[A-RP] đŸ· Gut LöwenbrĂŒck

Gut LöwenbrĂŒck

🍇 Ritter, Licht & Handel 🍇
Ein Hahn krĂ€ht. BehĂ€big schiebt sich die rosafarbene Sonne ĂŒber die Berge im Osten. Tau glitzert, lĂ€sst die Hektare an Land, den er bedeckt, wie Felder an Diamanten erscheinen. Zum PflĂŒcken reif.

‘Noch nicht’, denkt sich der rundliche Winzermeister, als er seine Runde durch das Gut zieht und sein Blick auf die Rebstöcke fĂ€llt, die ihn umgeben. Er weiß nicht, wann es geschehen sein mag, aber im Verlauf der letzten Jahre war der Gang watschelnder, die Augen etwas verkniffener geworden, wenn sie in die Ferne sehen mussten. Er brauchte AugenglĂ€ser, aber der alte Krieger ist zu eitel dafĂŒr. Eine Wampe? Damit konnte er leben. Aber das Aussehen eines bĂŒchervernarrten Kauzes, dem das Schlachtenblut nicht mehr durch die Adern pumpte? Niemals.

Er kommt, die HĂ€nde hinter dem RĂŒcken verschrĂ€nkt und der weiße Saum der Robe um seine breiten, platten FĂŒĂŸe tanzend wie ein sich dehnender Teig, an ein paar Lehrlingen vorbei, die einen großen Bottich aus der Lagerhalle rollen. Als sie den Winzermeister sehen, stehen sie stramm und grĂŒĂŸen ihn zackig. Gutes GefĂŒhl, das.

‚Noch nicht‘, ĂŒberlegt er, als er an den Holzgestellen entlangschreitet, auf denen die Trauben zu Rosinen trocknen. Er wĂŒrde es nie zugeben, aber die erinnern ihn verdammt an die Schrumpfköpfe von den Trollen im zweiten Krieg. Angucken mochte er sie nicht. Aber so ein kleines Rosinenbrötchen, mhm 


Sein Blick gleitet am Gutshaus vorbei, wo der Herr vermutlich gerade seine morgendlichen Waschungen vollzieht. Es war gut, ihn wieder hier zu haben. Das Gut LöwenbrĂŒck vibrierte vor Leben und Fleiß, aber was war ein Körper ohne seine Seele? Ah 
 Eine Glaubensfrage. FĂŒr solch philosophische Themen war es noch zu frĂŒh.

Der Winzermeister rafft die Robe und setzt sich schwerfĂ€llig auf eine Steinbank neben einem kleinem Pavillon, wo irgendjemand versucht hat, Wildrosen anzubauen. Wie jemand auf einem Weingut arbeiten und dermaßen stĂŒmperhaft Stöcke anbinden konnte, ist ihm schleierhaft. Er seufzt und grĂ€bt die speckigen Finger in eine Seitentasche. Eine im Morgenlicht schimmernde, dunkle Pfeife mit langem Hals kommt zum Vorschein.

Ah, es gibt viel zu tun auf dem Gut LöwenbrĂŒck. Wein will gekeltert Äpfel kontrolliert, Lieferungen ĂŒberprĂŒft und das Hauspersonal geordnet werden. FĂŒr das Bankett zur achten Stunde ist das Essen nur halb geplant (ob sich der Herr wohl heute endlich eine Dame findet?) und die Wachtmeisterin hatte irgendetwas von Taugenichtsen gesagt, die sie vielleicht verfolgen will. Es verspricht ein langer, anstrengender Tag zu werden. Er sollte sich sputen. Aber 


“Noch nicht”, brummt Bruder Beoric Bernwehr schmatzend um den Pfeifenhals, lehnt sich auf der Bank zurĂŒck und genießt das Leben.


KurzĂŒbersicht

Fraktion: Allianz
Schwerpunkte: MilitÀr, Alltag, Handel, aktuelle Ereignisse (Plots, Events, Turniere)
Rassen: Menschen, Zwerge, Gnome, Worgen, Hochelfen
Klassen: Alles außer ausgespielte Todesritter/DĂ€monenjĂ€ger.
Bespielter Ort: IC: Wald v. Elwynn | OOC: Felsteinfeld, Dalson's Farm, Westliche PestlÀnder
Discordlink Auf Anfrage
Ansprechpartner: Riordan, Beoric, Seoni, Tavinna
Weitere Informationen: `https://diealdor.fandom.com/wiki/Die_L%C3%B6wenbr%C3%BCcks`

Das Konzept

đŸ›Ąïž Allgemeine Informationen đŸ›Ąïž

Licht zum Gruße!
Wir sind das Gut LöwenbrĂŒck, eine Gilde, die einen Sturmwinder Ritterhaushalt und ein Weingut bespielt.

Die LöwenbrĂŒcks sind kein alteingesessenes Adelshaus, sondern - im Vergleich zum Uradel - relativ jung. Erst seit drei Generationen gehören sie dem Adelsstand an, erhielten Lehen und Titulierung aufgrund einer Heldentat des FamiliengrĂŒnders im Gurubashikrieg.

Das Lehen der Familie ist ein Weingut im nordöstlichen Wald von Elwynn, das auch der Hauptfokus unseres gemeinsamen Spiels darstellt. Neben den alltĂ€glichen Gefahren und Geschicken, die das Adels, Licht- und Handelsspiel mit sich bringt, sind wir auch auf Turnieren und Plots zugegen, um das tĂ€gliche GeschĂ€ft eines Ritters zu bedienen und, sollte es zu kriegerischen Auseinandersetzungen kommen, auch dem Waffenruf zu folgen, dem sich die LöwenbrĂŒcks als Teil der Allianz verpflichtet haben.

Uns ist es kein Anliegen, das Rad neu zu erfinden und es ist uns durchaus bewusst, dass es Adelsgilden auf dem Server in HĂŒlle und FĂŒlle gibt. Vielmehr wollen wir uns nahtlos im Spielteppich des Servers einbringen, Kontakte knĂŒpfen, und Spielangebote schaffen. Als kleine Gilde besitzen wir intern eine eher flache Hierarchie. Es geht uns dediziert auch nicht darum den Adel zu bespielen und den Rest des Haushalts unter den Tisch fallen zu lassen. Großer Fokus unseres gemeinsamen Spiels liegt daher auch auf dem gelebten Lichtglauben, dem Handwerks/Alltags-RP und dem Bespielen der Gutsgarde, die aufgrund unserer Lage hĂ€ufig vor Herausforderungen gestellt wird.

Spielbereiche

Adel: Politisches Rollenspiel, Adelsfeiern, Kontakte knĂŒpfen etc.
Ritter: Turniere, Ritterliche Disziplinen, Knappenausbildung
MilitĂ€r: Teilnahme an Großplots, Training, kleinere Kampfplots
Handel: Bespielung eines Ladens, Handelskontakte, Handwerks-RP
Licht: Lichtspiel, Messen, Priesterausbildung
Alltag: AlltÀgliches RP, Gutsleben, Ernte, bÀuerliches RP

Gildenorganisation

Familienoberhaupt:
Das Familienoberhaupt ist das Ă€lteste mĂ€nnliche Mitglied der Familie LöwenbrĂŒck, das in geistiger und körperlicher Verfassung ist, das Gut zu leiten. Amtierendes Oberhaupt: Sir Barath LöwenbrĂŒck.

Familienmitglieder:
Die Familienmitglieder sind die direkten Angehörigen der Familie LöwenbrĂŒck inkl. evtl. eingeheiratete Mitglieder, die den Namen angenommen haben. Sie sind, sofern mĂŒndig, direkt dem Familienoberhaupt unterstellt.

Wache:
Die Wache beinhaltet die waffentauglichen Mitglieder des Hauses, die nicht direkt zur Familie angehören und sich dem Schutz des Hauses verschrieben haben. Sie setzt sich zusammen aus:

  1. Wachtmeister:
    Der Wachtmeister ist fĂŒr den Personenverkehr und die Sicherheit auf dem Gut zustĂ€ndig. Er koordiniert KampfeinsĂ€tze (sofern dies nicht durch ein Familienmitglied geschieht), Patrouillen und DienstplĂ€ne, hĂ€ndigt den Sold aus und leitet das Training. Amtierender Wachtmeister: Rhanea Dornensang.
  2. Garde:
    Die Gutsgarde ist der Teil der Wache, die auf dem GutsgelĂ€nde fĂŒr Recht und Ordnung sorgt. Sie patrouillieren das GelĂ€nde, begleiten Warenlieferungen und schließen sich dem Familienoberhaupt im Krieg an. Sie sind Berufssoldaten und tragen die Wachuniform.
  3. Miliz:
    Die Miliz setzt sich aus gewöhnlichen Arbeitern und Angestellten des Guts zusammen, die im Notfall und zur VerstĂ€rkung der Wache zu den Waffen gerufen werden können. In Kriegszeiten stocken sie die Garde auf. Sie nehmen regelmĂ€ĂŸig am Training teil, ĂŒben jedoch sonst ihre eigentlichen TĂ€tigkeiten aus.
  4. Grenzer:
    Die Grenzer sind ein spezieller Teil der Wache, der eingesetzt wird, um die Grenzen des Guts zu sichern. Meist BogenschĂŒtzen und SpĂ€her, sorgen sie fĂŒr den Schutz vor Wildtieren und ĂŒberwachen die Zugangswege und Straßen.

