-= Das „Refugium des Wolfes“ stellt sich vor =-
Die Stadt Sturmwind war noch am Schlafen und die Kathedrale warf ihren Schatten über den Platz.
Das Wasser des Brunnens plätscherte leise vor sich hin, als würde selbst kühle nass noch schlafen und ungerne von der Sonne geweckt werden, welche die Steine der Gebäude gerade so in ihrem kräftigen Orange umrandete.
In den Bäumen begannen langsam die Vögel zu erwachen und gaben ihr morgendliches Lied zum Besten, als plötzlich eine schwere Tür geöffnet wird, dessen Scharniere mal wieder den ein oder anderen Tropfen Öl vertragen konnte.
Das Konzert in den Bäumen verstummte für einen kurzen Moment, als hätte sich Jemand im Publikum lauthals geräuspert.
Doch kaum erstarb das wehleidige Geräusch des Metalls, erklang auch schon wieder kurz darauf die gefiederte Sonate.
Aus dem Dunklen des Innenraumes trat ein Schatten mit einer animalischen Schnauze, spitzen Ohren, welcher in eine Robe gehüllt war.
Ein brauner Worgen trat hinaus, stellte sich vor die Tür und schloss die gelblichen Augen. Die Pranken schob er in den jeweils gegenüberliegenden Ärmel der Robe, so das die Öffnungen für die Arme sich aneinander schmiegten.
Die kühle Morgenluft wurde mit sich weitenden Nasenlöchern eingeatmet, nur um den Atem kurz zu halten und dann zufrieden sowie warm zu Lächeln.
„Ein herrlicher Morgen“ sprach er mit einem zufriedenen Seufzen, wobei die Stimme so melodisch klang wie es nur bei einem Frühaufsteher geht.
Kurz streckte er die Nase den ersten Sonnenstrahlen entgegen, als würde er die Wärme und das Licht genießen.
Die Augen öffneten sich wieder und die hellen Iriden wanderten zur Kathedralen, welche kurz schweigend angesehen wurde, als wäre dieses Gebäude ein Vorbild für ihn.
„Ein neuer Tag um Gutes zu bewirken“ erklang die Stimme, als würde dies seine alltägliche Motivation sein.
Die Pranken lösten sich voneinander, die Säume der Ärmel glitten ausschweifend hinab und der Griff ging an den Gürtel der Robe, welcher der Hüfte eine Form gab. Die gekürzten und stumpf gefeilten Krallen tasteten nach einem Schlüsselbund, welchen der Worgen dann nach dem Passenden durchsuchte. So glitten die Schlüssel am großen Ring umher und klapperten aneinander.
„Da hast du dich also versteckt“
umschloss er einen der unzähligen Schlüssel am breiten Ende, trat an einen metallischen Kasten. Dieser war an einer ebenso metallischen Stange angebracht und mit einem schweren Schloss versehen worden.
Der Bart des Schlüssels wurde in das Schloss geschoben und dann zweimal gedreht, als der Verschluss schnalzte als sei er von der Attacke empört. Die kleine Tür sprang auf und der zurecht gemachte Fellträger öffnete einen ledernen Beutel, welcher ebenso am Gürtel neben einem verzierten Gebetsbuch mit Goldschnitt hing. Der Beutel wurde geöffnet und so griff er in den Kasten, zog diverse Münzen hinaus und ließ diese in den Beutel verschwinden, welche ihre Ankunft mit einem Klimpern bekundeten.
Leise und nur für sich begann er die Ausbeute zu zählen und lächelte zufrieden, als wäre er mit der Menge durchaus zufrieden. Das Bändchen des Beutels wurde wieder zu gezogen und Tür des Spendenkastens geschlossen als hinter dem Rücken des Worgen eine lallende Stimme ertönte:
„Eh… Köter“
Die Ohren des Worgen zuckten, der Schlüssel wurde aus der Tür gezogen als diese hörbar geschlossen wurde und der Fellträger wendete sich um.
Er erblickte einen zerzausten Mann und leicht schwankenden Herren, welcher eine braue Glasflasche in der Hand hielt. Die glasigen Augen versuchten den Befellten zu fixieren, was augenscheinlich in Doppelbildern endete.
„Licht mit Euch werter Herr, was kann ich für Euch tun?“
Entgegnete der Worgen höflich mit einem Lächeln
„Biste nich’ dieser… Schmeric Kleverohr?“
„Eric Evermore ist mein Name, korrekt“
Wurde der Name korrigiert
„Sach’ich ja…“ entgegnete der Herr, welcher schwer durch die Nase einatmete. „Hab’ dich geseh’n, dahinten… irgendwo…“ untermalte der Herr deutend mit fuchtelnder Hand auf die gegenüberliegende Richtung des Kathedralenplatzes.
„Mit diesen komischen… Echsen, hast was gelabert von wegen Hass und… Respekt oder so“.
„Oh ihr wart bei der Ansprache zum Volke anwesend, als die werte…“ setzte Eric gerade an um das Gespräch weiter zu führen.
„Redest zu viel“ wurde er abrupt unterbrochen, woraufhin Eric eine Braue hob und den Mann fragend anblickte.
„Hab Sach’n über dich eure komische Gemeinde gehört… die Waschweiber hatten so das Ein oder Andere zu Euch zu sagen… Keine schönen Dinge… kann’ich dir… hicks… sagen“
„Nun viele Personen haben viele Meinungen und Meinungen entsprechend nicht immer Tatsachen.“ erwiderte der haarige Priester in einem ruhigen Ton ohne sein Lächeln ersterben zu lassen. Dabei deutete er mit dem rechten Arm auf die noch offen stehende Tür des Hauses „Ihr seid gerne eingeladen Euch eine eigene Meinung zu bilden, bei einem deftigen Frühstück, einer warmen Tasse Tee… Oder sollte der Alkohol Euch übermannen kann ich Euch auch ein warmes Bett anbieten.“
Der Mann schnaufte Missmutig, gar verächtlich „Damit’de mir an die Wäsche kannst oder was? Ich weiß genau was ihr dort oben anstellt“ ertönte eine Unterstellung „Alles nur männliche Köter untereinander, ek’lhaff… Hockt nur daob’n, Weiber wollt’ihr wohl keine hab’n un’ die die da sind sin’ nur dazu da um zu putzen!“ wurde am Ende noch abgewunken.
