizzard nichts machen: Diese Community, die nur noch am meckern ist, am motzen, die neidisch und missgünstig ist. Die keine Gemeinschaft mehr ist, die ihre Komplexe aus der realen Welt im Spiel kompensieren muss.
Viele Spieler nehmen sich einfach viel zu wichtig, vergessen was „Boni“ sind (Titan/Kriegsgeschmiedet und die Azeritsachen sind Boni und man kann den ganzen Contentkram auch gut ohne machen, es dauert evtl nur etwas länger)

Daher, BfA muss nicht gerettet werden. Es ist die Community, die sich retten muss und dazu nicht in der Lage ist, weil sie einfach nicht selbstkritisch ist.

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Durch die Wortwahl natürlich. Selbstverständlich steht es dir frei, Sachen nicht schlecht zu finden, aber gestehe doch anderen auch zu, daß sie das anders sehen. Ihnen dann zu unterstellen, sie würden ein Drama daraus machen oder die Angelegenheit aufbauschen, qualifiziert ihre Ansicht ab.

Kann nicht so schwer sein, das zu sehen…

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Was erwartest du noch von WoW ?

Mir gefällt das Skandinavische Nordische Setting von BfA extrem gut, besser kann man das nicht machen. Auch die Idee das mit den Piraten und Co zu verbinden finde ich großartig. Die Storyline gefällt mir gut, das erste Mal das es keinen speziellen Bösewicht gibt, ist eine Verbesserung.

Was mich an BfA stört, ist das „RNG“ grinden nur um das Item Level zu steigern. Zum einen war das in WoW schon immer so. Aber es gab auch immer ein größeres Ziel für das man die Zeit in das Spiel investiert. Und ich bin in der Vergangenheit für meine „Arbeit“ in WoW belohnt worden mit den Dingen, die ich erreichen wollte. So etwas gibt es in BfA nicht. Man bekommt manchmal etwas ganz Schnell und manchmal fast gar nicht. Wie am Daddelautomat aus den 80ern.

Daher finde ich BfA als langweiligste Erweiterung „ever“, hinzukommt eben das mit der Zeit in WoW immer mehr automatisiert worden ist. Was zum einen den Komfort vom Spiel extrem verbessert hat, aber eben auch langweiliger macht. Und man so weniger Kontakt mit anderen Spieleier hat / haben muss.

Auch die Spiele anderer Hersteller sind in den letzten Jahren viel attraktiver geworden, so das WoW schon lange nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal hat, wie es vor 5-7 Jahren noch war. Seit Erscheinen ist WoW irgendwie jedes Mal eine Neuauflage vom alten Schema geblieben. Und irgendwann hat man wirklich alles einmal gesehen. Und mag vielleicht auch nicht mehr jedesmal immer wieder bei „0“ neu anfangen. All, dass wird sich auch mit den Patch nicht ändern.

In 8,2 freue ich mich vor allem auf das fliegen, auf das „Artefaktsystem“ aus Legion und hoffe, dass die Missionen der Begleiter endlich mal aufgewertet werden. Alleine durch das Fliegen werde ich viel mehr Freude am Twinken und Questen haben. Aber ich glaube auch das dies die letzte WoW Erweiterung war, die ich gespielt habe.

(Alle im folgenden getätigten Aussagen sind ausschließlich meine persönliche Meinung)

Da bin ich einfach etwas undiplomatisch, stimmt. Es gibt hier ganz klar Spieler die nur überzeugt ihren Meinung sagen. Aber eben auch reichlich andere, die eigentlich alles schlecht finden. Ja, aktuell wird aus vielem viel zu leicht ein Drama gemacht, dazu stehe ist.
Sobald es nicht möglich ist ja alles was man nicht mag zu überspringen wird es viel zu schnell ein timesink der alles ruiniert. Statt mal offen zu sagen das es einen stört pro Char 2-3 Minuten am Tag länger zu brauchen wird ein unspielbares Spiel konstruiert. Mir fehlt da viel zu oft der Mittelweg zwischen schwarz und weiß.
Ich akzeptiere jeden der einfach offen sagt… „es mag nicht viel Zeit sein aber es stört mich eben Dinge zu tun die mir keinen Spass machen“.
Aber viel zu oft wird eben stattdessen etwas konstruiert das alles unspielbar macht.

Menschen ticken nun einmal so. Ich erlebe oft genug, dass eine Software nicht akzeptiert wird, weil nach einem Update ein zusätzlicher Klick nötig ist. Es ist an dieser Stelle völlig egal warum der sein muss - intuitivere Anwendungsstruktur, Sicherheit, bessere Erreichbarkeit folgender Optionen - bemerkt wird nur, dass ein weiterer Klick erforderlich ist und das wird abgelehnt.

Der zusätzliche Klick erfordert ca. 2 Sekunden mehr Zeit und zwingt den Anwender von seinen Gewohnheiten abzuweichen. Das ist genug, um die Akzeptanz in den Keller zu schicken. Es genügt, dass langjährige Kunden sich für ein anderes Produkt entscheiden - und ich rede hier von knapp sechsstelligen Anschaffungskosten und der Notwenigkeit sich in eine komplett neue Anwendung einzufinden.

Neuerungen, zusätzliche Möglichkeiten usw. sind eine Sache, aber an (wie lange auch immer) bestehenden Systemen schraubt man besser sehr, sehr vorsichtig.