Hausstand:
Der Haustand beinhaltet alle nicht-militÀrischen Angehörigen des Guts. Das umfasst einerseits Bedienstete, HÀndler und Handwerker, andererseits jedoch auch Gelehrte und DauergÀste, die zur Ausbildung der Knappen und Pagen angestellt sind.

  1. Gutsverwalter:
    Der Gutsverwalter ist der Vorsteher des Hauses. Seine Aufgaben sind das Aufstellen von DienstplĂ€nen, die geregelte Bezahlung der Hausangestellten, die Sicherung einer nahtlosen Warenkette und die Betreuung des Gutsladens. Er ist die erste Ansprechstelle fĂŒr Personalangelegenheiten. Amtierender Gutsverwalter: Bruder Beoric Bernwehr.
  2. Bedienstete:
    Der Bedienstetenrang ist ein Sammelbegriff fĂŒr Handwerker, Winzer, Lehrlinge, HĂ€ndler und Hauspersonal. Sie sorgen dafĂŒr, dass das Leben auf dem Gut seinen gewohnten Gang gehen kann.
  3. Gelehrte:
    Die Gelehrten sind Beamte, Schreiber und Lehrer, die Knappen und Pagen bei ihrer schulischen und höfischen Ausbildung betreuen.

Vertraute:
Vertraute sind jene Mitglieder der Gilde, die den Dunstkreis um die Familie LöwenbrĂŒck bilden und sich keiner anderen Sparte zuordnen lassen. Darunter fallen beispielsweise HausgĂ€ste und andere Freunde.


Angebote & Erwartungen

  • Adelsspiel:
    NatĂŒrlich sind wir ein Adelshaus. Wir bieten Adels-RP, an das wir selbst hohe AnsprĂŒche stellen, was AuthentizitĂ€t, Lore-KonformitĂ€t und Immersion angeht. Wir können mittlerweile auf eine reiche Liste an Kontakten blicken, fĂŒr die wir sehr dankbar sind und deren Erhalt uns sehr wichtig ist. Das politische Parkett des Adels mit all seinen TĂŒcken zu bespielen macht uns großen Spaß.

  • Rittersleben:
    Wir bespielen einen Ritterhaushalt, daher ist das Rittersleben bei uns von besonderer Wichtigkeit. Das heißt wir bespielen gerne ÜbungskĂ€mpfe, nehmen an Turnieren teil und nehmen hĂ€ufig ritterliche Disziplinen wie den Ritt, das Falknern, das Bogenschießen und natĂŒrlich den Schwertkampf bei uns im RP auf. Auch eine in Echtzeit stattfindende Knappenausbildung liegt uns am Herzen, die wir möglichst authentisch gestalten und durch verschiedenste Übungsangebote verwirklichen.

  • Handelsspiel:
    Wir lieben das Handels-RP, und das Bespielen des Gutsladens macht uns große Freude. Unsere Mitglieder bringen ein breites Fachwissen ĂŒber Weinhandel mit, das sich in unserem RP niederschlagen soll. Neben einer ausgespielten Winzerausbildung haben wir in unseren Reihen auch andere Handwerker, die wir aktiv bespielen und deren Alltag bei uns nicht zu kurz kommen soll. Das KnĂŒpfen von Handelskontakten, Warenlieferungen und das knallharte Feilschen um gute Deals wird bei uns ebenso ausgespielt wie die Ernte und Verarbeitung unserer Waren. Wir spielen hierbei nach der Devise, dass wir eher ein kleines Sortiment mit wenigen Steckenpferden besitzen, diese dafĂŒr aber umso grĂŒndlicher ausgearbeitet werden sollen. Generell ist es uns sehr wichtig, dass auch einfache Konzepte wie Handwerker und Bedienstete bei uns viel und schönes Spiel bekommen und in ihrem ganz eigenem Rampenlicht stehen. Bei uns soll niemand das GefĂŒhl haben, Beiwerk zu sein.

  • Lichtspiel:
    Viele Aspekte unseres Spiels haben mit dem Lichtglauben zu tun. Nicht nur ist unser Gutsverwalter ein Priester des Lichts, auch unser Dasein als königstreue, typische Sturmwinder Familie ist vom Glauben an das heilige Licht geprĂ€gt. Die Abtei von Nordhain befindet sich IC nicht allzu weit von unserem Gut entfernt, sodass ein reger Austausch mit den Mönchen dort stattfindet. Als Landadel sind wir ebenso etwas traditioneller ausgerichtet, als es modernerer, aufgeschlossener Stadtadel vielleicht wĂ€re. Wir orientieren uns bei unserem Lichtspiel an die Nordhainer Schule und wollen auch in Zukunft noch einen grĂ¶ĂŸeren Fokus auf das Bespielen von Messen und die Angebote fĂŒr eine recht bodenstĂ€ndige Priesterausbildung bieten.

  • Engagement:
    Obwohl unser harter Kern sehr aktiv ist, erwarten wir hier keine 20 Stunden in der Woche RP. Uns ist vielmehr wichtig, dass alle Mitglieder mit Begeisterung bei der Sache sind und offen kommunizieren, wenn sie bei Terminen mitmachen können oder nicht.

  • Initiative:
    Wir begrĂŒĂŸen eigene Ideen und liefern dafĂŒr eine Plattform mit ordentlich Freiraum. Unser kleiner „Hotspot“ darf jederzeit frei bespielt werden, wann immer die Mitglieder gerade Lust haben, etwas zu veranstalten. In der Vergangenheit haben wir schon gute Erfahrungen mit spontanen Trainingseinheiten, Kaffeeklatsch oder Handwerksspiel gemacht, das sich einfach so ergeben hat.

  • Lorewissen:
    Wir stellen durchaus hohe Anforderungen an uns selbst und haben uns tief in Lore, Rittersleben, Weinanbau usw. eingelesen. Die Gildenleitung besteht aus Historikern, die versuchen die Fantasywelt von WoW durch historische Sprenkler zu wĂŒrzen. Es ist uns daher wichtig, dass sich potentielle Mitglieder ĂŒber ihren Charakter und dessen HintergrĂŒnde informieren oder zumindest den Willen besitzen, sich genĂŒgend Fach-und Lorewissen anzueignen, um ihre Rolle authentisch spielen zu können. Dabei helfen wir natĂŒrlich gerne. Besonders eher bodenstĂ€ndige Konzepte können sich bei uns gut einbringen und entfalten, da wir alle sehr „normale“ Konzepte bespielen.

Aktuelle Projekte

  • Gutsladen :grapes: "Die goldene Rebe"
    Ein bespielter Hofladen/Gutsladen im Tante-Emma-Stil fĂŒr Wein und landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Wald von Elwynn.
    Weitere Informationen/Öffnungszeiten etc: Im eigenem Projekt-Thread

Vielen Dank fĂŒr die Aufmerksamkeit! Man hofft auf ein fruchtbares (haha) Zusammenspiel!

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Gutsladen "Die Goldene Rebe"

🍏 Wein und landwirtschaftliche Erzeugnisse 🍎
Biegt man beim Verlassen des Handelsdistrikts Richtung Magierviertel scharf links ab, so kommt man an einer Reihe HĂ€user vorbei, die ein eigentĂŒmliches Bild abgeben: Der altertĂŒmliche Baustil, der noch auf den Gurubashi-Krieg zurĂŒckgehen mag, verbunden mit jĂŒngeren Bauelementen, ergibt ein generationenĂŒberspannendes Mosaik aus blauem Dach, frischem Balkwerk und altem, bestĂ€ndigem Mauerfundament. Direkt an der Stadtmauer Sturmwinds, die schon des Öfteren von Trollen, Orcs und marodierenden Drachenaspekten in die Knie gezwungen wurde, erscheint dieser bunte Mix schon weniger verwunderlich.

Der Gutsladen schmiegt sich, etwas krumm und schief von den vielen Reparaturen der vergangenen Jahrzehnte, wie ein alter, sich ausruhender Großvater an die weißen Steine der Stadtmauer. Die großen Fenster des oberen Stocks sind die Augen; leuchtend vor GeschĂ€ftstĂŒchtigkeit und dekoriert mit saisonalen Blumen. Die rundliche TĂŒr, dunkel und behĂ€big, sieht ein wenig aus, wie ein verwundert geöffneter Mund und stet zumeist offen. Linker Hand baumelt ein Monster von Ladenschild, bedruckt mit der Flasche und - vor allem - der goldenen Rebe, die dem Laden seinen Namen verleiht.