„Nun ein Jeder ist hier willkommen, der Herr. Das Licht scheint auf uns alle, es urteilt nicht über das Aussehen, die Vorlieben, die Interessen oder Prof…“
begann Eric seine Erklärung, als der Herr ihn abermals unterbrach. „Das Licht… Das’ich nich’ lache! Ihr solltet Euch aus Sturmwin’ verzieh’n… In’n Wald gehört ihr! Nur Angst un’ Schreck’n verbreitet ihr… egal wo ihr geht un’ steht! Ein Kult, Fanatiker seid ihr… Rudelfugium wär wohl besser, Stadtrud’l!“
Eric atmete tief durch die Nase ein, der Brustkorb hob sich und er schüttelte seufzend den Kopf „Nach all diesen Jahren unterliegen die Worgen immer noch dieser Stigmatisierung und selbst wenn es Worgen versuchen ehrbare Bürger dieser wunderbaren Stadt zu sein und ihr Möglichstes zu tun um die Welt für Jeden zu einem besseren Ort zu machen, wird Rufmord begangen. Mein werter Herr ich beende diese Unterhaltung hier und jetzt.
Ihr dürft gerne wiederkommen wenn sich der Alkoholgehalt eures Blutes wieder auf einem Niveau befindet, welches eine gesittete und respektvolle Unterhaltung zulässt. Ebenso sind eure „Waschweiber“ eingeladen mit uns zu sprechen um die Möglichkeit zu eröffnen andere Sichtweisen zu zulassen.“ waren seine direkten allerdings nicht mahnenden oder unhöflichen Worte.
„Das Refugium des Wolfes steht für Alle offen die über den Tellerrand des Tratsches blicken können und wollen.
Jeder der Wert auf Respekt, Akzeptanz und das Gute im Herzen legt darf hier eintreten, ungeachtet vom Aussehen, der Stellung in der Gesellschaft, der Herkunft, den finanziellen Mitteln oder dem Bildungsstand, welchen ich hier bei einigen Bürgern der Stadt doch mittlerweile häufig in Frage stelle.“
Der Mann stutzte, als hätte seine Ehefrau ihn gerade dabei erwischt einer Dirne in den Hintern zu kneifen, nur um ihm eine Backpfeife als Denkzettel zu verpassen. Eric atmete abermals durch die Nase „Möge das Licht eure Pfade stets erhellen.“ Beendete Eric seinen Teil der Unterhaltung, ohne dabei die Höflichkeit oder den Anstand zu missen. Er wendete sich um, ging wieder ins Gebäude, schloss die Tür hinter sich und ließ einen verdutzten Mann zurück, welcher ihn mit offenem Mund hinterher schaute…
-OOC-
Einen wunderschönen guten Tag werter Leser,
ich hoffe ich konnte dich mit dem kleinem Einblick in den Alltag eines Worgen in Sturmwind erheitern oder neugierig machen.
Das „Refugium des Wolfes“ ist nun seit bald vier vollen Jahren ein Begriff in Sturmwind und hat sich in das Bild des Sturmwind RP’s integriert.
in den letzten Tagen und Wochen habe ich mir vermehrt Gedanken darüber gemacht, wie ich das Konzept der Gilde besser und klarer erläutern und formulieren kann. Denn nicht nur die Spieler hinter den Charakteren, sondern auch die Gilde selbst hat im Laufe ihrer Existenz diverse Wandlungen und Anpassungen durchgemacht. Durch IC Geschehnisse oder Probleme und Herausforderungen, die ich, als Gildenleiter, nicht von Anfang an so bedacht habe.
Daher möchte ich diesen Post nutzen, um offen und Transparent das überarbeitete Konzept hier zu präsentieren.
Im Anschluss möchte ich noch einige OOC Worte an Euch richten, aus Eigeninteresse.
Konzeptanpassung
Das Refugium des Wolfes – Ein Orden des Lichts
Das Refugium des Wolfes ist ein kirchlicher Orden innerhalb der Kirche des Lichts, gegründet in Sturmwind von drei Worgen:
• Kreuzritter Sir Moarik Northmoor
• Bruder Eric Evermore
• Magus Duncan Evermore
Der Orden steht fest auf dem Fundament der drei Tugenden des Lichts:
Respekt, Mitgefühl und Beharrlichkeit.
Er folgt dem Glauben, dass das Licht nicht nur durch Gebete oder Dogmen wirkt, sondern durch die Handlungen jener, die nach seinen Prinzipien leben, unabhängig von Herkunft, Volk oder Gestalt.
Das Refugium des Wolfes versteht sich als Gemeinschaft, die sowohl Glauben als auch im Handeln Verantwortung trägt.
Sein Ziel ist es, Hoffnung zu bringen, Leid zu lindern und die Dunkelheit, in welcher Form auch immer, zurückzudrängen.
Der Orden vereint Geistliche, Krieger, Heiler, Magier und einfache Gläubige, die ein gemeinsames Ziel teilen:
das Gute zu mehren und dort zu handeln, wo Hilfe gebraucht wird.
Glaube und Haltung
Im Zentrum des Refugiums steht die Überzeugung, dass das Licht in allen Wesen wirken kann, unabhängig von Volk, Aussehen oder Fluch.
Diese Haltung entspringt den Erfahrungen seiner Gründer: Worgen, die trotz jahrelanger Ablehnung und Hass in der Stadt Sturmwind daran festhielten, dass jeder eine Chance verdient hat.
So steht der Orden gegen Vorurteile, Ausgrenzung und Fanatismus und predigt stattdessen Akzeptanz, Verständnis und tätige Nächstenliebe.
Aufbau und Auftrag
Der Orden gliedert sich in zwei wesentliche Säulen:
-
Das Refugium – ein Armenhaus in Sturmwind, das den Bedürftigen der Stadt Hilfe, Schutz und Wärme bietet.
