[A-RP] Haus Hekate - Macht, Magie & Mysterium


(Heltai) #1

       In bunt und hübsch: www.haushekate.com

Gildentyp                Adelshaus, mit dunklem Kult
Zugehörigkeit        Dalaran / Allianz
Schwerpunkte       Adel, schwarze Magie, Diplomatie, Ausbildung.
Rangordnung         Monarchisch
Ansprechpartner   Jeder der Gilde
Website                    www.haushekate.com
Forum                       www.haushekate.com/forum
Discord                     discord.gg/Vt6CSar


Nach langem Warten, langem Lauern - erhebt sich die schwarze Schlange erneut

Flackernd Schein dickfeister Kerzen, schwarze Schlange überm Schild,
sturmhaft pocht’s in deinem Herzen, hinter dir ein Ahnenbild.
Ölgemalte Augen wachen; suchen, folgen, immerzu,
Geister tanzen, lustvoll lachen, Schatten küsst dich, hier im Nu.


Haus Hekate. Ein Name, der vielenorts nur murmelnd gesprochen wird. Den man gleichsam respektiert und fürchtet. Haus Hekate verbindet man mit jahrhundertealter, magischer Tradition. Mit Wohlstand, Macht, Einfluss und Kabalen. Deutliches Prestige errang das Haus, insbesondere durch den Sitz in Dalaran, schon seit der einstigen Begründung der Magokratie. Doch rankt sich manch gar schreckliche Mär’ ums Banner der schwarzen Schlange. Man spricht von Geschwisterliebe um’s Blut rein zu halten, man munkelt über unlautere Methoden, Erpressungen, Arglist und Niedertracht. Dunkle Intrigen - und gar Mord. Bislang jedoch einzig Gerüchte - nachgewiesen wurde ihnen nichts. Nur vielerlei Namen ihrer langen Ahnenreihe kennt man. Die meisten höchste Vertreter ihrer magischen Zunft.


Wir bieten vielschichtiges Rollenspiel abseits eindimensionaler Moral. Wir sehen uns als klar ambivalent. Womit nicht nur unser Spiel in vielen Facetten gewürzt, sondern auch das Zusammenspiel im Öffentlichen mit und gegen uns spannender gestaltet wird. Durch die Vereinigung mehrerer, vielversprechender Rollenspielthematiken, bieten wir einem breiten Spektrum an Konzepten Einstiegsmöglichkeiten, wie zuletzt auch ein Zuhause, ohne dabei zum haltlosen, zusammengewürfelten Gefüge zu verkommen. Unsere Mitspieler profitieren dabei von einem gewissen Spannungsbogen, denn man wird nie wissen können, wohin ein gemeinsamer Weg mit dem Haus Hekate führen mag. Keine Richtung ist zwanghaft vorgegeben - so wie wir nicht die strahlenden, tugendvollen Helden sind, sind wir keine einfache, simpel gestrickte Bösewichter. Die schwarze Schlange kann mächtiger Verbündeter oder grausamer Feind sein. Ob Bündnis oder Fehde. Frieden oder Krieg. Das Rollenspiel mit uns wird immer der spannenden, brisanten Ungewissheit unterliegen.


Wir zelebrieren Zauberei

Pünktlich Nachts zur Geisterstunde, hebt die Herrin ihren Stab,
Kuttenträger in der Runde, ein Altar der Opfer Grab.
In der Dunkelheit verborgen, rinnt das Blut ganz köstlich rot,
schwarze Messen bis zum Morgen, Angstes Schrei in kläglich Not.


Fernab neugieriger Blicke, in tiefsten Kellern, und dunkelsten Winkeln erst, offenbart sich, was das Banner der schwarzen Schlange wahrlich birgt. Einzig Eingeweihte werden erblicken, welch Gräuel und Schrecken sich zur Mittnacht enthüllen. Die sinisteren Rituale, zum eigenen Machtgewinn. Verbotenes Wissen das weitergetragen, und dunkle Künste die erprobt werden. Weit ab der fliegenden Stadt heisst’s, seien ganze Bibliotheken, und Artefakte von unschätzbarer Macht verborgen.


Die enge Verbindung des Hauses Hekate zur Magie, spiegelt sich im ganzen Alltag des Gildengeschehens wieder. Im Dalaraner Anwesen sind magische Besen, funkelnde Lichter und fliegende Bücher keine Seltenheit. Wir achten dabei aber penibel darauf, unser Weste in der Öffentlichkeit gänzlich rein zu halten. Für uns gilt die Hexerei, ganz zu schweigen vom Nekromantentum, als streng verboten, und so leben wir auch. So wir auch schwarze Magien lehren und ausbilden, und wir ganz sicherlich mehrere dunkle Gesellen in unseren Reihen wissen, wird sich niemand offen dazu bekehren. Für unser externes Umfeld sind wir allerhöchstens mächtige Magier. Daraus resultiert eine äusserst interessante Gratwanderung - wer sich dem Haus Hekate verschreibt, weiss, was es heisst zu schweigen. Zur eigenen Sicherheit, wie auch der des Ganzen. Ein Versteckspiel, daß uns allen Freud bereitet.


Vasallen, Verbündete & Politik

Lass dir Macht und Land verleihen, wir sind schier unendlich reich,
dich der Nichtigkeit befreien, schwimm in golden strahlend Teich.
Lass dich von der Schönheit locken, greif von uns die wahre Kraft,
Tag für Tag wird Atem stocken, wenn der Zauber Wunder schafft.


Lang gepflegte Bande wollen nicht vergessen werden - wie auch frische Bündnisse geknüpft. Unsere Vasallen sind weder Knechte, noch Diener. Wir schenken Einfluss und Macht, Wohlstand und Sicherheit. Doch hat alles seinen Preis.


Unsere Vasallen sind nicht nur wichtig, für unser gemeinsames Spiel, sondern auch guter Einstiegspunkt für etwaige Konzepte, die sich - anfangs - ideologisch noch nicht gänzlich dem dunklen Regime des Hauses Hekate unterwerfen können. Der politische Aspekt indes, bietet uns genügend interessante Berührungspunkte mit anderen Gilden, und dem öffentlichen Rollenspiel, als das wir nicht nur in unserem dunklen Kämmerlein im eigenen Grüppchen zu agieren haben. Das Haus hat alle Gründe, an Turnieren und ähnlichem teilzunehmen, wie es selbst auch grosse Veranstaltungen hält. Wie den Maskenzauber, einen jährlichen Maskenball, voller Exzess, Frevel und Eklate. Zuletzt bespielen wir aktiv unsere, kürzlich in einem langen Plot zurückeroberten, Ländereien Kaltenbruchs, an der Nordwestmark Alteracs.


Einstieg

Durch unsere Themenvielfalt in der Gilde, bieten wir einer manigfaltigen Breite an Konzepten Einstiegsmöglichkeiten, die sich auch in vielen ausgespielten Plots zur Gänze entfalten können. Der Ruf des Hauses, der schnellen Wohlstand, viel Macht und Einfluss verspricht, mag verlockend genug sein, um so manch Unschlüssigem einen triftigen Grund zu bieten, beim Haus Hekate vorstellig zu werden. Eigene Ideen und Häuser lassen sich hierbei gut als Vasallen der schwarzen Schlange bespielen.

  • Magische Konzepte, seien es nun einfache Magier, Hexer, Nekromanten oder andere dunkle Gesellen, die sich beispielsweise als Hofmagier, Alchemisten oder Lehrer des Hauses Hekate verdingen. Hierbei sei jedoch darauf zu achten, dass es einigen Konzepten ab einem gewissen Stadium sehr schwer fallen dürft, sich noch öffentlich ungekannt zu bewegen.
  • Kampflastige Konzepte könnten sich beispielsweise als Knappen, Ritter und Gardisten des Hauses eignen. Auch verstohlenere Charakter finden als Assassinen sicherlich ein Heim bei uns.
  • Im Hofstaat selbst können sich beinahe sämtliche Konzepte, die zumindest höfischen Umgang pflegen, ansiedeln. Von der Kammerzofe bis zum Gesellschafter, und niederem Adel. Hier bieten sich grundlegend viele Möglichkeiten, den eigenen Charakter voranzubringen, aufzusteigen, und weiterzuentwickeln.
  • Sklaven zuletzt, behalten wir als temporäre Möglichkeit vor, für all jene, die sich vorgängig ein Bild unseres Zusammenspieles machen möchten, um sich später zu entscheiden. Hierbei bieten sich vielfältige Möglichkeiten, in unsere “Fänge” zu geraten, die keineswegs auf freiwilliger Basis beruhen müssen. Ziel dabei ist es aber stets, aus jenen irgendwann ganze Mitglieder des Hauses zu formen, oder sie in dunklen Ritualen zu opfern.

Rollenspielgildenübersicht 2019
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(Heltai) #3

Geschichten des Hauses Hekate

Geflüster aus dem Dunkel

Sturz in die Tiefe

… und sie fällt hinab in endlose Schwärze.

