[H-RP] Anoduna Thero’sha - Thalassische Militäreinheit


(Çereborn) #1

Thema der Gilde: Militärische Einheit
Zugehörigkeit: Thalassisches Militär, Kriegerbund, Horde
Rassen: Sin’dorei, Shal’dorei
Kontaktpersonen: Nelthariel, Çereborn, Neralyn

Die Anoduna Thero’sha ist eine militärische Einheit und besteht seit über einem Jahr. Wir sind auf dem Falkenplatz stationiert und betreiben dort tägliches Rollenspiel. Zudem wird die Einheit innerhalb und außerhalb von Quel’Thalas eingesetzt.

Wir bespielen keine Waldläufereinheit oder eine Abteilung des Blutritterordens, sondern zeichnen uns durch eine gemischte Gruppenkonstellation aus. Weiterhin ist es uns wichtig, keine durchweg stereotypisierte, schweigsame Militäreinheit zu sein, sondern ein Umfeld für vielschichtige, individuelle und charakterstarke Persönlichkeiten zu bieten.


Militärisches Spiel:
  • Regelmäßige Plots (mehrmals im Monat)
  • Interessante Handlungsstränge innerhalb der Plots, die sich auch über mehrere Monate fortsetzen und nicht episodisch abgeschlossen werden
  • Regelmäßige Übungen und Patrouillen
Soziales Spiel:
  • Tägliches, sozial aufbauendes Rollenspiel
  • Gemeinsame Teilnahme an Großplots und Serverevents
OOC:
  • Loretreues, qualitativ hochwertiges Rollenspiel
  • Ein bodenständiges Powerlevel
  • Einen organisierten Discordserver
  • Erfahrene Spielleitungen, die euch gern auch Hilfestellungen bieten, wenn ihr selbst Erfahrungen als SL sammeln wollt
  • Die Möglichkeit, eigene Plots zu organisieren

Prinzipiell: Alles außer Dämonenjägern und Todesrittern. An Rassen sind wir ausschließlich auf Sin’dorei und Shal’dorei beschränkt.

Wir suchen vielschichtige Charaktere mit Stärken und Schwächen, also auf einem bodenständigen Powerlevel. Auf Loretreue legen wir großen Wert, aber ihr seid in der Wahl eures Konzeptes innerhalb der Lore recht frei.

Unter Anderem sind folgende Konzepte denkbar:

● Waldläufer
● Blutritter
● Zauberbrecher
● Arkanist
● Nethermant
● Priester
● Saboteur
● Kundschafter
● Waffenmeister(Krieger)
● Scharfschütze
● Arkantechniker
● Sanitäter

Weiterhin legen wir Wert auf Kenntnis grundlegender RP Mechaniken - oder den Willen, sie zu erlernen - eine Beherrschung der deutschen Rechtschreibung, sowie eine beständige Aktivität.

Uns ist ein freundlicher OOC-Umgang innerhalb der Gilde wichtig. Es ist zudem notwendig, dass ihr zu strikter IC- und OOC-Trennung fähig seid und mit konstruktiver Kritik umgehen könnt.

Gute Lorekenntnisse und den Willen zu loretreuem Rollenspiel setzen wir voraus. Zudem ist die Nutzung von Discord für eine aktive Teilnahme am Gildengeschehen notwendig, da unsere vollständige Organisation über unseren Discordserver abläuft.


Für andere Gilden/Projekte:
Wir sind immer an Zusammenarbeit und Aufeinandertreffen mit anderen Gilden interessiert. Beispielsweise gemeinsame Plots, wie Eskorten, Investigationen, Rettungsmissionen, etc… Wenn ihr ein Projekt habt und gern mit der Anoduna Thero’sha in Kontakt treten wollt, könnt ihr entweder durch einen Ingame Brief, einen IC Besuch an der Kaserne am Falkenplatz oder über Discord mit uns in Kontakt treten.

Für Interessenten:

Solltet ihr Interesse daran haben, eine Teil der Anoduna Thero’sha zu werden, meldet euch am besten direkt im Discord bei einem der nachfolgenden Kontakte oder besucht uns IC an der Kaserne am Falkenplatz.

Wir bevorzugen es, vorher OOC abzuklären, ob wir zueinander passen, aber laden euch auch gerne ein, euch jederzeit unserem offenen, sozialen RP auf dem Falkenplatz anzuschließen. Alles Weitere wird sich ergeben. :slight_smile:

Discordkontakte der Gilde:

Neralyn Eibenspeer#9617
Neph#6914
Cereborn Dämmerwiege#8114



[RP Gesuch] Der... anderen Art
Mit RP Anfangen
[H-RP Mini-Event] Gedenken an die gefallenen Kameraden im Arathihochland 10.06
[H-RP Event] Kriegsfront Arathihochland 17.05-02.06
[H-RP] Anoduna Thero'sha - Militärische Spezialeinheit
[H-RP Event/"Ball" 20.07.19] Respektable, abendfüllende Veranstaltung für Elitesoldaten - R.A.V.E
(Neralyn) #2

‚Der Pfeil sang durch den immergrünen Wald, als er die Sehne verließ, sein Schaft bog sich von den Kräften, die auf ihn wirkten, während er zielgenau auf das Auge des…‘

Augenrollend klappt Neralyn das Buch zu und legt es beiseite. Sie erhebt sich etwas träger als üblich und sieht aus dem Fenster, vor dem ihr dunkelbrauner Sekretär seinen Platz gefunden hat, was gar nicht so einfach war, denn die Tür zu ihrem Quartier, die sie nun gerüstet durchschreitet und verschlossen zurücklässt, ist recht schmal. Sie eilt den Aufgang hinab ins Arsenal, greift sich in vollkommener Routine Bogen und Waffengurt, schnallt sich den Gürtel um, und tritt nach draußen auf den Falkenplatz, der in den ersten Sonnenstrahlen noch beinahe leer und friedlich vor ihr liegt. Nicht mehr lange, und sie wird die Stille vermissen, und gleichzeitig den Trubel genießen, der vor ihr liegt, gleich nach dem Morgenapell. Ein zufriedenes Grinsen schleicht sich auf die Lippen der sommersprossigen Rothaarigen.