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Die Bruderschaft – bildet den tatkräftigen Arm des Ordens.
Sie vereint jene, die bereit sind, über die Mauern Sturmwinds hinauszugehen, um das Licht mit Taten zu vertreten, im Schutz, in der Verteidigung oder in der Hilfe für jene, die sich nicht selbst helfen können.
Beide Bereiche sind untrennbar miteinander verbunden.
Das Refugium heilt die Wunden, die das Böse schlägt, und die Bruderschaft zieht hinaus, um zu verhindern, dass neue entstehen.
Gemeinsam bilden sie den Orden „Refugium des Wolfes“, der im Namen des Lichts für das Gute einsteht, mit Mitgefühl in der einen und Entschlossenheit in der anderen Hand.
Das Refugium – Haus des Lichts und der Hoffnung
Das Refugium bildet das Herz des Ordens.
Es ist ein Armenhaus in Sturmwind, das allen offensteht, die Hilfe, Zuflucht oder einfach ein freundliches Wort suchen.
Hier vereinen sich der Glaube an das Licht und tätige Nächstenliebe in Form von Schutz, Heilung, Nahrung oder Beistand.
Aufgaben und Ziel
Das Armenhaus des Ordens folgt Erics Überzeugung:
Glaube zeigt sich in Taten und das Licht leuchtet dort am hellsten, wo man anderen hilft.
Im Refugium finden Bedürftige:
• Eine warme Mahlzeit, Kleidung und einen Platz zum Schlafen
• Heilung durch Priester, Heiler oder Ärzte, die ehrenamtlich helfen
• Zuwendung und seelsorgerische Begleitung, wenn das Leben schwer geworden ist
• Zuflucht, wenn sie in der Stadt keinen anderen Ort der Sicherheit mehr kennen
Doch das Refugium ist mehr als nur eine Unterkunft. Es ist ein Ort der Hoffnung, an dem das Licht durch kleine Gesten spürbar wird. Durch Armenspeisungen, Gespräche im Glauben, Unterstützung in Notlagen oder kleine Feierlichkeiten, die Freude und Gemeinschaft in die Stadt bringen.
Zum Winterhauchfest wurden bereits Geschenke an die Bürger verteilt. Zu den Schlotternächten schmückt das Refugium seine Hallen, verkleidet sich und bringt den Menschen der Stadt kleine Aufmerksamkeiten und hoffentlich ein Lächeln.
Denn Freude ist ebenfalls eine Form des Lichts.
Geist und Haltung
Das Refugium steht allen offen, die Gutes im Herzen tragen. Egal ob Priester, Krieger, Magier, Heiler, Druide, Schamane oder einfacher Bürger.
Hier zählt nicht der Rang, nicht die Herkunft und nicht das Ansehen, sondern die Absicht, anderen beizustehen.
Das Haus wird vom Orden unterstützt, doch jeder darf helfen, mit Händen, mit Herz oder mit Glauben.
Im Refugium entzündet sich das Licht durch Mitgefühl.
Es erinnert daran, dass jedes gute Werk, so klein es auch sein mag, das Dunkel ein Stück weiter vertreibt.
Die Bruderschaft – Der Schild und das Schwert des Refugiums
Die Bruderschaft bildet den zweiten großen Pfeiler des Ordens.
Sie vereint jene, die bereit sind, das Licht nicht nur im Herzen, sondern auch mit der Tat zu verteidigen.
Ihr Auftrag ist es, das Gute zu schützen, das Böse zu bannen und dort einzuschreiten, wo finstere Mächte das Gleichgewicht gefährden.
Aufgaben und Ziel
Die Bruderschaft dient als Schutzarm des Ordens.
Sie steht bereit, wenn das Böse die Stadt, das Land oder das Volk bedroht, sei es durch dämonische Einflüsse, Leere und Schatten, Nekromantie oder andere finstere Mächte.
Dabei agiert sie nicht als militärische Einheit im strengen Sinne, sondern als gemeinschaftlicher Bund von Gläubigen und Streiterinnen und Streitern, die Seite an Seite handeln, um Azeroth und seine Völker zu schützen.
Ihre Aufgaben umfassen:
• Schutz der Bedürftigen und Schwachen, innerhalb und außerhalb der Stadt
• Unterstützung der Allianz in Kämpfen gegen finstere Mächte
• Läuterung und Bannung dunkler Einflüsse, wenn Gefahr droht
• Hilfeleistung für Bürger Sturmwinds, die sich an den Orden wenden
• Ausbildung junger Gläubiger im Umgang mit dem Licht, im Glauben und im Kampf
Die Bruderschaft steht sowohl der Kirche des Lichts als auch dem Königreich Sturmwind treu zur Seite.
Sie respektiert die Autorität des Gesetzes und der Stadtwache, agiert jedoch eigenständig im Rahmen kirchlicher und moralischer Verantwortung.
Haltung und Ethik
Die Mitglieder der Bruderschaft folgen keinem starren Militärkodex, sondern einem Eid:
dem Eid, das Licht zu schützen, Gerechtigkeit zu wahren und Unschuldige zu verteidigen.
Sie handeln aus Überzeugung, nicht aus Befehl.
Disziplin und Zusammenhalt sind wichtig, doch Herz und Verstand führen sie gleichermaßen.
Ob Paladin, Priester, Krieger, Magier oder Jäger, jeder, der sich der Aufgabe verschreibt, kann Teil dieser Bruderschaft werden.
Sie trainieren gemeinsam, bereiten sich auf Einsätze vor und wirken als leuchtendes Beispiel dafür, dass Glaube und Tat Hand in Hand gehen können. Auch wenn man nicht das Licht als kosmische Macht nutzt.
Beteiligung in Sturmwind
Auch innerhalb der Stadt steht die Bruderschaft für Schutz und Sicherheit.
Sollten finstere Mächte, wie das Chaos selbst, Leere und Schatten, Nekromantie unrechtmäßig gewirkt werden, handelt der Orden im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Legitimierte Praktizierende, etwa die Ren’dorei, werden respektiert, solange sie verantwortungsbewusst handeln.
Doch jene, die ohne Kontrolle oder Segen solche Mächte wirken, werden ermahnt, geläutert oder der Stadtwache beziehungsweise der Kirche übergeben.
So kann man die Bruderschaft in allen Belangen um Hilfe bitten, ohne dass sie der Wache ihre Aufgaben nimmt.
Sie handelt im Namen des Lichts, aber stets in Achtung der Gesetze Sturmwinds.
Selbstverständnis
Die Bruderschaft versteht sich nicht als Richter in den Reihen des Königreichs, sondern als Hüter und Beschützer.
Sie wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um nach bestem Wissen und Gewissen für Sicherheit zu sorgen
oder andere Gemeinden dabei zu unterstützen, wenn Dunkelheit nach den Mauern der Stadt greift.
Wo das Licht droht, erloschen zu werden, steht die Bruderschaft bereit. Nicht, um zu herrschen, sondern um zu Verteidigen.
Verhältnis zur Kirche des Lichts und zur Allianz
Das Refugium des Wolfes ist Teil der Kirche des Lichts und erkennt ihre Lehren und Autorität an.
Gleichzeitig handelt der Orden weitgehend eigenständig, um dort zu helfen, wo die Kirche selbst nicht präsent ist oder Unterstützung benötigt.
Zur Kirche des Lichts
Die Werte und Prinzipien der Kirche bilden das geistige Fundament des Ordens.
Doch während manche Glaubensgemeinschaften das Licht vor allem durch Gebet und Predigt verkünden, sieht das Refugium den Glauben als etwas, das gelebt werden muss, durch Mitgefühl, Schutz und Taten im Alltag.
So besteht eine enge Verbundenheit mit der Kirche, aber auch ein gewisser Freiraum in der Auslegung.
Der Orden achtet und ehrt die Priesterschaft, erkennt jedoch an, dass das Licht auf viele Weisen wirken kann, nicht nur durch Rituale oder Praktiken fern ab vom Grundkern der Tugenden, sondern auch durch Nächstenliebe, Aufopferung und Mut.
Zum Königreich und zur Allianz
Als Orden innerhalb Sturmwinds respektiert das Refugium die Gesetze des Königreichs und die Autorität der Herrschaft.
Seine Mitglieder stehen loyal an der Seite der Allianz und handeln stets im Rahmen des geltenden Rechts.
Die Bruderschaft unterstützt die Allianz in Kämpfen gegen Bedrohungen durch die Geißel, Dämonen, Schattenwirker, Leere oder andere Mächte der Dunkelheit.
Zugleich bewahrt sie Unabhängigkeit, um dort tätig zu werden, wo Hilfe gebraucht wird, selbst in kleineren oder persönlichen Anliegen der Bürger.
Verhältnis zur Stadt Sturmwind
Innerhalb der Stadt steht der Orden auch für Sicherheit und Schutz, wenn unrechtmäßige Wirker dunkler Kräfte den Frieden bedrohen.
Legitimierte Wirker, wie etwa die Ren’dorei, werden respektiert, solange sie verantwortungsvoll handeln und ihre Gaben nicht gegen Unschuldige einsetzen.
Sollten finstere Kräfte unkontrolliert wirken, handelt der Orden im Rahmen seiner Möglichkeiten:
Er berät, bannt, schützt oder übergibt die Betroffenen der Stadtwache oder der Kirche, um Schaden von Sturmwind und seinen Bürgern abzuwenden.
Dabei versteht sich das Refugium nicht als Gesetzeshüter, sondern als Verbündeter der bestehenden Ordnung.
Es nimmt der Wache keine Aufgaben ab, sondern steht ihr bei Bedarf im Glauben und in Taten unterstützend zur Seite.
Selbstverständnis
Das Refugium des Wolfes versteht sich nicht als Richter über Gut und Böse in den Reihen des Königreichs.
Doch es wird alles in seiner Macht Stehende tun, um nach bestem Wissen und Gewissen für Sicherheit und Schutz zu sorgen,
oder andere Gemeinden und Institutionen dabei zu unterstützen, wenn die Dunkelheit in die Mauern Sturmwinds greift.
Wo die Gesetze enden, aber das Gewissen spricht, dort beginnt der Auftrag des Lichts.
Über das Spiel im Refugium
Wir sind eine von den Tugenden des Lichts inspirierte Rollenspielgemeinschaft, die sowohl soziales als auch kämpferisches RP bietet.
Unser Fokus liegt auf Charakterentwicklung, Gemeinschaft und einem glaubwürdigen, loreorientierten Spielstil.
Unsere Spielweise
Im Refugium darf jeder seinen Platz finden: vom gläubigen Priester bis zum stillen Heiler, vom zweifelnden Suchenden bis zum Ritter im Dienste des Lichts.
Niemand muss kämpfen, niemand muss predigen, jeder spielt so, wie es zum eigenen Charakter passt und Spaß macht, solange es in das Konzept der Gilde passt.
Wir legen großen Wert auf ein RP auf Augenhöhe.
Das bedeutet: respektvoller Umgang, verlässliches Spielverhalten, Reife und Freude am gemeinsamen Erzählen.
Konflikte dürfen im RP entstehen, aber sie bleiben im RP.
OOC erwarten wir Ehrlichkeit, Fairness und das Bewusstsein für die Grenzen anderer.
Was wir bieten
• Soziales RP im Armenhaus: Alltag, Glauben, Heilung und das Zusammenleben in Sturmwind werden lebendig und greifbar dargestellt.
• Einsatz- und Plot-RP: Über die Bruderschaft werden gemeinsame Unternehmungen gegen finstere Mächte gespielt, mit einem eigenem Würfelsystem, das jedem Charakter Stärken und Schwächen verleiht.
• Ausbildung und Training: Ob Paladin, Priester, Heiler oder einfacher Gläubiger – wer lernen oder lehren will, findet hier Raum dafür.
• Feste und Feiern: Das Refugium begeht Feiertage, Rituale und kleine Stadtfeste, um den Glauben, die Gemeinschaft und das Leben selbst zu feiern.