Entlassen aus stählerner Hand, von ihren Peinigern über den Rand gestossen. Über ihr zwanzig verdeckte Augenpaare, die aus Schatten tiefgezogener Kapuzen nachspähn - selbst ohne zurückzusehn, verspürt sie noch die bohrenden Blicke. Die Hitze des Schmerzes, der Qualen - die Agonie der Folter - brennt wie sengender Feuerstoss durch ihren Leib. Und beinah beruhigend kühl, der zunehmende Flugwind; der Moment für Moment kälter und fester um sie peitscht. Dünnes, weisses Leinenkleid, das er aufwühlt, aufbläht, und um sie flattern lässt.

Sie sieht vor dem innren Auge den Sonnenaufgang. Sieht ihre Eltern. Sie sieht ihr Haus, die jüngere Schwester. Sieht Heim und Herd, den kleinen Hund, ihre beiden Katzen.

Sie zappelt und rudert panisch mit den Armen, angetrieben von blanker Angst und grausigen Schrecken. Langgezogener, schriller Schrei reisst sich in furchtsamster Wucht aus ihrer zarten Kehle - zeitlos hallt er den kolossalen, schroffen Steinwänden nach. Schneller und schneller rast sie in den pechschwarzen Abyss hernieder, kalter Wind und brennende Schmerzen treiben ihr die Tränen in die Augen. Doch sie wagt nicht, ihre Lider zu schliessen; sie muss doch sehen, muss doch wissen, muss doch ahnen können, wann sie aufprallt.

Sie sieht ihr Kinderbett, sieht den Holzring ihrer Jugendliebe. Sie sieht dampfenden Apfelkuchen und den reichgeschmückten Winterhauchbaum.

Tief unten, in dunkelster Schwärze, eine Regung. Etwas Lebendiges, etwas Lauerndes. Etwas Gewaltiges, dass sich behäbig durch die allesverschlingende Dunkelheit schiebt. Ein kolossales, röhrenartiges Wesen - länglich in seiner Natur. Schwarzes Schuppengewand, das sich einzig durch nasses Glitzern in der umfassenden Finsternis verrät. Fürchterliche, giftgrüne Augen, mit entsetzlichen Schlitzen - starr, reglos. Wartend.

Sie sieht ihr altes Tagebuch, sieht die Kerzen zum ersten Ritual. Sie sieht Blut an ihren Fingern. Sieht das Licht schwinden. Sie sieht den Sonnenuntergang.

… und ihre angsterfüllten, heisren Schreie verstummen.


Geschehen in Kaltenbruch

Ein Morgen in der Hauptstadt Kaltenbrunn, während der Rebellion

Laut und schwer schlägt die Kirchenuhr über die verregnete Stadt hinaus. Kaltenbrunn um sechs Uhr in der Früh.

Der erste Schlag der Hellste, der Klarste. Thomas sieht zum Himmel hoch, granitgraue, dichte - erdrückend dicke - Wolken unterm nächtlichen Firmament. Darunter schwarze Rauchsäulen, die wie fette, wulstige Maden feist und satt dem Regenprasseln entgegensteigen. Gelboranges Züngeln kläglicher, sterbender Flammen spiegelt sich in den Wasserpfützen am rissigen Strassenrand. Niedergerittenes, zertrampeltes Unkraut zwischen den nassen Pflastersteinen. Hinter ihm brennt ein halbes Dutzend Häuser. Selbst der strömende Regen weiss die Feuer nur im Ansatz zu bändigen.

Der zweite Schlag dröhnt dem Ersten nach, hallt mit und lässt in der Ferne einen Hahn krähn. Neben ihm ein ohrenbetäubend lauter Schuss, und doch so dumpf, so gedämpft, wie Meilen unterm Meer. Er weiss nicht, wer sie verraten hat. Irgendwer musste den Wachen den Hinweis gegeben haben. Sonst hätt man sie nicht schnappen können - dann wären sie nun nicht auf Knien auf der Strasse. Doch konnten sie die Feuer noch früh genug legen. Er hört das Knistern der Flammen, das Krachen von verkohltem Gebälk, und das Zischen des verdampfenden Regens hinter sich. Es ist vollbracht. Doch zu welchem Preis.

Der dritte Schlag lässt ihn zittern. Die schäbige Lederkluft vom Regennass durchweicht, bis auf die Knochen friert und schlottert er. Blanke Ironie, mit all den lodernden Flammen, brennenden Häusern, im Rücken. Eine reiche Strasse im reichsten Viertel einer einst reichen Stadt. Regierungsapparat, Rathaus, das Heim von Politikern und Ratsherren. Sie wollten ihnen beweisen, ihnen zeigen, dass sie nicht so unantastbar sind, nicht über alles erhaben, wie sie sich nur allzu oft einbilden. Funkenstiebend weht ein Fetzen schwarz-weissen Banners durch den kalten Nachtwind. Halb angesengt, erstarren die orangeglühenden Löcher noch im Flug durch Regenprasseln. Reste der schwarzen Schlange drauf zu sehn.

Der vierte Schlag der Wuchtigste, bis in Mark und Bein dröhnt das schwere Geläut aus hoher Höh. Wie Totenglocken schallt die Turmuhr über die finstre Szenerie hinweg. Der Bannerfetzen klatscht in eine schwarzglänzende Regenpfütze. Die Schlange, die feigen Verräter, die zu stürzen es gilt, ertränkt. Und mit ihr Arthur - dessen aufgesprungener Kopf neben Thomas zu Boden kracht. Dickes, schweres Blut, dass sich mit farblosem, leichtem Regen mischt. Sich mittreiben, hinfortschwemmen, davonspülen lässt. Er sinniert, was es wohl noch mit sich tragen mag - ob es die Toten an einen besseren Platz führen wird. Die aufgereihten, die strassaufwärts reglos im Regen liegen.

Der fünfte Schlag erschallt, und er verspürt das kalte Metall am Hinterkopf. Starr und unverrückbar drückt es sich durchs regennasse, zerzauste Haar. Der Geruch des letzten Schusses steigt Thomas in die Nase. Das bitterbissige Schwarzpulver - kaum ein Tag der letzten Wochen vergangen, an dem er’s nicht gerochen hätt. Seit er sich dem Widerstand angeschlossen hatte - seit er seine Frau und seine beiden Söhne nicht mehr sehn konnt. Seit er sich versteckte und im Untergrund lebte. Seit dem Moment, als er die Faust hob und mit den andern zum Kampf ansagte. Der Partisane faltet die kalten, zitternden Hände vor dem Schoss. Tief geht der Atem. Jeder Zug bewusst und lang - die Luft ein letztes Mal in den Lungen.

Der sechste Schlag lässt ihn die Augen schliessen. Thomas neigt das Haupt. Und harrt dem letzten Schuss den er noch hören würd.


Vorkomnisse am Dalaraner Hofe

Magie - so gefährlich wie zerstörerisch

Dalaran, frühabends. In den weiten, prunkvollen Lustgärten vor der Residenz, tummelt sich ein Pulk Bediensteter. Heiter lachend spielen sie Gnomenball. Es wird getrunken, und gefeiert - lädt die stenernklare, warme Nacht, so sie auch der magischen Kuppel überm Anwesen geschuldet sein mag, doch wahrlich dazu ein. Die Mädchen klatschen aufgeregt am Spielfeldrand, der Ball knallt gegen einen Stein, der als improvisierter Torpfosten herhalten soll. Korken knallen, und von hinten hört man einen aufgebrachten Mann brüllen - der sich von seinem Gegner tätlich angegangen fühlt. Hoch oben, im Nordturm der gewaltigen Residenz, erklingt ein kurzes Dröhnen. Geht aber im Gelächter unter. Würd man denn hochblicken, man sähe ein kurzes Leuchten, einen lavendelfarbnen Schimmer. Noch immer wird gespielt, gelacht und der Ball zwischen den Mannschaften hergetreten. Der zweite Knall deutlich lauter. Gefolgt vom klaren Klirren dicken Glases. In Tausend Scherben jagt’s eins der Bibliotheksfenster aus dem Rahmen, und ein bläulicher Flammenstoss schiesst, wie ein gnomischer Flammenwerfer, hinterher hinaus.

