[A RP-PVE] Lilien von Stratholme - ohne Voicechat

Die dunkelhaarige Frau betrachtete die Gräber auf dem Friedhof in Lakeshire, während sie gedankenverloren über ihre Robe aus einfachem Leinen strich. Sie kannte niemanden, der dort begraben lag. Sie kannte nicht einmal viele, die hier lebten. Vor einem der Gräber kniete Feyea Blythe nieder. Sie zupfte etwas Unkraut aus dem Blumenschmuck und strich beinahe zärtlich über die Blütenblätter. Es war eine Lilie, die aus der frischen Erde wuchs. Feyea seufzte. Die Zeiten, in denen sie in Stratholme bei einem der Blumenhändler Lilien gekauft hatte, waren lange vorbei, so schien es ihr. So vieles war seitdem passiert. So vieles hatte sie verloren. Langsam erhob sich die Frau mittleren Alters wieder. Sie ließ ihren Blick über den Immerruhsee wandern und die Häuser dahinter, die auf den Hügeln des Gebirges lagen. Es war ein friedlicher Anblick, der sich ihr bot, doch Feyea wusste es besser. Die Bewohner wussten es besser. Es würde nicht mehr reichen, Kräuter zu sammeln und Tränke zu brauen. Sie musste mehr tun, wenn sie helfen wollte. Aber allein waren ihre Möglichkeiten sehr begrenzt.
Am Abend saß Feyea am wärmenden Feuer des Gasthauses. Vor ihr stand ein Glas Wein, das sie kaum anrührte und ihr Blick wanderte unaufhörlich im Schankraum herum, ehe er plötzlich an einer jungen Frau hängen blieb. Hatte Fyn eben auch schon dort gestanden? Feyea wollte sich gerade bemerkbar machen, als die Frau mit den zwei Schwertern und der Lederkluft auch schon bei ihr am Feuer saß. „Ich habe mir etwas überlegt“, sagte Feyea schließlich und Fyn rückte etwas dichter zu ihr heran, um ihren Ausführungen zu lauschen. Als Feyea geendet hatte strahlten die Augen des Mädchens und es nickte zuversichtlich, ehe es aufstand, durch die Menge der Gäste huschte und schließlich verschwand.

„Die Lilien von Stratholme“ wurden ursprünglich auf dem Server „Everlook“ gegründet und sind eine kleine Gilde, die langsam wachsen möchte und auch eher “klein” bleiben möchte. Einige Spieler sind von “Everlook” nun auf den langersehnten RP-Server gewechselt, weshalb es mir im Nachgang ein wenig schwerfiel, ein engmaschiges RP-Konzept für diese Gilde zu überlegen, in der so unterschiedliche Charaktere zu Hause sind. Darum habe ich mir folgendes überlegt:

Es gibt eine IC-Mitgliedschaft: Wer auch IC zu den „Lilien“ gehören möchte, weil er ein Abenteurer ist, eine einsame Seele, ein Weltverbesserer, ein Heiler, ein Helfer, der kann mich OOC ansprechen, damit wir eine „zufällige Begegnung“ herbeiführen können, aus der sich Rollenspiel ergibt, welches dann im Idealfall zu einem Gildenbeitritt oder zumindest zu einer IC-Bekanntschaft führt, aus der sich dann alles weitere entwickelt. Aus dem Einleitungstext ist vielleicht schon zu entnehmen, dass es sich hierbei um etwas „Neues“ handelt, um etwas, dass gerade entsteht und etwas, wozu ich OOC noch gar nicht viele Worte verlieren möchte. Für mich ist nichts schöner, als wenn sich die Dinge im RP ergeben und der Weg bereits das Ziel ist.