• Seelsorge und Gespräche: Ob über Glauben, Moral, Schuld, Zweifel oder einfach das Leben, jedes ehrliche Gespräch ist Teil unseres Spiels.
• Authentizität: Wir legen Wert auf tiefe, lebendige Charaktere.
Für uns bedeutet gutes Rollenspiel, dass Figuren mehr sind als bloße Abziehbilder ihrer Klasse.
Sie sind Individuen mit Stärken, Schwächen, Gedanken, Vergangenheit und Emotionen.
Auch Tragik, Zweifel und Fehler gehören für uns zu einem echten, glaubwürdigen Rollenspiel.
Was uns wichtig ist
Wir sind kein militärischer Orden und kein streng hierarchisches Rollenspielprojekt.
Unsere Gemeinschaft lebt vom Miteinander, vom Austausch und davon, dass jeder seinen Beitrag auf seine eigene Weise leistet. Im Glauben, im Handeln oder einfach in einer guten Geschichte.
Wir verstehen uns als Gruppe, die sich gegenseitig inspiriert, unterstützt und respektiert, im Spiel wie auch außerhalb.
Neue Mitglieder sollen sich willkommen fühlen, ohne Druck, Erwartungen oder starre Vorgaben.
Was zählt, ist das gemeinsame Erzählen mit Herz, Tiefe und Überzeugung.
Zum Abschluss
Das Refugium ist kein Ort für Perfektion, sondern für Personen, die wachsen wollen, mit all ihren Schatten, Zweifeln und Stärken.
Wir laden alle ein, die nicht nur eine Gilde suchen, sondern eine Gemeinschaft:
einen Ort, an dem Glaube, Mitgefühl und Charaktertiefe Hand in Hand gehen.
Im Zuge dessen haben meine Gilde und ich uns bemüht unsere Statements und Argumente sachlich und fundiert, verständlich nieder zu schreiben, was die Themen “Dauerworgen” und “Worgen und das Heilige Licht” angeht.
Dies soll unsere Ansichten transparent der Community mitzuteilen um eventuelle Missverständnisse zu klären.
Diese Statements sind keine Rechtfertigung, sie dienen als Erklärung und dürfen auch weiterhin dem persönlichen Geschmack eines jeden Spielers widerstreben, oder als für das eigene Spiel als ungeeignet gesehen werden.
Doch dies sind unsere Gründe und Ansichten die wir vertreten.
Ebenso sind dies Fakten in der Lore, die ein Gesamtbild ergeben und Dinge beleuchten, die viele Spieler vergessen oder übersehen.
Und nein OOC Abneigung und Hass gegenüber eine Personengruppe oder ein Volk in einem Videospiel sind keine Argumente.
Statements
Leider unterliegen wir oft der Betitelung von Failkonzepten, Free Fantasy, dämlichen Headcanons oder anderen Dingen.
Das Thema “Dauerworgen” und “Worgen die Licht wirken” ist häufig in der Community ein Thema für Diskussionen oder auch teils leider Beleidigungen.
Daher haben meine Gilde und ich uns diesen beiden Themen einmal gewidmet und dazugehörige Statements verfasst, welche ich nun hier gerne offen teilen möchte.
Dauerworgen
Dieses Thema taucht immer wieder in der Community auf, meist mit der Behauptung das ein Worgen, der dauerhaft in seiner Worgenform lebt, nicht lorekonform ist. Dauerworgen beschreibt daher keinen Kontrollverlust des Fluchs, sondern die bewusste Entscheidung, die vereinten Anteile, Verstand und Instinkt, sichtbar zu leben. Der Maßstab ist hier „Gleichgewicht“, nicht „Zwang“ Das Zauberwort ist: Selbstbeherrschung statt Unterdrückung. Die innere Ruhe entsteht nicht durch das Wegdrücken „der Bestie“, sondern durch deren Annahme und Integration. Wer das Gleichgewicht erreicht, steht im Einklang mit Mensch und Bestie. Wir haben in der Lore und im Spiel selbst unzählige Beispiele von Fluchträgern, die in der Worgenform ihren Alltag bestreiten. In Gilneas selbst, in Dragonflight am Spa in Valdrakken, Fiora in den Pestländern usw. Ebenso gab es in Dragonflight, im Rahmen einer Quest zum Thema Dracthyr und ihr Anlitz, Aussagen von zwei Fluchträger-NPC’s, wie sie ihre Form und den Fluch sehen.
[Varden Claridge]
”Ich dachte immer, ich hätte nur meine menschliche Gestalt in mir. Wie sollte ich als haariger Bastard ich selbst sein?Ich weigerte mich, mich als Worgen zu bezeichnen. Ich redete mir ein, es sei nur ein Fluch, für den ich mich niemals entschieden hatte!
Aber ich träumte von der Jagd. Ich konnte die frische Waldluft förmlich riechen. Ich konnte mich nicht mehr gegen das wehren, was ich geworden war. Es war für mich an der Zeit, es anzunehmen.
Ich bin Varden Claridge. Ich bin ein Worgen. Dafür habe ich mich nicht entschieden, aber ich habe es akzeptiert”
Wer aufmerksam seinen Text liest wird Sätze lesen wie „Ich konnte mich nicht dagegen wehren. Es war für mich Zeit, es anzunehmen“ oder ebenso klare Worte „Ich bin ein Worgen“ und „ich habe es akzeptiert“.
[Netheril Flinkbach]
”Die Definition meines Ichs verändert sich stetig. Wenn ihr mich fragen würdet wer ich vor diesem Fluch war, würde ich Euch antworten, dass ich erbittert für den Schutz meines Volkes kämpfte. Dass ich vor nichts zurückschreckte, um seine Sicherheit zu garantieren - und dass ich zu weit ging. Aber nach Jahrhunderten in Gestalt eines Tiers, das nur seinen Instinkten folgt, ist das, was ihr vor Euch seht, nicht mehr das Wesen was ich einst war.All die Jahre, die ich verloren habe…
Ich habe Demut gelernt und so mein wahres Ich gefunden. Ich habe einen Druiden gefunden, der nicht mehr kämpfen, sondern lehren möchte. Der zukünftige Generationen vor der Gefahr warnen möchte, die ihnen durch Arroganz droht.”