Das alte Parkett des Bodens knarzt beim Betreten. Fröhliche, geschĂ€ftige Stimmen summen durch die Luft. Es duftet nach altem Holz, frischem Obst, gebackenem Brot und herzhaftem Fleisch. Dunkle Regale scheinen sich unter der Last von Flaschen und GlĂ€schen zu biegen, funkelndes dunkles und helles Glas steht in Reih und Glied, zeigt dem Kunden die PrunkrĂŒstung aus Rot und Weiß, RosĂ© und Orange, bedruckt mit der goldenen Rebe. Ein uralter, von Kerben vernarbter Tresen spannt sich auf der vom Eingang aus rechten Seite. Im hinteren Bereich der Theke kuscheln sich dicke HolzfĂ€sser aneinander. Auf einem Tablett daneben stehen frisch gewaschene, noch etwas nach Zitrone duftende WeinglĂ€ser, bauchig und dĂŒnn. Die Theke hinter dem Verkaufstresen ist gut bestĂŒckt mit GewĂŒrzen, Messerblock und einem gewaltigem Brett aus Olivenholz, meist sauber, aber auch des Öfteren ĂŒbersĂ€ht von BrotkrĂŒmeln, Ölspritzern und anderen Anzeichen auf das MenĂŒ des Tages.

Unter einer Glasglocke, beschĂŒtzt vor Fliegen und naschsĂŒchtigen Bienchen liegen sie: Die Knappen-Happen. Kleine Brötchen, handtellergroß, belegt mit wechselnden Köstlichkeiten. GaumenaufrĂ€umer, Zungenresetter fĂŒr die wahre Attraktion des Ladens: Wein, Wein, Wein.

In Körben sind Äpfel und Trauben platziert, blitzen im DĂ€mmerschein der Kerzenlampen wie mit Speck eingerieben und verströmen einen so verfĂŒhrerisch-fruchtigen Duft, dass bei einem Betreten des Ladens zur Abendstunde meist schon fast nichts mehr ĂŒbrig ist. Ein schwerer, sĂŒĂŸlicher Geruch geht von den Rosinen- und SultaninensĂ€cken aus, die nebst Eisenschaufel auf dem rechten, der TĂŒr am nĂ€chsten gelegenen, Teil des Tresens stehen.

FĂŒr einige Sekunden wirkt es wie eine kleine, eigene Welt inmitten der geschĂ€ftigen Hauptstadt des Menschenkönigreichs. Eine Oase der Ruhe, wo die Zeit noch langsam fließt, wo alles etwas Ă€lter ist, gereifter. BehĂ€biger, vielleicht. Dann durchbricht eine Stimme die AtmosphĂ€re der lauten Ruhe, des langsamen Fleißes:

„Willkommen bei der „Goldenen Rebe“. Was darf es heute sein?“

Öffnungszeiten und Örtlichkeit

Öffnungszeiten:
Der Laden in Sturmwind öffnet jeden zweiten Donnerstag regulÀr.
Hin und wieder öffnen wir auch spontan, teilen dies jedoch dann per /yell und hier im Forum mit.

Örtlichkeit:
Wir bespielen den Laden „Weingut Gallina“ auf der Außenseite des Handelsdistrikts, mit Blick auf den Kanal und das Magierviertel.
Orientierungshilfe: https://classic.wowhead.com/npc=1431/suzetta-gallina


Sortiment

Wechselndes Angebot: Knappen-Happen!

Die Knappen-Happen sind kleine ( den venezianischen Cicchetti nachempfundene ), etwa handtellergroße Brotscheiben, die mit verschiedenen BelĂ€gen ausgestattet sind. Sie sind nicht fĂŒllend; eher dienen sie als kleiner Leckerbissen, der sich gut mit einem Glas Wein am Kanal oder im Laden bei einem netten Plausch genießen lĂ€sst. Der Belag wechselt zweiwöchentlich und ist unter „Aktuelles“ zu finden.

Weine

LöwenbrĂŒcker Gold

  • Weißwein. Aromaprofil: sortentypisch „rein“, fruchtiger Zitrus. Geeignet vor allem fĂŒr heiße Tage, Sommermonate oder leichtere Kost. Gewonnen aus der gutseigenen ZĂŒchtung der „goldenen Rebe“.
  • JahrgĂ€nge 30-33: Neue BlĂŒtezeit des Gutes LöwenbrĂŒck, ausgezeichnete Produktionsbedingungen, erfahrener Keller- und Winzermeister. GlanzstĂŒcke des Geschmacks. Glas: 2 Silber, 50 Kupferlinge, Flasche: 6 Silber, Magnum: 10 Silber. Kiste (6 Flaschen): 33 Silber. Kiste (12 Flaschen): 66 Silber.

LöwenbrĂŒcker Rot

  • Rotwein. Aromaprofil: Fruchtig, beerig (Holunder), an Steinobst (Pflaume) erinnernd, mit Spuren von krĂ€ftigem GewĂŒrz (Nelken). Ausgezeichnetes GetrĂ€nk fĂŒr schwere Mahlzeiten, kalte Tage und WinterhauchmĂ€hler.

  • JahrgĂ€nge 18-20: ProduktionsblĂŒte nach zweitem Krieg und Folgen der Flucht nach Lordaeron. Nur wenige Dutzend Flaschen erhalten. Vollmundiger Geschmack, ausgeprĂ€gtes Depot. Glas: 6 Silber, Flasche: 20 Silber. Wird nur bei Kauf von mind. 1 Flasche als Glas vergeben.

  • JahrgĂ€nge 20-28: Stabile Produktion. Solider Ertrag. Kurze Produktionsschwierigkeiten um 28/29 durch Kataklysmus und teilweise VerwĂŒstung des Weinguts. Spuren einer rauchigeren Note. Glas: 3 Silber, Flasche 8 Silber, Magnum 14 Silber. Kiste (6 Flaschen): 44 Silber. Kiste (12 Flaschen): 88 Silber.

  • JahrgĂ€nge 29-33: Experimente in der Rebensortenzusammenstellung. GeschmacksĂŒberraschungen hier und dort (beim Winzermeister nachfragen!) Aromaprofil bleibt jedoch grĂ¶ĂŸtenteils gleich. AusgeprĂ€gtere Tannine. Glas: 2 Silber, Flasche: 5 Silber. Magnum: 9 Silber. Kiste (6 Flaschen): 25 Silber. Kiste (12 Flaschen): 55 Silber.

LöwenbrĂŒcker RosĂ© "Bernwehr"

  • RosĂ©wein. HĂŒbsche, an Lachs erinnernde Farbe. Fruchtiger Geschmack. Leicht, erfrischend. FĂŒr heiße Tage und feine Damen geeignet. KĂŒhl genossen.
  • JahrgĂ€nge 30-33: Neues Produkt der LöwenbrĂŒcks unter der Leitung von Jessika Bernwehr. Fruchtig und leicht, besonders an Damen gerichtet. Glas: 2 Silber, 50 Kupferlinge. Flasche: 6 Silber. Wegen noch geringer Produktmenge nur in Kisten von 6 Flaschen erhĂ€ltlich: 44 Silber.

LöwenbrĂŒcker Dessertwein "Anna"

  • SĂŒĂŸwein. Vollmundig und sĂŒĂŸ. Hervorragende Begleitung fĂŒr Nachspeisen, gut fĂŒr unerfahrenere (oder jĂŒngere) Genießer geeignet. Glas: 4 Silber, Flasche: 10 Silber. Kiste (6 Flaschen): 55 Silber. Kiste (12 Flaschen): 1 Gold, 10 Silber.

LöwenbrĂŒcker Eiswein "Der weiße Löwe"

  • Eiswein. Stark risikobehaftete Produktion. PrunkstĂŒck des Guts. Nur wenigen Jahre eignen sich zur Eisweinherstellung. Verbindet sĂŒĂŸe und SĂ€ure. Vollmundig und schwer. FĂŒr Kenner ein besonderer Hochgenuss. Wird eisgekĂŒhlt getrunken. Glas (nur in Sommermonaten): 10 Silber, Flasche: 25 Silber. Kiste (6 Flaschen): 1 Gold, 40 Silberlinge. Kiste (12 Flaschen): 2 Gold, 80 Silberlinge.
Apfelprodukte

LöwenbrĂŒcker Apfel "Bealla"

  • Mittelgroß bis großer Apfel von kerniger, roter Farbe, Dicke, feste Schale und ausgeprĂ€gtes „Knack“ beim ersten Biss. Saftiger, sĂŒĂŸ-sĂ€uerlicher Geschmack. StĂŒck: 50 Kupfer, Pfund: 1 Silber.