Es gibt eine OOC-Mitgliedschaft: Wer „nur“ OOC zu den „Lilien“ gehören möchte, weil ihm gemeinsames Questen Spaß macht, er zusammen Ruf farmen möchte oder sich in Stratholme, der Scholomance oder anderen Dungeons zu Hause fühlt und diese stressfrei, ohne „Gogogo“-Manier oder anderen Druck erleben möchte, wer vielleicht auch mal unkonventionelle Gruppenzusammenstellungen versuchen mag oder sich in einer neuen Rolle ausprobieren möchte, wer findet, dass sein Charakterkonzept nicht zu einer Gemeinschaft passt und er RP lieber losgelöst von einer Gilde betreibt, wer Gesellschaft beim Angeln braucht oder Unterstützung bei der Materialbeschaffung für seine Berufe, der kann mich einfach OOC ansprechen und wir klären alles weitere.

Vielleicht noch wichtig zu wissen und eine Erklärung dafür, warum wir uns nicht einfach schon bestehenden Konzepten anschließen ist, dass wir komplett auf Voicechats jeder Art aus unterschiedlichen Gründen verzichten möchten.

Wenn dich das also anspricht, freue ich mich, von dir zu hören.

Du erreichst mich unter den Namen Feyea oder Fynrah im Spiel direkt oder per Brief.

Liebe Grüße,
Feyea

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Schön! ich weiß schon, wem das noch gefällt :blush:
Und dann meldet ihr euch auch gerne noch hier: 📋 RP-Gilden, -Projekte, -Channel- & Discord-Verzeichnis

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Es ist wirklich schade, dass man nicht in mehreren Gilden sein kann. Gefällt mir sehr gut und ich wünsche Euch viel Erfolg.

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Schließe mich Toxyna an. Schön geschrieben - willkommen.

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Willkommen auch von mir :evergreen_tree:

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Hallo zusammen!
Heute möchte ich mich endlich mal für die ganzen tollen Rückmeldungen - ob hier im Forum oder direkt im Spiel - bedanken: vielen Dank! :smiling_face_with_three_hearts:
Meine Zeit ist leider nicht mehr so üppig wie in Vanilla-Zeiten, weshalb ich erst heute dazu komme.
Maqua, vielen Dank für den Link. Da werde ich doch gerne mal etwas verfassen.

Ein kleines Update:
Prynn ist nun ebenfalls Ansprechpartner bei eventuellen Fragen oder Interesse für die Gilde.

So, mal sehen, ob ich den einen oder anderen gleich in Menethil antreffen werde.

Liebe Grüße,
Feyea

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Erzgrim steht am Balkon und gießt die Lilien die in seinem Blumenkasten wachsen. “Das ihr hier wachst im Berge und der Schmiede Hitze … ich glaub das liegt nur dran, dass ich euch gut zured. Nichts gedeiht in dieser Umgebung ohne Hilfe, aber ihr gebt mir Freude und das ist mein Lohn” Er sieht zu frieden Richtung Tüftlerstadt. “Jeder benötigt mal nen frischen Schluck Wasser und manchmal auch mehr, damit es wieder auf die Beine geht.” Der wehmütige Zwerg setzt die Gießkanne ab und genehmigt sich einen kräftigen zug Zwergenmet. “Aaah … oder auch mal nen Krug voll mit Zwergenglück!”

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Je näher Fynrah Lakeshire kam, desto langsamer wurde sie. Sie musste im wahrsten Sinne des Wortes mit leeren Händen zu Feyea zurückkehren und sie war sich nicht sicher, wie gut die Heilerin das verkraften würde. Die meisten Leute in Lakeshire machten verkniffene Gesichter. Die Angst stand ihnen ins Gesicht geschrieben und direkt daneben der Hunger, aber auch Wut und Verzweiflung. Andere wiederum versuchten das beste aus der Situation zu machen und hier und da konnte sie einzelne Lacher hören. Fynrah ließ ihren Blick schweifen. Sie passierte die Schmiede, das Rathaus. Sie wechselte die Seite und besah sich jeden einzelnen, der auf dem Steg stand. Angler, Kinder, Händler. Der See lag ruhig, als ahnte er nicht, welche Dramen sich hier ereigneten, nur ein paar Handbreit über ihm. Gegenüber auf der anderen Seite lag der Friedhof. Und dort stand sie. Wie eigentlich immer. Fynrah straffte die Schultern und hob das Kinn. Sie umrundete den See mit leichten Schritten und musterte Feyea Blythe, welche wiederum ihren Blick zu den Gräbern gerichtet hatte. Fyn räusperte sich. „Fynrah, du bist zurück. Hast du alles bekommen, worum ich dich gebeten hatte?“ Feyea streckte ihre Hand nach der jungen Frau aus und beinahe war es Fyn, als würde Feyea sie anlächeln. Fynrah schüttelte ihren Kopf und radierte damit das Lächeln der Heilerin Stück für Stück aus ihrem Gesicht.