#3

Leise schließt er die Tür hinter sich.
Einen, zwei sehr lange Atemzüge bleibt er an Ort und Stelle stehen und starrt in sein Einzelquartier, das im Dunkeln liegt. Inzwischen ist der Geruch vertraut; nach Büchern und Tinte riecht es und nach dem Eigengeruch des Zimmers, der wohl nie verschwinden würde.
Seine Rüstung hat er abgelegt und trotzdem fühlt er sich erdrückt. Langsam setzt er sich in Bewegung, läuft zu dem Schreibtisch und entzündet die Kerze.
Sein Schädel schmerzt, pocht. Seine Stirn, seine Schläfen, sein kompletter Kopf; schreien ihn an. Er verspürt den Drang sich den Kopf vom Hals zu reißen, oder ihn in eine Wanne voller kalten Wassers zu drücken. Aber das Wasser im Gesicht hat vorhin schon nicht geholfen und Vynrodan beschleicht das ungute Gefühl, dass es mehr als nur Kopfschmerzen sind.
Eine unangenehme Vorahnung hat er schon länger.
Seitdem der Nebel verschwunden ist.
Er kann sich nicht daran erinnern, wann er sich auf die Matratze gesetzt hat. Er erinnert sich nur an das, was er vorhin gehört, gesehen und gefühlt hat.
Lange denkt er darüber nach, manchmal lässt er sogar den Blick durch den Raum gleiten, betrachtet die Schatten, die sich dank dem leicht tanzenden Kerzenlicht, bewegen, paranoid. Vynrodan muss sich selbst daran erinnern, dass er hier sicher ist.
Auch wenn er morgen Angstquell oder Na’ruun aufsuchen wird. Oder gleich Dämmerwiege.


Er wacht das zweite Mal in dieser Nacht auf. Diesmal ist es jedoch sein eigener Schrei, der ihn weckt. Und die Kopfschmerzen.
Vynrodans Augen sind weit geöffnet, Schweiß steht ihm auf der Stirn und er spürt seinen Herzschlag in seinem Rachen donnern. Er ist außer Atem, rafft sich auf und auf den Schock des Albtraums kommt der Nächste: Er ist sich sicher, dass er in seinen Augenwinkeln jemand sieht.
Seine Reflexe sind schnell, im nächsten Moment steht er auf den nackten Füßen, mitten im Raum, die Hände zu Fäusten geballt.
Er starrt auf die Stelle und realisiert erst nach ein paar Sekunden, dass niemand außer ihm in seinem Raum ist.
Sein Herzschlag beruhigt sich dadurch trotzdem nicht und die Kopfschmerzen sind präsenter denn je.
Vynrodan steht noch immer mitten im Raum, hebt die Hände an seine Schläfen und fragt sich, ob er denselben Traum gleich wieder bekommen wird. Er will es gar nicht wissen.
Er will es nicht schon wieder sehen.
Für einen kurzen Moment glaubt er, dass er sich übergeben muss, wenn er nur daran denkt. Zum Glück hat er vorhin nicht noch Alkohol getrunken, denn so bleibt es nur bei dem üblen Gefühl.
Es verstreichen viele Minuten, die er mit kalten Füßen in seinem Zimmer stehend verbringt, ehe er sich wieder müde und träge ins Bett legt.

Nur um danach erneut den wiederkehrenden Albtraum zu träumen.


#4

Ein kurzer Blick zur offen gelassenen Seitentüre hinaus… Es war schon wieder so spät, und die Metall-Teile noch lange nicht zurecht gedreht, gebogen, geformt.
“Heute dauert das aber besonders lange…” murmelte sie vor sich hin, während hinter ihr die Fräse monoton surrte, der Fräskopf seine Runden drehte, und die Metallspähne nur so durch die Gegend flögen, wäre da nicht der Kasten aus Klar-Kristall, der sie daran hinderte.
Shayris schaute nun auf das Werk auf ihrem Arbeitsplatz, dem Band, welches es an seinem Bestimmungsort halten soll, die Rahmen, welche gleich mehrere Linsen jeweils hielten, die Mechanik, welche die Linsen tauschte. Die Reparatur ihrer Brille würde noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen, und die Beschaffung der Ersatzteile gestaltete sich auch als weniger leicht.

“Naja, komm, was weg ist, ist weg,” ermahnte sie sich nach einer Zeit des Wartens selbst, und nahm das Werkzeug in die Hand: Feine Schrauben wollten angezogen, Rahmenteile somit fixiert, und die Konstruktion - ab von den noch zu formenden Abdeckungen - fertig gestellt werden. Ihre Arbeit brauchte wenig Kraft, und ihre Erfahrung verleitete ihre Gedanken zum Schweifen.
“Na, sie wird’s wahrscheinlich schon vergessen haben… Hat sich bestimmt auch tierisch geärgert, wenn auch nicht im Hafen; eher danach, als die Situation ganz erfasst war… Naja, mach ich nichts…”
Shayris’ Blick wanderte durch die Werkstatt, nachdem sie ihr Werkzeug von der Schutzbrille auf der Werkbank abgesetzt hatte. Sie behielt den Schraubendreher in den Händen, während sie einfach mal die Reihen des Material-Regals zählte - Sieben. Alle Arten von Ersatzteilen waren dort drinnen, mit Ausnahme derer, die neu beschafft werden mussten. Sauber sortiert nach Größe und Gewicht, eingeordnet und aufgeschrieben - hier kam nichts weg, hier wurde nur verbraucht.
“Mach ich mich mal nach Orgrimmar auf, die Linsen besorgen,” murmelte Shayris, während sie sich wieder über die Gerätschaft beugte, um weitere Teile einzusetzen, zu verschrauben, festzudrücken.
“Heute dauert das wirklich besonders lange…”


#6

Ruhig liegen die Hallen der Messe in tiefster Mitternachtsschwärze da,es spiegelt sich kein Funke einer Lichtquelle auf den edlen Kacheln des Bodens,in den Gläsern und Flaschen der Regale,die unterschiedlich befüllt sind. Kein Glanz der Möbel,keine Schatten die über Wände huschen,nichts offenbart die Dunkelheit in diesen großen Raum…zu dieser späten Stunde. Friedlich für den einen,unheilvoll für den anderen,wiederum für Irrlichter die perfekte Umgebung.

Ein Geräusch durchbricht die stumme Finsternis… so zart und tanzend,nicht aufdringlich,wie ein Wiegenlied,ändert es den Takt,ein nieendenter Fluss des Tons,kurze Pausen und wieder im Rausch der Melodie. Die mächtige Feder,in der Hand des Elfen gleitet fließend auf den schneeweißen Pergament dahin,ohne Rast,dafür in Begleitung die Spuren hinterlassen. Dunkelblaue schwungvolle,edle Bahnen,Schnörkel bilden sich auf manchen Buchstaben die niedergeschrieben werden,sauber und ohne Fehl sitzen sie perfekt in der Reihe der Zeile.