LöwenbrĂŒcker Apfelwein

  • Apfelwein. TrĂŒbe und erfrischend, herb im Geschmack. Wird entweder heiß getrunken oder, moussierend und kĂŒhl (vergleichbar mit Cidre ). Glas: 2 Silber, Flasche: 5 Silber. Kiste (6 Flaschen): 25 Silber. Kiste (12 Flaschen): 55 Silber. (Zu Winterhauch 25% Rabatt)

LöwenbrĂŒcker Apfelessig

  • Apfelessig fĂŒr KĂŒche, Medizin und Pflege. Flasche: 3 Silber.
Traubenprodukte

Trauben

  • Schmackhafte und erfrischende Trauben. Eignen sich als Dekoration fĂŒr KĂ€seplatten, begleiten BlauschimmelkĂ€se und WeichkĂ€se wie Sturmwinder Brie. Pfund: 2 Silber.

Rosinen (hell + dunkel)

  • Rosinen, sowie ihre helleren Schwestern (an Sultaninen erinnernd) sind ein sĂŒĂŸer Leckerbissen. Sie werden hĂ€ufig in GebĂ€ck verwendet, schmecken aber auch pur. Pfund: 2 Silber, 50 Kupfer.
Fischprodukte

Mithrilkopfforelle

  • Fisch aus eigener Zucht. Frisches Fleisch ist nur am Gut selbst oder auf direkte Bestellung erhĂ€ltlich. Der Gutsladen fĂŒhrt sie gerĂ€uchert und gepökelt oder eingelegt. Pfund: 3 Silber.

Forellenrogen

  • Salziger Geschmack, vor allem unter Edelleuten beliebt. In kleinen GlĂ€schen von etwa 200 Gramm erhĂ€ltlich. Glas: 5 Silber.

Weitere Angebote

  • Bestellungen von Gasthöfen/Tavernen: Gasthöfe und Tavernen können im Gutsladen selbst ihre Waren erwerben (Selbstabholung) oder beim Winzermeister Bestellungen aufgeben, die innerhalb einer Werkswoche geliefert werden, abhĂ€ngig von Bestellumfang.
  • Belieferung von Festen: Ausrichter von Festen und Events können am Gutsladen ihre Bestellungen aufgeben und werden spĂ€testens am Vortag beliefert. Bei Bedarf kann der Winzermeister den Ausschank ĂŒbernehmen.
  • Weinberatung: Die Angestellten des Gutsladens stehen Kunden fĂŒr sĂ€mtliche Fragen rund um den Genuss von Wein sowie zu einer individuellen Weinberatung zur VerfĂŒgung. Auch kann eine MenĂŒberatung erfolgen, damit bei wichtigen AbendmĂ€hlern der Wein den Speiseplan perfekt komplimentiert.
  • Weinverkostungen: Der Gutsladen kann außerhalb der regulĂ€ren Öffnungszeiten fĂŒr private Gesellschaften und Weinverkostungen gemietet werden. (Wird die Location zu dem Zeitpunkt schon bespielt, ziehen wir kurzerhand um!)

Alle Waren gibt es bei uns auf Wunsch auch als TRP-Extended Items!

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Eine gepflegte Pranke ergriff das Schild, auf dem in großen, geschwungenen Lettern „Geschlossen“ stand. FĂŒr einen Moment wurde es in HĂ€nden behalten, schließlich abgenommen, als sich der Mann in den Laden drehte.
„Noch fĂŒnf Stunden, dann muss hier alles blitzblank sein!“, donnerte es in einer Stimme, die vermutlich selbst mit einem FlĂŒstern die Dachbalken zum Beben bringen wĂŒrde. Das Schild kam umgedreht zurĂŒck an seinen Platz und verkĂŒndete nun beschwingt „FĂŒr die Sommersaison geöffnet. 19te Stunde!“
Nur wenig spÀter fand ein weiteres Schild seinen Platz neben dem ersten.
"Knappen-Happen heute:

  • Gesalzene Butter und Steinhauersalami
  • Sturmsang-ZiegenkĂ€se mit Mildenhall-Honig und der goldenen Rebe
  • Forellencreme aus hauseigener Zucht und Kapern
    Saisonale Weine und flĂŒssige Kostbarkeiten im Angebot."

Zufrieden mit sich selbst lehnte sich der gewaltige Mann im Stuhl hinter dem Tresen zurĂŒck. Seine Arbeit war bereits getan.

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Irgendwo auf einer Terrasse hoch ĂŒber den DĂ€chern der Stadt


Eine elegante Frauenhand greift zum Weinglas, in dem letzte Sonnenstrahlen hellen Wein zum Schimmern bringen. Die Dame, zu der die Hand gehört, weiß es noch nicht, doch: Der Schluck Dessertwein, den sie gleich ihrem Gaumen gönnen wird, wird ĂŒberhaupt nicht zur ForellencrĂ©me passen.
Es wird sie aber nicht kĂŒmmern. Nein, die Frau wird zufrieden ĂŒber die hĂŒbsch zurechtgemachten HĂ€ppchen auf dem polierten Silbertablett sehen und in sich hineinlĂ€cheln, tatsĂ€chlich froh darĂŒber, dass ihr Gast leider keine Zeit fĂŒr den Imbiss aufbringen konnte. „Die Arbeit“, sie „mĂŒsse schon verstehen“, estĂ€teihmjawirklichleid, etc.pp.
Die Dame versteht. NatĂŒrlich versteht sie, natĂŒrlich vergibt sie. So ist sie erzogen, so ist sie ausgebildet, so ist es ihre Aufgabe. Und hin und wieder, ja manchmal, da hat die Duldsamkeit, jene vielgepriesene Damentugend, doch auch ihre Vorteile.
Zum Beispiel jetzt, wo sie der Lady Anne ein volles Tablett Knappenhappen und eine ganze Flasche Dessertwein nur fĂŒr sich selbst verschafft hat.
Milady nimmt also mit spitzen Fingern eines der HĂ€ppchen, schiebt es zwischen die akkurat geschminkten Lippen und lĂ€sst erneut jenen Laut hören, der nicht in die Öffentlichkeit gehört. Wie schon gesagt: Noch weiß sie nicht, dass Forelle und Dessertwein einander am Gaumen verprĂŒgeln werden.

„Knappenhappen.“ murmelt die Frau leise und dann kichert sie wie ihr drei Jahrzehnte jĂŒngeres Selbst.
„Wie hĂŒbsch.“

[OOC] Ein ganz wunderbares PlĂ€tzchen ist diese „Goldene Rebe“, herzlichen Dank. :slight_smile:

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„Ihr seid ausgewĂ€hlt worden um die WĂ€gen und Waren des Hauses auf dem Zug ins Hochland zu sichern.“ Die dunklen, harten Augen der Frau wandern ĂŒber die Reihe der MĂ€nner die vor ihr Aufstellung genommen haben. Wie fast immer trĂ€gt sie ihre schwere RĂŒstung ohne die die wenigsten ihrer MĂ€nner sie je gesehen hatten.
Niemand antwortet. Sie nickt sacht, mehr zu sich selbst als sonst etwas. „Ich erwarte vorbildliches Verhalten von jedem von euch. Ihr seid der starke rechte Arm unseres Hauses. Ihr seid sein Schild und ihr seid sein Schwert.“
Die Antwort erklingt wie aus einem Mund. „Ja, Frau Wachtmeister“
Ein kleines LĂ€cheln schiebt sich auf die sonst steinernen ZĂŒge. Sie hatte richtig gewĂ€hlt.
„Wegtreten“ Wie ein Mann wird die rechte Faust vor die Brust geschlagen bevor die MĂ€nner sich der Reihe nach entfernen.
Das Licht wusste, es war nicht leicht gewesen dem Pöbel Disziplin nahe zu bringen.
Das Licht wusste auch, dass dieser Umstand das Erreichen des Zieles nur um so bedeutsamer gemacht hatte.

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Wer sich diese Woche zum Gutsladen verirrt, findet diesen leer und dunkel vor. Ein Schild wurde aufgestellt, auf dem geschrieben steht:

"Da sich unsere Belegschaft auf der Wollmesse im Arathihochland befindet, bleibt „Die Goldene Rebe“ am 25.06. geschlossen!


OOC: Wer trotzdem Wein will und zufÀllig im Norden herumgurkt, soll sich nicht scheuen, uns morgen wÀhrend des Trinkwettbewerbs anzusprechen. Wir haben ein paar Extrakisten eingepackt :wink:

Und falls ihr uns zeigen wolllt, wie gut ihr bechern könnt, macht doch einfach mit!