Mit einem Mal zieht starker Wind auf. Hecken, Büsche, Blumen und der Rasen neigt sich. Haar weht, und Kleidung flattert. Ein zweites Fenster, dass, samt der offenen Läden, aus der Wand springt, einige kalkweisse Backsteine mit sich reisst, und in weitem, kurzzeitig unwirklich langsamem, Flug, zu Boden kracht, um hinter den Rosenbüschen ihrer Hoheit im Rasen zu zerschellen. Erde wirbelt hoch, und Dreck fliegt durch die Luft. Erneut, in der Turmbibliothek, diese unwirklichen Flammen - wieder ein sengenddünner Feuerstoss, der nichts verbrennt, der nichts ankokelt, und dennoch mit der gewaltsamen Wucht einer kleinen Apokalypse ohrenbetäubend durch die Nacht zischt. Es folgt gelbgrüner Nebel, der den ganzen Turm, die Bibliothek, für einige Augenblicke in sich hüllt. Augenscheinlich zieht sich alles dichter, wird kleiner, verformt sich wie in einem allgegenwärtigen Sog. Nur um dann, von innen heraus, nach aussen zu brechen. Einem pulsierenden, schlagenden Herzen gleich, dass sich ausdehnt. Einmal, zweimal - ein weiterer Schlag, nunmehr laut und grollend wie Donner - dann zum Dritten; und Mauerstein bricht aus Fugen, Dachziegel bersten zu allen Seiten hinweg. Über die halben Lustgärten hinweg; aufgescheucht schreit die Dienerschaft, es werden Hände gepackt, und Frauen, Freunde, ein jeder in Sicherheit gebracht, als schwere, weisse Steine, Schindeln, abgebrochener Bretterverschlag und Fensterscherben in einem grossen, gewaltigen Hagelsturm über die Hecken, die hellen Kieswege, die Statuen, Brunnen und Anwesensmauern hinabsaust. Ein finales, dumpferes Dröhnen - schwarzer, dichter Nebel, der wie Drachenodem aus schweren Nüsten ausgespien wird, hebt sich ein letztes Mal über die halbzerstörte Bibliothek. Und dann herrscht für lange, klamme Herzschläge gespenstische, beängstigende Stille.


Gespräch zweier Gardisten

“Wird Zeit, dass dem Bürschchen der Kopf gewaschen wird, Ueli! Hoff die Beiden hauen sich heut Abend zu Brei!” , murrt der Glatzkopf seinem schwergepanzerten Kollegen im Torhaus entgegen.
“Jaa, aaber der Laangzahn, der hat ees doch vooll veerdient, ooder? Weisch - meine Uursula, die beeklagt…” , beginnt der langsame Gardist zu entgegnen.
" Ursula? War das die Köchin, die du…? Oder die eine Magd?"
“…siich seit…”
“Die kleine Novizin? Oder diese neue Alchemistin mit den dicken…?”
“…Taagen, daass…”
“Die blonde Gärtnerin?”
“…sie woochelang… laass mich aausrede, Fraanz!”
“Etwa die wilde Rothaarige bei der du dir das Jucken eingefangen hast? Ach…” , winkt Gardist Franz sodann gleichgültig ab.
“… Aalso… Uursula beeklagt sich seeit Wooche, ooder…”
Der glatzköpfige Torwächter atmet tief, schwer und äusserst mühevoll.
“…daas sie seeit Wooche scho nuur noch Haaggis eesse dürfe, ooder. Weege dem Laangzahn.”
“Was? Wegen diesem ominösen Bild von der Wollmesse, dass die eine Bedienstete gezeichnet hat? Wofür er so’n Aufstand probte, beim letzten Hoftag?”
“Mmmmmhm. Jaa. Jaa, ooder. Weege…”
“Hab gehört, er soll drauf Lady Winner… Winders… Na die eine, die wie das Schaf der Prinzessin heisst, scheren. Irgendsowas.”
“…dem Bild. Jaaa… Haaggis, Fraanz. Haaggis, ooder! Muusste sie eesse…”
“Naja. Wer auch immer bei dem grossen Kampf heut Abend gewinnt… ich hab jedenfalls auf’n Majordomus gewettet. Sollt ja besser nix über den kleinen Lüm… Sir Porcio sagen”
, verrät sich Franz dafür mit missgünstigem Gesichtsausdruck und klopft mit stahlbewehrter Faust gegen die eigne Brust, als seine Wachablösung scheppernd näherstapft.


Wichtige Bekanntmachungen

Chemiemanufaktor Krone

Entgegen aktueller Gerüchte, möchte ich hiermit klarstellen, dass “Haus Hekate Inc.” in keinster Form von der Schokoladensorte “Dunkle Versuchung™” oder ihres Herstellers, der “Chemiemanufaktor Krone™”, gesponsort wird.

In keinster Weise wollen wir für “Dunkle Versuchung™” werben, diese zartbittre Verlockung aus dem breiten Sortiment der renommierten “Chemiemanufaktor Krone™”, die dank hohem Kakaoanteil dem Gaumen schmeichelt, mit äusserst polarisierendem Geschmack begeistert, und zum mundenden Feuerwerk für jede süsse Zunge wird. “Dunkle Versuchung™”, ein Sinneserlebnis sondergleichen, steht in keiner Verbindung zu “Haus Hekate Inc.”. Wir distanzieren uns von ihrem zartcremigem Schmelz, nach langjährigster Erfahrung conchiert, durch welchen diese einzigartige Schokoladenrarität vom ersten Biss, bis zum vollmundig-nussigen Abgang, ein rundes, vollkommenes Geschmacksbild bietet.

“Dunkle Versuchung™” - seltner und kostbarer als zeitverlorene Protodrachen.


Jagd auf einen Lich mit Helfern der Hohenwacht

Morgens im Truppenlager

Der Regen kannte keinen Unterlass. Tief versanken die schweren Stiefel Schritt um Schritt im matschigen Erdengrund. Seltsame Stille lag überm Lager - nur das unablässige Prasseln Myriaden glitzernder Tröpfchen, die über Helm und Hut, über Zeltplane und Lastenkarren herniedertrommelten. Die ersten Verwundeten schlichen matt zum Lazarett hin. Anfängliche Euphorie, die bedächtiger Ernüchterung gewichen ward. Das Wissen, dass es nicht die letzten gewesen sein sollten. Sie schmunzelte gallig, der Gedanke, auf einem Friedhof, zwischen Mausoleen und Grabstätten, über Blumen und Beeten, neben Gedenkstein und Grabeskreuz, zu kämpfen, gegen unsichtbaren Feind, gegen unaufhaltsame Mächte… und dort zu fallen - welch bitterböse Ironie. Die beiden grossgewachsnen Mannen vor dem Kommandozelt neigten ihr Haupt in Ehrfurcht, zogen den Zelteingang auf, und standen stramm. Sie trat ein, und der gletscherkalte, frostige Blick der Lady traf alsgleich den angeketteten Gefangenen. “Du kannst sie nun rufen - wir werden beginnen” , erging’s in Richtung der Sekretärin. “Ich eile, Herrin” , erwiderte die kleine, dürre Gestalt, und setzte sich rasch in Bewegung.


Verhör eines Gefangenen

Habt ihr euch je gefragt, weshalb die Menschen ihre Toten bestatten? Sie verbrennen? Denkt nach. Wisset, wie unausweichlich, wie natürlich, der Tod ist. Etwas so einfaches - simples. Warum wohl, sollte man ihn verstecken? Weil wir keine Antwort für den Tod kennen… weil wir uns vor den Toten fürchten. Wie wir uns vor allem fürchten, dass wir nicht verstehen. Doch das braucht ihr nicht. Soll ich euch sagen, wovor ihr wahrlich zittern solltet…

Es sind nicht die Toten vor denen man Angst haben muss. Das Schrecklichste auf der Welt, hat keine Gestalt. Es ist kein garstiges Monstrum. Es hat keine Krallen und keine scharfen Zähne. Es hat kein Blut und kein Fleisch. Es schreit nicht - und brüllt nicht. Es ist das, was man nicht sehen kann. Das, was im Dunkeln lauert. Es ist das, was von morgens bis abends in deiner Seele bleibt. Sich festnagt. Bis der Abend zur Nacht wird. Und die Nacht, zum Tag. Bis du den Schlaf misst, und es allerzeit von dir Besitz ergreift. Überall. Dich wissen lässt. Dich fühlen lässt. Dass… nur, weil du es nicht sehen kannst - es nicht bedeutet, dass es nicht längst da wäre…

Denkt nach. Manchmal wirkt die Welt so simpel… schwarz und weiss. Dunkelheit und Licht. Grenzen, die wir selbst ziehn. Wir hüten uns vor dem Schwarzen. Wir meiden das Dunkel. Doch dereinst stehn wir alle vor unsren eignen Grenzen. Ihr kennt es. Wir Menschen… wollen immer hinter den Schleier sehn. Wir wollen erblicken. Wir wollen wissen, was ist. Was dort ist… Doch die Wahrheit, es zu sehen - hat einen teuren… schrecklichen Preis. Denn wenn du endlich hinab in die Dunkelheit sehn kannst… sieht alles, was in der Dunkelheit lauert, auch dich…

Das Dunkel kennt keine Vernunft. Es verhandelt nicht. Es ist. Und es nimmt Besitz. Schleichend langsam. Stunde, um Stunde, um Stunde. Tag für Tag. Und Jahr für Jahr. Eine unaufhaltsame Verdebnis. Es breitet sich immer weiter aus. Und je grösser es wird, desto schneller wächst es. Es ist immer da. Lauert - wartet. Hinter dir. Dort, wo du’s nicht erblicken kannst. Und irgendwann dann… ist das spärliche, dünne Licht nur noch da - damit du das Dunkel überhaupt siehst… Es labt sich am Leben, es lechzt danach. Hungrig wie die Wölfe in der Nacht. Unablässig spricht es zu dir. Hält dich. Wort für Wort. Und Silbe für Silbe, verändert es dich. Verändert es alles. Schwarz wird zu weiss. Und die Dunkelheit zum Licht. Dein Heim zur Ferne. Die, die du am innigsten liebst, werden zu Fremden. Die Wärme schwindet - und die Kälte breitet sich aus. Bis du irgendwann die Augen öffnest - und alles dunkel ist… du ganz alleine bist… und die Welt um dich herum, so bitter… bitterkalt.