Das Lazarett…mit einer Hälfte mit Leben zum anderen Teil mit Tod erfüllt. Schritte und Geräusche hört man hier immer,egal welche Stunde des Tages oder Nacht. Doch würde man diesen nächtlichen Besuch als recht angenehm ruhig beschreiben,der sich in dieses Gebiet vorwagt. In leichten Abständen,der Liegen,Tische,Schränke und Regale sind immer wieder magische Laternen zu entdecken,einige schweben andere besitzen einen fixen Stand,diese strahlen eine wohlige Wärme und Geborgenheit aus.Gedämpft,Rücksichtsvoll für die Patienten und doch gerade ideal für das Personal.

Es gibt immer Liegen die belegt sind. So wie auch diese Nacht.

Ein nasser Lappen in der zarten Hand,der jungen Elfe,die hier als Helfer ihrer Arbeit nachkommt,wischt gezielt über die kalten milchweißen Fließen,diese haben sich dunkel gefärbt. Blutstropfen,geronnenes Blut,altes Blut,ein Hinweis auf eine Behandlung vielleicht? Ganz bestimmt. Hinweise finden sich auf den “unreinen Tischen” wieder,wo sie die blutigen Tücher,Bandagen,Verbände und benutzte Handschuhe in einen Leinensack stopfen,silbernes Besteck in reinen klaren Alkohol befühlten Wannen baden. Schalen,Tiegeln und Phiolen abwischen und reinigen. Benutzte Kräuter,im ganzen oder gebrauchten Zustand begutachten und entscheiden ob es nochmals zum Einsatz kommen wird.

Doch der unreine Tisch ist lange schon in einen sauberen Tisch verwandelt worden. Der Grund ist der Mann der auf den bequemen,massiven gepolsterten Stuhl mit Kerzenschein einer der Laternen,sich den Krieg der Akten stellt. Blutritter…Medicus,Feldarzt,Lord,Soldat….Angstquell er hört auf viele Namen. Andross stoppt in seiner Arbeit und lässt die breitgefächerte braunweisse Greifenfeder im Tintenfass ruhen. Seine Schultern straffen sich als sein Kopf sich in die Richtung der Dame drehe. Eine tiefe,besonne gar vertauenserweckende Stimme kommt von seinem Hals über die Lippen hervor. Basshaltig brummt er Worte seines Dankes zu ihr hinüber gefolgt mit einem Lächeln auf den Lippen,einem Lächeln eines Ritters. Charmant,zuvorkommend und höflich. Nach einer kurzen leisen Unterhaltung gehen beide wieder ihrer Pflicht nach.
Die Zeile endet mitten in dem Satz. ”Aufklärung erfolgte. Der Patient erhielt vor dem Beginn der Behandlung bereits ein starkes Schmerz und Beruhigungsmittel,ehe er vorbereitet wurde,für den Eingriff. Ordnungsgemäß wurde der Behandelte positioniert und verletztes Einsatzgebiet freigelegt.Der Unterarm wurde zusätzlich mit einem Inhalt einer Injektion aus einer Kombination aus natürlichen Quellen wie das,lähmenden und schmerzbetäubende Gift, der heimischen Schlangenart und eines Tranks,der seine Bestandteile hauptsächlich aus verschieden Kräutern beziehe,betäubt. Eröffnet wurde die Stelle mit gezielten kleinen Schnitten mit einer Klinge eines scharfen Skalpells. Dank der zusätzlichen Betäubung wurde der austretende Blutfluss auf das minimalste reduziert. Durchblutung des betroffenen Teiles somit nicht unterbrochen. Der Bruch….” Das spitze Ende der Feder taucht sachte in das gut gefüllte Tintenfass ein und tankt neue Kraft für das Tanzen auf dem Papier. Schlussendlich vergeht eine gute Stunde oder waren es doch zwei? Bis der hochgewachsene Elfenmann endgültig die Feder weglegt. Patienten nochmal kontrolliere und die Akte dannach schließt und sie auf den Tisch für seine Kolleginnen bereit gelegt hat. Dämmerung legt sich über das Schreibpult als die Laterne mit einem Wort gelöscht wird.

Schritte lassen die Düsterkeit der Messe hinter sich. Der Ritter wird in die Richtung des Quartiers verschwinden und sich für die kommenden Stunden stärken durch seinen wohlverdienten Schlaf.


(Çereborn) #7

Es war noch der frühe Vormittag, als die klackernden Schritte eines Falkenschreiters auf dem Kasernengelände Einzug hielten. Die Wachen salutierten in ihrer routinierten und ehrfürchtigen Art vor dem Herold, dem das Zeichen Silbermonds auf der Brust prangte. Vernarbte, ruppige Züge entstellten das sonst so zeitlose Antlitz des Sin’dorei, während er den Befehl bereits aus dem Schriftrollenhalter zupfte. „Ehre dem hohen Reich. Ein Befehl für Feldwebel Flammenstolz.“, kam es mit der rauchigen, für einen Elfen fast schon martialisch anmutenden Stimme. Ein simples Nicken der Wache folgte, ehe sie das zusammengerollte Pergament mit dem Siegel des thalassischen Heeres entgegen nahm und sie sich mit zügigen, aber doch anmutigen Schritten in Richtung der Messe begab.

Das Besprechungszimmer war wie immer verschlossen. Ein lautes Klopfen riss besagten Feldwebel kurz aus seinen Gedanken. Die letzten Wochen waren ruhig und somit hielt sich der zu erledigende Papierkram in Grenzen. Dennoch verzog er kurz missbilligend die Miene, als er in einem recht komplexen Formblatt in der Arbeit innehalten musste. Tiefes Durchatmen. Immerhin sah ihn hier niemand. Dementsprechend waren die Züge des Feldwebels auch ein Beispiel an Regungslosigkeit, als er der Wache respektvoll zunickte, die ihn in seiner Arbeit unterbrochen hat. „Morgennebel, was gibt es?“ Ein straffer Salut der Wache folgte, ehe man den Befehl übergab. „Ein Bote, Feldwebel.“

Man nahm den Befehl entgegen, neigte kurz dankend das Haupt gen der Wache und verschloss die Tür, ehe das Siegel gebrochen wurde. Mit jeder überflogenen Zeile verfinsterte sich die Miene des Feldwebels, als er die geschrieben Letter abfuhr.

Auf Befehl des Kriegshäuptlings und des Lordregenten:
Die „Anoduna Thero’sha“ sind mit sofortiger Wirkung in Marschbereitschaft zu versetzen. Die Reihen der vereinten Streitkräfte der Horde sind an der Front im Arathihochland in eine prekäre Lage gekommen, weswegen zusätzliche Einheiten angefordert werden. Besonderes Augenmerk sind kleine Truppenverbände mit hohem Zugriffspotential, um die stagnierende Lage im Arathihochland aufzubrechen und die Truppen der Allianz zurückzuschlagen. Prioritäten sind eine Sicherung der Versorgungslinien, eine starke Befestigung der Frontverteidigung, sowie die Zerschlagung und Rückeroberung strategisch wichtiger Stellungen der Allianz.