Wer ich heute bin? Worgen… und Lehrer”
Hier wird es sich sogar um einen Worgen handeln, der einst ein Kaldorei war. Doch auch er sagt „Ich habe mein wahres Ich gefunden“ oder „Ich bin ein Worgen“
Dauerworgen stehen für eine erfolgreiche Integration beider Anteile. Der Fluch wird nicht als „Krankheit“ oder als Fluch im bösen Sinne gesehen, sondern als neuer „evolutionärer Zustand“. Jeder vernunftbegabte Worgen, der nicht der Wildnis verfallen ist, hat einen Weg gefunden mit diesen neuen Aspekten seiner Selbst umzugehen. Meist geschieht dies im „Ritual des Gleichgewichts“, bei dem die Fluchträger mit Hilfe von Druiden ihr inneres Gleichgewicht wiederfinden. In diesem Ritual wird der Verfluchte mit dem Ziel konfrontiert, den Wolf in sich zu akzeptieren, statt ihn zu bekämpfen. Dabei durchlebt der Betroffene drei seelische Prüfungen, die jeweils einen Teil seiner Selbst symbolisieren:
Zorn
Steht für die rohe, instinktive Gewalt des Fluchs. Der Betroffene muss sich der Wut stellen, die der Wolf in ihm weckt. All der Hass, Schmerz und die ungezähmte Wildheit.
Lehre: Kontrolle bedeutet nicht, Zorn zu unterdrücken, sondern ihn zu beherrschen.
Erinnerungen / Menschlichkeit
Symbolisiert das frühere Leben, die Menschlichkeit, die durch den Fluch verloren zu gehen droht. In dieser Phase sieht der Worgen Bilder seiner Vergangenheit, der Kindheit, Familie, des Menschseins.
Lehre: Die Vergangenheit ist Teil der Identität; wer sie verdrängt, verliert den Halt. Der Mensch im Worgen muss erinnert und integriert werden.
Akzeptanz
Der Abschluss des Rituals. Hier verschmelzen beide Anteile, der menschliche Verstand und der Instinkt des Wolfes. Der Geist beruhigt sich, der Fluch wird nicht länger als „Krankheit“ gesehen, sondern als Bestandteil des Selbst.
Lehre: Harmonie entsteht, wenn Mensch und Wolf eins werden.
Worgen sind keine reinen Menschen mehr, sie sind aber auch keine wilden Bestien. Sie sind, wie wir es in den NPC Texten lesen, Worgen. Sie bezeichnen sich selbst so, was die Akzeptanz ihres neuen Zustandes verdeutlicht. Nach dem Ritual des Gleichgewichts ist der Worgen nicht mehr vom Fluch getrieben. Er kann selbst entscheiden, wann und wie er welche Form lebt. Das Ritual bedeutet nicht, dass Mensch und Wolf sich „abwechselnd“ ausleben müssen, sondern dass beide Teile vereint sind. Und auch wenn das Ritual das Gleichgewicht herstellt, ist dies kein dauerhafter Schutzschild. Es ist wie eine mentale Disziplin, wer sie pflegt, bleibt stabil; wer sie vernachlässigt, kann wanken. Doch dies geschieht nicht nur über die Gestalt, sondern auch über Verhalten, Handeln und Lebensweise.
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Menschliche Seite: Disziplin, Mitgefühl, Diplomatie, Sprache, Kultur, Glauben, nachdenken, Selbstreflexion
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Tierische Seite: Jagd, Bewegung, Instinkt, Kampf, Schutztrieb, Wachsamkeit, Geruch, Wahrnehmung, Soziales, körperliche Präsenz, emotionale Direktheit
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Das bedeutet: Ein Worgen kann seine Wolfsnatur auch in der Jagd, im Training, im Kampf oder Meditation ausleben; symbolisch, nicht zwingend durch die Gestalt.
Ein anderer kann seine Menschlichkeit in Vernunft, Rücksicht oder Zivilisation ausleben. Beide Seiten haben ein Anrecht auf ihre Existenz, doch Beides ist weitaus mehr als nur eine physische Gestalt. Doch muss jeder Worgen diese beiden Seiten akzeptieren und so ausleben, wie es individuell für ihn funktioniert. Faktoren die den Worgen aus dem Gleichgewicht bringen können, sind:
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starker seelischer Schmerz
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Exzessive Gewalt oder Blutrausch
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magische Einflüsse
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Isolation und Selbsthass
Ein Worgen kann sich wandeln, wenn er es für sinnvoll erachtet. Sei es aus Rücksicht, Tarnung, Diplomatie oder weil er darum gebeten wurde. Doch am Ende des Tages ist dies eine individuelle Entscheidung, sowohl des Charakters und des Spielers dahinter. OOC Aussagen wie „Das gilt nicht, weil ich den Charakter nie als Mensch sehe“, sind keine stichhaltigen Argumente, sondern Strohmannargumente. Nach derselben Logik könnte man behaupten, dass ein Fluchträger, der ausschließlich in der Menschengestalt auftritt „nie“ seine Worgenform nutzt, weil es ja nicht aktiv im Rollenspiel gesehen wird; was offensichtlich, wenn man die Lore bespielt, ebenso unzutreffend wäre und falsch.
Das Rollenspiel lebt von Darstellung, Interpretationen und innerer Logik, nicht davon, wer gerade hinsieht. Wir sind keine Kinder, die sich die Augen zuhalten und glauben: „Was ich nicht sehe, existiert nicht.“ Die innere und äußere Gestalt eines Charakters sind Teil seiner Geschichte, und die verdient es, respektiert zu werden. Solange sie nicht im krassen Konflikt mit der Lore der Welt steht.
Worgen und das Heilige Licht
Ja, Worgenpaladine sind, aktuell, Headcanon. Wir können sie im Spiel nicht erstellen, und es existieren derzeit keine sichtbaren Worgen, die in Plattenrüstung das Licht wirken. Das ist mir bewusst.