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Obwohl sie sich nicht viel aus solchen Wettbewerben machte, fand die WaldlĂ€uferin am Ende doch noch VergnĂŒgen darin, ihre FĂ€higkeiten in einem Wettkampf mit andern SchĂŒtzen zu messen. Dass sie den BogenschĂŒtzen-Wettbewerb der 8. Wollmesse von Hohenwacht am Ende, trotz eines schmerzenden Handgelenkes auch noch gewinnen wĂŒrde, war zwar abzusehen, aber dennoch ĂŒberraschend. Schliesslich war sie, was die Erfahrung mit dem Bogen betrifft, allen anderen um Jahrzehnte voraus. Böse Zungen könnten das als unfairen Vorteil bezeichnen, dennoch wurde ihre Anmeldung angenommen.

Der darauffolgende Abend sollte ein kurzweiliger werden. Die Anstrengungen forderten ihren Tribut und liessen die Hochelfe frĂŒher als erwartet ins Bett fallen. Zu gerne hĂ€tte sie sich die AuffĂŒhrung mit ihren Lieben angesehen, doch ihr Handgelenk pochte im Rhythmus ihres Herzschlages als hĂ€tte es ein Eigenleben entwickelt. Obwohl Ihr Stolz es ihr nicht eingestehen wollte, so musste sie sich ihre Hand von Bruder Bernwehr ansehen lassen. Bestimmt war es nichts Schlimmes aber sicher war sicher.

Sie freute sich auf Ihr Zuhause. Im Gut kannte sie jeden Stein, jeden Busch und noch viel wichtiger, jede Wache. Die neuen WachplÀne schrieben sich nicht von alleine und in Gedanken wusste sie schon genau in welche Schicht sie ihre MÀnner stecken sollte und mit welchen sie noch ein ernstes Wort sprechen musste. Disziplin und voller Einsatz, das forderte sie von allen ihrer MÀnner, so auch von ihr.
Schliesslich musste man ein Vorbild sein, wie damals in Quel’Thalas.

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Hallo ihr Trunkebolde! :wine_glass:

Nach einer ereignisreichen und erfolgreichen Woche bei der hochlĂ€ndischen Wollmesse kehrt das Gut LöwenbrĂŒck am Dienstag offiziell wieder in seine Heimat zurĂŒck, wo es sich erst einmal eineinhalb Wochen lang auszuruhen und zu verschnaufen gilt, bis wir uns auf den Weg nach Cordberg machen, um dort an der Siegesfeier teilzunehmen. Insofern gibt es ein paar Neuerungen.

Wir haben endlich einen festen Ort, den wir bespielen!

Lange hat es gedauert, bis wir einen Ort gefunden haben und viele GesprĂ€che wurden gefĂŒhrt. Nun haben wir uns aber an einem kleinen Örtchen eingenistet und wollen diesen gerne mit euch teilen: Ab sofort findet man uns OOC in den Westlichen PestlĂ€ndern beim Felsteinfeld und bei der Dalson’s Farm. IC sind wir im nordöstlichem Wald von Elwynn angesiedelt. (Weitere IC Informationen sind auf unserer Wikiseite zu finden!)
Orientierungshilfe: https://i.imgur.com/Ivo4ypN.png

Wir freuen uns sehr ĂŒber Besuch und auch spontanes RP. Sollten wir einmal nicht aufzufinden sein, aber gemeinsames Spiel gesucht werden, kann man uns gerne auch per IG Brief kontaktieren und einen Termin vereinbaren.

Der Gutsladen

Der Gutsladen am 09. Juli bleibt ebenfalls geschlossen. Das heißt aber nicht, dass ihr unsere GĂŒter nicht erwerben könnt, denn wir sind das Wochenende ĂŒber auf der Siegesfeier v. Cordberg mit unseren Waren vertreten!
Derzeit ĂŒberlegen wir noch bzgl. eines gĂŒnstigeren Termins als den Donnerstag herum, darĂŒber halten wir euch aber noch auf den Laufenden.

Die Organisation

Wir haben nun endlich eine konkrete Gildenorganisation und konnten unsere RĂ€nge festigen. Die Gilde hat nun, nach einigen TestlĂ€ufen, Hand und Fuß bekommen und freut sich ĂŒber Zuwachs.

Gesuche

Weiterhin freuen wir uns aber ĂŒber jegliche Form von geschĂ€ftlicher und politischer Zusammenarbeit mit HandelshĂ€usern, Tavernen, Gasthöfen und dergleichen. Auch richten wir gerne Weinverkostungen, Trinkwettbewerbe und Gelage fĂŒr etwaige Feste aus.

Ein Dank an alle, die auf der Wollmesse auf unser Konzept eingegangen sind, sich am Trinkwettbewerb beteiligt haben und uns geholfen haben, dass unser kleines Herzensprojekt seinen Weg ins RP gefunden hat. wirft mit Trauben

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Ausnahmsweise war es ganz genau so gekommen, wie es ihr versprochen wurde. Sie stand in einem gemĂŒtlichen Zimmer, an einem Fenster, dessen helle VorhĂ€nge der Nachtwind gefĂ€llig nach innen bauschte. Hinter ihr war Nina, die fleißige Gutsmagd, gerade dabei, der Schreibtischlampe eine Extraportion Öl zu gönnen, Miladys Wunsch nach Licht zu nĂ€chtlicher Stunde nachkommend. Draußen vor dem Fenster erstreckte sich eine fremde, mitternĂ€chtliche Welt. Mondsilbern leuchtende Weinberge, ĂŒppig bewachsen mit Rebstöcken, die wie brave Soldaten aneinandergereiht nur darauf warteten, zum rechten Zeitpunkt und Befehl ihres Herren ausgehoben und zur kulinarischen Schlagkraft geformt zu werden.

Lady Anne biss sich bei dem Gedankengang schmunzelnd auf die Unterlippe und schrieb ihn mit unsichtbarer Feder in jenes geistige NotizbĂŒchlein, in dem sie seit Jahren immer wieder Beobachtungen und Formulierungen festhielt, ohne je etwas damit anzufangen. Es war nicht die einzige Ressource im Leben der Edlen, mit der diese nie wirklich etwas angefangen hatte und als dieser Gedanke als nĂ€chstes in ihren Kopf sprang, verzog Milady misslich den trotz der so spĂ€ten Stunde immer noch akkurat im dunklen Beerenton geschminkten Mund.

Die Magd hatte sich verabschiedet. Lady Anne war nun alleine. Alleine mit dem Ausblick auf die Weinberge, einem Schreibtisch und einem Buch mit leeren Seiten. FĂŒr einen Moment verspĂŒrte sie den Anflug von Furcht, jene unbegreifliche Angst, die einen immer von hinten anspringt, wenn man gerade im Begriff ist, etwas zu tun, dass das eigene Leben unwiderbringlich verĂ€ndern wĂŒrde. Sie könnte das leere Buch auch einfach nicht aufschlagen, nicht zum FĂŒller greifen und einfach weiter in gemĂ€chlicher, aber tödlicher Eintönigkeit vor sich hin leben.
Es war genau dieser Moment, in dem sich die Erinnerung an den vergangenen Abend meldete wie ein insistierender Finger, der sich in Miladys Seite stippte um sie zu gemahnen, doch bitte gerade zu stehen. Die Erinnerung an Stimmen. GutmĂŒtiger Bass in wĂŒrdigem Alter. Der launige Tenor verschmitzter Ehrhaftigkeit. Heller Klang jungen Vertrauens.
„Am Weinstock der Freundschaft reifen beharrlich die stolzesten Trauben. Möge der daraus gekelterte Wein viele Jahre reifen, erfĂŒllt vom Wohlgeschmack gemeinsamer Erinnerung.“

Milady straffte sich und hob das aristokratische Kinn. Mit einem fĂŒr diese Stunde eher unangebrachten Elan setzte sie sich an den kleinen SekretĂ€r, schlug das leere Buch auf und griff zur Feder


"Hochverehrte Leserschaft!

Haben Sie sich je gefragt, was denn wĂ€re, wenn man all die Was-WĂ€re-Wenns des Lebens zu Tatsachen wandeln könnte? Wenn man zum Beispiel nicht nur davon trĂ€umen wĂŒrde, die Welt in BĂŒchern, Geschichten und Liedern zu bereisen, sondern tatsĂ€chlich anfinge, Schritt vor Schritt zu setzen und sich diese Welt in all ihrer Wirklichkeit vor die eigenen Augen zu holen? Ein unmögliches Unterfangen, höre ich bereits den Widerspruch - aber was wĂ€re, wenn es doch ginge? Wie denn, wohin denn, worauf muss ich denn achten, höre ich allseits und sage darauf:

Packen Sie ein, steigen Sie auf, willkommen, liebe Leser, zu ‚Lady Annes Reisejournal‘, dem praktischen und kurzweiligen Handbuch fĂŒr all jene, die noch nie auf Reisen waren - von einer, die noch nie auf Reisen war
"

Anne Elise Morley setzte den FĂŒller ab und kaute so nachdenklich an dessen Ende, wie es ihr als MĂ€dchen eigentlich rigoros abtrainiert wurde. Sie hatte doch tatsĂ€chlich ein Vorwort geschrieben. Mit einem Kribbeln im Nacken und etwas mehr als nur ein wenig schockiert von sich selber schaute sie hinaus in den Weinberg und sammelte sich, ehe die Tinte wieder auf die leeren Seiten fließen durfte.

"Kapitel Eins - Gut LöwenbrĂŒck im Elwynn

Unsere Reise, werte Leserschaft, beginnt mit Forellencréme
"

[OOC] Eine Textwand fĂŒr ganz reizende Leute, die mit ihrem herzlichen Rollenspiel eine schöne Entwicklung angestoßen haben. Prost!

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Sommerliche Sonnenstrahlen schienen durch das Buntglasfenster im Foyer des Gutshauses. Das Bordeaux des Teppichbodens war ĂŒbersĂ€t von grĂŒnen und lilafarbenen Tupfern. Riordan stand auf dem Treppenabsatz wie ein Paladin am Tag seiner Weihe, Heiligenschein und alles.

Es war ein eigenartiges GefĂŒhl, fĂŒr eine Reise keine Zeit einplanen zu mĂŒssen. Vorbereitungen, ja. Waren verpacken, Waren zĂ€hlen, die Wache mit ihrem ĂŒblichen „Der Herr ist nicht Zuhause“-Befehlen ausstatten (mit denen sie eigentlich immer ausgestattet waren, denn Sir Barath war letztens eigentlich nie Zuhause, aber 
 Details 
), auch das erforderte MĂŒhe. Aber die Reise an sich? Magie.
Nicht: Durch Lordaeron, durch unwirtliches GelĂ€nde. Die Chance, einen Ort zu sehen, an dem er nicht nur zweimal gekĂ€mpft hatte, sondern den er auch in seinen Jugendjahren mit stolzgeschwellter Brust Heimat genannt hatte. War er glĂŒcklich, dass er sich mit derlei Emotionen nicht herumschlagen musste, oder war das dumpfe Ziehen in seiner Brust Traurigkeit darĂŒber, dass er seine alte Heimat wieder einmal verpasste? Oder vielleicht sogar Eifersucht, dass Cordberg, ausgerechnet Cordberg, wieder zum Leben erweckt war. Cordberg. Nicht Stratholme.

Riordan schritt die Treppe herunter und fasste sich ein Herz. Zwei der HausmĂ€dchen, zu denen er gerade noch gesprochen hatte, stießen die TĂŒr fĂŒr ihn auf. Er lĂ€chelte. Stickige Sommerluft und die GerĂ€usche von Arbeitern fluteten in das Gutshaus, als er hinaustrat und sich blinzelnd dem Tag stellte. Auf dem Vorplatz waren Karren dabei, beladen zu werden. Bottiche wurden von einer Seite zur anderen gerollt, und Beoric tanzte auf den Wellen der sozialen Interaktion wie ein korpulenter Wasserschreiter ĂŒber einen See. Unbehelligt, lauthals lachend, der Schnurrbart bebend. Ein Naturtalent.

Als Riordan sich dem GetĂŒmmel nĂ€herte, hoben sich ihm Köpfe entgegen und grĂŒĂŸten ihn. RĂŒcken strafften sich, man sprach laut, deutlich und höflich. Der Ritter schaute sich um. Er folgte mit dem Blick klirrenden Kisten, SĂ€cken und allerlei anderen Materialien fĂŒr den Laden. WĂ€hrend er durch die geschĂ€ftige Meute pflĂŒgte, nĂ€herte er sich Beoric, der einen Arm ausstreckte und seine Pranke auf Riordans Schulter niederfahren ließ.

„Es scheint, die Vorbereitungen fĂŒr heute Abend laufen gut“, kommentierte Riordan, wĂ€hrend er schmunzelnd betrachtete, wie Jessika, die Tochter seines Gutsverwalters, sich auf eine Kiste sinken ließ und Varren, ihr Mann, quer ĂŒber den Platz wuselte, um ihr einen Becher Wasser aufzudrĂ€ngen.

„Habt Ihr etwas Anderes erwartet, junger Sir?“, brummte Beoric, der dem Blick des Ritters gefolgt war, zunĂ€chst mit einer Falte auf der Stirn, dann mit einem undeutbaren LĂ€cheln. Er schien einen Moment von innen heraus zu strahlen.

Riordan ließ einen verneinenden Sozialgrunzer ertönen und verschrĂ€nkte die HĂ€nde hinter dem RĂŒcken.

„Lordaeron, huh?“
„Lordaeron.“

Mehr musste nicht gesagt werden.


OOC: Wie schon zuvor angekĂŒndigt, öffnet der Gutsladen heute nicht, dafĂŒr sind wir aber auf der Siegesfeier von Cordberg! Wir handeln gerne mit allem, was der Wald von Elwynn und unser Gut zu bieten haben. Perfekte Gelegenheit, um sich fĂŒr die heiße Jahreszeit mit Weißwein, SĂŒĂŸwein, einem leckeren Cidre oder sogar Eiswein einzudecken! :wink:

Wir freuen uns auf euch! pappt den Thread oben an
:wine_glass:

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Einige Tage waren nun schon seit der RĂŒckreise vergangen, und noch immer hatte sie nicht auf den Brief geantwortet, den Lady Lorath ihr hatte zukommen lassen. Gut, sie könnte es auf die Nachwirkungen der RĂŒckreise schieben, aber das war es nicht. Nein. Viel mehr war es die Tatsache, dass Tavinna noch immer nicht begreifen konnte, was alles geschehen war. Ihr Blick wanderte zu dem SĂŒĂŸigkeitenkorb, den sie von der Zuckerfee bekommen hatte. Eine BonbontĂŒte lag daneben, ebenso wie eine Schachtel mit Pralinen. Der Blick wanderte weiter zu einem kleinen KĂ€stchen, dessen Inhalt sie sich fĂŒr besondere Gelegenheiten aufheben wĂŒrde. So viele Erinnerungen, so viel Neues

Sie hatte wieder viele neue Personen getroffen und kennen gelernt, von denen einige mit der Zeit vielleicht gute Freunde werden wĂŒrden. Lady Lorath war eine von ihnen. Sie hatte die GesprĂ€che mit ihr durchaus genossen, die Frau ging respektvoll mit ihr um, ohne ihren eigenen Stand zu vergessen. Beinahe kam es dem Knappen vor, als wĂ€re dies die Mutter, die sie vor so langer Zeit verloren hatte
 Aber nur Beinahe. Und es gab noch so viele andere Dinge!
Der Stand des Gutes war ein voller Erfolg. Die Anwesenden waren begeistert von den Produkten des Gutes, insbesondere der Rotwein schien es den Leuten angetan zu haben. Es war so viel losgewesen, dass der Knappe Sir Riordan LöwenbrĂŒcks einen großteil des Buhurts verpasst hatte. Eine Tatsache, die sie noch immer bedauerte. Aber es ließ sich nicht Ă€ndern, und sie war sich vorher bereits bewusst gewesen, dass die Möglichkeit bestand, dass sie wĂ€hrend des Buhurts wĂŒrde aushelfen mĂŒssen.
Außerdem war da noch ihr eigener Wettbewerb. Der Blick von Tavinna glitt wieder zu dem Korb voller SĂŒĂŸigkeiten. Ihr Siegerpreis. Noch immer schien es ihr unwirklich. Von acht Teilnehmern hatte sie sich durchgesetzt und den Holzhackwettbewerb gewonnen, den Titel mit nach Gut LöwenbrĂŒck genommen. Zerhacker von Cordberg. Nun, gewöhnungsbedĂŒrftig. Und Fremd. Als wĂ€re es ein Traum. Aber das war es nicht.
Und dann
 Dann war da noch Lancelyn.
Rasch schob sie den Gedanken an den jungen Adeligen bei Seite, ehe sie sich wieder auf den Brief konzentrierte. Nur, um von einem Zettel abgelenkt zu werden. „Öffnungszeiten Gutsladen“ stand dort. Und der nĂ€chste Termin. Bald war es wieder soweit.


OOC: Bald ist es wieder so weit!
Der Gutsladen hat wieder geöffnet!

Donnerstag, 23.07.2020, ab 19:00 Uhr könnt ihr in unserem Gutsladen in Sturmwind Weine, SĂ€fte und Knappenhappen erstehen, sowie Fisch (Forelle) und ein paar daraus erzeugte GĂŒter.

Knappenhappen diese Woche sind:
Bruschetta - der Klassiker, fruchtige Tomate, mildes Basilikum, sanft abgerundet mit Öl, auf einer knusprig gerösteten Scheibe Ciabatta.
Grillpaprika-SchafskĂ€se - fein gewĂŒrfelt, gut gemisch und dann rauf auf das Ciabatta - Frisch aus dem Ofen!
Beerentraum - Wenn Himbeeren, Erdbeeren und Stachelbeeren sich treffen und zummen mit MarzipanwĂŒrfeln auf einem Bett aus Ciabatta ausruhen.

Wir freuen uns auf Euch!
~ Tavinna Veritera, Knappe von Sir Riordan II. LöwenbrĂŒck

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Draußen: Musik. Der tiefe Bass ihres Vaters, brummend wie ein ganzer Schwarm gemĂŒtlicher Hummeln. Tavinnas glockenhelle MĂ€dchenstimme, eifrig, freundlich. Und ein Haufen fremder Stimmen, die sie nicht einordnen konnte. Jessika schĂŒrzte die Lippen und starrte das Fass an, das da vor ihr in der AbfĂŒllkammer stand. Sie warf einen prĂŒfenden Blick auf die umgedrehten Flaschen, die im Wasserdampf steril wurden, dann auf die Flasche in ihrer Hand, die sich mit goldener FlĂŒssigkeit fĂŒllte.
Warum hatte sie AbfĂŒll-und KĂŒchendienst?! Das war nicht gerecht! Hier in der Umgebung der KĂŒhlkammer war es angenehm temperiert, sicher. Und sie saß direkt an der Quelle zu den Knappenhappen, das war auch ganz nett. Aber 
 die GĂ€ste, der Weinverkauf, die Verkostung 

Jessika seufzte und holte einen Korken, den sie mit dem davor vorgesehehen HolzhĂ€mmerchen in die Flasche haute. Vielleicht etwas energischer als nötig. Die Flasche kam zum Rest, der auf dem Tisch stand und darauf wartete, in mĂŒhsamer Handarbeit beleimt und etikettiert zu werden.
Irgendjemand lachte vorne im Laden. Jessika schnaubte und griff nach der nĂ€chsten Flasche. Wenn das so weiterging, wĂŒrde sie ihnen einfach nach Schließung die ganzen Knappenhappen wegessen, HA!


Im Namen der ganzen Gilde: JA SEID’S IHR NARRISCH?!

Vielen Dank an alle, die uns gestern im Gutsladen besucht haben. Es war teilweise soviel los, dass wir nur noch rotiert sind und der Wein nur so durch die Gegend flog. Wir hatten alle krĂ€ftig viel Spaß und hoffen auf viele weitere solcher Abende! :heart:

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SIMMER!

Ähem. Ja, nun. Was habt ihr auch einen so sympathischen Laden. Ihr grauenhaft netten Leute, ihr. Bah.
#sorrynotsorry

Vielen Dank, schnell wieder, ja? <3

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Jasmina ging in die oberen RĂ€ume des Gutshauses. Von dem wunderbaren Abendessen doch einigermaßen schlĂ€frig blickte sie auf einen langen und durchweg angenehmen Abend zurĂŒck. Der Empfang durch die Gutsbewohner war freundlich und die Gastfreundschaft sorgte dafĂŒr, das sich alle recht schnell wohl zu fĂŒhlen schienen.

Nachdem sie sich fĂŒr die Nacht fertig gemacht hatte, öffnete sie das Fenster und genoss einen Moment die Sommernachtsluft. Im Mondlicht konnte man die nahen Weinberge noch erahnen und ĂŒber allem lag eine friedliche Ruhe, als zöge die Zeit hier langsamer vorbei.

Recht zufrieden wandte sie sich um und gesellte sich zu ihrem Verlobten ins Bett. Auch er schien den Abend in guter Gesellschaft bei einem Austausch mit dem Hausherren zum Abschluss gebracht zu haben. Am nĂ€chsten Morgen wĂŒrde man sich zusammen finden und die FormalitĂ€ten fĂŒr den Abschluss des GeschĂ€fts abwickeln. ZunĂ€chst nur eine kleine Lieferung an Weinen aber wenn es Anklang fand
wer weiß. Noch einmal zogen ihren Gedanken den Verlauf des Abends nach. Es war schön, erneut die Gesellschaft der Erzmagierin Liyaniel genossen zu haben und ihres GefĂ€hrten Sir Alrik und auch da hatte sich ein kleines GeschĂ€ft ergeben, das man vielleicht gemeinsam wĂŒrde angehen können.

So hing sie ihren Gedanken nach und lauschte den GerĂ€uschen der Nacht, ob das gleichmĂ€ĂŸige Schnorcheln von der Erzmagierin nebenan kam oder doch von einer besonders tief zirpenden Grille wĂŒrde wohl fĂŒr immer ein Mysterium bleiben, bald darauf aber schlief sie ein und verbrachte eine recht erholsame Nacht. Am nĂ€chsten Morgen wurde dann, wie geplant, der Vertrag unterschrieben und nach einer kurzen Verabschiedung brach die kleine Truppe wieder auf, beladen mit einem Wagen voller sorgsam deklarierter Kisten und ein paar schönen Erinnerungen mehr.

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rennt schnell in den Thread

Der Gutsladen öffnet heute aufgrund eines kritischen Falls von RL seine TĂŒren nicht!

Wir bitten die kurzfristige Nachricht zu entschuldigen und ĂŒberlegen, nĂ€chste Woche einen Alternativtermin anzubieten!

Vorsichtig, vorsichtig. Es musste alles perfekt sein. Sonst wĂŒrde Jessika ihn wieder ansehen, wie das eine Mal, wo er den Happen restlos aufgegessen hatte. Und das konnte sein altes Herz nicht verkraften. Eine zitternde Hand brachte das runde Parfait immer weiter ĂŒber die ebenfalls runde Hippe. Sie mussten exakt aufeinander zu liegen kommen. Da war seine Familie perfektionistisch. Musste man auch sein. Fand er.

Beoric fischte ein Taschentuch aus seiner Hosentasche und tupfte sich vorsichtig die Stirn ab. Trotz der angenehmen KĂŒhle im Lagerraum schwitzte er wie ein Eber. Das Wetter war nicht eben freundlich. Nur noch ein StĂŒck. Da! Es war perfekt! Es saß wie
ein Betrunkener auf der Hafenmauer. Der nur noch spĂ€rlich weißbehaarte Kopf ruckte herum. Links rechts. Waren Zeugen anwesend? Nein? Gut.

Auf dem Weg nach oben, um den Laden durchzulĂŒften und zu putzen beruhigte sich Beoric mit dem Gedanken, dass niemand jemals diese Schande zu Gesicht bekommen wĂŒrde. Alle Beweise wurden soeben vernichtet.

Ein hĂŒbsch aufgemachtes Schild aus Holz wird ins Fenster des Gutsladens gehangen.

Die Knappen-Happen diese Woche:

  • Klecks KrĂ€uterquark mit GurkenwĂŒrfelchen und Meersalz, serviert auf krossem Ciabatta.

  • Scharfe Wildsalami auf Paprika-PĂątĂ©, serviert auf Fladenbrot nach Mystikerin Tenaars Rezept, garniert mit einer winzigen Menge Zitronenmelisse.

  • Karamell-Parfait auf einer leicht salzigen Erdnuss-Karamell Hippe, garniert mit goldenen LöwenbrĂŒcker TrĂ€ubchen.

  • Dazu gibt es RosĂ© und Cidre im Glas diese Woche zum halben Preis!

OOC: Hallo ihr lieben Freunde des Weins und des guten Lebens.

Es ist mir eine Freude darauf hinweisen zu können, dass der Gildenthread ein Facelift bekommen hat, da Riordan sich ein wenig in die Formatierung hinein gearbeitet hat. Dank einer Vielzahl an Terminen die letzten Wochen war die Öffnung des Gutsladens leider ein wenig unregelmĂ€ĂŸig, aber jetzt sind wir wieder fĂŒr alle trockenen Kehlen und schwatzwĂŒtigen MĂ€uler da. Wir freuen uns!
Der Gutsladen öffnet Donnerstag, 13.08., um 19 Uhr.

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Dieses Mal nur ein wenig ooc:
Denkt an unser Erntedankfest!

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Es lag ein Sirren in der Luft. Hitzeschlieren machten es unmöglich Einzelheiten oder gar Personen um das Gutshaus zu erkennen. Ein leichter Wind kam auf, aus Richtung der versengten Lande, trocken, heiß, bewegte die stehende Luft fĂŒr einen Moment. Gleich darauf kehrte die Schwere in die Landschaft zurĂŒck. Der Geruch von trockener Erde und ein wenig Asche war allgegenwĂ€rtig, hier oben. Wenn man die Augen zusammenkniff und sich anstrengte, konnte man in der Ferne den Pass in Richtung Rotkamm erblicken. Ein weißer Wurm, mit blauen RĂŒckenstacheln, quĂ€lte sich zwischen den BĂ€umen hindurch. Eine Reiterpatrouille.