Wir erwarten eure Ankunft an der Front innerhalb der nächsten drei Tage. Meldung hat bei Kriegsherrin Syndria Aschentau in Hammerfall zu erfolgen. Sie koordiniert die derzeitigen Bewegungen an der Front.

Es ist zu beachten, das Ar’Gorok gefallen ist und der Weg ins Arathihochland somit äußerste Vorsicht erfordert. Translokationen sind aufgrund von Vorkehrungen seitens des Feindes nicht möglich. Ebenso kontrolliert die Allianz den Luftraum.
Sieg für Sylvanas!

OOC: Für uns geht es ab jetzt bis Anfang Juni an die Front im Arathihochland. Geneigte Militärprojekte und Einzelspieler sind gern eingeladen, sich dem Frontrollenspiel anzuschließen. Gern auch Interessenten an der Gilde. Mehr Informationen im Thread:
[H-RP Event] Kriegsfront Arathihochland 17.05-02.06


#8

Es blieb wenig Zeit bis zur großen Schlacht, vielleicht ein Tag, vielleicht nur wenige Stunden. Seine Beine trugen ihn von alleine die Treppe hoch, genau auf den Fleck zu, von dem die Leerensignaturen ausgingen, die mitten in Hammerfall aufgetaucht waren. In der Nähe des Sprengstofflagers. Coryadris sprach als erstes aus, was wohl der ein oder andere bereits befürchtete: Es musste Ziel des Angriffs sein. Die Feinde mussten planen, sich mitten ins Lager zu bringen, und sie alle in die Luft zu jagen. Eine effektive Selbstmordmission, die ganz Hammerfall das Leben kosten konnte.
Nelthariel ließ sich keine Zeit, schockiert zu sein, während sein Blick auf den Fässern lag, bei deren Transport er vor einer knappen Stunde noch geholfen hatte. Der Sin‘dorei handelte völlig im Affekt, spürte das Adrenalin ihn jetzt schon antreiben. Er fragte die anwesenden Arkanisten gerade nach einer Translokationsbarriere, während er seine Sinne öffnete, um zu versuchen, den Signaturen der verhassten Magie noch genauer nachzuspüren. Ein Fehler.
Der Blutritter sog scharf die Luft ein, als sich augenblicklich ein heftiger Kopfschmerz in ihm breit machte. Seine Waffen landeten dumpf im Gras, als seine Hände zu seinen Schläfen ruckten, um sich in seinen Haaren zu vergraben. Er sackte auf die Knie und seine Sicht verschwamm, bis sie beinahe schwarz wurde. Dumpf hörte er jemanden rufen, konnte aber keinen klaren Gedanken fassen, um zu antworten. Zuletzt kam Angst in ihm auf. Angst, das Ziel einer grauenvollen Magie zu sein.

Aber dann konnte er die Umrisse der Grashalme unter sich langsam wieder ausmachen. Seine Sicht wurde klarer, und obwohl es unter seinen Schläfen noch immer schmerzhaft pochte, kam er allmählich wieder zu sich. Es blieb keine Zeit, zu hinterfragen, denn als er den Blick wieder hob und die Arme senkte, sah er direkt in die Tiefenschwärze eines Leerenrisses. Die Ren‘dorei, die hinaustraten, hatten allesamt ein Ziel: Den Sprengstoff. Sie schienen nicht einmal Augen für ihre Feinde zu haben. Mehrere Rufe gingen durcheinander. Nelthariel realisierte erst in der nächsten Sekunde, dass seine eigene, brüchig klingende Stimme darunter gewesen war. Den Befehl gegeben hatte, einen Schild um den Sprengstoff hochzuziehen und die Leerenelfen mit allen Mitteln aufzuhalten. Die Soldaten um ihn herum gingen zum Angriff über. Er selbst riss sich langsam zusammen, um die beiden Magierinnen, Pharamilion und Magistrix en Amarth, bei ihrem Schildweben zu unterstützen, indem er allmählich eine eigene Schicht wob. Es fiel ihm immens schwer, sich nach dem Übergriff auf seinen Kopf auf das Wirken zu konzentrieren, aber der Gedanke daran, wie sie sonst alle kümmerlich in einer riesigen Explosion starben, tat sein übriges, ihn verbissen anzutreiben. Feuerbälle und Pfeile trafen auf die dünne Verteidigung, die in diesem Augenblick den schmalen Grat zwischen Leben und Tod darstellte, und durchbrachen sie bald. Jeder Einschlag ließ ihn erschaudern. Die Magistrix fing den nächsten Angriff mit dem eigenen Körper ab und wurde zurückgeschleudert. Es gab zumindest einen kleinen Zeitraum, den kümmerlichen Schild wieder aufzubauen.

Im nächsten Moment spürte Nelthariel einen Ruck an seinem Rücken, der ihn nach vorne beförderte. Er prallte mit En Amarth zusammen, die ihn vor einem Angriff gerettet hatte, bei dem er nicht einmal wusste, woraus er bestand. Augenblicklich raffte er sich wieder auf die Beine, drehte sich mit einem Schwung um und erblickte seine Angreifer auf einem Vorsprung des Haupthallendaches. Nur noch Pharamilion kümmerte sich nun um die Verteidigung des Sprengstoffes. Zwei feindliche Schützen und zwei feindliche Arkanisten verblieben als letztes auf dem Dach, und bereiteten einen finalen Schlag vor. Gemeinsam mit den anderen Soldaten ging der Blutritter in die Offensive. Äxte flogen, eine von ihnen brannte aus irgendeinem Grund, jemand griff mit dunkler Magie an, er selbst formte das Licht zu einem Angriff, der einen der Arkanisten fällen sollte. Alles geschah auf einmal und hinter allem stand die Hoffnung, sie töten zu können, bevor sie ganz Hammerfall mit ihrem Angriff dem Boden gleich machen konnten. Beim letzten Magier waren sie zu spät. Er konnte vor seinem Ende noch einen Feuerball formen, um ihn in Richtung der Fässer zu befördern.

Nelthariel konnte nicht mehr ausmachen, was mit dem Geschoss passierte, aber eine Explosion blieb aus. Der letzte ihrer Feinde ging zu Grunde, und die Schlacht kam von einer auf die nächste Sekunde zum erliegen.