Doch sollten wir alle ehrlich sein: Headcanon ist ein fester Bestandteil im Rollenspiel. Wir alle interpretieren Lore, erweitern sie oder passen sie an, damit sie für uns Sinn ergibt. Barden, hunderte von Orden, der zwanzigste Tavernenbetrieb in Sturmwind, das 3000 Adelshaus, Vermischung von realen Religionen mit der des Lichts, wo Lichtcharaktere Keuschheit predigen oder in Sturmwind Hass und Ablehnung verbreiten.
Selbst die Gesetze, wie wir sie hier in Sturmwind bespielen, sind ausgedacht, von Spielern zusammengestellt und entwickelt, sie sind Headcanon. Wir alle füllen Lücken. Deshalb möchten wir hier unsere Sicht darlegen, weshalb wir den Glauben eines Worgen an das Licht und das Wirken daraus, dennoch als stimmig und vertretbar finden.
Es ist kein Gesetz, aber formulierte Gründe, Gedanken Belege die uns zu dieser Entscheidung bringen.
Goldrinn und der Fluch
Das Licht in World of Warcraft wirkt durch Überzeugung, Willen und Mitgefühl. Nirgends in der Lore steht geschrieben, das eine körperliche Veränderung, einem den Zugang zum Licht verwehrt. Selbst Untote, die vom Licht getrennt sind, können das Licht wirken, zwar mit Schmerzen, aber es ist nicht unmöglich. Wenn also selbst ein Körper ohne Leben das Licht anrufen kann, warum sollte ein Worgen, dessen Glauben unverändert ist, davon ausgeschlossen werden? Am Ende von Dragonflight, als Xal’atath im Telogruriss für Chaos gesorgt hat und wir Alleria in diesen begleitet haben, konnte man im Kampf gegen die Leere eine Ren’dorei sehen, die Platte, Flegel und Schild trug, die Weihe wirkte. Ein klarer Beweis dafür ist, dass selbst Ren’dorei, deren Körper und Geist stark von der Leere gezeichnet sind, dennoch fähig sind, das Licht zu wirken und Plattenrüstungen zu tragen. Der Fluch der Worgen ist kein dämonischer und auch kein nekromantischer Zustand, sondern ein uralter, druidischer.
Er entstammt den Druiden des Rudels, Jüngern Goldrinns, deren Zorn und Wildheit sie aus dem Gleichgewicht brachten. Er ist eine Verbindung von Natur und Instinkt, kein Bann göttlicher Mächte.
Durch das Ritual des Gleichgewichts wird der Fluch nicht gebrochen, sondern integriert. Worgen lernen den Menschen und das Tier in Harmonie zu vereinen. Damit ist der Fluch nicht mehr Fluch, im magisch negativen Sinne, sondern ein Zustand; eine neue Form von Balance zwischen Körper, Seele und Geist.
Da das Licht auf Tugenden reagiert, nicht auf Körperformen, besteht kein Grund weshalb eine Seele, die durch Disziplin und Mitgefühl gereift ist, das Licht nicht mehr wirken könnte.
Ein Worgen, der das Ritual des Gleichgewichts durchlebt hat, bleibt (was die Lore zeigt), ein Wesen mit einem menschlichen Verstand, und kein verfluchtes Monster ohne Zugang zu spirituellen Kräften**.
Goldrinn war ebenso ein Symbol für Mut, Tapferkeit und Opferbereitschaft. Sein Zorn war ungezähmt, aber sein Herz edel, sein Wille galt dem Schutz derer, die er als Rudel sah. Selbst Goldrinn bewunderte Varian dafür, das er seinen Zorn beherrschen konnte und sogar für Schutz und Gerechtigkeit nutzte; essentielle Grundsätze des Lichts. Unter der Kategorie des Warcraft-Wiki „Wolfheart“ steht geschrieben:
„Whereas Goldrinn’s noble heart was overshadowed by his desire for bloodlust and vengeance, Varian’s ferocity was tempered by his desire to protect and uphold justice. His choice to champion Varian seems to be another last redeeming act to Elune“ Auch wenn Varian weder Paladin noch Worgen war, durchzog er das Ritual des Gleichgewichts und fühlte sich, nach Jahren von Wut und Zorn, endlich wieder im inneren Frieden und in Harmonie.
Wenn also Goldrinn selbst in Varian ein Ideal erkannte, das er selbst nicht erreichte, dann besteht kein Widerspruch zwischen der Wildheit und den Tugenden des Lichts. Varian wurde nicht alleine auserwählt weil er wild war, sondern weil er seine Wildheit bändigen konnte, um sie in den Dienst von Schutz und Gerechtigkeit zu stellen. Damit spiegelt Varian genau das wider, was das Licht von seinen Dienern verlangt: Kontrolle, Opferbereitschaft, Disziplin und den Willen, für andere einzustehen.
Worgen sind, seit Anbeginn von Cataclysm, als sie als spielbare Rasse im Spiel implementiert wurden, in der Lage Priester zu sein.
Das Licht unter den Menschen
Die Menschen erhielten den Zugang zum Licht vor Jahrtausenden, zu den Zeiten der Troll-Kriege gegen die Amani.
Eine erfahrene Kriegerin namens Mereldar erhielt Nachts in ihren Träumen, Visionen von hellen, vor Macht surrenden Wesen. Diese brachten ihr die Weisheiten von Heiligkeit, Schutz, Gerechtigkeit, Vergeltung und Mitgefühl.
Als sie diese Lehren annahm und verinnerlichte, konnte sie Verwundete aus dem Krieg gegen die Trolle, mit Licht heilen. Und so verbreitete sich über die Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg die Religion des Heiligen Lichts unter den Zivilisationen der Menschen und wurde so die primäre Religion dieses Volkes, ein integraler Bestandteil. Auch Gilneas gehörte zu diesen Königreichen, denn auch dort steht, mitten im Zentrum der Hauptstadt, eine Kirche.
Dies bedeutet das ebenso Gilneer, also auch gilnearische Worgen, diese Religion gelebt haben, sie ein Teil ihrer Kultur und ihres Glaubens ist.
Sie wurden so erzogen, es ist ein Teil ihrer Vergangenheit, Identität, ihrer Kultur und ihrer Menschlichkeit, mit der Worgen im Gleichgewicht sein müssen.
Erst im Jahre 5, nach der Eröffnung des dunklen Portals, also Jahrtausende nachdem Mereldar das Licht zu den Menschen brachte, sich diese Religion gründete und unter den Menschen verbreitete, wurden die ersten Paladine der Menschen ausgebildet.
Diese wurden durch Alonsus Faol, welcher heute als untoter Priester immer noch das Licht wirkt, ins Leben gerufen.
Alonsus Faol gründete den „Orden der silbernen Hand“ um Priester im Kampf auszubilden oder Krieger und Ritter im Licht zu unterrichten, diese Schüler nannte er „Paladine“. Paladine existieren in den Reihen der Menschen also erst rund 40 Jahre und sind einfach nur erschaffen / ausgebildet worden, um eine starke Macht im Krieg gegen die Orcs und deren Todesritter zu haben.
„Faol ermahnte die Paladine, ein schlichtes Leben zu führen. Sie sollten im Krieg, weder Ruhm, noch Reichtum suchen. Bis zum Ende ihrer Tage würden sie die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen stellen.“
(Zitat aus den Chroniken, Band III Seite 152")
Keine Keuschheit, keine Reinheit, kein Zölibat oder sonstigen Dogmen unserer realen Welt.
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Gilneer / Worgen sind bald seit 18 Jahren (wieder) ein fester Bestandteil der Allianz. Ausreichend Zeit das Priestertum und das Kämpferrische zu verbinden… Ergo ein Paladin zu werden.
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Blizzard selbst beschreibt, in der neuen und überarbeiteten Version von „Exiles Reach“ die Allianz selbst wie folgt: „Ihr seid ein Teil der edlen Allianz, eine Koalition aus Königreichen, die Ideale wie Mut und Gerechtigkeit in Azeroth bewahren.“
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In der anfänglichen Questreihe für Midnight, wenn die Lichtwirker durch den Sonnenbrunnen selbst als Verteidigung gegen den Armeen der Leere nach Quel’thalas teleportiert werden, steht dort die Worgen Fiona, welche durchgehend Smite gegen Diener der Leere wirkt.
Der Sonnenbrunnen, welcher ebenso zum Teil Licht in sich trägt, oder (wir wissen es aktuell nicht) das Licht selbst, hat eine Worgenpriesterin zur Verteidigung von Azeroth selbst zu sich gerufen.
Zorn und das Licht
Das Licht schließt Zorn nicht aus. Es existiert der „Zorn des Lichts“ und bei Paladinen auch der „Zorn der Gerechtigkeit“.
Das Licht verbietet niemandem Emotionen zu empfinden. Seine einzige Voraussetzung ist die tiefe Überzeugung, im Namen des Guten zu handeln. Selbst Varian, der von Goldrinn bewundert wurde, verkörpert diesen gerechten Zorn: seine Wildheit wurde nicht verdammt, sondern gelenkt, durch seinen Willen, Gerechtigkeit zu üben.
Die Tugenden des Lichts, egal ob „Respekt, Mitgefühl und Beharrlichkeit“ oder „Heiligkeit, Schutz, Gerechtigkeit, Vergeltung und Mitgefühl“ sind keine starren Gebote, sondern Lehren der Selbstreflexion.
Sie fordern, sich selbst zu erkennen, die eigenen Gefühle zu verstehen und Verantwortung für sie zu übernehmen. Dies bedeutet nicht Emotionen zu unterdrücken, sondern sie anzunehmen, zu akzeptieren.
Dies sehen wir aktuell besonders gut, wenn man die Story-Kampagne von Midnight spielt und man die Geschichte von Arathor und Alonsus Faol verfolgt.
In dieser Kampagne, welcher fester Bestandteil der Hauptquestreihe ist, wird sich auf emotionale Ebene mit dem Thema von Überzeugung, dem eigenen Wertegefühl von „gut“ und dem Wesen von ALLEN Paladinen, auf menschliche Ebene, befasst.
Wie das Ritual des Gleichgewichts den Worgen lehrt, Zorn und Frieden zu vereinen, so lehrt das Licht Emotionen und Weisheit zu vereinen.
Zorn ist eine Emotion, und wer ihn verleugnet, lässt ihn wachsen, bis er unkontrollierbar wird und hervorbricht.
Ein Paladin darf Zorn empfinden, er darf ihn kanalisieren, solange sein Herz fest an das Gute glaubt und sein Wille rein bleibt. Solange der Lichtwirker vollkommen davon überzeugt ist, für seine Definition von „Gut“ zu handeln, kann er das Licht kanalisieren.
Warum also sollte ein Worgen, der seinen inneren Zorn akzeptiert, ihn im Gleichgewicht hält und an das Licht in sich glaubt, nicht fähig sein, diesen Zorn in den Dient der Gerechtigkeit zu stellen?
Ein solcher Gläubiger, im Kampf ausgebildet und durch Erfahrungen geformt, kann das Licht empfangen, in Rüstung, mit Waffe in der Hand und mit fester Stimme rufen „Im Namen der Gerechtigkeit“. Dabei ist es vollkommen Irrelevant ob er ein Krieger mit Licht ist, Paladin, Kreuzritter oder sonst etwas.
Das Licht prüft den Geist, nicht das Fleisch
Funfact
In einem Interview mit den Entwicklern, wurden diese gefragt wieso die „Haranir“ in Midnight keine Paladine werden können, obwohl sie Krieger und Priester werden können. Die Antwort war: Weil sie kein Konzept dafür haben. Die Entwickler nennen selbst Sätze wie:
- „They dont have a tradition of paladinship in their culture“
- „They never found a paladinic order“
- „That means that the doors are open for the future for them to learn things like that“
- „And i say the same is true of all races in Azeroth. They’re not incapable of learning ways of fighting or power sources“
Es gibt keine spezifischen Gründe, weshalb eines der Völker Azeroth, nicht gezielt Fähigkeiten, sei es im Kampf oder magisch, lernen könnte.. Damit bestätigten die Entwickler, das die Völker Azeroths im Endeffekt alles lernen können.