Ein gutmĂŒtiger, manche wĂŒrden gar sagen dummer, Blick richtete sich auf die prallen Trauben an den Rebstöcken. Der Kies knirschte unter einem Paar schwerer Stiefel. Die schwielige Hand eines Mannes, verkrustet mit getrocknetem Schlamm streckte sich nach einer der FrĂŒchte aus und zupfte sie vorsichtig von der Rebe. Leicht grĂŒnliches Gold. Glitzernd wie eine Perle im Licht der Sonne. Eine bis unter das letzte FruchthĂ€utchen gefĂŒllte Perle voller flĂŒssigem und leckerem Gold.

Das röhrende Brummen einer Hummel durchbrach das feine GelÀchter und die Rufe, die vom Gut in die höchsten AuslÀufer der Weinberge vordrangen. Das pelzige Tier klang wie ein winziger Gyrocopter mit Startschwierigkeiten.

„Was machst‘n hier oben?“, erhob der Mann die Stimme mit besorgtem Unterton. Die Traube verschwand, wurde zwischen ZĂ€hnen zermahlen. Die Hummel hingegen, dieser winzige BĂ€r in der Bienenwelt, vorsichtig vom Blatt in die Hand manövriert.

„Hier gibt‘s nix fĂŒr dich, kleiner Freund. Komm, ich bringe dich nach unten.“

Die Stimmen aus Richtung des Gutes schwollen an, wie ein Wasserfall, dem man sich langsam nĂ€herte. Es war voll. Die Erntehelfer trafen langsam aber sicher ein, wurden eingewiesen, bekamen UnterkĂŒnfte zugewiesen. Nicht nur die Weinberge vibrierten vor Leben. Auch das Gut lebte auf, als wĂŒrden die alten, vom Feuer gekĂŒssten, Steine durchatmen. Die Hummel wurde mit einer Untertasse voller Zuckerwasser auf einem der Begrenzungspöller der Pferdekoppel gelassen.

„Guot. Gehn wir‘s an.“

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Ein gleißender Strahl Sonnenlicht frĂ€ste sich durch die nicht ganz zugezogenen VorhĂ€nge des Gutsladens. Langsam bahnte er sich seinen Weg ĂŒber mehrere, vollgeschriebene Seiten Pergament, verfing sich fĂŒr einen Moment im verschlossenen TintenfĂ€sschen. GlĂ€nzende Funken tanzten durch den Raum, bis einer davon sich in den buschigen, ergrauten Brauen des rundlichen Verwalters des Ladens niederließ. Es folgte Zucken, bei dem sich die Braue bewegte wie eine plĂŒschige Raupe auf einem Blatt. Das sich anschließende Niesen lief Gefahr einen lokal sehr begrenzten Kataklysmus auszulösen. In jedem Fall machte das Tintenfass einen vergnĂŒglichen HĂŒpfer und einen ganz und gar nicht vergnĂŒglichen Tintenfleck auf dem Holz des Schreibtischs.

Der Mann blinzelte mehrfach, bis die Neuronen langsam alle befeuert waren und die sich anbahnende Katastrophe bemerkten. Rasch brachten die Pranken die SchriftstĂŒcke in Sicherheit. Das Handtuch, ewiger Begleiter Beorics, wurde als Tintenschwamm missbraucht, um weiteren Schaden zu verhindern.

Beoric, grummelig und unausgeschlafen, mit Haaren wie ein explodierter Handfeger, pappt ein mit hĂŒbschen BlĂŒmchen verziertes Schild ins Fenster des Gutsladens. Darauf steht folgendes:

Die Knappen-Happen diese Woche:

  • Forellenrogen auf wĂŒrzigem Dun-Morogh KĂ€se, auf krossem Ciabatta

  • Gezupftes Eberfleisch, sanft geschmort, auf ZwiebelkonfitĂŒre, serviert auf krossem Ciabatta

  • Zimtige ApfelstĂŒckchen auf sĂŒĂŸem Brot, warm oder kalt

Ooc Teil: Wegen mangelnder Zeit an den anderen Terminen öffnet der Gutsladen diese Woche am Dienstag, 01.09, um 19 Uhr. Wir freuen uns darauf euch verwöhnen und umsorgen zu dĂŒrfen!

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AllmĂ€hlich hatte sich der Ă€ltliche Priester hier auf dem Gut eingelebt, als er an diesem Morgen seinen Spaziergang durch die Weinfelder tĂ€tigte. Wie immer begleitete ihn sein Stab, den er wie einen treuen Freund Schritt fĂŒr Schritt mit sich fĂŒhrte. Ein Hut mit weiter Krempe auf dem etwas licht werdenden, stahlgrauen Haupt - Eine Tabakpfeife mit fĂŒrchterlich langem Holm im Mund, spazierte er mit aller Ruhe dieser Welt durch die Natur. Wann immer ihm Arbeiter entgegenkamen nickte er grĂŒĂŸend. Wann immer er tĂŒchtige Leute auf den Feldern sah breitete sich ein sachtes LĂ€cheln auf den eher spröden Lippen aus.

Es war nicht schwer auszumachen, dass Maternus sich hier wohlfĂŒhlte. Schon innerhalb der LĂ€ndereien seines Ordens hatte er die Natur genossen und sich den einfachen Dingen des Lebens gewidmet. Er war kein Freund von Tand und Gold und Aufwand und Prunk. Nein, er genoss das zwitschern der Vögel in den BĂ€umen, das Rauschen des Windes durch die Felder und er bildete sich ein das nahe Wasser rauschen hören zu können.

Als er seinen Weg eine Weile auf einem matschigen Pfad fortfĂŒhrte, stieß er auf eine Gruppe Arbeiter, die um einen festgefahrenen Karren herumstanden und sich abmĂŒhten, den Karren, dessen Rad in einer sumpfigen PfĂŒtze steckte, fortzubewegen. KopfschĂŒtteln. Resignation. Da ging nichts mehr. Maternus grĂŒĂŸte die Arbeiter mit einem respektvollen Nicken und einer segnenden Geste. Die Pfeife in den Mundwinkel geklemmt, sprach er: „Lasst mich euch helfen, Freunde.“ und schritt zur Tat.

Der ach so wertvolle Priesterstab diente ihm als Hebel, als er diesen mit einem krĂ€ftigen Ruck unter den festgefahrenen Reifen rammte und den Arbeitern zunickte. „Zugleich - hau ruck!“, rief er, stemmte sein Gewicht auf das andere Ende des Stabes, wĂ€hrend die Arbeiter anrannten, um gemeinsam gegen den Karren zu drĂŒcken. Es holperte, es polterte. Dann war der Karren befreit. Unter einem krĂ€ftigen ‚Knack‘ brach der Priesterstab, als der nun freigesetzte Karren diesen schlicht ĂŒberrollte. Immerhin musste Maternus ausweichen, um nicht vom ArbeitsgerĂ€t ĂŒberfahren zu werden.

Schockierte Blicke der Arbeiter. Hatten sie mit ihrer Kraft gerade die Insignie eines Geistlichen zerstört? Es schien nicht als kĂŒmmerte es Maternus. Er sah zufrieden auf das gemeinsame Werk, sah zu den Arbeitern und nickte ihnen gutmĂŒtig zu. „Beharrlichkeit schafft Kraft und Reslutat, BrĂŒder und Schwestern.“, Ă€ußerte er abschließend. „Aber Herr, wir haben euren Stab zerbrochen.“, entgegnete einer der Arbeiter. Maternus hob die Brauen und begann zu schmunzeln. „Ja? Habt ihr noch nie eine Harke zerbrochen? Nutz sich ein Korb, in dem FrĂŒchte gesammelt werden nicht ab? Auch ich bin ein einfacher Arbeiter in den Weinbergen des Lichtes. Und wenn ich euch helfen konnte, dann habe ich und dieser Stecken seinen Zweck erfĂŒllt.“ Maternus schmunzelte vielsagend. „Vielleicht hatte ich ihn auch einfach zu viel.“, ergĂ€nze er, wandte sich in Richtung des weiterfĂŒhrenden Weges und ging mit zufriedenem Gesichtsausdruck weiter.

Einige der Arbeiter sahen dem Ă€ltlichen Priester einen Moment nach, nickten dankend, winkten und ließen ihre Lippen von einem LĂ€cheln erobern. Maternus, nun ohne Stab, nahm einen tiefen Zug aus der Pfeife mit dem urigen Kraut, entließ den Qualm in die Weite und begann eine langsame, an die Heimat erinnernde Melodie zu summen


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