ooc:
Einige Gnome, Menschen, Elfen und Zwerge (vor allem Zwerge!!!) haben bereits zu uns gefunden. Das momentane vordergründige Interesse steht bei den meisten im Moment darin, die Charaktere zu leveln, so dass das RP im Moment eher nebenher passiert und noch keine IC-Entwicklung stattgefunden hat, was die Gilde als Gesamtbild betrifft. Wer also gern Dinge aus dem RP heraus entwickeln mag, ohne ein vorab OOC-bekanntes Ergebnis, der ist herzlich eingeladen sich uns anzuschließen. :wink:
Ebenso dürfen sich natürlich gern auch weiterhin gemütliche Spieler bei Feyea, Fynrah oder Prynn melden.
Wir sehen uns in Azeroth!
Fyn

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Tage vergingen. Wochen.
Es war schon Abend, als Fyn sich ein Herz fasste und an Feyeas Tür klopfte. Der Abend schien ohnehin die einzige Zeit am Tag zu sein, an dem ein Klopfen an die schwere Holztür Erfolg haben würde. Die Heilerin ließ Fyn mit einem überraschten Gesichtsausdruck eintreten. „So kann es nicht weitergehen, wir müssen etwas tun,“ sagte die junge Frau und sah Feyea durchdringend an. „Ihr könnt nicht die ganze Zeit nur auf diesem Friedhof verbringen. Hier sind Menschen – nunja und die anderen Völker – die Eure Hilfe brauchen.“ Fynrah biss sich auf die Lippe und beobachtete die Heilerin. Wie weit konnte sie es wagen zu gehen? Feyea antwortete nicht. Sie setzte sich auf das zerwühlte Bett und legte die Hände in den Schoß. Fynrah atmete tief ein und wieder aus. „Und wenn Ihr es nicht tut, dann werde ich es selbst tun.“ Nun blickte Feyea auf die junge Frau, welche sich mittlerweile einen Stuhl herangezogen und sich gegenüber von ihr niedergelassen hatte. „Was willst du denn schon Großes tun, Fyn?“ Fyn machte eine ausholende Geste. „Gleichgesinnte suchen. Ich glaube nicht, dass Ihr mit Eurem Verlust allein seid. Und ich glaube, dass es da draußen eine Menge Leute gibt, die helfen wollen. Wir müssen sie nur suchen.“ Fyn atmete kurz ein und wieder aus.
„Und auf dem Friedhof werden wir sie nicht finden!“ Fyn erhob sich schwungvoll von ihrem Stuhl und wandte sich zum Gehen. Als sie ihre Hand auf den Türgriff gelegt hatte, schien auch Feyea aus ihrer Starre zu erwachen. „Warte,“ sagte sie.

Weitere Tage vergingen. Dann konnte man zunächst in Lakeshire, später auch in Stormwind und Ironforge folgenden kleinen Aushang an den Anschlagetafeln finden:

Die „Lilien von Stratholme“ sind eine kleine Gemeinschaft verschiedenster Leute, die doch eines gemeinsam haben!
Wir wollen gegen die Ungerechtigkeiten und das Böse in dieser Welt kämpfen! Wir erheben die Waffen, wenn es sein muss, wir kämpfen mit Wort und Tat und Schwert und Feder!
Auch wollen wir denen helfen, die allein sind oder sich so fühlen. Wir wollen eine Zuflucht bieten, aus der gemeinsame Stärke erwachsen kann!
Für nähere Informationen meldet Euch bei
Feyea Blythe in Lakeshire

Ich finde es ebenso schade, dass ich eure Gruppe nicht früher gefunden habe.