OOC: Die Anoduna Thero’sha hatte bisher eine hervorragende Zeit bei der Kriegsfront im Arathihochland! Gestern hatten wir einen wunderbaren Auftakt zum Finale, und heute Abend geht es für uns ans Ganze!
[H-RP Event] Kriegsfront Arathihochland 17.05-02.06


#9

Mit leicht zittrigen Fingern strich Yvaneth über das raue Leder der Tasche, in der sie vor ein paar Stunden angefangen hatte, ihre Habseligkeiten zu verstauen.
Einige Kerzen brannten neben ihr auf einem filigran gefertigten Ständer und die kleinen Flammen tanzten hektisch in dem Luftzug, der durch ihr offenes Fenster hineinkam. Er brachte die Geräusche einer langsam erwachenden Welt mit sich, denn langsam legte sich der Morgen über alles.

Es war seltsam, nach all der Zeit wieder an genau dem Punkt zu stehen, der ihr fast das Leben gekostet hätte. Noch immer waren die Schreie ihrer Kameraden nicht verhallt, als die feindlichen Soldaten der Allianz sie erwischt hatten. Noch immer stach der Geruch von verbranntem Fleisch in ihrer Nase und noch immer sah sie die schmerzverzerrten Gesichter vor ihren Augen.

Yvaneth kämpfte mit sich, an etwas anderes zu denken, wobei sie die Augen schloss. Zwischen ihrem letzten Einsatz und dem erneuten Einzug an die Front lag bereits ein halbes Jahr, aber leichter wurde es deswegen nicht. Würde es nie – das wusste sie. Auch wenn sie gehofft hatte, dass es ihr weniger ausmachen würde.

Wie aus Reflex griff die Sin’dorei nach ihrem linken Arm, nur um sich vor sich selbst zu erschrecken, als sie an ihrer Seite nichts vorfand. Das Zittern ihrer Fingerspitzen nahm zu und sie musste tief durchatmen, um sich wieder zu fangen.

Es quietschte unangenehm, als sie den Stuhl zurückschob, auf dem sie gesessen hatte und sich in den Stand drückte. Sie verscheuchte dabei ein kleines, zotteliges Tier, das es sich unter ihrem Tisch gemütlich gemacht hatte, wobei sie darauf nicht achtete.

Yvaneth zwang sich, den Blick von ihrer Tasche abzuwenden und richtete ihn auf den Anhänger, der neben ihr auf der unaufgeräumten Tischplatte seinen Platz gefunden hatte. Schwach schimmerte der rote Stein im fahlen Licht, das von draußen in den Raum fiel und ließ sie noch einen Augenblick länger mit ihrer Fassung kämpfen.
Was war, wenn Nelthariels Sorge doch berechtigter Natur war? Was war, wenn sie wirklich noch nicht bereit für die Rückkehr in den aktiven Dienst war? Wenn sie alleine nicht zurecht kam?
Oder …

Nein. So durfte sie nicht anfangen - Es war alles gut.
Sie hatte gewusst, auf was sie sich einließ und es war der falsche Moment, um in Selbstzweifel zu versinken, egal wie schwer es ihr fiel.
Sie hatte bewiesen, dass sie bereit war und sie hatte bewiesen, dass die Einheit sich auf ihr Können verlassen konnte. Auch mit ihrer Verletzung war sie eine fähige Arkanistin, darin bestätigte sie das Training mit Cereborn und viele hatten es ihr bereits bestätigt.

Sie war keine Belastung, sie war Soldatin.

Yvaneth atmete ein letztes Mal tief durch und ließ die Kette mit einem leichten Levitationszauber zu sich schweben, um sie aus der Luft nehmen zu können.

Es wurde Zeit, sich zum Aufbruch bereitzumachen.


(Çereborn) #10

Es war ein Krampf. Ein Husten löste sich. Nicht der normale, gewöhnliche Husten, wenn man sich an kalten Tagen verkühlt hatte, sondern der unangenehme, kratzige Husten. Ausgelöst durch Feuerrauch, schlechte Luft und vor allem eins: Staub. Es war eine Qual in dieser Einöde zu dienen.

Der Arkanist kniete vornübergebeugt auf dem Boden vor einem magischen Anker. Sein Werk war fast vollendet, doch einige, kleinere, magische Anpassungen fehlten noch. Dank der staubigen Luft und der Auszehrungen, die das Wirken mit sich brachte stützte Cereborn sich auf den Handschuhen am Boden ab. Die mit echtem Gold punzierten Stoffhandschuhe, die wohl mehr Wert waren als der gesamte Besitz einiger seiner Kameraden waren mittlerweile auch nur noch ein staubiger Schatten ihrer Selbst. Brandlöcher verunstalteten Robe, Handschuhe, Schuhe und sogar die heißgeliebten Haare des Arkanisten.

Apropos heiß. Heiß war es definitiv. Die sengende Hitze des Brachlandes konnte einem den letzten Nerv rauben. Noch konnte sich der Arkanist nicht dazu durchringen, die durch eine Verzauberung gekühlte, aber durch die Brandlöcher nicht mehr allzu sichere Robe gegen das leichte, aber unverzauberte Kampfgewand einzutauschen, aber es war nur noch eine Frage von Tagen, bis dieser Schritt bitter nötig werden würde. Und Cereborn war sich nicht sicher, ob er ihn überlebte.

Ein letzter magischer Impuls folgte und das Werk war vollbracht. Mit einem Nicken las er den Anker auf und wandte sich zum Lager um. Nur um erstaunt die Brauen zu liften. Es war Aufbruchstimmung. Offenbar hatte er etwas wichtiges verpasst. Wenn ein Angriff nun bevorstand, standen die Chancen schlecht für ihn, etwas nützliches zu tun. Mit zügigen Schritten eilte er zum Lager, um den Fähnrich aufzusuchen. Immerhin sollte sie den Anker bekommen, um das Werk des Tages abzuschließen.

OOC: Zurzeit ist die Anoduna auf dem Sand und Schweiß Großplot unterwegs! Voraussichtlich ab Montag dem 08.06. werden wir wieder an der Kaserne am Falkenplatz zu finden sein und öffnen unsere Tore für neue Interessenten! Nehmt dazu am besten über Discord mit einem von uns Kontakt auf.

Wir haben viel geplant für dieses Jahr und freuen uns auf schönes, gemeinsames Spiel!


(Çereborn) #11

Es war mittlerweile fast Mitternacht. Die Waschräume der Kaserne auf dem Falkenplatz waren leer. Fast. Eigentlich hatte Cereborn diese Zeit schon immer bevorzugt, um sich zu waschen. Mit der Phobie war es nie leicht, sich zu säubern, wenn jemand zusah. Doch zurzeit gab es noch einen weiteren Grund für seine eigenartigen Waschzeiten.