Hört in euch. Hört ihr die Stimmen? Hört ihr sie. Sie sprechen zu mir. Hier… und jetzt. Geht. Flieht. Solange ihr noch könnt. Bleibt ihr hier, seid ihr der Dunkelheit verdammt… Tötet mich. Ich fürchte den Tod nicht. Habt ihr euch je gefragt, was das Leben ist? Eine kümmerliche Illusion des Seins. Ich habe vor Jahren schon aufgehört, zu sein. Ihr könnt es vielleicht nicht sehn. Aber ich selbst fühle es. Ich bin ein Fremder in meinem eignen Leibe. Und nichts fühlt sich noch an, wie es einst war…

Die Worte des Friedhofwärters folgten ihr noch lange. Eine gute Woche, seit sie ihn befragten. Die Dienerin des Lichtes ihm die ausgerissenen Augen zurück in ihre Höhlen setzte. Einige Tage, seit er in den Katakomben ein End’ fand. Und doch, ging ihr das Gerede nicht aus dem Sinn. Sie wusste wovon er sprach. Sie wusste, dass es nicht das gewesen war, was sie in der Krypta fanden…

Er sprach von Küstnacht.



(Heltai) #5

Protokolle der Hoftage des Hauses Hekate

(Inklusive OOC-Jahreszahlen, da sich Blizzard leider nicht ganz so sicher ist, in welchem Jahr wir uns IC aktuell befinden. Hier vorgestellte Informationen unterliegen keiner Geheimhaltung und dürfen somit IC durchaus bekannt sein.)