Der Zwerg stolpert betrunken durch die Große Schmiede

Zuhaus … zuhaus … eeendlich wieder Zuhaus! Nirgends ist der Duft der, der Schmelze sooo prickelnd wie zuhaus … hicks!

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Irgendwie… muss ich sagen… klingt das alles recht sympathisch. Auch wenn ich zumeist doch alleine in der Gegend herumstromer und das gerne tue - manchmal wäre ein wenig Gesellschaft ja schon ganz nett grübelt vor sich hin

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So ich bin zurück, habe nun wie ich vor meiner Pause überlegt habe mich ihnen angeschlossen und überlege auch mit der Kuchentaverne nun weiter zu machen.

Okay jetzt ist es offiziell Tezzarin will es zum Gildenevent ernennen:

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Im Wirtshaus von Kharanos sitzt eine weißhaarige Gnomin am Tisch nahe dem Kamin. Ein Humpen Donnerbier, halb leer getrunken steht auf der Seite. Vor ihr liegt ein Bogen Papier. In ihrer kleinen Hand hält sie eine Schreibfeder. Sie hebt den Kopf, blickt sinnend in die Flammen. Dann seufzt sie, taucht die Federspitze ins Tintenfass und fängt erst langsam, dann immer rascher an zu schreiben.

*„Werte Feyea, *

*ich hoffe, Euch und Fynrah geht es gut. Wir haben nun schon länger nichts mehr von Euch gehört, daher möchte ich euch beiden kurz berichten, was sich in letzter Zeit bei uns Lilien von Stratholme und generell in den zivilisierten Landen so zugetragen hat. *
*Ihr erinnert Euch noch an Eldoraij, den schmucken Elfenjäger, dem ich zum ersten Mal in den Sümpfen des Elends begegnet bin? Der mit den traumhaften, türkisen, langen Haaren? Die schlechte Nachricht vorweg: ich habe ihn immer noch nicht überreden können, sich den Kopf zu scheren und mir die Haare für einen neuen Stoff zu überlassen.
Mittlerweile haben wir auch einen weiteren Jäger der Fast-Ewigen für die Lilien gewonnen. Limias heißt er und in Darnassus ist er nicht so gern gesehen, denn offenbar hat er ein für einen Elfen recht heftiges Temperament. Er ist Ingenieur wie Tally, doch er baut nicht so gern Dinge, die explodieren. Umso mehr freut es mich, dass er mir eine Kiste mit explodierenden Schafen geschenkt hat. Ich bin noch nicht dahinter gekommen, wie ich sie aus der Kiste heraus locken kann. Vorerst werden sie von Aidana aufbewahrt, der kleinen Schwester von Thora. Sie ist, obwohl Zwergin, im Herzen schon fast eine Gnomin und liebt es, wenn Dinge, die sie baut, mit Wumms explodieren.

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Sie kratzt sich mit dem Feder die Nasenspitze und taucht die Feder erneut ins Tintenfass.

Eine Zwergenkriegerin namens Zholak ist auch zu uns gestoßen. Sie hat wirklich vor fast nichts Angst, außer, dass ich mich in den Blackrocktiefen verlaufe. (Nicht weitersagen, aber ich kenne mich noch immer nicht sooo gut da unten aus.)

Arien begleitet jetzt Prynn auf seinen Schlachtzügen. Ich bin sicher, sie passt bestens auf ihn auf.

Ich bin nicht mehr sicher, ob Ihr Tana noch kennen gelernt habt, bevor Ihr Euch auf den Weg gemacht habt. Aber vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Ihren zweiten Namen Mecrocule (oder so ähnlich, wir sind alle froh, dass wir Tana zu ihr sagen können). Sie ist auch Kriegerin, flink mit ihren Klingen und verdingt sich derzeit als Leibwächterin für einen noblen Stoffhändler. Mit ihm macht sie weite Reisen und ist am Puls der Reichen und Noblen von Stormwind.

*Selbiger Stoffhändler hat vor einiger Zeit zu einem Ball zur Eröffnung eines Geschäfts geladen. Tana hat uns Lilien Einladungen verschafft. Die wurden dann auch wirklich verlangt beim Eingang. Ein richtig nobles Fest also. Es gab Häppchen (sehr wichtig), Getränke und Musik von einem Barden John. (Dessen Stiefel sind einfach ein Gedicht aus Leder, die wären auch was für Fynrah.) Wir haben auch getanzt. Also ich mit Zholak und davor mit Orthadeon. Genau, ich und unser paladinigster Streiter des Lichts haben das Tanzbein geschwungen. Ich muss gestehen, er sah für einen Menschen nicht übel aus in dem von mir geschneiderten Smoking und dem Hemd.

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Die Flammen knistern im Kamin. Draußen tobt ein Schneesturm. Terizza lächelt und schreibt weiter.

Letzthin gab es auch eine Zusammenkunft in Konstantinos Café. Erinnert Ihr Euch noch an den Kuchenmagier? Er macht immer noch so köstlichen Bierkuchen und es war ein sehr gemütlicher Abend. Das schönste ist freilich, dass Konstantino jetzt zu uns gehört.

Tally ist wirklich großartig. Sie stellt ihre beachtliche magische Macht und ihr scharfes Gnomeningenieursgehirn nun jungen Abenteuern zur Verfügung, die besonders schwierige Aufgaben zu bewältigen haben. Dadurch hat sie auch Limias kennen gelernt.

Ah, das wichtigste fällt mir wieder erst zum Schluss ein. Ich habe ein neues Haustier. Ein mechanisches Eichhörnchen. Es ist allerliebst, mag keine Nüsse, dafür ein paar Tropfen Öl alle paar Jahre. Noch dazu ist es wasserdicht. Mein Robotschreiter mag es auch. Einen Namen dafür suche ich noch.

Soweit das Wichtigste in Kürze. Natürlich sind wir immer noch auf der Suche nach neuen Lilien. Durch Fynrahs Abwesenheit, fehlt uns ein Schurke von Rang und Können. Wir haben noch immer nicht genug Gnome. Vor allem keinen einzigen männlichen Gnom. Meine Versuche, Arien und Tana zu einem Balzdingens innerhalb der Gilde zu überreden sind bislang nicht gut verlaufen. Vielleicht brauchen wir doch auch noch mehr Elfen und Menschen und Zwerge ebenso. (Aber vor allem Gnome!)

Bis zu meinem nächsten Bericht verbleibe ich,

Eure Terizza

Schwarze Lilie von Stratholme

Sie lässt die Tinte trocknen und hört dem Toben des Sturmes zu. Bald schon wird die Sonne sich wieder zeigen und der Schnee wird funkeln wie. … na eben wie ein Funkeldings.
Langsam rollt sie den Papierbogen zusammen, wickelt ein Band darum und versiegtelt es mit Wachs.
Ungeachtet des Wetters kämpft sie sich nach draußen und schiebt den Bogen in den Briefkasten.
Hoffentlich ist auf die Goblinpost dieses Mal Verlass.
Dann telportiert sie die Stufen hinauf und huscht ins warme Wirtshaus. Das Bier hat noch ein klein bisschen Schaum. Und es schmeckt lecker wie immer.
Sinnend starrt sie noch lange in die Flammen und überlegt schon, was sie als nächstes für ihre Gildenfreunde planen wird.

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Ein frostiger Wind treibt einen weiteren Gast in das Gasthaus von Kharanos. Der weiße, etwas struppige Bart und ein paar Falten im Gesicht verweisen auf das fortgeschrittene Alter des Gnoms. Seine rustikale, etwas staubige Kleidung verrät zudem eine Betätigung als Steinmetz, Bergarbeiter oder Sprengmeister. Durch seinen freundlichen Gesichtsausdruck und den leicht wippenden Gang sind jedoch keine Erscheinungen von Antrengung oder Mühsal zu erkennen. Die Spitzhacke, die er mit scheinbarer Leichtigkeit auf seiner Schulter trägt, weist ein merkwürdiges Flimmern auf. Schwungvoll lässt der Gnom sie hinabgleiten, dann stellt er sie in eine Ecke unter der Treppe ab. Zielstrebig macht er sich auf den Weg zur Theke, wo ihm prompt ein dampfender Teller mit einem heißen Mahl sowie ein kühler Humpen Rhapsodiemalz hingestellt werden. Nach einigen Bissen und einem guten Schluck aus dem Humpen blickt sich der Gnom etwas im Gasthaus um. Es ist nicht leerer oder voller als sonst, doch sein Blick bleibt an einer Gnomenfrau hängen, die scheinbar gedankenversunken in die Flammen des Kamins blickt. An ihrer Robe erkennt der Gnom wunderschöne Blumen, die ihm seltsam vertraut vorkommen. Bei seinen leider seltener gewordenen Besuchen in Ironforge stieß er in der Vergangenheit ein ums andere Mal auf dieses Muster und die abgebildeten Blumen.
Nachdem der Teller leergegessen ist, nickt der Gnom dem Wirt dankend zu und legt einen kleinen Edelstein auf den Tresen. Der Zwerg nimmt den Stein ebenso dankend auf und lässt ihn eilig in seiner Hosentasche verschwinden. Danach schnappt sich der Gnom seinen Humpen und trappelt zu der Gnomenfrau hinüber. Er tritt in das Blickfeld der Frau und deutet auf den leeren Stuhl neben ihr:

„Hallöchen, ist hier noch frei?“

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Terizza schreckt aus ihrer Versunkenheit hoch.
„Aber ja doch“, sagt sie und rückt etwas zur Seite.
Sie freut sich, dass noch jemand bei diesem Wetter den Weg in das Gasthaus gefunden hat. Ihre Blicke gleiten über den Gnom neben ihr und sie schluckt.
Ist es ein Zufall, dass er sich hierher zu ihr gesetzt hat?
„Ich bin Terizza, Schwarze Lilie von Stratholme. Und Ihr?“, fragt sie vorsichtig.

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Dankend setzt sich der Gnom auf den freien Stuhl am Kamin. Der musternde Blick der Gnomenfrau ist ihm nicht entgangen, allerdings kann er ihn nicht so recht zuordnen.
„Freut mich, freut mich,“ sagt er nickend, „Fraxel Flickergem ist mein Name, Edelsteinschürfer und Bergmann.“ Er schaut an sich runter und bemerkt den Schmutz an seiner Kleidung. „Oh, entschuldigt den Staub, ich komme direkt aus den Bergen, hatte noch keine Zeit mich umzuziehen, wollte mich erst einmal stärken und aufwärmen.“ Er nickt eifrig und zeigt dabei ein entschuldigendes Lächeln. Nun betrachtet er die Gnomenfrau etwas ausführlicher. „Sagt, Terizza, Ihr habt Euch als ‚Schwarze Lilie von Stratholme‘ vorgestellt. Die Blumen an Eurer Robe, sind das diese Lilien? Erst kürzlich sah ich sie an der Robe einer anderen Gnomenfrau, sie hatte zwei buschelige Zöpfe und bot herbeigezaubertes Brot und Wasser für Reisende an. Was hat es mit diesen Blumen auf sich?“ Er spricht recht schnell, schaut dabei aber freundlich drein, nickt nach jedem Satz und rutscht dabei unruhig auf seinem Stuhl hin und her.

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