Vor nicht einmal zehn Minuten war er aus dem Schlaf aufgeschreckt. Schweißnass. Zittrig. Es war nur eine routinierte Bewegung aus dem Handgelenk, mit welcher er die Kerzen entzündet hatte, ehe er sich in den Waschräumen umsah und auf seinen neu ernannten Nemesis zutrat: Der große Wandspiegel. Es war eine Katastrophe. In jeder Hinsicht. Von der einst hüftlangen, rabenschwarzen Mähne waren mehr als zwei Drittel dem Feuer zum Opfer gefallen. Zweckmäßig hatte er die Haare zum Mittelscheitel gekämmt. Das mit dem Zopf funktionierte ohnehin nicht mehr. Die geteilten Haare gingen ihm bis zur Brust, aber es war kein Vergleich zu seiner geliebten Haarpracht, die er nun verloren hatte. Die rechte Hand strich unwillkürlich die Haare entlang, während er sich seinen desolaten Zustand im Spiegel besah.

Nicht nur die Frisur war Zeugnis seines Versagens, auch der Miene war seit seiner Rückkehr der Stempel der Gebrochenheit aufgezwungen. Unter feinen Brandwunden, die vermutlich noch verheilen werden zeichneten sich tiefe Augenringe, sowie ein leerer und vollkommen ausgelaugter Blick ab. Die Alpträume waren ihm nach dem Krieg nicht neu, aber noch nie waren sie so schlimm. Er hatte schon lange nicht mehr das Bedürfnis verspürt, sich einfach dem Rausch hinzugeben, wenn er Abends vor dem Gedanken erschauderte, sich dem Reich der Träume zu überlassen. Sich der Ungnade seiner Dämonen zu überlassen. Aber seit der Zeit auf der Ödnisfeste überkam es ihm wieder. Auch jetzt. Und er musste kämpfen. Er hatte es versprochen.

Die Finger umspielten eine Strähne. Gaben dann einige Haare von ihr frei. Noch mehr. Noch etwas mehr. Bis er nur noch drei bis vier Haare umfasste. Abscheu. Ekel. Wenn er sich diese derangierte Frisur ansah, überkam ihn der pure Ekel vor sich selbst. Ganz davon abgesehen, was in seinem Nacken wartete. Das Feuer hatte einen guten Teil seines Rückens, sowie des Nackens und des Hinterkopfes verbrannt. Ein etwa handgroßer Streifen seiner Haare fehlte daher komplett am Hinterkopf. Nur noch ein Verband war dort zu finden. Es würde Monate dauern, bis die Haare lang genug waren, um diesen Fleck der Schande zu verbergen. Vielleicht Jahre, bis dort selbst wieder Haare wachsen würden. Wenn überhaupt.

Die Abscheu überkam ihn. Wut. Frust. Verzweiflung. Er umfasste die drei bis vier Haare feste, bis sich die Haare in seine Finger beinahe hineinschnitten. Dann löste sich der Druck. Mit einem sich fast erlösenden Schmerz hatte er sich die Haare ausgerissen. Blinzeln. Dann sah er auf die Haare in seiner Hand. Das war keine Option. Er durfte nicht ein neues Ventil suchen. Hastig schüttelte er die Hand, um die Haare einfach zu Boden gehen zu lassen. Gab sich eine schwache Backpfeife. Den Kopf klar bekommen. Es war nur ein Traum.

Nur ein Traum, in dem er schon wieder fast verbrannt wäre.
Nur ein Traum, der sich so sehr nach brennendem Schmerz angefühlt hat, dass er aus ganzer Kehle geschrien hatte, als er erwachte.
Nur ein Traum, der ihm so eine beschissene Angst macht, dass er sich nicht wieder ins Bett legen kann, ohne zu zittern.
Nur ein Traum, der ihn dazu verleitet, sich einfach Schnaps in den Rachen zu kippen, bis der Körper sich den traumlosen Schlaf mit Gewalt holt.
Nur ein Traum, der ihn dazu gebracht hatte, sich schmerzhaft Haare raus zu reißen.

Nur ein Traum.

Es hatte eben auch seine Schattenseiten, ein Illusionist mit lebhafter Fantasie zu sein.

OOC: Wir sind zurück auf dem Falkenplatz! Ab sofort wieder fast jeden Abend anspielbar und voraussichtlich erstmal eine ganze Weile, bis es wieder auf einen Einsatz geht.

Außerdem sind wir weiterhin auf der Suche nach engagierten Interessenten, die Teil unseres Projektes werden wollen!

Unsere Aldor-Wiki Seite wurde zudem auch aktualisiert und unter Anderem um die Zusammenfassung unseres letzten Großplots ergänzt. Der Kriegsfront Arathihochland.


(Neralyn) #13

“Valreon hatte eine harte Schale und einen weichen Kern. Wie eine Stachelbeere, an deren Schale man sich leicht verletzen kann, wenn man mit ihr aneinandergerät. Er war ein guter Soldat. Ein bemerkenswerter Kämpfer. Ein großartiger Freund.” Sie schluckt einmal schwer, öffnet ihre Lippen mit einem Durchatmen aber, um weiterzusprechen. Diesmal weicher, und seitlich zu Valreon gewandt. Auf ihm liegt auch ihr Blick.

“Unsere Schicksale waren verflochten, aber nicht vereint. Ich wünschte, ich könnte ihm noch sagen, wie leid es mir tut und wie dankbar ich bin. Dankbar für alles. Für seine Liebe und Freundschaft, für seine Hilfe, für seine bedingungslose Werschätzung und Aufopferung. Ich hätte gerne noch die Chance gehabt, einige Fehler zu bereinigen.” Ihre Augen schwimmen etwas, aber ihre Stimme bleibt fest. Die traurigen Seelenspiegel fahren wieder die Reihe entlang, ohne Scheu vor Blickkontakt.

“Es war meiner Einheit und mir eine Ehre, so viele Kämpfe an seiner Seite bestritten zu haben. Ich werde die Erinnerung an ihn ehren und wertschätzen, schmerzlich wissend, dass er niemals mehr mehr sein können wird, als ein Traum und Asche im Angesicht eines Morgens nach einer blutigen Schlacht. Möge das Licht seiner Seele gnädig sein.”

An diesem Abend stand die Waldläuferin angeblich noch sehr lange vor den sterblichen Überresten des Blutritters.


(Çereborn) #14

Mit einem leisen „tock“ stellte Cereborn den Pokal der Arkanballweltmeisterschaft auf das Real in der Offiziersmesse der Anoduna Thero’sha. Schmunzelnd las er die Inschrift laut vor. „Cereborn „Kleidchen“ Dämmerwiege – Parfümierte Puderquasten“. Sonne. Er könnte Neralyn immer noch den Hals umdrehen dafür, dass sie ihn unter diesem verhassten Kosenamen angemeldet hatte. Von Diversen Spekulationen über Hosen einmal abgesehen.

