[H][RP] Knochenbrecherkohorte

Die Knochenbrecherkohorte

Kurzübersicht

Name: Knochenbrecherkohorte
Fraktion: Horde
Rassen:Trolle(1), Alle(2)
Klassen: Alle(3), außer Dämonenjäger
Gesinnung: Rechtschaffen Neutral
Ansprechpartner im Spiel: Maagal

(1)Der Trollanteil sollte überwiegen.
(2)Für jede andere Rasse gilt eine limitierte Anzahl von 2. Einzige Ausnahme bilden eventuelle Entwicklungen aus dem Rollenspiel heraus.
(3)(ausgespielte) Todesritter sind in ihrer Anzahl auf 1 limitiert. Gleich welche Rasse es ist, wird jener als „Verlassener“/„Untoter“ gewertet und belegt damit Klassen- und Rassenplatz zugleich.
Unabhängig von der Engineklasse legen wir aber vor allem Wert darauf, dass die Klasse in einem Konzept ausgespielt wird, welches zu uns passt.

1. Das Konzept

Die Knochenbrecherkohorte ist eine militärische, weitgehend eigenständige, Organisation der Horde, die von Trollen dominiert und von einem eben solchen geführt wird. Sie steht, wie alle, unter dem Befehl des Kriegshäuptlings und ist auf diesen eingeschworen.

„Die einen sprechen von einem elitären Trupp altgedienter oder erfahrener Kämpfer, die nie etwas anderes taten, als zu töten. Eine Spezialeinheit, für deren Mitglieder eine gewöhnliche Einheit der falsche Platz ist“, sprach Karaik mit recht neutraler Stimme. Die Meinung schien er nicht zu teilen. Skrog hakte nach: „Und die anderen?“
„Die anderen betiteln sie als brutale Wilde. Veteranen, Barbaren, Verbrecher, Ausgestoßene. Ein Haufen Individualisten, die nicht in der Lage sind, sich einzugliedern oder die Befehle von, in ihren Augen, Frischlingen entgegen zu nehmen. Wenn sie so schlimm sind, ist es ein Wunder, dass der Kriegsherr sie so gut im Griff hat.“

2. Wer sind wir?

Wir sind eine Rollenspiel-Gilde, die sämtliche Aspekte des Spiels konsumiert, wobei der Schwerpunkt auf dem Rollenspiel und in zweiter Linie dem PvE liegt. Für letztes bedienen wir uns dem Rollenspiel-Projekt des Kriegerbundes.
Wir bestehen seit November 2009 und haben eine entsprechend weitreichende Geschichte, die bis in vorangegangene Konzepte reicht. Wir sind Rollenspieler und Gamer aus Leidenschaft, wir pflegen einen familiären Umgang miteinander, die meisten von uns nennen sich Freunde und langjährige Weggefährten.

3. Was tun wir?

In erster Linie das, was der Kriegshäuptling uns befiehlt und was im Rahmen der erzählten Geschichte möglich ist. Das soll heißen, dass wir uns an WoWs Meta-Plot orientieren, so viel wie realistisch möglich ist versuchen einzubinden und kein Interesse daran haben, ein schlichtes Handwerks- oder Stadtleben zu führen. Die Nachtschicht am Tor von Orgrimmar interessiert uns genauso wenig, wie wie Kunst des Brotbackens und das Veräußern eben jener. Stattdessen widmet sich unser Spiel so nah wie möglich an den Ereignissen WoWs, ohne dabei die Rolle des (Spieler-)Helden selbst einzunehmen.

4. Hierarchie

Das ist in einem Satz erklärt: der Kriegsherr führt, der Rest folgt.

Die Ränge im Detail:

  1. Der Kriegsherr…
    … bildet die Führung der Knochenbrecherkohorte. Er hat, zu jeder Zeit, die absolute Befehlsgewalt. Ebenso trägt er die volle Verantwortung.

  2. Der Blutgardist…
    … ist die rechte bzw. linke Hand des Kriegsherren. Er vertritt in dessen Abwesenheit, entlastet ihn in seinen Aufgaben, steht mit Rat und Tat zur Seite. Er bildet zusätzlich ein Sprachrohr zwischen Einheit und Kriegsherr, sollte es gefordert sein.

  3. Der Knochenbrecher…
    … bildet den Kern der Kohorte. Er ist ein vollwertiges Mitglied. Seine Stimme wird gehört und beachtet, sein Wort wird geschätzt. Ihm werden teils Aufgaben eines Unteroffiziers verantwortet. Er hat sich bewiesen und wird bis in alle Ewigkeit als ein Knochenbrecher betrachtet. Man lebt und stirbt für ihn. Unter den Knochenbrechern gibt es keinen Unterschied.

  4. Der Windbeutel…
    … ist das, was man als Frischfleisch bezeichnet. Er befindet sich in der Bewährungszeit, wird von Kriegsherr, Blutgardisten und Knochenbrechern beobachtet und bewertet. Er darf sprechen, sich aber nicht darauf verlassen, auch gehört zu werden. Ebenso gibt es für ihn keine Garantie, dass er besondere Aufgaben übertragen bekommt.

Auf dem Schlachtfeld wird hingegen jeder gleichwertig im Rahmen der geltenden Kommandostruktur betrachtet und entsprechend seiner Fähigkeiten eingesetzt.

5. Kooperation mit anderen Gilden, Spielern, Projekten

Die Kooperation mit Anderen ist gewünscht und gewollt und findet statt. Das eigens gegründete Projekt „Kriegerbund / Kriegers Bund“ zeigt dies sehr gut. Aber auch darüber hinaus sind wir fast immer dazu bereit, Geschichten miteinander zu verweben - sei es um einer Gruppe Reisender militärischen Begleitschutz zu geben oder Handelsposten mit zusätzlichem Schutz auszustatten, gemeinsame Fronteinsätze oder Bergung für die Horde wichtiger Ressourcen oder Trainingseinheiten mit anderen Einheiten. Es muss eben zu unserem Thema passen.

6. Was suchen wir?

Das Konzept richtet sich an erfahrene und erwachsene Rollenspieler. Theoretisch stehen wir Neulingen aufgeschlossen und hilfsbereit gegenüber, allerdings besteht die Gildenleitung zu diesem Zeitpunkt aus einer Person, nämlich aus mir. Da ich bezweifle, dass ich die nötige Zeit mitbringe, um diese Gilde zu leiten und gleichzeitig Neulinge an der Hand zu nehmen und sie Schritt für Schritt an das Thema Rollenspiel heranzuführen, will ich nicht Neulinge mit offenen Armen empfangen und sie dann aufgrund von Zeitmangel in der Luft hängen lassen.

Auch das „erwachsen“ wird hier nochmal betont: Wer sich an Gewalt, IC-Intrigen und stellenweise auch Erotik anstößt, würde sich in dieser Gilde vermutlich nicht wohlfühlen, da wir uns hier vor allem auf das raue Soldatenleben fokussieren, sowie in vielen Bereichen der blutigen Trollkultur. Ein zartbesaiteter Spieler wäre dementsprechend wohl eher fehl am Platz - ein zartbesaiteter Charakter könnte Reiz bieten. Hatten wir sogar schon.

Konkret suchen wir:

Niemanden. Das große Problem bei „Suchen“ ist, dass man dafür aktiv suchen müsste. Das tun wir nicht. Das heißt nicht, dass wir Neuzugängen prinzipiell abgeneigt gegenüber stehen, sondern schlicht, dass wir keinen Bedarf an übermäßiger Expansion haben. Wenn uns aber jemand gefällt oder wir der Meinung sind, dass es passt: dann gerne.

7. Was verlangen wir?

  • Konsequenz

Es klingt banal und eigentlich hat jede Gilde es sich auf die Flagge genäht. Dennoch hebe ich die Bedeutung an dieser Stelle nocheinmal extra.
Desweiteren sollten die Charaktere fähig sein, sich zumindest Maa’Gal unterzuordnen. Tatsächlich war das in der Vergangenheit nie ein Problem, da Maa’Gal ausschließlich dafür konzipiert war, Sonderlinge befehligen zu können. Aufmüpfigkeit ist zwar nichts, womit wir ein Problem haben, oder was nicht hin und wieder mal vorkommt, aber man sollte durchaus einsehen, dass daraus Konsequenzen folgen und bereit sein, diesen nachzukommen.
Ansonsten kann man genauso gut auch wieder gehen.

  • Loretreue

Gleiches wie bei der Konsequenz. Da unsere Gilde aus Individualisten und kleinen (Anti)Helden bestehen wird, ist es extrem wichtig, dass die Hintergrundgeschichten unserer Mitglieder feuerfest und wasserdicht sind. Das heißt nicht, dass wir Charaktere in Grauzonen ablehnen - ich spiele immerhin selbst eine - durchaus aber, dass betreffende Grauzonen gut und möglichst stichhaltig begründet sind.
Wir behalten es uns vor, nach eigenem Ermessen zu beschließen, dass eine Grauzone zu grau ist.

  • Metagaming

Schwer zu überwachen, doch auch hier legen wir Wert darauf, dass solches nicht stattfindet. Versucht euch permanent, wenn ihr etwas erfahrt oder erzählen wollt, zu fragen: „Weiß mein Charakter davon? Wenn ja, woher?“

  • Aktivität

Aktivität ist für jede funktionierende Gilde unerlässlich, daher legen wir auch Wert darauf, dass unsere Mitglieder regelmäßige Präsenz zeigen. Wir legen bewusst keine Mindestonlinezeit fest, jeder sollte wissen, wie er seine Zeit einteilt um möglichst sinnvoll zum Klima und zum Fortschritt der Gilde beizutragen. Wenn jemand nur einen Tag die Woche online kommt und in dieser Zeit die Rolle seines Charakters perfekt spielt, bringt er der Gilde mehr als jemand, der jeden Tag 5 Stunden online ist, aber OOC in Instanzen rumhängt.
Wir legen Wert auf die Eigenständigkeit unserer Mitglieder. Selbst wenn die Gildenleitung nichts vorgibt, solltet ihr in der Lage sein, euch gemeinsam mit den anderen Gildenmitgliedern oder Freunden der Gilde zum RP zu treffen und euch dementsprechend zu organisieren. Gerade in einer Einheit, die auf ein familiäres Miteinander baut/hinarbeitet, ist dies unabdinglich.

  • Sprachlich ausgereift

Die Mitglieder unserer Gilde sollten sich schriftlich in verständlichem Deutsch artikulieren können. Rechtschreibung, Kommata, Groß- und Kleinschreibung sowie Syntax sollten euch nicht fremd sein.

  • Keine Idioten

Wir nehmen uns das Recht heraus, Leute schlicht für zu doof für unsere Gilde zu halten oder ihnen die notwendigen, sozialen Kompetenzen abzusprechen. Das ist nicht persönlich zu nehmen.

8. Wie finde ich zu euch?

Hängt davon ab, wo die Einheit sich IC befindet. Hin und wieder dürfte es durchaus schwerfallen, zu uns zu stoßen. In Orgrimmar unterhält die Knochenbrecherkohorte ein Rekrutierungsbüro, verwaltet durch Kobra (Jarmek).
Ansonsten hilft es immer, einfach bei einem von uns nachzufragen.

9. FAQ zur Gilde

„Seid ihr jetzt eigentlich eine Trollgilde, oder nicht?“

Nein. Nein, sind wir nicht. Wir sind trollisch dominiert und die trollische Kultur hat hie und dort Einfluss auf Rangstruktur und gewisse Umgangsformen genommen. Wir stehen aber für jede Rasse der Horde offen, wobei wir uns bei allem außer Trollen vorbehalten, sie für ein ausgewogenes Bild und zur Wahrung trollischer (und alt-kalimdorischer) Präsenz auf 2-3 pro Volk zu limitieren.

„Die Kohorte ist eine Söldnergilde, oder?“

Nein, ist sie nicht. Sie war ursprünglich eine, doch eine Geschichte entwickelt sich, auch die Geschichte der Knochenbrecher. Heute sind sie ein Sonderkommando der Horde.

10. Weiterführende Links

Projekte/Events mit unserer Federführung:

Gruß,
der Kriegsherr

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Der Häuptling neigt den Kopf: “Ich freue mich darauf, in der nächsten Zeit viel von euren Geschichten, Schlachten und Ansichten zu erfahren. Wir werden unser Zelt aufschlagen, wo auch immer es nicht stört. Wer des Kämpfens noch nicht müde ist, ist herzlich willkommen, uns darin zu schulen und so voneinander zu lernen. Und natürlich werden wir uns bemühen, eure Vorräte aufzustocken. Vielleicht können wir ja auch für etwas Unterhaltung mit den eigenen Geschichten sorgen.”
- “'S wird sich sicher Geleg’nheit find’n - für alles davon. Der ein oder and’re von uns begleitet euch auch gerne auf eine Jagd.”
“Das klingt gut.”, sie nickt zufrieden. “So sei es.”
“So sei es.”, echot ihr Gegenüber, trinkt anschließend.
Eyneha seufzt jetzt. Die Schultern fallen etwas herab, als sei eine Last davon geglitten. Sie trinkt den Rum in langsameren Schlucken aus.

Eins der Kälber kiekt im Schlaf und steckt sich den Finger des Bruders in den Mund.

(Wir freuen uns auf die kurze und sicher RP-reiche Zeit bei euch!)

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Nachdenklich starrte der große Troll in den Himmel hinauf, in Richtung Norden. In Richtung Nordend. Eiskrone. Als wäre es möglich, hier, von Orgrimmar aus das gerissene Loch im Himmel zu erkennen. Natürlich war es das nicht. Glücklicherweise war es das nicht. Selbst wenn es nicht der erste schockierende Anblick oder nur schwer zu erklärendes Vorkommnis war - man denke nur an den Riss im Himmel, der Argus offenbarte, das Schwert in Silithus, oder allgemein schon weit vorher das Phänomen des Dunklen Portals - war es dennoch ein beunruhigender Anblick. Immerhin war der Himmel tatsächlich zerbrochen.

Aber er musste das Loch im Himmel auch nicht sehen können, um zu wissen wie es aussah - er war dort. Nicht als es geschah, aber kurz darauf. Nur allzu gut ließ sich der Anblick vor dem inneren Auge wieder heraufbeschwören. Das gesplitterte Himmelsfirmament, die schwarze, Unheil bringend erscheinende Turmspitze, das flackernde Gemisch aus schwarz, rot und orange, welches jedem Moment drohte über einen herein zu brechen.

Ein Schauer jagte über seinen Rücken und der Riese schüttelte sich, um das Gefühl der Kälte abzustreifen. Es fiel ihm schwer das Gefühl zu beschreiben, welches er hatte - es war nicht direkt Angst oder Sorge. Selbst wenn stimmte, was Alyssera bei der letzten Besprechung des Militärs sagte, wusste er, dass er sich davor nicht fürchten musste; Schläfer war nicht vom Schlund verschlungen worden, sondern in Bwonsamdis sicheren Hafen. Und auch er würde dort hin kommen, sollte er doch nicht unsterblich sein, wie alle behaupteten und es bisweilen auch schien. Auch wenn er selbst nicht ernsthaft daran glaubte, es zu sein. Und dennoch griff diese unsagbare, durchdringende Kälte nach seinem Herz, seinem Körper, wenn er an den Anblick zurück dachte.

Er wusste nicht genau was hinter dem Schleier alles vor sich ging. Und er war sich auch nicht sicher, ob er es wirklich wissen wollte. Was dort alles ruhte, lauerte, welche Art Krieg dort drohte. Denn laut der Quel’dorei herrschte dort ein Krieg. Ein Krieg im Jenseits. Sei es dort nicht anders, als hier auf Azeroth auch, nur ein neues Kapitel des immer währenden Kampfes. Ernüchternd. Und er konnte verstehen, dass man ihr das nicht glauben wollte, er würde es ihr selbst nicht glauben wollen. Er war ein Krieger - aber er kämpfte nicht um des Krieges Willen, sondern damit die, die nach ihm kämen, Frieden hätten. Würde dieses… Leben nach dem Tode einfach weitergehen, er würde sich betrogen fühlen. Denn wo wäre für ihn der Friede? Dennoch hatte er keinen Zweifel daran, dass das was hinter dem Schleier lag, das Jenseits war, die Schattenlande. Er wusste, dass es diese gab, das Jenseits gab - jeder Troll weiß das. Und es gab schon ausreichend Trolle, die einen Fuß dort hinein gesetzt haben, wenn auch nur für kurze Zeit, in Geleit des Vaters. Und auch er selbst war zwar noch nicht durch den Schleier hindurch getreten, aber schon auf dem Schleier gewandert. Aber sicher war es leichter es zu leugnen, als zu akzeptieren. Es war immer einfacher zu leugnen. Und es war nur allzu nachvollziehbar für ihn.

Letztendlich machte es für die Sache die einem drohte auch keinen Unterschied, ob Jenseits oder „eine andere Welt“. Wichtig war nur die Bedrohung, die hinter diesem Schleier lauerte - die Bedrohung Sylvanas’ und ihrer dort gewonnenen Verbündeten. Der Macht, die sie sammelte. Die Armee, die sie aufbaute. Denn es war nur eine Frage der Zeit, bis sie diese auch irgendwann gegen Azeroth führen würde.

Und wenn diese Zeit gekommen war, dann musste er bereit sein.
Dann musste die Knochenbrecherkohorte bereit sein. Bereit, dem Tod - vielleicht in seinem wahrsten Sinne - einmal mehr ins Auge zu blicken.

„Wenn die Banshee an unseren Mauern klopft“, brummte er in die Nacht, gen Himmel, „sag ihr, dass wir für 12 Runden bereit stehen. Und sag ihren Partnern, dass wir für mehr zurückkommen. Sie wird für ihren Verrat bezahlen.“

(Inspiration für den Schlussatz: https://www.youtube.com/watch?v=1tbSSQqaSmk )

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Der große Raum war erfüllt von Stimmgewirr, dem Duft von Essen und schwerem Alkohol. In einem der größeren Gebäude Sen’Jins sollten die Banner der Knochenbrecher ein letztes Mal aufgehangen werden. Knochenbrecher, Freunde und Weggefährten des Kriegerbundes fanden sich zusammen, um bei Speis und Trank in Erinnerungen und Geschichten zu schwelgen, sich ein letztes Mal als Einheit zusammen zu finden, bevor jeder auf neue Pfade oder zu alten Verpflichtungen zurückkehren würde.

Die Stimmung war ausgelassen, Lachen erfüllte immer wieder den Raum, auch wenn zwischendrin immer Mal wieder andächtige Stille herrschte, wann immer man einem Verlust gedachte.
Immer wieder erhob man das Glas auf vergangene Schlachten und Triumphe, wenn auch bei manchen gewisse Bitterkeit mitschwang: die Scharmützel im Eschental, die Verteidigung Lordaerons, die Rebellion gegen Garrosh, der Hexenkessel, die Feste Nordsturm, die Zerschlagung des Kults der Neun Augen, Argus, die Azerit-Inseln, der Krieg der Dornen, die Belagerung Unterstadts, der Angriff auf Dazar’Alor, die zweite Rebellion, die Schlachten gegen N’Zoths Schergen, die Kämpfe im Schatten der Nekropole.
Man gedachte den Gefallenen, den Verlusten auf dem Weg, sowohl denen der Kohorte selbst, als auch dem Kriegerbund: Wolf, Vielfraß, Schläfer, Valodis Silberschwinge, Lohe, Nodrian Sonnensturm, Cruden Phönixblut, Apfel.
Und teilte Geschichten: sowohl schwermütige wie die Befreiung Amboss aus einjähriger Kriegsgefangenschaft. Die albernen, als man in Pandaria Rüben stahl oder vom Nimmerlaya herunter pinkelte, oder sich einige Elfendamen nahezu entblößen mussten, damit Windelementare mit ihren Kleidern spielen konnten. Aber auch heroische, wie Sturm Drachentod und Pfeil Drachensturz jeweils zu ihren Namen kamen.

Krieger hatte selbst einige Geschichten geteilt, irgendwann nur noch zugehört und irgendwann das Auge geschlossen. Der Griff um seinen Becher, welchen er auf dem Boden abgestellt hatte, lockerte sich. Sein Kopf sank auf seine Brust, der Atem wurde ruhig und langsam, bis er kaum noch vorhanden schien. Das Heben und Senken der Brust blieb allmählich aus. Auf dem faltigen, entstelltem Gesicht blieb ein zufriedenes Lächeln und ein Eindruck von Friede und Gewissheit.
Ein Luftzug ging durch den Raum, die Flammen loderten auf, wechselten die Farbe und tauchten den Raum für einen Atemzug in bläulich-lilanes Licht. Ein kalter Schauer über Leiber, Gänsehaut, wie eine schaurige, für manche aber vertraute, Berührung. Und der Puls des Kriegsherren hörte auf zu schlagen.


Liebe Aldoretten;

alles hat ein Ende, sagt man. Und so hat auch die Geschichte der Knochenbrecherkohorte und speziell die Geschichte des Kriegers, der sie führte, ein Ende. Für manche sicherlich nicht überraschend, denn in der letzten Zeit ist es doch deutlich still um uns und mich geworden, doch hiermit soll es auch offiziell bekannt und geteilt sein.

Never say never, sagt man, und ich werde nicht ausschließen, irgendwann in der Zukunft wieder hier zu sein, vielleicht auch ein neues Kapitel aufzuschlagen - aber ich möchte, für den Fall das es eben nicht passiert, auch keine offene Geschichte zurücklassen, sondern einen tatsächlichen Abschluss. Denn sowohl der Charakter Maagal, als auch die Gilde, als auch und vor allem die Personen, die diese mit Leben gefüllt haben, haben diesen Abschluss, diese Gewissheit verdient.

Zwölf Jahre haben wir die Kohorte mit Leben gefüllt, die meiste Zeit meiner Karriere in WoW. Zwölf Jahre haben wir Geschichte geschrieben, die Geschichte des Servers mitgestaltet, konnten Teil von ihr sein. Aber das Leben geht weiter und die Ansprüche die ich an mich, an uns hatte, kann ich nicht mehr erfüllen - und will ich auch nicht mehr erfüllen. Von dem Stand des Spieles selbst einmal abgesehen, aber in den Frust darüber will ich mich hier nicht verlieren.

Ich möchte diesen Moment einfach nur nutzen, um mich zu verabschieden, uns zu verabschieden. Selbst wenn es keiner auf ewig sein sollte, so mindestens einer für längere Zeit. Dieses Spiel und diese Gilde haben sehr viel Einfluss auf mein Leben gehabt, mich geprägt, vor allem die Menschen die mir auf dem Weg hierher begegnet sind, viele davon heute noch Teil meines Lebens; enge Freunde, Familie, Partnerinnen. Und ich kann von mir behaupten, dahingehend glücklich und gesegnet zu sein. Und dafür bin ich unheimlich dankbar.

Ich wünsche allen von ganzem Herzen eine frohe, weitere und erlebnisreiche Zeit im Rollenspiel und hoffe, dass es noch viele Charaktere gibt, die unsere Geschichten miterlebt und weiter erzählen können, die Legacy der Charaktere quasi fortbestehen kann. Und selbst wenn nicht, dann das doch neue Geschichten und Erlebnisse auf diesem Server geschrieben werden, wie sie auch bisher geschrieben wurden.

Das Projekt der Knochenbrecher endet. Und das Projekt des Kriegerbundes ist in vertrauensvolle Hände übergeben - an dieser Stelle ein Danke an Liriá, die sich dies zur Aufgabe gemacht hat, wie sie damals auch schon mir die Hand gereicht hat, es überhaupt zu starten. Und auch die Lagebesprechung des Militärs der Horde soll gerne von ihr weitergeführt werden.

Ich könnte hier jetzt noch sehr viel mehr Personen auflisten und in großer Dankesrede verfallen, aber das werde ich mir sparen - die Leute, die Einfluss auf mein Leben haben und hatten, sowie auf diesen Charakter, wissen ohnehin darüber Bescheid.

So long und farwell,
der Kriegsherr

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