Hoftag September (2017), verkündet von Lady Heltai
  • Ein schrecklicher Lich wurde auf den Friedhöfen nähe Küstnachts gestellt und konnte vernichtet werden
  • Mückensdorf konnte einiger umherstreunender Worgen entledigt werden
  • In Peschkenau wurde eine neue Kapelle errichtet um den Leuten, unter drohendem Argus am Himmelszelt, Zuversicht zu geben
  • Drei Rädelsführer der Partisanen in Kaltenbrunn wurden gefasst und öffentlich hingerichtet
  • Die Seuche in Lobentanz wurd gänzlich ausgemerzt
  • Eine Riesenschlange, die mehrere Anwohner verschlang, wurde in der Nähe von Lobentanz gefangen und niedergestreckt
  • Geldenfels wurd zum Vasallen Kaltenbruchs erkoren
  • Lord Jaquan wird künftig als Schatzmeister des Hauses Hekate dienen
  • Neuankömmlinge: Dienstmaid Miss Fossey, Inschriftenkundige Miss Lanningan sowie Stallbursche Tyan
  • Miss Schwarz wurde vom Majordomus für ihre überragende Tüchtigkeit gekürt
Hoftag November (2017), verkündet von Lady Heltai
  • Lawinensturz in den Bergen, der die Skotia überschüttet hat, und den Fluss übertreten liess. Notdürftige Dämme sind bereits eingerichtet
  • Im Berwald wurden mehrere Holzfäller von Wolfsrudel getötet. Der Bürgermeister hat einen Preis von zwei Goldmünzen für jeden Pelz ausgeschrieben
  • Um Mückensdorf machen sich Räuberbanden breit. Ein Kopfgeld für die Strauchdiebe ist ausgesetzt
  • Die Errichtung der Burg des Sir Payton in Kahlberg geht bestens voran
  • Ein grosses Erntedankfest ist in Kahlberg geplant
  • Kaltenbrunn konnt weitere Aufwiegler ausschalten, die sich dem Gesetz entgegenstellen
  • In Himmelsstetten wurd ein reiches Mithrilvorkommen in der Nähe des Yokunflusses gefunden
  • Herold Teichert wurde, für seine herausragende Tüchtigkeit in den Vorbereitungen für den Maskenzauber, vom Majordomus gekürt
Hoftag Januar (2018), verkündet von der ersten Hofmagierin, Miss Zaahira
  • Man lässt feierlich verkünden, dass das grosse Nacktmulldesaster keineswegs den klugen Köpfen des Hauses zuzuschreiben seie
  • Ebenso, im Namen ihrer Hoheit, Lady Heltai, sei verkündet, dass Magus Zaahira nichts mit dem Abführmitteldebakel der Muscheluppe zum Wochenbeginn zu tun hat. Entsprechend dreiste Unterstellungen seien mit sofortiger Wirkung zu unterbinden
  • Das Wetter bleibt unter der magischen Kuppel des Anwesens weiterhin sonnig
  • Eine Meldung vom Sport! Die Dalaraner Dinkeldiener haben im Viertelfinale der heimischen Kuchenbackwettbewerbe gegen die Köche des Hauses Hekate verloren! Eine Kreation unseres Chefs Ramsay hat den Sieg erbracht!
  • Der Maskenzauber war ein voller Erfolg. In ihren Worten: Es war das fabulöseste, freudigste, feinste, frenetischste, ferkeligste, famoseste, farbigste, fehlerloseste, fachmännischste, faltenfreiste, und familienunfreundlichste Fest aller Zeiten! Sagte ich fantastisch? Fantastisch!
  • Sieger des diesjährigen Zauberpokales war ein Magus aus Sturmwind
  • Die Armee des Lichtes war in der Ferne siegreich: die Legion ist bezwungen. Doch sei auch gesagt, dass ein gewaltiges Schwert in Silithus gerammt wurd, als finaler Racheakt des Sargeras’
  • Ihre Hoheit, Lady Heltai, gilt weiterhin in der Wüste Silithus als verschollen
  • Neuigkeiten aus Pandaria: Der umgefallene Sack Reis liegt bis heute ungerettet in einer Lagerkammer im vierten Jadetal der sieben Windblütenblätterkronen.
  • Neuzugänge: Miss Westlauf, als Gesellschafterin
  • Miss Fossey erhielt die Verdienstmedaille des Majordomus’
  • Kaltenbruch hat sich am runden Tische mit anderen Vertretern der Nordreiche versammelt. Verteidigungslinien wurden ausgebaut, und ein Netz aus Signalfeuern zur gegenseitigen Unterstützung errichtet
Hoftag März (2018), verkündet von Lady Jane
  • Lady Jane wurd vom Rat des Hauses mehrstimmig zur oberersten Beraterin, und Stellvertreterin der Lady Heltai, gewählt
  • Magus Zaahira wurde des Hochverrates angeklagt. Als Lady Heltai verschollen galt, hat sie sämtliche Suchoperationen gestört, Hinweise vernichtet, und in einem Putsch versucht, die Herrschaft über das Haus Hekate an sich zu reissen. Sie wurde hingerichtet.
  • Graf Delorme wird künftig ihren Posten des ersten Hofmagiers einnehmen
  • Miss Schwarz wurd zur ersten Hofalchemistin, und Führerin des hofeignen Labors, gekürt
  • Miss Morgan erhielt vom Majordomus die Verdienstmedaille
  • Neuzugänge: Miss Shirling als Sekretärin, Miss Graves als Ärztin und Magus Bryant
  • Neue Dienstuniformen für die Dienerschaft werden geschneidert. Genauso wie frische Wappenröcke für die Garde
  • Die zerstörte Bibliothek im Nordturm wird derzeitig neu errichtet
  • Die hofeigene Minigolfanlage besitzt eine neue Bahn, die kommender Woche eingeweiht wird
Hoftag August (2018), verkündet von Lady Jane
  • Die Schlachten an der Kaltenbrucher Nordmark wurden gewonnen. Grosse Truppenteile mussten abgezogen werden, nach der Belagerung Unterstadts
  • Lady Heltai hat sich nach den Siegen umgehend nach Kul’Tiras aufgemacht
  • Lord Delorme wurde seines Amtes als erster Hofmagus enthoben
  • Magus Agathon nimmt, bis zur Rückkehr seines Nachfolgers, dessen Stellvertretung ein
  • Miss Shirling wurde zur Direktorin des Sekretariats erhoben
  • Die Baronie Geldenfels wurde als zehntes Lehen der Markgrafschaft Kaltenbruch unterstellt
  • Lord Jaquan erhielt den Posten als Handelsbaron, mit Sitz in Kaltenbrunn. “Herr der Diamanten” ist sein Ehrentitel
  • Gardist Owens wurde zum Stellvertreter des Gardekommandanten erhoben
  • Gardist Haddrson erhielt für seine Tapferkeit auf der Schlangeninsel den Verdienstorden Kaltenbruchs
  • Lord Jaquan und seine Verlobte Joana werden sich im frühen Herbst vermählen
  • Neuankömmlinge am Hofe: Magus Hayes, Weissagungsspezialistin, und die Gesellschafterin Miss Gerb
Hoftag September (2018), verkündet von Lady Jane
  • Sir Luhdwig von Baumbach, Ritter Rosenfurths, Sieger zahlreicher Turniere in Kaltenbruch, fand sich am Hof ein. Genau wie Meister Furchtschmiede, ein Pyromant aus dem Schwarzfels, der uns sein Wissen teilen möcht
  • Magus Alan Bryant wurde die Ehre zuteil, sich dem Banner Hekates gänzlich zu verschreiben. Fortan soll er den Titel ‘Magus der schwarzen Schlange’ tragen dürfen.
  • Sir Nekan Stahlherz wurde zum Ritter Rosenfurths geschlagen
  • Die Nordmark Kaltenbruchs verbleibt grösstenteils ruhig, die Verlassenen haben sich nach Westen abgesetzt
  • Kul’Tiras und die Allianz schlossen ein Bündnis
  • Oger in Passwegen sind verschwunden, das Dorf wird noch einige Wochen beobachtet, bevor man an einen Wiederaufbau denkt
  • Dafür haben sich Ogerclans im Osten Alteracs unter einem bislang unbekannten Häuptling zusammengerottet. Viele Flüchtlinge in Kaltenbruch, die herzlich aufgenommen wurden
  • Die Arbeiten an Schloss Küstnacht, nachdem die Schrecken des nahen Friedhofs letztes Jahr vertrieben wurden, gehen weiter planmässig voran
  • Der Birkenhain verzeichnet eine der ertragreichsten Ernten der letzten Jahre
  • Abgesandte des Hauses in Sturmwind konnten unter den darnassischen Flüchtlingen einige Druiden gewinnen, die sich bereiterklärten, das Land um Dürrenstein von der Pest und dem Säureregen der Verlassenen zu säubern
  • Nach vierjähriger Siegesserie des alljährlichen Ritterturniers in Kahlberg, konnte Rudi die Ratte aus der Rosenfurth endlich gestürzt werden. Dieses Jahr hat Erich der Eber aus dem Berwald den Landestitel für sich errungen
  • Eine Warnung um den Krähenbaum. Angeblich treibt sich ein riesiger Wolf des Nachtes umher. Nicht nur zahlreiches Vieh wurd schon gerissen, auch ein halbes Dutzend Männer sind bislang spurlos verschwunden
  • In wenigen Wochen wird die grösste Fähre Kaltenbruchs aus der Werft in Peschkenau auslaufen: Ein Wettbewerb, mit grosser Belohnung, um den Schiffsnamen wurd gestartet
Hoftag Oktober (2018), verkündet von Lady Jane
  • Neuankömmlinge am Hof: Hofmagier Miss Pea und Mister Imber. Die Bedienstete Miss Black.
  • Die hofeigene Schneidermeisterin Moana Wellington wurde zur ersten Hofschneiderin gekürt. Künftig soll eine handvoll erfahrenerer Schneiderlinge gesucht werden, die sie tatkräftig unterstützen
  • In diesem Zuge berichtete Lady Jane erstmalig von ihrem neuen Projekt - eine eigene Modelinie ‘Rosendorn - hervorstechend bestechend’ für die nobelsten Damen Azeroths
  • Lady Heltai vorerst weiterhin hauptsächlich in Kaltenbruch, bei ihrem Volke, zugegen
  • Der letztmonatige Hoftag hat Lady Jane erneut mit einstimmigem Beschluss zur Regentin des Dalaraner Hofes, in Lady Heltais Abwesenheit, ernannt
  • Die Fähre aus Peschkenau wird den Namen ‘Hoffnung’ tragen. Als Sinnbild für eine hoffnungsvolle Zukunft, mit einem freien Lordaeron. Gewinnerin des Wettbewerbes war Nora Schwarz
  • Die Hochzeit in Geldenfels verlief grossartig
  • Weitere Flüchtlinge aus dem zentralen Alterac haben sich in Kaltenbruch eingefunden. Insbesondere Kaltenbrunn selbst stellt nun zahlreichen Familien Obhut
  • Geplant sind, nach den reichen Ernten, vermehrte Lebensmittelimporte aus Kaltenbruch für den Dalaraner Hof. Nicht nur, um die dortige Wirtschaft zu unterstützen, sondern auch etwas kulinarische Kultur Alteracs an den Hof zu bringen
  • Die Wiederaufbauarbeiten an Schloss Küstnacht gehn weiter unter strengstem Zeitplan voran. Erste Zimmer, darunter die Gemächer ihrer Hoheit, sind wieder bezugsbereit
  • Gleichsam verzeichnet man deutliche Fortschritte in der Verstärkung der Nordmark bei Rabenborn, und der Ostgrenze, am Ostpass zu Geldenfels
  • Das diesjährige Erntedankfest wird in Kahlberg stattfinden
  • Das Haus verfügt, nach Verhandlungen mit einer furchtlosen Crew in Kul’Tiras, nun über ein Handels- und Expeditionsschiff
  • Zum Ende des Mondes sei der Hofstaat zur Hohenwacht eingeladen, wo ein Fest zu den Schlotternächten abgehalten wird
Hoftag November (2018), verkündet von Lady Jane
  • Der Baron der Rosenfurth, Tabbert, ist dem Alter erlegen. Er schlief friedlich ein und erwachte nie wieder.
  • Das Erntedankfest in Kahlberg war ein prächtiger Anlass, zu dem sich Jung und Alt aus ganz Kaltenbruch aufmachte.
  • Geldenfels trifft Vorbereitungen, einen gefährlichen Riesenbären einzufangen.
  • Aufbau in Dürrenstein ist im Gange, die Druiden sind eingetoffen und arbeitssam.
  • In der Diamantmine der Frostnadel wurde eine neue, sehr ertragreiche Zentralquelle entdeckt
  • Lady Heltai hat das Schloss Küstnacht bezogen, noch immer wird gearbeitet, aber nichts grobes mehr, das einen frühmorgens mit lautem Gehämmer aus den Federn reisst
  • Nückensdorf hat die Bauarbeiten an der Motte niedergelegt und rüstet sich für den Winter
  • Die Grenzen Lobentanzes wurden verringert, das Gebiet ums Bleichmoor wurde Rosenfurth zugesprochen, aufgrund deren vorherrschender Wachtruppen die dort patroullieren. Im Gegenzug stellt man Güterlieferung für das pestgebeutelte Dorf Lobentanz, deren Bevölkerung dezimiert wurd, und sich nicht weiter um die Sicherheit kümmern kann
  • Passwegen wieder bewohnt. Ein Trupp Arbeiter und Streiter unter dem Erbfolger, Sir Gregor Barathen, Sohn des Edward Barathen, hat sich aufgemacht. Erste Infrastruktur, um den kalten Winter zu überdauern, wird aufgebaut
  • Gardist Owens wurde dem Kaltenbrucher Heer zugeteilt, Sir Walter tritt die Nachfolge, als Kommandant der ehrenwerte Hausgarde, an
  • Neu Gesichter am Hof: Josephina Fermount (Heilerkundige), Aliondra Nachtsichel (Leibwache), Servaxx (Leibwache), Swenja Stansfeld (Sir Paytons Sekretärin), Fellona Lancer (Bedienstete)
  • Vorbereitungen für den Maskenball, wie auch den Zauberpokal, laufen auf Hochtouren. Herold von Teichert leitet das Organisatorische auch dieses Jahr.
  • Neues, wildes Winterhauchwichteln steht beim Haus Hekate an. Teilnehmer mögen bitte ein Zettelchen in Lady Janes Sekretariat hinterlassen.
  • Tote am Hof: Zwei Diener wurden aufgrund schwerer Vergehen gerichtet. Dazu erlag der Novize Reinerth seinen Verletzungen bei einer gefährlichen Zauberübung.
Hoftag Dezember (2018) - verkündet von Lady Jane
  • Sir Barathen hat das kürzliche Turnier am Hofe Hekate für sich entschieden. Der siegreiche Ritter der schwarzen Schlange wurde reich belohnt
  • Magus Bryant wurde zum Stellverteter des Majordomus Sir Payton ernannt
  • Miss Corvin kürte man zur Novizensprecherin, aufgrund ihres tadellosen Fleisses und ihrer Treue zur schwarzen Schlange
  • Die Dame Nachtsichel hat Lady Jane persönlich zu ihrer Leibwache erkoren
  • Es wurden die drei wackren Streiter für den Zauberpokal verkündet, die diesjährig die Ehre des Hauses verteidigen sollen: Magus von Kadzwinkl, Magus Morrington und Magus Bryant
  • Man hat die Neuankömmlinge am Hofe willkommen geheissen: Vessel von Weissenbrunn, der auf unfreiwillige Weise zum Hofe kam, den Novizen Abendstille, wie auch den ausgebildeten Hofmagus von Rosenfurth, Dean Morrington, der fortan seine Künste an der Hofakademie weiter erproben und verfeinern soll
  • Mister Bacon wurde aufgrund seines Verhaltens bestraft - in einer ausschweifenden Rede aber, hat er seine Reue kund getan
  • Lady Jane verkündete erste Erfolge ihrer neuen Modelinie - Rosendorn, bestechend hervorstechend. Erste Stücke einer bezaubernden Dessouskollektion, wie auch hinreissende Kleider für die modebewusste Dame und ein Anzug für den Herrn sollen als Weltpremiere beim Maskenzauber erstmalig vorgestellt werden
  • In Geldenfels hat man die Arbeiten an der Ostgarnison aufgrund starken Schneefalles bis zum Frühling eingestellt
  • Ein neues Transportschiff läuft in den nächsten Wochen aus der Werft von Peschkenau aus
  • Kaltenbrunn ist in Verhandlungen mit der Allianz, um eine Transportroute über den Lordamere hinweg ins nördliche Lordaeron zu stellen
  • Schloss Küstnacht wird weiter instandegesetzt - mittlerweile hat sich ihre Hoheit gänzlich häuslich eingerichtet. Die Möbel in den Gemächern aus dem Anwesen in Dalaran wurden unter Anleitung des Majordomus’ gänzlich nach Kaltenbruch geschafft
  • Das einst säureverdorbne Land in Dürrenstein erfreut sich neuer Blüte. Man rechnet bereits im nächsten Sommer mit ersten bestellbaren Landstrichen
  • In Passwegen wurden erste Häuser vor dem Wintereinbruch fertiggebaut. Einige Familien, die bislang in der grossen Halle untergebracht waren, wurden umgesiedelt. Eine Patrouille fand darüberhinaus, während eines Spähmarsches, ein Bienenvolk in seiner Wintertraube. Man rechnet damit, schon im kommenden Sommer wieder den berühmten, köstlichen Passweger Honig liefern zu können
Hoftag Januar (2019) - gehalten von Lady Jane
  • Neuankömmlinge am Hof: Magus Luficra Vagleth
  • Magus Agathon übernimmt inskünftig zur Gänze den Posten des obersten Hofmagiers
  • Der diesjährige Maskenzauber, wie auch der vorgängige Zauberpokal, waren ein voller Erfolg. Pokalsiegerin war Magus Raya
  • Der Herold Teichert fand durch einen unglücklichen Unfall während der Festlichkeiten sein Ende. Doch braucht der Tod nicht betrauert zu werden, das dreckige Wiesel hat seit Jahren die Staatskassen des Hauses auf garstige Weise geschröpft.
  • Der verantwortliche Schmied Hollister, und die mitverantwortliche Zofe Eva, wurden von Lady Jane eines Todesurteiles begnadigt - da ihre Absichten nur waren, diesen Frevel endlich zu stoppen. Dennoch fristen sie, als Strafe zur Selbstjustiz, ihr künftiges Leben in vollkommener Leibeigenschaft des Hauses.
  • Die drei Todesfälle, von Magus Riedel, Magus von der Tronn und dem majordomusschen Chefeinkäufers Ronald Trumpet, die rund ums neue Jahr das Haus in Atem hielten, sind nicht weiter besorgniserregend. Man konnte das okkulte Artefakt, dass für derlei Schrecken sorgte, sicherstellen und hinfortbringen. Weitere Furcht sei deplatziert.
  • Die neue Modelinie der Lady Jane, der Rosendorn™, startete mehr als erfolgreich. Die Weltpremiere diverser Stücke beim Maskenzauber sorgte für grossen Umsatz, und die Schneider des Hofes kommen mit der Anfertigung kaum nach.
  • In Kaltenbruch lief das in den letzten Wochen errichtete Transportschiff planmässig aus - die Jungfernfahrt verlief problemlos.
  • An der kaltenbruchschen Nordmark führt die Lady Heltai das Heer weiter nordwärts. Begleitet von kleinen Kontingenten ehemaliger Herrscher oder deren Nachkommen, wird für Frieden in einstmalig okkupierten Ländereien nahe Kaltenbruchs gesorgt. Verhandlungen über künftiges Vasallentum wohl bereits im Gange.
Hoftag Februar (2019) - verkündet von Lady Jane