Aber die Rache dafür war immerhin, dass er die Leutnant im Finale schlagen konnte. Aus dem Regal entnahm er eine knallrote Tonflasche. „Erdbeer-Euphorie mit Schuss“. Hergestellt von seiner Parfümerie. Dass er schon gut einen sitzen hatte, störte ihn nicht im geringsten. Es war ein angenehmer Abend unter Freunden gewesen. Verbracht, bei einer aufregenden Sportart. Er lehnte sich auf die Theke.

Wie lang würde es noch so ruhig bleiben? Wie viele Gelegenheiten für einen amüsanten Abend voller Gelächter, wie heute Abend würde es noch geben? Bevor der nächste Einsatz kam? Bevor die Truppen der Allianz das hohe Reich erreichten? Die Zeiten waren düster. Das war indiskutabel. Vielleicht war es deswegen so unfassbar angenehm, ebendiese Zeiten in freundlicher Atmosphäre zu verbringen.

Erst die Respektable, Abendfüllende Veranstaltung für Elitesoldaten, nun das Arkanballturnier. Zurzeit verbrachte er seine Zeit zu gleichen Teilen in der Parfümerie und auf dem Kasernengelände. Es war nun schon seit mehreren Wochen ruhig. Ein schönes Gefühl.

Die Vorhänge öffneten sich und seine Kameraden, sowie die dunkle Waldläuferin Lynantia betraten die Offiziersmesse. Sie war wie ein Mahnmal in dieser fröhlichen Zeit.

Der Kriegshäuptling hat ein Auge auf euch. Und auf das, was ihr hier tut und redet. Auch, wenn ihr betrunken seid.

Kleiner Schubser nach oben!


#15

Das Flammenbanner ist erfolgreich im Immersangwald angekommen und wurde am Falkenplatz sogleich von Anoduna Thero’sha empfangen.

In diesem Sinne vielen Dank für den Erfolgreichen Abend.


#16

Die Schritte des Waldläufers waren fest und bestimmt. Und auch, wenn keine dieser Regungen nach außen sichtbar war, durchzog ihn eine furchtbare Nervosität, als er sich dem Tisch näherte, der vor dem Sonnenzornturm aufgebaut wurde.

Vier Schatullen waren dort nebeneinander angereiht. Ehrungen. Auszeichnungen. Orden. Medallien. Es gab viele Namen für das, was er nun vergeben sollte. Und es war nicht das erste Mal, dass ihm diese Ehre zuteil wurde. Dass die Ehrungen unproblematisch verlaufen würde, dessen war er sich sicher. Zudem hatte er die Berichte gelesen und demnach zu urteilen, hatten sich die antretenden Soldaten und Offiziere ihre Belobigungen redlich verdient.

Was seine Nervosität verursachte, war der Wappenrock der Anoduna Thero’sha, der daneben abgelegt wurde. Sauber gefalten und frisch gewaschen. Und der Brief, der ihn vor wenigen Tagen die frohe Botschaft verkündet hatte. „Hauptmann Valaris Dornenmeer.“, wiederholte er leise. „Kommandant der Anoduna Thero’sha.“ Er schnaubte. Amüsiert? Vor wenigen Wochen noch war er mit Freunden in Pandaria und hatte darüber philosophiert, wie es nach seinem Austritt aus der Geisterwache mit der militärischen Laufbahn weiterging. Würden sie ihn endlich in den Offiziersrang erheben? Ihn degradieren? Weit weg versetzen? Wieder in den Heimatschutz?

Die Entscheidung, die der Sonnenzornturm letztlich gefällt hat, war eine, die er wohl mit am wenigsten erwartet hätte. Kommandant einer renommierten Zugriffstruppe des thalassischen Heeres. Kein Waldläufercorps, sondern eine Einheit, die ehemals von einer Arkanistin geführt wurde. Und nun übergangsmäßig von einem Blutritter. Er schnaubte. Blutritter. Widerlich. Blöd nur, dass er diesen Blutritter kannte. Und dass er ihm gleich mitteilen muss, dass seine Zeit als Kommandant vorüber ist. Ah. Und da war noch dieses kleine Detail. Dieses winzig kleine Detail, dass er ihn ersetzen würde. Kommandant seiner Einheit wird. Aus der er niemanden kannte. Außer ihm.

Schrittgeräusche. Plattenstiefel. Kettenstiefel. Sie kamen. Ein letztes, tiefes Durchatmen und die Miene wird wieder so versteinert, wie er es über die Jahrzehnte gelernt hatte. Dann beginnt es also.

OOC: Wir sind weiterhin Abends am Falkenplatz anzutreffen und freuen uns über neue Interessenten! Bald stehen wieder interne Plots an und es gab eine Änderung in der IC Führung, die ihr dem Text entnehmen könnt!

Kommt auch gern für offenes Spiel als Gäste in der Kaserne vorbei.


#17

An Hauptmann Valaris Dornenmeer.

Ehre den Sin’dorei,

nach einer erneuten Rücksprache mit Magistrix Kaelyndra Sonnenzorn reiche ich, Feldwebel Flammenstolz, im Folgenden den vollständigen Bericht des letzten Einsatzes nach. Es handelte sich um die Beseitigung von außer Kontrolle geratenen Treants im Auftrag von Magister Radoran’daras Blutglanz.

Beim Eintreffen am Anwesen fand ein Gespräch mit dem Magister statt, in welchem er preisgab, dass die Treants bereits seit längerer Zeit immer wieder angriffen und ihn bei seinen Experimenten störten. Außerdem bekundete er, sich des Problems zuerst selbst angenommen zu haben und habe im Zuge dessen ‚alle Treants verbrannt, die er finden konnte.‘

Anschließend meldete ein arkaner Familiar eine Störung am ‚Westlichen Pylon‘. Besagter Pylon stellte sich bei Untersuchung als ein riesiger roter Kristall heraus, dessen Funktion es war, auf eine wohl der Natur schädliche Weise Energie aus der Umgebung zu ziehen. (Genauere Funktionsweise unbekannt.) Eine große Gruppe von Treants hatte die Gerätschaft angegriffen und Risse in ihr verursacht, jedoch zogen sie bei Sichtkontakt mit unserem Trupp ab, suchten eindeutig keine gewaltsame Auseinandersetzung.