Hof Dalaran

  • Eyarr Haddrson wurde zum Ritter der schwarzen Schlange geschlagen, und zudem zum Gardekommandanten befördert.
  • Arbeiten an den Gemächern der Regentin abgeschlossen. Die zwergischen Baumeister liessen zur Feier schäumendes Felsquellbier und frische Wildschweinwürste herbeikarren.
  • Neuankömmlinge am Hof: Miss Talischa als Alchemistin und Parfumeurin des Rosendornes™. Miss Nevlin als Schneiderin für den Rosendorn™. Drei neue Hofmagier, namentlich: Herr Sommer, Mister Dal’felomin und die Dame Dath’anar.
  • Erste Planungssitzung des Rosendornes™ abgehalten. Man verzeichnet enorme Einnahmen, und die Schneider kommen der Nachfrage kaum hinterher. Dringend werden fähige Schneider, Schuster und andere Mitarbeiter gesucht. Miss Wellington wurde zu Lady Janes stellvertredender Geschäftsführerin des Rosendornes™ ernannt. Die Modelinie wird um Schmuck, Schuhe, Parfums und Kosmetikprodukte (Hautcremes und Schminke) erweitert.
  • Nach längerer Zeit, findet kommender Wochen erneut ein hausinternes Minigolfturnier statt. Lange genug, hielt der Majordomus den Hauspokal in Händen!

Kaltenbruch

  • Kaltenbruch verzeichnet den besten Winter seit Beginn des zweiten Krieges seinerzeits. Die Verluste, ob Hunger und Frost, halten sich in erstaunlichen Grenzen.
  • Die Druiden der Nachtelfenflüchtlinge sind mit der Regeneration des verseuchten Landes um Dürrenstein fertig - demnächst will man zum Frühling hin erste Häuser errichten, und die Flüchtlingsströme aus dem zentralen Alterac, wo immer noch Ogerhorden marodieren, dortig unterbringen.
  • Die Fähre ‘Hoffnung’, die erst im Spätherbst aus der Werft Peschkenaus auslief, wurde von einem Schiff der Verlassenen versenkt.
  • Das Heer Kaltenbruchs, unter der Führung der Lady Heltai, hat die Baronie Dammbrach, an der nördlichen Grenze Kaltenbruchs, befreien können. Der Landsherr hat sich bereits zum Vasallen Kaltenbruchs erklärt, und den Kniefall vollzogen. Diesem glorreichen Sieg sollen weitere Ländereien folgen.
  • In Geldenfels durft man freudig verkünden, dass der Baron Jaquan wieder wohlauf ist.
  • Kahlberg hat sich vom letzten Mond, in dem das weltberühmte Etablissement ‘Zum gespreizten Schenkel’ rekordtiefen Umsatz verzeichnete, erholt. Man blickt einem einträglicheren Frühling entgegen.
  • In Kaltenbrunn wird man, zum Frühlingsbeginn, ein grosses Fest im Obsthain, der grössten Kornkammer Kaltenbruchs, abhalten.
  • Passwegen indes wappnet sich - nachdem Späher ein grosses Aufkommen der Verlassenen ausmachten, die in Richtung der ehemaligen Reichsstadt Alteracs zogen. Die Südostgrenzen des Landes werden vom verbliebenen Heer verstärkt.
  • Die Lady Jane hat in Rosenfurth zwei kerngesunde Kinder - ein Mädchen und einen Jungen - zur Welt gebracht! Das Volk ist in Freude, dass der Lord Tabbert vor seinem beklagenswerten Ableben ihr noch Nachkommen schenkte. Eine grosse Feier zur Segenstaufe der Kinder ist für den letzten Mittwoch dieses Mondes vorgesehen.

Andernortes

  • Nach längeren Einrichtungsarbeiten konnt das Sturmwinder Stadthaus kürzlich bezogen werden. Die entsprechenden Portale nach Sturmwind sind bereits in diese Richtung umgelenkt worden. Wer aus dem Anwesen die Stadt zu besuchen hat, findet dort gerne Unterkunft.
  • In Stromgarde wurde zu den Waffen gerufen! Auch wenn das Heer Kaltenbruchs, gerade selbst im Krieg befindlich, nicht zur Hilfe entsandt werden kann, so will man doch insbesondere den tapfren Verbündeten der Hohenwacht Hoffnung schenken.

(Heltai) #7

<Platzhalter - alles für die Schlange, alles für das Haus.>


(Heltai) #9

<Platzhalter - …unser Leben für’s Reptil.>


(Caterine) #10

Mit neugieriger Erwartung war er den anderen an diesen düsteren Ort gefolgt. Erst vor wenigen Wochen standen sie schon einmal hier, sahen Blut und Leben fließen.
Seine Brust loderte vor sengendem Schmerz von den mysteriösen Schriftzeichen, die die magische Feder Zug für Zug darauf eingebrannt hatte.
Fester Griff der beiden Männer an seinen Armen, die eben noch als Henker die Verurteilten in den Tod geleitet hatten.
Noch nie war er dem unendlichen Abgrund so nahe gewesen. Er hatte andre fallen sehen, und nun war es an ihm.
Tief unter sich sah er die schwarzglänzende Oberfläche, Wellen und Wirbel, die darauf hindeuteten, dass etwas in diesem Becken lebte. Etwas Großes.
Er fröstelte. Nackt stand er da, lediglich eine Halskette hatte er anbehalten. Der blaue Kristall in Form eines Wolfkopfes schien in dieser Düsternis zu funkeln.
Seine Haut fast makellos, die ersten Narben im Kampf noch nicht ganz verheilt. Eine blaue Rune auf der Brust, einst zum Üben gedacht, mittlerweile ein liebgewonnenes Symbol.
Hinter ihm jene, die ihm lieb und teuer sind. Sie sehen zu, bangen, und wünschen ihm ganz sicher Glück. Er braucht ein Glück, er weiß, dass er es kann, dass er das Zeug dazu hat.
Die liebliche Stimme der verhüllten Hohepriesterin klingt an sein Ohr. Die letzten Worte, die er vor seiner Wandlung hören wird.
Das Herz beginnt zu rasen, mehr noch, als ohnehin schon. Das Blut rauscht förmlich in seinem Kopf, erst wird ihm glühend heiß, als das Adrenalin durch seine Adern pumpt, dann eiskalt, als die Todesangst nach seinem Herzen greift.
Jedes Geräusch um ihn her scheint unsagbar laut. Es hallt, es flüstert, es tropft, selbst das Scharren eines ungeduldigen Fußes dringt überdeutlich an sein Ohr.
Die Hände an seinen Armen verschwinden beinahe gleichzeitig. Er schwankt, wenn auch nur kurz. Erstaunlich, wieviel Sicherheit einem der Griff des Todes bieten kann.
Die Henker treten einen Schritt zurück. Er muss es freiwillig tun.
Da wartet große Macht auf ihn, endlich… endlich könnte er beweisen, was in ihm steckt. Er würde ganz an der Spitze des Heeres voranschreiten, die Zeit des Versagens bei einfachsten Aufgaben ist vorbei.
Es ist soweit!
Er spürt den kalten Boden unter den Füßen. Seine Zehen klammern sich um den Rand, letzter Halt vor der Unendlichkeit.
Kein Blick zurück zu denen, die um ihn bangen. Das hieße vielleicht Abschied nehmen, und das will er nicht. Emporsteigen wird er, wie der Feuervogel aus der Asche.
Beide Arme ausgebreitet lässt er sich nach vorne fallen, hinaus in den Abgrund, hinab zur wartenden Königin der Schlangen.

Die Hohepriesterin dreht sich langsam um. Sie spricht, doch die Worte sind einem der Jünger vollkommen egal. Die Gestalt in schwarzen Roben, mit einer weiteren Robe in den Händen, spürt einen ganz besonderen Schmerz sich übermannen: Trauer.
Kein Aufstieg, keine Macht.
Der junge Mann, der so voller Zuversicht und Vertrauen zu fliegen glaubte, fiel und fiel…
Kein Schrei, absolut nichts war zu hören.
Da war nur eine leere Stelle, wo vor Sekunden noch ein junger, kräftiger Mann gestanden hatte.
Der Opferraum leerte sich, einer nach dem anderen verließen sie den Ort, um in ihr tägliches Leben zurück zu kehren.
Nur einer… einer kam nicht mit. Verschwunden in der unendlichen Dunkelheit, die einem die Macht verlockend anbietet. Nicht stark genug.


(Heltai) #11

Über die letzten Monate habe ich interessenhalber einige Daten aus der Armory-API gesammelt, die Profile von Charaktern auf der Aldor betreffen - um, resultierend daraus, Statistiken generieren zu können. Und der grossen Frage nachzugehen:

Stirbt das Rollenspiel auf der Aldor wirklich aus?

Mittlerweile umfasst die Datenbank einen angemessenen Kern von rund 63000 Einträgen, und dürft somit als relativ aussagekräftig gelten. Da die Namen aus einem Channel stammen, den gängige Rollenspieladdons zur (unsichtbaren) Kommunikation nutzen, kann man bei den meisten davon wohl auch tatsächlich von Rollenspielcharaktern ausgehen.

Da ich fieberbedingt im Bett lag, und somit endlich einmal Zeit fand, mich weniger aufregenden Tasks zuzuwenden, habe ich daraus diejenigen gefiltert, die laut Armory in den letzten 4 Wochen einmal eingeloggt waren - und somit als aktuell gelten dürften. Verblieben sind schliesslich noch runde 25000 Einträge.

Somit lautet die Antwort: Natürlich stirbt das Rollenspiel aus. Das Rollenspiel auf der Aldor starb schliesslich schon aus, als es den Realm noch nicht einmal gab! Und mit guten Traditionen bricht man bekanntlich nicht.

Dennoch, auch wenn man selbstredend bedenken muss, dass es sich dabei um Charakter, nicht Spieler dahinter handelt, und wohl fast jeder mehr als einen besitzt, ist es eine ganz beachtliche Menge. Darüberhinaus konnt ich einige interessante Diagramme (jeder Mensch, und vorallem jeder Goblin, liebt Diagramme, oder?) daraus gewinnen. Da mich das Forum leider keine Bilder einfügen lässt, kann man sich jene (wie auch anonymisierte Rohdaten) gerne hier ansehn:

http://www.haushekate.com/aldorcharts

(Echte Links leider auch noch nicht ._.)

Bedingt durch einige Charts u.U. leider nicht allzu handyfreundlich.

Womöglich lässt sich künftig auch vergleichen, inwieweit sich die Aktivität besagter Charakter ändert. Werden es mehr - weniger?


(Acáelus) #12

Die maximalzahl der Charaktere pro Server ist stark erhöht worden…18 pro Server wenn ich das richtig in Erinnerung hab. Damit solltest du von mehr als 10 Pro Spieler ausgehen.


(Midra) #13

Auch davon ausgehend ist es eine beachtliche Menge.


(Teichert) #14

„Die kommen noch.“ Kurgan presste die Schläfe gegen die Scheibe, um die Straße weiter entlang zu sehen. Es war zu kalt um die Fenster zu öffnen. Zu kalt, um die Tür weiter offen stehen zu lassen. Zu kalt, weiter auf der Straße auszuharren. „Die kommen noch.“

Sepp konnte es nicht mehr hören. Schritt für Schritt die Flucht ergreifend, schlenderte er durch die Stube, vorbei an der langen Tafel die wie Tage und Wochen zuvor gedeckt bereit stand. Hinten saßen nur zwei Gäste; zweimal Fisch und nichts zu trinken - mager, aber für ihn verhieß es wenig Arbeit. Mehr Platz gab das Wirtshaus nicht her. Nicht wenn alles für einen Einfall bereit stand, der auf sich warten ließ. „Sie sind gestern auch nicht hier gewesen. Denen ist das Geld vollends ausgegangen!“

„Nichts will ich davon hören! Schürr das Feuer, die kommen noch.“ Kurgans Nase hinterließ einen weiteren Abdruck auf der Scheibe. Auf der Straße schlang ein Mann den violetten Mantel enger um sich. Noch immer nichts zu sehen. Er hörte wie der Bursche auch Holz nachlegte. Heute scherrte ihn nicht einmal das. „Ich hab das selbst von Mirka gehört. Und die hat es von einer Freundin, die jemanden vom Hof kennt. Ich sag doch: denen ist das Geld ausgegangen. Kommt ja nich von ungefähr, wenn der halbe Hof von einem Tag auf den anderen ausgehungert durch die Stadt streift! Jetzt sind se alle blank! Die haben selbst das Turnier nur noch halb solang-“ – „Halt die Klappe Sepp. Wenn Geld für ein Turnier ist, können sie es auch weiter in die Schenke tragen.“ Kurgan kannte die Gerüchte zu gut. Das hieß nicht, dass er sie hören wollte. „Morgen wartest du vor den Toren des Anwesens und lädst sie ein. Eine Flasche von dem guten Roten auf Kosten des Hauses. Und red‘ vom Hirsch der schon für sie abgehangen ist! Wenn Hekate pleite ist, fress ich meinen Hut!“


(Heltai) #15

        Protokoll des Hoftages Dezember (( 2018 )) - gehalten von Lady Jane

  • Sir Barathen hat das kürzliche Turnier am Hofe Hekate für sich entschieden. Der siegreiche Ritter der schwarzen Schlange wurde reich belohnt
  • Magus Bryant wurde zum Stellverteter des Majordomus Sir Payton ernannt
  • Miss Corvin kürte man zur Novizensprecherin, aufgrund ihres tadellosen Fleisses und ihrer Treue zur schwarzen Schlange
  • Lady Jane hat die Dame Nachtsichel persönlich zu ihrer Leibwache erkoren
  • Es wurden die drei wackren Streiter für den Zauberpokal verkündet, die diesjährig die Ehre des Hauses verteidigen sollen: Magus von Kadzwinkl, Magus Morrington und Magus Bryant
  • Man hat die Neuankömmlinge am Hofe willkommen geheissen: Vessel von Weissenbrunn, der auf unfreiwillige Weise zum Hofe kam, den Novizen Abendstille, wie auch den ausgebildeten Hofmagus von Rosenfurth, Dean Morrington, der fortan seine Künste an der Hofakademie weiter erproben und verfeinern soll
  • Mister Bacon wurde aufgrund seines Verhaltens bestraft - in einer ausschweifenden Rede aber, hat er seine Reue kund getan
  • Lady Jane verkündete erste Erfolge ihrer neuen Modelinie - Rosendorn, bestechend hervorstechend. Erste Stücke einer bezaubernden Dessouskollektion, wie auch hinreissende Kleider für die modebewusste Dame und ein Anzug für den Herrn sollen als Weltpremiere beim Maskenzauber erstmalig vorgestellt werden
  • In Geldenfels hat man die Arbeiten an der Ostgarnison aufgrund starken Schneefalles bis zum Frühling eingestellt
  • Ein neues Transportschiff läuft in den nächsten Wochen aus der Werft von Peschkenau aus
  • Kaltenbrunn ist in Verhandlungen mit der Allianz, um eine Transportroute über den Lordamere hinweg ins nördliche Lordaeron zu stellen
  • Schloss Küstnacht wird weiter instandegesetzt - mittlerweile hat sich ihre Hoheit gänzlich häuslich eingerichtet. Die Möbel in den Gemächern aus dem Anwesen in Dalaran wurden unter Anleitung des Majordomus’ gänzlich nach Kaltenbruch geschafft
  • Das einst säureverdorbne Land in Dürrenstein erfreut sich neuer Blüte. Man rechnet bereits im nächsten Sommer mit ersten bestellbaren Landstrichen
  • In Passwegen wurden erste Häuser vor dem Wintereinbruch fertiggebaut. Einige Familien, die bislang in der grossen Halle untergebracht waren, wurden umgesiedelt. Eine Patrouille fand darüberhinaus, während eines Spähmarsches, ein Bienenvolk in seiner Wintertraube. Man rechnet damit, schon im kommenden Sommer wieder den berühmten, köstlichen Passweger Honig liefern zu können

(Heltai) #16

        Protokoll des Hoftages Januar ((2019)) - gehalten von Lady Jane

  • Neuankömmlinge am Hof: Magus Luficra Vagleth
  • Magus Agathon übernimmt inskünftig zur Gänze den Posten des obersten Hofmagiers
  • Der diesjährige Maskenzauber, wie auch der vorgängige Zauberpokal, waren ein voller Erfolg. Pokalsiegerin war Magus Raya
  • Der Herold Teichert fand durch einen unglücklichen Unfall während der Festlichkeiten sein Ende. Doch braucht der Tod nicht betrauert zu werden, das dreckige Wiesel hat seit Jahren die Staatskassen des Hauses auf garstige Weise geschröpft.
  • Der verantwortliche Schmied Hollister, und die mitverantwortliche Zofe Eva, wurden von Lady Jane eines Todesurteiles begnadigt - da ihre Absichten nur waren, diesen Frevel endlich zu stoppen. Dennoch fristen sie, als Strafe zur Selbstjustiz, ihr künftiges Leben in vollkommener Leibeigenschaft des Hauses.
  • Die drei Todesfälle, von Magus Riedel, Magus von der Tronn und dem majordomusschen Chefeinkäufers Ronald Trumpet, die rund ums neue Jahr das Haus in Atem hielten, sind nicht weiter besorgniserregend. Man konnte das okkulte Artefakt, dass für derlei Schrecken sorgte, sicherstellen und hinfortbringen. Weitere Furcht sei deplatziert.
  • Die neue Modelinie der Lady Jane, der Rosendorn™, startete mehr als erfolgreich. Die Weltpremiere diverser Stücke beim Maskenzauber sorgte für grossen Umsatz, und die Schneider des Hofes kommen mit der Anfertigung kaum nach.
  • In Kaltenbruch lief das in den letzten Wochen errichtete Transportschiff planmässig aus - die Jungfernfahrt verlief problemlos.
  • An der kaltenbruchschen Nordmark führt die Lady Heltai das Heer weiter nordwärts. Begleitet von kleinen Kontingenten ehemaliger Herrscher oder deren Nachkommen, wird für Frieden in einstmalig okkupierten Ländereien nahe Kaltenbruchs gesorgt. Verhandlungen über künftiges Vasallentum wohl bereits im Gange.

(Heltai) #17

        Protokoll des Hoftages Februar ((2019)) - gehalten von Lady Jane

Hof Dalaran

  • Eyarr Haddrson wurde zum Ritter der schwarzen Schlange geschlagen, und zudem zum Gardekommandanten befördert.
  • Arbeiten an den Gemächern der Regentin abgeschlossen. Die zwergischen Baumeister liessen zur Feier schäumendes Felsquellbier und frische Wildschweinwürste herbeikarren.
  • Neuankömmlinge am Hof: Miss Talischa als Alchemistin und Parfumeurin des Rosendornes™. Miss Nevlin als Schneiderin für den Rosendorn™. Drei neue Hofmagier, namentlich: Herr Sommer, Mister Dal’felomin und die Dame Dath’anar.
  • Erste Planungssitzung des Rosendornes™ abgehalten. Man verzeichnet enorme Einnahmen, und die Schneider kommen der Nachfrage kaum hinterher. Dringend werden fähige Schneider, Schuster und andere Mitarbeiter gesucht. Miss Wellington wurde zu Lady Janes stellvertredender Geschäftsführerin des Rosendornes™ ernannt. Die Modelinie wird um Schmuck, Schuhe, Parfums und Kosmetikprodukte (Hautcremes und Schminke) erweitert.
  • Nach längerer Zeit, findet kommender Wochen erneut ein hausinternes Minigolfturnier statt. Lange genug, hielt der Majordomus den Hauspokal in Händen!

Kaltenbruch

  • Kaltenbruch verzeichnet den besten Winter seit Beginn des zweiten Krieges seinerzeits. Die Verluste, ob Hunger und Frost, halten sich in erstaunlichen Grenzen.
  • Die Druiden der Nachtelfenflüchtlinge sind mit der Regeneration des verseuchten Landes um Dürrenstein fertig - demnächst will man zum Frühling hin erste Häuser errichten, und die Flüchtlingsströme aus dem zentralen Alterac, wo immer noch Ogerhorden marodieren, dortig unterbringen.
  • Die Fähre ‘Hoffnung’, die erst im Spätherbst aus der Werft Peschkenaus auslief, wurde von einem Schiff der Verlassenen versenkt.
  • Das Heer Kaltenbruchs, unter der Führung der Lady Heltai, hat die Baronie Dammbrach, an der nördlichen Grenze Kaltenbruchs, befreien können. Der Landsherr hat sich bereits zum Vasallen Kaltenbruchs erklärt, und den Kniefall vollzogen. Diesem glorreichen Sieg sollen weitere Ländereien folgen.
  • In Geldenfels durft man freudig verkünden, dass der Baron Jaquan wieder wohlauf ist.
  • Kahlberg hat sich vom letzten Mond, in dem das weltberühmte Etablissement ‘Zum gespreizten Schenkel’ rekordtiefen Umsatz verzeichnete, erholt. Man blickt einem einträglicheren Frühling entgegen.
  • In Kaltenbrunn wird man, zum Frühlingsbeginn, ein grosses Fest im Obsthain, der grössten Kornkammer Kaltenbruchs, abhalten.
  • Passwegen indes wappnet sich - nachdem Späher ein grosses Aufkommen der Verlassenen ausmachten, die in Richtung der ehemaligen Reichsstadt Alteracs zogen. Die Südostgrenzen des Landes werden vom verbliebenen Heer verstärkt.
  • Die Lady Jane hat in Rosenfurth zwei kerngesunde Kinder - ein Mädchen und einen Jungen - zur Welt gebracht! Das Volk ist in Freude, dass der Lord Tabbert vor seinem beklagenswerten Ableben ihr noch Nachkommen schenkte. Eine grosse Feier zur Segenstaufe der Kinder ist für den letzten Mittwoch dieses Mondes vorgesehen.

Andernortes

  • Nach längeren Einrichtungsarbeiten konnt das Sturmwinder Stadthaus kürzlich bezogen werden. Die entsprechenden Portale nach Sturmwind sind bereits in diese Richtung umgelenkt worden. Wer aus dem Anwesen die Stadt zu besuchen hat, findet dort gerne Unterkunft.
  • In Stromgarde wurde zu den Waffen gerufen! Auch wenn das Heer Kaltenbruchs, gerade selbst im Krieg befindlich, nicht zur Hilfe entsandt werden kann, so will man doch insbesondere den tapfren Verbündeten der Hohenwacht Hoffnung schenken.