Aufgrund des Defekts des Pylonen schossen jedoch Arkanblitze aus dem Kristall hervor, bei deren Einschlägen Arkananomalien entstanden, die uns angriffen. Diese drastische Entladung des überladenen Kristalls wollte kein Ende nehmen, weswegen unsere Arkanisten auf meine Anordnung hin ein Eindämmungsfeld um den defekten Pylonen gewoben haben. Nach der reibungslosen Eliminierung der Gespenster suchten wir eigenmächtig nach einer Möglichkeit, die Gerätschaft abzuschalten. Wir verschafften uns Zugang zu einem Lagerhaus, in dem sich ein Arkanwächter befand, der sich beim Eintritt aktivierte. Ob es anders zu Kampfhandlungen gekommen wäre, ist unklar, doch Rekrut Pharamilion formte entgegen der Anordnung von Leutnant Neralyn Eibenspeer, sofort das Lagerhaus zu verlassen, einen Zauber, der auf den Kraftkern des Wächters zielte, was ihn uns als Feindobjekte registrieren ließ.

Mit vereinten Kräften ist es uns jedoch gelungen, den bereits verrückten Kraftkern vollständig zu zerstören und höheren Sachschaden zu verhindern, indem wir eine Explosion unter Anwendung verschiedener Zauber vermieden haben. Eine nennenswerte Verletzung in Form von Verbrennungen erlitt allein Noroelles Na’ruun, für das genauere Ausmaß ist bei Bedarf Ser Andross Angstquell zu konsultieren, der sich ihrer Behandlung annahm.

Im Anschluss war das Lagerhaus für uns frei zugänglich, in welchem sich eine Konsole zur Kontrolle des Pylonen befand. Rekrut Pharamilion behauptete auf meine Nachfrage hin, den Kristall mit Hilfe dessen abschalten zu können. Unmittelbar auf ihren Knopfdruck hin detonierte er. (Anmk: Eine ausführliche Rüge für den verursachten Sachschaden und die Missachtung des Befehls durch Pharamilions Handeln wurde im Anschluss an den Einsatz von mir ausgesprochen. Laut Magistrix Sonnenzorn muss die Anoduna Thero’sha darüber hinaus keinerlei Schadensersatz leisten, da der Pylon die Sicherheit der Einheit gefährdete.)

Im Anschluss folgten wir der Richtung, in die die Treants verschwunden sind, welche sich reibungslos und friedlich aus dem Gebiet vertreiben ließen. Dabei kamen wir an einem Waldstück in der Nähe des Anwesens des Magisters vorbei, das durch seine Rodung stark in Mitleidenschaft gezogen war.

Nach einer kurzen Rücksprache mit dem Magister, der sich aufgrund des Sachschadens höchst unzufrieden mit unserem Vorgehen zeigte, verließen wir gesammelt sein Anwesen. Bei der heutigen Nachbesprechung mit Magistrix Sonnenzorn schilderte ich ihr alle Vergehen des Magisters, die seine drastische Vorgehensweise in keiner Weise befürwortete.

(Anmk: Im selben Zug berichtete sie, dass Magister Blutglanz nach unserer Abreise in einem tragischen Unfall umgekommen sei. Seine Tochter, Alarielle Blutglanz, wird verdächtigt, einen Mord kann man ihr aber nicht nachweisen. Durch diese Weise kann die Magistrix jedoch sicherstellen, dass unsere Heimat keinen weiteren Schaden durch die Experimente des Verstorbenen erfährt.)

Der Einsatz gilt als erfolgreich abgeschlossen.

gez. Feldwebel Nelthariel Flammenstolz

Genauestens ließ Nelthariel noch einmal den aufmerksamen Blick über alle Zeilen schweifen, die er gerade niedergeschrieben hatte. Es fühlte sich nicht gut an, Dinge zu verschweigen, so unbedeutend sie nun auch sein mochten. Aber wenn er wusste, dass es für ein höheres Wohl war, besser für das hohe Reich, dann war es wohl das Richtige, es zu tun. Er hoffte inständig, dass die nächsten Einsätze wieder einer gewöhnlichen, routinierteren Natur sein würden, auch wenn der Gedanke an den Ausgang der Sache noch immer ein zufriedenes Schmunzeln auf seine Lippen bringen mochte.

Deswegen war er auch zufrieden mit sich selbst, als er den Bericht gegen Nachmittag auf dem Tisch seines neuen Kommandanten zurückließ.


#20

Valaris unterzeichnete das Pergament mit seiner pragmatischen Sauklaue. Mit Mühe konnte man die Initialen entziffern, der Rest war dermaßen unlesbar, dass man über den vollständigen Namen des Hauptmanns wohl nur spekulieren könnte, wenn er nicht in Klartext darunter stehen würde. Zum wiederholten Mal überflog er die Zeilen nochmal.

Sein erster Bericht als Hauptmann der Anoduna Thero’sha. Sein erster Bericht als Hauptmann generell. Den Großteil des Inhalts hatte zwar ohnehin Leutnant Eibenspeer ausgefüllt, da sie ihre Truppen teilen mussten, aber er musste im Endeffekt für die Handlungen seiner Soldaten geradestehen.

Alles in allem war die Mission zwar ein Erfolg, aber es gab viele ungelöste Fragen. Da war diese eigenartige, magisch gesicherte Kiste, die nun in der Stasiszelle verwahrt wurde. Der Bericht wurde zur Seite gelegt und er nahm eine präzise Zeichnung zur Hand, die eine der Wachen angefertigt hatte. Es war ein goldenest Auge. Halb geöffnet, mit sieben Zacken über dem Lid. Drei große. Drei kleine. Er hatte dieses Symbol noch nie in seinem gesamten Leben gesehen, aber im Gespräch mit seinen Soldaten stellte sich heraus, dass es ihnen bekannt war. Aus Arathi. Nur über die genauen Umstände wollte noch keiner so richtig sprechen mit ihm. Das musste er die Tage noch angehen. Aber heute nicht.

Ein Weile noch starrte er auf die Zeichnung. Versuchte ihren Sinn zu ergründen. Ihren Inhalt. Ihre Aussage. Dann bemerkte er, wie das vernarbte Lid seines linken Auges ohne sein Einwirken herunterklappte. Verdammt. Es war schon wieder weit nach Mitternacht. Er nahm sich einen Umschlag aus der obersten Schublade, verstaute das Dokument darin und brachte das Siegel der Anoduna Thero’sha an. Noch ein letzter Gang zum Turm und dann war sein Dienst für heute erledigt.

OOC: Unsere neue Kampagne hat begonnen! Der ideale Zeitpunkt um mit einem Charakter in unseren Reihen dazu zu stoßen, wenn ihr Interesse habt!


#21

In Erinnerung an die Sin’dorei


(Neralyn) #22

Auf dass “DIVAN DER ERSTE PLATTE” genauso bezaubernd werden möge, wie Pakko es ist. Mit seinen leeren Augen, dem trommelfellzerreißenden Krächzen und seinem durchschnittlich ansehnlichen Gefieder. :heartpulse: